Erstes Blatt
161. Jahrgang
Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.
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um immer neue und immer größere Aufgaben zu vollbringen, zugleich aber auch ein „Avbild des ewig neu geformten Lebens". Apelles, der Meister, der Künstler ist und Feldherr, ein heiterer Sinnenmensch und einsamer Philosoph, er strebt nach leiblicher Unsterblichkeit, und der Herr des Lebens gewährt ihm seinen Wunsch. Aber „Leben ohne Ende kann Reue werden ohne Ende", und während sich rings um ihn das Leben vielgestaltig erneut, lebt er weiter und muß den Schmerz von Generationen in seinem einen, gequälten Herzen austosten. Tie Frauengestalt, die ihm in verschiedenen Arten, während seines ganzen Lebens nah zur Leite steht, sie wandelt sich in den Jahrhunderten und vereinigt eine Fülle von Lebensmöglichkeiten in sich. Sie ist die „holde Flamme des vielgestaltigen Lebens", die die Seele der Bekennerin, der Hetäre, der duldenden Christin, des Heiden und der barmherzigen Trösterin dutch- läust und sich immerfort erneut, währeno Apelles im einmal gewordenen erstarrt. Seine Sehnsucht verdorrt, Genuß und Arbeit, seine Zwillingsbrüder, lönnen seinen Lebenstrieb nicht mehr erhalten und verzweifelnd nut er dem Tod zu:
Nur der kann leben, der in andern lebt. An andern wächst, mit andern sich erneut.
Aber nicht nur der Ueberoruß am Leben ldr-t ihn den Tod ersehnen, er hat den Sinn des Lebens erkannt, will sich weiter entwickeln und ruft schmerzlich aus:
Cs springt des Lebens Geist von Form zu Form; Eng ist des Menschen Ich; nur eine kann es
der Marchenipinnende Mo,lern. Es sind vorläufig wilde Gerüchte, eine von den beiden Kriegsparteien verschieden gefärbte Fata morgana, die an dem östlichen Horizont aufflammt. Eine korrektur an diesen Gerüchten aber ist unmöglich, da es die auss strengste ausgeübte Depeschenzensur mit sich bringt, daß cimuanbfrcie Telegramme nicht durchgelasscn werden. So toppt man im allgemeinen auch heute noch, am dritten Tage der Kriegserklärung, völlig im Tunleln. Es scheint aber festzustehen, daß die Italiener das B o m b a r d e m e n t au f T r i p o l i s begonnen haben, Küste.anbetrisst, auch Erfolg haben werden. Boil einer Landung in Prevesa an der albanischen Küste oder gar einem Bombardement scheint nicht gesprochen werden zu können. Schlimm steht es dagegen um sie, Ivenn die Araber des lripolitanischen Hinterlandes den Guerillakrieg in der wasserlosen Slcppe eröffnen, noch schlimmer, nicht nur um Italien, sondern auch um alle europäischen Mächte, die in ihren Kolonien islamitische Untertanen haben, wenn der „heilige Krieg" von Marokko bis Indien erklärt wird. - Am schlimmsten aber wäre es um den europäischen Völker- frieben bestellt, wenn Italien seine Flotte nicht nur gegen Tripolis, zur Blockade kleinasiatischer Küstenstädte und zur Vernichtung der türkischen Flotte benutzte, sondern auch in der eigentlichen Türkei, an der adriatischen Küste. Dadurch erhielten Montenegro, Serbien, Bulgarien und Griechenland Aufwasser gegen die Türkei und würden unter dem Schutze Italiens zweifellos ihre Rechnung mit der Pforte zu begleichen suchen. Ebenso ernst aber stände es, wenn -die Türkei sich ihrerseits veranlaßt sähe, den geborenen Ruhestörern auf dem Balkan zuvorzulommen ober gar burcl) die leicht zu bewerlstelligende Besetzung Griechenlands sich für den Verlust von Tripolis und eventuell Kretas ein Faustpfand für die Friedensoerhandlungen zu sichern.
Ter Seekampf bei Prevesa.
Konstantinopel, 3U. Sept, lieber den Kampf bei Prevesa berichtet das Wien. Corr.-Bureau: Ein italienisches Kriegsschiff griff gestern mittag zwei türkische Torpedoboote an, von denen das eine getroffen wurde und strandete, während das andere entkam. Tie Mannschaft bes gestrandeten Torpedobootes wurde gerettet. Wie hier verlautet, soll .ein italienisches Kriegsschiff bei Trjnolis gestrandet sein.
Berliner Mvrgenblätter vdm heutigen Montag fügen noch folgende sensationelle Meldung hinzu, die aber zweifelhaft sind: f
Die Agenee Havas meldet aus Saloniki: Ein italienischer Kreuzer zerstörte ein türkisches Torpedoboot im Hasen von Prevesa und landete Truppen. Tie Militärbehörde läßt ein Bataillon Soldaten nach Prevesa abgehen. Ter Agence Ha- vas gehen Blättermeldungen aus Konstantinopel zu, wonach i ta l i e n i s ch e Panzerschiffe vor Smyrna und Saloniki erschienen. T
Prevesa bombardiert und eingenommen?
Konstantinopel, i. in. . v.ue mi lag 2V2 Uhr wurde Prevesa nach s ch io e r e m B o m b a r b e m e n t
Nr. 251
Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer ConntagS. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamiUenblätteri zweimal wöchentl.Nreir- oiatl für den Kreis Siehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitf ragen Ferniprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112,
Von tausend Formen fassen und entfalten. Nur eine Straße gehn; drum tracht es nicht Ins IcbeiuoimnieiUuc Meer cer Ewigkeit, Tas Gott nur aussüllt. — Sollt es dauern, müßt es Im Wechsel bluhn, wie du! von Form zu Form Tas enge Ich erweirernd, füllend, läuternd. Bis sichs in feinem Licht verklärt. So tonnten wir Vielleicht, allmählich, Evlt ciugcgenreifen.
Und seinem Wunsch roiro Gewahr, ur.oji pirbt er in den Armen Zenobias, des sotmentcichen Lebens.
Dieses „Gedankendtama" hat Wilbranot mitten im tollten otrubei des Realismus mit kühnem Mut und echter poetischer Krack gefu,affen, und allein durch die Gestalt des Meisters sind die verschobenen Episoden zusammen- gehalten und buraj die Kraft der dichterischen Idee und ein wahrhaitcs poetisches Können. Bilder voller dramatischer Spannung enijleyen, und das Wunber des unsterblichen Menschen oer^yr, im tufficu He.z.n, ohne daß das Wunderbare als störend empfunden -<i.b. Tie poetische Kocht uovV.DLiuet |Kg.;a t m. .... _jacl.-., Zuschauers.
Gietzener Stadttheater.
Tcr Meister von Palmyra.
Von Adolf Wilbranot.
Gießen, 2. Oktober.
Die Musen haben ihre Sommerserien beendet und mit einer glücklichen Aufführung die neue Spielzeit eingeleitet, der man nach dem bis jetzt veröffentlichten Spielplan und den gestrigen Leistungen mit gesteigerten Erwartungen entgegen- sehen darf. Die Direktion hat in Anbetracht der in der vergangenen Theaterzeit mehrfach geäußerten Wünsche bereits einige bedeutende Werke des ernsten Tramas vorbereitet, und man darf daher wohl auch für den ferneren .•Verlauf der diesjährigen SpielzeG auf eine besondere Beachtung der literaturwürdigen alten und neuen Theater- stUcke schließen. Dabei sollen natürlich auch ow ijeiteren i.layfcn niüjt vernachlässigt werden, so daß man mit einem abwechslungsvollen und g.nußr.ichen Theaterwinter rechnen darf, der auch rein darstellerisch eine anerkennenswerte
9ostrige Aussührung । ..,n — soweit heg daraus schon Schlüsse ziehen lassen — wenigstens für bie hervorstechendsten Facher diese Gewähr zu bieten.
,5'ie,erlte. Ausführung war die Erledigung einer Ehrenschuld. Adolf Wilbrandts Meister von Palmyra (Vermag von I. G. Eolta) zählt seit zweiundzwan.'i : s uiren zu den hervorragendsten Dichtungen unserer neueren Sii.ratur, aber in Gießen ist er gestern zum erstenmal aufgeführt worden. Ter kürzlich erfolgte Tod des Tichc.. .ante ber äußere Anlag zu der Ausiuhrung gcw.f ?, und mit Genugtuung darf yervorgehoben werben, daß die Vorstellung ihrer zwar nicht besonders ausgesprochenen eiufgabe als Ehrung eines hervorragenden Tickt.....z .reich
auch mehrere Jahre lang Direkior des Wiener 5wsvurg- theatets gewesen ist, in allen wesentlichen Teilen gerecht wurde. Es waren offenbar alle Mittel angewendet worden, um dem hochfliegenoen Jdeeridraina, das trotz seines Ver- zichtc:. auf die geheiligte Technik von nachh.'.l.'g.r B.ckrnen- wirkung ist, eine seiner Bedeutung angemessene Aufführung zu sichern, ^.aß die s.ireliion bei den ihr entgegenftehenden Lchwiengleiten, die aus verschiedenen Gründen diesmal besonders groß waren, die gestrige Aufführung doch wagte, sei ihr hoch angerechnet, und oas umsomehr, als ein pekuniärer Erfolg von vornherein aux-gcjcyloii.n fasten, iss tturft ein gutes Licht auf die Bemühungen der Direktion, daß sie wie seither auch diesmal die Spielzeit mit einem bedeutsamen ernsten Werk eröffnete und die Praktiken Rücksichten bei der Erö,,nungsvor,iellung zugunsten eines ‘uurbigcn, tünstlerisch wertvollen Anfanges au--schaltete.
Der Meister von Palmyra ist das Hohelieo oon der
eingenommen. Viele Gebäude find zerstört, eine große Zahl der Einwohner getötet. 1600 Italiener be festen die Stadt. Türtischerseits sind 10 Bataillone gegen sie abgezogen. Der Kampf hat bereits begonnen. Zum Kommandanten des Feldzuges in Albanien wurde der aus dem Albanieraufstande bekannte Tfchavid Pascha ernannt.
K o n st a n t i n v p e l, 1. Olt. Es wird behauptet, daß der Pforte eine Depesche zugegangen sei, nach der die Italiener gestern nachmittag 3 Uhr unter Deckung von drei Kreuzern und vier Torpedobooten die Landung bei Prevesa, außerhalb der Schußweite der Kanonen der Festung, begonnen haben. Die Rediss von Janina seien mobilisiert.
Tripolis bombardiert?
Tripolis, 30. Sept. (Agence Havas.) Tas italienische Geschwader eröffnete i;eure vormittag 10i/2 Uhr das Feuer auf die Forts der Stadt.
Zu der Meldung über das vom italienischen Geschwader gegen die Forts von Tripolis eröffnete Bombardement läßt sich die Agence Havas weiter melden, daß das Feuer bereits unmittelbar nach Beginn wieder aufhörte. Tie türkischen Truppen seien im Begrifs, Tripolis zu räumen und sich in das Innere des Landes zurückzuziehen.
Es sei darauf aufmerffam gemacht, daß zu dieser Meldung weder italienischer- noch türtischerseits eine Bestätigung bisher vorliegt.
gung bisher vorliegt. Tie Berliner Blätter vom heutigen yJtontag verbreiten allerdings folgende Nachricht:
London, 2. £ft. Eine Sonnabend von Tripolis abgegangene Meldung besagt: Heute früh 10.30 Uhr wurde schweres Geschützfeuer gehört. Tie Kreuzer waren 10 Meilen von der Küste entfernt und versuchten ein Bombardement der Stadt. Mittags dampften zwei Kreuzer mit einer Flagge bis auf drei Meilen heran. Die Garnison im alten spanischen Fort auf der linken Seite des Hafens wurde zurückgezogen. Tie Hauptmacht der Garnison rüstet sich zum Abmarsch nach dem Innern. Kamele werden mit Waffen und Munition beladen und verlafsen die Stadt. In der Stadt herrscht Ruhe und Ordnung. i
Die erste italienische Siegesnachricht.
Rom, 30. Sept. (Agenzia Steiaiii.) ^,as Marine- ministerium erhielt folgendes Telegram m aus Capo Santa Maria di Leuca: Tie Torpedobootszerstörer „Artig liere" und ,,C o r r azi e r e" bohrten heute vormittag bei Prevesa einen feindlichen Torpedobootszerstörer und ein Torpedoboot in den Grund. „(Sorranere" befindet sich auf der Fahrt nach Tarent, wohin ihn die geläpperte Jacht begleitet. Ter Torpcdobootszerstörer „Alpinv" brachte einen Dampfer mic griechischer Besatzung, der von Norden kommend im Begriffe war, in den Hafen von Pre- vefa mit fünf türkischen Offizieren, 162 t ü t - lischenSoldaten und einer großen Menge von Munition und Getreide einzufayren, auf. Die Italiener hatten keine Verluste. <
R o m , 30. Sept. (Agenzia Stcfani.) Aus den Nachrichten, die in den letzten Tagen im Marineministerium eingelaufen sind, ergab sich, daß bie türkischen Tor-
ver Krieg um Tripolis.
May die deutsche Negierung sich auch gegenüber dem am Freitag ausgebrochenen Kriege noch so neutral verhalten, im deutschen Volke hat mau jebensalls die Empfindung, daß das Recht auf Leiten der Türkei liegt. Zeigt es doch die bekannt gewordene Zikularn»ote der Pforte an die Mächte nur zu deutlich, wie man bis zuletzt in Konstantinopel bemüht war, den Krieg zu vermeiden, indem man erklärte, Italien hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Ausdehnung in Tripolis die größtmöglichsten Bürg schäften gewähren zu wollen. Tie türkische Note bewegt sich in sehr sympathischen Formen, und daß ihr jetzt keine Macht zu Hilfe kommt, beweist wieder einmal, was man von der Friedensidee zu halten hat. Nur der Starke bewahrt sich den Frieden. Italien brachte es sogar fertig, schon am Freitag, und wahrscheinlich vor ber Mittagsstunde, also vor Ueberreichung ber Kriegserklärung, bie Zusammenziehung türkischer Torpedoboote bei Prevesa in Albanien zu verhindern, wobei ein türkisches Torpedoboot gefechtsunfähig gemacht wurde. Dieser Vorfall zeigt zur Genüge, daß der italienifchen Note, in der Italien verspricht^ die Balkanvölker nicht gegen die ^Türkei auf-- aureijen, sondern sich vielmehr für den Skatusquo auf dem Balkan verbürgt, nicht im mindesten zu trauen ist, mag auch die Nachricht von der geheimen Zusammenkunft des Königs von Italien mit dein Zaunkönig von Montenegro bisher unbestätigt geblieben sein.
Das italienische Vorgehen wird auch in der gesamten europäischen Presse, mit Ausnahme derjenigen Frankreichs, verurteilt.
Welche Folgen die italienisch-französisch-englifchen Differenzen m der Frage einer Verbindung von Tripolis, Tunis und Aegypten mit dem 2fab1ecgcbiet noch zeitigen werden, muß heute dahingestellt bleiben. Jedenfalls dürften diese ötrcitiglcitcn den Keim für bie Entzweiung der drei Mittelmeermächte in sich tragen. Tie Nachrichten über die Be sttzung des Hafens Bomba in der Eyrenaita durch England, die Meldung über die Umwandlung der Schutzherrschaft Englands über Aegypten in das Eigentumsrecht scheinen, mögen sie auch vorläufig unbestätigt sein, das Bestreben Englands zu verraten, es nicht zu einem italienischen Uevergewicht im östlichen Becken des Mittelmeers kommen zu lassen. Und ebenso weist die Meldung, England wolle in Gemeinschaft mit Griechenland und zu seinen Gunsten die Kretafrage lösen, wie auch die Nachricht England wolle sich Koweits am Persischen Meerbusen bemächtigen, daraus hin, daß das Kabinett Asquith keine moralischen Bedenken trägt, die augenblickliche Lage »zu Gunsten englischer Bereicherungssucht auszuschlachten
Wie zu Beginil jedes Krieges, wo auf beiden Seiten das nationale Gefühl sich nicht genug tun kann, wird man auch die jetzigen Nachrichten über türkische und italienische .Absichten und Erfolge vorerst mit Mißtrauen betrachten müssen. Und das um so mehr, als ber Italiener mit einer reichen Phantasie auSgestattet ist, und noch mehr
Montag, 2. Moder 19U
Ve;nq»vrei-: monatlick,75Pf.,viertel- A jährlich SD1L 2.29; durch 'jBrir Abliole- u. Zweigstellen ■ ” monatlich 6o Pf.; durch pTfl dicPost Mk. 2.—viertel- jtW jährt au-sschl. Bestella. Zeileupreis: lokal 15 Pi., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goey. ___________________ Verantwortlich für beit MW Seneral-Anzeiger für Gberhefsen S22S für bie Zagesnuminer Hotationsörnd und Verlag der Vruhl scheu Unio.-Vuch- und Zkeindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. raib; für .Stadt und bl* vormittags s Uhr. vüdingen: Fernsprecher Rr. 269 Geschästsstelle Bahnhofstraße ’l6a. ' AuzeVgemeü-^H^Beck.
Die Darstellung yater, wie jegoii gjt gt, ihren wohlverdienten Anteil an der stürmischen Ausnahme, bie das Werk sand. Einzelheiten in oer szenischen Anoronung Hätte ich mir anders gewünscht, wie z. B. den Einmarsch der Ätieger. Ter Eindruck eines großen Heeres wäre geblieben, wenn die Soldaten dicht vor den Seirenstücken gehalten hätten, anstatt auf die Bühne einznschwenken. — Ter zischende Dampf vor betüircye störte die Einbildung, anstatt sie zu erhöhen. Auch einige kleine Unebenheiten tarnen vor, namentlich im ersten Teil des ersten Aufzuges, das man als Vorspiel bezeichnen kann. Hier entstandeu mehrfach kleine Pausen, uno ber Soufteur machte sich unliebsam bemerkbar, währenb es doch für ihn das größte Lob bedeutet, wenn man ihn garniajt zu beachten t x ... . . agen aber war die Vorstellung von einer trefflichen Turchbilbung tu Bild und Wort. Tie teilweise neue Ausstattung war sehr schön und geschmackvol., nam.ntkich bie verschiebcnen Ansichten von Palmyra und das Gemach im Hause uc5 Apelles. Tie glückliche Hand des Theatermalers, Herrn Karl Schwebtet, machte sich hier entzückend bemerkbar.
UebCv die Einzelbarslellung ist wenig zu sagen, da wohl selten ein Stuck ben meisten Mitwirkenben so wenig Gelegenheit zu einem besonberen „BesähigungsnackDpeis" gibt, wie gerabe bieses, wenn man von ber sührenben Rolle absieht. Herr Willy Kaiser, ber schon als Uriel Äcosta einen seht günstigen Einbruck hinterließ, zeigte sich als Apelles erneut als ubetlegenbet, Luger Künstler, ber bie bebeuienbeit Schwierigleiten seiner sonst banibareit Rolck mit wanblungsfähigem Geschick anfajeinenb spieleno uber- wanbt unb auch die äußerst wichtigen unb schwer verstäub' lichen Reflexionen mit weisem Bebacht vortrug. Ter manaimal etwas grollenbe Ton seiner Stimm? paßte hier trefflich zum Sinn. Fräulein Mila be la Ehape11e als tjotoc Flamme des vielgestaltigen Lebens bewies in ben einzelnen Episoden ein achtbares Talent, namentlich als leick)tyerzige Pyöbe und al- Ehtistin. Herr Batof spielt? d„ wen.g bantbare Rolle des Pausanias, bes Herrn des Tobes, mit seiner bekannt i, sicheren Kunst. Herr Karl Gerharb Sch r über als £on- ginus wat seht gefällig, unb Herr Ludwig Großer sch. । als hüstelnder Greis ein prachtvolles Eharakterbiio. Fräulein Bettina Brehm war eine liebevolle, sorgckche Mut- L- Bon ben übrigen Tarstellem sinb noch ber trefsiiche Sep- limius des Herrn Goll zu erwähnen sowie bie Herr- n Guyne (Aurelius), Bolck .Herennionas. iLber Fräulein Sona S ch in i b t (Lryphena und bie >?crrtn _ a; u m a ck .Äüiurjiiuus;, ui t. bpepot t Jamlichus wiro noch iiben fein. ~ei -i.he^t^ze.l.1 irrie jiij .m b.c Bot- ueilung um volle Stunden. ' k. N


