Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten.
und Schaffelle, Wolle.
auch in
gezogen.
Ein Aufstand in Kanton.
-politische Wochenschau.
Gietzen, 29. April.
Das marolkanischc Problem quillt unter den dürftigen Pfellern der Beschlüfsc von Algeciras von neuem hervor. Wir find heute in einer Lage, die große Aehnlichkeit mit der von 1904 hat. Wiederum hat nämlich England das Vorgehen Frankreichs gutgeheißen, und die legten englischen Regie rungSertlärungen im Unterhause stellen die deutschen Re- gicmibcn vor neue Entscheidungen Fünf Jahre sind seit Dem Abschluß der dentwürdigen Konferenz verflossen; Franl- rcich ist in dieser Zeit wahrlich nicht untätig geblieben. Als europäische Vormacht im Lande des Machten hat cs, ausgerüstet mit den ihm zugebilligten polizeilichen^Besugnissen, aus den unvermeiolimeu Verwicklungen und Streitigkeiten unter den marokkanischen Stämmen ftetig seine Vorteile zu ziehen gewußt. Man ließ „den Armen schuldig werden" und überließ ihn bann der Pein gesalzener Rechnungen für die „friedliche Durchdringung". Muley Hafid, der zuerst traftvoll die Herrschaft an sich gebracht hatte, entging den französischen Fangschlingen so wenig wie fein schwächerer Vorgänger au, bein Sultänsthron. Ter Bund mit Marianne wurde ihm sehr kostspielig, unb die durch Steuern und Abgaben ausgefogenen Stämme wendeten sich von ihm ab. Wenn er nun in höchster Not wieder die Franzosen zu Hilfe rief, so wird nach der Befreiung der Hauptstadt seine Sul- ianvtronc doch nur noch einen taum sichtbaren Glanz haben. Heber den grauen Mauern unb Türmen der Fesrungsstabi wird sich die Trikolore entfalten. Mit der Herrlichkeit der Sultane von Marokko wird es bald aus sein.
211t» Hessen.
Der diesjährige Parteitag der Fortschrittlichen Volkspartei des Großherzogtums Hessen Höbet am 27. und 28. Mai in Bingen statt. Am 27. Mai tagen in Vollversammlungen der Parteivorstanb und der Lande-, ausschuß; am Vormittag des 28. Mai wird ber Parteitag m? gehalten, zu dem alle Parteimitglieder Zutritt und Sliminrechl Haden. Für den Nachmittag des 28. Mai ist eine öffentliche Volksversammlung mit hervorragenden Parteimitgliedern als Rednern vorgesehen.
Dom Ausstand in Mexiko.
Mexiko, 28. April. Heute ist der Ausschuß zur Eröffnung der Friede ns Verhandlungen nach El Paso ab gereift.
Newyork, 28. April. Aus Tueson (Arizona) wird gc meldet, daß ein Gcfeebt -wischenden Bundestruppen und Ä u f st ä n d i s ch e n bei H o r e a s i t a s ftattgesunben habe, wobei 40 Mann gefallen seien.
eim'aat, Kanariensaat, Futter- rakharz, Bienenwachs, Ziegen-
Kanton, 28. April. Infolge der Verhaftung eines angeblichen Revolutionärs zogen seine Genossen mit Revolvern bewaffnet nach dem Palast des Vizekönigs und steckten ihn in Brand. Tie Truppen gingen gegen die Aufrührer vor und töteten einige. (Sin Lberst wurde verwundet, viele Verhaftungen wurden vorgenommen. , , _ ,,
Hongkong, 28. April. Aus dem Ausstandsgebiet Kanton traf ein Dampfer mit etwa 100 Flüchtlingen meist Frauen, ein. Es verlautet, bet den Zu- fammenslößen mit den Truppen seien gegen dreihundert Aufständische getötet worden.
Ter deutsche Handel mit Marokko hat im vorigen Jahr einen Wert von rund 15 Millionen Mk. erreicht. Davon cnnallcn 9—10 Millionen Mk. auf die Einfuhr marokkanischer Erzeugnisse nach Deutschland und 5 Millionen Mk. auf die deutsche Ausfuhr nach Marokko. Droh der mancherlei Schwierigkeiten haben sich nach der „Deutschen volkswirlsch. Korresp." die beiderseitigen Handelsbeziehungen in den letzten Jahren recht gut entwickelt. Von 1906 bis 1908 ist die Einfuhr Deutschlands aus Marokko um beinahe 100 Prozent gestiegen, dann ist sie allerdings etwas zurückgegangen, um im Jahre 1910 wieder annähernd den in 1908 innegehabten Wert M erreichen. Die deutsche Ausfuhr nach Marokko hatte in den Jahren 1906 bis 1908 einen Wert von 1,8, 1,2 und 1,8 Millionen Mk., ist aber 1909 aus 3,5 und 1910 auf rund 5 Millionen Mk. gestiegen. Hauptsächlich ist diese Steigerung durch die deutsche Zuckerausfuhr nach Marokko herbeigeführt worden, die 1909 einen Wert von 1,7 und 1910 von 2,5 Millionen Mk. erreicht und im ersten Vierteljahr 1911 wiederum um 50 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr 1910 sich vermehrt hat. Neben Zucker waren bisher wollene stleiderswsfe, verschiedene Arten von Maschinen und Goldwaren die wichngslen Ausfuhrartikel. Die bcDeutenblteir Ein- suhrwaren sind Gerste, Weizen, Le' bohlten, Baumöl, Mandeln, Sandarakharz,
kennzeichnet in der „Kreuzzeitung" die französische Marocko- politit mit scharfen Ausdrücken als vertragswidrig und unehrlich. Andere deutsche Zeitungen, die sich gleichfalls in einer ähnlichen Beurteilung des französischen Vorgehens einig sind, stellen gleichwohl die alte Bülow-Frage: Sollen wir Marokkos wegen vorn Leder ziehen? Herr Kiderlen- Wächter schweigt noch. Wir hoffen, baß er zur rechten Zeit den Mund auftun und dem Freihcrrn v. Schoen in Paris auch einmal eine andere Aufgabe zuiveisen wird, als für deutsche Schullinder einen Ball abzuhaltcn. Die kindlichen Schnlaufsatzgefchichten machen gegenwärtig nicht die ganze Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen aus . . .
Von größtem Interesse für die ganze Kulturwelt sind die neuesten Unstimmigkeiten in der jungtürkischen Bewegung, von denen leider nur wenige und unzulängliche Meldungen verbreitet worden sind. Nachdem aber gestern eine neue Proklamation der „Dissidenten" in Konstantinopel erschienen ist, bestätigt es sich, daß im Iungtürkentum ein Zug nach rechts sich bemerkbar gemacht hat.. ^er neu erwachte nationale Zug gegenüber liberalisierenden kosmopolitischen Bestrebungeii ist ja sehr leicht zu erklären. Wie Marokko, so sieht sich auch der „kranke Mann" von Helfern und Aerzten umgeben. Die Natur hat sich aber bei ihm zu einem guten Stück selber geholfen. Es gibt jetzt in der Türkei wohl nur noch wenig Politiker von einigem Einfluß, die den aus dein Westen übernommenen, tatsächlich notwendigen Umgestaltungen abhold gegenüber^ stehen. Allein die neuesten Ereignisse zeigen den Türken, baß sie auch auf den Zusammenlsalt des Reiches beizeiten Bedacht nehmen müssen. Die kretische und die mazedonische Frage bringt den Männern am Goldenen Horn unaufhörlich Besorgnisse, dazu kommen die Aufstände in Renten und Albanien. Und wer würde cs den Türken verdenken wollen, wenn sie der neuesten Eisen- babnpolitif, die durch fremdes Geld und fremden Einfluß ins Stollen gekommen ist, mit einigen Besorgnissen gegenüberstehen. Um die vielfach noch mittelalterlichen ZU- stände zu modernisieren, braucht man Geld, viel Geld, und das fehlt den Rtuselmanen. Sie wollen daher Maß halten und sich nicht von den wetteifernden Fremden Übervorteilen lassen. Die Dissidenten gehen wohl auch von der gesunden Erwägung aus, daß die Regierung mit dem Volk im Einklang bleiben müsse. In dieser Beziehung hat der in Paris weilende reformfreundliche Prinz s-ebahed- bin, der jetzt wieder nach Konstantinopel berufen werden
Ausland.
Die Abreise des Kaisers Franz Joses nach Osenpest bezw. Gödöllö wurde auf den 2. Mai nachmittags festgesetzt. Es verlautet, die Aufenthaltsdauer in Ungarn sei nicht sechs, sondern nur drei Wochen. Das Befinden des Kaisers ist vortrefflich.
Das „Wiener Freindcnblatt" meldet Über Veränderungen im ö st c r r e i ch i s ch e n d i p l o m arischen T i e n ft: Ter bisherige österreichisch-ungarische Gesandte in Sofia, J-reil-err v. Giskra, ber von seinem Posten scheidet, wurde Gesandter im Haag. An seine Stelle tritt der bisherige Legationsrat von der österreichifch-ungarischen Botschaft in Loudon, Gras v. Tarnowski. Als Nachfolger des zum Gesandten in Dresden ernannten Grafen v. Forgach wurde der bisherige Legations rat in Bukarest, Stefan U g r o n, Gesandter in Belgrad.
Wie das Reutersche Bureau erfährt, hat die englische Regierung, indem sie von der persischen Regierung das Lptionsrecht aus den Bau der Bahnlinie M u Hammer a—Ehoremabad fordert, lediglich kommerzielle Möglichkeiten im Auge. Es -fei Tatsache, daß der britische Handel in Westpersien sich aus etwa eine Million Psund Sterling belairc und mit der Entwicklung der Petrolcumindustrie noch steigen werde. Es sei deshalb nicht notwendig, nach politischen Gründen zu suchen und cs sei kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß diese Angelegenheit mit der Bagdad-Bahn oder mit den äugen blicklich in Konstantinopel schwebenden Verhandlungen in Verbindung stehe.
Aus einer großen Versammlung in derGuildhall -nLondon wurde eine Enschlicsung -,u nun fiten des Schiedsgerichlsvertrages zwischen England und Amerika angenommen. Premierminister Asquith erklärte, die beiden großen englisch sprechenden Demokratien seien dahin gelangt, einen Krieg gegeneinander als ein unfaßbares Verbrechen anzusehen. Ein Abkommen zwiickien ihnen, das den Krieg als Mittel zur Lösung von Schwierigkeiten abschasse, werde einen bemerkenswerten Sieg ber Vernumt bedeuten. Tas Abkommen versolge keine weilergehendcn politischen Zwecke und bedeute feine Bedrohung irgend eines Teiles des Menschengeschlechts und kein Bündnis für eine Verteidigung oder einen Angriff. Er hoffe, daß sich weitere Fortschritte aus dem Abkommen entwickeln würden, aber England könne für jetzt nicht von weiser Wachsamkeit lassen zur Sicherung seines über alle Weltteile ausgedehnten Besitzes.
Llus Kristiania wird gemeldet: Ter heutige Staatsrat ermächtigte die Regierung, tut Ltorthing einen Gesetzentwurf über die Ausnahme einer Staatsanleihe bis z u 60 Mill. Kronen einzubringen.
Präsident Tast hielt am Tonnerstag aus einem Bankett, an dem der deutsche Botschafter teilnahm, eine Rede, in der er dafür eintrat, daß der Senat den Gegenseitigkeitsvertrag mit Kanada ohne Abänderungen ratifiziere. Wenn der
Die Lage in und um 8ez.
Es ist höchst ouifauig, baß oie frauzaflsche Regierung so wenig ausreichende Nachrichten zu veröffentlichen weiß. Man hat den Eindruck, als solle die Entscheidung etwas hinausgeschleppt werden. Interessant ist, daß jetzt auch von englischer Seite zugegeben wird, daß ein frembenfcinb- liches Element mit im Spiele ist:
Paris, 28. Avril. Tie Regierung erhielt bis heute mittag keinerlei Nachricht über Bremond und betrachtet deshalb das Gerücht, daß Bremond tot sei, als unrichtig.
El Mrani ist mit der Truppenabteilung aus der Schauja in Elkunitza, General Moinier mit seiner Kolonne am 27. April abends in Rabat eingetroffen.
Wie der „Agence Havas" aus Ceuta über Tetuan gemeldet wird, herrscht in Ceuta rege militärische Tätig» feit Die Spanier schickten Unterhändler an die Notabeln des Andjerastammes um durch hohe Belohnungen zu veranlassen, daß sie Eingeborenen-Kontingente im Hinblick auf den'Marsch auf Tetuan für die Armee stellen.
Tanger, 28. April. Wie das Reutersche Bureau aus Fez meldet, war die Stadt am 22. April ruhig Zur Unterstützung sind am selben Tage 1500 berittene Tazaleute dort angekommen.
Marseille, 28. April. 600 K o l o n i a l s v l d a t e n traten die Ausreise nach Casablanca an.
London, 28. 2lpril. Wi^ das Reutersche Bureau erfährt, herrscht in den diplomatischen Kreisen Londons zwar große Ungewißheit über die wirkliche Lage in Fez, doch ist man der Ansicht, daß der gegenwärtige Ausbruch ernsthafter sei, als die sonst unter den Stämmen Marokkos üblichen Unruhen, da sich die Meinung immer mehr verbreitet, daß auch das f r c m d e n f e i n d l i ch e E l e m e u t n i ch t fehlt. In bezug auf die Haltung Frankreichs wird dem Vertrauen Ausdruck verliehen, daß man nur nach Fez zu gehen wünsche, wenn die Lage der Fremden dies unvermeidlich machen ollte und daß unter keinen Umständen die französischen Truppen dort dauernd bleiben werden. Wohlunterrichtete Kreise meinen, baß Frankreich gewissenhaft vermeiden werde, die aus der Algeeirasakte hervorgehenden Rechte zu überschreiten und daß wirklich in der Lage nichts enthalten sei, was zu Verwickelungen unter den Mächten An- aß geben könnte.
Der Kaijer in Korfu.
Achilleion, 28. April. Der Kaiser beßab sich im Automobil nach G a r i tz a , wo auch der König und die lönigliche Familie erschienen waren. Gefunden wurde gestern noch ein Stück eines Ziegels mit dem Anfang einer Inschrift, wohl von einer späteren Reparatur des Tempels yerstammend.
Heute wurde an der von Professor Dörpselb ber» muteien Stelle ein guterhaltener T r i g l Y P h von 61 Zenti» meter Breite unb 109 Zentimeter Höhe, wahrscheinlich zu ber Haupt Ostfront gehörig, gesunden. Ferner in gewißem Ab stand davor ein Stück eines Marmorsimses, offenbar ebenfalls zum Lftgiebel gehörig, da es im Gegensatz zu den bisher gefunbenen glatten Stücken bes Westgieveis mit einer in Relief gearbeiteten dorischen Blattwelle geschmückt ist. Nunmehr kann die Länge des Tempels auf über 40 Meter, die Achsenweite der Säulen auf ungefähr 3,20 Meter festgestellt werden.
Die deutschen Gäste nahmen das Frühstück mit dem König und ber königlichen Familie im Schloß Monrepvs
Wir erhalten jetzt täglich eine Fülle von Meldungen aus dem Aufstandsgebiet. Danach scheint jetzt allerdings die Saat der Franzosen reif zu sein. Die schöne Proklamation an die aufrührerischen Stämme, in der versprochen wurde, das französische Vorgehen werde aufhören, sobald Ruhe eintrete, hat gewirkt wie ein müdes Glockenzeichen bei einem tosenden Ungewitter; sie verhallte ungehört. Kein Mensch auch außerhalb des Scherifenreiches gmubt an die franzöflschen Versicherungen, das neue Unternehmen gelte nicht der Landbesetzung. Nur leine Katastrophe, sondern langsames aber sicheres Vorrücken, das ist offenbar die kluge Parole unferer westlichen Nachbarn. Die Europäer in Fez sind bedroht, da gilt es zu handeln. „T i e M a ch t de r D i n g - nennt es im „Tag" ein Franzose, der Professor Henri Hauser in Dijon. Und er fugt hinzu, das scherifische Reich müsse organisiert, nicht zerstört werden. Heute sei es „ein mülelalierliches Fossil in der modernen Welt". Ter französische Patriot fpricht auch von „Zugeständnissen"; „die Algerien beherrschende Macht" könne sie zwar tn Nordafrika nicht machen, aber später vielleicht anderswo. Unter dem Dauerregen in Marokko wartet Frankreich gelassen bas Ausschießen seiner Saat ab. Die noch widerstrebenden Mächte sollen sich allmählich an die „Viacht der Tinge" gewöhnen. Wird Teutschland wirtlich mit einer Kvhlen- flaiion in Mogador sich abspeisen lassen, während Frankreich darauf ausgeht, die Selbständigkeit Marolkos und die Handelsfreiheit der übrigen Völker dort zu vernichten? Prof. Schiemann, der mit dem Berliner auswärtigen Amt dieser Frage wohl nicht ohne Fühlung dasteht, ict in der „Kreuzzeitung" die französische Marolko-
soll, interessante Tarlegungen gemacht. Nach der „Franks. Ztg." tritt er in einer jüngst erschienenen Schrift für die Dezentralisierung der Verwaltung ein, und man geht wohl nicht fehl, wenn er damit auch den islamitischen Charakter des ottomanischen Reiches ftär^r betont wissen will. Der private Unternehmungsgeist, so meint er, müsse in der Türkei geweckt werden. Wer wollte verkennen, daß in solchen Gedanken der Zukunft des Reiches besser gedient würde als mit den SchnellzugSfahrten übereilter neuerungssüchtiger Parlamentsbeschlüsse ? Infolge der neuesten Kundgebungen sollen die Wahlen des Vorstandes der jung- türkischen Partei wiederum verschoben worden fein. Wir dürfen glücklicherweise annehmen, daß bei dem neuen Gang der Dinge die bisherige deutschfreundliche Politik der türkischen Regierung beibehalten würde.
Die Sährung in China.
Wie sehr die Beunruhigung der Chinesen dem wachsenden Vordringen Rußlands und Japans gegenüber zunimmt, beweisen auch heute wieder einige Melbungen:
Kirin', 28. Avril. Ter Gouverneur unterbreitete dem Thron einen Bericht, in dem gebeten wirb, einen Teil der 60 Miliione.^Au^ch- zum Bau der Kirili-Hunt- ch un bahn zu verwenden, der eine große wirtschaftliche Bedeutung im Sinne der Verdrängung des russich en Einflusses beizumessen sei.
Han kau, 28. April. Der Präsident des Provinzial k o m i t e e s der Provinz Hu-Pe begab sich nach Peting, um die Einberufung einer außerordentlichen Versammlung der ko nst i t u t io n e ll en P a r t ei z u r Beratung der gegenwärtigen Lage Chinas zu rodern. Die Bevölterung gab dem Präsidenten feierliches Geleit bis zum Bahnhof, bie Beamten hielten sich fern.
Tokio, 28. April. Wie die Blätter melden, hat I a p a n der chinesischen Regierung seinen finanziellen Ratan- geboten. Tie Regierung hat bei japanischen Privatfirmen zwei Panzerschiffe von je 26800 Tonnen bestellt. Tie ionüerticrie Anleihe ist infolge von Gerüchten über einen Kabinettswechsel um 1* 2 Dens gefallen.
Mukden, 28. April. Der bisherige Generalgouverneur ber Mandschurei H s i L i a n g gab heute ben Mitgliedern der P e ft tonferenz ein Abschiedsdiner; gemäß dem Wunsch des Vertreters der chinesischen Regierung, in den Entschließungen von politischen Fragen abzu- e h e n, wurde der Plan des mexikanischen Delegierten, in ;anz China eine sanitäre Organßalion einzuführen, zurück-
Nr. 100 Erst« Blatt W. Jahrgang . Samstag, 29. April M
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