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25.11.1911 Erstes Blatt
 
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Samstag, 25. November 19V

Erstes Blatt

161. Jahrgang

General-Anzeiger für Oberyeffen

Nr. 278

Wietzener Anzeiger, SsS General-Anzeiger für Oberhessen gsS Annahme von Mnjdgen Botationsörud und Verlag der vrühl'fchen Unio.'vuch. und Stcinörudcrct R. Lange. Reöaflion, Lrpedition und vruckerel: Zchulftrahe 7. 'or den fcis voniiuXs'J iU)c Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe 16a. Au»e>aente>i: H.

Die heutige Nummer umfafet 20 Seiten.

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Apolitische Wochenschau.

Giefzen, 25. Nov.

Tie Zeit des WahtlampfeS ist wieder angebrochen; eS geht uuiS Ganze, lvie Herr o. He.-dcbrandk sich in Brcölau außgcbrüdt l,ai Es ist wirtlich ivicbct eine große Zelt, wo im (jicuct des GeisteSlantp.es um bie Aeichiae des Gleiches gcrourjelt wird. Zwar stehen wir eigentlich schon klt brci ^a.,rcn im McicQvjufLaubc, aber c» ist heute nicht mehr bie Reich2finanzre,orm allein, die die Geister geschieden unb sie gcgcucumiibcT geführt hat In bie Wahlparole der liberalen Parteien, bie vor 8Jahren auSg.geben wor­den ist, sind ganz neue Gejicht.vunkte gciummcn. Mil srifchem Winde |inu bie Segel gefüllt unb uio Z.clo win.cn Garer. Wir haben im letzten Jahre Diel cncbt, juiö, wie wir jetzt erst erfuhren, im Juli inapp einer Krieg.gesahr entronnen. Ter srische Seewind bläu in bie bump c, uer- moberte Luft unserer Tiploma.enstubcn, unb das kioli wi.l neue Männer hinein haben, bie nicht nach hösischcn Launen buckeln, sonbern, wie Linbequist, cy;ie 2ühra(t unb lieber' icugungytrcue bCfitzen. Soll uibcrc Moioniaipülitit roieber tu den chten Sumps hineintominen? Was der BudgetauS- jchutz über unseren neuen nongabesttz berat.n ha., i,i nich vieivcrfprechcnb, unb ber neue Verwalter be-3 kolomalam.s war ziemlich ratlos mit seinen Ziffern und, was schwerer wiegt, er bescu.zte es, datz man über ben Wert ber neu erworbenen Länoercien auch im Ko.on^aramt berschiedcn.r Meinung fei. Dazu tommt, baj unser jetzigem Verr-älkn.s zu Cng.and unlautbar i|t. In London selcht ist es wieder unumwunden auvge,prochen luorben, datz aüc Iährni,se, die uns Sir Edward Gcc.j in den Weg gelegt Hal, ihren Grund in der deutschen Flottcupolitik hallen. Soll German.a wie jenes Herne Mädchen handeln, das sein Stüclchen Brot ucrfajciute, sein Mützchen sortgab unb zutetzt auch noch sein \)cmblcin auszog. um gutes zu stiften? Unb bann baraiq märten, da st bie Sterne vom ^immci fallen uno za harten Talern werden? Tie WienerNeue Freie Pre.se' schrieb: Tas (deutfch-ciiglffcho) Verhältnis mutz enuveber besser ober noch schlechter ivcrocn. Beoingung einer neuen Flot.en- politu Teutschiauds ist emo ganz neue auswärtige Pol.til n England." Ls stehen a.so grübe Tinge ,ür un au, d.m Spiel Tie Januarwal)len Haven bazu beiz^trugcn, datz die neue Acra dem jungen Reiche zum Heile ausfchiägt. Ter . Liberalismus, der, wie Fürst Bülow ancrUmU hat, das iieid) hat einigen unb festigen Hel,en, mu& lünfitg euren starten P atz cr^aden; vor ber sengenden Sonne Heyde» btanbd unb seines Anhangs, von derGe.ri.r.cmp.rarur Belh- manns, müssen wir wieder in die gemäßigte Zone, wo wir uingeljorcn. Es ist nicht das einzige Ver.chUlden ber Kon- (etbatioen, da st sie bie Grb,chastö>cuer adg.Uhnt had.n. Sie haben bie Volkstümlichkeit eingebüht, iitbem sie anIbealen ärmer unb an ivirtiu)aftttd;..»iatorielien fielen fchLosfer, einieitigcr geworden sind. ~ic .haben nut den Forlschrutcir der Zeit gar nicht Schritt halten wollen; man bcnie nur an bre mit Gewalt und unauu.altfani sich Bahn brechenden iirdjiidjen Fragen, wo Herr v. .Hcydobrand schließlich noch ängiliich se.,en mutz, wre er md ben neuesten päpstlichen Sturzwellen fertig wirb.Drei Tutzend ranziger Bor- urteile", so meinte Herr Harden neulich, als er ein ausführliches Rezept zur Reform der fünfer- vativen Partei uerorunete, mützten die um Vci;bcbranb über Bord werfen, wenn sie die Zulunjt sich ebnen wollten. darauf wird aber niemand warten; der !on,ervative Fitt,rer hat feine erste Wahlrede schon gehalten. Aus seinem Horn tiang

die Parole um den Schutz der nationalen Arbeit nicht durchdringender als au£ dem Instrument BethmannS, der die Sammlungspolitik schlecht versteht. Tas Wort von den gottgewoll.en Abhängigieiten hat oem Volk wenig Ver­trauen goschasjen in einer Zeit, da Tutende von Möpsen zum Vlbfchneiden reif sind. H.ntcr den got.gewollten Ab- i)üngigicilcn drohen Gestalten, die bas Volk bei ben Wa.-icu belamp.cn will: B zantinisinus, Burcaulrat»smuS, nlaisenegoismus, Taten.cht.ue.Tie Wa.-len ru,en da.' Volt aus zum Gericht," he»bt eS in bem iia.ionakweralen Wahlauiru,;büfe Mehrheit bars nicht wieberdhren", sagen die Fori.chiitller. Indem die ve^omi großen libe­ralen Parteien gemeinsame Saaje maajcn, gut tai,äu;iiG) ber Anspruch deS Han abnndesprüsioenten Riester:Es hanble sich um nicht mc*jr uno nicht weniger als um ben kämpf von zwei sich unver,ähnlich gegenüber.tehenben Weli- anfchauungcn." Herr v. Bech'inan.:-^oliweg v.rwrpen bie eine, bie hinter Sbnriüajcn von Aden es baue., bau unter- georbnete Lrgane das Reichsvereinsgesetz miba^ttn, die für bie bestehende Teuerung gar die bo.o Pre fe ver- anltoorliid) macht unb ben Wahlkampf der b.sonocren B- rudiidjtigung ber Landräte unterstellen nucotc. Hier­gegen stemmt sich unocr u.jn(id) bie Opposition. Uno sie vjfnft bic Geheimschrünle des AuSwärttge» Amtes u.id bricht ben Hochmut oec Kaste, bie ba glaaa.c, mit wenig Weisheit und ohne bas Volt könne bie Well auch regiert werben.

Eine eindringliche Warnuna haben beide liberale Wahlaufrufe gern.in,am: Tie vor ber sozial», emolratischen Agitation. Sie ist trotz ijrcr Ei:uvände bie Partei ber -.'legaiion, bejanders auch in den großen gingen, die in ber ^eiLpoli.it während ber l: ten '..'uonatc für uns aus bem Spiele ftunbciLJe größer die Zahl der soziaidemo- Iratlschen Mandate, »esto groster ist b.e Gefahr eines 9luu- schlage und desto näher eine innere Kci.is, die nur ber 'Jieaiiion zugute kommt." Tiescr Satz aus bem fortfdjrilt- lichen Wahlaufruf kan t ben Wählern nicht ernstlich genug vorgehalien werden Es war (a).iinm, bap bisher, sei», bem Brua-e bcS Tülowblods, eigen.vi.tiger Parleiegoisnius das Volk in Zwiespalt ver.ept hach es wäre aber ebenso schlimm, menn bie Herren vorn Jenaer PaneGage uns veherrschen sollten. Aud) hier sind u»iversö»-n»ich sich gegenüber|ie.jenbc Weltanschauungen. Es ist zu Hof, en, das gerave bte letzten Ereignisse in der WeUpo»i.n in dieser Beziehung auf- Uärenb gewirkt haben. Tie Taten unb bic Ere»gnisse sprechen bester als ber schärfste.stampf.Solange sie (bie Sozialberno».raiie) in schädlicher ^ampsesort an i.jrer pou- lischen, tommuiiistiicheii Grundaus,assung sesthalt, als Ma|ienpQrtei bie winschasitichen Gegensätze wittrurlich ver­schärft unb ben Reichshaushalt nm ben nultur- unb Bor- teibigungsausgaben ablehnt, toure ihr Wuchs.uni im Reichs­tage auf Kosten bes Lioeralismus nur ein Hindernis bes Fortschritts," so hietz cs weiter im fortschrittlichen Wahl­ausruf. Wer aus augcnbliaiidjer lluzufriebenhe.t ,ich dem äutzer,ten Radiiastsmus zuweubit, der bient also b.r Sache bes Fortschritts schacht. Ter Wai)iiamps bars nicht auf eine wüste ^>etze hinaus.ausen, er mutz nut poli.ijchem taugen- matz ge,ührt weroen. Zn diesem Sinne sind die liberalen Wa.-tau,rufe eine bedeut,ame -tundg b^ng in un,ercm b.d^er so zerrissenen po.itischen Leben gewesen.

Persien cnt|d}ulöigi sich.

Teheran, <in. Nov. a.ic Gendarmen haben bas Haus unb bie Bc>Zungen Schoa cs Saltanehe ge­räumt unb bereu Bewachung persi.chcn Kosaken anver- iraut. Ferner erschien der Minister des A c u - gern inGala-Uniform bei bemrussischenGe-

sandten unb uocrmiticLte chm bic ö n t i di u l b i g u n - gen für bic Beleidigungen gegen bic Beamten bes Kon- sulatS, inbem er ausführte, batz bie Ministerkrists bie ein­zige Ursache für bic Vcr,patung der Genugtuung gewesen sei.

Lin fapanijdKr Sorpeöobootjctflörcr untergegangen

Totio, 21. 9ivü. Ter japa.iifchc Torpebobootzcrstörer Horu.ame" ist auf ber Höhe von Shima im Sturm untergegangen. 45 Mann ber Besatzung sinb um- gekommen.

Deutsche» Neich.

In ber s a ch j i > ch c u z w rn t e n Sammer bcant- wortcie ber Finanzminister bie na.ionalliderale Ansrage betresst end den Guter wagen mangel der sächsi­schen 21 a a t s e i s e n b a h n d n. Ter Minister sührte den Gaterwagenrnangcl auf ben autzerorbenttich stark einsctzcn- ben Herbswerlehr, bic erhebüd, gestiegene Gütcrerzeiigung ber InbUftric, bie teilwci.e Einstellung ber Schis,a»)rt unb Die Uiniuuruug ber Ausnahmetarise sär^Futlernuttel unb Manövertransporte zurück. Turch ben S»aatsbahiuvagen- veröanb fei vereinbart worden, batz in Deutschland eine mög- fichst cin.-citliche Gestellung der Wagen stauzustnden habe. Tie Behauptung, batz Sachsen eine unoerhältniSmätzig starke Wagencntziehung auser»egt werbe, beruhe auf Unwahrheit. <- 1J0J »jabc oie Regierung für neue Wagen 11 y» Mill. Mart ausg.geben. Tcr Wag npart vermehrte sich in ben letzten zw.i Za.,rcn um 10 Proz. 1912 solle ber Wagen- pari im Vorlaube um runb -7(Xa) Wagon vernichrt werden mit einem Ltostenanjwand von 80 Mstlionen Mark, von weichen auf Sachjen u Millionen c.itfaLen. Die Güter- wagongcmcinf'cha.t habe |id) vorzüglidj bewährt.

Tie Gemeinden von Gr o tz-B e r l i n beantragten in einer gemeinsamen Eingabe an den Reichs kanzler, für bie Tauer ber Teuerung eine Ermätzigung bet Zölle auj y r otgetreibc, Wicbcreinsui-ruiig beS ^bcntitä.snachwoises ober eine 91 c f o r m bet Bestimmungen der Einsuhrscheine im Interesse der inländischen Ver­brauchet. Für bie Tauet ber Teuerung Aushebung ber Zölle auf Futtermittel unb Hülsenfrüchte,»Reis, Gemüse, icbenbcö Vieh, frisches unb gefrorenes Fleisch, Schweine­schmalz, Speck unb Butter; ferner Aufhebung ber Montin- gcntieiung für lebenbes Schlachtvieh, Be,cittgung bet Grenz- Ipetre gegen bessen Einfuhr unter Wahrung bes notwen­digen veterinären Schutzes. Beseitigung ber Erschwerungen ber Einfuhr frischen Fleisches, Ermöglichung ber Einfuhr gefrorenen F»ei,chos aus Argentinien unb anberen Län­dern, Schaf,ung ber für eine bauernbe Versorgung biefer Art erforderlichen Einrichtungen, Herbeiführung von Matz- nahmen zur Erleichterung der Zufuhren von Kartoffeln in der kühleren Jahreszeit, insbe,andere Bereitstellung be­sonderer Kartosselzüge und geheizter Güterwagen.

Ter Vorsitzende des alibeut,chen Verbanvos, Rechts­anwalt Heintiaj Elatz in Mainz, veröffentlicht eine Er- ilätung, in der er zu der bclanntcn Aeutzornng Kidcrlens Stellung nimmt, in ber Broschüre bes Herrn Elatz habe geftanben,wir sollten nicht nur Marokio, sondern auch das Rhone-Departement uns friedlich aneig- n e n". Hierzu bcmcrlt Rechtsanwalt Elatz, daß er es zwar vorläufig für ausgeschloffen hatten müsse, batz Herr von ^iderlen-Wächter sich so geäutzert hat, da er nicht annehmen tunne, batz bet Ltaatssetretär so unverantwortlich unb ofsensichtlich wahrheitswibrig verfahren Löimte. Ta et jeboch seye, wie weite Verbreitung der Bericht desWölfischen Bureaus" gesunden hat unb welche Schluß­folgerungen baran geknüpft worben, erkläre er ben Inhalt

Hugo von TfchuU f.

München, 24. Aju. Ter *iicUoc vor baperifdkn staat­lichen Gemälbegaleric Geheimrat von Tschubi ist im Sana- totium Va 1 l bei liomiiuupt gestorben.

Ter Verlust, den die deutsche Kun.igeiclstchte und Kunst durch das Ableben die,es Mannes erleiden, ist vollem Recht bem ,o ost schlecht unb übertrieben angcroanbrcn W.»rtuneriepiid)" zu bezeichnen. Hugo von Tschudi unb Wilhelm Bode das sind tic niuö.riien 9.'uu(».uuipviöu»gIuivlv.i w*u«, v^r denen zuin erstenmal die Auigabe itaiu): in bei Zeit eines Memaienalters Sammlungen zustande zu bringen ivie ne bisher nur von Turn- lichen Mäzenen, von ganzen Generationen in jahrhuiibertc.angei Tlltigleit zusammengebraast lovrscn ivarcn. hur beim auch au.' verhultnismaoig nur geringen, vor allem Qualitativ geringen Be­standen vugo von Ticoudi icit seiner Gtnennung zum Tirci^r b.r 'JiationaigdkCrie die e »-jmimuiig dazu weuerg».stauet, daß lie bic Ceutid>e Kunst des 19. Iahrhunderls m all ihren Richtungen uno Bestrebungen jo repräsentiert wie keine andere.

Epochemachend war vor allem die von Tichudi ins gelebte Iahrhundertausstellung zu Berlin im Jahre 190b, die In­der Kunstgeschichte historische Bedeutung erlangt Hal. denn mit ihr trat zum erstenmal zutage, was Die große Allgemeinheit, ia was selbst das Fachgelehrtentum nickt wußte: auch in u.eut>ch- land gav es in Dem wgenannien hin Harm en 19. Jahrhundert lünstleriicke Persönlickkeiten und Serie, die nch vor den gtob-.ii Franzosen und Engländern durchaus sehen laiien konnten^ co war es durch TsaiudiS Zätigicu zum erstenmal möglich ge­worden, bau man Anselm Feuerbachs Werk in seiner (Peiamtbcii bewundern konnte. Aber auch Svic-weg, Waldmullcr, und euic große Menge anderer bisher kaum gekannter Meister lernte mau neu kennen. Tschudi hatte jcboch auch erkannt, daß es bei einer Gesamworsuhrung der neueren deutschen Kunst mit deren Werten allein noa) Nichi getan fei; zu ihrem Ver.^ndniS war es nötig, auch aus ihren Quellen zu schömen, das heißt Werte auslanoiicher Kunst heroei zu bringen, non denen die deutschen Meiner gelernt haben. So entstand jene^ Ab­teilung der Rationulgaleiie, die Werte der großen Fran­zosen, Schöpfungen oon Manet, Monel, Eouröel unj anderen ciubau. Tieie veuCObungeit des veroienten ManncS wursen oe- [anruiid, in Bcriui falsch oder übenrieben audgeiegi; in einer scharfen Auseinanüer etz^ng m.t dec-h.e.i ct.lL, die über die kunitQniaufe zu eitticheioe.i hal, enauou fty ^mjuji, oi-ui, uuet

höflich seine Meinung derjenigen des Kaisers entgegenzuhalten; die Folge war, daß Tschudi der Rüdtritt nicht nur nahe gelegt, sondern befohlen wurde.

Ter bayerische Staat ließ «ich diese Gelegenheit nicht ent­gehen und bot ihm das Tirehonum feiner Sammlungen an. Zn Müiichcn hat Tschudi in den kurzen ztvei Jahren seiner Latigkelt Die alte Pinakothek aus geradezu wunderbare Weise organisiert: er hat den aue.i Bcstano peuchtet und durch Biwer vervollständigt, bie, wollte man sie laufen, viele Millionen kosten würden; dies geschah durch die Verwirt.lchung der ebenso ein­fachen wie glänzenoen Idee: die herrlichen eiten Meister, die, einem größeren 'pubmum völlig unzugänglich, in Vrooin.galcricn Oberbahorns utti) Schwabens, auch Fran.ens Vuntcat wann, dem Zciilralmuseum einjULcrlctben Tu>es eriji.lt babaraj Meister- ivcrle von Tinwrctto, Zaeovo de Barbar», Lukas Jtranari) unb von verfch.ed.nen bisher gaiy uiibclann.en bayerischen Äünfuern des 15. uiid 16. Iahchunder.s. Xlu,uDi, der em vor kurzem i'emen bU. Geburtstag feierte, ho.ste in Manchen nom vieles za lciltin; toie bedeute. es geworoen roare, laßt sich aus Dem d iS her von ihm Erreichten eriennen. L. K

Wilhelm Jensen f-

München, 24. Nov. Ter Schris.strller Wilhelm Jen­sen ist gestorben.

Mit Wühelm Jensen ist einer der letzten Getreuen des Münchener (S-ibc.frciied Daptngcgangcn. Er wurde am 15. Fe­bruar 1837 zu Heiligenhaf.n m Holi.ein geboren und fiuDiene, naa dem er früh verwaist war, in ^cna, Würzburg und Brcs»au Medizin unb lebte dann zwei Jahre in Mümchm, Tann siedelte er 1ö6j nach Stuttgart uiid üoernahm d.c Rcoattion der Sujwä- biiaicn Volksicstung. Im Zahre IboJ g.ng er a.i Die Norddeutsav Zcuung in Flensburg,» 2 Verzog ec nam Kiel. Bon 1676 bis 1668 lebte er in Freiourg i. Br., von Da an in München. Jemen war einer Der jniu^bar .en Stritt,.etter unserer Z.tt; seine W.rke in Zcoman^n, ir.rzuhlungen, Eoen, Gecich.en uno einigen Tram.n bcucpeno, um aiien gegen hanoerc B^nc>e.

9? cuc römische FunDc in Säddeurschland. Einer der aiUiicn <j^.dige der m.n Tcustiu. i.i d.e Ku.ist ^.egel zu br^iuien. teu,Jii in rtr ku,ei ie,uU wir, tag Du yjXUlCll Ui Diu ^».^..lUeluyUl 4h.|U#u|.igt UniXkU. *U[>

bie Kunst des Zicgelbrennens schon bei Den 9ibmtrn überaus i-ntivirfc'.t mar, beweist ein romntper Ziegclofen, der vor kurzem in Der Nähe von Tach au gesunden wurde. Er wurde durch das Eeneralkonscrvatorium für xunftbtnlmaiC unb bem Museums- verein Tachau völlig frcigelcgt. Er besteht aus einem Heiz- tanal, der srüher wahrrchnnlich überdacht war und dem eigeni- lichen Brennraum, der aus Ziegclplalten geblldet ist. - Bon dem Vrennraum gelangten die Heizgase in den oberen Raum, m dem die Lchmziegel gebrannt wurden. Tic ganze Anlage umgab eine starke Lehmwand, die von dem Feuer stark gerötet nt Vereinzelt wuroen ui Der Umgebung auch Tachp»attcn gefunden. Tie römischen Zicgelbrenner hatten bic GewohnHcit, an ihren urjeugniucn tüte bestimmte Hausmarke zu führen, die gewst,er­maßen Die Angabe der Firma ersetzte. Auch an den gefundenen Dachplatten laßt sich eine solche Hausmarke Nachweisen. In Der Nähe des ZirgelasenS würbe eine Lehmgrube cnlvcckt, die wahrscheinlich dem alten Zlegetbrcnner das ibiaterial geliefert hat.

Ein Ibsen-Denkmal in Amerika. Ibsen har kürzlich sein crues Denkmal m Amerika erhalten. Es f'ino ameri- lannche Norweger, Die sich zu dieser Ehrung ihres berühmten Landsmannes -usammengetan haben. Zu Washington inJZorb- Takota wurde das Monumenl unter großer Beteiligung ber dort zahlreichen norwegisch-amcrilenischen Bevölkerung enthüllt. Es ist eine Büste des Tickters, Die von bem norwegischen Bilbhauer Fzeld yerruhrt. Fjelo hat leinerzett Ibien mähreno eines Sommer- auientbaite-2 in Molde nach bem Leven modellieren können. Im ganzen beläuft sich jeyt Die Zahl ber Ibsendenkmäler auf brci; außer dem amerikanischen Monuments ist Ibsen auch vor dem yiationaltbeater zu übriuiania in Sindings überlebensgroßer Siaiue veravigt unb enolich hat man zu Gmsensaß in Tirol, wo Il cn huuiigcr Sommergast gewesen ist, ein Denkmal zu seinem Geoächtnijie enthüllt.

Lu ft- Teutsch. Tor Svrachausscbus; ves Teiuschen Lustfahreri.rbances hat eine sehr <uigem-.fscne Verdeutschung zahl- rcit.-.r Fachausr^üde Vorgenonunen. Zukünftig wird d . ... wie Lie mi.uari,ll)e Luitiu,inahrl sich u. a. folgend er Au-drücke r,dienen: Fahrbereich oder Rcichw.iie für Ätuonsradius, Lust- me.t für Atmo'vhure, Luf.sack für <alionet, Ära-rneutrung für ui)naniuu,e ^tclc.ung, a,eujtre£U für Etappe, Wettercundc für 'jA-titorou>gie, im Mouir, Lufric^caube jur Propeller,

v.u.:».iifdi.ij für l n fcul/.iigen Rekord.