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28.1.1911 Erstes Blatt
 
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Wer ein,.

Der Termin für die Gießener Reichstagswahl.

R.-B. Darmstadt, 28. Jan. Der Termin für die Reichstags-Ersatzwahl im Wahlkreis Gießen-Grünberg-Nidda wurde vom Staats­ministerium auf Freitag, 10. März festgesetzt.

Ausland

Präsident T a f t übersandte dem Kongreß den Gegenseitig- r eitsv ertra g mit Kanada mit einer Botschaft, in der er dringend die Ratmziemng des Vertrags cmpsiehlt. Der Vertrag Ueyt dre Gegenintigteit für die Hauptnahrungsmittel: Getreide- arten, Dblt Mollereiprodukte, Geniüse, Vieh, Geflügel und fische

Zollfrei werden Bcmmwollsamenöl, rohes Bauholz, Zinn- platten, -rahte, Marienglas, Gips und Druckpapier und herab- geietzt die Raten für Motorfahrzeuge, MesserfckMiedewaren, Uhren, Lederwareii, landwirtichaftliche Geräte und Eisenerz.

, -^e s r a il z ö s i s ck^e n H a n d e l s k a m m e r n befürworten eine von der Bevölkerung Savoyens eingebrachte Bittschrift, in der eine

'J 'J/ i e n n ch e Bahnverbindung mit bcm ^nrchitrch des >i leinen t. Bernhard verlangt >vird.

Die vereinigten Militärvereine Gießens begingen am gestrigen Abend die Geburtstagsfeier des Kaisers durch einen Kommers im Cafe Am end. Mit einer Ansprache begrüßte der Vorsitzeiide des Vereins eheni. Pioniere als Kommersleiter die zahlreich Erschie­nenen. Der Abend verlief bei Musik, gemeinschaftlichen Lie- derrr und humoristischen Darbietungen zur allgemeinen Be­friedigung.

Aus der Provinz.

Hausen, 28. Jan. Unter sehr großer Beteiligung feierte gestern abend der Krieg er verein bei Gastwirt Schardt den Geburtstag des Kaisers. Der Vorsitzende Schlag gedachte hierin in warmen Worten Kaiser und Reich und schloß dann die Ansprache mit einem dreifachen Hoch vuf den Kaiser. Die Kameraden L. Schardt, H. Pfeiffer usw. hielten mit ihren gut eingeübten Vorträgen und Lieder­deklamationen die Mitglieder bis spät in die Nacht zusammen

L. Friedberg, 27. Jan. Die Feier' von Kaisers Ge­burtstag nahm tn unsrer Stadt, besonders in unfern höheren Lehranstalten, einen recht würdigen Verlauf. Gestern nachmittag versammelten «ich die Schüler und Lehrer der Augustiner- Schule (Gymnasium und Realschule' in der Aula des Lehr­gebäudes zur Vorfeier des Geburtstags. Händels Marsch ans Iaphta", vorgetragen vom Schülerorchester, leitete die Feier ein. Dann folgten Gesänge des Schülerchors mit Begleitung von Harmonium, Klavier und Orchester. Weiter wurdeii Gedichte von Schülern vorgetragen. Eine Festrede von Oberlehrer Schaum und ein gemeinsamer Gesang beschlossen die Feier. Jnv Saale des Hotel Trapp wurde am gestrigen Albend eine Kaiserseier vom Lehrer-Seminar gehalten. Sämtliche Klaffen des Lelwen eminars, nebst dem Lehrerpersonol und einer großen Anzahl Gäste nwhnten der Feier bei. Gesänge des L-eminarchors, Vorträge des aus der Klosse 1 gebildeten Or­chesters, wechselten nut turnerische Hebungen (Keulenschwingen) und einem Lichtbilder-Vortrage ab. Seminarlehrer Gatzert vrach über Norwegen und die Plätze, welche unser Kaiser öfters be>uchte und die der Vortragende aus eigener Anichauung kanme veute waren im Hotel Trapp die Offiziere des BeffrkSkommcnidos die ReservWffiziere und viele Beamte und Bürger hlesuvr Stad zu einem F e st e f f c n vereinigt.

JSor heiligen Tagen waren vierzig Jahre seit dem glor­reichen 18. Januar 1871 vergangen, an welchem die Begründung des deutschen Kaiserreichs erfolgte. Heute kann man ohne Ueber- trelbustg sagen, daß unser Volk ja, daß ganz Europa den vierzigiährigen Frieden in erster Linie der imgewöhnlichen mili- torneben Begabung unseres Kaisers "Bravo si, freilich immer ver- bunden mit der vollkommendsten Selbstüberwindung und der ernste­sten Ausiassimg seiner Herrscherpflicht, verdankt. Unsere Armee Ul. der vierzigjährigen Friedenszeit frisch zu erhalten, uns eine respektgebietende Wehrmacht nicht nur zu Lande, sondern auch zu Waffer geschaffen, uns dadurch bis'»heute einen ehrenvollen Frieden gewahrt zu haben, bleibt das unvergängliche Verdienst unseres Kaisers. «Bravo!» Ohne Schwertstreich, aber gestützt auf ein starkes und scharfes Schwert, wurde Wilhelm II. nicht nur ein Hort des Friedens, sondern nicht minder auch ein Mehrer des Reiches. Um nicht weniger als 17 Millionen Köpfe hat unter (einer Regierung sich die Bevölkerung des Reiches ver­mehrt. Um etwa 4 Milliarden jährlich ist in den letzten Jahren das deutsche National-Vermögen gewachsen, über 200 Millionen jährlich, also über eine halbe Million täglich, wäch stunser National­einkommen. Das Erfreulichste an dieser allgemeinen Zunahme unseres Wohlstandes aber ist, daß sie sich bei uns auf alle Schichten der Bevölkerung, auf alle Erwerbsstände mit Gleichmäßigkeit ver- teut, wie in feinem anderen Lande der Welt. Neben dieser inneren Wohlfahrt ist doch auch unsere äußere politische Lage recht be­friedigend geworden. Die unanfechtbar gleichberechtigte Weltmachk- stellung Deutschlands ist heute so gesichert wie kaum je zupor.

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So lange die Wirkung jener dringend notwendigen Maßnahmen wie einerseits die Reorganisation der Staatsverwaltung und andererseits die Erhöhung der Be- amtenaehälter so wenig übersehen werden können, wie augenblicklich, wird man sich für die E i s e n b a h n s ch u l d mit dem seitherigen Tilgungssatz von 600000 Mk. Plus ersparter Zinsen begnügen können und nach dem oben Ge­sagten auch begnügen dürfen. Dagegen ist die übrige Staats­schuld aus den erfreulich steigenden Einnahmen von Bad- Nauheim und den Mitteln des Domänenakquisitionsfonds so bald als möglich abzutragen. Ties wird, wenn sich die optimistische Vorrede zum diesjährigen Haushalt erfüllt, auch unschwer zu ermöglichen sein._____________________

Deutsches Reich.

, Tie F ernsprechg ebührenordnung, die von derVollver (ammlung des Reichstages an den Bndgetausschuß znrückveriviesen ivorden twar, wird wie man uns aus Berlin mitteilt, auf den Wunsch der Regierung vom Budgetausschuß bereits in der nächsten Woche nner erneuten Beratung unterzogen werden. Der- Wunsch der Regierung, diese Vorlage auf jeden Fall noch in dieser Session zu erledigen, hat bei den Konservativen und beim Zentrum Anklang gefunden und wird von diesen Parteien unterstützt werden. Zu Beginn der nächsten Woche soll eine Einigung abgeschlossen werden nach dem die Grundgebühr erhöht werdeii soll und die pauschalierte Gesprächsgebühr eine Ermäßigung erfahren soll. Dec Entwurf Wll noch im Februar in zweiter Lesung von der Vollversammlung verabschiedet werden.

Tie Blätter melden ans München: Es heißt, der Priuz- regent von Bayern habe die Bundesfürstjen gebeten, davon abzustehen, ihm zum 90. Geburtstage ihre Glückwünsche persönlich zu überbringen.

die Fehler der vorausgegangenen Jahre um Äejenigen ent­gelten zu lassen, die hieran keine Schuld tragen, und die Auf­besserung der Beamten erst nach der Festlegung der vor­handenen Mittel für die Schuldentilgung in Angriff zu nehmen. Die Befriedigung «der berechtigten Wünsche der Beamten, unter denen die Baubeamten, nicht durch hie riesige Bautätigkeit der Negierung angelockt, jetzt zum Teil in höherem Alter in einer ungünstigen Zeit neue Posten suchen müssen, ist dringende Notwendigkeit, während die Tilgung der Staatsschuld wohl in hohem Grade wün­schenswert ist, ihre Zurückstellung aber nicht den schwer­wiegenden Bedenken unterliegt, wie die erneute Aufschie­bung der oben bezeichneten Aufgaben. Dadurch, daß nach den bekannten Grundsätzen der preußischen Eisenbahnvcr- waltung fortwährend das Unternehmen aus dem Betrieb heraus auf dem besten Stande erhallen wird, ist sein Wert wesentlich höher, als er sich in dem ziffernmäßigen Betrag des Anlagekapitals ausdrückt. Mit Rücksicht auf diese von der Eisenbahngemeinschaft in mustergültiger Weise voll­zogenen Instandhaltung wurde erst kürzlich im preußischen Abgeordnetenhaufe von freisinniger Seite der Wert des preußischen Eisenbahnbesitzes auf das Doppelte des statisti scheu Anlagekapitals geschätzt. Das gilt natürlich auch für den hessischen Bahnbesitz, soweit er der Gemeinschaft an­gehört. Die starke Vermehrung der Betriebsmittel «aber ist, wie gleichfalls im preußischen Landtag angeführt wurde, eine int eigentlichen Sinne höchst werbende Ausgabe; ihre Deckung durch Anleihe, wie es in Hessen geschieht, kann keinen Bedenken unterliegen. Die in kaufmännischen Be­trieben notwendige Abschreibung wird durch diese aus dem Betriebe stetig erfolgende Erneuerung des gesamten An­lagekapitals überflüssig. Gibt man dazu noch der Erwägung Raum, daß die Staatseisenbahnen als Monopolunterneh­mungen von anderen Gesichtspunkten aus betrachtet wer­den müssen, als die dem freien Wettbewerb unterliegen­den Privatbetriebe, so kann man in der'Tat, wie dies auch jüngst in Preußen geschah, nur vor einer zu starken Tilgung, die wie eine Thesaurierung wirken muß, warnen; besonders dann, wenn diese Tilgung auf Kosten der Steuer­zahler geschehen soll.

ihnen die Botschafter, die übrigen Missions-Chefs, der Reichskanzler, die Mitglieder des Bundesrats, die General­feldmarschälle und Generalobersten usw., die aktiven und inaktiven Staatsminister und Staatssekretäre, sowie die Prä­sidien der Parlamente. Um 10i/4 Uhr erschien der Hof mit großem Vortritt. Während des Einzuges sang die Ge­meindeSofie den Herrn"; nach der Lithurgie predigte Oberhofprediger Dryander über Psalm 28, Vers 7. Im Weißen Saale stellten sich die Majestäten vor den Stufen des Thrones auf, neben ihnen die Prinzen und die sonstigen Fürstlichkeiten. Alsdann begann unter den Klängen der Musik, während im Lustgarten geschossen wurde, die Gratu­lationscour.

Nach der (Familientafel begaben sich die Fürst­lichkeiten zum Opernhause, das mit Teppichen und Rosen- gcrank geschmückt und von einer glänzenden Festversamm­lung erfüllt war. Gegeben wurden sechs Szenen aus dem zweiten Teile von MozartsZauberflbte" unter der musika­lischen Leitung von Dr. Muck. Die Szenerie war nach der Wunderwelt Mittelasiens verlegt. Nach der Vorstel­lung hielten die Majestäten im Foyer des Opernhauses Cercle.

Berlin, 27. Jan. Durch .Kabinettsordre vom 27. Januar wurde dem Staatssekretär von T i r p itz Rang und Titel als Groß-Admiral verliehen. Ferner wurden Vizeadmiral von Truppe!, der Gouverneuer des Kiaut- schaugebietes, und S ch r o e d e r, Chef der Marineftation der Ostsee, zu Admiralen befördert. Vizeadmiral von Usedom erhielt den Charakter als Admiral; befördert zum Vizeadmiral wurde Konteradmiral Jakobs en, zu Kontdeadmiralen die Kapitäne zur See Ricve, Jacob­son, Eckermann und Zimtnermann.

In den festlich geschmückten Erfrischungsräumen feierte der c i efj ß t ä g den Geburtstag des Kaisers. Den einzigen Toast brachte Präsident Graf Schwerin-Loewitz aus, der u. a sagte:

Aus Stadt und £and*

Gießen, 28. Januar 1911.

** Sage§ raten bet. Stadttheater: Sonntag nach­mittag 3'X Uhr:Die Försterchristel", abends 71/, Uhr. ..Glaube und Heimat".

Kolosseum: Täglich Vorstellung.

Biograph: Neuer Spielplan.

Kinernatograph: Neuer Spielplan.

Anlagemusik am Sonntag vormittag ll1/, Uhr in der Sud-Anlage. Svielplan: 1. Armeemarich Nr. 205. 2. Ouver­türe zur Oper .Norma", von Bellini. 3. Der Gras von Luxem­burg ! Fantasie von Fr. Behär. 4. Armeemarsch Nr. 7 (1. Ball. Garde 1806;.

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Qi0r Haehling von Lanzenauer, Adjutant der 27. Jnf.-Brigade, als Bataillonskommandeur in da8 Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm versetzt; zum General­leutnant befördert: Generalmajor v. Linden au, Kom­mandeur der 76. Jnsanterie-Brigade.

Zentrale für Mutter- und Säuglings- ursorge. Die Großherzogin empfing am Montag den 23. Januar bei einer vom Staatsminister Ewald gegebenen geselligen Zusammenkunft die Darmstädter Patron essen und Helferinnen des Patronats der Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen. Auch in anderen Städten werden diese von der Großherzogin angeregten Zu­sammenkünfte in derselben Weise statlfinden.

~ Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte. An den Vortrag vom 24. d. MtS. «ollen sich Sonntag den 29. und Sonntag den 5. Februar Besichtigungen des Stadt. Elektrizitätswerks anschließen. Da die einmalige Besucherzahl auf 20 Personen beschrankt ist, muffen sich die Teilnehmer auf beide Sonntage verteilen.

' an die Gründung des Deutschen Reiches und deK Geburtstages unseres Kaisers imSolmser Hof" 1 statt. Graf Wilhelm zu Solms-Laubach eröffnete die Feier und brachte ein .Hoch auf den Großherzog aus. Die Festrede hielt Lehramtsassessor Vetter. Er warf einen Rückblick auf das Deutsche Reich bis zu seiner Gründung und bis zum ! heutigen Tage und forderte die Festversammlung zu einem Hoch auf Kaiser Wilhelm II. auf. Lehrer Jakob aus Gonterskirchen führte eine Serie trefflicher Lichtbilder vor, darstellend die kaiserliche und großherzogliche Familie, so­wie Szenen aus Deutschlands Befreiungskriegen am Anfang des 10. Jahrhunderts, die er mit passenden Worten er­läuterte. Der GesangvereinEintracht" verschonte die Feier durch mehrere' Lieder.

x Bad-Nauheim, 28. Jan. Nachdem! der Krieger­und MilitärvereinHassia" bereits am Sonntag den Geburts­tag des Kaisers durch eine AbendunterHaltung festlich be­gangen hatte, wurde gestern von der Stadt noch einmal ein Fest­bankett veranstaltet, das unter dem Vorsitz des Beigeordneten; Lenz stand. Neben Musikvorträgen, allgemeinen Gesängen und Darbietungen des Zitherklubs trug hauptsächlich der Turnverein zur Unterhaltung bei. Das reichhaltige Programm ' setzts sich aus Gesangsvorträgen der Gesangsabteilung, Florett- und Säbel­fechten der Fechterriege und Reckübungen der älteren Turner zusammen. Die Festrede hielt Sanitätsrat Dr. Baur. Nachträglich wird am Sonntag der hiesige Jünglings- und MÖnner- verein noch eine Kaisers Geburtstagsfeier veranstalten. Festredner ist Pfarrer Vogel-Reichelsheim.

R. B. Darmstadt, 27. Jan. Der Geburtstag des Kaisers ist heute hier in würdiger Weise begangen worden. Sämtliche öffentlichen Gebäude und viele Privat- Häuser tragen Fahnenschmuck. Sowohl in den Volks- und höheren Schulen, wie in der Technischen Hochschule sand heute kein Unterricht statt, doch waren von den Schülern der höheren Klassen meist patriotische Festakte vorbereitet worden. Die militärische Feier begann gestern abend durch Zapfeustreich der hiesigen Regimentskapellen, die ayf dem Zage durch die Stadt auch zur Wohnung des preußischen Gesandten, Frhrn. v. Rücker-Jenisch rogen und dort mehrere Stücke spielten, denen ein Choral folgte. Heute rüh .erfolgte Wecken durch die Stadt und vom Turm der Stmdtkirche blies ein Trompeterkorps Choräle. Da sich das Großherzogspaar zur Teilnahme an der Geburtstagsfeier nach Berlin begeben hat, siel die nach dem Festgottesdienst übliche Parade auf dem Marienplatz aus, das Salut- chießen fand dagegen statt. Am Nachmittag toar jm tädtischen Saalbau das offizielle Festessen, am ?rßenh fand im Hoftheater eine Fe st Vorstellung statt, in der nach C. v. Webers Jubelouvertüre neu einstudiert Hektor Berlioz-OperBenvenuto Celkini" zur Älufsührung kam. Der Krieger- und zahlreiche andere Vereine feierten den Tag ebenfalls durch festlickie Veranstaltungen.

0 Marburg, 27. Jan. ?luch in unserer Stadt wurde Kaisers Geburtstag in den Schulen und Lehranstalten, sowie vorn Jägerbataillon durch Parade und Mannschaftsfeiern, festlich begangen. Um 11 Uhr begann in der dichtgefüllten Aula der Festakt der Universität. Jin Anschluß an einen Vortrag des Akademischen Gesangvereins sprach Professor Birt über Seneca, den Philosophen, Staatsmann und Lehrer Kaiser Neros". Es folgte die Bekanntgabe der Namen der Studierenden, welche die im vorigen Jahre gestellten wissenschaAichen Preisaufgaben richtig gelöst haben. Es sind dies die Herren sind. med. Enge» land und stud. phil. König. AUt Chorgesang schloß die Feier

Die Feiern in Giessen.

Gießen, 27. Jan. Eine überaus feierliche ^rnd weihevolle Stimmung herrschte bei dem heute vormittag in der Aula des hiesigen Laudgraf-Ludwigs-Gym- na s ium s zur Feier vou Kaisers Geburtstag veranstalteteu F e st - A ktu s. Otach der eigeutlicheu Kaiser-Feier, die durch eine geistvolle, eindrucksreiche Festrede des Professors Liz. Dr. Freihcrru von Gall ihren wirkungsvollen Abschluß fand, wurde noch Trellers patriotische DichtungFürs Vaterland", in Mus i k gesetzt vou K. A. Mangold, ut ganz vorzüglicher Weise zur Aufführung gebracht. Alle ^nle des schönen und schweren Werkes Klavierbeglei­tung, Soli, Chor und Deklamation wurden unter Leo­pold Gellers bewährter Leitung in musterhafter Weise vou Schülern des Gymnasiums vorgetraaen. Nur die beiden Solopartien hätten zwei hiesige, als Solisten geschätzte, Herren übernommen, die sich ihrer Aufgabe in vorzüglicher Weife erledigten. Besondere Anerkennung verdienen auch die Schüler, die den deklamatorischen Teil, sowohl der ein­leitenden Feier, wie auck) der Aufführung in ganz hervor­ragender Weise zum Vortrag brachten. Ein tiefer, nach­haltiger Eindruck war bei den überaus zahlreich erschienenen Zuhörern und den Schülern wahrzunehmen. Vielleicht diirfte eine Wiederholung der von alten Beteiligten mit großem Fleiß einstudierten und mit großer Begeisterung vorgetragenen Dichtung vor einem größeren Publikum wün­schenswert erscheinen.

Kaifers Geburtstag.

Uröernll wi Reiche und den deutschen Kolonien im Auslande ist der Geburtstag des Kaisers in der üblichen Werse gefeiert worden.

SBerf-m 27. Jan. Die Feier des Geburtstages des Kaffer^ wurde ru der üblichen Weise mit großen Wecken eiugelerteft -lls i)ie Musik auf dem inneren Sckffoßhof mit k Hjofeen Wirbel begann, erschien der Kaiser am Fenster cam Fenster seines Arbeitszimmers, als die Musik nber den Schloßplatz zog. Sobald das Publi­kum deu Kaffer erkannte, grüßte es mit Hut und Tücher Wanken. Der Kaiser nahm zuerst die Glückwünsche der ie entgegen, Ipäter die der hier anwesen­den Fürstlichkeiten.

Erne Reihe Personalveränderungen und Or- l n ?-e " ift ^folgt. Prinz Oskar wurde

u la purte des KuraffrerregimentsKönigin" gestellt Ge­neral der Infanterie v Kessel und der Gouverneur von Berlin wurden zu Generalobersten befördert Geircral- erben im Militärkabinett wurde zum Gene- :be£' Generalmajor von Kühne zuni In fpektor der Ersten Kavallerie-Inspektion ernannt, General- maior Eberhardt, bisher Chef des Generalstabs des Gardekorps zrun Generalleutnant befördert und zum Kvm- ernannt, Oberst Schmidt von KnobelsHorß bisher Kommandeur des 4. Garderegirnents, 3iinT Ehef des Generalstafis des Gardekorps. Bemerkenswert rst noch, daß derHoffchauspieldirektor a D Fried-

H«ase und Prof. Ludwig Pitsch-Berli.i den Roten Adkervrden dritter Klafte mit Schleife und Krone erhielten.

Jlr^Itcn Ttod): De" Kronenorden zweiter Klasse der erste Dramaturg der kgl. Schauspiele Dr. Paul mXr Kvorienorden dritter Klasse der Marine

^totoeji, Bildhauer Professor -Ura nd schnee do. 1 "

n^,k^Le?euszeitins preußische Herrenhaus Generalfeldmarschall non Bock und Polach

5- von Ltndequist Berlin, Ge- rar von Kanitz-Laskefchin,

P^ssor Waldeyer-Berlin uuv Klempnermeister Harry Plate-5)annover.

Gegen 10 Uhr versammelten sich die zur Gratulations- 'tux dlffsÄeueu Herren in der SchloAkapellc, unter

c$terJa9- Zum ersten Male fiiidet nächsten <3onntag ver Kr e i t e d) t e 11 a g verbunden mit V c> r f e ch ter- ftunde in Gießens Mauern statt. Aus allen Teilen des 9 lMittcl- rfiein)Jheurä der deutschen Turneffchaft werden T^rfechter hier eintreften, um an beit rzechtübungen und Beratungen teilzunehmen. Gäste^ke7AuftL7t^7 nicht nchmm lachen, iL Vormfttaas um lO^n^J? genehm wie möglich zu machen, in her Tumhnffp finben die gemeinsamen Fechterübungen Ul her ani Oswalds Garten statt,

wird nftt beiiTfi ^^^^ache erscheinen können. Gefochten c r0 ..P.l.ltr oeuffchen ichweren und italienischen leichten Säbeln franzomchem und italienischem Floret in IoS uitb E Mmsm' ÄnÄ

Essen findet in? eutem kurzen gemeinsamen

bei bem s- ^.uhorn ber Kreissechtenag mittags statt,

Ber<u7!o^hp7h7.^' Neuwahl bes Fechterausschusses unb die ste^7 Nack Wetffechtordimng auf der Tagesordnung

Turne^cht^n^?^0 der Tagesordnung sollen den fremden Es ist amuni'si'nip,, Gießens gezeigt werden.

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Kaisers LV ? Ia t eÄAstern zur Feier von

, b ach, 27. Jan Eine stark besuchte Versamm-! d^ctäwch" aufgeführtz ^Mft77w7vo?ftr^J^^he^ ftl^

dmg strnd am gestrigen Abend zur Feier der Erinnerung u7> Jr6ÄeBf?7v.iSc2!neI §er beiden lebenslustigen Mädchen

J 9eucrte 'M aufs 'beste. Zur .Erhöhung der festlichen Stim-