Hessischen Ersten Hammer.
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sagen innigen Dank.
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Giessen. 25. März 1911.
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Gießen, 25. März. Tie amtliche Feststellung btt Ergeb- nisteS der Reichstags-Stichwahl fand heute vormittag im hiest en RegierungSgebaude statt Auf Tr. Werner (^irisch. Beieinigunq) entfielen 12 578 und onf Beckmann (sozdem.) Werner ist sonach mit 959 Stimmen
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Den treuen Freunden und nationalen Mannern im Gießener Wahlkreise herzlichen Dank für üjrc aufopfernde Tätigkeit und ihr Vertrauen. Ich werde mich bemühen, im Ncichs'.age ein entschiedener Vertreter jeder redlichen Arbeit zu sein und dem deutschen Vaterlande mit ganzer Kraft zu dienen.
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bebauptele, an diesem „Orte des Schrecken-" würden unmenschliche Strafen vollzogen. Eine besonders beliebte Züchtigungsmethode sei bT sogenannte „Inngsornkranz", der darin bestehe, da» man den zu züchtigenden Zögsing auf einen Tisch lege, ihn mit ge- ivreitten Beinen anbinde und dann von den übrigen Anstalts- zögfingen schlagen lasse. Auf Grund des Artikels ordnete die Behörde eine Untersuchung an, die zur Erhebung der Anklage führte Die Witwe WarlieS bestreitet entschieden, ihre Mtt- angeNagten zu den Züchtigungen angestistet^zu haben. Jn der Beweisaufnahme bekundete Negierungsrat Schmidt, der irn Auftrage seiner Behörde die Anstalt zu revidieren hatte, dast ihm nie Klagen der Zöglinge zu Ohren gekommen seien. Einige Zöglinge hätten ihm aus Befragen gesagt, daß ne den „Zungtern- kranz" bekommen hätten, andere wollten davon überhaupt nichts gesehen hoben. In der weiteren Zeugenvernehmung werden eine ganze Reihe von ehemaligen Zöglingen der Anstalt Mattel vernommen Einige entlasten die Angeklagten, andere machen entgegengesetzte Angaben. Ein jetziger Tischler^clle bekundet, dast er versucht habe, auS der Anstalt zu entweichen. Darauf habe rr zunächst aus Anordnung der Frau Direktor oen''?ung,ern- kranz" bekommen und zwar, solange, biS er ohnmächtig wifde. Ein anderer Zögling, der ebenfalls einen Fluchtversuch gemacht hatte, wurde zunächst in Arrest gelegt und bekam dann den „J"ng- sernkranz": er will dabei 147 schlage erhalten.b°ben ,^er auS der Anstalt hervorgegangene AngeNagte Aufieher Stöcker erklärt aus Vorhalt, dast er nur im Auftrage des Direktor» oder dessen Frau geprügelt habe. Dieselbe Aussage.macht fein anderer Aufseher Em als Zeuge vernommener Anstreicher ist einmal in der Anstalt beschäftigt gewesen: er hat durch eine Türspalte beobachtet, wie ein Zögling, dem man em Taschentuch m den Mund gesteckt hatte, damit er nicht schrie, den '/3ungscrnkranz bekam Ein weiterer Zeuge hat, als er Zögling der At^lalt war einmal 20 Ohrfeigen von der Frau WarlieS bekommen, so das ihm die ganze Backe anschwoll. Der Vertreter der Anklage biel auf Grund der Beweisaufnahme sämtliche Angeklagte überfuhrt und beantragte gegen die am meisten belasteten Angeklagten> E-e- iängniditrnfen von 14 Tagen bis zu fünf Monatm, sowie Geld» strafen Der Gerichtshof nahm als strafmildernd an, dast der ^rau Warlies der Betrieb, namentlich nach dem Tode des Mannes, 05er den stopf gewachsen sei und daß sie recht oute Ergebnis,l erzielt habe. Tas Gericht erkannte gegen Frau WarlieS au nur 500 Mk. Geldstrafe, gegen den Aufseher Stöcker aus neun Monate Gefängnis. Drei andere Aufseher erhielten Gefängnis- straff von acht, sechs und.drei Monaten. Drei Angeklagte kamen mit Geldstrafen von 20 biS 50 Mk. davon.
R.B. Darmstadt, 25. Marz Die Erste Kammer setzte heilte die Voransck»lagSbera tun g 'or' Sejm Slarnci Mmisteri >m >c5 Innern führte Prä n‘ Flöring Klage darüber, S>6 am pfiffen An6 • «nb B<. t«8 .in «Ti'vr, ein aII; gemeiner Berkehrstag stattnndcn ,of(- fordert
er mit Rücksick-4 aus die imlieln'-.men Vvilonimiuoe beim vr-uß'- sck en Bus" und Dettag Verl mdlungcn mit Preu'eu w?cen emcö alcickzeitigen BusttageS. Minister von Bombern lufjrt auS, die Regierung l-abe geglaubt, dem Ersuch.n der Mamzer Ge irixÜi-Müctt mit Rücksick t aus deren Klagen über ihre Benachteiligung Reckmung tragen zu müssen. Anregungen w-S^n s^tfung eine, gemeinsamen BusttageS mit Preußen habe di. Regierung der gegeben. ,
Derlin, 25. März. Ti.' parlamentarischen Abende beim Reichskanzler werden jetzt unterbrochen und erst na'' hen Ostcrfer .en der Parlamente wieder aufaenommen werden. .
Konstantinopel, 24 Marz. Der Oberkommandan, in Bem en meldet: Tic lürlischen Truppen nahmen nach scchstägigen Kämpfen acht Orte ein. -tie Rebellen erlitten bet Pifsxlk eine große Sckilavve.
Dcrmiiebte».
*EinheldenhafteSMädchen. In Berlin ist das 22jährige Kinderfräulein Martha B e l t e r auf traurige Weise ums Leben gekommen. Die junge Dame fuhr ein ihr anvertrautes, vier Monate altes Kind auf dem ^atzr- dämm spazieren. Als sie einen vor ihr fahrenden Kinder- wagen Überholen wollte, sah sie mir wentae ödintte vor sich eine zweispännige Kutsche in voller ^ahrt herannahen. Ein Zusammenstoß schien unvermeidlich. Das Fräulein verlor jedoch die Geistesgegenwart nicht. Sie warf sich den Tieren entgegen und bermochte sie mit Aus- gebot aller Kräfte nach der Seite zu drängen, so daß die Kutsche den Kinderwagen nur leicht streifte. Das tapfere Mädchen wurde von den Pferden zu Boden gerufen, so daß die Wagenräder über sie hingingen.
» To« Geheimnis dcS unterirdischen Ganges. Eine schauerliche Geschichte sollte sich in der alten Bi.choi- stadt Meisten ereignet haben. In und vor emem »mlcdtcn Gange her vom Garten eineS Rittergutes im Stadtteile Kolln unter dem Altan hindurch zur Elbe führt, hatte man eine große Blutlache entdeckt, Än dr ein paar blutgetränkte Saiidschulh, zwei Taschentücher und andere Gegenstände lagert Ebenso waren die Wände des Ganges mit Blut bespr'tzt. Man glaubte zunächst, dost es sich um ^nen Frauenmord handle und daß der Täler die Leiche nach der Elbe gefchlevvt habe. Da d ikcl te sich aber der wahre Sachverhalt heraus. Em ^bester hat e sich in der Trunkenb-st dadurch eine stark blutende Kops- verletz'ma »'.gc-ogen, dast er mit dem Napfe aus einen harten Gegenstand aufschlug. Er ist bann au» bem betreffend^ Likal entfernt warben und Hot in dem Ganae genächtigt YruhmorgenS reinigte n- sich oberflächlich von dem D'ute und liest dabei .auch die Öandsck'uhe und die beiden Ta|chenMck^r zurück woraus er sich nach Lause trollte, ohne zu ahnen, daß er mit seinem Tun einen grauenhaften Frauen mord Vortäuschen würde.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge meines lieben Mannes, unseres guten Vaters
Herrn Philipp Lahr
♦ Dom Gemeinen jutn MajoDer Napoleonische Grenadier hatte bekanntlich den „Maricl)<ill|tab mi Tornister", und in einem Passus der preußischen ..Kriegsartikel" heißt es, daß dem Soldaten die höchsten Ehren- steNen im Heere offen stehen Trotzdem kommt es na ur- gemäß heute nur noch sehr selten hör, daß em g'-meiner Soldat es -nm Offizier bringt und in dieser Stellung vor wärts kommt. Ein solcher Fall i)t in der Kategorie der Festungsbauoffiziere zu verzeichnen. Dem -^e Mnasbau- hauplr.'ann Behlau in Posen ist, wie dem B. A. B. gc- melbet wirb, unter St’-fci'juna des Charakters als FestungS- baumajor bet Slbschi-td b-wiMgt worden Bch.au m x°r Sohn eines SchornsteinfegermcinerS m Kalmar und war als Gemeiner mit Volisschulbitdung in die Armee ein- getreten. ____________________
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme an unterem schweren Verluste, für die zahlreichen Blumenspenden, sowie für die tröst- reichen Worte deS Herrn Pfarrer Hofmann sagen herzlichen Dank
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