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24.11.1911 Drittes Blatt
 
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luiimiuuiuuuumflk sehe? brik? ien-St.

Drittes Blatt

161. Jahrgang

Nr. 2U

Gietzener Anzeiger

trlCbftni täglich mH Uutnabme 6cf Sonniag».

General-Anzeiger für Oberheljen

tu .Oietzon ffeUteeMÜter* werden dem (Pninafr* oiennol roofbrnilid) beigflegt, daf Mrfiiblen ffct bte Krellleften" trorimal RXKtfnilid). T>etanöötril^aniKbtn dell» fragen' erlchemen monailid) iroeunaL

Ffbaftion. (Frpfbinon und Tnidcret: strave 7. Orpcönon und Verlag: bl»

9icbahwn:fca»H12. Lel.-Ädr-Angeigerztzietzen»

Srcitag, 24- November 1911

-ioianonsbruck und Verlag der Vrüdl^che» Unipcctitat« Buck»- und SicinbrudeceL

9L Lange. Äicbcil

Tu»

Ncichsgerichtsbricf.

Leipzig. Nov. 1911.

(Nachdruck verboten.)

Telephon Nl

äklerlohn, wenn der

Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

53

Nov-

Wetter

1911

Regen

am

0,1 mm.

. und Dekor»^

hr'7.1

l ondz entro le, die schon am 16 Chobcr oder spätestens am 1. November d. IS. fcrtiggesteUt sein sollte, wird in diesem 3°hrc ivohl kaum noch fertig werden, da sowohl die Maschinen als auch die Lcitlinaen noch mcht fertig Und.

Rhein Hessen. ' Tic elektrische Uebe»

22. bis M .

S'örfifte Tcniperahtt

Niedngttc , y<iebedc6(aa: *

Tragen von Wösten zum peiiöiiUchen Schutz bedarf oho einer besonderen Erlaubnis; wer gezwungen ist. von tbt Gebrauch zu machen, hat seine Handlungsweise selbst zu vcc- mtworten.

in Sicherheit bringen wollte. Prügel.

Starkenburg und rm. Darm stadt. 23. Roo.

arbeitung Von Bizetö erster Suite LArl^sienne durch ben £)of* E.aniftm Professor Heinrich Schwor? München): aufarbtm liegt eine bvtfKimng von Valkas Muul^sckickle hrm beste bei AuS Heft 4 rnvt.hncn wir eine Krttik der tm Jnselverlag neu erschie­nenen Priese N'ttzscheS, sowie Briese Ferdinand HillerS und eine Reibe von Abbildungen bei- reuen Stuttgarter Konservatoriums. Probeheft dcr gediegenen, billigen^Zeitschrift liefert foftenhrt der 'eerlag ron Gail Oh-ünimicr m c:ni:aan

von dem Besitz eines JaadwaffeupaffrS abhängig.

mdercm Schießwerkzeug schiebt. Ferner ist das Tragen einer iur Jagd tauglichen Schußwaffe außerhalb der Wohnoit.

November = 4- 8,6 *3.

= 4- 03*0.

23.

23.

KreiS Schotten.

t Ob er-Secm en, 22. Nov. Ein Handwerks-

^ursche, dcr hier in einem Hause ein Paar Stiefel stahl, wurde noch rechtzeilig bemerkt, als er seine Beute Er erhielt "eine Tracht

Vcrmifcbtcs.

* Zur Verhaftung der Schleiß Heimer Bilder­diebe. Zu der bereits gemeldeten Verhaftung dcr Schlciß- hcimer Pildcrdiebe werden noch folgende Einzelheiten bekanni: Als Diebe wurden ermittelt und in Hast genommen der 40 Jahre alte Jagdgehilfe Moosrainer, der Arbeiter Beinloser und dcr Inhaber einer Bettreinigungsanstalt Regele. Tie Verhastung erfolgte auf Veranlassung des Bürgermeisters von Schleißheim, der wieder von einem Schulkameraden des Moosrainer auf diesen aufmerksam gemacht wurde. Rach den bisheriger, m'ihtellungen kommt Moosrainer als Haupttäter in Frage, währerid Regele den Vertrieb der gestohlenen Bilder übernehmen sollte. M. kennt die Verhältnisse im Lustschlosse ganz genau. In seinem Amt als Jagdgehilfe ließ er sich verschiedene Verfehlungen zu Schulden kommen, bis er schließlich cmlassen wurde. Vor ca. 1 Jahre hatte er geheiratet und kam nun in sehr mißliche Verhältnisse. Ständige Arbeit hatte er überhaupt nicht, er wurde nur ab und zu von Regele beschäftigt. Allmählich reiste in ihm der Plan, den Bilderdiebstahl auszuführen, den er bann dem Regele mit- teilte. Regele war auch bereit, den Verkauf der Bilder unter der Hand zu übernehmen. Als man Moosrainer den Diebstahl auf den Kopf zusagte, legte dieser ein umfassendes Geständnis ab. Er bat, man möge doch für feine in großer Rot befindliche^sramilie sorgen. Auch erklärte er sich bereit, bet Polizei die Stelle zu zeigen, wo die Bilder versteckt seien. Es begab sich darauf eine Abordnung von höheren Polizeibeamten mit Moosrainer nach der von diesem angegebenen Stelle. In der Nähe des Lust­schlosses fand man denn auch von Moos und Laub bedeckt zwanzig Bilder wieder. Sie batten teilweise durch die Feuchtigkeit schon stark gelitten. Zwei Bilder sind von Regele bereits nach München gebracht worden. £b sic bereits verkauft worden sind, oder hier bei einem Vertrauensmann des Regele versteckt gehalten werden, ist zurzeit noch nicht festgestrllt.

vüchettifch.

Zwar macht mancherdas Kreuz, wenn er Mathe­matik treiben soll; er denkt an lehr hast trockene Formeln und lange Recken krempel, die ihm mancke Schulstunden sauer ge­macht baden. Es gibt aber auch eine amüsante Mathematik, anregend durch die überrasckenden Entdeckungen, die in dem so vielen dunkeln und geheimnisvollen Reick der Zahlen dem Denken­den Vorbehalten und, der sich nur einigermaßen hinein vertiefen will. Einen Führer m dieses Reick soll die soeben im Verlag Bllo Maier, Ravensburg, im Erscheinen begriffene Sammlung M atbematische Unterhaltungen" bilden und es zeigt schon das vorliegende erste Bändcken, wie es der Verfasser ver­steht, den Leser zu packen und zu interessieren und ihm, der noch im Noviziat in diesem Wissensgebiet stehen darf, den Weg zu all den überraschenden (rrgebni'icn aufs Schönste zu erschließen. Tas hübsche interessante Bändchen kostet nur 80 Pfg.

D i eNeue M u i l k - Z e i t u n g" bringt in den soeben ausgegebenen Hesten 3 und 4 des 33. Jahrgangs viel Aktuelles neben'Fvm'eyungen wertvoller größerer Artikel. seien genannt die Aufsätze über die neue £per von Richard Strauß, über die Heidelberger Liszt-Feier, über die Münchener Festspiele II. Hest 3 beginnt auch tute Laviermäßig brillant gesetzte vierhändige Be-

Ein Mäklervertrag, dcr dem Mäkler unabhängig vom Erfolge feiner Tätigkeit Provision ver­spricht, ist gesetzlich zulässig.

Ter § 652 des Bürgerlichen Gesetzbuches erklärt, daß der versprochene Maklerlohn nur bann zu zahlen ist, wenn der Vertrag infolge bev Nachweises oder infolge der Vermitte­lung des Mäklers zustande gekommen ist. Diese geietz- lickc Bestimmung ist aber dis positiver Natur, sie kann also durch Vertrag abgeändert werden. Einen solchen Fall zeigt der vorliegende Rechtsstreit, der jetzt beim Reichsgericht zur Entscheidung gekommen ist.

Der Rentier Sch. in Königsberg schloß mit der offenen Handelsgesellschaft R. L S ck. in Königsberg einen Vertrag ab; darin erteilte er der Gesellschaft bis zum 1. Juli 1909 unwiderrufliche Vollmacht zum Verkauf von Grundstücken. Als Maklerprovision wurde 1 Proz. dcS Kaufpreises vereinbart, alcickgültig, ob der Verlaus vor oder nach dem 1. Juli 1909, sowie' ob er mit ober ohne Vermittelung ber Klägerin erfolgte. Der Verkauf ber Grundstücke kam nach dem 1. Juli ohne Vermittelung ber Klägerin zustande, gleich­wohl forderte bicie auf Grund bes Vertrags bie Provision.

Landgericht und Oberlandesgericht Königs­berg haben den Beklagten verurteilt. Das Ober- landesgerickt fuhrt in feinen Entscheidungs gründen unter anderem folgendes aus: Allerdings gibt 8 653 B. G. B. dem Mäkler nur bann einen Anspruch aus den Mäklers .

Mäkler eine gewisse Tätigkeit aufgcwendet hat und wenn zwischen dieser Tätigkeit unb bcm Zustandekommen dcS in Aussicht ge­nommenen Vertrages ein urfächlicher Zusammenhang besteht. Die Vorschrift ist aber dispositiver Natur, kann also durch Verciubaruw der Parteien geändert werden. Insbesondere kann auch bercinbart werben, baß bic Provision bem Makler selbst ban ns u zahlen ist, wenn bas Ge­schäft ohne seine Mitwirkung zustanbe kommt (Bolze 11, Rr. 257), unb selbst bann, wenn ber Mäk­ler überhaupt keine Tätigkeit aufgeroenbet hat. In seinen weiteren Ausführungen verneint bas Oberlandes- gericht noch, daß der Vertrag gegen die guten Sitten perslößt; denn bieFreiheit des Handelns" sei dem Beklagten durch bas Provi- sionsversprechen nicht beschränkt worben, er habe verkaufen können, wie er wollte; nur bie Bedingung habe für ihn sortbestanden, die ihn verpflichtete, an bie Klägerin die Provision von 1 Proz. zu zahlen.

Das Reichsgericht hat dieses Urteil beftätigt lind bie Revision bes Beklagten zurückgewiesen.

2ürcbliebe 21acbricbtciie itua igdtiä?c wcmcinoc.

Sonntag, ben 26. November, 24. nach Trinitatis.

Totenfest.

ottesbicnlL 3n ber SiaMhrdte.

VorinittnaS 9K Uhr: iiorrcr D. Schlaffer.

Vormittags 11 Uhr: Kmberkiiche für bte PlasthäuSgemeinde»

Pfarrer D. 6 d) l o H e r.

Abends 5 Uhr: Liturgischer ®otie»bien*L

Pmrrer Schwabe.

Abends 8 Uhr: Derfommlung ber konftrnuerten männlichen Jugend der Diatthäubnemembe.

Ticnetag, den 2M. 9looeinber, nachmittags 4 Uhr, im Matthäus- faal: A r a n e n in U f i o n 6 u e r e t n.

Mittwoch, ben 29. November, abend» Uhr. Vereinigung der foufirmteiien weiblichen Jugend ber MarknSgemeinde.

Tomieietiig, den 30. 'Jloueiubcr, abend» v Uhr, tm Matthäu»- faale: Bibelstuuoe. (tiilOcr au» ber Aposielgefchickte.)

Pfarrer D. Schlaffer.

Rächstknnftigen Sonntag, 3. Dezember, al« am 1. Advent, findet im Hauotgottesdienn Beichte und heiliges Abensmahl für MailhanS- und Markusgemeinde geinetnlam statt. Anmeldung vorher bei dem Pwirer feder Gemeinde erbeten.

Weiteie Abendmahlsieien» werden gehalten: am 2. Advent für die MarlnSaememde, am 3. Advent für die 'MattböuSgememde, fedeSmal im Abendgottesdienft. Zu den beiden letzten Abendmahien ivird besonders auch die konfirmierte Juaend emgeladen.

Jn oer Johannestirdfe.

Vormittag» 9'/, Uhr: Pfarrer V e ck t o l S b e i m e r.

Voiw'ltagS 11 Uhr: Kindertircke für die LnkaSgememde.

RachmttlagS 5 Uhr: Pfarrafstuent Schorle mmer.

3n der alten Zriedhofrkapelle.

Nachmittag» 2 Uhr: Pfarrer Auöfetd.

Abends 71*, Uhr: Versammlung der konfirmierten männ­lichen Jugend der L'ufa»- unb JohanneSgemeinde.

Dienstag, den 2R. November, nachmittag« 5X Uhr: 9er- fanttnluug der konfirmierten werblichen Jugend der Johanne»- gememde.

Mittwoch, den 29. November, abends 8 Uhr: Bibel stunde im Lnkasfaale.

Nächsttnwtigen Sonntag, den 8. Dezember, al» am 1. Advent, findet im Hauvtaottesdrenfl Beichte und heil. Abendmahl für bte L-ufab- und Jobannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen vorher bet dem Pfarrer icber Wemeiirbe erbeten.

We tere Abendmahlsieiern werden gehalten: am 2. Advent für die Jobarmesgemeuide, am 8. Advent für die LnkaSgemeinde, -ede^mal im Abeudgottesdrenft. Zu den beiden letzten Adendmahlen iutrb besonders auch bie konfirmierte Jugend eingelaben.

Katholua)c Gemeinde. feottest>ien|t.

SamStag, ben 25. November.

Nachmittag« um 6 Uhr unb abend» um 8 Uhr: Gelegenheit zur beit. Beicht.

Sonntag, den 26. N o v e m b e r, letzter Sonntag nach Pfingsten.

Vormittag» von 67, Uhr an: Gelegenheit xur hl. Beicht.

um 7 Uhr: Die erste heil. Atefse.

' um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion, um 9 Uhr Hochamt mit Predigt.

r um 11 Uhr Heil. Blesse mit Predigt.

Nachmittag» um 61/, Uhr: Christenlehre: darauf Andacht für bte Abgestorbenen.

I W| Mi

Qualität.

Au» Stadt und Land.

Gienen, 24 November 1911.

* Hansabund und Reichstagswahlen D r im Auftrage ber Ortsgrupp, des Hansabundes für den SreiS Gießen im Saale deS HotelEinhorn" überSBeldx Forderungen muß der G e we r b e 11 e i ben b c an ben Reichstag»- fanbibflten stellen" von Dr. Hüttemann -Berlin gehaltene ß o r l r a g war nickt so stark besucht, wie man bas bei ber Wich­tigkeit des Tb.mas hätte voraussepen dürfen. Bei seinen Aus­führungen ging der 9M>ner von der Ansicht aus, baß allen Hwnden eines Reicks bie gebührende Rücksicht zuteil werden Ulfe, baß aber Handel, Gewerbe unb Industrie rm Deutschen Heid) nicht in bem Maße berucksickttgt worden wären, e» perbhnten unb wie vS im Hinblick aus bie Wohlfahrt des »anzen Volks notwcnbia unb wünschenswert erscheine Eine v el- wd) einteilige Gesetzgebung, verbunden mit drückenden L st n, habe feiifr'r bem Handwerk schwer peidwbet. Brot, Fleisch, sowie überhaupt alle Lebensmittel feien immer mehr in bte Höhe po gongen unb bie Arbeitslöhne infolge bauen gestiegen. Teullch' lanb zahle btt höchsten Arbeitslöhne Do nrüfse auf ber andern Heile dafür gciorgt werben, baß bie Jnbustne sich auf bcm Weltmarkt kräftig behauvt.m Tonne unb Ictslungssähig bleibe Sie bebe sich von ber QuantitätS- zur Qualitätsarbeit heraufgcar- leitet, fei in einem auSfichtsreicknm Wcttbetverb mit bem )Uis- lonb eingetreten unb imstande, ausländische Werte für uns herein zu holen, aber nur bann, ipenn man sie bem Auslanb gegenüber nicht noch mehr belaste. Bei allen Gesetzen müsse von ber Jb?e ouSgegangen werben, eine Unterlage zu schof en, aus Grunb ber. n es ledern einzelnen, sowie allen Ständen möglich fei, bi; Kräfte frei zu entfalten. Keineswegs aber bürfe ein Stanb aus Kosten eines anbern broonugt werden, denn gerade hierdurch ivcrbc bie Kaufkrast de» Volkes geschwächt, und die müsse in erster Linie erhalten werben Zurzeit ständen sich zwei Weltanschauungen gegenüber: die binnennnrtfd>aftlidK, zünftlerische, bic hauptsäcklid) mm der durch ben Buitb ber Landwirte burdjiebten tonservariven Partei ihre Anhänger habe unb bic aus ber Grundlage der Gewerbe- frei fr it ruhende Weltanschauung. Errich.ung von Zivangsinnnngen unb Vorschriften, wonach nur solche Waren verk.rusi werben dürfen, bie im Betrieb selbst bergcfkllt sind, löunen nicht helfen. WintTr- fntroidching mus bic Sofung fein und in erster Linie Selbsthilfe: füdntgere Ausbildung in technischer und kaufmännischer Hinsicht, darum Errichtung von Fachschulen, Regelung deS Kredib- unb SubmissionswesenS. Der Staat must gewiß mithelfcn, indem er Schutz gewährt gegen jebe Art unrcbhdier Konkurrenz und da? verwerfliche Gebaren cinc5 gewissen llutemchmermms unter­bindet Bon den Gewerbetreibenden sind demnach folgende For­derungen an bic ReickStagskandidalen zu stellen; 1. Reichsgesctz-

R g hing br-? SubmissionsivcienS, etwa im 2 nur beS Ent- wurss des Hansabundcs, 2. Bekämpfung aller Gesetze und Gesetzes- Vorlagen, die Handel, Industrie u. G.-werhe in einer Weise belasten, daß diese Lasten aus die Dauer nicht ertragen werden können, 3. keine mciLrcn indirekten Steuern, dafür Besitzsteuem (Erbanstcklsteuer), Aush^ung der Fuitermittclzötlc, 4. gerechtere Verteilung der Lasten Zum Echhiß wendet sich der Redner noch in "einem Därmen Appell an bie liberalen Bewohner Gießens, enblich bic Mcinltdx'n Bedenken fallen zu lassen und fick bei ber nahe bcvor> rieben beit ReidiSlagSwahl zu gemeinsamer Arbeit zusammen^utun. Bcisall.) Jn bei nun folgenden Aussprache betonte Stabto. Uinn nochmals ihre Notwendigkeit bes Zusammenschlusses ber liberalen Parteien unb hob als bic gerechteste und beste von allen Steuern die Reichseinkommensteuer hervor. Prof. 'Dr. Kraus­müller. der betonte, daß er dem Hansabiutd nicht angehöre, pflichtete im afigemeinen den dlusstchrungen des Vortragenden bei und empfahl bic bei Vergebung von Subinissionsarbeiten in Worms ein- geführten Bestimmungen,

* Weibnachtssendungen Die Reichs-Postverwil- nmg richtet auch in diesem Jahr an das Publikum bas Ersuchen, mit ben WeihnachtSsendungen halb zu beginnen, damit die Palcttnassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen. Bei bem außerordentlickcn An- broellcn des Verkehrs ist es nickst tunlick, die gewöhnlickicn Be­förderung sfristen einzuhalten und namentlich auf weite Entfer­nungen eine Gewähr für rechtzeitige Zustellimg vor bcm Werh- nacktsseste zu übernehmen, wenn die Pakete erst am 22. Dezember oder nock später ein geliefert werden. Die Pakete sind bauerhaft W verpacken. Etwaige auf bem Verpackungsstofte vorhandene ältere Aufschriften und BcNcbezcttel müssen beseitigt ober un- rtnntltdi gemacht werden. Tic Beimtzung von dünnen Papp- kästen, schwachen Schachteln, Zigarrenkisten usw. ist im eigenen Interesse der W send er zu vermeiden. r.ie AufichriN d^ Pakete mus; deutlich, vollständig unb haltbar bergcucllt sein Kann die Aufschrift mcht in deutlicher Weise auf das Paket selbst ge'etzi werden, so empfiehlt sick bie Verwendung eines Blattes wcitzen Sather», das der ganzen Fläcke nid) fest aufgeklebt werden muß. m zweckmäßigsten sind gedruckte Aunckrifteu auf weifzem Papier, Dagegen dürfen Formulare zu Paketadressen rür Paketaufickrttten ridit verwandt merbeit. Bei in Leinwand verpackten Sendungen tut Fleuch unb anderen Geaenstanden, bie <z-euchtigkeit, Fett, Aut usw absetzcn, darf bie Aufschrift nickst aut bic Umhullitna Itfiebi werden. Der Name des Bestimmungsorts must recht groß tno kräftig gedruckt oder geschrieben sein, '-tie Paket aus ickriN muß sämtliche Angaben der Postpaketadresse enthalten, allo auch ben Frankvvemierl, bei Paketen mit Postnachnahme den Betrag der Nachnahme soivie den Namen und die Wohnung des Ab­senders, bei Eilvaketen ben Vermerk durch Eilboten u|w , damit tm Falle des Verlustes ber Postpaketadrcfse bas Paket dock bem Empfänger ausgehändigt werben kann. Auf Paketen nach großen Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf Paketen nach Berlin euch der Postbezirk ^E, W. SO iriro.' anzugeben. Zur Be­schleunigung des Betriebs trägt es wesentlich bei, wenn biePakete ßrankiert auf geliefert, d h. bic zur Frankierung erforderlichen Marken ,'ckon vom Absender auf der Postpaketabreffe autg^.ebt werden. Die Versendung mehrerer Pakete mittels einer Post- pakctadressc ist für die Zeit vom 12. bis einschlietzlich L4. ze- «entber weder im inneren deutschen Verkehr, noch im Verkehr mtt dem Ausland ausgenommen Argentinien gestattet. Rach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, icdock höchstens brei Pakete, mit einer Postpaketadresse versandt werden. Ge- rieinsckaftlicke Einliefcrungsbesckeinigungen über mehrere gttvohn Hiebe Pakete werden abgesehen von Sendungen nach Argen­tinien in der bezeichneten Zeit nickst ausgestellt.

DaS Tragen von Schußwaffen. Vielfach be­gegnet man ber Ansicht, daß zum Tragen einer zur eelbn- «erteibigung bestimmten Schußwaffe bie behördliche Erlaubnis «forderlich fei unb häufig werden von Personen Gesuche um (Erteilung eines Waffenscheines unb zum Tragen berarttger Schußwaffen bei ben Polizeibehörden beantragt. Temgegen- über sei bemerkt, baß landeSgefetzliche Vorschriften, bie auS sfcherheitspolizeilichen ©rünben ben Bentz und das Trogen non Waffen regeln, in Hessen nicht bestehen, bagegen find ?Lonchristen erlaffen, bie ben unvorsichtigen Gebrauch non Feuerwaffen unter Strafe stellen. Namentlich wirb iieilraft, wer ohne polizeiliche Erlaubnis cn bewohnten oder :ion Menschen besuchten Orlen mit einem Feuergewehr oder

Die M6betfebdk

Georg Ehrhard!. Sohne DirmstidterWerkxtitten f. Hendwertskunet fertigt in eigenen Werkstätten als Spezialität: WohDaogseinriätMiEE für tas iigtrl Beim. Wer meckmässige, schlichte Formen, echtes .Material und gute Arbeit, bei billigen Preisen zu würdigen weiss, sollte unsere Ausstellun; fertigerWohnräume bei der Fabrik Feldbergstr 36 (in nächster Nähe des Bahnhofs) besichtigen oder kosten ose Zusendung des interessanter, Albums Wohnliche Innenräume verlangen

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