Ausgabe 
21.12.1911 Erstes Blatt
 
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Reichstagsnmhler!

Die aus allen Kreisen der Bevölkerung unseres Wahlkreises äußerst stark besuchte Vertrauensmänner Versammlung der Wirtschaftlichen Vereinigung hat ein­stimmig beschlossen, den seitherigen Reichstagsabgeordneten

Br. Ferdinand Werner in Butzbach

wieder als Kandidaten aufzustellen

Dr. Werner hat während seiner kurzen Wirkungszeit im Reichstage seine Pflicht als Volksvertreter in vollem Maße getan. Er hat keine der zahlreichen namentlichen Abstimmungen versäumt und war an jedem Sitzungstage im Reichstage anwesend.

Getreu seinem Versprechen, für jedes redliche Schaffen einzutreten, hat er im Plenum wie in den Ausschüssen, durch Eingaben und in Rücksprachen mit den Behörden die Interessen von Landwirtschaft und Gewerbe, von Beamten und Arbeitern tatkräftig vertreten.

Unser Bewerber

Br. Ferdinand Werner

tritt ein für den Schutz unferer nationalen Ehre, für ein starkes Reich mit guter Wehr zu Wasser und zu Laude.

Er erstrebt eine zielbewußte Erschließung unserer Kolonien und ein finanziell gesichertes Staatswesen.

Er steht aus dem Boden der bewährten Wirtschastspolitik, die zurzeit allem geeignet i t, das Wohlergehen von Bauernstand, Gewerbe und Industrie zu wahren.

Er wird für Gesetze eintreten, die dem schwerringenden Handwerk und demKanfmanns- stande aushelfen können und wird alle mittelstandsseindlichen Bestrebungen und Ein­richtungen bekämpfen (Warenhäuser, Filialgeschäfte, Wanderlager usw.).

Den berechtigten Wünschen der Staatsbeamten wird er wie bisher Verständnis entgegenbringen.

. Durch sein Mitwirken an dem Pensionsversichernngsgesetz und der Reichs­versicherungsordnung hat er bewiesen, daß ihm auch die' Interessen der Privat­angestellten und der Arbeiter am Herzen liegen.

Unser Bewerber wird an den politischen und sozialen Freiheiten des Volkes nicht rütteln lassen, aber alles Undeutsche im Wiri'^^fts- und Geistesleben unseres Volkes entschieden bekämpfen.

Sein Wahlspruch wird immer sein:

Für Kaiser und Reich!

Für deutsch-christliche Gesittung!

Für deutsche Arbeit in Stadt und Land!

Wähler!

Pr* Ferdinand Werner ist der einzige in nationaler Beziehung zuverlässige Bewerber um das Mandat des Gießener Kreises.

Wer eine wahrhaft vaterländische Politik will, der gebe ihm am 12. Januar 1912 seine Stimme!

Der Wahlausschuß für die Kandidatur Dr. Werner.

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