Ausgabe 
30.9.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 250

Ter Clefeeittr Anzeiger erscheint täglich, ander Sonntag«. Beilagen: viermal rrb.l c.ihdi GieszenerLamiliendlätter; JiDcimol ivöchentl Xrelr>

laNsükdenNrei5Siehen (liciidtnfliinbrvrcimn); zweimal inonatl. tand- wirtschaftliche Leitsratzen Iernivrech - AnschU'rne: für die Redaktion 112, Verlag n. Expedition öl Adreste für Ter eschen:

Anzeiger Gießen.

Annahme von Anzeigen <ür die Tagednulniner bii vormittag» 9 Uhr.

Erstes Blatt

161. Jahrgang

Samstag, 50. September 19U

General-Anzeiger für Oberhessen

L?* . A Vj V mönftflirtiTöS^eiexlel-

mener Amemer

Ur/ v V X M MF r V ~ ÖlxfttbQhMir: 91 (Bocfc

BV für den

General-Anzeiger für Gberhessen ZZZZ

Rotationsörud und Verlag der vruhl'schen Unio.vuch- und Steindruckerti N. Lange, «edalkion, Lrpedikion und Vruckerei: Zchulftratze 7. ^^.h*rs,^ vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahndofpratze 16«. Anzeigenteil?Beck.

Die heutige Nummer umsaht 24 Seiten.

politische Wochenschau.

Äietzen, 30. Sept.

Dieser Sommer und Herbst ist voll von internal.onalen Spannungen. Eine löst die andere ab. Tast Tcutschland Marokkos wegen mit jyrantrei

in einen Krieg verwickelt werde, brauchen wir mcyt mehr ZN besorgen. Aber, noch bevor unser R.ichStag int nng.« kündigten Weißbuch blättern wird, müssen un cre Tipio malen aufs neue am internationalen Schachbrett teilneh- men, und zwar gänzlich der Rot gehorchend, nicht bcni eigenen Triebe. Unser Treibundgcnosse Iial.en hat bk mastaebcnden Berliiter Pockck.er oneiwar vall.g überrascht Höchst sorgenlos hatten sie eben der Welt verlündet, Italien denke nicht daran, Tripolis zu besetzen als e.nige Stun­den später das Ultimatum Italiens bekannt wuroe. Wir vermuten, daß der Reicl;stag es sich nicht nehmen lassen wird, unsere Herren vom auswärtigen Amr eindringlich zu befragen, aus ivelchcnt Borne sie u)rcn unverwüstlichen Lprimiomuv geschöpft hatten. Man Lum sehr friedliebend fein, braucht aber deslvegen am Himmel noch lange ntdjl lauter Friebenvbastgeigeu zu sehen Ter Himmel über Tr.. poliS war lange genug bciuöllt, und dast unser Vertreter in Rom ein so schlechter Wetterprophet gewesen fein soll, ist kaum zu glauben. Alle iralienischen Ltätter luaren voll Eier nach nationalen Lorbeeren. Und das Üabinett Giv- lilti hat der nationalistischen Strömung, in der u.eritale, Liberale und Demokraten |ich vereinigten, uaryg g ben unu sich in das Abenteuer gestürzt, das nunmehr b.n Kriegs­zustand geschaffen hat und dessen höchst ernste folgen sich heute noch nicht übersehen lassen.

Wirst man einen Rückblick au, diese italienischen Land- erwerbSgelüste, so stößt man aus eigentümliche Wandlun­gen. Schon im An sang bee- neunzehnten Jahrhunderts dachten manche italienische Politiker an das nordasrikanische Zukunftsreich. Aber erst nach der nationalen Einigung ,atzte man diese Zicke schärfer ins Äuge. Tas führte zur Mitgliedschaft Italiens am Dreibunds Ter aber war ein Friedens- und Abrvchrbündnis und liefe Landerraub nicht zu. Ta schickten die Italiener nach Marianne, von deren Einverständnis man |ia) angenet-me Abenteuer er­hoffte. Ter sranzösisch-engltsche Vertrag vom 21. März 1899, der die beider seit, gen Einflußsphären in Nordostafrila in der bekannten Weise regelte, gab den römischen Polt- Ufern neue Antriebe. Seit 1902 ist Rom dem Treibund offenkundig untreu geworben. Es schloß zunächst mit Frank­reich, dann auch mit England jene Abmachung, die ihm Versprechungen bezüglich der Znlunst von Trtpolis ein- brachten. England brauchte die italienische Einwilligung für seine damaligen asriianischcn Pläne kaum. Es l-atte aber erreicht, dast Italien vom Treibunde losgesprengt wurde und ein neues OMieb in der Kette der Etntreisung Teutschlnads geschmiedet werden konnte. Tie Wirkung haben nur jüngst in Algeciras gespürt.

Heute will Italien die Früchte dieser langjährigen Po­litik in den Hasen bringen. Und es hat den Augenblick in der Tat geschickt ersaßt. Franrreich hat mit i.alieni- schcr Zustimmung sich angeschickt, Marokko zu nehmen, und wird dem Handstreich des Kabinetts Givlitti kaum Schwierigkeiten machen. Denn noch sind die deutsch-fran- zöstschcn Verhandlungen nicht beendet. Und die Türkei ist heute noch nicht zu fürchten. Tie Engländer hät.en Ita­lien freilich gerne noch in unbestimmte Zukunft hinaus ver­tröstet. Mau hat das Land ins Schlepptau genommen, findet natürlich al'er gar fein Interesse daran, durch Ein­willigung in den italienischen Gewaltstreich die Muselmanen gegen sich auszubringen. Und so brachte die amtlicheWest­minster Gitzctre" ihre mit Warnungen an die italienische Adresse gespickten Artikel; für bie Türkei schöne Worte, vorläufig ohne hilsbereites Handeln. Tas Mabinett jwn St. James, das wieder einmal seine ausschlaggebende Stel­lung in der Welt bekundet, wirb es sich in aller Ruhe über­legen, ob es nötig werden kann, der Türkei tatsächlich tue in derWestminper Gazette1 angedeutete Entschädigung zu garantieren. Tas füll wahrscheinlich von dem Vei halten der Balkanstaaten und dem Widerhall in der mc>- hammcdanischeii Welt abhängig g.'madu werben. Wenn England dadurch seine Interessen bedroht sieht, wirst cs den Türken irgendeinen Brocken zur Beschwichtigung hin So gewinnt es den Anschein, daß etivaige Gelüste der Bakkanländcr bald im Kenne erstickt werden können. Wir brauchen bei den jetzt ausdrechenden Feindseligkeiten zwischen Italien und der Türkei wirklich noch nicut an einen Dcitbrand zu denken. Freilich scheint die Türkei nach den neuesten Meldungen daran zu denken, sich an Thessalien schadlos zu halten. Es wird die Ausgabe der Großmächte sein, den Brand zu lokalisieren. £b Italien bei seinem Ecwaltstreich, der in der neuesten Staaten- gcschichte unerhört und ohne Beispiel ist, so ganz auf seine Rechnung kommen wird, ist. wie nur gestern |d)on ausführ tcn, sehr fraglid). Tie Zahl der in Tripolis stehenden türkischen Truppen tarnt heute nicht festgestellt werden. Vielleicht wird die Türkei von Auf­ständen fanatischer Stämme unterstützt. Aach derWest­minster Gazette" wohnen in der Türkei 50 000 ansässige Italiener, die alle zur Auswanderung gezwungen werden könnten. Und was der Boykott dem italienischen Handel anrichten könnte, wurde schon angedeutet.

Tie deutsche Regierung wird gut daran tun, dem un­sicheren Dreibnndtantonisten nicht zu fest die Stange zu Ij alten. Sie sollte sich das englische Verhalten zum Stuft er nehmen. Ter Gedanke einer Kompensation für die Türkei ist gar nicht so schlecht. Vielleicht rann Teutschland an!

dieser Frage entscheidend mi.w.rl ., uni sich die Sym­pathie der Türkei zu erhalten und ic zu stärken. Italien scheint nach dem Wortlaut des Mt malumS nicht nut Tri­polis, sondern auch die Aegyp.en b.nachbarte Prorinz Ben­gasi zu beanspruchen. Sein Borge..en ist ro tui.*) ein wahrer Hohn für die gerade auch von römische» Politikern so oft gepredig.e FricdcnSidce. Do bleiben nun die Bestimmun­gen in den Schlußakten der Haag.r Frieden.tonsercnz vom Jaljre 1899? In derVoss. Zig" finden wir die Wieder­gabe des Wor.la, 1 irfet Bestimmungen:

Tie Signatarmächte kommen überein, i m Falle einer ernsten Meinungsverschiedenheit ober eine» Strei t-, bevor sie zu den Wafscn greifen, bic guten T i e n sl c ober Die Vermittelung einer befreundeten M a a, t ober

nüblichen Staaten iljrc guten Ticni.e ober ihre Vermittelung lande hierfür eignen... Tic

ubung bicses Rechtes gut- Ticnste ober Vermittelung anjubictcni kann niemals von einem bet ft r e i l c n b e n Teile a i s unfreundliche 6audlung a nge i c i> i n werden. Bei e r n uc n , den Frieden gejährbenben Streitfragen wählt icdcr der im Streite befind-

ic S l a. :, die er mit der Aufgabe i< traut, ui unmit Ibarc Verbindung mit her von b.r ciiLc.cn Seite gewählten Macht >a treten, um den Brno- der jricd- tichen Verletzungen zu verhüten.

Auch Italien i,..r tleje? av.um.«cn unterzeichnet... Und bic internationale Soj.albcmotratk wirb ben uuoer-

nifchen Sozialist'n angcze.teile allgemeine Ausstand ist ganz in bic Vrunzc gegangen. Wie gcog ift heute Der Unter* |d)icD zwischen deinMilitärstaat' Tentschlanb unb den iriedensschwürmerischen Temokratenstaaten!

Ter äiitebrndj des Krieges zwischen Italien nnd der Türkei.

Rom, 29. Sept. Ta die oltomani|dje Regierung die Forderungen des italienischen Ultimatums nicht äu­ge no mm en hat, siud Iiainn und die Tiiikei feit heute nach, mittag 2 Uhr 30 Mio. un Kriegszustand. Tie Blockade von Tripolis und Eyrenaika wird den flächten sofort nolisi) ert werden.

Konstantinopel, 29. Sept. Auch hier ist die Kriegserklärung bereits bekanntgegeben.

Konstantinopel, 29. Sept. Tie Antwortnote b e r Pforte auf bas italienische Ultimatum wurde heute früh der italienischen Botschast übermittelt. Tie Pforte erklärt, daß sie bereit ist, über wirtschaftliche Zu­geständnisse an Italien unb bie Anerkennung der besonderen Interessen Italiens in Tripolitanien zu ver­handeln unter der Voraussetzung, daß der S t a * tuSquo beibehalten wird und die Lkkupation nicht erfolge.

Berlin, 29. Sept. Ein von heute aus Malta soeben eingegangenes Privattelegramm meldet, zwölf ita- lienische Kriegsschiffe warfen vor Tripolis Anker. Man ertvartet, daß nachmittags Mannschaften landen.

Rom, 29. Sept. Sonderausgaben der Blätter mel­den: Tie italienischen Schiffe kreuzen vor Tripolis auf hoher See unb richten ihre Schein­werfer auf ben Haien. Ter DampferHercules" ist heute früh mit 500 Europäern von Tripolis ab- gegangen. Ter DampferAdri a" mit bem apostolischen Präs eilen Pater Bresciani ist bort angekommen.

DieTribuna" meldet aus Tripolis: In der vergangenen Nacht herrschte große Auiregung unter Türken unb Arabern. Nachdem sich tic ilalicnifch.n Eeärbres zuerst dem Lasen genähert hatten, begaben sie sich wieder auf bic bofc oct, doch sind mehrere Lchtsfe sichtbar. D.e gesamte Bevölku- rung lagert am otranbe. Tie Terrassen aller Häuser find dicht von Menschen besetzt, bi: die italienischen Schisse sehen wollen.

Tie Kriegserklärung Italiens.

Konstantinopel, ... Sept. Tic Kriegserklärung Italiens wurde heute nachmittag durch ben italienischen Geschäftsträger auf der Pforte überreicht unb kurz daraus in der ganzen Stadt bekannt.

Öi o r n a I c bt ui i u oerö-entlieht cjic Reihe von Dokumenten, die sich auf Zwischenfälle beziehen, welche die Türkei gegen Italien hervorg.mfen hat Diese Zusammenstellung wurde von der Koniulta an alle Ver­treter Italiens im Auslände geschickt. Ter Zusammenstoß, der so plötzlich zwischen Italien und der Türkei zu er­folgen scheint, sei nichts als die Folge einer ganzen Reihe von Belästigungen, bie sich die türkischen Behörden gegen Italien und gegen Italiener hätten zu schulden kommen lassen.

Tribuna" schreibt: Tie Antwort der Türkei stellt sich als ossenbares Verzögerungsmittel dar, erstens, um von diplomatischen Gesichtspunkten aus Zeit zu gewinnen und zweitens, um die für bie Landung günstige Zeit voruberstrcichen zu lassen. Das Slait will weiter erfahren haben, baß bie Konsulta dem türki- schen Geschäftsträger Seifcddin Bey einen Paß übermittelte und Baron Bordorano zu ihm ent­sandte, um ihm einen Reseroewagen für die Reise unb alles, was er sonst wünschen tönnie, anzubieten.

Tribuna" sagt wcner: Tie künftigen Opera­tionen würden )e£t durch die Schis s Estadres beqoa-

nen werden, bi? vor Tripolis iccuztcn. Denuiächst würde eine militärische Expedition unter General E o - n cva folgen. Tic chii < rierte Depesche, die daS U 11 i m a t u m enthielt, sei von Rom am 26. September 3 Uhr morgens abgegangen, in Äonstantinopel am 27. um 1 45 Ul r angclomin.il unb dem italienischen Gesäraftsträaer am 28 September 3 Uhr früh zugestellt worden. D<t Zweck biej cd ..c auövers fei gewesen, einen Tag Zeit zu gewinnen.

Tie ersten Schüffe.

A t h e n, 29. S.pt. -d .i.tii^iaiibent BenizeloS hat auß Vcni.fa am Meerbusen von Arla ein Telegramm er» Galten, wonach italienische Kreuzer zwei tür- . i s ch c T r a n s p o r i b a in p s e r, die Truppeniaoungen an Zorb hacken, verfolgt unb beschossen haben. Die .i. rltid.cn Schi se 1 ätten sich daraus nach der Müftc von > ccvcna im tuiuic^en EpiruS geflüchtet.

E.oe türkische Mtoifterkrisis.

Konstantinopel, -'.«.Sept. Lv laufen e r ü d) t c um, die einen Minis.envcchfel nicht au.-geschlossen erscheinen laifCti. Man spricht über die mögliche Bilduitg eines Kabinetts unter uiatnil ober Satd. General 9lobi* laut unb bic übrigen in türkischen Diensten besinblichen italienischen Gcnbarmerie-Lffiziere sollen heute Lonstanlitwpcl verlasfen. Rach griechischen Mel­dungen begannen von türkischer Seite Trtip­pe nkviizeittrationeu an der thessalonischen Grenze. 28 Kanonen sind in Elafsona cingetroffen

Paris, 29. Scpt. Die Agence >?avas meldet auSH Koiinantiiiopel um 10 Uhr abcuos. I.alten hat der Tür­kei den Krieg erklärt. Tas M a b i n e 11 Hatti P a s ü> a hat demissioniert. Satd Pascha ift zuin Grofe- ioefir ernannt worden, Äiämil Pascha zum Minister des Aeußern; Mahmud Schef kel Pascha bleibt striegSminiftcr. Ein zweites in Konstantinopel um 10.30 Uhr abends ausgegebenes Telegramm besagt: Ita­lienische Truppen find in Tripolis unb Ben Ghazi an l!an b gegangen.

Ter türkische Mimsterrat und die Preße.

Konstantinopel, 29. Sept. Uebcr tun AuSgang des Ministerrates, der bis nach Mitternacht bau ne, ui nicht» Authentisches bekannt. Tie gesamte Presse bcfunDet bie schärfste Entrüstung über daS Vorgehen Italicns. Tanin" erklärt, uie Türkei werde zu ihrer Verteidigung ben Mrieg erklären uns sich mit allen Mitteln an veu Italienern rud.cn. I en i Gazc11a" bezeichnet das Vorgehen Italiens als pvluiiche Räuberei uns sagt, Italien liehe zedes mcnidilnhc Gesühl beiicite. Tie Annahme des Utttmaiuins wäre die Vernichtung des Hebens der Türkei.9t(em bar" kritisiert bic Haltung der Regierung, welche durch eine lahigere erietzt iverbni müsse Saba h ' hebt die Erunoio igtcti des Vorgehens Italiens hervor, welches ohne cnicn Zwud-cnsall bas Ultimatum über­reichte und betont bic Rotwcndigleit einmütigen Handelns der Lttomanen zur Vcrtci i,nmg des Vaterlandes.

Ausrollung der Kretafrage k

Die WienerReue urcie Pre,ie" tneldet: In diplo­matischen iireiien, ivelchen bie Absichten der türkischen Regierung befannt |tnb, verlautet, die Türkei habe die Absicht, an Elriechenland in der energischsten Form heranzutreten und zu verlangen, dafe bas Kabinett in Athen in der kürzesten Frist fein Desinteressement an ttreta erkläre. Wenn das Labinett in Athen feine zufriedenstellende Erklärung abgebe, glaubt man, dafe bic Türkei sich bazu entschließen werde, militärische De­monstrationen an der Grenze von Thessalien aus- zitführen.

Ter Schutz der Italiener in der Türkei.

Tie Scriincr uocrcsponocn.cn occTvio^na" und deS Giornale d'Icalia" tci.cn m.t, daß Deutschland den Schutz von Leben und Lngenlunt der in der lurtct wohnen­den Italiener übernommen habe.Tribnna" undGior- nale d Italia" heben die Loyalität Deutschlands hervor.

Zweifelhafte Bürgschaften.

Rom, 29. Lept. o-tc italienische Regierung wird für die Italiener wie für die Angehörigen der an­deren Rationalitäten in Tripolis unb Eyrc- naika mit allen ihr zur Verfügung ftehenbcn Mitteln forgen.

Wien ,29. Sept. An ber Wiener Börse wurde heute ossiziell mitgcieilt, eS geschehe alles, um die italienisch- türkische Angelegenheit zu lokalisieren; es fei nicht wahrscheinlich, dafe die osterreichifchen Interessen berührt werden.

Tie deutsche Levoute-Linie teilt mit: Degen her in «tapond cingctretencn politischen Verwicklung ift bic "Jüterannahmc nach tripoliianisck)en Hafenstäbten eingestellt worben.

Eia französisches Kriegsschiff.

Toulon, Sept Dem PanzenreuzerErnest Renan" ging ber Befehl zu, rocg*n oeö nalieiiisch lurli,chcn Konflikts im Laufe bey Rachmittags alle Vorbereitungen zur Ausfahrt zu treffen.

Tie italieaifche Presse.

Rom, 29. Sept. Tic Morgenblutter zollen bem Ulti­matum an bte Türker )omü ber Rote an bie Vertreter Italiens an ben Balkan'taaten Beifall.

V i t a" sagt, ein längeres .jögern hätte nicht nur Italien einen großen wirtschaftlichen und moralischen Scha den zugefügt, sondern auch einer anderen Macht oen wand und das Recht gegeben, Tripolis zu besetzen.

P o p o 1 o R o m a n o" betont bte Wichtiglett Der Role an bte Vertreter Italiens in den Balfanstaaten, die fine Bestätigung sei der von Italien beständig verfolgt.n Pol" tif zugunsten der Aufrechterhaltung des Statusquo in Der europäischen Türkei.

Giornale d I t a l i a" schreibt: In der Aonsulta wie in der tüctischen Botschaft blieb man gestern aucni>