Ausgabe 
24.3.1911 Zweites Blatt
 
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Kaollar

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Beigeordneten-Wahl!

Unter Bezugnahme auf das gestr. Inserat über die Empfehlung deS Herrn Fritz Weinrich sei folgendes zu bemerken:

Der Ausgeber genannter Annonce weitz nur zu gut, daß er in erster Vinie durch die vielen hier ansässigen fremden die grötzten Vorteile hat, sei er nun Schreiner, Wirt oder sonst etwas.

Jede aufstrebende Stadl oder Ortschaft dazu rechnet man Lollar doch auch sucht den Fremdenverkehr zu heben.

Was märe denn, verehrter Herr Einsender, unser Ort, wenn wir hier nicht eine grünere Industrie hätten, durch welche der Ge­schäftsverkehr herbeigesührt resp. ergänzt wird?

Lollar Hai wobl annähernd 50000 Mk. Umlage. Hierzu be­zahlt das hiesige Eisenwerk den Löwenanteil, dann kommt die Eisen­bahn. Und die Leitung, Beamte usw. dieser Unternehmungen? Meistens Frenrde. 11986

Nun kommen hier die hiesigen Gewerbetreibenden, grünere wie kleinere andere Geschäfte hinzu, die aber alle noch ein ganz er­quickliches Teil zur Geineindeumlage hinzu steuern, dann Beamte, Arbeiter usw. Betrachtet man sich nun alle diese Steuerzahler, so sind es natürlich meiuenteilS Fremde, bezm. keine Eingeborenen. Datz die Vertretung des Gemeinderats aus cn. 2/a der Mit­glieder aus nichleingeborenen Lollarern besteht, zeigt doch nun ge­rade nicht von Stumpfsinn der Fremden. Oder meinen Sie die Fremden seien nur dafür da, um blofj Steuern zu zahlen?

Da Sie in Ihrer gestr. Anzeige auch die Vermögensverhält­nisse erwähnen, so sei Ihnen daraus er widert, das; auch in finanzieller Hinsicht unter den fremden Leuten sich immer noch welche finden dürften, bei denen die Möglichkeit nicht so nahe liegt, datz ein Ver- mögensversall eine baldige Neuwahl noiwendig erscheinen lägt.

Es sei hiermit an alle Nichteingeborenen, sowie auch an alle rechtdenkenden Eingeborenen von Lollar, appelliert, da es nicht die Absicht ist, Fremde und Nichtfremde in zwei Lager zu teilen ihre Siimine nur einem Manne zu geben, zu dessen Persönlichkeit sie das Vertrauen haben, datz dieselbe die Interessen deS Ortes nach innen wie nach nutzen in würdiger Weise zu vertreten versieht.

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Beigeordneten - Wahl Lollar!

Allen Wählern, denen daran liegt, Männer in der Gemeindevertretung zu Haden, die offenen Blick und objektives Urteil besitzen und die bestrebt sind, die wirlschastlichen Ver­hältnisse der Gemeinde auf gesunden Boden zu führen, empfehlen wir als Beigeordneten zu wählen den

Schreinermeifter

Heinrich Geißler VII.

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beseit. Kopfschmerz, Schlafl.nerv.Unruhe. ä 1.00 AI. Pelikan-Apoth.

Ludwig Hofmann V. einen trf0rt»tn, mWiWW Arger. Bcigcordnctcnlvnhl Lollar.

Allen Wählern und Einwohnern, denen daran liegt, Männer in der Gemeindevertretung zu haben, die offenen Blick und objektives Urteil besitzen, und die bestrebt sind, die wirtschaftlichen Verhällnrsse in der Grmeindeveripaltung auf gesunden Boden zu führen, empfehlen wir als Bei­geordneten zu wählen den

Schreinermeifter

Heinrich Geißler VII.

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Aiglordmienwuhl in Lollar

Bei der am nächsten Sanlstag stattfindenden Beige ordnetenwahl gebe jeder Wahlberechtigte dem aus allen 6r werbsschichten vorgeschlagenen Kandidaten, Herrn

Landwirt und Schuhmachernicister

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seine Stimme.

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