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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- firafee 7. Erpeduion und vertag: «MO bl, 9leb<xfticn:eaa>112.IcL-9lbr.:9Inietger®ie6en.
hirthr Zernflug Nürnberg-Leipzig-Verlin.
Hirlh hat heute früh den seit einigen Tagen beabsichtigten Flug unr den üathreiner-sPrets von Nürnberg aus angetreten, nachdem er abends aus Puchheim (Cber^ bauern gekommen war. Wir erhielten folgende Draht- nachrichten:
P u cb heim (Flugplatz), 29. Juni. Ter Flieger Hirth ist nut seinem Passagrer Ti er la mm heute abend 6 Uhr 30 Min. zu der Fernfahrt Nürnberg-Berlin als Bewerber uni den rtathreinerpreis gestartet.
Nürnberg, 30. Funi. Heute früh um 4.30 Uhr ist tzirth zu seinem Fernflug nach Leipzig und Berlin ausgestiegen.
Leipzig, 30. Juni. Hirth erschien um 6.35 Uhr über Weißenfels und landete kurz vor 7 Uhr auf dem hiesigen Flugplatz.
nationaler Deutscher Rundflug.
Wesel, 29. Juni. Bo11möller in beute 'ruh um 7,11 Uhr bei Havixbeck auigeflicgen, um nach Wesel zu fliegen; er mußte jedoch, itad?bem er eine l)albc Shinb: im N ebcl betum geirrt war. bei Demo abermals landen, da das Wetter zu schlecht geworden war und er außerdem die Cricntierung verloren hatte.
fie Versuchsfahrten fortgesetzt werden, um lcmnische Neuerungen zu erproben. Tann sollen Passagicrfahrten am See oorgenommcn werden.
Freitag, 30. Zimt |yst
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Universitär--Buch» und Steindruckerei.
R. Lange, Sieben.
Automobil-Vertreter: W Uh. ilarecL tih-**en.
Für Fahrräder: Adam Kircher, G'ie**cn. Bielehntru»8(>.
cuftschissahrt.
Ter in d i c Nordsee getriebene Ballon gefunden?
Lübeck, 30. Juni. Fn der Gegend von Neunadt in Holstein bemerkte ent au» dem Felde rocikneer Arbeiter einen g i o b c n Luftballon, der unweit von ihm au Bodvn tarn. Er eilte hinzu und barg mit Hilfe eines anderen Mannes den Ballon, Zeisen noch halb gefüllte Hülle mit einem starken Nen umschlossen war. Bon der Gondel war dagegen nichts zu sehen und auch eine Nachsuche in der Umgegend brachte feine Einu von ocr Gondel und ihren Insassen. .Der Ballon trägt den Namen „E o n t i nen tal". Er ist so gror, baß er erst völlig entleert werden mußte, um in einer Scheune unlergcbracht werden zu können.
Eine m e r k w n r b i g e Verfügung.
Köln, 28. Juni. Während cs den Mitgliedern des Vereins für Lnftfchiffahrt von Köln erlaubt in, Neuß zu über'liegen, wo sich einige Forts der Festung rtöln beiinben, bot das Kölner Gouver nement den Cii.ijicren, die sich als Passagieie an dem Flug bc teiligen, verboten, Neuß in den Lü'ton zu oassieren. Daraufhin hat der Kölner Verein für LuitschiffaHrt jamilidK umfliegenden C'fijicre als ?.|iitg(icbcr ouigenommen. Damit war das Hindernis iür deutsche L'siziere bcicüigt, eine beundtc Festung ,u über fliegen, irav bisher ein Privilegium eines Vereins von ^öln war.
Friedrichshafen, 29. Funt. Die heutige Probe fahrt des Luftschiffs „Schwaben", die bei schwachem Winde vorgeuominen wurde, ergab nach eingehender Prüfung ein Ergebnis, das die Erwartungen noch übertraf. Es wurde eine Geschwindigkeit von über 19 Metern in der Sekunde sestgestelll. Bei dem Lause zweier Motore betrug die Geschwindigkeit 16,5 Meter. Die Maybach Mo :ore, die auf dem Versuchsstand des L. 3 durch jahrelanges Arbeit eit burdigebilbct find, bewähren lich derart, daß man hoffen kann, endlich dem Fdeal Des betrieb sicheren M o t o r s nahe zu jein. Fn den nächsten 14 Dagen werden
uicht einmal bet parlamentarischen Genehmigung beharr, im Fmeresse Hessens abzuändern Fm Gemeinichaft-- vertrag stedt z. B„ daß die Poften unter 100000 Mk. von der Gemeunchatt, die über 100 00U Mk. aber von dem Sinzelstaa, getragen werden Man sollte dahin streben, daß die sog Ver waltungsgrunbfäne in Preußen als variabel angesehen werden und Ptnuctm, ob diese ttoRcn, die letzt der Emzclitaat zu tragen hat, aut die Gemeinschaft übertragen werden Es muß aber auch hier mit großer Vorsicht oorgegangen werden, denn es konnte aud) möglich sein, daß wir uns dabei schlechter ständen, zollte es sich verauSstellen, daß wir uns dabei besser sieben, w würde namentlich im Hinblick auf die doch wohl in absehbarer occk cmiuTuhrcnöc Elektrisierung der Bahnen grosser Wert daraus zu legen sein, daß diese »losten gemeinsam getragen werden Das würde ja alles nur eine bescheidene Ab'dstagszablung bei diesem groften Mampic sein. Wenn mehr erreicht werden sollte, so mürbe id) mich außerordentlich freuen. Fch schließe mit dem Ausbruck per llcbcrteuguitq, daß der ganze Streit um die Etsenbabitgemein- ’.d’art nichts gesdtadel hat, weil er mit Nalurnotivenbigkeit zu ber Erkenntnis führen muß, das; wir endlich aus föderalistischer Grundlage zu einer R e i ch s e i s e n b a h n g e m e i n s ch a i t kommen müssen. Dieser von Bismarck angeregte nationale Ge danke zur Schaffung einer Rcichseisenbabngemeinschaft muß in Erfüllung geben, es sei denn, daß Deutschland absolut nicht ein sehctt^ wolle, bar, da Einheit herrschen mttf;, wo sie der Natur der Dache nach notwendig ist und Sammlung und Verschmelzung verlangt wird. Es war ein Hesse, der Mainzer Eisenbadudirettor Endres, der diesen Gedanken ui UebcrcinRimmung mit Friedrich List sckwn theoretisch durchgearbeitet bat. Dieser Gedanke kann aber nicht von den Einzelitaaten verfolgt werden, er muß vom Reichsparlament audgehen, und dann können mir sagen, daß auch der hessische Staat seinen Anteil daran hat, rncil er mit der Gemeinschaft den ersten Schritt dazu tat. Und dann wird man auch wo bl Hessen manche Vorteile ähnlich wie beim Follvertrag vom Fabre 1828 zugestehen und Rücksicht nehmen müssen auf die Beschwerden, die von dem hessischen Staat in bezug aut den Gemeinschaftsvertrag erhoben werden. iLanganhaltender SöenalL)
Nach kurzer Pause, in der die Ausführungen und Anregungen des Redners lebhaft erörtert wurden, teilte der Vorsitzende mit, daß sich zwar ein Redner zum Wort gemeldet, aber selber daraus verzichtet habe, da er längere Ausführungen zu machen hätte und der Vortragende mit dem letzten Zug wieder abfahren wolle.
Handel.
— ElektrizikälL-Aktien-Gesellschaft vorn«. W. La hm en er &. E o. in Frankfurt a. M. In der ordentlichen (veneralDcriammlung wurde die Dtuidende aus 4 Prozent festgesetzt gegen ö Proz. nn L-orjahre und 6 Proz. vor zioei fahren. Auf Anfrage tvnrde mit.jetcdt, daß die Gesellschaft wieder höhere Dividende bezahlen werde, sobald dies die Felten & ©uilleaumc- Lahnieyer-Werke vermögen.
niärhc.
fc. Wicsbavcu, 29. Funi. Heu- nn d Strohn, ar tk5 Angefahrcn waren z2 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: Yen alt 3,00-7,40 Mk., neu 4.bi-—6.00 Mk., Stroh iRicht- stroh) 4.40—5.60 Pik. — F r u ch t m a r k t. Ha'cr 18.60—20.00 Mk. Alles für 100 fli(o.
-ch. Weylar, 29. Juni. De. Regierungspräsident hat die Ab- haUrmg von S ch w e i n< n»ä t! t t n m: Kreise Wetzlar unter der Aedingung wieder g c r: a 11 c i, bng e.: diejen nur -Lrcre ans dem hiesigen Breise zugela'icn werden. EinZulnev au6 anbeten Frei'en dar' nicht erfolgen. Am 26. Juli '-.irden ;u Wetzlar und ant 77. . i zu BiaunfelS die Juli-Märkte 'tau.
Preußen und dazu um dort der Bctri. öSkoeffizient wesentlich niedriger als in Hessen, während das 'Jhtlagctapitai ungefähr das gleiche war. Man hatte die hessische Ludwigsbahn ja eigentlich noch billiger erwerben tonnen, ab r man bat schließlich noch etwas drausgelegt und ;w.rr in dem denkbar günstigsten Geldmomente. Es dar! bei dieser Sachlage auch nicht nbersehcn werden, daß Hessen das dichteste Eiscnbahniietz in Deutschland hat Auf einen Slilomctci Eisenbahnen bat Preußen 1212 Einwohner, Hessen nur ö7ii und auf den CKibratfiiomclcr Bodenfläche Lunincn in Preußen 10, in Hessen dagegen 181 _■ Kilometer Eiienbihnen. Es wird weiter behauptet, in Hessen fei der Verkehr viel größer gewesen, als auf den preußischen Strecken. Es hat ,üh nach einer Statistik von 1897 1909, die der Redner näher anführt, aber als ganz unverbindlich bezeichnet, ergeben, daß sich z. B. die Fall der abtzescrtigten Frachtbriefe bei der Mainzer Direktion auf 11,8-', in Frankfurt auf 09, >>.'». in Möln auf 55,04 und im Saarbrücker Eiienba!ubezirk auf 56,8 stellt. Ao ist da der viel größere Verkehr iür Mainz zu finden? Und wie frchi es mit tvr Behauptung, daß das Anlagekapital für die Eisenbahnen in Hessen Härter überschuldet fei a* • in Preußen? Das^2lnlagetapiia! ist leit bei Eifenbahngemeinschaft in Preußen von 7,l^Nilliarden om 1<)’ •.Piuiiaröeu gestiegen, und in Hes' n s .eg die Summe von 235 ai" 511 Millionen. D i-s und ao'o ’ür Preußen 11 Prozent,
proseffor vr. biermer über den preutzisch -hessischen Gemeinfchaftrvertrag.
(Schluß.)
Lhne Verstaatlichung der hessischen Ludwigsbahn würde sich Ungcmessene getriebenen Aebenbahnvoluik jept ein bnb u "nnde.ten,. einer Million Mors mbriidi rür ' ” , <?1C allgemeine Steigerung Der Lohne und ta
loMaimitiidxn, ScrmUfbtunarn, die ?fir eine Staarsver^altun! durchzuführen find, sowie oie Motten für die Ausrüstung usw wurden weiter mindcttens eine halbe Million erfordern. Alles in allem rechnet der Redner einschließlich der nnmitabkn Limen niu einen .Mnnubendmn von IMMioOo Mark heraus. Statt beiicn Weltte it* aber der Reinül,er schuß in den ersten Fahren dar Go- mcintchau ant 2'r Millionen. Seit Bestehen der Geineinschast wurden ?».■ Millionen ^dtulbcn getilgt und 33 Millionen konnten nir allgemeine ^taatayvede verwendet werden. Das sind doch Lummen, die für Nch > prellten Aas hat denn Hessen von seinen Enenbahnen vor der Gemeinslltaft gehabt nnd was würde es gehabt Itabcn, wenn es isoliert die Ludwigsbahn besäße'-' Hessen batte ohued.es nur die heuitäten, nicht aber guch die preußischen Strecken erwerben können und somit hatte man auch hier in deut hesttichen Be,itz nur einen Torso gehabt. Freilich wird man nidjt dt.- Tatsache bcitrciten können, daß 3 Prozent der Teilungs- zt"er mehr s,nd als 2, und daß mir, wenn wir in diesem 3ahr auf Grund dieser Ziffern 21 anstatt 11 Millionen bekommen hätten, dies 7 Millionen mehr gewesen wären Mi5 den ( Millionen Mehrertrag hätten wir spielend die Besoldung^ rewim machen können. Cb aber Preußen diese Millionen nur anä reiner Briiderliebe heransgeben mürtu-So muß man fragen, njri! es manchen Politikern gefällt, die hessischen Finanzichwiel'ig keilen ciiiTadt auf den Gemeinschastsveiirag abzuw.il-,en. Potitiillte Unchrlidifeilcn habe ich in meinem lieben massenhaft erlebt, aber taö nt dock) das höchste allerdings politische Unehrlichkeit nnd eh-nib unerfreulich ist, daß sie and) viel Beifall und Glauben findet. Freilich weiß idt nicht, ob der Glaube ganz ehrlilli in. Jufiimimtitg Es tvirir von den (Gegnern besonders hervor gehoben, das; das Fahr 1894 als Nonnalberechnungsjahr un günstig gewesen sei Ein früheres Mitglied des Verwaltungsrats der Ludwigsbahn hat dagegen in der 1. ftammer darauf hii gewiesen, daß es ein giinsiiges Fahr war, beeinflußt durch große Feste in Mainz unv. Weiter würd' getagt, daß der Ertrag, der diet'em Aorinaltalir ,»gründe gelegt wurde, zu nichtig gnocf.it i i ?i'-- habt sich im Herbst 1897 gezeigt und Güterverkehr ucrfiopfle; das wurde als ein Bestreben Preußens aufgefaßt, den Verkehr umzuleiten. Ter Redner geht am dieses Thema noch näher ein und bemerkt, er bestreite nicht, daß Preußen beit Verkehr umgeleitet habe vor der Gemeinslliaft. Aber damit
e anderen Bahnen auch tun W nn . ein Prämie für Umleitungen gegeben n n den .i ürde, iipnji myfjtpu iw hie noch lebenden Mitglieder der hessischen Ludtvigsbahn erhalten. Seit den 60er Fahren hakte fidi eine große Bewegung gegen die preußisll-en Bahnen gezeigt, >s tvurbyn Umleitungen besonders durch den Hof Meininger verband, die rheinischen und die Köln Mindener Bahnen und die Ludwi isbiihii vorgenoinmen und es sollen uch in den Akten dieser Bahn Beweise betindcn, dat; Uuileitiiugön von 150 und 154 Milo ne. tern erfolgt sind. Das Hütigrlbestreben ging dahin, den ganzen Bcrlebr von Fraulsurt über Mainz abzulenken. Und hat den» die Ludwigsbahn Rücksicht genommen ans ihr eigenes Heimat Lane? Ii? Riedbahn wurde als slonkurrenzlinie gegen die Main Neckar bahn gebaut. Cher hat bi: hessisckic Ludwigsbahn nur einmal, ein: unrentable Bahn ans eigener Tasche und ohne Skaatszu'chuß gebaut? DaS in den Aktionären gar nicht cingeiailcn! Bon. Preuße» i.t die übliche Umgehnngsgten,e von 20 Prozent damals gar nicht oder doch nur unwesentlich nverschritten worden.
Bor der Eisenbahngemeiusdfaft hatte Preußen eine Eisen balnrente von beinahe 7 Proz Es wird nun besonders moniert, das; Preußen eine so Hohe, Hessen aber nur eine Rente von euva. 4 Proz. habe. Fa, Preußen hat 20 Fahre früher seine Eisenbahnen verstaatlicht und pal tüchtige Finanzminister gehabt, die eine geinnoe Finanz- nnd Eifenbahnpolitik befolgten, tvas eben in
Dcrmifcbtcs.
• E i n verdächtiges Reiterstückchen beschau,gt die Schöneberger Ar,m,na|poli,r^ Am 13 d M, nachmittag» zwischen 3*/i unb 4 Uhr, bewegte der Diener einet Prinzen dessen Pferd, einen Schimmel, au' dem Kurfnrstenbamm. Plötz lick, tourbc er mit den Worten: „Halt' halt!" angerufen Einer .Nrafkdroi'ckike, die au» der entgegengejetzten RillNung gekommen war, entflieg ein Jbcrr in Reitkleidung. der zu dem Diener tagte „Gut. daß ich Sie treffe. Fch habe bei Fbnen angeflingclt eie waren aber schon fort. Fch will Für Pferd reiten." Der Diener übergab dem .Herrn auch den Schimmel, der Reiter 'tbroang sich m den Sattel und galoppiert, davon 'Jhin glaubte bei Ticner, daß das Pferd burebgehe, imb rief Leute, die au» der anderen Richtung Tarnen, an, sie mochten dem Reiter Hilfe leisten. An bei Ecke der Eisenzahnnraße hielten denn auch ein Herr und eine Dame, die ebenfalls ritten, den Schimmel an. Der Reiter empfing den Diener, der nachgelaufen war, mit den Worten: „Sic haben wohl Angst, baß ick» ansrücke?" Fetzt erst kam dem Diener die Geschichte verdächtig vor, und er forderte den Mann auf, mit ihm zur Wache zu fomnrru. Der Herr unb die Tarne ritten in diesem Augenblick weiter, da e* anfing zu regnen. Ein Stück Weges ging der verdächtige Reiter ruhig mit, plötzlich aber eilte er in eine Nebenstraße und verschwand, ühnc Zweifel handelte es sich also »m einen Schwindler, der darauf anögegangen war, das Pferd an sich zu bringen.
* E in e geheimnisvolle Geschichte wird ans London berichtet: Am letzten *y Ion tag trafen bei einem erst feit wenigen Wochen in London wohnenden jungen Herrn Vogt seine Mutter, eine toohlhobenbe Witwe aus Bremen, und in deren Begleitung eine IlljährigeGesellschafterin ein. Der junge Vogt ließ die Mofier ins Haus bringen und bat die beiden Tarnen, ihn zn dem ^lahnhof zu begleiten, da er eilig zur Stabt geben müßte. Auf bem Bahnhof, der nur 5 Minuten von seinem Hause entfernt liegt, verabschiedete er sich unb beschrieb ihnen den Rückweg. Seitdem soll jede Spur von beiden Tarnen verschwunden sein. Frau Vogt trug eine Börse nm den Hals unb eine Bronzemarke, deren vorzeigen sic bei ihrer Bank in Bremen zur Abhebung von Geld berechtigte. Sie trug ferner zwei Tiamantobrringe unb vier Ringe mit Diamanten unb Rubinen, sowie eine golbeng Brosche mit Perlen unb Diamanten. Alle Nachforschungen nach den Tarnen waren bisher vergeblich. Es wird befürchtet, daß sie Verbrechern zum Opfer gefallen sind.
Kleine Eageschronik.
Beim Neubau des Marienkrankenlmufes in rtaffc-f stürzten durch Bruck) eines Tragbalkens sieben Arbeiter etwa zehn Meter ab. Fünf wurden sehr schwer, zwei leichter verlest l. — 'Beim Spielen in älter Sandqrttbe im Kasseler Vorort Nieder-Swcren wurde der Schüler Brinkmann ver fch ulket und getötet
Zn Leipzig ist der 27jährige Ratserpedicnu Lüp- ferk nad) Ilnte rschlagung von 2900Ö Mk. slüchi^. Auf seine Ergreifung ist eine Belohnung von 500 Mr. festgesetzt.
Fu Dem ehemaligen Kasern en gebäude in der Slleraiibcr- straße au Berlin brach Feuer aus, das in Dem Treppenhaus seinen Ursprung genommen hat unb bann die Türen unb die angrenzenden langen Wohmingsstrnc ergriff. Die in großer Starke angerüdtc Feuerwehr rettete, da baS Treppenhauü völlig verqualmt ivar, mit sechs mechanischen Leitern, RettungSapparalen und Epriiiigtüchern 36 Personen. Zwei P e r f o n e n erlitten Rauchvergiftungen. Eine 72jährige Arbeiterin wurde vor der Tür ihrer Wohnung bewusttlos aufgefunben. Sic skarb im Krankenhaus.
Bon einer größeren Geldsendung, die die Bank von Frankreich am Dienstag an die belgische Nationaibank sandle, kamen auf dem Nordvahnhof in Brüssel Met Säcke mit je 10000 Franken in Fünstrank Stücken abhanden.
Fm Konstantinopeler Sladtteile Hagia Sofia brach nachts bei Sturmwind ein Schadenfeuer aus, wodurch ein großer Teil des Sladttetls eingeäschert wurde Das Feuer wurde erst am Vormittag bewältigt. Der Scha- den ist bedeutend, er trifft zumeist israelitische Familien
Fn Atlanta (Georgia wurden drei Neger, die eine Weiße vergeivaltigt Ijatten, von der Menge dem Polizei- gesängnis entrisseii nnb durch Äushängen gelyncht Belm Durch|uchen des Gefängnisses entkamen viele Ge- f a n gene.'
Kuranstalt Hofheim
--(11 Stunde r'~. Frankfurta.M.». für£r->c. an
Nerven- und innere t\ranke. Sor. er cnc Wirt» ---------- Prospekte u jreb ----------- Or. M. Schulie-Kahleyes, Nervenarzt. ■
Gerecht-saal.
F. B. Tarmstadt, 29. Juni. TaS Kriegsgericht der 25. Divi'wn verurteilte heule bcu Unteroffizier Heinrich Jung auS Kirch-GönS, der die gegen ihn wegen Bedrohung vorn Standgericht erkamite Strafe von 8 Tagen Gefängnis angefochten hatte, statt deren au 20 Pik. ßiclbfttafe. Er hatte nach einem amts- gcrid)tlid)en Termin, in dem er den Cffcnbarung6cib leistete, die Klägerin, eine frühere Geliebte, aus Acrger über bereu Schritte, durch drohende Aeußernngen von weiterem abzuhalten versucht.
Berlin, 29. Funt. In der Blage der früheren Hebbel- Theater-Gesellsdiaft gegen Hermann 9111 f e n auf Nüdzahlnng von 17 000 Mk. zu viel gezahlter Wage wurde heute mittag vom Landgericht II als erster Instanz das Urteil verkündet: Rissen wurde zlir Rückzahlung von 3900 Mart und zur Tragung der 5kostei'. m einer Höhe von l': verurteilt. Tie Klage stutzte fid) d'arckiä, daß Nissen beim Ätbschtuß be5 BerkrageL feine frühere Gage als Schauspieler am Wiener Burgtheater z»i hock) angegeben und dadurch die Hebbel-Theater-Gesellschast zu einem für Nissen günstigeren Vertrage veranlaßt habe.
i:: He>1; ; auf !,1 Prozent, bei bcu Rcillisei|LUbLtznen aui viirdi schnütlic,' 4,3 Prozent, m BMiern 3,95 Prozent, in Wiirttem berg 3,0 Prozent, ui Baden 3,V3 Prozent. 2^."'.'' "-2 "'
Eisenbau:'chulb io getilgt hakt/ wie Pt-.ußen oder wie^rs nach den (H. f r i • b ahn ui berffijü ’' c: i möglich war, >o würbe d:. Litnttion Ivcxitc lu’cntiid) bei’er ’ein. Daß Preußen ein Meiner in ber
nie H en en bagcgeii mir 38,5 Prozent. 2Uir einen Kilometer Bahn lange Imechnetc 'iri) früher in Preußen bas Atüagckaviiol auf 283 dii, in Hessen dagegen auf 271 Mark, unb es stieg int Fahre 11'09 m Preußen mi 289, in Heuen au* 279 Mark, es c.ntg ai'-.- .n Prenßcn nm 11, in Hessen nm IIS Prozent während der rritifdKn Feit in >ie Höhe. Es ist alfo nicht richtig, zu bc- l.auprcH. >aß bos Anlagekapital in Hessen- stärket geiuadncn ici, als i ! Preußen. Die Geiamtrente betrug bnrcknchnittlidi für Preus; >i 8,9 Prozent, für Hessen 1,03 Prozent und stellte sich rm Fabre 19<J9 für Preußen auf 5,91 Prozent, nir Hessen au 3,87 Prozent Tic Rente des G'imrtnetzes i"2t iid> in d r J?i: Yim 1897 -1909 iqu 1 Pro' tt v^.mindert, die für Hc' allein dagegen nur um 0,10 Prozent. Auch aus den weiteren Fahlen ibie der :!i cOitcr ntiljn anslihti ergibt fid), biß die preu ß ifchc Eis en btiljnrth.in der frima.vn <jcu erhebt ick) Harter gesallcn tu, als die hefsiillw. Selbst bas nnerfreulichste Fahr >19'18 hat umemt Eisen'vahribefiy die volle Berzinsnitg gebralln, in den übrigen Fahren aver auch r.od) erhebt icke liedcischüs'.'. Wahrend in Preu neu die bitrclüchnitlliche Verzinsung G Prozent betrug, stellte sie tick' auf !,1 Prozent, bei den rüeicktseisenbatzncn aui burdt
Sch'Bbeuü'.guiiii ist, tnuß ancrkann. werben.
Zum Schlüsse seines Vortrags beantworkeke der Rebn.i noch die Fcagc- Lvas , o 11. r n mir beim nun tun? Sir sollen erstens uichts übereilen, zweiten, n man nicht iü)tmpien_ und drittens der Siaatsreg'erung das Vertrauen schenken, baß ne versuchen wirb, die eine ober die andere Berkragöbestimmuiig,
Ztveites Blast W. Jahrgang
Erscheint ILglfch mH Ausnahme beS Sonntags. ▼ o
T.e ..Siebener Zamilicnbläkter« werden dem Illi V
«^nLeiqer- viermal wöchentlich beigelegt, da, V X JS 3 6 « W I ft 7 Ä I
„Kreisblatt für den Kreis Sieden" zwennal V | l |
wöchentlich. Die „Lmidwirtfchastllchen Seit- _
"""" n,°natlid’,rotunttU General-Anzeiger für Vberhesien


