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Heinrich Roth.
Gießen, den 11. Oktober 1911,
Qko = ßemden, bunte und weihe Oberhemden, sowie Sachen und Bolen ===== In großer Auswahl .. —
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tenfl bei Enoestsbury (3onra), 440 Kilometer. — Ter Steuer isi temnack, rtrie bereits gemeldet, Deutschland. Tas WetNlicgen bed nächsten Jahres um diesen heißumstrittenen Preis wird daher in Deutschland stattfinden.
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Friedrichshafen, 11. CTt Heute mittag traf eine di Mansche Kommission zur Abnahme deS L. Z 9 hier ein. Tao Liftschiff soll möglichst bald nach Köln gebracht werden.
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Der französische Ingenieur Jacques Rabat berichtet in der „Nature" über die Konstruktion eiires neuen, soeben vollendeten kärntischen Wolkenkratzers in Ncuyork, der zwar nicht der höchste, twül aber in der Masse der größte derartige Bau der Welt sein llifte. Ter „Hudson Terminal Building" der Hudson and Man hitari Railroad Company, der sich an dem einen Ende deS unter
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme lbei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante
Else Roth
sprechen wir hiermit unseren herzlichen Dank aus.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
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i auBtr dem Regier iocb viele ^erlrelrr; ^essischen Ritterscda'! r ^erverbonb war mit »• auerandacht hielt H- iilamjotrem Lch«°!.-'
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vm frische Milch zu holen. DaS Gericht erkannt? mit Rücksicht Piräus, daß er durch die Milchvanti cyereicn sich selbst keinen Vermögensvorteil verschafft habe, auf eine Gefängnisstrafe van 14 Tagen.
tllftffbiffnbrt.
Ergebnis d e S Gordon-BenettflugS.
Straßburg i. Els., 11. Oft. Ter Lberrheiniichc Bewein fir Luftschisiahrt teilte die Ergebnisse des Gordon-Benerl-Wctt- 'liegens in Nordamerika, wie folgt, mit: 1. Ballon „Berlin 2" Deutschland, Führer Ingenieur Gcricke-Berlin. Landung im Ji-albf bei Halcombe (Wisconsin), 704 Kilometer — 2. Ballen V „Le Zuchoye" >Amerika), Führer E. Lahm. Landung bei Lacrosse Sticoniin . 590 Kilometer. — 3 Ballon „Berlin 1" Teutim I l"nb>, Führer Leutnant Vogt-Saarburg Landung bei Austin ' Minnesota), 530 Kilometer. — 4. Ballon „Condor 3" (Frank ittd). Führer E. Dubonnet. Landung bei Minao (Iowa . 485 k< lom.'ter — 5 Ballon „Million Population" (Amerika, Führer ' I Bcvrv. Landung bei Mason City (Iowai, 480 Kilometer
6. Ballon „Amerika 2" (Amerika», Führer Aßmann. Lan
km Hudsonfluß gebohrten BahntunnelS erhebt, bedeckt in der lat den außergewöhnlich großen Flächenraum von 7000 Quadrat rtrer. Das 115 Meter hohe Gebäude, das sich als ein , Zwil- lmzsbau" mit zwei gleichgroßen Flügeln darstellt, besetzt 25 Etagen, Ion denen sich 22 über dem Straßenniveau und drei int Sou tlktain befinden. Die verfügbare Totalbodenfläche im Innern Hrägt 100 000 Quadratmeter, der disponible Raum 420001' tuadratmeter. Die Fundamentierung deS Kolosses erforderte bn Transport von 240 000 Kubikmetern Erde; 8300 Kubik titirr Beton wurden zum Bau verwendet, 27 000 Tonnen kt:hl und 17 Millionen Mauersteine. Als Verkehrsmittel in birvc „Stein- und Stahlkiste" dienen 39 Aufzüge (bao.n 22 „Ex Iceß-LiftS", die bis zur elften Etage gehen, sowie 6 Auszüge lut Beförderung der Waren, Lebensmittel, deS Gepäcks der Hudson rabtt usw. Im Souterrain befindet sich nämlich der Bahnhof tiefer Linie. Von der zweiten Etage des Gebäudes anS hat man bb:nn einen direkten Zugang zu der vorübersahrcnden „L"-Bahn llstvated Railway) geschaffen. Es sei noch erwähnt, daß nickt Nrißcr als 3000 Telephone den Verkehr im Innern deS , Buil tinp" sowie mit der Stadt erleichtern.
Bei dem Bau deS Wolkenkratzers ist man wiederum der bc- Mieten amerikanischen Methode gefolgt, wonach daS Gerippe des > i t audes ans einem riesigen Stahlgerüst hcrgestrllt wird, das alle las en, inklusive die Mauern, trägt. Diese sind also nur mehr, wie ber Amerikaner zu sagen pflegt, „curtain Walls" ober Mauer , kk rhänge", die bei Der Sicherung der Stabilität keine Roll, svicken Die zwei höheren Souterrain-Etagen werden von dem c'itinnten Babnhof, den Kais und Zugangstreppen eingenommen, nSirrend daS dritte, tiefste Stockwerk (das 17 Meter unter dem (lr.ißenniveau und 12 Meter unter dem Grundwasserspiegel liegt tute gewaltige elektrische Maschincnanlaae enthält, die das Haus trie Heizung, Licht und Kraft (letztere für die Lifts und die im fcwfc befindlichen kleinen Arbeitsmaschinen) versorgt. — Die |jntiamenlicrung des Gebäudes bot erhebliche Schwierigkeiten uctal der Untergrund aus Sand mit hochstehendem Grundwasser »ilanb. Erst unter einer „Bank" von 24 Meter Tiefe fand »an Felsboden, auf dem sich bauen l eß. Die Fundamentierungs e eiten wurden mit Hilfe von 166, mit Preßluft gefüllten. Tiengen Stahlmörsern ausgeführt, deren 51 einen unterirdischen, teer Wasser und Seitendruck schützenden Gürtcldamm um die Fans des Gebäudes herum bilden.
Angesichts der Größe und Schwierigkeit der Konstruktion wird H überraschen, zu erfahren, daß der Hudson Terminal Building lad) elf Monaten im Rohbau fertig war, was einen echt amrri- inischen Rekord bedeutet. Außer den umständlichen Fundamen im ng5arbcitcn war zu dem angegebenen Zeitpunkt das Stahl rrii»pe im Gewichte von 20 000 Tonnen vollendet: einzelne rücke desselben wogen bis zu 23 Tonnen. Das jetzt fertige "jebäiubc beherbergt nicht weniger als 10 000 Personen 1 b die Bevölkerung einer kleinen Stadt. Und wenn man be iinfr, daß sich unter den Bewohnern des Kolosses so ziemlich Bcrulsarten, wie Kaufleute, Aerztc, Ingenieure, Advokaten j dntcchniker und Detektive befinden, wenn man sich ferner pvr jfllt. daß Magazine aller Art, Restaurants, Telegraphen- und i.-tburcaiid das Erdgeschoß einnehmen, daß im Souterrain eine Thia läuft und eine Bclcuchtungs-, Heizungs- und Kraft-Zcn tt: e arbeitet, so dürfte der Vergleich nicht gerade unberechtigt cidK-inen.
Erwähnenswert ist sodann die Tatsache, daß die Hudson Bkniano zuerst nur die Anlage eines einfachen, unterirdischen Aünhoses für ihre Linie beabsichtigte, und daß erst der ungeheure Müs von 12 Millionen Mark für das anzukausende Terrain ffcrci 1700 Mk. pro Quadratmeter) sie zur Errichtung des rie |. ?n Gebäudes bewog, damit der Bodcnpreis sich besser verzinste.
Verzinsung durch eine ungeheure Anzahl von Mietern ist ii den amerikanischen Großstädten bekanntermaßen schon lange I:! uieibende Motiv für den Bau von Wolkenkratzern gewesen, da i Bodenpreise ins Fabelhafte gestiegen sind. Selbstverständlich ßilsteht burd) dieses Zusammenwohnen in 25 und mehr Etagen erc „Dichtigkeit der Bevölkerung", welche die schon so wie so -r '?'unork brennende Verkchrsfrage nur noch schwieriger macht, — bleibt den amerikanischen Ingenieuren ein weites Feld zu 2 t r, energischer Betätigung. O. K.
Vcrmifdifc».
DK. Schausoielcrgehältcr. Erörterungen über die Höhe der Einnahmen englischer Barietö-Sterne gingen jüngst durch die Presse. Es wurde über Emnahinen von schwindelnder Höhe berichtet. Das Land, das sich einstens das der unbe- schränkten Möglichkeiten nennen durste, rechtfertigt seinen alten Ruhm wenigstens noch in dieser Hinsicht, da cs die Honorare der englischen Stars weit in den Sckia.ten stellt Wenn wir außer den Baricte-Künstlern auch noch die Schauspie cr berücksichtigen, so ergibt sich die Tatsache, daß tk-r Schauspieler, der die Rolle des „Sherlock Holmes" in den Vereinigten Staaten mit so großem Crsolge darstel.te, Mr. William Gile tc, tvenn nicht der reichste, so doch einer der reichsten Schauspieler der Welt ist. Durch feine Bühnentätigk.nt ist er zum mehrfachen Millionär geworden. Mr Gilotte ist aber nicht bloß Schauspieler, sondern auch Versass.-r einer ganzen Reihc erfolgreicher Bühnenstücke. Sein jährliches Einkommen ist größer als das des Präsidenten der Vereinigten Staaten. In einer einzigen Theatersaison bezog er an Honorarim für ein einziges seiner Stücke ungefähr 400 000 Mark. Sein durchschnittliches Einkommen als Schauspicler stellt sich auf 40)0 Mark in der Wocke Außerdem crh .lt er noch die Häl tc aus dem Reingewinn. Un er den Sckxulspiclerinnen nimmt Maude Adams ten Höchs:en Rang ein, was die Höhe ihrer Einnahmen anbclangt. Miß Maadc Adams ist Die hervorragendste Künstlerin der Frohman'schen Truppe, ist aber bisher noch niemals in Europa ausgetreten Sie bezieht ein regelmäßiges Einkommen von 4000 Mark in der Woche. Außerdem hat sie Anteil an dem Reingewinn Dieser Anteil brachte ihr während eines ein igen Spielp anS die runde Summe von 800 000 Mark ein. David Warsielo, der erfolg» reichste unter den Darstellern deutsch-amerikanischer Eharak ere bezog in einer einzigen Spielzeit ein Einkommen von über 1 200 000 Mark Francis Willon, ein Komiker und Verfasser von Possen, erzielte mit der Darstellung von Rollen und durch die Erträgnisse seiner Posse „Ter Säugling des Hagestolzen" innerhalb 40 Wochen eine Einnahme von 240 000 Mark John Trcw, Amerikas hervorragendster Schauspieler in Gescllschafts- stucken bezog außer seinem wöchentlichen Einkommen von 2030 Mk. während einer Kunstreise, die sich über die Bereinigten Staaten erstreckte, einen Anteil am Reingewinn in der Gesamthöhe von 400 000 Mark.
• Die Rutschtreppe zur Untergrundbahn. Tie Londoner Bürger werden cs fünfth nicht mehr nötig haben, zur Benutzung der Untergrundbahn Stufe um Stufe die Treppe hinabznwandeln, die zu dem unterirdischen Perron führt. An ^er Station Earlscourt ist mit angemessener Feierlichkeit am Tienstag die erste Gleit- ober Rutschtreppc in Betrieb gesetzt worden, und jeder Fahrgast der Untergrundbahn kann nun erproben, wie man mühelos treppauf und trcvvab wandern kann, ohne seine wie man mühelos treppauf und treppab wandern farm, ohne seine Beine im geringsten an strengen zu müssen. Tie sinnreickze Kon- strukiion dieser Gleittrcppe ist von verblüffender Einfachheit. Man irfireitct zwei Holzstufen hinab und steht nun plötzlich auf einer gleitenden Treppe, die in einem Tempo von 30 Meter in der Minute in ruhiger Gleichmäßigkeit in die Tiefe sinkt. Unmittelbar cor dem Perron tritt man auf eine langsamer gleitende zweite Plattform, die den Rulschreisendcn bann sanft zu der Haltestelle 'cs ZngcS führt. Ter Mechanismus arbeitet mit einer so ruhigen Präzi swn, daß man bei der Eröffnung ein amüsantes Erperiment machen konnte: eine Zigarette wurde auf die oberste Stufe ge- worfcn, glitt gemächlich in die Tiefe, ging automatisch auf die angsamere Glii Plattform über und wurde schließlich auf den Perron geworfen. Selbstverständlich entspricht dieser „Senktreppe" ans der anderen Seite eine Hebetrcppe. Die Einrichtung soll an alleli Stationen eingeführt werden.
kf. Elektrischer R e gen. Ein Erfinder in Buenos Aires, Emilia Qlßon, hat sich jüngst durch Patente eine Erfindung schützen lassen, durch die er Garten- und Feld-Anlagen mit „künstlichem elektrischem Rege n" befeuchten will. Tas klingt zunächst ein wenig rätselhaft, jedoch ist seine Erfindung, wie eine Darstellung in „Scientific American" zeigt, durchaus ernst zu nehmen. Die Vorrichtung besteht darin, daß einige Meter über dem Erdboden an beweglichen Gestellen Trahttrossen gespannt werden, an denen eine Wasserleitung aufjjefjangt werden kann, deren Ceffnungen unseren drehbaren Rasensprengern ziemlich ähneln, so daß das Wasser in einzelnen feinen Strahlen weit versprengt werden kann. Seine elektrischen Eigenschaften bekommt dieser künstliche Regen in dem Sammcltanf der Vorrichtung, der aus Eisen besteht und mit einem elektrischen Strom von 0,5 Ampöre und 110 Volts beschickt wird. Tie eiserne Wandung dient dabei als positiver Pol, der negative Pol ijrirb von einer Kupferleitung gebildet, die innerhalb des Wassers nicht isoliert ist. Durch den elektrischen Strom wird das Wasser zum Teil zersetzt, so daß der künstlickre Regen den Pflanzen freien Sauerstoff, Lzon und Wasserstoffsuperoxyd zusühren kann. O. behauptet, dieses Wasser fei den Pflanzen besonders zuträglich und biene außerbem dazu, schädlich Insekten und andere Schädlinge ber Pflanzen abzutöten: außerbem aber ist dies Wasser auch für Trinkzwecke zu verwenden. Während ber langen argentinischen Dürre im vergangenen Jahre will O. mit feiner elektrischen Bewässerung sehr befriebigenbe Ernten erzielt haben.
kf. Ter Handel mit Rosenöl. Noch heute ist Bulgarien das klassische Land der Erzeugung des Rosenöls als das es schon Mollke geschildert Hal, obwohl die deutsche Industrie heute ein chemisch reines giosenol herzustellen vermag. Welchen Umfang der bulgarische Rosenölhanbel hat, beweisen die folgenden, einem Handelskammerbericht aus Philippopel entnommenen Zahlen. Im Jahre 1909 waren nicht weniger als 10000 Hektar Landes mit Roienkulttiren bepflanzt, die 27 Millionen Kilogramm Blumen lieferten, aus denen 5200 Kilogramm Essenz hergestellt wurde. Tie Ausfuhr des Rosenöls kommt den verschiedensten Säubern mgute. Frankreich steht an der Spitze mit 1422 Kilogramm, bann folgen England mit 1141, die Vereinigten Staaten mit 833 und Deutschland mit 760 Kilogramm, während nach Italien im Ganzen nur 44 Kilogramm ausgeführt worden sind.
* M i 1 D a m p f. Stationsvorstand (zum Kondukteur): „Wo üalxt Ihr denn gar so lange gesteckt heute mit’n Zug?" — Kondukteur: „Bei ein' Bahnwächter haben's grab’ a Schwein
abg'nochen, nric_ mer vorbcig'fabrcn sind, und da bat ber Loku- molioführer 's Scbwein'l mit Tamps auS der Maschine abgebrüht?" ' U m g e w a n d c 11. „Sie baden außerdnn bau Beamte» rinnt falschen Namen angegeben: wie kommen Sie dazu?" — „Er sah so sportisch auf meine rote Nase, und wann das icnumb tut, dann kenne ich mich selbst nicht mehr!"
Kleine CogcsthroniL
In Berlin stürzte bei einem Neubau an ber H obrecht brücke ein xcil des Bürgersteiges in eine vier Meter tiefe Baugrube und begruboier Arbeiter Den erlarmicrtai Berliner und Rixdor'er Feuenvebrcn gelang es, sämtliche Ver- fdu’itete zu retten. Zwei Arbeiter erlitten schwere, tnc beiden anderen leichtere Verletzungen.
Aus Gram über den bevorstehenden Tod ihre- Manne» vergiftete sich die in der Holzmarktstraße 10 in Berlin wohnende 26 jährige F-rau des Kaufmanns Kant. Wenige Stunden später vcrsckffed auch der Mann, der seit langer Zeit an einem Nierenleiden darniederlag. Der schwerkranke Mann mußte den Selbstnwrd seiner Frau mit ansehcn, ohne ihn Verbindern zu können.
Bei Sprengarbeiten auf ber Grube „Storch und Schöneberg" bei Gosenbach flog ein Stein in einen etwa 25 Meter entfernt stehenden TynamitaufbewahmngSkasten. DaS Dynamit explodierte, eine Anzahl Bergleute wurde schwer verletzt.
In G r^o ß - L e i n u n g e n erschoß in einem Ballsaal der 19 jährige Steuersekretär Lorenz die 17 iäbripe bildschöne Lcmd- wirkstochler Hilda Günther mit deren Einvcritändnis und daraus lick selbst, weil die Mutter des Mädchens den Verkehr nicht dulden wollte.
Ein mit 5 Personen besetztes Automobik ftchr bei Boys gegen das Brückengeländer. Von den Insassen wurden zwei Tarnen hcrauSgesckleud rt. Zwei Herren kamen unter den Wagen zu liegen und erlitten teils schwerere, teils leichtere Verletzungen. Der Chauffeur war sofort tot.
Das Fernlenkboot des Nürnberger Lehrer Wirt, baS seinerzeit auf dem Wannsce gezeigt wurde, wird demnächst auch in Wien vorge'ührt werden.
Tas Kriegsministerium hat jetzt die Zustimmung zur Entfestigung von K Ü st r i n gegeben.
Ein mit seinew Schwiegereltern und feiner Frau zerfallener Grubenarbeiter in Zkibrze brachte eine Tynamitpatrone im Hause seiner Schwiegereltern zur Entzündung. Durch die ocrfeljrtc Lage irr Patrone verfehlte sic ihr Ziel und zerriß den Attentäter, der in hoffnungslosem Zustande in daS Knappschaftslazarett gebracht wurde.
Auf dem Personenbahnhof in Thorn (Posen) entgleisten von einem nach Graudenz fahrenden Güterzug die Lokomotive und secks Wagen. Neun Wagen wurden stark beschädigt. Der Schaffner erlitt schwere Verletzungen.
In Manchester brach auf dem Grundstück der Anglo- Amcriean Qil-Eontpany an den Ufern des SchifskanalS Feuer aus. Tic Gebäude bildeten ein einziges Flammenmeer. Tas brennende Petroleum ergoß sich auf die Landungsplätze. Erft nach drei Stunden gelang, es, des Feuers Herr zu werden. Der Schaden wird auf 30 000 Pfund geschätzt.
Ter Bankier Kappel in Paris ist verschwunden. Er veruntreute 500 000 Franks.
Ein furchtbarer Zyklon, der gestern und heute nacht in Petersbiirg wütete, hat zahlreiche Opfer gefordert. Heber 120 be* lodene Barken sind untergegangen.
Vüchertifch.
— Faber's Kursbuch für Mittel- und Nord- deutschland ist in seiner vom 1. Oktober 1911 bis zum 30. April 1912 gültigen Winterausgabe erschienen. Tas handliche Büchlein in orangefarbenem Umschlag hat erneut mannigfache Ergänzungen und Erweiterungen erfahren. Eine Eisenbahnkarte vervollständigt den Inhalt des praktischen Büchleins.
— Rudyard Kipling, Im Dschungellande unti daheim. Wohlfeile Ausgabe, fiartonniert. Vita, Deutsches Verlagsbaus, Berlin-Ch. Rudyard Kipling hat den festen Grundstein zu seinem Weltruhm mit seinen feinen, meisterhaften Novellen gelegt, hat sich die begeisterten Freunde und Anhänger, die über die ganze Erde berteilt leben, mit diesen wundervollen Geschichten und Erzählungen erworben. Seit Jahren waren die deutschen Ausgaben seiner kleinen Novellen vergriffen, bildeten einen viel- gesuchten und begehrten Artikel, der fast schon Seltenheitswert erlangt hatte. Nun bringt der Verlag eine sorgfältige, vielseitige Auswahl der werwollsten dieser Arbeiten in einer so wohlfeilor Ausgabe heraus, daß auch dem Wenigbemittelten die Anscyaffung dieser kleinen Meisterwerke ermöglicht wird.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
WeiteraliSückten in Hessen am Freitag, den 13. Oktober 1911: Ziemlich heiter, Temperatur wenig verändert, trocken; in höheren Lagen leichter Nachlirost.
Letzte Ilncbricbtcn.
Paris, 12. Okt. Der Finanzminister will im nächstjährigen Voranschlag einen Posten von 20 000 Franken zur Bestreitung der Kosten der Vorarbeiten für die Einführung einer Wertzuwachs st euer auf Grundstücke einftellen.
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