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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.
rokko an.
Tragweite jid) heute noch gar nicht ernicifen
(St werde zu
bas Blatt, des lasse, sei eine
curopä ische
Die konservativen Sonntagsblättci schlagen einen icbr alarmierenden Ton über den deutschen schritt in Ma
dief nicht nach Rolland einschissen, sondern sich einen Tag später ans dem Landwege nach Amsterdam begeben und alsbald nach der Vvrstellnng bei der Königin nach Paris zu- ' rückkehren.
Die. P ar i s e r P r esse ist zu keiner einheitlichen Stcl- lungnahme zu der Angelegenheit gelangt. Die meisten Blätter erklären, daß das Vorgehen Deutschlands sowohl der Algeciras -Akte wie dein d euts ch - s r a n z ö s is ch e n Abkommen voll 19J9 zu wider laufe, das; Agadir (ein offener S?afen sei und daß demgemäß auch die dor ligen Interessen deutscher Handelshäuser nicht sehr groß sein rönnen und das; aus dieser Gegend (einerlei Unruhe,t gemeldet worden seien. Im großen und ganzen bewahrt die Presse einen maßvollen Ton.
Der „Figaro" schreibt: Tas deutsche Unternehmen ist eine Tatsowe, welche die Regierung und die öffentliche Meinung Front-. reich» mir R u h e und Ä al t b l ü t i g k ei t ins Ange fassen müssen. Wir haben uns nach dem Abschluß des Abkommens von 1909 eingebildet, das; bte Acra oer bculidi französischen Schwierig!, .l. n in Marokko abgeschlossen fei. Dies ist nicht der Falt. Wir dürfen davon nm so mehr überrascht sein, als zwischen Paris und Berlin Verhautlungen bezüglich einer etwaigen Abänderung des rnarok (anijchen Tlatuts im Gange waren. Durch sein jetziges Vor geben scheint Deutschland zur Politik von 1905 und 1907 zurück zulchren. Wenn morgen eine andere Macht, zum Beispiel Eng land, unter dem Vorwand von Ruhestörungen ein Kriegs sch, st in „einen andere.» nrarchlanisch."' Hasen iit{c*ii'-jt ipürde, ;o . •<-:/. \ Marollo, dessen Integrität dnrch den. Algeciras Vertrag verkündet wurde, Gefahr laufen, einfach zrrstüclelt zu werden, und das ist eine Möglichkeit, die wir nicht leichten .Herzens ins Auge fasten f(hüten. Will Deutschland unS zwingen, unter deut iSinbrnd dieser Drohung nm ihm zu verhandeln? Will es stch iclblt die Entidiädigung nehmen, die in der letzten Zeit von den alldenlsclren Blättern verlangt wurde, und in Agadir eine .Kohlenstation errichten? Das Blatt regt dann die Entsendung eines franzölstchen .Kriegsschiffes nach Agadir an, das mit den Deutschen bei der Ucbcrwochung und Zivilisation zusammen zu arbeiten hätte.
Iaures idircibt in der „.vumauite" in einem „D a » Unvermeidliche" betitel teil Artikel: 'Aad, Frankreich Lpamen, nach Spanien Deutschland! Wie Frankreich und Spanien, erklärt audt Deutschland, daß iciir Einschreiten nur vorübergehend sei, nnd die französischen Diplomaten haben fein Recht, icui? Aufrichtigkeit in Zweifel zu ziehen. Agadir ist lehr wett von dem französischen und dem spoimchcn Altionsgeb.el ent fernl,' aber es föimcn divlomatische Reibungen eintreten und namentlich die Ernpfindlichteiten Englands wachgerusen werden. Wenn Deutschland durch den „Schutz" seiner Llaatsangelwrigen den Vertrag verletzt, dann haben wir ihn schon lange v c r letzt. Deutschland wollte zeigen, das; cs stch von unseren Kolonial icutcit nicht fovpen läßt, nnd jetzt steht Frankreich vor der Wahl, entweder die Teilung Marokkos mit allen Mächten vorzunehmen, welche tut Gelüste darauf haben, oder ehrlich und rudhaltlos seine frevelhafte und verblendete Pc a r o l ! o - P o l 111 k auszugeben und zur Algeeirasakte zurückzukehren.^
Die „Action" schreibt: Zwischen Deutschland und <yranfrcid) kann anläßlich der marokkanischen Angelegenheiten fein M r i c g s - fall entstehen. Diese Angelegenheiten und internationaler Ratnr. Es ist Dache ganz Europas, einen Zwist dreier Art zu ld)lid)tcn, wenn es da überhaupt einen Zwist gibt.
Die „Petite Repnblique" schreibt: Tie vstentlrche Meinung Frantreidis wird die Wendung der deutsd)en Diplomatie mit derselben Ruhe nnd Kaltblütigkeit ausnehmen, welche der '.Uhiujtcr bc Delves bewahrt bat. Die wird sich fragen, gegen weld;e Entschädigung besonders im Orient die deutsche Regierung das un- gebührender Weise erworbene Psand einbausdren will, lalls nicht bis dahin eine im Mittelmeer und an der atUmtuchen Küste interessierte Bcackt ihre Stimme erhebt, und Frankreich hat das Recht, zu l)vfscn, daß dies geschehen wird.
, Ezcclsior" schreibt: Unsere unverzeihliche Schwäche gegen - über'Svanicn war die beste Ermutigung gegenüber Deutschland. Der Sultan von Marokko wird zweifellos gegen die deutiche 2anöung in Marokko Einfpruch erheben: aber wenn wir leinen Einspruch nicht unterstützen, dann wird er vergeblich bleiben.
Der „Eclair" sagt: D e u t s ch l a n d , das für den Augenblick korrekt bleibt, hegt weniger u n s ch u 1 d i ge V i n t ergeb a n k e n. Es will sich am atlantischen Ozcan fcstietzen, um die Mittel an der Vaud zu haben, uns unaufhörlich Schwierigkeiten zu fchaffcn und linieren Einfluß zu behindern. Die Olt- grenze genügt nns. Wir brauchen keine afrikanische Grenze zwstchen uns unb Berlin.
Dic Pariser Abendpresse mar ohne direkte Nachrichten aus London und barüber verstimmt, daß man in London schweigt, weil man gerne dic englische Richtlinie wissen möchte. Im Pariser Auswärtigen Aint ist darüber nichts ui erfahren. Man weiß nur, daß zwischen London und Paris ein reger Depeschenocrkebc stcrttsindel. Präsident F-alliöres möchte vor feiner Abreise gerne erfahren, ob das Kabinett von Sahrt Jaimes in der Entsendung eines deutschen Schiffes nach Agadir eine Verletzung der Algeciras- afte erblicke, und ob es vielleicht möglich wäre, ein fr an- z ö f i s ch - r u s s i s ch, e n g.l i s ch e s Zusammengehen in dieser Frage zu erzielen.
Ueber dic Stimmung in London liegen folgende Nachrichten vor:
veutlchlandL Offices (Eingreifen in dic IHaroffofragc.
Wie die „Nvrddentsche Allgemeine Zeitung" mirtcilt, hat die Reich srcgicrung nur Bitten der im Süden von Marokko interessierten deutschen Firmen zur Siche- i rung von Sieben und Eigentum: der Deutschen und der deutschen S-chntzgcnonen in jenen Gegenden das Kanonenboot „Panther", das sich in der Nähe bc- semd, nach dem Hafen von A gadir zu entsendende- > 1 cf>lo H c it und dies den Mächten angezeigt. Den Marokkanern wurde gleichzeitig mitgcteitt, daß keinerlei unfreundliche Absichten gegen Marokko vorliegen.
Daniit ist zu den Mächten, die in Marokko bisher Frieden und Ordnung machen wollten, Deutschland hiitzugc- treten. Bei der Ehrlichkeit, die dic deutsche auswärtige Politik im allgemeinen und in der Maroktofrage im besonderen ausgezeichnet hat, ist ja von vornherein anzuneh- men, daß die angegebene Absicht, das; mau nur zur Sicherung von Leben und (iigentiun der deutschen Reichsangehörigen in Marokko den „Panther" dahin entsendet hat, ehrlicher gemeint ist, als die ähnlich lautenden Zusicherungen Frankreichs und Spaniens. Aber angesichts des Umstandes, daß in jenem politischen Wetterwiutet dic Interessen verschiedener europäischer Mächte hart auscinau- der stoßen und namentlich Frankreich durch feinendem Sui tnn gegenüber eingenommene Beschutzerrolte, die allerdings in Wirtlichkeit auf die Annektion des Sultanats hinausläuft, dort an einer feiner empfindlichsten Stellen berührt wird, ist noch nid)t vorauszusehen, wie sich die Angelegenheit weiter entwickeln wird. Jedenfalls hat das dentsche Volk alle Ursache, sich des tat triftigen Vorgehens her Reichsrcgierung zu sreuen und cs ist nur zu wünschen, das; doii jetzt ab in der ganzen S n quenj vorgegangen wird, als cs in den letzten Jahren der Fall war.
Der äußere Anlaß zu dem Vorgehen der deutschen Reichsregiernng ist, wie schon eingangs erwähnt, das; die im Süden von Marokko interessierten deutschen Firmen die laiserlick)e Regierung unter Hinweis am die Gefahren, die angesichts der Möglichkeit des Uebergreifens der in den anderen Teilen Marokkos herrschenden Unruhen den dortigen gewichtigen deutschen Jitterci,eii drochcn.^um Maßregeln zur Sicherung von Leben uiib Eigentum der Dcut- schen und der deutschen Dchutzgenoi'sen in icnen Gegen den baten. Deutschen Häusern gehören bei Agadir, weit in dem Hinterland große Landstrecken zu landwirtschasl- Uchem Betrieb, der Besitz einer einzigen Firma hat die Größe eines Fürstentums. Eine Firma beschäftigt etwa 120 Pcrlonen, darunter 60 bis ,0 .Handelsagenten, Die im Besitze deutscher Schutzbriefc sind, und andere 60 Angestellte. Außerdem nahm der deutsche Handel im Duden von Ma rolto zu und steigt besonders in den letzten Zeiten. Eine Steigerung der Statistik ist nicht ersichtlich, weil eine große Menge Guter, deren Import und Export jür England gezählt wird, von deutschen Firmen über England ein- und ausgeführt wird. Auch am Bergbau im Hinterlande Agadirs ist Deutschland crl>eblich interessiert.
Anderweitigen Meldungen gegenüber ist zu bemerken, daß dic Ausschiffung von M a n n s ch a f t e n in Agadir zunächst nicht bcabsichttgt ist und mir dann in Frage komme, wenn sich die Notwendigkeit einer solchen Maßregel zum Schutze von Leben und Eigentum der Deutschen Herausstellen wurde. Ebensowenig ist die Besetzung des Hinterlandes von Agadir geplant. Es handelt sich bei dem Schritte der deutschen Regierung um Vorsichtsmaßregeln, nicht um einen Akt der Besitzergreifung. Ein anderer Irrtum ergibt sich aus einer Pariser Meldung: Danach bemerkt der „Figaro", das deutsche Vorgehen in Agadir sei um so überraschender, als bereits zwischen Paris und Berlin Verhandlungen wegen einer Vereinbarung im Gange seien. Wie wir bestimmt zu wissen glauben, sind bisher derartige Verhandlungen nicht gepflogen worden.
Agadir ist eine kleine Hafenstadt, die im südlichen Marokko, etwa unter 3Oi2°,o nördlicher Breite liegt. ^Die wenig über 1000 Einwohner zählende Stadt ist als Litz einer Zollbehörde und als Mittelpunkt der einzigen Straße wichtig, dic die zu beiden Seiten des Atlas gelegenen Teile Marokkos verbindet. Jedenfalls ist Agadir von den von Frankreich und Spanien besetzten Gebietsteilen Marokkos so weit abgelegen, daß ein Zusammenstoß der drei Mächte m Marokko selbst kaum zu befürchten ist unb bei einiger mosten gutem Willen alle drei an der Lösung der Aufgabe, dem scherifischen Reiche Ordnung und Frieden zu bringen, arbeiten können, ohne daß daraus internationale Konflikte zu entstehen brauchen.
Deutschland tut febenfalls alles, nm das namentlicy bei Frankreich unausbleibliche Mißtrauen nicht aufkom men zu loffeit. Der deutsche Botschafter Freiherr v. Schön hat dem französischen Minister des Aeußern Tc Sclves schon am Samstag mittag die Entsendung des Kanonenbootes „Panther"" mitgcteitt. Der Minister hat von dieser Mitteilung Akt genommen und weitere Aeußerungcn bis nach Rücksprache mir seinen Ministerlollegen in Aussicht gestellt. Die Behauptung eines Pariser Blattes, wonach der Minister „alle Vorbehalte" gemacht und sein Befremden über das der Algeciras-Atte widcrstreiicndc Vorgehen Deutschlands ausgedrückt Ijabe, ist unrichtig.
Der Bri nister des Aeußern De Selves begao sich nach dem Elysee, um mit dem Präsidenten Fall io res zu konferieren und sodann zu dem Kabinettfcyef Eatllaux, wo sich auch alsbald der Marrneminifter Dclcasse einfand. Die Vöinistcr berieten über eine Stunde. Das Ergebnis war eine beschwichtigende Note an die Pros; c, bc$ Inhalts, daß die Intervention der deutschen Regte-
Tütnenbc unionistische Organ, brr „Obferver
neun: ihn einen Blitz aus heiterem Himmel und vergleicht ibn mit der Besetzung von Ki au tschau und dem deutschen Zug nach Tanger im März 1905. Der Ko uv der Wühettnstnißc, so fdneiht
rung nicht zur Beunruhigung angetan sei. Auch mit dem fränkischen Botschafter in Berlin, Herrn Eambvn, und dem spanischen Geiandten in Paris verhandelte Minister De Selves.
Mwcichend von der offiziösen Lesart, wonach Herr De Selves von der Mitteilung des bcuridicu Botschafters von Schön einfach Kenntnis genommen und eine weitere Aeußcrung in Aussicht gestellt habe, erhält sich übrigens das Gcrüchi, Herr Tc selves habe sein Bebauern über den Schritt Deutschlands ansgcdrückt und auf den un günstigen Eindruck in Frankreich hingcwiesen Der ui Paris weilende Botschafter Jules Eambon nimmt an der Fassung der französischen A ntmor tn otc, die ü b e r in o r g e n in B e r 1 i n ü b ergebe n werden soll, den leb Haftesten Anteil. Von Paul Eambon, dem französischen Botschafter in London, wirb ein eingehender Bericht über die Anschauung der britischen Regierung erwartet. Der Minister des Aeußern De Selbes wirb sich mit dem Staats-
Nr. 155 Erstes Blatt M. Jahrgang Montag, 5. Mi I9U
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für die Redaktion 112, -< v politischen Teil: Auaust
»w General-Anzeiger für Gberhessen LL--L st^ru^T^esnumE Ro1ation5druck und Verlag der vrühl'schen Uviv.-Vuch- und Zteindnickerei K Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: 5chulstratze 7. Land'': LHeb^für den bis vormittags 9 Uhr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 50 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.
ne hm en bc Besorgnis erregen, es müptin denn beruhigendere Ver- sicherungen gegeben werben, ats bisher ivabrfdieinhdi erscheine. Der Eindruck sei umso ernster, als in Paris ein neues Ministerium am Ruder sei unb Spanien fortwährend Truppen in Lar- rasch landl In Anbotrackst aller Umstände seien die e.Uer- schlimmsten Besürdstuugeir über die europäische Lage übertrieben, öodi müsse der deutsche HaNdsttcid) zu ernsten uiib schwierigen Verl andlungeu führen. Frankreichv Stimmung werde stark de- unrni igt unb die nanze marokkauisdie Frage ttcge wieder im SthmcljtiegcL Der Zwischenfall fei ein sdiwerer Schlag gegen die jüngste romantische internationale Stimmung.
Mehr als England ist Spanien an der Marokko- frage interessiert und viclsach erhofft man dort, das; das Vorgehen Dcntschlanbs den spanischen Ansprüchen nützen werde. Folgende Blätterrneldnngcn liegen bis jetzt von Madrid vor:
Der „Imperial" sagt: Deutschland glaube elwnso wie Spanien der unvermeidlichen Verpflichtung gegenüber zn stehen, seine Staatsangehörigen schützen zu soNcn unb in die Notwendigkeit versetzt zu sein, vorläufig und ohne den Gc danken an eine Eroberung die Zone von Agadir zu besetzen. Das Blatt fügt hinzu, das Erscheinen Deutschlands auf dem Schauplatz sei, obtvohl unerwartet, doch die logische Konsequenz der von Frankreich seit einigen Monaten beobachteten Politik. Spanien dürfe aus seiner Znrückhal Hing nicht l eraustreten.,außer wenn Umstände cintrctcn, dic es günstig erscheinen lassen, auf dem fchon bearbeiteten Gebiet allein ober in llcbercinftininnrng mit anberen Bkäch- ten die Mission der Versöhnung durchzuführen, dic zu gleicher Zeit die niarolkanische Frage läsen würde. „Ma iiania" spricht sich ähnlich aus unb ist der Ansicht, oci schwarze Punkt sei England, dessen Beistand Frankreich sicherlich anntfcit werde „El Pais" wendet sich entschieden gegen das Vorgehen Teutschlattds. Nichts habe sich in Aggdir ereignet, was Leben mib Eigentum der deutschen Untertanen in Gefahr gebracht hätte. Aut icbcn Fall liege, wenn das richtig wäre, die Ausgabe, dic Ordnung aufrecht zu erhalten, der französischen Polizei truppe und nicht der brutschen Armee ob. „Liberal" spricht seine Befriedigung aus über dic Anwesenheit der Dentschen an der Schwelle von Magador. ^Das Blatt „ABE" meint, die marolka- uische Frage trete jetzt, in eine neue Phase ein, welche gefährlich sein lönne, wenn nicht das Lwrgehcn a'ller Inter- esscnten inspiriert trerbc von dem Gefühl der Loyalität und der Aufrichtigkeit.
In R o m brachte Galli in der Kammer eine Interpellation ein, daß er den Minister des Aeußern zu befragen -wünsche, um die Mitteilung Deutschlmids anläß lich der Ausschiffung der Truppen in Marokko zu erfahren: er hege die Zuversicht, daß dieser Schritt die Bcfesti gung der Algecir as akte und des Statusquo im westlichen Mittelmeer, wie dies für Italien notwenbrg sei, bedeute.
Aus Tanger wird gemeldet: Dic Aufregung über den Eindruck der deutschen Maßnahnie in Agadir ist ungern e i n g r o ß. Die Spanier beglückwünschen sich und glauben, daß der deutsche Schritt für ihre Politik g ü n st i g sein wird. Die Engländer, dic hier zu den Deut- ;chcii stets gute Beziehungen unterhalten, erwarten nunmehr „Union Jack" über Tanger Dic Marokkaner sind erfreut und legen die Mitteilung in ihrem csinnc aus. Im diplomatischen Korps erachtet man den deutschen Sd)ritt als die bedeutsamste und dabei geschickteste Kunbgcbung Deutschlands seit Jahren. In der deutschen Kolonie herrscht tiefe Dankbarkeit für das imfcrc Interesses sichernde Eingreifen der Regierung.
Nach einer Mitteilung aus Madrid fragte die französische Regierung bei der svanischcn wegen des Gc- ruchlcs betreffend den Vormarsch der Spanier auf dem linken Ufer des Lukkos und der der spanischen Regierung unterlegten Absicht an, einen Strcifzug auf Wezzan zu unternehmen. Die spanische Regierung habe geantwortet, sie wisse nichts von einer Bestätigung des Gerüchts, sie gab Major Silvestre formelle Instruktionen, nicht über das linke Ufer des Flusses hinauszugehcn. Es liege keineswegs in ihrer Absicht, den Marsch auf Wezzan ausführen zu lafsen.
Sie Krifts im ijanfabunö.
Der Gesamt-Ausschuß der Bezir ksgruppeDar rn- stad t des Hansabundcs hielt am Freitag den 30. Juni eilte Sitzung gb, in der Syndikus Dr. .Human über den ersten deutschen Hansatag berichtete. Der Hansabund bekämpfe lediglich übertriebene agrarische Forderungen, die zu einer immer unerträglicheren Verteuerung der deutschen Lebenshaltung führen müssen. Er will jedoch unserer Landwirtschaft alles das zukvmmen lassen, was ihr zu fernerem Blühen iuib Gedeihen Not tut Am Freitag, 7. Juli, soll in Frankfurt eine Besprec^rng des Hansabund-Landcsverban- des für .H e s fe n stattfinden, wobei eine gemeinsame Erklärung über die Angelegenheit des Austrittes des Lmtd- ratv Rotgcr, der lebhaft bebauert wird, stattfindet. Tie Bezirksgmpvc hegt das vollste Vertrauen zu der Geschästs- leitung des Hansabund-Prasidenten, Herrn Geheimrat Riefer
' Dic Vorstände der fübweftlichen Gruppe des Vereins i deutscher Eisen- und Stahlindustrieller, des Vereins zur 'Wahrung der gemeinsamen wirischaftlick)en Interessen der ■ Saarinbuftric und des Arbeitgeberverbandes der Saarindustrie befchloffen in einer gemeinsamen Sitzung zu
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