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jyetfen auf der Weide, die fast das doppelte Gewicht gegenüber den einheimischen besitzen.
9 X. Nied er-Stoll, 2. Mai. Am Sonntag wurde hin unter überaus starker Beteiligung ein Veteran von 70/71 zu Grabe getragen. Es war der Eisenbahnarbeitcr und Kirchendiener Hch. Kreutzer. Er hat den Feldzug oon Anfang bis zu Ende im Gießener Regiment mitgemacht. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, den Veteranen- Appell zu Darmstadt im vergangenen Jahre mit zu machen. Tie Kriegerveretne der Umgegend und der Eisenbahnervcrein Lauterbach erwiesen dem Heimgegangenen die letzte Ehre und ließen zahlreiche Kränze an seinem Grabe niedcrlegen.
KreiS Friedberg.
x Bad-Nauheim, 2. Mai. 'JZadjban in den letzten Wochen die Anfertigung der Gesellenstücke beendet worden iü, lanb heule in den Raumen der Stadtschule durch den Orll>- gaverbeverein unter dem Vorsitz von Schlossermeister Knipp die theoreliscl-e Prüfung durch die Lehrer Wagner und Bcchtols- hcnner statt, der sich 27 Lehrlinge aus alten Handwerk zwei gen unterzogen Tie lleberreicyung der Gesellenbriefe erfolgt an einem der nächsten Sonntage, Nwbei auch die Zeichnungen, die in der Sonntagszeichenschulc angefertigt wurocn, ausgestellt werden.
x Ober-Mörlen, 3. Mai. Hier werden morgen die Eheleute Heinrich König XII. das seltne Fest der biamantncn Hochzeit begehen. Das Jubelpaar, das eine stattliche Zahl Enkll und Urenkel hat, erfreut sich noch großer Rüstigkeit.
X. Griedel, l.Mai. Gestern feierten wir die Grundsteinlegung unserer neuen Kirche. Daß die Feier so schön verlief, verdanken wir neben dem schönen LLettcr der Mitwirkung des hiesigen MännergesangveremS, geleitet von Lehrer Henrich, der das Lied oortrug: /Dht dein Herrn fang alles an*, und des Gambacher Posaunenchors, geleitet von Pfarrer Graf, welcher die Feier mit einem Vorspiel eröffnete, die drei Lieder begleitete und zum Schluß noch einige Lieder vortrug. Ihnen beiden sei herzlichst gedankt. Ter Orts- geistliche Pfarrer Egelhoff hielt die Festrede über 1. Kor. 3, 2.11: »Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher lit Jesus ChrtstuS.* Ec beantwortete darin die Fragen: Warum bauen wir ein neues Gotteshaus und auf welchem Grunde muß es ruhen? Er führte aus, daß das alte Gotteshaus ungejunö und unwürdig war, daß man aber für GotleS HatiS mehr übrig haben müße alS für menschliche Wohnungen; zu allen Zeiten habe man Gotteshäuser gebaut; so fei auch die Errichtung dieses« Baues em erfreuliches Zeichen dafür, daß man für Gott noch etwas übrig habe und ihn ehren wolle. Aber auch um unseretwillen bauen wir, um in diesem Bau die göttlichen Lebenskräfte am uns wirken zu lassen, oder nut anderen Worten: um mit den anderen zusammen unsere unsterblichen Seelen aufjiibQucn zu einem geistlichen Hause, nämlich der Gemeinschaft der Gläubigen. Dieser Bau müste aber, wie der sichtbare Bali, ruhen auf einem festen Grunde, nämlich auf dem Grunde, den Gott schon gelegt hat, auf JefuS Christus. Ten sichtbaren Bau »aber möge Gott behüten, daß wir bald daS Fest der Em- 'welhung begehen können. Nach der Verlesung der Urkünde, welche die Grunde des KicchcnbaucS und die Verhällmsie der Gemeinde beschrieb, und nach feierlicher Einlegung derselben m den Grundstein im Allarfundamenl, erfolgten die üblichen Hammerschläge der dabei Beteiligten. Mit Segen schloß die Feier. Die Kollekte für den Kirchenban betrug 117,37 ÜJlf.
Starkenburg und Rheinhessen
— Offenbach, 2. Mai. Tie Handelskammer Offenbach verhandelte in ihrer letzten Sitzung auch über eine einheitliche Regelung des Buß- und Bettages für ganz Teutschland. Ihre Ansicht darüber har sie im Sitzungsbericht mit folgenden Worten niedergelegt: Ta in den Kreisen von Handel und Industrie unseres Bezirks an die Acußerungen des hessischen Ministers des Innern, betreffend einheitliche Regelung der Feier des Buß- und Bettages, am 25. März, wie sie in der Presse weeder- gegeben worden sind, bi«* Beiürchtung geknüpft worden ist, daß bei der Regierung Geneigtheit bestände, den hessischen Bußtag aus denselben Lag zu verlegen, an dem die Feier des preußischen Buß- und Bettages abgehalten wird, beschließt die Kammer, dieserhalb bei dem Minister des Innern vorstellig zu werden und ihn zu bitten, falls die beiürchletc Neigung tatsächlich vorhanden sein sollte, derselben entgegen zu romen. Wenn auch die Handels- Tammcr nichts dagegen zu erinnern hat, daß der Buß- und Betrag in allen deutschen B u n d es sta a t en, welche diesen Feiertag haben, ans ein und denselben Tag und zwar auf einen Sonntag gelegt wird, so muß sie sich doch mit aller Entschiedenheit dagegen wenden, daß aus Anlaß der einheitliche Regelung der Feier des Buß und Beltags, mit welcher an sich schon wiri- fchafttick-e Nachteile für Hessen verknüpft sind, ein neuer Feiertag für unser Land geschaffen und damit die Arbeitsmöglichkeit für Handel und Gewerbe noch weiter eingeengt würde. Tie nachteiligen Wirkungen einer weiteren Einschränlung der ArbeitSmög- lichkeit für unsere zu einem großen Teil auf den ausländischen Markt angewiesene, hochentwictelte Feinindustrie, wurden in der Eingabe an den Minister des Innern in längeren näher begründeten .Tarlegungen besonders hervorgehoben.
Kreis Wetzlar.
st Lützellinden, 2. Mai. Nächsten SarnStag und Sonntag, 6. und 7. Mai, finbet in der Gaslwirtjchast von Ludwig Klein die 6. Bun de s-AuS st el lu ng deS RI it tel- deutschen Kaninchen- und Geflügelzüchter- AerbandeS, verbunden mit PreiSschießcn statt. Für Futter und Obdach hat der hiesige Kaninchenzuchtoercin reichlich gesorgt.
— Leun, 2. Mai. Ein hochbetagtes Geschwister- paar ist an demselben Tage hier gestorden. Gestern morgen um 9 Uhr starb die 65 Jahre alte Frau Wilhelmine Ctröhmann, geb. Staaden, und nachmittags 21/2 Uhr ihr 6 Jahre älterer Bruder, der in Wiesbaden im Ruhestand lebende Bergwerksbirektor Friedr. Staaben, der ferne Schwester auf dem Krankenlager besuchen wollte.
X. Rod heim a. d. Bieber, 2. Mai. Unter reger Beteiligung hielt am Sonntag nachmittag der Turnverein Mn Anturnen un Garten des Äasiwirts K. Schlierbach ab. ■$n Anbetracht der vielen Sommerfeste war von einer Lust
barkeit diesmal Abstand genommen worden. Ter Verein zählt jetzt 100 Mitglieder.
H Marburg, 2. Mai. -^rotz eifrigster Semübungen der Gendarmerie und der Polizei ist es bis jetzt noch nicht Gelungen, den Wegelagerer, der am Samstag bei den Steinbrüchen bei Niedcrweimar den Bautechniker Mauß von hier übersiel und ausraubte, ausfindig zu machen. Mehrere Verdächtige, darunter auch der jung' Bursche aus Wehrshausen, mußten wieder frcigelassen werden, weil sie ihr Alibi nachwcisen konnten. Ter Ueberfallene ist nur durch ein Wunder dem Tod entgangen, denn der Schuß in den Leib wurde durch die Kleidungsstücke und die Hosen- schnalle so abgeschnxicht, daß die naget in der Bauch wand stecken blieb und leicht entfernt werden konnte. Schlimmer ist schon die Schußwunde an der Unten Hand. Tem Räuber fielen im ganzen 331 Mk. in die Hände. — Zu dem Familiendrama im Rest. Rhein ist noch zu bemerken, daß Rhein sich vier Schüsse beigebracht hat. Eine Kugel durchschlug Die Stirn und das große C>ehtrn und blieb an der inneren Wand des Hinterjchädels sitzen, ein zweiter Schuß durchbohrte von der Stirn aus die Augenhöhle und verlebe ebensalls das Gehirn, der dritte Schuß drang hinter dem rechten Ohr ein, durchschlug das Gehirn und sitzt nun ebenfalls an der Jrmenwand des Schädels, der vierte Schuß ging in die linke Brust, durchbohrte den Herzbeutel, verletzte die Lunge und blleb in der Leber sitzen Trotzdem ist Rhein noch am Leben. Er ist 37 Jahre alt und stammt aus Lbertassel, seine Frau, eine verwitwete Schmidt, geb. Henke, war zwei Jahre jünger und stammt aus Quersurth. Tie Leiche der letzteren wurde heute noch einmal von der Friedhojsyalle in die Klinik zur gerichtlichen Obduktion abgeholt.
Gießener Ltrafkammer.
)( Gießen, 2. Mai.
(Berujungen in Privatllagesachen.) „Ächtungsvol l".
Die ledige H. B. aus Tollewitz bei Dresden war bei b:r Inhaberin einer Fremdenpenston zu Bad-Nauhcim, einer Frau P. als Dienstmädchen in Stellung gewesen, aber infolge eines Zerwürsnhses mit ihrer Dienstl-errin aus dem Dienste gusg> jchicden. Ihr Baler, der Taglohner F. A. B. aus T. schrieb daraufhin einen Brick an ihre Dienstherrin, worin er dies.' aufforderte, dem Akadchen feine Sachen herauszugeben, die zurückgeblieben waren. Der Br.ef enthiett eine Reihe verletzender Wendungen und schloß mit den Worten: „Achtungsvoll lasse ich weg, denn Sie octbienen keine Achtung." Das Gericht war der Aniicht, daß der Brief an sich zwar in Wahrung berechtigter Interessen geschrieben sei, daß aber einzelne Ausdrücke, insbesondere der Schlußsatz unvertennbar die Absicht der Beleidigung erblicken ließen. Tas freiiprechende schössengerichtliche Urteil wurde ausgehoben und der Angeklagte wegen Beleidigung zu 10 jDiarf Gttostrase verurteilt.
Beleidung durch die Presse.
Der Besitzer des Warenhauses S. E. in Gießen war in Konkurs geraten. Der Redakteur eines zurzeit nicht mehr er- sck>einenden Blattes, T. R. in Gießen, hatte ihn in einem Artikel scharf angegriffen und war deshalb vom hiejigen Schöffengericht zu 25 Mark Gcldstrase verurteilt worden. In der heutigen Verhandlung wurde das erstinstanzliche Erkenntnis bestätigt, da der Kampf gegen die Warenhäuser, den nach Angabe des Angeklagten seine Parteistellung ihm zur Pflicht mache, ihn nicht zu solchen Angriffen berechtige. Auch war Verjährung der Sache, entgegen der Anficht des Verteidigers, nicht eingetreten.
Späte Einsicht.
Der Landwirt I. M. D. in Bl. hatte den dortigen Bürger- tneister N. öffentlich beschuldigt, daß er ihn bei der Zwangsversteigerung | einer Liegenschaften absichtlich benachteiligt habe. Er war deshalb vom Schöffengericht in Büdingen zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt worden. In der heutigen Verhandlung sah der Angeklagte nach Aufklärung des Sachverhalts die Grundlosigkeit seiner Beschuldigung selbst ein und bat den Beleidigten um Verzeihung. Ter ft lag er war versöhnlich und erklärte, daß er die Privattlage zurücknehmen werde, sobald der Angeklagte die Kosten bezahlt habe.
JmArmenhause zu Grünberg gibt es immer noch keinen Frieden. Dieses Mal ist es der Taglohner K. CH. M. und feine Ehefrau von Grünberg, die nach einer Schöffengerichtssitzung zu Grünberg eine andere Mitbewohnerin des Armenl-auses, die Ehefrau E. R. von da ein Spitzbubenmensch geheißen und sie des Diebstahls beschuldigt haben. Ter angcirctcne Wahrheitsbeweis mißlang voll- Üändig und c5 behalt bei der von dem Schöffengericht mit Rücksicht auf die ganze Umgebung ausgesprochene Geldstrafe von je 10 Mark fein Bewenden.
<öcrid?tsiaaL
Berlin, 2. Mai. Ter Schrinj.eller Georg Geißel, der in den Besitz eines Zettels gelangt war, dessen Inhalt er kompromittierend für die Darmstädter Dank hielt und mittels dessen er gegen den ehemaligen Vorstand der Bank, den Scadtältcsten und früheren Rcict-stagsvizepraiidcnim ftaem pf, hartnäckige Er- twessirngsoersuche unternommen hatte, wurde vorn Gericht zu zwei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurtellt.
xustschissahrt.
Ein merkwürdiger Unfall
Paris, 8. Mai. Einer großen Gefahr »st gestern in Poujy der deutsche Flieger Lindpainlner wie durch ein Wunder entronnen. Auf einem für den Wettslug Paris—Rom— Turin bemnunien sehr fchnellen Sommereinbecker verließ er uni 6 Uljr bas olugfclö m Touzy und erreichte bereits um 8.30 Uhr die ftngevielOcr zu Chalons. lieber dem Flugplätze angenommen, begann er einen verwegen en Gleitflug aus loOu HJleier Höhe, ber prächtig zu gelingen schien. Noch etwa 80 Meter über Sein Erdboden, schlug der Eindecker plötzlich um und stürzte, sich mehrmals überschlagend, lracyend zu Boden. Zum Erstaunen aller Zuschauer Heuerte der kühne Flieger un- versebrl aus den Trümmern seines Apparates.
Llerintscytes.
♦ Tas neue englische Königsszepter. Bei den bevorstehenden Krönungsfesllichkellen in L o n d o n wird zum ersten Mal das neue britische Königs,zeperl beim Zeremoniell eine Rolle spielen. Tieses S.nnbol der englischen ftönigswürde hat auch einen ungeheueren materiellen Wert, denn seinen Hauptschmuck bildet der größte Tiamant der Welt, der Stern von utriia oder der berühmte Eullinandiamant. ^as, unschätzbare Stück ist gegenwärtig in Lotidon im Tower ausgestellt; täglich besuchen Hunderte von Schauluscigen das sorgsam in einen
Glaskasten gebettete und von einem ganzen SckmvmannSam'gebot bewachte Kleinod. Der Eullinandiamant würbe in Südairiüa bei Eiands Fontcin von einem GOmbriqcn Bergmann nach Schluß der Arbeitszeit zusällig gefunden. Der unvergleichliche Stein, der von tadelfreier Klarheit und seltenem Feuer ist, wog un Rohzustand nicht weniger als 3032 Karat. Südafrika überreichte diesen preislosen (Delftein bekanntlich als ein Zeichen der Lonali- tät König Eduard zum Angebinde, dem da- Juwel zu seinem 66. Geburtstag feierlich übergeben wurde König Eduard ließ den Cullinandiamanten in Amsterdam schienen unb verfügte, daß der „Stern von Afrika" bei allen tünmgen britischen KönigS- Irönungen seine Rolle spielen sollte. Er wurde als Hauptschmuck dem Zepter eingesetzt. Gegemvurlig wiegt der Stein 516> .> Karat und übertrifft damit alle bekannten Diamanten in Größe um ein Vielfaches. Vorher aalt der Orlosfdiamant des Zaren als der kost barste Edelstein der Welt: der Fürst Orlosf hatte diesen Diamanten von 193 Karat der Kaiserin Katharina geschenkt; er sckmückv heule das Zepter der rusfisä-cn Zare.
♦ Die Verbannung des Humpelrockes vom englischen Hofe. Aus London wird geschrieben: Tie bereits veröffentlichte Erklärung Lord Chamberlains, daß Humpclkleider bei Hoffestlichkeiten nicht erlaubt seien, hat in den beteiligten Kreisen lebhafte Aufregung hcrvorgerufen, und verschiedene Hofkostüme, die nach der neuen '.Node angefertigt wurden, müssen wieder um geändert ^werden. Dieser Er laß ist vor allem auf die Königin zuruckzusichren, da diese, wie schon mitgeteilt, den Humpelrock verabscheut und überhaupt gegen alle Extravaganzen in der Mode ist. Seit den letzten drei Monaten werden bei den hiesigen Tamen- schneidern enge Röcke überhaupt nur noch nach Bestellung gemacht und die englischen Schneider selbst werden froh jein, wenn diese Mooe der Vergessenheit angehören wird.
* Gras Haeseler als Schulmeister. Ter Lchr.'r Schulz in Harnekop, dem Generastcldmarschall Grafen Hacscler gehörigen t'mic, :i"t zur Teilnahme au einem Turnkurftts am 14 Tage beurlaubt und die dortige Schule hätte nun währeno dieser Zeil geschlossen tverden müssen. Um diesem llcbdüanbe vorzubcugcn, hcu sich nun die greifc Exzellenz, bereu Zuneigung zur Jugenb ja bclannt ist, entschlossen, dm beurlaubten Lehrcr lclbst zu vertreten. Ter Fcldmaisel^all versammelt täglich dic Sdiuljugcnb in seinem Parte um sich, um sie mit großem Eifer und offenbarer Lust und Liebe währiuid einiger Stunden zu untcrrichtm.
* Eine Millionärin verhungert. In Moskau ist die Fürstin Schach owski, eine bekannte Millionärin. Hungers gestorben. Sie bewohnte ein eigenes Haus und hatte seit 20 Jahren ihre Wohnung nicht verlassm. Nach ihrem Tode öffnete die Polizei das Siechezimmer, das in ent setzlichem Zustande gefunden wurde. Die Tote war in Lumpen gehüllt. Die Kleider warm ihr buchstäblich am Leibe verfault. Das Zimmer starrte vor Schmutz, faule Speisereste und Lappen lagen ringsum ausgchäust.•
Handel.
Köln, 2. Mai. In ocr heutigen Sitzung des Roheisenverbandes mit den Sieg erländer Werkm wurde eine Einigung nicht erzielt. Es sind in der Betelligungssrage noch sehr erheblick-e Schwierigkeiten zu überwinden. Die Verl-anbllmgen tollen nächste Woche forigesccht werden.
Aachen, 2. Mai. In der heutigen Haupwcrsammlung der Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zink fabrikation suhrte der Gmeratdirektor aus, daß die Lage des Zinkhüttmgeschäfts befriedigend sei, sowohl bezüglich des Preises als auch bezüglich der Nachfrage. Es hält schwer, so führte er aus, unsere Bleihütten mit den nötigen Mengm Bleierzen zu angemessmm Preism zu versorgen. Das Bleiwalzwerk und das Zinkwalzwerk, sowie der Erzbergbau habm ebenfalls zufriedenstellend gearbeitet.
Markte.
kc. Frankfurt a. M., 2. Alai. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren warm 6 Wagen Heu unb 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,^0—8,00 Alk., Stroh (Kornlangstroh) 0,00 bis 0,00 Alt., Wirrstroh 0,00—0,00 Alk. Alles iür öu Kilo. Geschäft flott. — Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und den Kreisen Dieburg und Hanau.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Verlauf ber Witterung feit gestern früh: Das flache Hochdruckgebiet verlagert sich nach Osten, während das Tief über dein at.antischen Ozean sich weiter verstärkt; auf die Witterung Zentraleuropas übt eS jedoch zunächst noch keinen erheblichen Einfluß aus. Alorgen ist auf ber Vorderseite des Tiefdruckgebietes noch meist trockenes, etwas wärmeres Wetter zu erwarten.
Weiteraussichten in Heilen am Donnerstag dem 4. Mai 1911: Meist heiter und trocken, mäßig warm, südliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Turin, 2. Mar. 4^yne vorherige Ansage erschien der König um 81/2 Uhr vormittags in der deutschen SCb- teilung, um die Eiektrizitätshatte, die Maschinenhalle und die Eiienbcchnhalle zu besichtigen. Geh. Rat Buslay führte den König.
London, 2. Mai' Der König sprach dem Lordmavor für die Uebermittlung der am 28. Aprll in der Guildhall gefaßten Entschließung zu Gunstm des englisch-amerikanischen Schiedsgerichtsvertrages seinen Dank aus. Er erklärte dabei, er sei erfreut über die Totümmtierung der Meinung, die oon den Venretern so verschieden gerichteter Anschauungen des religiösm, politischm und soztalm Lebens über die Frage von so holder und weitreichender Bebmtung einmütig zum Ausdruck gebracht wurde.
Teheran, 2. Mai. Der Medschlis nahm nach längerer Aussprache dieenglischeBankanleihe an. Die Opposition kritisierte jeden einzelnen Artikel aus das hestigste. Das Programm über die Verwendung der Anleihe wird dem Hause später unterbreüet toerben. Es verlautet, daß gegenwärtig zwischm Rußland und Persien Verhandlungm über den Bau der Eisenbahn von Dschulsa nach Täbris schweben.
Warum, mein Lieber, bist du verschnupft?
BZ Mir kann so was gar Nicht vassieren. Erstens hab ich ein brtllameS Boibcugungsmittel, und zweitens weiß ich mir > schnell zu Hellen, wenn sich doch mal so eine Erkältung 6 einmiten will: ich nehme stets FapS ächte Sodener Mineral-Pastillen. Soweit ein Schnupfen den Hals und die Vronchien m Mitleidenschaft zieht, soweit werden meine Sodener auch schnell und sicher mit ihm fertig. Trum folge meinem Rat: Stauf dir in der Apoll)eke oder v'färJ Drogerie eine Schachiel Sosener für 85 Pfg, gib aber V acht, daß du keine Äkachohmungen erhältst. (ss11/»
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