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28/07/1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.

rage, welche aus dem Gebiet

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Juli 1911:

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Bei dichtbesetztem Hause eröffnete A s q ui t h die Aus-

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Witwe.' Mittwoche Frl. Käthe Aotl>e v:- :en/ Freitag den 4. Ai-:, iluguit: M-heidMz'

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feinesrduto virJhnen?

Aussprache über das Budget des Ministeriums des Aeuvcrn voraus. Tret fragen bezogen sich auf die Lage i n M ad rokko ober Unterstaatssekretar Mc Ä t n u d it Bo od sagte- Ta keine Erklärung über Marokko abgegeben wurde, bitte er die Fragesteller, nicht auf eine Beantwortung s zu dringen, bevor sie die Erklärung gehört hätten. T i 11 o u fragte, ob irgendwelche Mitteilungen mit Bezug auf die Landung des früheren Schahs in Persten zwischen der russischen und britischen Regierung ausaclamckt worden seien und ob diese Mitteilungen verönenllicht würden. Mc Kinnon Bood erwiderte, er müsse die erste A-raflc bejahen, hie zweite verneinen. Beide Regierungen würden sich in die inneren Angelegenheiten Pernens nicht einmischeu, da diese ihre beiderseitigen Untertanen nicht

schweigen verlas. , . , , . . , .

Bor zwei Tagen habe ich erklärt, bau es bequemer sein wurde, wenn ich ansiall aus eine irragc aus dem Hame zu antworten, die Gelegenheit dieser Aus,vrache ergrciK, um eine Erklärung übet cutc iyvage abzugeben, bic in sehr groneni Rkatzstabe allgfiiuui I bie vjsenl'.iche Aumiertsanikeil aus alle Fälle erregt, wenn Ne ne nicht gänzlich absorbiert, ich meine die Frage, welche au, dem Gcbici der inimiaticnalen Politik bezüglich Marokkos enlltanden ist. I 3di deute, es wird wwohl von allgemeinem Imerene, wie Dem Hanfe genehm sein, wenn ich Die ErNärung so,ort abgebe, bevor mc Aussprache begonnen Hai. Augenscheinlich ilt die,e marotta- Nische Frage ans einem Punkte angelangt, wo sie tu wachsendem Mähe Schwiertgtetleu, yeunru. t jung und Be,orgnts hervorrweii wird, menn nicht eine Losung gefunden wird. Im gegenwärtigen Augenblick zu genau aui Die Ursachen und Borgange kmzugchen, I mocrie in mehr als einem Streife Beanstandung und -jjidcriprua) hcraudordern, was unter allen Umitänbc.i vermieden werden I eilte. (Bestall, Ich beabsichtige daher, einfach dem 5?au,e Dar- liegen, was heute tatsächlich die Lage ist. Zwilchen er r a n I - r e i d) und T e u t i d, l a n b sind BeiVrechungen i m 0) a n g e. Wir nehmen feinen Teil an Dielen B e I P r c d) d ii it a e n. Ter Berha.tDlungsgegeniiand mag die ennlr.cbcn ^utci- ciien nicht bcrübicn. Solange wir nicht das Enbremttat kennen, tonneu wir über diesen Punkt keine abfcklietzende Mcimmg aus- di licken Aber es i ,t um er Wunsch, da« bieic Unter* rehungen zu einer jur beide Parteien ebren-j vollen und befriedigenden B c r ein b a rung fuh­ren möchten, von der die britische Regierung a Ul­rich t i g sagen k a n n , D a fc ff t e Die britn djen Inter- cifen in t ein er W eise präjuDizieten- Wir glauben, oa\\ biev vollitänDig mJgli. und wir hegen den ernsten und ehrlichen Wunsch, Daß bie- erreicht werben möge lie lJi a r o k k o- frage selbst starrt von Schwierigkeiten. Aber außerhalb M a r o k t o s, und i» anderen Teilen ü o n Wcstaftika D en i cu mir n i di t Daran, eine U m» Mischung in territoriale Vlbmadbii n gen. i u per* s u ch e n , Die von näher Interessierten für zweckmäßig erachtet

Man sieht, daß man die Großsprechereien englischer Blätter und mancher Staatsmänner nicht so ernst und tragisch zu nehmen braucht. Mit der unbedingten Waffen- folge für Frankreich sieht es doch windig aus. Tie gründ ja«lid)cn Folgerungen aus den französisch-englischen Ab­machungen vom Jahre 1904 wagt man nicht zu ziehen, s o - fern Deutschland nur sich entschlossen zeigt, seine Ausschließung von der Partie nicht zu dulden. Herr v. Kiderlcn-Wächter kann die viel betlagieu deutschen Fehler vielleicht wieder einigermaßen wettmachen. Die Schlutzwendnngen des Herrn Asquith, in denen er bie bisherige Haltung Englands verteidigt und. ent­schuldigt, zeigen, daß eine feste und energische Haltung Deutschlands am Platze war und daß dasBerliner Tage­blatt" wieder einmal auf dem Holzwege war, als cs noch aesterti in einem Leitartikel darüber knurrte, die Ent­sendung deutscher Schiffe nach Agadir sei übereilt und un­geschickt gewesen.

London, 27. Juli. (Unterhaus.) Eine lange Reihe von Fragen über die äußere Politik ging der

Wagner und Lindau.

Erst wenige Monate sind seit dem Erscheinen von Rühaid Wagners Selbnbiographie vergangen und schon ist das Bewutztl-m mS deutsche Lolk gedrungen. Daß. Dies uiwerglcidilidie Bekenntnis eures Künstlers zu den rocrtoolUtcn Besitztümern leiner geistigen Älaiir geWrt. Tr°»d-N, .der getabe be-ihalb xlt b.ejttagc über Die Sorglosigkeit, nut Der Die Herausgeber zu Werke gigmgcn sind, nur zu berechtigt. Ohne Kommentar, mit einem niuumen- jchanlichen und unvollkommenen Namenregister ilt das ^udi ge­eignet, Mißverständnisse hervorznnsten und zu befestigen^ Eins dieser Mißverständnisse ist durch Wagners Biograph Gl l n JP iu)d) Dazu gewissermaßen legaluiert 'vordcn du ^vauptung. Daß Rudolf Lindau an Der franiönWn Ueberietzung Dnv ,^Tann- hauser" beteiligt war. Roch ui Der neiwsten Lülage ist das bei Glascnapp zu lesen: er sollte Doch die Moglickken gehabt haben, iich eines Besseren zu belehren. An vier stellen 'eines Werkes erwähnt Richard Wagner Lindau, und nur einmal lugt er dem Flamen den Anfangsbuchstaben des Vornamens Ji. bei. -iit einem nur aus der ErinnerungSerregung an jene unglücklich. Pariser Zeit erklärlichen Zorn, mit ungenierterer Grobheit ipridn er von ihm und wirst ihm ein paarmallinnen mamthcit vor. Sei allen, Die den vornehmen, liebenswürdigen Greu> gekannt baden, Den Mann von edler Bescheidenheit, von tietem ~'i>icn und abgeklärter Weltweisheit, hat es, trotz Glaienapps Bestätigung, Die größte Berwunderung erregt, daß Rudolf Lindau als lunger Mensch diesem Porträt von Wagners »and auch nur annapernd äbnlidi gewesen sein soll. Tiefem Mann, der ein langes -eben hinter sich hatte, reich an Ehren und Erfolgen, überreich an Freundschaft und Liebe und Verehrung, der, ein wahrhaft pbuo- iovhischer Geist, Die redue Zeit erkannte. Der grotzcn Welt aui immer ''ebewohl ui sagen und iid) in Die kleine Welt velgolandS^zurua- »uiiieben wo er, ein Einsamer, auch im Winter unter den ^nchcrn lebte mit seinen Erinnerungen an alle Fürstenhöse Europas, an bie Salons vom Fanar und Mahsair, vom Boulevard Kautzmann und von Der Wilhclmsrraße, an Asien und Europa, an Die Zeiten keiner Anfänge und großer Entwickelungen, Dieter Mann ivunx hier geschmäht. Und feiner seiner Freunde vermochte ihn. Der einige Monate vorher auf Dem kleinen Kirchhof der geliebten NoiDteeimel seine letzte Ruhestatt gefunden hatte, gegen die «crunglunpiung eines Andenkms zu schützen. Fetzt enDlidi kann Der Behauptung, Daß es'sich um Rudolf Lindau handelte, entgegengehaltest werden: es war Richard Lindau, Der jüngereJöruder, Der um iSbO in 'Bari» Musik studierte und Durch viele Gesälligketten 'w -vagn... Dessen Genie er verehrte, nützlich crwtes. a.te Behauptung, Dan tr weder Teursd) noch Franzoft^ yeriiaiidcn. Da er. Der m cm m ÄonAcrt DenAbendstern" ohne Viobe fang, iid) öffentlich blamiert hab, und andere übelwollende Bemerkungen aus Wagners Munde

werden wir cum grano salis nehmen, um ja mehr, als Wagner in einem Prozeß, Den Lindau wegen Des Unteils des Autorrechts an der 'ranzchstchi-u Tamihäu'erubertetzung gegen ihn anürengte Doch nur halb recht betonimeu hat uuo selbst mgeben mur Daß Lindau anständig genug war, aus die ihm zugestandene EntfchäDiaimg nicht ireiter zu Dringen. Wenn man ferner berück- sichtiat daß dieser Mann, Der als junger Memch Ptutiker werden wollte,' fünfundvierzig Fahre später in Barcelona als deut'chcr Generallomul und angeiebenstes Mitglied der deiitidjen rtqlunie in -Pinien gestorben ist, so muß man zngebeu. Dal; auch Dieter .Uiolt norf) ein Wein geworden in Und nickt um Richard Lindau.aui Motten seines Bruders zu tckmähen, ist seine Identität hier lest gestellt norden, sondern um Rudol s Bild von den Flecken zu reinigen. Die nickt durch Wagners, sondern der Herausgeber schuld cme Zeitlang daraus erichienen.

Wie man sich gegen Öen hitzschlag schützt.

CJic inördcriidv Hitzewelle, die jetzt ganz Mitteleuropa beim» sucht, fordert allenthalben Scharen von Cpicrn, die Plötzlich vom Hitzscklaae getroffen, oämnddiig zutammenbrecheii -t: erim.i» nuna DcS Hikfcklages futit und Cie Anzeichen, die ihm unmittel­bar üoraufgc!;.n, find *a hmlänglich bclannt: der Ewkrankenoe eniv- iinDct m,erträgliches Wärrncg. ul;t. Die Atmung wird keuchend. Der Puls beidüeunigt unü klein, es treten ötoptd ntcrien und irinbefinDfH i't gestört, und tckUetz- Iid) tritt die Lbnmacht ein. Wenn der vlniall sehr heftig ist und ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig kommt, kann Der rasche LoD Die §"^Tie Frage ist nun, wie man sich gegen Den Hitz sch lag schützt. Um sie beantworten zu können, muß man romen, worau' der L»itz- fcklag cigentlid) beruht. Am kürzesten beschreibt man chn wohl ein» Störung Der Wärmeerzeugung und der Wärmeabgabe Des Eöivers, Die schließlich zu einer übermäßigen Warm-uauung führt Tie Tiirchfck ninstemperatur Des meufchlichen Aorpers bc- trägt'bekanntlich, etwa 37 ÄraD Celsius, an heißen ^agcnjmD bei fckweier körperlicherlrbett, befonders beim Gehen im sonnen» brande neigt Die Temperatur nur um einige Grade über Die en ^Uichfchnnl Temoeraniren von 40 Graden *md bei marichicren- Den 5oidaf-n an Deinen Manöoenagcn nickt allzu feiten beobaa'tet morden ja e- find «ogar Temperaturen von 43 Grasen gerne,'en worden', ohne Dan in Diesen Fällen Der Hitz'chiag cia.rat. D,e Er- warmunq Durd) Muskelarbeit allein beDuigt also Den Litz'ckmg nicht tidmebr kommt es auch cur Die Abgabe von Waner und .Qo! leit.iure an, eine Aufgabe, Die b: 'Ccui ;u löicn hat. 3't die Auß nlnft selbst mit Wai'er gc'anig:, u s nun alsickwu. empfindet, so wird Die Haut hierin gehindert, xer Erwarmung duri Die umgebende Luft und Die Muskelarheu jetzt der men'ch-

Die Behauptung, Daß wir uns in dieser Weite eingemischt I und Die Berbandlungen zwischen Frankreich und Teilt,chland pra- indiziert hätten, ilt tatiadilid) eine böswillige Erfind n n g ohne eine Spur pon BegrünDung. Air haben es von Amaiig | an richtig gehalten, Hai zu legen, daß, wenn eine B e r -, cinbarung Der erwähnten Art nicht z u ,t a n D c fume, wir aktiven Anteil an Der Erörterung Der Lage nehmen müßten. Tas wäre unser Reckt als ^tgnatar» macht Des Algecirasvertrages unD konnte umcrc «er- Vflidituiig sein. Rack Den Mimniuuaen unseres A bkom ° m e n S m'i t Frankreich aus dem Fahre 1904 konnte es untere Schuldigten fein zur Verteidigung der durck die meuere Entwicklung direkt berührten enngliscken Interest en. Es gab feiten, wo wir nid t sicher waren, wie weit das voll verstanden

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wird 3d) freue rnick, iaacn zu können, daß wir jetzt vollständiq darüber beruhigt find Xie ErNärung, die vor mehr als drei Wochen hier abgegeben wurde, niü> die kurj td,c Rcdc de« S ck a tz I a n z l e r s haben es, w,e ich hone und glaube, voll­ständig klargestellt, daß w,r keine bc herrschen de oder überragende Stellung bean, vrudjen, sondcn, nur die Stellung einer Partei, die an icdcr möglichen Entwicklung und auch daran interessiert ist, daß die Vöwng die gegenwärtigen Lchwicrig- keiten gesunden l>at. Rack um crem Urteil würde cs ein sd'wcrerer Ätllcr fein und gewesen fein, einer solchen Situation ihren -.aut ut lassen, bis Die Geltendmachung unsere» Intereste» On ihr infolge dc* VGrauogegangenin 5tillidm>eigcn» Ueberrasckung unD iVerbitterung betüorgcrufen bötte in dem Augen- bild, wo diese Geltcndmackuiig zu einer gebietcrifchen Rotweiwig- keit geworden wäre. (Bestall.) Tagegen haben wir unS, wie ,d) glaube, durd) die bisherige n Er klär ungen ge­nüg e n D gesichert. Ick wiederhole, bai; wir einen erfolg­reichen Ausgang Der jetzt üattimdenben Bcipreckungen crniUid)

*av i viuiw»pv><.<» -vi -> - > - ... I miinidien und möchte im allgemeinen Intercstc einen encrgi, dien

spräche über das Budget der auswärtigen Angelegenheiten Qtt t>a» Haus richten, bei dem gegenwärtigen Uni ah nickt mit einer lurzen Erklärung, die er unter tiefem -tuL *u- rocitcrc Einzelheiten cimugebcn oder grundsätzliche Montro-

1 verfe nU eröffnen. .Lauter, allgemeiner Beifall.) ___

si,ic Binnan Wood sagte in urnnberunfl am tncljriic

Anfragen, die russische Regicruua habe den frülicrcn ^chah sowohl im vorigen wie in diesem Jahr wiederholt ge­warnt, nicht zu intriguiereu.

Eine deutsche Richtigstellung.

^teNorddeutsche Allgemeine Ztg " teilt mit: Olcgeu- übcr den im Auslande verbreiteten Gerüchten über Lan- düngen deutscher Mannschaften i n Agad ir ist nach Den 1 Dort vorliegenden amtlichen Meldungen sestzustellcn, daß lediglich eine Reihe von Tagen hindurch insgesamt LO terc und Mannschaften unbewaffnet zwei -stunden zum Spazierengehen an Land geschictt worden sind.

Tie Spanier m Elksar.

Paris, 27. Juli TcmParis Journal" wird au5 Elk,ar gemeldet, daß die. Spanier dort alles er­reich t hätten, was sic wollten. Tie Lfsizrere der sran- rösischeii Militärmission dürfen Elksar nicht mehr betreten und der Kaid Bendahan, der Befehlshaber Der scherisischen Garnison, hat mit den wenigen, ihm noch treu gebliebenen Soldaten abziehen müssen. Tic Spanier hätten dcwurch alle Franzosen, Die etwa die Absicht gehabt hatten, m Clhac ober der Umgebung Geschäfte zu treiben, abgeschnitten und so Die ganze GegenD in ihre Hande bekommen.

Em Zwischenfall am Um er-Rebia.

Tanger, 26. Juli. Wie ans spanischer Quelle siam- uiende Briefe aus Mazagan besagen, hat ein marofla» mjcher Posten einer Gesellschaft eucopäi|cher Herren, unter Denen sich Der Minister uhd spanische Konsul Vulas, lerner ein Beamter des Konsulats sowie der Vorsteher Der ^rauzis- lauer Mission und andere Europäer befanden, da» Heber- schreiten Des Hm-cr Rebia untersagt unter dem Hinweis Daraus, sie hätten leine Erlaubntt. von dem franzvinchen Kommandanten des Lagers von SiDi Ali. Tie GescU'chaft habe trotzdem den Fluß überschritten.

Iker nnd Flotte.

Tie Verjüngung des sranzöfischen Qsfizierkorps.

Tie vorzeitig gealterten oder körperlich d i e n st u n f ä h i g c n Offiziere in Frankreich, mit Denen man bisher zu große Rachsicht geübt, will Der neue Kriegsminister Mesfimy nunmehr endgültig aus Der Armee entfernen. In einem Rundschreiben an die komman­dierenden Generäle weist er Darauf hin, daß die jrühereu Vorschriften, Denen zufolge die Durch ihren GejunDhetts- licke unD tierifche Körper Ablühlungsrorrichtungc'l entgegen TaS 3d)wipcn, Die Wasserabgabe Durck Die Haut, verbraucht eine ganze Menge Wärme Des Körpers unD erzeugt Die fogenannteVer- cunstungslälle". Ties VcrDunsicn kann durch Den Wassergehalt Der Lust beeinträchtigt werden, aber aud^Dte MleiDung J,at Darauf limflufe. Tiese mut, um Die richtige ^ckwcif-vcttimstung Mzu- lassen, Den nd-tigen GraD von 2urd;läiitgfcit beiltzen Ist Die UnterflciDung, Die ursprünglich Dnrd lässig war, DurdnaBL w ist je fer Waffer- und Wärmeabgabe Ijnderlid) und wirkt pi.lmehr wäimcüauind genau wie der Pneßnitzsch- Um,d,lag. Tn Rahrungs- aufnai mc Des Körpers als Wärmcauelle tami als hinlänglich b> lärmt betrachtet werden, und bedarf in Diesem Juiammeni;angc IcincC weiteren Erörterung Ans all diesem folgt, wie man zunächst dein Hitzschlage Vorbeugen kann: was die Nahrung cmgehl, so meide man eüveiß- und fettreiche Stoffe, namentlich ,n Form von Fleisch, Lvcck oder &üb"enfrüd;ien; die Kleidung ist io zu wählen, r, Wärme- und .nechieniaurcabgcib- nickt hinderlich iit, Die Hauptausmerkiamkeit aber ist auf Das äußerliche Verhalten an heißen Tagen zu nckten. Natürlich muß Der «törver, wenn er tue VcrDunstung Waffer abgeben soll, auch Das nölige Außer zugcmhir erhalten Taß Das Aasferrrmken, wenn man stark eil ißt iit, fchäDlich fei, ist längst als Irrtuni erkannt. NaMrlich lanii man an beißen Tagen nicht, ivas Die 'ick, er sie Maßregel gegen Den Hitz schlag wäre. Die Arbeit einfach ntcDerlegen; Dcijec bleibt nichts an Der es übrig, als iie am Die kühlste 4.agc3jeii zu terlegen, oDer io weit es möglich in, in kühlen Räumen zu arbeiten, Deren Luf; nicht allzu große Wust'ermengen enthäli. Zu Der Ge- naidiragc ist noch zu ergänzen. Daß älkoholii'che Getränke zu vermciDen find, befonders starke Weine oder par schnaps, da­gegen ist kalter Kaffee, nötigenfalls auch mit einem schliß .'tognaf versetzt. Durchaus empfehlenswert, namentlich bei amrrengenden Märfcheii. .

Ist per Hix schlag irotz aller Vorbeugungsmahregcln fc cd) cm- getreten, so muß der Erkrankte zunächst an einen kühlen Ort ge­bracht und von seinen enengenbcn Kleidungsstücken befrei! werben; dann ist er mit kaltem Wasser zu begießen, und zur Belebung Des Herzschlages iönnen jc£t auch alkoholische Geiränke in germgen Mengen emgegeben werden. Unter allen Umständen it für rasche ärztliche Hilfe zu sorgen. K. F.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. 2em Berliner Staatsrechtslehrer, Geheimen Ober- rcglerungsra: Professor Tr jur Ferdmanh von M artitz > mürbe anläßlich seines goldenen Toiloriubiläums cie^Gro,; <^ol- bcnc 'I*ccbaillc für Alf'en'chuft verliehen. Seinen 70. G ^nris- tug begeht am 3C*. Juli der außerordentliche Proefsor und 2ir-r- ; tot des agrikulturchemifchen Laboratoriums an der Untoetutat ° Göttingen^ Geh. Regierungsrat Tr._ Bernhard Tollens.

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Nr. 175 Erstes Blatt \6\. Jahrgang Freitag, 28. Juli

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Vk W W ^9 W e befrebäkteur: A Goetz,

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Fernsprech-Anschlüße. politischen T«il: August

für die ReDaktlon 112, * /U f Goetz: für .Feuille-

»Ärf General-Anzeiger für Gveryenen n"obmtCM *2invigen Rofationsörud und Detloa d«k Brtiblicbcn Univ.Gu». und Steinbruderei R. fangt. Rebattion, (Erpeöition und Rruifertl: SSulftraht 7. 'ÜI den

L Bübingen; Sern|pred)tr Rr. 50 S.Ichä,.-stell- Ba^nhotttrafte 16a._____________________________________81"|;'9,n,eil:

Eine marottoreöe öes englischen Premierministern.

Die Lage ist heute klarer und ruhiger geworden Die gestern nnedergegebenen Ausführungen des Rcutcrscken Burecrus hatten manchen Unwillen besänftigt und waren von der ganzen deutschen Presse mit Erleichteriing begrüßt worden. Heute liegt dazu noch die erwartete Erklärung des englischen Ministerpräsidenten vor. Er hat gestern im englischen Unterhaus bei der Beratung über das aus­wärtige Rcffort Erklärungen abgegeben, die Englands Hal tung nunmehr etwas Narer hervortretcn lassen als bisher. Tie erste Ministcrrede vor drei Wochen und die letzten ,Wosaunenstößc" des Schatzkanzlcrs waren mehr ober weniger ein Spiel mit Worten gewesen. Es war damit offenbar beabsichtigt worden, Deutschland cinzuschüchtern. Llber das Bersieckspicl hat in Teutschland nicht verfangen, und die verhüllten Drohungen haben im deutschen Volke Erbitterung und Groll gegen England hervorgerufen, was den leitenden Staatsmännern in London wahrscheinlich nicht entgangen ist. Vielleicht hat Herr v. Kiderlen-Wacktcr gleichfalls irgendeinen Wasserstrahl in die Downing-Strect abgegeben. Jedenfalls hat sich die Haltung Englands neuer­dings geändert: es zieht vor, sich damit zu bescheiden, daß Teutschland seine Ansprüche geltend macht. Bon Hilfe and B ü n d n i s p f l i ch t den F r a n z o J c n gegenüber ist nicht mehr die Rede. Tas ist eine Tatsaä)e, der wir uns freuen dürfen.Jiiiii hat Teutschland ziemlich freie Hand, und die Franzosen werden bei den weiteren Verhandlungen nicht mehr auf die englische Stütze pochen können. Herr Asquith drückte sogar den Wunsch aas, oaß eszu einer für beide Parteien ehrenvollen und be­friedigenden Vereinbarung" kommen möge. Frankreich wird alio nicht fortfahren dürfen, uns einTrinkgeld" dafür zu bieten, daß es Marokko in die Tasche ft cd en darf. Tie sogenanntenKompensationen" gehen, sagt Asquith, sofern sie Die brunchen Interessen nickt becinträck- tmen, (Xiifllanb nichts an. .Tas ist eine Dämpfung ber darauf bezüglichen Schimpfereien ber englischen Prcs,e. Sollte aber eine Teilung Marokkos erfolgen, bann will England wieder mit im Spiele sein und sick) auch feinen Teil am Kuchen sichern.

Nk>r, abends 7.30 fleuratj.