** Stenographie. Am 22. d. M. hielt der Gabelsberger Stenographen-Verein von 1861 im „Eaf6 Ebel" seine ordentliche Hauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht über das 50. Geschäftsjahr 1910/11, der von dem 1. Schriftführer erstattet wurde, sei folgendes wiedergegeben: 5 Dezenien sind nunmehr verflossen, seit der G. St.-V. von einem kleinen Häuflein ins Leben gerufen wurde. Damals war Gabelsbergers Werk noch eine Kunst zu nennen, denn sie wurde nur, wie ja auch die Namen der Gründer aufweisen, von den gebildeten Ständen gepflegt, im Gegensatz zu heute, wo die Stenographie eine uneirtbehrliche Dienerin für die .schreibende Well geworden ist. Demgemäß hat auch der Mitgliederstand von damals fast um das LOfache zugenommen, indem der Verein jetzt aus die stattliche Mitgliederzahl von beinahe 300 blicken kann. In dem vergangenen (50.) Geschäftsjahr fanden 21 Vereinsabende statt, von denen vier mit Vorträgen ausgeschnrückt waren. Vertreten war der Verein auf 5 Versammlungen des Bundes, Verbandes bezw. Bezirkes. Von der Unterrichtstätigkeit innerhalb des Vereins sei erwähnt, daß 4 Anfänger-, 2 Fortbildungs-, 2 Redeschrift-, 2 Diktat- und 2 Schreibmaschinen-Kurse, sowie ein Unter--’ richtskurs in der französischen Sprache abgehalten wurden. Außerhalb des Vereins wurde von Mitgliedern Unterricht erteilt im Inf.-Regt. Nr. 116, im Ev. Jünglingsverein „Wartburg", im Kaufmännischen Verein weibl. Angestellten, an der Kaufmännischen Fachschule, an der Präparanden-Anstalt in Lich und im G. St.-V. Klein-Linden. Bei dem Bundes-, Verbands- und Bezirkswettschreiben wurden insgesamt 48 Preise, sowie einige Ehrenpreise, errungen. Die festlichen Veranstaltungen (in Gemeinschaft mi! dem Damenverein) und zwar Himmelfahrtswanderung nach Greifenstein-Dianaburg-Braunfels, Feier des Gründungstagcs (Kommers und Ausflug), Gabelsbergers Geburtstagsfeier und ein larnevalistisches Tanzkränzchen erfreuten sich durchweg einer guten Beteiligung. Der von dem Rechner üorgetragene Kassenbericht wies ein erfreuliches Bild der finanziellen Lage des Vereins auf. Auf, Antrag der Rechnungsprüfer wurde dem Rechner Entlastung erteilt und ihm von dem 1. Vorsitzenden noch der Dank des Vereins für die tadellose Kassenführung zum Ausdruck gebracht. Tie Vorstandswahl ergab die einstimmige Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder. Nachdem noch einige Beschlüsse betr. der 50 jährigen Jubelfeier, die anläßlich des 32. Verbandstaaes des hessen-nassauischen (Main-Rheingau) Verbandes, am 1., 2. und 3. Juli stattfindet, gefaßt, schloß der 1. Vorsitzende gegen 1 Uhr die sehr anregend verlaufene Versammlung mit einem Hoch auf den Verein.
Kreis Lauterbach.
= Hochwaldhausen, 25. April. Der vor einigen Jahren an den östlichen Ausläufern des Hoherodskopf, in unmittelbarer Nähe der Bahnstation Ilbeshausen, gegründete Luftkurort Hochwaldhausen gewinnt infolge seiner reizenden und gesunden Lage eine immer größere Bedeutung. Umrauscht von den mächtigen Buchen des herrlichen Oberwaldes lockt es von Bötzinn des Frühjahrs bis in den Spätherbst die Touristen herbei, um sich im schattigen Grün von den Mühen der Wanderung zu erholen. Mich die Ansiedlungsfrequenz hat schon sehr gute Fortschritte gemacht. Ein neues Unternehmen ist zurzeit in Aussicht, dessen Verwirklichung dem jugendlichen Luftkurort einen größeren Aufschwung geben wird. Es.handelt sich um die Errichtung einer höheren Schule, allerdings nicht um eine staatliche, sondern um eine sogenannte freie Schulgemeinde, wie bereits seit dem Jahre 1906 in Wickers- - öorf bei Saalfeld eine solche besteht. Vor einigen Tagen weilten Herren der freien Schulgemeinde Wickersdorf bei dem Gründer des Luftkurorts, Hotelbesitzer Berlit in Hochwaldhausen, und besichtigten die Lage des Kurorts sowie das etwa in Frage kommende Baugelände. Die Schule wäre zunächst als sechsftufige Reformanstalt gedacht, die sich allmählich zur Vollanstalt entwickeln soll. Hauptbedingung für die Errichtung der Schule ist die Anlage großer Sportplätze sowie Gelegenheit zum Rodelsport. Eine Rodelbahn ist nicht allzuweit vorhanden. Der Raum zu anderen Sportplätzen ebenfalls. Die Erbauung dieser Schule wäre durch das reich vorhandene Holz- und Steinmaterial rnit verhältnismäßig geringen Kosten verknüpft und das Zustandekommen des geplanten Unternehmens wäre für die hiesige Gegend sehr zu wünschen. Die betreffenden Herren haben sich sehr anerkennend über die Lage des Luftkurorts ausgesprochen und die Förderung der Angelegenheit versprochen.
Kreis Friedberg.
L. B a d - Na u h e i m, 25. April. Die unter dem Denk- üralschutz befindliche alte Salinenschmiede in der Nähe des abgebrochenen sogenannten französischen Siedehauses ist in denselben Form an den neuen Salinenanlagen am Goldstein wieder aufgeführt worden. Da täglich zahlreiche Kurfremde eintreffen, sind jetzt vier staatliche Badehäuser geöffnet worden. Die Spruoeleinfassungen sind fertig geworoen und gewähren einen prächtigen Anblick. Die an ihnen auszuführenden Bildhauerarbeiten werden während des Sommers ausgeführt. In wenig Tagen wird auch der neuangelegte Sprudelhof hergestellt sein.
-m. Nieder-Flor stad t, 25. April. Kürzlich erkrankte das Kind eines hiesigen Bürgers, der es zunächst von dem hiesigen Arzt behandeln ließ. Durch dritte Personen aufmerksam gemacht, wandte sich der Vater des erkrankten Kindes an eine Frau in Büdingen, die das Naturheilverfahren betreibt. Sie sandte Medikamente, das Kind wurde aber schlimmer und starb plötzlich. Hierauf ließ die Staatsanwaltschaft Gießen die Leiche beschlagnahmen und gestern fand ihre Obduktion statt. Sie ergab, daß das Kind an Gehirnvereiterung gelitten hatte, wodurch der Verdacht, daß die Frau den Tod des Kindes durch ihre Behandlung verursacht hatte, hinfällig wurde.
Hessen-Nassau.
X Hanau, 25. April. Für den Truppenübungsplatz des 18. Armeekorps, der nach den neuesten Bestimmungen im Spessart, bei der Stadt Bad Orb, errichtet werden wird, hatte die Militärverwaltung noch kürz- lich ein Gelände im östlichen Teile des Kreises Hanau und im angrenzenden Kreise Gelnhausen, bis Somborn hin, vorgesehen. Das Dorf Ober-Rodenbach int Kreise Hanau war als Mittelpunkt vorgesehen, und zum völligen Verschwinden ausersehen, gleich den Orten Villbach und Lettgenbrunn bei Orb, die jetzt dem Abbruche verfallen sind Die heftige Agitation, die in Orb gegen das Projekt der Errichtung eines TruppenübungsplaHs eingesetzt hatte, war jedenfalls mitbestimmend für die Militärverwaltung' sich nach einem Platze im Krefte Hanau umzusehen, bis dann die Order Einwendungen als hinfällig bezeichnet und daä Gelände bei Orb endgültig für den Truppenübungsplatz bestimmt werden konnte.
Dcrmifcbte».
_ * Das O Vier eines Raubmordes ist anscheinend, wre sich letzt h.rausstellt, in der Silvesternacht ein junger Mann in Köln geworden. Auf der Heimkehr von einem Silvester ball war der sich hier aufhaltende 19jährige Sohn des Rentmeisters Bonan aus Fürstenberg in Westfalen verschwunden. Nach längerer Zeit meldete sich die Frau eines Bäckers, die mitteille, sie habe gesehen, wie in der Silvesternacht ein junger Mann' bet sich in Begleitung eines jungen Mädchens befand, von zwei Dcannern niedergeschlagen worden sei. Später hätten die Männer den anscheinend Leblosen auf den Rücken genommen und ihn m den Rhein geworfen. Diese Mitteilung bat setzt insofern Bestätigung gesunden, als nunmehr die Leiche des- Verschwundenen
unter einem Floß im Rhein gefunden wurde. Bei der Leiche fand sich fein Geld vor. Da der junge Mann bei seinem Verschwinden über 200 Mark bei sich trug, scheint es sich zu bestätigen, daß er von jenen zwei Männern im Bunde mit einem Mädchen beraubt, ermordet und sodann in den Rhein geworfen worden ist.
* D i e Kaiserbroschen der Brüsseler Blumenhändlerinnen. Ein hitziger Streit unter den Brüsseler Blumenhändlerinnen ist durch gerichtliche Entscheidung zu einem vorläufigen Abschluß gekommen. Man erinnert sich, daß bei dem Besuch des,deutschen Kaiserpaares im alten Brüsseler Rathause die Blumenhändlerinnen, die auf dem schönen alten Platze ihren historischen Standplatz haben, der Kaiserin und Prinzessin Viktoria Luise Blumensträuße überreichten. Die beiden Frauen erhielten als Dank- und Erinnerungszeichen zwei schöne Broschen mit dem perlengeschmückten Widmungszuge der Kaiserin. Leider erregte das Geschenk den Neid der übrigen Brüsseler Blumenhändlerinnen so sehr, daß sie zum Kadi liefen und den beiden Frauen, die im Auftrage aller Blumenhändlerinnen gehandelt hätten, das Rechn auf die Broschen abstritten. Man wollte, daß die Schmuckstücke verteilt ober zurückgeg ben werden. Die beiden Glücklichen kämpften energisch um ihren Besitz und boten einen entsprechenden Geldbetrag als Ersatz an. Daraus gingen die anderen nicht ein, denn ihnen war es nicht um Geld zu tun, sondern um die Ehre. Der Richter legte den beiden Beklagten den Eid auf, daß keine Abmachungen bestanden haben, wonach sie den übrigen Blumenverkäuferinnen gegenüber verpflichtet gewesen seien, etwaige Belohnungen zu teilen. Da dieser Eid geleistet wurde, so wies, wie der „Tag" meldet, der Richter die Klägerinnen ab, und die beiden Frauen bleiben im Besitz ihrer Broschen. Doch ist bei der Prozeßleidenschaft der Marktfrauen sicher zu erwarten, daß die Angelegenheit auch die zweite Instanz beschäftigen wird.
* Em eigenartiger Fall von Gedachtnis- schwäche ereignete sich dieser Tage in London. Eine junge Dame bat auf der Straße einen Schutzmann utm Hilfe, da sie sich nicht erinnern könnte, woher sie komme. Sie wurde auf die Polizeiwache gebracht und vermochte sonst in jeder Hinsicht Rede zu stehen, verriet sogar einen hohen Bildungsgrad, nur in bezug auf ihren Namen und ihre Herkunft hatte sie jede Erinnerung verloren. Man machte die verschiedensten Versuche, ihr Gedächtnis zu wecken, las ihr u. a. alle Namen des Adreßbuches vor, deren Anfangsbuchstaben mit den auf ihren Kleidern gefundenen übereinstimmten, aber vergebens. Durch Zeitungsnotizen konnte endlich eine Identifizierung herbeigeführt werden. Zwei Damen erkannten das junge Mädchen als eine Miß Kent, Kassiererin in einem Londoner Geschäftshaus und Pensionärin im Heim für arbeitende Mädchen. Als man ihr die beiden ihr sonst wohlbekannten Damen zuführte, zeigte die Erkrankte keinerlei Spur von Erinnerung. Die Störung soll durch Gemütserregungen entstanden sein.
Kleine Taqeschronik.
Auf Grund der Tatsache, daß kürzlich die Allongen der neuen Hundertmarknoten von einer Firma mit Reklameaufdruck versehen worden sind, warnt die „Berl. Korresp." davor, solche oder sonst für den Umlauf untauglich gemachte Noten in Zahlung zu nehmen, da deren Einlösung seitens der Reichsbankanstalten erst nach einer nur in Berlin ausführbaren und mit erheblichem Zeitverlust verknüpften Prüfung ihrer Echtheit erfolgen kann.
In Elberfeld übergoß sich eine Arbeiterfrau mit Petroleum und zü ndete sich selbst an. Ihre Kinder hatte sie vorher zu Besorgungen fortgeschickt.
In Stuttgart stürzte bei den Abbruchsarbeiten der alten Dragonerkaserne eine Wand ein und verschüttete zwei Arbeiter. Der eine wurde getötet, der andere schwer verletzt.
In Pausa (Vogtland) und in dem benachbarten EberS- gru en sind Zahlreiche Personen an Vergiftungserscheinungen, teilweise schwer, erkrankt. Die Ursache ist auf den Genuß gewiegten Fleisches zurückzuführen. Untersuchung ist eigeleitet.
In Blankenburg im Harz brannte in vergangener Nacht das Hotel Fürstenhvf" vollständig nieder. Der Inhaber und das Personal konnten sich retten.
In Bamberg wurde in der Michaelkirche ein Fremder fest genommen, der einen Kerzenleu chter zertrümmert und Altardecke nzerrissen hatte. Der Täter heißt Weber und stammt aus Mannichswalde in Sachsen-Altenburg. Bald darauf wurden ähnliche Beschädigungen in der St. Getreu- Kirche wahrgenommen.
In Holthausen brach ein Wald'brand aus, durch den 1000 Morgen Waldbestand zerstört wurden.
In der Nacht drangen in die Postagentur Breinig zwei vermummte Männer ein und zwangen den Postverwalter mit voraehaltenem Revolver, den Geldschrank zu öffnen, der 4000 Mark enthielt. Die Verbrecher sind unerkannt e n t f o m men.
Bei Saarbrücken stürzte bei einer Besichtigung durch den Korps-Kommandeur der Oberleutnant Mathieu vom Infanterie-Regiment Nr. 70 mit dem Pferde. Der Offizier wurde angeblich geschleift und durch Huftritte schwer verletzt.
In Wien stiftete eine verstorbene Bauunternehmerin für arme Studenten eine Million Kronen.
Aus Wattenscheid wird gemeldet: Auf der Zeche „Holland" wütet seit acht Tagen ein Grubenbrand, der bisher noch nicht bewältigt werden konnte. Durch ben Brand sind etwa 600 Bergleute arbeitslos.
In Oldenburg ist der Stammsitz der alten dänischen Adelsfamilie, der Grafen von Surf ner, das Schloß Schu- lenburg, ein Raub der Flamm en geworden. Damit ist eine der schönsten Baulichkeiten Schleswig-Holsteins zerstört.
Am Sonntag kollidierten 100 Meilen südlich von Schanghai die chinesischen Dampfer „Kwanglee" und „Meefoo". „Mee- foo" wurde buchstäblich in zwei Teile zerschnitten und an! innerhalb weniger Minuten. Ue6er 4 0 Chinesen sind ertrunken; alle ausländischen Passagiere wurden gerettet.
Tas aus vier Gebäuden bestehende Gehöft des Besitzers Skowronnek in Dupken ist vollständig niedergebrannt. Eine alte Frau ist verbrannt.
In Saint aignan veranstalteten bei der Hochzeit des 58jährigen Schneiders Dupin etwa 150 Personen vor der Wohnung des Neuvermählten Katzenmusik. Nach etwa einer Stunde schoß Dupin in die Menge. Eine Person war sofort t o t. Der Schütze verbarrikadierte sich in seinem Hause, bis die Gendarmen ihn festnahmen.
Die Sitzungen der Pestkonferenz in Mukden sind beendet.
Einer Meldung aus Trautenau zufolge hat die Spinnerei Faltis Erben, die 1200 Arbeiter beschäftigt, den Betrieb eingestellt, nachdem 400 Spinnerinnen wegen Nichtbewilligung von Lohnforderungen gestern in den Ausstand getreten sind. Auch in anderen Fabriken macht sich eine Lohnbewegung geltend.
Batavia ist für choler av erseu cht erklärt worden.
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 11. bis 24. April 1911.
Bereits zu Anfang Avril hatte bie Preisberichtstelle des D. L. R. aus die durch Bläusefraß verursachten Schäden und auf die nachteiligen Folgen der Blärz'röste hiugewiesen. Der nach dein Eischemen des betreffeudeu Berichts emqctretene Kälterückfall bat, ivie die amtlichen Berichte von 'Dhtte Avril erkennen lassen, namentlich die svät gesäten und infolgedessen schwach entwickelten Saaten iveiter ungünstig beeinflußt, so daß der Stand von Weizen auf nur 2,7 gegen 2,2 im Vorjahre geschätzt wird und Roggen noch ungünstiger, nämlich mit 2,8 gegen 2,4 im Vorjahre beurteilt wird. Am wenigsten befriedigten die Futtergewächie, von denen Klee die Rote 3,0, Luzerne die Rote 2,9 erhielt. Die durch diese ungünstige Darstellung soivie durch erneute Befürchtungen wegen der andauernd 'rockenen Witterung hervorgerustue Befestigung hat auf dem Weltmärkte einen lebhaften Widerhall geiuiiöeu. Infolge der all- gemein erwachten Kauflust hat Argentinien seine Forderungen seil
h/L3uli su i
Meteorologische veodachtungen der Station Gießen.
bis 25. April = + 25,3 6 3.
25.
Ein ausgezeichneter Erfolg.
Fällen von
Weißbrot 2 j\g. 62 P,g.
Schwarzbrot 2 Kg. 54 Vst.
Inboiftnw Mhenz., Ante
Weizen 100 Kg. OO.Ou 00.00 Blk. Roggen 100 Kg. 00.00-00.00 Mk.
Entkräftung ist einerseits auf ihre zweckmäßige Zusammensetzung ans nährstoffhaltigenBestand- teilen zurückzuführen, andererseits auf das langerprobte Scottsche Verfahren, in dem dieselben in eine so leicht verdauliche und wohlschmeckende Form gebracht werden, daß jung und alt Scotts Emulsion gern und mit Erfolg nimmt. Da dem Präparate zahlreiche Nachahmungen erwachsen sind, empfiehlt eS sich, beim Einkauf ausdrücklich Scotts Emulsion zu verlangen, deren äußere Verpackung neben# stehende Schutzmarke aufweisen muß. Man lasse sich auf keinen Fall Nachahmungen aufdrängen.
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Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 24. April 1911.
|;':t von Äc lÄendyseiihe Iramine W Beten nächst It:d)nlal3 u. 5 |iWi b. 1.81 riatlung uri «standen.
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Markte.
— Kartoffelmarkt-Bericht vom 24. April 1911. Dortmund: Magnnrn bonmn 3.70—0.00, weiße runde 2.80—0.00, Gelbfleischige weiße0.00, roteMk.4.00—0 00. Köln: RoteTaber2.8k», rote Sorten Alk. 2.70—2.80, Magiuiin borniin Mk. 3.60-3 90, weiße riinde Alk. 2.80—2.95,Gelbfleiichige blaue Alk. 0.00 —0.00, rote 4.00 bis 4.30, weiße 0.00 bis 0.00. K enipen: Rote Taber 0.00-0.00, andere rote Sorten Mk. 0.00-0.00, Magnuin bonum Mk. 4.20, weiße runde 0.00—0.00. Gelbfleischige blaue 0.00—0.00, rote Mk. 0.00—0.00. Plaidt: Rote Daber Mk. 0.00—0.00, andere rote' Sorten 0.00—0 00, Magnum bonum Alk. 3.50—0.00, weiße runde Mk. 4.00—0.00, Gelbfleischige rote Alk. 3.50-0.00, weiße Alk 0.00—0.00. Saarlouis: Rote Sorten Mk. 0.00-0.00, Magnum bonum Mk. 0.00—0.00, weiße runde Mk. 0.00 bis 0.00, Gelbfleischige rote O.oO—O.OO, weiße Alk. 0.00—0.00. Magdeburg: Rote Daber Mk. 2.-.0—0.00, andere rote Sorten Mk. 1.75 -1.95, Magnum bonum Mk. 2.40 bis 2.75, weiße runde Alk. 1.90—2.20, Gelbfleischige rote Alk. 2.50—2.90. Dl ü nchen : Magnum bonum Alk. 4.00—0.00, weiße runde Mk. 0.00—0.00, Gelbfleischige weiße Mk. 4.50—0.00. (Alles zu 50 Kilo.)
91ut echt mit dieser Mark—demFischer — dem Garantie- Zeichen des Scott- ichen Verfahrens!
Frankfurt a. M., Eostenheiiner Straße 14 park., 9. Mai 1909.
/Diem dreijähriges Söhnchen Wilhelm hatte letzten Winter die Masern zwar glücklich überstanden, war aber dadurch sehr vor Kräften gekommen, und seine Widerstandsfähigkeit war sehr znrück- gegangeu. Ich gab dem Kleinen nun eine Zeit lang Scotts Emulsion zu seiner allgemeinen Stärkung und Wiederaufrichtung was nur auch bestens gelungen ist. Nach verhältnismäßig kurzein Gebrauch ist der Kleine heute em dicker, wilder Junge, dessen Besinden nichts zu wünschen übrig läßt'. (gez.) Frau Volk.
Daß Scotts Emulsion so vorzüglich wirkt in allen
fjl Ludwig,' Munmer
WebiM- i gnund mit! SSUjofot
Scott» Emulsion roirb von un» auSichNebNch un groben verfault und »war nie lose nach Gewicht oder Mab, sondern nur in Dcxi.cgtlten Originaiflaichru m Karton mit unserer Schutzmarke (Fächer mit dem Dorsch). Scott & Äowne. <S. m b \>, tzrankiitrt o. M-
Scftanbiciie: Kritisier Medizinal-öebertran 150,0, prima Llu»erin 60A unterpiiosptzortgsaurer Rait 4,3, unterphoSphorig aure» Uiatrou M, pule. Tragant SA), feinster aiav. Summt puiv. 3,u, Wasi-r 120,0. illtebol HA 4>t«4» aromausche fSeuUfteu tou filmt», MaturoL» uo tflkuUtOeciadl tt 3 $«ptau
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Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. Bi.
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50 Kg. Schlachtgewicht 85—88 Blk.
h,Kg. Schlachtgeiv. 96-103 Vf.
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7, , 88-92 ,
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1911
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der Vorwoche in Hafer
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180
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180
Ende März um 8—10 Mk. erhöht. Auch Rußland hat seine Treffe für sämtliche Artikel, namentlich für Futtergetreide, stark gefteigel und damit den Anstoß zu der auf dein deutschen Haferrnarkte zur» Durckrbruch gelangten Auswärt-bewegung gegeben. Luitergerse behielt ihre feste Tendenz gleichfalls bei: infolge der verivatclv» Frühjahrsbestellung fehlt es an den russischen Märkten an Zwüh- uiid da per April noch große Verpflichtungen bestehen, so erhält sich das hohe Ausgeld, das greifbare uud bald fällige Ware ar- dauernd bedingt. Aber auch spätere Sichten haben im Preise ar- aezogen, da die Vonäte im Innern Rilßla>lds nicht mehr groz sein sollen und man infolgedessen auch uach Beendigung der Feld- arbeiten nur auf schwache Zufuhren rechnen zu können glaubt. Die Hausse auf dem Hafer- und Gerstenniarkte hat auch die Tendenz des bisher vernachlässigten Blaises fest werden lassen, und da die Qualität von Mixed wenig beiriedigt, Platarnais kaum noch m Trage kommt, so wendet sich das Interesse zuletzt mehr den Odessa- uub Tonaulorlen zu, deren Preise merklich angezogen haben. Von Brotgetreide war bei fuappem inländischen Angebot namentlich Roggen sehr fest; die meist schivaeh versorgteii Blühten bezahlten ivillig die im Verlaufe um 5—7 Mark geuetqexten Iheiie und auch die erhöhten russischen Offerten führten zri größerem schäft. Anch Weizen hatte ziemlich lebhaftes Geschäft. Ten stärksten Preisfortschritt hatte aber Hafer zu verzeichnen, indem vieliach >0—15 Blk. höhere Forderiingen bewilligt wurden.
Es stellten sich ine Preise für inländisches Getreide am letzten Biarkttage in Mark pro
•+ 8)
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Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Blagdeburg Halle Leipzig Rostock Hamburg Haiinover Tüsseldorf Fraitkfurt a.M. Mannheim Biünchen
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 203.00 (4- 1.75), Budapest April 216.60 (-ft 10.65); Liverpool Mai 155.90 (-ft 5.15) Paris April 213.65 (0.00). Ehlcaao Mai 140.30 (4- 6.05). Roggen': Berlin Mai 158.00 (-ft 2.75). Haier: Berlin Mai 163.50 (4- 5.03) Blk. Futtergerste cif Hamburg April 113.00 (-ft 3.75) Blk., Blai-Juiii 112.75 (+ 4.50) Blk.
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