Ausgabe 
31.8.1911 Zweites Blatt
 
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btt Cholera in Mvnastir wurde morgens die Quarantäne in Dstrova auf 48 Stunden ausgedehnt, so daß es zweifelhaft ist, vL Richter heute hier eintrifft. Der Schuldirektor Sigmund fuhr Richter mit dessen Sachen und Korrespondenz entgegen.

Nach einer späteren Meldung ist Richter aus der Quarantäne <n Ostrava entlassen worden und traf heute abend in Saloniki stn, doch hatte der Zug eine fast ^dreistündige Verspätung.

DasBert. Tagebl." meldet aus Saloniki: Der Kaimakam von Elassona erklärt, Richter habe sich aus freien Stücken so lange in Elassona aufgehalten. Er sei sehr ermüdet gewesen, habe sich ganz zurückgezogen und habe an Schriftstücken ge­arbeitet. Auch habe er vorgegeben, die Ankunft seiner Frau in Saloniki abwarten zu wollen und bis dahin es vorzuziehen, in Elassona zu verweilen. Am 27. August habe er sich nach Mitternacht entschlossen, Elassona zu verlassen und nach Ser- fidsche abzureisen. Der Mutessarif von Saloniki habe daraufhin Richters Ankunft dem Mali von Mouastir angezeigt. Der Kai­makam von Elassona berichtet weiter: Richter erzählte mir, sein Aufenthaltsort sei ihm unbekannt gewesen. Er glaube aber er habe sich in Griechenland befunden. Zeitweilig kamen verkleidete Personen zu ihm, die griechisch sprachen, aber gar nicht das Aussehen von Räubern hatten. Richter gab an, er würde diese Leute leicht wiedererkennen. Wäh rend seiner dreimonatigen Gefangenschaft habe er in seinem geheimnisvollen Versteck einmal Hurrarufe ae hört und jemand hätte in einer gewissen Entfernung das Wort Germanns" ausgesprochen, worauf Richter schon mit Rufen erwidern wollte: er wurde aber von den Räubern zum Schweigen gezwungen. Richter glaubt, es seien griechische Gendarmen gewesen.

Arbeiterbewegung.

Die Lohnbewegung in der Metallindustrie.

Berlin, 30. Aug. In der heute hier abgehaltenen Ausschußsitzung des Gesamtverbandes deutscher Metallindu­strieller wurde folgender Beschluß gefaßt: Nack Kenntnis­nahme des eingehenden Berichts über den Stand der Diffe­renzen im Verband der Metallindustriellen im Bezirk Leipzig und über die am 26. August zur Unterstützung des Leipziger Bezirksverbandes vorgcnommenen Sympathieaus­sperrungen durch das Kartell der sächsischen B.'zirksverbände des Gesamtverbandes deutscher Metallindustrieller beschließt der Ausschuß des Gesamtverbandes zunächst, den Verlauf der zurzeit noch schwebenden Verhandlungen abzuwarten und nach deren Abschluß Stellung zu den einzelnen Forderungen zu nehmen, erklärt jedoch, daß vor allem der Abschluß von Tarifverträgen und die Einführung von Minde st löhnen unter keinen Umständen zugestanden werden dürfen. Sollten die Arbeitnehmer an diesen oder anderen, die Leistungs­fähigkeit der Metallindustrie untergrabenden Forderungen festhätten, würde der Gesamtverband geschlossen hinter den betroffenen Bezirksverbänden stehen. Ebenso beschließt der Ausschuß des Gesamtverbandes, dem Thüringer B:zirksver- band volle Urrterstützung gegen unberechtigte Forderungen der Arbeitnehmer zuteil werden zu lassen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 31. August 1911.

* Die AmtSgerichtSbez i rke Hessens hatten nach der Volkszählung vom 1. Dez. 1910 Einwohner: Provinz Starkenburg 590400: 1. Darmstadt I 87 089, 2. Darmstadt II 51 098, 3. Beerfelden 7 975, 4. Bensheim 15 664, 5. Dieburg 21 258, 6. Fllrth 17 954, 7. Gernsheim 15 792, 8. Groß-Gerau 49 123, 9. Groß-Umstadt 15 072, 10. Hirschhorn 5 891, 11. Höchst 15 976, 12. Lampertheim 19 573, 13. Langen 29 385, 14. Lorsch 24 494, 15. Michel­stadt 16 970, 16. Offenbach 115 182, 17. Reichelsheim 8870, 18. Reinheim 16 742, 19. Seligenstadt 27 667, 20. Wald- Michelbach 10 424, 21. Wimpfen 3193, 22. Zwingenberg 15 008. Provinz Oberhessen 309 194: 1. Gießen 65 403, 2. Alsfeld 20 095, 3. Altenstadt 7275, 4. Bad-Rauheim 11 356, 5. Büdingen 13 913, 6. Butzbach 17 404, 7. Fried­berg 33 201, 8. Grünberg 15 197, 9. Herbstein 11 455, 10. Homberg 11 410, 11. Hungen 7917, 12. Laubach 7367, 13. Lauterbach 12 321, 14. Lich 8106, 15. Nidda 13 231, 16. Ortenberg 13 117, 17. Schlitz 6272, 18. Schotten 8763, 19. Ulrichstein 8128, 20. Vilbel 17 263. Provinz Rhein­hessen 382 529: 1. Mainz 151499, 2. Alzey 28 771, 3. Bingen 21 242, 4. Nieder-Olm 13 746, 5. Ober-Ingel­heim 20 388, 6. Oppenheim 25 879, 7. Osthofen 20 002, 8. Pfeddersheim 16 154, 9. Wöllstein 17 063, 10. Wörr­stadt 15 189, 11. WormS 52 596.

** Aus der Imkerei. Bis in die Pfingstwoche hatten die Imker einen ausgezeichneten Honigertrag ihrer Völker zu verzeichnen. Die Honigernte war so reich, wie sie nur selten in den Jahrgängen vorkommt. Damit war es-aber auch fertig. Es mangelte zwar beim Beginn der Dürre nicht an Blüten, aber sie blieben honigleer. Schon die Lindenblüte zeigte diesen Mangel. Da flogen nun die Bienen bei der Tropensonne gar emsig aus, aber die Zellen in den Wabengassen ihrer Stöcke blieben leer. Die Schwärme, die meist in diesem Jahre spät fielen, konnten somit ihren Winterbedarf unmöglich eintragen, ebensowenig die alten Völker, denen die Schleuder den ersten Honig genommen. Nun müssen die Bienen den Wintervorrat gereicht bekommen, und zwar ist jetzt hierfür die Zeit am geeignetsten, weil die Bienen das Futter noch versiegeln können. Zur Einwinterung gibt es kein besseres, kein billigeres, kein bequemeres Ersatzmittel Tür Bienenhonig als Fruchtzucker.

Landkreis Gießen.

O Lich, 30. Aug. Das Bezirksschießen des Hafsiä- Bezirks Lich, das in diesem Monat in Bettenhausen stattfinden sollte, fällt dieses Jahr wegen der Maul- und Klauenseuche aus. In Musch en heim sah man dieses Jahr und zwar vergangenen Sonntag von der Feier der Kirchweihe wegen der damit verbundenen Ausbreitungsgefahr der Seuche ab.

f- Lauter, 30. Aug. Daß Damen in Ballklei­dern und im Schmuck Wasser bei einem Brandaus­bruch tragen, wird wohl selten vorkommen, und doch ist dieses hier geschehen. Als gestern morgen bei der Kirmes nach einer lustigen Galoppade der Feuerruf ertönte, eilten die Tänzerinnen in ihren weißen Kleidern ohne weiteres auf die Brandstätte und stellten sich in die Reihe, die Eimer weiter reichend. Daß es dabei nicht ohne von Wasser trie­fende Kleider und nasse Füße abging, kann man sich leicht denken.

Kreis Lauterbach.

^Lauterbach, 30. Aug. Der Minister des Innern, v. Hombergk zu Vack, der sich zurzeit auf einer Besi ch ti- gungs reife durch Oberhessen befindet, traf gestern gegen Abend rn Begleitung des Provinzialdirektors Dr. Uf inqer aus Gießen mittelst Automobil von Schlitz kommend hier ein und übernachtete im Hotel Schütz. Heute morgen ging die Fahrt über den Vogelsberg nach Friedberg weiter.

^Frischborn,30. Ang. Gestern abend gegen 10 Uhr brach in der Hofreite des Mühlenbesitzers Heinrich D au m II Feuer aus, das die Scheuer vollständig in Asche legte Als Ursache des Brandes ist anzunehmen^ daß an der am Tage

in Betrieb gewesenen Dreschmaschine beim Einstellen der Arbeit nicht die notige Vorsicht beachtet wurde.

A n g e r s b a ch, 30. Aug. Die Annahme, die M a u l - und Kl au en se uche, die in voriger Woche bei einem im Schlachthause zu Lauterbach eingetroffenen Schweinetrans­port aus Norddeutschland festgestellt wurde, hätte sich in­folge der Sofortigen strengen Maßnahmen und vorgenom­menen Desinfektton nicht weiterverbreitet, hat sich nicht bewahrheitet. Unter dem Rindvieh des Landwirts Hch. Kvnr. Lang hier wurde die Seuche heute f e st g e st e l l t; sie ist wahrscheinlich durch dessen Sohn, der auf dem Bureau Der Wurstfabrik Tuchardt in Lauterbach beschäftigt ist, ein- geschleppt worden. Der ganze Ort wurde heute mit Chlor­kalk bestreut und die umfangreichsten Vorsichtsmaßregeln gegen Weiterverbreitung getroffen. Da hier eine zahlreiche Rindviehzucht besteht, würde die Seuche bei ihrer Weiter­verbreitung großen Schaden anrichten.

Kreis Schollen.

Schotten, 30. Aug. Die Zweigvereine des Vogels­berger Höhen-Clubs rüsten sich zum H e r b st a u s f l u g nach Schotten am nächsten Sonntag, mit dem das 3.0 i ä 5 r i g i V.-H.-C.-S tiftungsfest verbunden ist. Tie Anmeldungen ind sehr zahlreich eingdaufen. Gegen 1 Uhr werden die Zwcig- A'retne auf der Warte bei Schotten eintresfen, um nach Be- jriiBung und Erfrischung in Schotten einzumarschieren: eine Ehrenpforte grüßt ihnen zu:Zieht froh bei uns ein In wackeren Reih'n, Laßt zu Hause die Grillen und Motten, Wir Schotter Schlörb, Spanier, Pröscher und Kromm Und alle rufen aus: Herzlich Willkomm, Willkommen im fröhlichen Schotten!" Nach­dem sich der Körper in den Gasthäusern der Stadt gütlich getan, soll um 4 Uhr der Festakt in der Turnhalle seinen Anfang nehmen. Tie Halle ist durch ein Festzelt erweitert und.r Großbetrieb eingerichtet.Herein Ihr Wackern vom V. H. C., Frischauf! Ihr Schwestern und Brüder! Genug für heute hat Fuß und Zeh, Jetzt denkt an die Kehlen mal wieder. Wir wollen hier im sxohen Verein Bei Sang und Klang wacker beisammen sein, Um den Vogelsberg jubelnd zu Preisen Und auch was schlucken und beißen." So ladet die Inschrift in der Turnhalle zu fröhlichem Tun ein. Ein kurzweiliges Programm, zu dem auch ein Lokal­poet sein Bestes zugesteuert, wird die Feftgäste erheitern. Wer den Becher der Freude auskosten will, dem winkt abends noch ein flotter Tanz. '2>ie Hanauer Stadtkapelle ist für den Festtag gewonnen worden.

x Ober-Seibertenrod, 30. August. Eine hiesige Schreinersfrau bestieg die Tenneleiter, um Stroh herabzuholen. Da brach eine Sprosse der Leiter und fügte der Frau so schwere körperliche Verletzungen bei, daß sie in die Klinik nach Gießen verbracht werden mußte. Erst kurz vor diesem Unfall wurde die Frau von Zwillingen entbunden. In Ober- Ohmen fiel eine Frau, die hinkte, in der Nahe des Backhauses zu Boden und brach ihr noch gesundes Bein. Da der Mann im Rheinland beschäfttgt ist, wurde ihr auf ärztliche Veranlassung eine Pflegeschwester zubeordert. In Ruppertenrod fiel ein Mann beim Dreschen mit der Dreschmaschine vom Gerüst herab in die Scheuertenne; er brach das Handgelenk.

Heiu'n^Naffau.

w. Frankfurt a. M., 30. Aug. "Der Komplize des Ar­beiters Pellmann bei dem Mord an dem Agenten Bienerth, be­gangen am 8. Dezember vorigen Jahres in der Nähe des Gries­heimer Exerzierplatzes, namens Löffler, wurde gestern in B er- lin verhaftet. Löffler ist geständig. Durch seine Aussage wird auch der in Frankfurt verhaftete Pellmann, der bisher hart­näckig leugnete, überführt.

Wandern und Reifen, Bäder und Sommerfrischen.

Bad-Nauheim, 30. Aug. Der,Namenstag des Groß- Herzogs, der Ludwigstag, wurde bei schönstem Wetter durch ein Festkonzert mit einer feenhaften Beleuchtung des Kurhauses und der Terrasse gefeiert. Bei den Klängen der Kurkapclle füllte ein vornehmes Publikum die Terrasse, während im Konzert- Haus großer Ball mit Blumenwalzer stattsand, wobei man Ge- legenhett hatte, die ausgewählten Toiletten von Tänzerinnen aller Nationalitäten bewundern zu können. Unter den Ballzuschauern bemerkte man auch die Maharana von Baroda in Indien mit ihrem Gefolge. Ein Landsmann von ihr, Obeidullah Khan, Höchstkommandierender des indischen Königsreichs Bhopal, ist feit kurzem zum zweiten Male zur Kur hier eingettofsen. Eine berühmte Größe am Kunsthimmel Frankreichs, Mlle. Cecile Sorel, Mitglied der Comödie Francaise in Paris, ist gestern zur Kur hier eingetroffen. Zu den am 31. August beginnenden Tennis- Wettspielen sind von der Großh. Bade- und Kurverwal­tung und von zahlreichen Liebhabern des Spiels eine große Anzahl wertvoller Preise gesttftet. Für die nächstjährigen Wett­spiele hat der Großherzog einen Ehrenpreis in Aussicht gestellt und auch die Staatsregierung einen Preis bewilligt.

Lustschiffahrt.

In der Flugmaschine über den Ozean. Der verwegene Plan, mit einem Luftfahrzeug den Flug von Amerika nach Europa zu wagen, erhält jetzt durch die Aben­teurerlust des jungen amerikanischen Fliegers H. A. R o b i n s o n feste Gestalt. Robinson will vielleicht schon im kommenden Jahre mit einem besonderen Apparat, einer Abart der Curtiß- Flugmaschine, den kühnen Flug wagen. Der Apparat ist eine Art Hydroplan und im Stande, aufs Wasser nieder­zugehen, sowie auch vom Wasser wieder aufzusteigen. Mit einer Reihe von Dampsschiffgesellschasten haben Besprechungen stattgesunden, nach denen sich die Reeder bereit erklärten, auf der Route eine Anzahl von Schiffen zu stationieren und außerdem noch schnelle Begleitschiffe zu stellen.

Dritter internationaler ttongreh der hals- und Nasenärzie.

4 Berlin, 30. Aug.

Unter zahlreicher Beteiligung trat heute vormittag hier im Plenarsitzungssaal der dritte internationale Larynao-rhinologische Kongreß zusammen. Die Verhandlungen, deren erstem Teil Prinz August Wilhelm von Preußen als Protektor beiwohnte, stehen unter Leitung des Geheimen Medizinalrats Professor >Dr. Frä n- k e l (Berlin). Nach dessen Begrüßungsrede gab der Sekretär des Kongresses Professor Rosenberg einen Bericht über die Ar­beiten des vorbereitenden Ausschusses und teilte mit, daß 400 Delegierte eingetroffen und 130 Vorträge angemeldet sind. Be­grüßungsadressen sind eingelaufen: vom Verein deutscher Larhngo- logen, vom Laryngologen-Verein in Moskau und vom Verein der Spezialärzte von St. Petersburg.

Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat Schmidt (Berlin) überbrachte die Grüße des Reichskanzlers und des Kultusministers. Er betonte den Zusammenhang der Laryngologie und Rhinologie mit der gesamten medizinischen Wissenschaft und wünschte der Tagimg erfolgreichen Verlauf. Der Vertreter des Ministers des Innern und der Rektor der Universität haben ihr Fernbleiben mit Krankheit entschuldigt. Bürgermeister Dr. Reicke begrüßte im Namen der Stadt Berlindie vielbegehrten und viel verlästerten Helfer der Menschheit". Damit waren die Eröffnungsfeierlich- ksiten erledigt und der Prinz verließ den Saaft Nach einer Pause begannen die wissenschaftlichen Vorträge.

Vermischtes.

Tf. Das Eis der Behring st raße taut auf! Eine erstaunliche Nachricht hat derBeard", ein Fahrzeug der Ver­einigten Staaten, dieser Tage bei seiner Rückfahrt in den Hafen ran Neuyork mitgebracht: das Eis der Behringstraße taut auf! Tie außerordentliche Hitze dieses Sommers hat sich auch in den nördlichen Gewässern der Behringstraße, die sonst dick vereist

sind, fühlbar gemacht, und mit Staunen sah die Mannschask desBeard", wie an Stelle der früheren Eismassen freies Fahr­wasser vorhanden war. Ein anderes Fahrzeug der amerikaniscken Regierung, so berichtet derAraldo Jtaliaiw" in Neuyork, be­stätigt diese Nachricht vollauf. Es handelt sich um einen Kreuzer, der in den polaren Gewässern eine Reise von beinahe 10000 Seemeilen ausgeführt hat und überall außerordentlich starke Eis- abschmelzungen festgestellt hat. Wie weit bis zum Pole sich die Wirkung des warmen Sommers erstreckt, weiß man natürlich nicht.

SaiiM.

Berlin, 30. Aug. In der heutigen Monatssitzung des Zentralausschusses der Reichsbank wurde unter Hinweis auf den hohen Bestand an Metall und namentlich an Gold der Ausweis vom 23. August als sehr befriedigend be­zeichnet. Seitdem hätte bis zum 23. d. M. der Metallbeständ um 10 Millionen abgenommen gegen 9 Millionen im Vorjahr. Die Anlagen hätten um 33 Millionen zugenommen gegen 18 Mil- (ionen im Vorjahr. 'Die fremden Gelder hätten sich um acht Millionen vermehrt gegen 19 Millionen im Vorjahre. Der Betrag der ungedeckten Noten habe am 26. August 186 Millionen betragen gegen 264 Millionen am 27. August des Vorjahres, so daß sich der Stand um 78 Millionen besser darstelle als im Vorjahr. Zn einer Veränderung des Diskonts liege kein Grund vor.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M. Stlnveinemarktbericht V0IN 30. Aug. '2hifaetviebeii waren 2289 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 52.5054.00 Alk., Schlachtgewicht 67.00 68.00 Tif., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 51.00-52.50 Mk., Schlachtgewicht 6667.'0 Mk.. vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgeivicht 52.5054.00. Mk, Schlachtgewicht 6666.50 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 52.0"54.00 Mk., Schlachtgewicht iiß.0068 Mk.; Fettfchweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Aik., Schlachtgewicht oo.OO00 Mk. Sauen 0000 Mk. Geschäft mittelmäßig, verbleibt Ueberftanb.

Limburg a. d. Lahu, 30. Äug. Fruch tmarkt. Durch- schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,30 Mk, weißer Weizen (angebaute Jremdiorte) 16,80 Mk., Korn 13,00 'lit, Gerste: utlergerste 0ü,00 Mk., Braugerste 00,00 Mt.. Has« Mk. 8,50, v rbieu 0,00 Mk^ Lartoffeln 80,00 Pik.

F.C. Wiesbaden. B >ebh of-Mar k tbertch: vom 30. Aua. Auftrieb. Rinder 115 (Ochsen 82, Kühe 83, Bullen 0), Kälber 8.H, Schale 27, Schweine 433.

Tendenz: Rmder, Kälber, Schale und Schweine mittelmäßig, Preis Durch.

pro 100 Pfd. schnittsprett hebend. Lchiachc- pro 100 Mund Cd>l,n. »onÄUi»

Voll fleischige, auSgeniäftete, höchsten

Schlachtwertes höchstens 6 Jahre alt 4850 8790 49 88

Junge, fleischige, nicht ausgeniästete und

ältere ausgemästete...... 4346 8085 44 82

Ungejochte..........5053 9096 51 93

Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten

Schlachtivertes........ 4345 7882 44 80

b ä cf en, Kühe.

Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst, Schlachtivertes . 4651 3491 48 87

VoUfleifchige ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtivertes bis zu 7 Jahren . . 3739 7175 38 78

Wemg gut entwickelte Färsen und älteee

ausgemästete Kühe 3236 6572 34 68

Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 2730 6068 28 64

K äl. b er.

Feinste Mastkälber 60-62 100-104 61 102

'Mittlere Mag- und beste Saugkälber. 5358 89-97 55 98 Geringere Mast- und gute Saugkälber 4852 8087 50 83 Geringere Saugkälber 4347 7278 45 75

S ch a ie.

Weidemastschafe 43-00 8600 43 86

Schweine.

Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht 5354 6869 53 68

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 5354 6869 53 68

Vollfleischige Schweine über 2*/, Zentner

Lebendgewicht 5152 6667 51 66

Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend­

gewicht ...........5253 6768 52 67

Sauen 4849 62-63 48 62

Spielplan des Kurhaus-Theaters Bad Nauheim.

Direktion: ©ermann Steingoetter.

Sonntag, den 3. September: .Doktor Klaus." Mittwoch, bet 6. September:Ter dunkle Punkt." Freitag, den 8. Septemb«: Gastspiel voii Frau Gertrude B u u m e i st e r - F e l s e g g: lebe das Leben." Sonntag, den 10. September:Im weiß« Rößl."

kirchliche Nachrichten.

Osraeüuitye Ncligionsgesellschast.

©ottesöicnft.

Sabbatieier am 2. September 1911:

Freitag abend 6.40 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Ubr.

Nachmittag 4.00 Uhr.

Sabbat-AuSgang 7.55 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 6.30 Uhr.

Miiller'fche Badeanstalt.

Wasserwarme der Lahn am31. August: 176 B.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Sietzen.

August

1911

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Lust

Absoliite Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

Windstärke

Grad der Bewölkung In gehntel der fichtb. Himmelsfl.

Welter

30

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^51,3

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NW

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