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Im Reisser Stadtwäldchen gingen gestern zwei Küpser» chmiedegesellcn spazieren und trafen unterwegs einen Mann mit einer Tarne. Einer der Gesellen machte den Beriuch, sich der Dame zu nähern. Daraus gab deren Begleiter einen R e v o l v e r» chnß aus ihn ab, der ihn foiort tötete. Tas Paar ging schleunigst weiter und konnte bisher nicht ermittelt werden.
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Veilaui der Witterung seit gestern früh: Die nördliche De- presston liegt im Norden Norwegens und hat sich noch weiter vev- slärkt. Ihre südlichen Ranbwirbel had-n in ganz Deutschland bei inilden südwestlichen Seewinden geringe Regensälle gebracht. Tie Schneedecke ist in der Ebene meist geschwunden und wird auch in den Gebirgslagen lückenhait. Ta im Westen ein großes Hoch« bruckgcbiet lagert sind nur geringe Regeniälle und damit auch nux ein geringes etcigen der Flüsse zu erwarten.
WetteiauSüchten in Hellen am Freitag, dem 27. Jan. 1911: Trüb, südwestliche Winde, geringer Regen, nulb.
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Der in Trautenan im 80. Lebensjahre gestorbene sogenannte K i 11 l e r - S ch u st e r gestand au' dem Totenbette, er habe im Jahre 1898 den Mord an der Privalin R u ß begangen.
Rach der letzten Volkszählung beträgt die Einwohnerzahl von O f e n p e st «81 bül gegenüber 734 165 im Jahre 1900.
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Das <knde des Stuhcntenausftanbcs in Hannover.
Der Stadtdirektor Tramm von Hannover empfing am 25. Januar eine Abordnung des Studentenausschusses der tierärztlichen Hochschule, die die Bitte der Studentenschaft unter» breitete, die Forderung betreffs Einführung des Rektorates an zuständiger Stelle zu unterftüßen. Der Stadtdirektor billigte im Prinzip die Forderung der Studentenschaft, gab aber der Abordnung den Rat, die Gegensätze nicht noch mehr zu verschärfen, sondern die Vorlesungen und die Hebungen der Hochschule zu besuchen.
In einer am Nachmittag abgehaltenen Versammlung wurde einstimmig beschlossen, am Donnerstag dre Vorlesungen und Hebungen wieder zu besuchen. Der Streik wurde als beendet erklärt.
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Stämme: 1 Eiche I. StL - 1,13 Sttm., 8 Eiche III. Kl. = 5,07 Silm. (Schniltholz), 19 Elche IV. Kl. = 11,11 »Ziim., 22 Eiche V. Kl. = 8,91 Fstm., 9 Elche VI. Kl. — 3»20tzsnn. (Bau- und Wagnerholz mit rot unterstrichener Stummer), 1 Elsbeer V. Kl. — 0,23 Fstm. 1 Kieser I $11. = 0,8b 3itm., 2« SUcfer II. Kl. = 21,69 Fstrn., 124 Kiefer III ftl. = 115,36 Sstm. (Schnittholz), 155 SHeter IV. Kl. - 126,95 Fstm., 183 Kiefer V. Kl. = l(ß^2 Critm. (Bauholz), 1 Lurche IV. Kl. = 0,92 Z-stm., 17 Lärche V. Kl. - 5.07 Sstm. 3 Siebte II. StL = 5,725itm., 12 Fichte III. M. — 19,91 Sstm. (Schniuholz), 27 Sichte IV. Kl. — 26,83 Öitm., 47 J-ichte Va. Kl. — 27,84 Fstm., 115 Kichte Vb. Kl. — 34,80 sZstm. (Sparren).
Derbttaugeu: 3 Eiche 0,20 Fstm., 61 Fichte 2,18 Fstm., 4 Rm. Elche Nutzscheiter, 13 Rm. Eiche Autzknüppel.
Das Holz lagert an chaussierler Straste, 4 Stirn, von Station Alsseld. Alle Nadelholz,lamme sind oollständlg entrindet. Nähere Auskunft erteilt der uirvuh. Foritwart Büttner zu Rainrod und der Unterzeichnete. Auszüge aus dem Versteigerungsvrototoll werden bei iriihzeitiger Anmeldung von der unterzeichneten Öbersörsterei nncntgelttich abge-.eüen.
Alsfeld, den 22. Januar 1911.
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worden. tL a. halte ein Bruder deS neuen Bürgermeisters, der Privatier Eduard B. in Wiesbaden, ein Flugblatt veröffentlicht, in dem S. in schärfster Weife angegriffen wurde. AIS die Staats, aiiwalischast manaelS öffentlichen Interesses eine Anklage ablehnte, reichte S. Privatklage ein. Die Verhandlung fand im Marz 1909 vor dem Schöffengericht Lampertheim statt und endigte damit, bau Borheiwer wegen <ormeQer Beleidigung zu 300 Ai. und der rotc- berbeflaqte Seelinger zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt wurde, wobei daS Urteil u. a. seststellte, daß der Privatkläger Seelinger in zahlreichen Fällen be» ortSgerichtlichen Eheberedungsprotokollcn unzulässige Gebühren erhoben habe. Tie von Letzterem dagegen erfolgte Berufung ist »och bei der Strafkammer anhängig, weil die Verhandlung bi5 zur Erledigung bc5 jetzigen Strafverfahrens ausgesetzt wurde. Tie Staatsanwaltschaft nahm aus Anlaß dieser Vorgänge und der dadurch angeregten Beweise das frühere Verfahren gegen Seelinger wieder auf und nach noch« mal, er Voruntersuchung wurde die Anklage erhoben. Sie be* schuldigt den Angeklagten bis zum Jahre 1904 als Standesbeamter unb OrtSgerichtsvorsieber in einer Anzahl Falle fortgesetzt teils ganz unbcqrünbete, teils zu hohe Gebühren erhoben zu haben, es geschah dies bet staubesamllichen Aufgebotsverhandlungen, Löschung von Hypotheken, Unterpfandireigabe und ortsgertchtllchen Raufnotulen. In allen biesen Beschuldigungen stellt ecelmger jedes wissentliche Verschulden in Abrede und beruft sich darauf, oatz er manchmal Betrage für geleistete Nebennerdienste berechnet habe, sich einzelner Falle nicht mehr erinnere und Nets in gutem Glaube» gehandelt habe. Bei der überaus großen Anzahl der zu erörternden Einzelhandlungen dehnt sich die Verhandlung sehr aus; der Schwerpunkt liegt in der Beweisirage d-S subjektiven Verschuldens.
DaS Urttil im Wedding-Prozeg.
Berlin, 25. Jan. Im Wedbmg-Rrawaliprozeß wurde heute abend bas Urteil verkündet: Ter Milchhanoler Pagel muibe zu einem Jahr, der Fleischergeielle Hartmann zu neun Monaten, bie übrigen Angeklagten zu einem bis fünf Monaten Gefängnis, die wegen Beleidigung Angellagten zu Geldstrafen nnn 60 unb luO 'Mark verurteilt. Ter Angeklagte Tietz wurde («eig-lprochen. Verschiedene etra-en wurden als burd) bie Untersi ch::ngsyast ganz ober teilweise verbußt erachtet. ___________________________________
ferner drei ingendliche Taschenhsebe unschädlich, die tn den Waren- und Geschäftshäusern auf Raub auSgingen. GS sind dies die 13- bis 15jährigen Ltto Uhl und hie Brüder Richard und Willi Schleifer. Liner von diesen hatte in einem Ladengeschäft einen Hundertmarkschein gestohlen und diesen seinem Vater, dem Schuhmacher Friedrich Schleicher, gegeben. TaS Geld hatte der Vater für sich verausgabt und sich somit der Hehlerei schuldig gemacht.
Hessen-Nassau.
8 Marburg, 26. Jan. Zur Erinnerung an daS 40» jährige Bestehen deS Deutschen Reiches and gestern abend auf Veranlassung des hiesigen NatuMaUtberalen Vererns in den Stadtsälen eine Versammlung statt. Ten Festvortrag hielt ^8 ^öie^ben^opf, 25. Jan. Der in den 30er Jahren stehende verheiratete Arbeiter Steig mann aus Hommertshausen wurde gestern in der Nähe von Niedeveiseirhanien et* fr°8fCe. “SranVfurta. TL, 25. Jan. Heute starb die älteste Frau Frankfurts, dte Witwe Rienecker^ geb. Maares, im Atter von 105 Jahren im Städtischen stechen- ÖflUX Hanau, 25. Jan. Nachdem in der vorigen Sitzung der Stadtverordneten Mitteilungen laut wurden^ datz Bestrebungen im Gange seien, die S i m u lt anschule m Hanau aufzuheben unb dafür tonjefftondle Volksschulen etn- Äufübicn, hat die Stadtverordnetenversammlung tn ihrer heutigen Sitzung einstimmig beschlossen, den Magistrat zu cnudien, jeder Maßnahme energisch entgegenzutteten. welche daraus abziett, den simultanen Eharatter unserer Schulen zu beeinttachttgcn.
W. ilJd t e 5 b a ö c n , 25. Jan. Heute vormittag 1U\2 Uhr wurde auf dem BiSmarckrmg der 67 Jahre alte ftaufmann Ludwig Holfeld von einem S traß e n b a h n w ag e n um- gefa hre n. Er erlitt einen Schadelbruch und ft a r b bei seiner Einlieferung inö Krankenhaus.
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Darmstadt, 26. Jan. Vor der Strafkammer wurde heute eine Anklage gegen den 62 jährigen Landtagsabgeordneten und früheren Bürgermeister Adam Seelinger von Lampett- heim wegen Gebührenüberhebung. Vergehen gegen § 352 St.G.B. verhandelt Mit Rücksicht auf bie umfangreiche Beweisaufnahme ist auch noch der Samstag vorgesehen. Die Änttage wird buru> Gerichtsassessor GeiS vertreten, die Verteidigung durch die Rechts- anwätte Geh. Justizrat M a s s o t, Justtzrat Metz und Justi-rat Bender geführt Der Fall hat eine lange Vorgeschichte, da fein Anfang bis zum Herbst 1904 zurückreicht. Bis zu lener Zett hatte der damalige Bürgermeister Seelinger auch noch die Aemter eines Ottsvorstehers u»ch Standesbeamten inne.. Kurz vorher hatte der entlassene Bürgermeistereigehttse Strauß eine Anzeige bei der Staatsanwalt schatt erstattet, öeelingta habe unbegründete oder übersetzte Gebühren erhoben. Das daraufhin eingeleitete Verfaliren wurde im Mvember jenen Jahres bereits eingestellt. Drei Jahre später wiederholte Strauß die Anzeige, es wurde eine Voruntersuchung eingeleitet und diese ergab, daß Heberhebungcn von Gebühren stallgefunden hatten, doch erschien der Beweis für die wissentliche Verfehlung nicht genügend und der Beschuldigte wurde deshalb auf staatsamvaltlichen Änttag durch Landgeridstsbeschluß außer Verfolgung gesetzt. Im Herbst 1908 hatte die Bürgermeisterwahl stattgefunden, in der Seelinger gegen bcu Gutsbesitzer Boxheimer unterlag unb durch heftige Wahlagitation waren bie bereits bestehenden Gegensätze noch verschärft
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Letzte Nachrichten.
Die Pest in China.
Paris, 26. Jan. Nach einer Pekinger Meldung des hiesigen Nemyork Herald-Ausgabe breitet sich die Pest im Innern Chinas aus. Die Europäer verlassen Tientsin und Peking.
Berlin, 26. Jan. Laut „Berliner Lokalanzeiger" wird mit Ende dieses Jahres der gesamte Betrieb deS Stettiner „Vulkan" nach Hamburg verlegt.
Berlin, 25. Jan. In einer Sitzung des Ausschusses, des Reichstages erklärte Staatsselretar von Lindeouist, da ßder Beschruß, der Hamburg als Sitz des Kolonial- und Konsulargerichts Hofes sestsetzt, für die Verbündeten Regierungen unannehmbar sei.
Paris, 26. Jan. Der MactneauSschuß der Ab- geordnetenkaminer hat Vorkehrungen beschlosien, durch bie der Bau der Panzerschiffe, für den seither 6—7 Jahre notwendig waren, in drei Jahren auSgesührt wird.
Paris, 26. Jan. Der Obmann des französische« Bauunternehmerverbandes teitt mtt, daß der Verband deutscher Bauunternehmer dem französischen Verband den Vorschlag gemacht habe, im Falle einer Aussperrung eine Verständigung beider Verbände herbeizusühren. Der französische Verband hat beschlos,en, dieses Angebot nicht in Erwägung zu ziehen.
Odessa, 2a. Fan. Die türnjaje Regierung hat die drei Kreuzer der freiwilligen Flotte „Eherson", „Petersburg" unb „Saralotow" zur Ausführung von Truppen nach dem fernen geschartert.
Newyork, 25. Jan. 'Nach Meldungen von der mexikanischen Grenze haben die Auf ständig en St. Jguacua eingenommen. Nach der geringsten Schätzung haben die mexikanischen Truppen bei den Kämpfen der letzten Woche bei Galeha 80 Tote und Verwundete verloren.
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