Ausgabe 
28.6.1911 Zweites Blatt
 
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Nr. H9

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Tonntag».

DeGießener Zamilienblätler" werden dem ,Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da» Ertlsblott für den Kni$ Gießen" zweimal wöchentlich. Tie ..tandwirtichastlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Zweites Blatt 161. Jahrgang

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhesjen

Mittwoch, 28. Juni 19U

Rotationsdruck und Verlag der Brüblichen UniverslialZ - Buch- und Treindruckerei.

R. Lange, Dietzen.

Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul- strahe 7. (yrpcbitwn und Verlag: fcaS 5L Redaktion:«^ 112. Tel.-2ldru?lnje,gerDietzen.

Ter Praildcnl teilt mit, da» die nächste Sitzung ooraiividn. 1, nm 6 3111 i ItaNfinden werde

'Jiadi der Sitzung sanden noch vertrauliche Besprechungen über die Stellung des Hauses zur löememdesteuerresorm statt

Hessische Erste Kammer.

R.B. Darmstadt, 27. Juni.

. Regierimgsrii'chc: Staatsminister Ewald, Finait; wmitter Braun, öchcimcrat Tr. Becker und Cberiinaturat J U Q) s.

... Hizevrasident spürst zu § o l m s - H o h e n s o l in s L i ch er «Je«. UU7 10' 1 Uhr und teilt einige Eingänge mit

Jut .antrag des^ Grafen zu E r b a ckf - F ü r st e n a n wird der x- cd-Ü- - &cr nge ordnung, Beratung und Abstuiunung übet bie Ruckautzcrimgcn der Zweiten Kammer, mbelrcn des i^ciry« eiilwurfs über die <4 c m c i n D c u m I a g c n , zunächst von der Tagesordnung a b g e s e y t , ebenso der Initiativ Antrag der J'.bg. 'tHOitcr, 4,1 Weder und Genossen, brli Die Ablösung der Steuer* ircthctt von geinarlungsselbständtgem Grundbesitz.

Lbnc Besprechung tritt darauf das Haus den Beschlüssen der Jmcttcn Stammet bet inbetrett der Anträge und Vorstellungen, oeir Gehalt sau sbeiseritn gen, Teuerungszulagen «sw. von Beamten und Lehrern, und der Antrag Raab zu diesen Bor ticlhingcn, weiter Den Borfteilnngcu der Ticncr hessischer staats» behörden, und der Postbeamten von Nidda

Bei Beraiung des dringlichen Antrags des Abg. Nebel, belr. ben sch wcdischen Handelsvertrag, bittet Frhi 5S P , i11 s r rnshei m die Regierung inn Auskunst, welche ^Uihglcit der Bundesrat bczugl'ck» bei vom Reichstag aefat ten Eni Ichltehung zum ichivediichen .vandclsoertrag ansgeiibt ml Es ntüitc dahin gewirkt werden, dast die Regelung der Eisenbahn nusnahmetaritc mit möglichster Beschleunigung bnrdtgchilirt wird, xer Redner wein daraus hin, ivic alle diese Beschlüsse zum Schutze der deulfchen Industrie mit Rücklicht aus die Politik des Ans landes nicht nut Ersolg dnrchaessthrt werden können, weil eine gcrotfic Preite inmur auf die Politik des Fürsten Bismarck vom xsaßre 1879 hinweist und das Ausland sich jetzt zu rer-anchieren lucht. Es müsse auSgefviochen werden, das; diese Ansicht salsch let. xer Redner iveut dies auf Grund der Berhaudlnngen des Reichstags näher nach selbst in der Zeit, al» Delbrück, der doch im innersten Freihändler war, den letzten Rest des Eisenzolles ohne öcgenlchtnngeii des Auslandes iailen lieft, sei dieseÖc Häuptling unrichtig gewesen Deutschland müsse mit Maßregeln vorgehen, um das Ausland zu Zugeständnissen auf dem Zoll­gebiete zu zwingen Es dürsten keine Handelsverträge abg schlossen werden, wenn keine eutivrechenden Gegenleistungen vom Auslonde gewährt würden Jetzt hätten die Bereinigten Staaten mit Kanada Verträge vorbereitet, an denen auch Deutschland interessiert sei: inan habe .st a na da viel größere Konzeiiionen ge- macht, als uns. Es sei dringend zu wünschen, daß nch 2ci»tid)- lanb Amerika gegenüber mehr aus den Rezivrozitätsitandpunkk stellt. Man müsie vor allem daraus Bedacht sein, die deutschcn Interessen nachdrücklich zu wahren: dazu sei jetzt gerade der geeignete Augenblick gekommen. Der Imvoit aus Schweden be- lause iid) aus 58 Prozent, der Ervorl Deutschlands nach Schweden betrag? aber nur 39 Prozent. Der Redner bittet die Regierung, beim Bundesrat daraln hin zuwirken, daß die gewünschte Er letd'tcrung in Transport der Produkte der StcininDiiflrie mög l ich st bald etngeführt werde.

Aus Anttag des Fürsten zu 3 f c it b u r g 2i? d d' t c r d b a d' wird die Besprechung über diesen Punkt zuruckgestellt und deut Beschluß der Zweiten Ma Hinter zugestimmt, nachdem Staatsministev Ewald erklärt Hot, daß an 2teile des verhinderten Ministers v. .vimnbergt ein Ministerjalvertreter nachher Antwort erteilen würde.

Das vtauy tritt danach den Beschlüssen der Zweiten Kammer, besugitd) der Vorstellung des Berbandes der Bure au an ge­stellten in Deutschland und der R e ch t s a n w a 11 s - und N o t a r i a l s - B u r e a n b e a in t e n , feiner der Aktuare Distel und Genossen, der Deutschen Tttrnerjchait, des Zentralverbaudes der Handlungsgehilfen und -Gehstlinnen, des Lrtsvorstandes der Gemeinde Wciienciu, der technijch-industrielleii Beamten, des Vollsbundes zur Bekämpfung der ilnsiltlichkcit in Wort und Bild, der Gemeinden Langen-Broinbach und der Ltembruch arbeitet zu Asdfbach, sowie der Vorstellung des Arbeitsausschusses lür die Erhaltung des G i e ßc n e r L i e b i g Laboratoriums bc-.. Geh. Iustizrat Pros. Tr. Schmidt Gießen rührt zu diesem Punkt aus, er sei Überzeugt, daß dieses Unternehmen in weiten Mreifen iid) des besten Wohlwollens erfreue, und er setze nud) voraus, dai; alle Mitglieder der Ersten .stammet diesem Znstitul ein weitgehendes Interesse entgegenbringen. Es handele sich ja auch hier indit um eine reine lokale Gießener Angelegenheit, sotrdern um ein Institut, das sozusagen einen l eisiich nationalen Eharakter trage. Er richte an die Regierung, die wohl der Meinung sei. daß die Stabt Gießen allein int das Laboratorium und seine Ausgestaltung zu sorgen habe, Oie Bitte, auch ihrerseits der Sache ein größeres Zntereise entgegenzubringen, und zu erwägen, ob nicht im nächsten Etat ein entsprechender Betrag dafür eingestellt werden könnte. Die Stadt Gießen habe ihrerseits ichon getan, was in ihren Kräften stand, indem sie das Grundstück zu einem seht geringen Betrag h.rgab und weitere 3009 Mark zur Vc» besserung der Einrichtung usw. bewilligte. Man hege den Wunsch, das Laboratorium gcirincrntaftcn zu einem historischen Museum ouszugestalten, in welchem die ganze Entwickelung deS großen LebenSwerkcs Liebigs dem Beichauer ,n übcind:ilid-er Weise vor Augen geführt werde Es sei eine wissenschaftliche Ehrensache unseres Landes, hier helfend und fördernd mitzuwirken.

öürft zu 3 f c n b u r g Wächtersbach unierstützt die Bitte des Geh Zustizrats Schmidt, worauf die Angelegenheit als er­ledigt erklärt wird.

Die übrigen Punkte der Tagesordnung werden sämtlich nach den Beschlüficn der zweiten Hammer erledigt. Bei Position 23, die Notlage d e r Winzer in Gau Algesheim betresscnd, weist Frhr. v. Hehl darauf hin, das; bei der Beratung des Ge- mcinbeftcucrgcfciics bereits der Wunsch ausgesprochen worden fei, die Kohlfelder von der Grundsteuer frei zu lassen. Ain diesem Wege könne man den Winzern entgegenkommen. Die Lage der DeinbergSbefitzer in Rheinhesfen sei gegenwärtig geradezu be- l'orgniserregeud und man müsse sich bestreben, dieser Notlage nach Kräften entgegenzutreten. Ter Redner bittet die Regierung, wenigstens in der Zuckerungssrage den Winzern mehr Freiheit zu lassen.

Ministerialrat .<? ö 15 i n g c r teilt aus die Anträge des Frhrn V. Hehl bezüglich des f d)wed isch en Handelsvertrags mit, daß von der preußischen Regierung in der Frage der Gifcn- bahntarise sür Frachten nad) dem Auslande bisher an die (Eiicn- halmgcmeinfchaft nodi nicht herangetreten worden fei Aus den Erklärungen des Bundesrats fei zu entnehmen, daß die preußische Regierung schon lange bestrebt gewesen sei, die ^ntereifen der Hartsteinindustrie Ldiweden gegenüber zu wahren Wenn hier ein Erfolg bisher ausgeblichen sei, so fei das eine Folge der Jnteresseiigegenfätzc innerhalb der einzelnen Industrien selber. Tie Grvßh. Regierung itehe den Wünschen der hessischen Inter- essenlen durchaus wohlwollend gegenüber und sei bereit, die Sach­lage von neuem zn prüfen. Mehr könne die Regierung im Augenblick zur Sache nicht erklären.

Frhr. v. Hehl bittet die Regierung^ auck; Preußen gegenüber durchaus die Interessen der hessischen »tcininbuftrieUen zu ver­treten.

Fürst zu I s c n b u r g - W ächtersbach empsiehlt, bei diesen Verhandlungen mit Vorsicht zu verfahren: im allgemeinen schließt er sich den Wünschen des Frhrn. v. Hehl an.

8. Deutscher Sewerkschastr-Kongreß.

~ Dresden, 27. Juni. II.

lieber die Errichtung einer gewerkschaftlich gcnoffcnid'aiilirfien llnterstüpungskaise berichtete in längeren Ausführungen Bauer Berlin. bet besonders den Umstand hervorhob, daß bei den iog. Dolksversick-erungen den Arbeitern große Summen entzogen nun den, mit denen sich die Aktionäre der Privatbanken auf Haften der Arbeiter bereichern Dieser Ausbeutung der Arbeiter könne nur entgegcnaeti

gliedern und ihren Angehörigen 3

liaie Untcrftümmgen gewähren zu können D e 1 di ni a n n Bre men hielt hieraus einen Bortrag

f ch. n tz nud x? a 11 e a r b c i t e r g e i c n". Ei wies eindringlich auf das Elend der .s?cimarbcitn hin, gegen das die Regierung nichts tun. ju wollen scheine, und wandte sich besonders gegen die Beschäftigung von Shnbern hi der Heimarbeit. Zn scharsei Weise kritisierte er, daß bei den Bi.mi.ii zu den sog. Margeriten und Kornblumentagen die Arbeiter mit wahren

nbgeipein würden. Weiterhin forderte er die Regelung der Lohn frage, der sanitären Schutzvorschristen und der Bestimmungen

1 Punkt« wurden in dr; vorgeU g

sch! ießung ebenfalls zum icht, desgleichen die

Zurücksetzung der Heimarbeiter in der neuen Reicksversicherungs orbnuitg durch die rechtlo'e 2i.llting in den Landkranlenkafien und die Ausschaltung der Heimarbeiter in der Invaliden und Hinterbliebenenversicheriing. Audi in der Besprechung wurde aus die Ausnützung der Heimarbeiter bei den Arbeiten für die Blumen tage Mlage geführt, ferner über das Fehlen eines gesetzlichen Muster schutzes für Arbeiter und eine ßrasiere O rganisation für .Heimarbeiter gciüiöcrf, nantentlid) aud) bet inciblidicn .oeimarbritennnt n Reichs tagsabgeordnetcr Schmitt Berlin erläuterte in seinem Vortrag überArdei t e rsck utz und A r bei tcrver sichernn g" öUiiädut die Stellung der Arbeiter zu der modernen industriellen uno sozialen Entwicklung der Gegenwart. Er hob die außer orbenthd) starke Beteiligung der Frauen in der l'anDimrifdiait hervor und betonte, daß die Arbeiter burdi die Landwirtschaft und ansgeplündcrt worden seien

ablehnende Haltung der Regierung gegenüber den Konsumvereinen und besprach an der Hand von Beilvielen die enorme Steigerung der Lebensmittelpreife während der letzten 20 Fahre. Der Redner kam sodann auf die Reichsversicherungsordnung zu spreckieu, die er als einen ungeheuren Rumchritt bezeichnete und bedauerte die Haltung der christl. Gewerlidiaften in der Reichsverücherungs 4>rbnung; er bezeichnete diese Haltung als direkt unverständlich. Er faßte feine Aussührungeii dahin zusammen, daß die Fortsdiritlc m Industrie und xedmif eine vermehrte Sozialpolitik notig machen, wobei man in erster Linie auf die Macht der Gewerk- fd)aften vertraue. Es wurde im Anschluß hieran eine Entschlie Rung vorgelegt, die wegen der vorgerückten Zeit nidit mehr zur Abstimmung tarn. In ihr wird gegen die Beeinträchtigung her Rechte der Arbeiter in der Krankenversicherung, gegen da.- Weiter bestehen der Betriebs-, Innungs und Sonderkaiieu Stellung ge nommeii, ferner die ungenügende Fürsorge für die Landarbeiter, die Ausfchaltung der Selostverwaltung m den Landkrankenkaiien, die ungeniigende Entfchädigung bei Betriebsunfällen, das Fehlen der Mutterichaftsvernchcrung, die niederen Alters und Invaliden reuten, der Ausschluß der Heimarbeiter aus der Invalidenver lidjcrung, das .»crabbruefcn der Witwen- und Wanenrenten am" ganz unzulängliche Beträge u. 0 m. Mißbilligt. In der Aus niradie forderte Faaß Berlin die Arbeiter am, ihre Sache felbit tatkräftig 111 die Hand zu nehmen, H a u v t Berlin forderte eine gefetzliche Fcstlegnng des Maximalarbeitstages. Hierauf trat Vertagung ein.

Die 67. 3al)res:DcrjammIung des hessischen yaupt Vereins der Gustav-Adois 5tistung in Mainz.

M a i n i, 26. Juni.

Den: Iahresberich^ des S ch r 111 * ü l) r c r s , Dekan Bayer-Raunheim, über die Tätigkeit des Hefsiickien Hauptvereins im Jahre 191U entnehmen wir: Der Verein hat zu Anfang d. I. Kitt en Varfitzenden, Prof. Trümpert»Darmstadt, durch den Tod verloren. Zn feinem Nacknolger wurde Pfarrer Dingeio.'u-Darm Habt bestimmt. Ter Hefnfche Hauptverein hat wahrend feines Bestehens 2120 291,31) '.'.'Ian für Die Tiaipora vermenget und in Hessen dreißig Golteshäufer und zwölf Pfarrhäuser bauen Helsen Seither hatte er in Hessen 35 Psleglmge zu versorgen, von denen ztrei, Gonsenheun und Weiienau, Der Vereinsfürsorge fernerhin nicht mehr bebürjen. Zur Nctiausnahme in Den llnterstützungsplan vorgeschlageu ivirD Laubenheim. Im Jahre 1910 wurden Dem Verein an Beiträgen, Festiollelteit und 'retwilligen Gaben 71 001 Mart 94 Psg. von Den dreißig Zwcigoereinen und .ingeglieD:rter 21 5rauenocreinen Dargcretd':. Letztere orachten 8308, i 1 Marl auf. An Legaten fielen Dem Verein von Cberioniifurialvrj'iD.n^ D. Buchner-TarmitaDt unD Fraul. A. H. i.'inD=öricDbcrg 32<X) Mk zu Mit Dieier Einnahme, D,e Durch Beiträge von Dem Zentral vorstand in Leipzig und auswärtigen Hauvloeretnen nod' nm Dir Summe von 5630 Mark erhöht wurde, hat Der Verein ülij ai feine hc ii'chen Pfleglinge o9 530,16.Vi ari, an Gemeinden m Teutfd lanD 5007,38 Mark, an Gemeinden in Lesterreich 5366,62 Mark, an Gemeinden anderer Länder 1898,95 Mark gegeben, mithin insgesamt 72 201,11 Mart verwendet.

Zur Verteilung für 1911 tonnen wie int Vorjahre wieder 34 500 Mart durch den Verwaltungsrat kommen. Nach den Vorschlägen Des Vorstandes lolien hiervon die 34 hessischen Pfleg­linge 21900 Mark, Der Zentralvorstriid in Leiprig 6000 Mark, Die Tiospora außerhalb Hessens Gui_ij Mark erhalten.

Tie finanzielle Lage des Hessischen Hauptoereins ist zurzeit reckt schwierig Tic Beitrage halten sich wohl aui der gleichen Höhe, aber sie rcidxn für eine kräftige Unteritüvung der fdinell anwachfendcn Tiaipora unD neue Unternehmungen nicht au: Ter größte Teck Der Iahreseckinatme wird für Verzinfung und Tckgung der BaufchulDen der hc-ifdicn TiaitjragemcinDen, d:c 516 000 Mark erreicht haben und in Den nächsten Jahren noch steigen werDcn, au gebrauch:. Ter Jahresbericht fchlotz deshalb mit der Bitte, eine Steigerung der Iahreseitmahme durch forg> fällige Vorbereitung der Erhebung der Beiträge unD die GrünDung von Gustav-Adolf-Frauenvereinen anzuftreben und eine ausrei chende Versorgung Der hessischen und nichthesfischen Tiaipora er­möglichen zu Heiken.

Mcdizinalrat xr. Balser- Mainz überrcid)te im Auftrag des Arbeits- unD Festausfchuifes von den Evangelifchen der TtaDt Mainz und ihrer Vororte eine Liebesgabe von über 3000 Mark Davon erhält 1500 Mark Mombadi, mr feine neue Trgel, 5t)0 Mark Guüavsburg iurn^ Kird'bau, »00 Mark Host heim zur Ldmldcntitgung. Die Sammlung der Mainzer Borortc, 657 Mark, fällt zu je ein Drittel BuDenhcim, Brcxetckfcim, Amöne­burg zu. Die Festkollekto, im Betrage von 197 Mark wurde

unammen mit Der (vcftfollcftc bei Vororte, die 108 Mark erbrackrt hüte, Den Gemeinden Bieber b : £i:ciibadi und finittdiclb in Steiermark je zur Hälfte übcrroicicn Zu einer geselligen Ver ciiiigung waren die Fest gast > iin Evang. Vcr, cnsbausc vereinigt.

? 11 v rgangenen Zeiten dei

jammernd lient und auch am icincn Iol i. >> sten zwischen Gebern und Empfängern, Verein miigluDcnt und MirdwnglicDfrn g.mein

Aranlfurt 'l^arrci- Strobel Bornheim, Hessen Maifcl Dio "Viarrrr Aeohlfahrt Hanau, vom Hei Haupiverein des Eoang. Bundes Piarrer Berck.

*

Der 2. Festtag begann nut der Sitzung des Berwal- 11111 a s r atej

Hess. >?auptvercin burdi den Tod seines Voisitzenden, Proieiior .

ül'ihwgang, Pfarrer Hepdiug laben die R'uiinng geprilfl und sür richtm befunden. Der Redner wird entlastet.

Hieraus wurde» die eiuzrln.u Puultc der Tagesordnung wie solgt^erlcdigt:

Gcl> rberrednrungerat T1 Wagne. n ui den ans Borschllm wieder , und an Stelle des Professor Trüinpert Ministerialrat Di Kratz- Darmstadt neu gewählt.

Neber die Aufnahme der Gemeinde Laubenheim in den Unterstützungsplail referierte Pfarrer Wagne. Bensheim. Der Antrag des Vorstandes wird angenommen

Ui bei die F e st ft cUund d e s U n t e 1 st ü tz u n g s p I a n e S ur 1911 berid 0 r Ldn 1 ifüorcr und gibt die Griindwtze be- . »a . namentlich das

fiützungsvlancs und Die gan-,c fernere Bcieinstätigkeit maßgebend fein sollen.

id-lägen des Vorstandes, wonach 31 500 Mk. verteilt, 21 900 Mk 6600 Mk. an die Diaspora außerhalb Hessens gegeben weiden sollen, einstimmig angcncnnnieit.

Tanafi) sollen erhalten vvin Hessifdfcn Hauptverein die l eiiischeu Genieindeu Afsoltcrbadi 1200 Ml , Amöneburg .'>00 Mk, Bieber 400 Mk., Bretzenheim .">00 Mk., Budenheim 620 Mk Bürgel 1150 Ml , Bürstadt 100 Mk, Tieteshcint 100 Mk., Frc Weinheim 600 Mt. Fürih 1150 Ml , (Hau Algesheim 70o Mk., Gernsheim 1100 Mk., Groß- Steinheim 1050 Mk, Gustavsburg nX) '"ik., Hackenheim 50 Mk., Hednsheim 2(X) Vit., Heidesheim 500 Mk , Heldeubeegen 140 Ml.. Heppenheim a. d. B. 1200 '.Vif, m m 200 Mk., Hirschhorn 1250 Mk., Hordcheim 1300 Mk., Mail heim 1050 Mk., Lauben beim 100 Ml., Lorsch 300 Mk., Mombadi .500 Mk, Mühlheim am Main 600 Ml., Nack 360 Mk., Tbc, ö r I e >i 100 Mk, Cbcr £lm 130 Mk., Lbei Roden 500 Mk., Rockenbe>a

GemeinDe Mombach zugewiesen.

Arn Vorschlag des Vorstauoes werden als Empfänger der Zireigvcreinsseilkollekten des Jahres 1912 Budenhenu Hircbbau- wnds. Viernheim P'arrhansbauionDs und Hirschhorn Hirch- buuid ulD cmpsohlcn.

Mür Die Hauplver'amnckung des Gcfamtvereins im September 311 F-cui urt a. M. werden außer dem Vorsitzenden und Schrift­führer aiv Abgeordnete bc stimm. Pir. Lic. Tr. Bert, Kirchen rat itrad. Geh. Cbcrpoltrat Hobelt, Pfr. Loos Butzbach, Dekan Knodt.

Bestimmung des nächstjährigen Festortes. Aus die Ein­ladung des KirchenvorstandeS Laubach soll die 68 Iahresoersamm. hing in Laubach stattfinden. Für die 69 liegt bereits eine Einlaoung nach Bensheim gelegentlich des 50jährigen Bestehens der dortigen euangelud.eit Gemeinde vor. ,

Hierauf wurde ui Die Biiprcchung der Frage cingctreten: ,,Was ist Durch die Bemuhiiugen Der letzten Jahre, imirm Verein leistungsfähig zu erhalten, bis jetzt erreicht worden und was muß noch weiter geschehen?^

Um 11 Uhr ianD in der Iohaimiskirche eine stark beiudNc öffentliche Verfammlung statt, in der TireUor Profeffor D. Eger- Friedberg einen Vortrag hielt über:Gustav Adolfs Arbeit unD evangelisches Lebensideal."

Um 1 Uhr fand int evangelischen Vcreinshause ein gemein­sames Mittagessen statt.

Dec Ausflug mit Sondcrdanip'er nach Lvoeuheim und zur Landskrone machte einen guten Beschluß des üurdaus gelungenen Festes Von den Usern gnifticn die Gustav Adol's-Kirchen und -Gemeinden von Kostheim, Gustavsburg, Weisenau, Laubenheim, BoDei'.heim In Lppenhciiu iug man am Latherhaus vorüber, besilhiigte die MattarinejtHrd; und weckte em Ltündchen auf der Landslron: Auf Schrn: und Tritt wurden geschichtliche Erinnerungen wach, deren Gel Mirthentit 1). FrohnHämer, Der (9ciftlid 11, ui * tne 1 Anwrachl über Den Rheinübergang Gustav Adolfs am 7. Dezember 1631" AuL- Druck gab.

Ans StaOt miO Land.

Gießen, 28. Juni 1911.

4' Ein schweres Unwetter, mit dem starker Hagel und wolkenbrucharttger Regen verbunden war, ging gestern nachmittag 1 V> Uhr über nuferer Gegend nieder uno zog gegen Licb und Grünberg. .Es hagelte in manchen Törieoi fo heftig, daß eine Zeitlang Dächer und Straßen weiß waren. Dann setzte bet heftigem Blitzen und Ton nein ein starker Regen ein. Bohnen und Gemüsepflanzen haben Schaben erlitten. Die Saaten und Ebftbäumc scheinen glücklich davongekommen zu sein.

Das 3. Abonnements-Konzert unserer Ncgi- mentstapelle wird morgen als besondere Anziehungskraft zahl- reiche Gäste, ein ganzes Trommler- und PfeiferkorpS bringen, das bei der Komposition von Saro .Deutschlands Erinnerungen cm die KriegSjahre 1870/71 mitzuwirken hat. Ein Heines, stets gern gesehenes, militärisches Bild wird sich dabei vor den Augen der Zuhörer entwickeln. Besonderes Znteresie dürste Denn auch der Rosenkavalier-Walzer von Richard Strauß erregen; die Cpcr dieses Komponisten ist mit so gewaltigen Mitteln der Reklame begleitet worden, daß man wirklich neugierig sein darf, wie weit die gepriesene Herrlichkeit zutreffend ist.