Ausgabe 
25.1.1911 Zweites Blatt
 
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Gedenket der hungernden Vögel!

Stadttheater. Wegen der Erkrankung von Frau Baumeister mußte für die Festoorstellung am kommenden Freitag auch für die Titelrolle inMinna von Barnhelm« ein Gast berufen werden, und es ist gelungen, Frau Elfriede Bayr Hammer vom Kasseler Hoftheater zu gewinnen. Dieses Gastspiel von Frau Bayrhammer, die bekanntlich un Jahre 1905 unter Direktor Steingoetter hier im alten Hause ihre Bühnen­laufbahn begonnen hat, dürfte lebhaftestes Interesse erregen.

** DieLandkirchen Oberhessens. Auf Veranlassung der Ortsgruppe Gießen des Hessischen Vereins für Volkskunde hielt der bekannte Tenkmalpfleger Geh. Rat Prof. Dr. Walbe aus Darmstadt nit den beiden letzten Montagen im großen Hörsaale der Universität zwei Lichtbildervorträge über die Landeskirchen in Oberhessen, die sehr gut besucht waren. Ter Redner erläuterte an teils prächtigen Lickstbildern die grundlegenden Unterschiede zwischen der Kirchenbaukunst der verschiedenen Konfessionen, deren Hauptmerkmal in der verschiedenen Anlage der Kanzel besteht. In den katholischen Kirchen ist die Kanzel an einem Settenpfeiler angebracht, in den protestantischen dagegen soll sie, als der Angelpunkt des Gottesdienstes, die hervorragendste Stelle inne­haben. In Anlehnung an die mittelaltertichen Predigtlircherr Pt zwar auch heute noch vielfach die seittiche Anlage der Kanzel zu beobachten, in der .Hauptsache macht sich aber doch das Be- ^/ben geltend, der Kanzel einen Platz zu sichern, der sie wenigstens als Mittelpunkt der versammelten Gemeinde erscheiilen läßt. An Hand zahlreicher Lichtbilder zeigte Geh. Rat Walbe die Entwickelung der Landkirchen in Oberhessen, die trotz zahlreicher Verschiedenheiten erne solche Menge von Eharakterzügen haben, daß sie sich leicht .lasslsizieren lassen. In hochinteressanten, fesselnden Ausführungen Nlhrte der Vortrageiide eine große Anzahl von prächtigen Auf- iahmm vor, die z. T. ganz hervorragend schöne Bauwerke dar- tellten und vielfach auch vollkommen harnionisch ausgebildete ^nnenraume aufzuweisen halten. Daß sich neben diesen auch Viel Verdorbenes und Entstelltes findet, ist selbstverständlich. Geh. Rat Walbe wies namentlich auf die neuen Orgeln hin, die seit 1820 weit Hurter denen aus früherer Zeit zurückstehen, da sie das Orgel- werk in seine Archttekturrahmen eingliedern anstatt das Rahmen- verr deni organischen Bau der Pfeifen anzupasscn. Zum Schluß führte der Vortragende an übersichtlichen Beispielen die Turm­gestaltung der oberhessischen Kirchen vor und schloß mit einein Appell an die Anwesenden, bei ihren Streifzügen nicht achtlos an diesen Bauwerken vorbeizugehcn, die alle ihre eigenen Schön­heiten auswieien und ihre besonderen Reize hätten. Ter Vortrag wurde mit sehr starkem Beifall aufgeiwmmen.

** Ernennung. Der Großherzog hat den am Landgericht der Provinz Oberhessen angestellten Gerichts- dienec Franz Andres in Gießen zum Kanzleidiener bei diesem Gericht befördert.

in hochgradigen Affekten kommt dann ihr explosives Temperament zum Durchbruch.

Aus diesen Gründen wurde wohl die erste Ehe gelöst. Die Prozesse, die dieser Scheidung voraufgingen, mußten ungünstig auf die Frau einwirken. Das hinderte jedoch nicht das Zu- Itandekommen einer zweiten Ehe noch bevor die erste ganz gelöst war. Wie konnte und durfte ein gebildeter Mann so miklug handeln? Wäre er nicht verpflichtet gewesen, sich mit deni Vor­leben der Dame, die feine Gattin werden sollte, ganz vertraut zu machen, ehe er sich aus Liebe mit der zehn Jahre älteren <vrou in einer Ehe verband? Mußte der so ruhig und sach­lich denkend und gebildet geschilderte Mann sich nicht alle Konse­quenzen vor Augen und Herz führen, nachdem nun auch die zweite Ehe unglücklich ausfiel? Die ^lußenstehenden sahen in Professor Herberich einen ruhigen, gebildeten Mann, der mit Hingabe und Treue seines Amtes waltete, das ihm Sympathien und Ansehen eintrug, sie sahen aber nicht das höhnische Lächeln, oder hörten nicht die zynischen Beinerkungen, die einer so leicht reiz- und erreg­baren Frau Ursache zu Wutausbrüchen gaben. Beide Gotten haben wiederholt geäußert, ihr Zusammenleben sei unerträglich, sie hielten es nicht mehr aus; aucff hier hatte hie Gattin mit .schießen und Selbstmord gedroht.

Die Verhandlung ergab: eine exzentrische, überaus hoch­gradig psychopathisch veranlagte Frau, die trotz ihrer hohen Bil­dung nicht in Selbstbeherrschung und Selbsterziehung sich zu mäßigen gelernt hatte. Alle Verhältnisse lagen ungünstig für Iie; man konnte von ihr weder den Mut noch die Ueberlegung erwarten, sich von ihrem Gatten zu trennen. In erster Linie wäre eine ebcnlo liebe- und rücksichtsvotte, wie auch zweckent­sprechende Behandlung seitens des Gatten für diese Frau sehr von nöten getoesen, zumal sie sich auch in der Zeit der kritischen Frauenjahre befand. Sie suchte Zerstreuung und Ablenkung und wurde eine Jrrläuferin der Frauenbeivegung und zweifellos hat sie sich zu jenen Frauenrechllerinnen gesellt, die in jedem Manne ein Scheusal sehen, das bekämpft und belehrt werden muß. Diese Annahme dürfte sich schon daraus ergeben, daß sie mit Frauen, die einen gemäßigten Fortschritt erstrebten, in Differenzen geriet.

groß als die Knoles. Man müßte freilich, um den Ver­gleich ganz genau' zu ziehen, beide Künstler im gleichen Raum, in der gleichen Rolle und vor allem beide in italie­nischer Sprache singend hören. Jedenfalls Hat unter den deutschen Tenöreu Knote die weitaus größte Aehnlichkeit mit Caruso." Dillmann erwähnt hier bereits einen Punkt, weshalb ein Vergleich Knotes mit Canuso von vorneherein Caruso einen gewissen Vorsprung geben muß. Caruso singt stets in-italienischer oder französischer Sprache, die beide viel sangbarer sind und dem bei canto viel mehr ent- gegeiifommen als die deutsche. Und ferner singt Caruso fast ausschließlich Rollen aus italien^chen und französi­schen Opern, welche die Schönheit der Stimme voll zu entfalten gestatten, ohne sie zu überanstrengen. Knote singt dagegen fast stets Wagnerrollen, welche an das Stimm­material weit größere Anforderungen stellen. Caruso selbst ist ein einziges mal in einer Wagnerrolle, als Lohengrin, aufgetreten; schon das erschien ihm offenbar seiner Stimme zu viel zugemutet, denn er hat den Versuch nie wiederholt.

" Der städtische Zuschuß zur Besoldung der staatlichen Oberförsterei ist nicht unbedeutend erhöht worden. Bisher zahlte die Stadt Gießen im Jahr dafür 1843,22 Ml., jetzt wird dieser Zuschuß mit Rückwirkung vom 1. April 1910 auf 2648,97 Mk., also um 805,75 Mk. im Jahr erhöht.

Geburtstag mit Jahresschluß, der sehr gut ausgefallen war Auch wurde der Vorstand auf drei Jahre gewählt und zwar wurde der alte Vorstand wieder gewählt: Ludwig Wißner, Tag- löhner, I. Vorsitzender; Heim ch Schneider, Landwirt, II. Vor­sitzender ; Ludwig Hermann, Landwirt, Schriftführer; Karl Lich Landwirt, Rechner: Friedrich Körbächer, Schneidermeister, Kon­trolleur; Heinrich Dallwein und Wilh. Wagner, Beisitzer. Unser Kriegerverein ist 1909 gegründet, er hat aber seine Falme ohne Wappen, da dieses erst nach drei Jahren erlaubt wird. Tie Fahn- kostet 200 Mark.

Kreis Alsfeld.

X Alsfeld, 24. Jan. Um die ausgeschriebene Schlosser stelle für das hiesige städtische Elektrizitäts­werk hatten sich nicht weniger als 48 Monteure, Schlosser usw. beworben. Angestellt wurde der von Alsfeld gebürtige Schlosser Karl Leim. Für unsere Stadt ist das von dec Brand- versicherungSkammer aufgestellte neue Brandkataster nun­mehr fertiggestellt. Mit der neuen Einteilung der Straßen und Plätze verschwindet ein charakteristisches Stück Alt-Alsfelder Vergangenheit. Seither war die Stadt entsprechend den früher vorhandenen Stadttoren in vier Quadrate F H M 0 (Fuldaer Tor, Hersfelder-Mainzer Obertor) eingeteilt gewesen. Diese allerdings vielleicht nicht recht übersichtliche Einteilung mußte der modernen Einteilung, die die Häuser nur fortlaufend innerhalb der betreffenden Straßen bezeichnet, weichen.

Kreis Schotten.

Hoherodskopf, 24. Jan. In der Zeit vom 4. bis 6. Februar veranstaltet der Schiklub Wintersport Gießen hier seinen zweiten diesjährigen Kursus, mit dem auch Wettläufe verbunden werden. Anlage und Wettlaufstrecke lürgen dafür, daß auch den Zuschauern, die nicht auf Schnec- chuhen kommen, günstige Gelegenheit geboten ist, die einzelnen Läufe zu verfolgen.

§ Vom Vogelsberge, 24. Jan. Zwei neue Land« Häuser, auf dem Hoherodskopf u, am sog.Lamberg" (südöstlich der Herchenhainer Höhe) werden in diesem Jahre erbaut. Ersteres baut Zahnarzt Jäger-Gießen, letzteres ein Arzt aus Frankfurt a. 2)L

X Winge rShausen, 24. Jan. Einstimmig wieder­gewählt wurde der hiesige Bürgermeister Becker.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 24. Jcrn. Heute mittag um 3 Uhr wurde unser Altbürgermeister Sternhäußcr bestattet. Der Stadtrat, der Turnverein, dessen Mitgründer und Ehren­mitglied der Verstorbene war, Abordnungen von Vereinen mrd viele Beamte und Bürger geleiteten dje Leiche zum Grube.

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es Gießen hielt am Sonntag in der Restauration fiÜUon mrk Tle 4 H u a r t a l S v e r s a m rn l u n g ab, die von über 30 Mitgliedern besucht war. Als Gäste waren auch Tr v£*eigert sowie Schlachthofdirettor Modde anwesend. Ter erste Vorsitzende W l ßn e r - Londorf hielt eine längere Ansprache über die Reichsgrundung und Kaisers Geburtstag, die mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland endigte. Neber die Haus sch lach- ^u.ngen wurde eifrig gesprochen. Besonders wurde es von den Mitgliedern gerügt, daß Leute, die sich ein Schwein kaufen, Flachten, nicht untersuchen lassen, so daß sie Gefahr laufen, für ihr gutes Geld minderwertige, ja gesundheitsschädliche Ware zu nmfen. Nachdem noch Tr. Schweigert sowie Schlachthos- otreftor M ob de einige Fragen beantwortet hatten, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die Hauptversammlung wird im Aprll d. x\. ebenfalls in Gießen stattfinden.

Landkreis Gießen.

® Lang-Göns, 24. Jan. Der am Samstag von der hiesigen Ortsgruppe des F l o 11 e n v er e i n s , unter Bor­ns des Bürgermeisters Rompf, im dichtbesetzten Saale des Gast- Stj , ^tern 8ur Aufklärung über Deutschlands r? 5 w.tste ll u n g zur See, sowie seine handelspolitischen unteren en veranstaltete Vo r tra g mit Lichtbildern sand den ungeteilten Beifall aller Anwesenden, zumal Lehrer Westphal- Wieseck in seinem humoristisch gewürzten Vortrag recht volks- tumlich und anschaulich seine Reiseerlebnisse an die Wasserkante ju schildern verstand. Der Vorsitzende tnüpfte an den im Namen der Versammlung gezollten Dank die Aufforderung an, die zahl­reich verteilten verschiedenen Flugblätter, besonders: ,,Warum braucht auch der Bauer eine starke Flotte?" zu lesen und zum ^.ohle unseres Volkes tatkräftig den Flottenvereinen zur Hand zu gehen. Mehrere durch den GesangvereinGermania" vor- trefjlid) vorgetragene, gut gewählte Chöre beschlossen den lehr­reichen, schonen Abend.

. , 'Steinbad;, 24. Jan. Am Sonntag hielt der Rad- sahrverein seine Hauptversammlung in der Wirt- *.;nlL.5rf. ab. Ter 1. Vorsitzende Keßler berichtete über

die ^atigteii und die Erfolge des Vereins im verflossenen Jahr. Einnahmen und Ausgaben wurden von dem Vorstand geprüft und ridstig befunden, ^er seitherige Vorstand wurde fast einstimmig ^bdergewahlt Nack) Erledigung des geschäftlichen Teils dankte Vm tandsmitglieder Jak. Haas VII. dem Vorsitzenden für feine Mühewaltung, betonte die Einigkeit des Vereins und brachte ein «uC-T r Hoch.aus den Vorsitzenden aus. Es folgten im Kreise der Mitglieder einige frohe Stunden.

.Wenn nun Professor Herberich tatsächlich der Fluge, ruhige, gebildete Mann war, warum hat er nicht mit Vernunft versucht feine Gattin zu Vernunft zu bringen? Ein gesittetes Leben in der Familie zu führen, war der Wun mit seiner Bildung, in 1 einer Stellung, der Welt schuldig, auch um der Ehe und der Kinder willen, die bei einem solchen Vorbild verwahrlosen müssen. Wenn seinerseits alles ALühen zu einem besseren, würdigeren Verhältnis erfolglos blieb, hätte er sich von einer solchen Frau trennen, oder sie zum wenigsten in geeignete Obhut und Pflege geben müssen. Statt dessen ertrug er mann- und heldenhaft die häusliche Misere und ließ das Verbrechen heranreifen.

Im Falle Schönebeck war es ähnlich. Tie Frau gehört auch zu dem großen Heer der Psychopathen, sie war ebenso schwer erblid) belastet und der Gatte hätte das wissen müssen. Er aber wollte feine Ruhe haben, er genoß die Wohltat des Reichtums der Gattin und ließ sie dafür gewähren. Frau von Schönebeck hat aud) nicht geahnt, daß ihre Liebschaft mit Hauptmann v. Goeben zu einem Verbrechen führen würde. Major v. Schönebeck hätte die Pflicht für sich und seine Gattin erfüllen müssen, indem er die Frau auf das Gefährliche ihrer ungehörigen Lebensweise und den damit verknüpften Folgen aufmerksam machen und als liebevoller und verständiger Gatte sie davon abhalten müssen.

Der Mami tft von Natur und durch die Ausübung des Berufs der stärkere und das Weib wird stets im Leben anlehnungsbedürftig sein und bleiben.. Da ist cks dös Mannes Pflicht, in Ehen, die sich nickst harmonisch ausgleichen wollen, oder wo die Frauen Ver­fehlungen begehen, für die sie zuweilen nicht verantwortlich ge- mackst werden können, daß er in einer offenen Aussprache mit 1 einem Weibe durch Aufklärung und Belehrung andere Verhältnisse herbeiführt. Eine Ehescheidung oder gerichtliche Auseinander­setzung, oder die Pistole, sind nicht immer die rechten Mittel, um die Ehre wieder rein zu waschen, oder die Verhältnisse für beide Teile erträglicher zu gestalten.

Der Mann hat alle Vorteile in der Hand, er ist überall der Ueberlegene, und er soll sich dieser Macht insofern bewußt fein, wenn er als Haupt der Familie betrachtet sein will, diese Macht nur zum Vorteile der gesamten Familie anzuwenden. Ein Mann folgte bald erkennen, ob seine Frau fähig ist, die Pflichten, die ein eheliches Zusammenleben von beiden Gatten fordert, zu erfüllen ünstande ist. Viele Frauen sind von Natur nicht klug genug, ober es kehlt ihnen an Erziehung oder Charakterfestigkeit, um richtig zu verstehen, daß sie das, was der Mann im Beruf gewissenhaft erwirbt, ebenfo treulich und gewissenhaft im Hause zu verwalten haben. Xieje wichtigste Aufgabe haben viele Frauen noch nicht erfafct und bre Männer tragen nicht genug dazu bei, daß es die ö-rauen leichter verstehen lernen. Wenn die Frauen doch nur mehr erkennen wollten, welche Macht sie sich erobern, welchen Sieg Iie erringen können durch einsichtsvolles Nachgeben uiid durch eine vortreffliche Haushaltführung. Jeder Mann, sei er grob ober brutal, wird durch kluges Handeln oder Herzensgute seitens der iyrau, entwaffnet. So manche Ehe, die sich in ähnlichen Varianten, wie die Schönebeck- und Herberichsche bewegte, könnte in ein ver­nünftiges Dasein gelenkt werden, wenn bei Zetten ein älterer Freund der Gatten vermittelnd helfen wollte, falls deut Manne der Mut und die Energie dazu fehlt, und jüngere Frauen sollten sich bei alteren, würdigen Frauen Rat, Aufklärung und Belehrung holen

Ties ist ein Stück Frauenfrage, das viel bringenber zu lösen wäre, als bie ^ rauen zum Kampf gegen die Männer anzuspornen, um vermeintliche Rechte zu erringen, H. Schn.-Gießen.

Hessen-Nassau.

frfiJLv 23-J?Qn*( ®!n bekannter Hanauer Industrieller, der frühere langiahrlge Mumhaber der Zigarreniabrik Hesse u. Witwe o?*lsiUs' ;hsbü Kölner ist gestorben. Im Jahre 1U03 war Vin^m. b b tcv^ n^eilLnns\9eiV^Qrtei für den Reichstagswahlkreis yanau. Qn ® ro B = 2t u ü e i m juurbe gestern nachmittag in Gegenwart des Konststonalrat-Präsidenten Freiherrn Schenk zu bautTen'ani "S ®«»>Uu»«mtenbenttn Pieiff» d.7n°u° taute evang.Klr.che elngewelht. Die Kaiierm haifp -»in« ÄusÄnlmI^dpr^^ ""Eigenhändig geschriebener Widmung gestiftet. de.k " LL°üI°^gcN ML'i!!

Lusischiffahrt.

berichtet" Mi/ einer bleuen c,9 c r- Äus Paris wttd

bei Abstürzen Schutz gcwächr^i chl^?.^""^' bu ben Fliegern

\ * {Uni> btes sogar bei ^turzeii von größerer Höhe.

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L'SK wbeieni wörtlich n Quacksalber, bes uicht außer acht hscher Einwirkuno w- £ allerlei Zauberei naltet sich der AM M Ort, wo das zu herrschen. 2er Ratter und spielt auf einer eintönige Melodie ar Atmung und vermag ment ertönen zu last folgen chm in uimbfi hausen oder zu einei Ziere der vorher beri lich, daß sich unter dk bezirk solche Hexenm das russische Blatt dc Lchuchow nicht rechtz, vielleicht, hätten sie gebeugt.

* Ein altes S kanischen Kontinents ; lang das von den Tl nid felsig ist das Kus Hilfen trotz der llngu Md die Freuden ihre; mhren. Doch man s Mord, sondern sehr g M Dutzend zylindüsch ichn Zentimeter lang, uhend, um die Leide pln. Die Stäbchen .Ibernbaft verborgen. Mnder gegenüber, bei Wpßerbrechen und gt Mach mit Erraten, bestimm bezeichnetes ( bie gnade oder ungera gta, erhält ^tmnn. In dieser i nun der beiden Dar Abern Aniline nad üunbexte zurück, so d ehrwürdigem Mer

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Kreis Friedberg.

= Butzbach, 24. Jan. Bei der heutigen Bei­geordneten wähl wurde Kaufmann Karl H a b e r m a n n II. mit 224 Stimmen zum 1. Beigeordneten der Stadt Butzbach gewählt. Sein Gegner hatte 162 Stimmen. Von 621 Stimm* berechtigten hatten 397 von ihrem Wahlrecht Gebrauch ge- macht. Die Agitation war auf beiden Leiten der Parteien rege; der evangelische Arbeiterverein hatte die Wahl des Herrn Habermann und die sozialdemokratlsche Partei diejenige des Herrn Heyd unterstützt.

Kreis Wetzlar.

--Odenhausen a. d. L., 22. Januar. Auch in unserem Dorfe beging man heute die Vierzigjährig e Gedenkfeier der Wiede raufrichtung des deutschen Reiches. Vormittags fand Festgottesblenst in der Kirche statt. Abends versammelte sich die Gemeinde, Jung und Alt, im Klinkelschen Saale zu einem Familien-Abend. Nachdem Pfarrer Sproedt die Feier eröffnet hatte, hielt der Veteran Lehrer Müller eine zu Herzen gehende An­sprache, dem er die Worte zugrunde legte:Ans Vaterland ans teure schließ dich anl" Pfarrer Sproedt hielt einen Lichtbilbervoctrag über den Feldzug in Südwestafrlka. Der Gesangverein Liederkranz trug unter Leitung seines Dirigenten Schönhaber stimmungsvolle vaterländische Chöre vor und der Tumverern verschönte die Feier mit wohlgelungenen Pyramiden und lebenden Bildern. Zur Ehrung der an- wesenden Veteranen aus den Feldzügen 1866 und 187071 überreichte Pfarrer Sproedt im Namen der Festversammlung jedem ein Buch. (Eine Schilderung des Krieges 1870__71).

Vorsteher Euler dankte im Namen der Veteranen für die Veranstaltung und brachte ein Hoch aus auf das Blühen und Gedeihen des deutschen Vaterlandes.

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Ans Stadt und Land.

Gießen, 25. Januar 1911.

Hessischer Landes-Lehrerverein. Am Sams- tag tagten, n. d.Darmft. Ztg.", die Vertreter der 106 Be- 3irre des über 3500 Mitglieder zählenden Hessischen Landes- Lehrerverems in Frankfurt a. M. Die beiden ersten Punkte der 'Tagesordnung betrafen die Besoldungsoerhältnisse und die Witwen- und Waisenversorgung der Volksschullehrer. Der Vorstand wurde beauftragt, alsbald nochmals geeignete Schritte oU-tun, daß die Regelung der Witwen- und Waisenversorgung in die Wege geleitet werde. Eine längere .Besprechung ent- wickelte sich noch über den schon seit Jahren innerhalb des hesllschen Lehrerstandes erörterten Gedanken einer Ver- staatlichungder Volksschule. Dabei fand Landtagsabg. Bach Gelegenheit, seine Stellungnahme in der Zweiten Kammer zu dieser Frage, wie zu dem Llntrag Pagenstecher zu be­gründen. Die in dieser Sache veröffentlichten Presseartikel hatten Mißverständnisse und Mißdeutungen verursacht, und es wurde daher die Entschließung gefaßt, daß der zwar im Widerspruch mit dem größten Teil der hessischen Lehrer sich bestndliche Standpunkt des Herrn Bach als Vertreter der Stadt Lkainz ,vohl zu verftehen und als rein persönliche Ansicht zu achten und zu ehren sei.

* H e in r i ck) K n o t e j n G i e ß e li. Man schreibt uns: Angeiichts des kommenden Knote-Abends am bO. Januar burfte folgender Vergleich Knotes mit Caruso von In- tcrc|]c sein, den der bekannte Musitkritiker Tr. A. Till- mann anläßlich eines Auftretens Carusos in Nürnberg zieht.Wir haben ähnliches (Tongebung Carusos) schon von Knote gehört, an den man bet Caruso oft denken muß Knotes Stimme lcheint sonorer, wärmer und satter. Auch an sich edler im_ ximbre. Tie Carnios strahlender uuo eleganter, sic i)t, absolut genommen, vielleicht nich; so

~ L.ick) ,24. Jan. Vom 1. April ab treten hier einige Arnde- rungeir rm Ferniprechgcbührenwesen in Kraft. Für leben Anichluß an das hiesige Fernsprechnetz, der nicht weiter als ? >n!?wctcr von der Vermittlungsstelle entfernt ist, beträgt vom k < W'! Pauichgebühr 100 Mk. unb wenn an deren

stelle die Grundgebühr unb Geiprächsgcbühren gezahlt werden, die Grundgebühr K) Mi. und die Gefpräck-sgebühr 5 Pfennig, mindeitens 20 Mk. mhrttck). Tie Teilnehmer, bie an Stelle der pauichgebuhr bie Grundgebühr und Gesprächsgebühren zahlen wollen, musten dies ^dem Postamt in Lich bis Ende Februar Ickstchtttch Mitteilen, öie erhalten alsbrnn zum 1. April ander- Anschlußnummern. Teilnehmer, deren Jahresgebühren zurzeit mcbriger unb als bie künftig geltende Pauichgebübr, können ihre Auichlustezum 1. April kündigen Tie Kündigung ist bi* Ende ö^ruar ichnstlich bei dem genannten Postamte anzubringen

-7 Al lertshau scn, 24. Ian. Der Kr i eg e r v e r e i n Crnjt udwig zur Treue feierte am Samstag K a i s e r s