Ausgabe 
19.12.1911 Erstes Blatt
 
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Ur. 298

Tn etefirnrr Hnjetg« erichemi icifllid), auuet bonntags. - - - viermal rvödiemlKt) ktjencr^amilitnblctler, Iioemial wöcheiitl.KrcIs* latt f ürben Kreis (öiegen (Tifiittnfl und trretrnni; zweimal monoiL Land- wlrlschaftlicheJeltfrocai Ixennprcd) - itnfdihiffe: für die Redaktion 112, Verlag u. Erptdmon 51 Vdresse für Trpelchen:

Unreifer Gieße«.

Annahme von Anzeigen für die lofleenummer bis vormMogS 9 Uhr.

<Erftcs ülatt

M. Jahrgang

Dienstag, 19. Dezember 19N

tz monatlich 75 viertel-

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ikIxiredaNeue:Ä Goeiz.

C".' fiemnrnortlitt für den

General-Anzeiger für Oberhessen MM

nofaflon$bni(f und Verlag der vrüdl'fchen Univ.-Vuch. und Steinörudcrei R. Lange. Rebaftlon, Expevitton und Dnnferel: rchvPraße 7.<iamt den vüLingen: Fernsprecher Nr. 269 Leschüftrstele vahnbofsiratze 16a. ,''e>q'emeü: H."Beck.

Die heutige Nummer umfafjt 16 Seiten.

Amtliche Mitteilungen über den Rcichohaurhalt für 1912.

Bekanntlich batten Konservative und Zentrum den Reichskanzler wiederholt aufgesordert, er solle den auf den Erträgnissen ihrer Reichsllnanzrcform Dom Gommer 19 9 ausgebauten Reichshaushalt für 1912 schon den, inzwischen zur Ruhe gegangenen Reichstag xur Kenntni. nähme u v. r- oreiten, damit die Nörgler auf der Linien und vor allem da- deutsche Volk sähe, welche Urbeit die Par c*.en der ReichSfiuanzresorm eigentlich geleistet hätten, Herr von Bethmann-üollweg war llug flenng, diesem Wunsch: nick t Folge zu geben. Tenn er sagte sich: Lasse ich dem .? . , 'ag noch den neuen Haushalt zu gehen, so werden die eta.skundi- gen Parlamentarier aus der Linken bald seine Schwächen erkannt haben; sie sind dann in der Lage, nicht nur Wahl- reden gegen bie Reichch'inanzre orm zu a t n, sond ern i re absprechenden Bcl/auptungen auch durch die Gtat. äf.e für 1912 zu belegen. Nun veröffentlicht aber do. > Heu re die Nordd. Allgem. Ztg." schon ausführliche Mitteilungen über den neuen 5>auSha.l für 1912, und der Zweck ist doch wohl der, die Wahlen damit zu beeinflussen.

Der neue Hanoi,-alt schlies t im Crbinarimn in Einnahme und Ausgabe mit 2684.^30367 M.'. ab, weil also gegen- über dem Vorjahre (2 707 814 2 ' ein Weniger von 22 923 881 Mk. auf. Es ist das aber l.dizl ch auf r nerii. Gründe zurückzufuhren, tatsächlich z rg. d r :..je gegenüber dem Vorjahr ein Mehr von 1105J8819 *. ... T.. uii nun hier, und fei es auch mit Hili? einer Anleihe von 50 Millionen, die lausenden Ausgaben durchgängig trotz ihrer Vermehrung durch laufende Einnahmen gc. c t f.nb, so ist das an sich ein erfreuliches Zeia,::r jur di?« c-unr; der deutschen Reichsfinanzen, das einen uni so ueffercu Eindruck macht, als die Regierung gleich anfangs betont, daß sie in der Erlzaltung und Citimiaciuug unserer Wehr­macht alle-eit eine ihrer ernstesten Aufgaoen erbiuc und die zögern werde, danach zu handeln. Heer und Marine sind al|o bei den laufenden Ausgaben anscheinend zu ihrem Recht gekommen, und man darf heute nur noch daraus neugierig fern, ob das auch im Haushalt der einmaligen und austerordentlichen Ausgaben der Z-all i|i. Frc.llch bleibt es heule noch eine offene Frage, ob nicht, wenn erst die Wahlen vorüber und der neue Reich-?tag zusammengetreten ist, ihm allerlei Etatsnachträge zu- aelfen. Man hat wohl nicht umsonst von einer leeres- und Z-lottenvergrösterung in den Zeüungen gesprochen, nie s.e durch die fetzige politische Lag? direkt bcoütgi erscheint, und welche Zoroerungen fern.r sich für Neu-üamerun schon im Jahre 1912 geltend machen werden, liegt ebenfalls noch völlig im Dunkeln.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung"" schreibt:

Schon das Wenige, was bisher über den Reich Haushalt für 1912 belannt geworden ist, gemißt, um eine Ti si union taruder anfriifadjeu, ob die ueebünbeten ricgiaiuiflcit in, ausri.c.,eiioan Maste daraus bedacht sind, da st ur.fcre militärischen -i acht- mittel der Sicherung des Landes und der stetigen Ent» Wicklung für alle Aalte Rechnung tragen. T?n in die,er Wei. mit dem bcvorstlchendcn Etat in Verbindung gebrachten iSrut.; rungen must mit aller Entschiedenheit entgegenge­treten werden. Die Nation was-, dast die ücrbü;u>..L.i iiicgi gierung in der Erhaltung und Entwicklung unserer Lv.-hmiaat allezeit eine ihrer ernstesten Ausgaben erblicken und nie zögern werden, danach zu bandeln.

Bücherlcfen.

Von Hermann Hesse.

Die meisten Menschen verstehen nicht zu lesen, und die meisten wissen nicht recht, ivarum sie lesen Tis einen sehen bi: Lesen als einen großenteils mühsamen, doch unumgängna u Tcz zur Bildung^ an und uc werden denn auch mit allem Lesen b-enuen-: gebildet". Tie anderen halten die Xicf-ürt für ein 1: ur:« vet znugen, mit dem man die Zeit tot d)iugt und wob.i es im (SrunCc einerlei ist, was man lese, wenn es nur nidit langweilt.

So liest denn der Herr Mucker den Egmont r t Goeck,'. oder die .-lemoiren der Marlgrann von Vaircuck?, u... er eo durch gebildeter zu werden und eine von den ^vielen taac.i au zufüllcn hofft, die er in seinem Wissen fühlt. _Tast er bue Lun en io ängftliJ) suhlt und tontrair.ert, ilt fch.m rin sympto:n b :.r, ij.. er der Bildung nur von au steil her bei ulommcn ir::L; ». : q.. etwas durch Arbeit zu Etwereenbes aniiehi, bast alfo je?: . ...

et studiere noch so viel, in ihm tot uno frut ..?< blei.en wrro.

Und Herr Meier liest;um Vergnügen , bas heistt c;i. Langweile. Er hat Zeit, er in Renii.r, und er hat wgar m Zeck, als er aus eigenen Mitteln hinzuortngcn vermag, c. . nuufen die Schriftsteller ihm helfen, innen lan «tag u:n;.; bringen. Er liest Balzac wie c liest Lenau, wie er eine Zeitung liest.

Run sind aber bicjeiber zerren Mucker und -.-.icr, cbcnio wie ihre S tauen, Söhne und Töchter, in anderen Ting en gar nu.. io wahllos und unselbständig Sie kau'e.i und rermu'.n, inr. .- Staatspapicre ohne gute Grunde, sie haben erproot, bei-, an: VCbcnb schweres Essen unzuträgli^r ist, wrd sie tun an tar.e..ia,er Arbeit nicht meh-, als ihnen zu.u Erwe.o und zur uxvan:.;; durchaus notwendig erscheint. Mancher von ihnen treibt ujat Sport und hat eine Ahnung von dem Geheimnis die.es men. würdigen Zcitvcrtrcibcs, bei dem ein fatger v..enjvO ;m> nint nur vergnügen, vnberu cm.ru starten, nähten und c.",. -anit

'Ji.un sind aber dieselöen getreu ck^u.-er unj .:i:r, eeee.'. er auch lesen. Et sollte von den Stunden, die er au, -me tercurc verwend.i. nicht weniger Geivinn erwart.n Uis oo.i in

denen er fein Geschäft besorgt, und er iu^ie ix-tt te ...n vjs unftomeren lassen, das ihn nicht um eine Erie^in.n.e reifer, l .. einen Schatten gesünder, um einen Taz jünger n--: :

sich uni b.e Vilbung so wenig kümmern, als er i langung einer Professur demu.; ,b er sv.lle jiü - mit St?manräubern und Roma:.- -.l-^ttin .../ o . .. sich des Umganges mit rciiuia;:.. \cy.:: en

neuen Etats allgemeine Mitteilungen gemalt. Dann heißt eS:

1. RcichLbaSisball-etat. 1. Ta8 Etiksgelev enthalt die Be­st imr.iung, daß ein etwaiger 11 ebcrschust in den eigenen Einnahmen des Reichs sowie ein da- Soll über­steigender Betrag an Uebetweisungs steuern zur Ab uldung der li.her der Heerc.Verwaltung zur Beschasfung de: Reserven an Verpflegung-miueln und Maicr.-ilicn. sowie der Matinee etwa, tung zur Ver.itstrllunq von Betriebsm'.tlcln für b.c ^.-ritid.inflkämter pewubrttn Vorschus e, sod'ni ^ur Teckung ter auterort-cr.ifin .n viuneben, bi: . ch den Vlnlcilh? runt-den au r.n orbcnt.idicn Etat g.l^rrn und endlich zur Tilgung ber An­leihe zu rcrw.-nd.m ist, die zur Tccknng b:r gcfaiiibctcn Mair, lnlarbcitröge der llah.e 1906 hiS 1908 und d r ffe.n Einige dcr Zadre 1907 und 19U.8 begr .n wurde. Die gleiche Verwendung r.itb für das Ergebnis d<S Rcc.-nungsjahreS 1911 in Aussicht genommen.

2. T.is Ctatsgesctz stellt, wie im Vorjahre, d e Ermäch'.igung br? R?ck kanzler- aus t Zweifel, den zur 2. .iltenriltning ic- Itimmtcu eirag entn d r vo:n Soll der 7 nlcihe abznsckfrciocn otcr, une dies b:m p der Reiche, an Ibenordnung zunächst entspricht, lum Rücklauf der SchultweZu r.ibungen zu vrrwcnben.

3. Ter Sch.-^nwnsungSkrrbit rc.rd von 375 auf 350 Mitt. Mark herabgeseht.

4. Ter ffc.'-.b.trag be3 NcchnungS'ahrcs 1909 bat am Schluss: b<$ öckchnung.;,chceö 1910 nur noch 5 233 225 Mk. betragen, bie 1911 ücriißt wcii.n. De durch reu C.ct von 1911 u b darüber hinaus h.reitgestel.l.n 34 5-13 904 ck.k. sollen nach dem ü *1 r;c;?b zur V.ü.ürauitg für gesti.n ..' Ma.rilalurrciträgc und frühere Zchileträge einer bcgcocncit Anleihe trenuendet tocrb.it.

5. Ter ordentliche Etat schließt in Einnahme

Mark weniger «18 int Vorjahre ab. öicroci aorr ist zu b.'cüaiichli .n, dast int Etat für 1911 Uetci.^ifungfii mit 163402 700 Mk. als Ausgabe erscheinen, toäh.end sie jetzt gegen b.c Matrikularbeiträge usgerechncl nnnbeit. Es ergibt lich daraus, dast der neue Etat tatsächlich ein Meyr von 140568819 fDif. bringt.

6. Tie Mehrer träge aus b.ii bestehden Zöllen, Steuern unb üebü ij.cn iciuie den u.... a ung^eirugen oasur werten auf (8073 672 Mk. angcnoinn.cn.

7. Tie lieber (drill'ic im ordentlichen Etat find veran schlagt: bei der Post auf ti'.l 013 92ujJit., Mcljc 17 448 714 Ml. i b.i ber R ciö'. oruckcrei auf 3 138 347 Mi., weniger 549 841 Marl; bis der Eisenbahnvetwaltuug auf 23 u?ö 149 Mk. mehr 1807 654 Mk.

8. Aus dem < anlrocfcn werben erwartet 15 938 000 Mk. (mehr 318 000 Mk.).

9 Ter '21 o i aj c i n b a I i b c r i'd n b 5 ist misg zehrt. Tie un­gedeckten Matrikularbeiträge to.aeoen nach dem Sake von 80 Pfg. für den Äopf bet Vevöli. rung von 1*910 auf öl 910 794 Mark bemessen.

11. Tie kosten der HeereSverstärkung anlästlich des Friedens- präsenzgesekes von 1911 sind letzt in Len allgemeinen Etat der Verwaltung bes SieichsheereS eingestellt.

12. 2er Etat bringt zum ersten Male die Ausgaben für die Hintcrbckcbencnverstcherung, denen eine ein sprechende Einnahme aus bem Hintcrb.iet.enen Versicherungsfonds g-.g.mübersteht. -ver E-estand Lei Hmterblieintnen-Verficocrungssonos m Wertpapieren bciaufr sich nach dem Stande vom 16. CLiooer 1911 auf 51 817 UUU Mark (Nennwert).

13. Jur «Schuldentilgung werden bercitgestcllt: a) Von der Poft, -.twaltung 3 078 469 Mk., b) von ber Eisenbahn- Verwaltung 692254 Mk., c) von Togo 50 474 Mk., d) von sudioestafrila 243 732 Mk., e) aus allgemeinen 8teichsmitteln 610'dOOOO Mk., f/ ber Hebet chust aus dem Münz wes en mti 20 200 LOO Dll.

11. Nach Ziffer 13 sollen zur Schuldentilgung insgesamt 85 264 929^ Mk. aufgewendet rverben gegen 114 916 565 Mk. im Vorjahr. Soweit hiermit Schuldberschicii ungen angelauft werden.

einfach denkt der Leser gcavvhnckch nicht, sondern er sieht die Welt des Gedruckten entweder als eine höhere an, wo gut und bo,e nicht güt, oder er verachtet sie innerlich als eine unwirkliche, von Spe.ulanten erfundene, in die man sich nur aus Langeweile bincinbegict und aus der man nichts mitniuimt ms bas Gefühl, ein paar Stunden angenehm herumgebrachi zu haben.

Trotz dieser falschen unb geringen Einschätzung der Literatur liest aber sowohl L>err Pllttter, ivie Herr Meier meistens zu viel. Er vpiert einer Sacke, die ihn im Herren nichts angeht, mcyr Zeck unb 21ufmcrt.amleit als manchem Geschäft. Er ahn: al|o dunkel, hast in den Lüchern doch etneas verborgen sein rnünc, was nicht wertlos ift 8cur verharrt er den Lüat rn gegenüber in einer passive» Unselbstänbigt die ihn im GeschäN valb ruinieren würbe.

Ter Leier, ber Zeitvertreib und Erholung sucht, und jener, dein es um die Bildung zu tun ist, vermutet in den Buchern trgcnbtoe.dre verborgene Kräfte der Eririschuug unb gelingen Hebung, b.c er jebueu nie t genauer teiint unb abzuichätzcn ncist. Tarum tut er wie cm unlluger Kranker, ber in einer Apothctc t.elc gute Mittel verwahrt wag uno darum die Avothrie o^ck rüc Fach unb Glas sur E.as durch »umstell unternimmt, llno doch irare, wie in der wirklichen Apot^esc, so auch im Buchlaben, für jeden das rechte .Traut zu iinbcn, ^üio eS könnte icbcr, statt lick zu L-etg.fien und zu über üllen, Stärkung und Ertmschung aus ihm holen.

Es ist mc uns Autoren angenehm, dast [o viel gelesen wird, und es iit vielleicht unklug, wenn ein Autor findet, t: weroe viel zu viel gelesen. Aber auf die Tauer macht boch rin Beruf wenig Frcube, dcn man überall muurerstanden uns migürancki liebt, unb zehn gute, oankv-are Le.Er find, trotz ber Kernet en Lonticmen, beiser unb ersreuricher a.5 raulend gleichgültige.

Tarum ivage ich es und behaupte, cs wirb zu viel gelesen, und ce gc .;bt mit diesem Äiri.ef.n ber Literatur gar keine ^yrc, sandern ein llnrecu.. T.e Bücher sind nickt oa-u da, find n-.ch lo.niger duzu ba, iesensun -otgen Menschen rin Zrug* ur.b Eriatzicöen zu liefern. ;.i U/.jaittil, oücher haben nur einen wenn sie :2..: Le. -i süi reu mib oe.:i Lu.cn bienen unb lutjtn, unb jeo; Le.uuc ist rergeuoet, ans der nicht ein Funke ron straft, eine uh una von Verjüngung, cm Hauch von lieber ..rticve rar d..t Leier ,ich ergab.

'Jttttt äuüeriiti) i|t bas an^iifaf, eine Nötigung zur Konzentration, unb es ul nich.S ia. cher, c..- zu le en, umsich zu zerjtreucll*. ck.-.r ickast gcnuit^^uiu ich bet foL sich nicht z.r-

vackfen die enlfpie. '-nben Deiräge der für 1912 zu bcgcbrnlcn Anleihe zu. Ähgesehcr b.croon ist eine Anleihe mit 43 1.8 372 Mk grgen *.«7 509 006 'lllf im Variabr in ?lu#iidK Genommen Die au: ber auickrvrdentlichen Elat übernommenen iudgaben betreffen bie Post, Eisenbahnen, .stirinwohnuwien, h-r.

Vau und bie AuSru .un i von Veit st gun icn sowie d n Zusckust vi den Kr icn ber StnssSbauten anlüstlnv bc5 Flor re n.zell!>ek Di' Ziel, nur Ausgaben zu rorrbrnden .'.ivecken aus den An Leiirnn.i.ln zu bestreiten, ncg sich no.i) nickst erieickcii, wo dl alvi tarn mau ihm naher. Zn der .tnl t.eiumme stecken no.D *?ius.;abcn zu nicht werbend.n Zwecken in Höbe von 12 619 572 Mk

15 Tic Reichs > ckuld b rüg Ende 1910 -1 9.34 '?U (N10 Mk. und c9 waren an of« .rn Kredi e.i vorhanden 198 943 213 Mk Für 1911 war ein Anleih kielri bcioilligt in einer Höbe von 9/733 488 Mk Zm La i e des Zähre5 1911 sind tnniuiie:rrtfn 122 249 766 Mk und wen er trnm burdi beit Erat für 1912 43 758 372 Ml. h.nz»!. Die Rrichsfchuld könnte also tm Reck- nung.gahr 1912 n:icn 2Db stand - rt.*;: .:t von runb3396887801 Mark. Zm HauShaltsctatiüroieScku',. gebiete wurde die Err.nu. .i jung zur Gewaltung von RriseÖeihllfen für ffa- milicnniiifliieo.r unb Dtuutc ber Äolonialbcamten aus üiaut- sckou c.u.a b !, i q n . i .' i, der Schutz

gebiete sind insgesamt um 4 192698 M k gestiegen. Togo und Samoa bedürfen keines Ncichszufckus- f e s. Tie R.ick^iuschckie der übrigen Z h'.itzgebie e betragen ru- famme» 28 596 401) Mk. da5 Heist: 2 8b0b3a Mk. in.hr als im Vorjahrc. Dagegen tragen die Schutzgebiete zur Verzinsung und Tilgung ber LEschsanleihe 243 732 .Vif mehr al-3 im Nem- nungc.ahr 1911 bei. Di.* L ürgfck/af.cra sung n teS Reicks für die ctammflrcdc der Zenl.alvadn in Ostairika unb die Nordlandbahn in Kamerun sind mit 1088003 Ml. veranschlagt Davon trägt da? Schutzgebiet Cftafrifa 713178 Mk für die Zentralbahn und erstattet dm Reiche glei«>zeitig für diese Salm die i.n Sor- iahre geleistete Burgsckas:. ahiun: mit 713 190 Mk. zurück Tie

1 4*26 368 Mk. Die Einnah.ricn unb Ausgab.n her stleichS - vost- unb Telegraphenverwaltung bcS 3 m u nn t bictcs ergaben km Rriche 1606 292 Mk. Ausgabcnüoerfkliust 7sür 1911 ist ein Anlrih.krebit bewilligt von 38850847 Mk Durch ben Etat für 1312 treten .34 0:>7 029 Mk. hinzu. Die Sckuygel'ietSschulb könnt? im Neckfnungsiahre 1912 einen Höchst­stand erreich n von rund 171 480 597 Mk.

Berlin, 18. Tez. ffit ocr lucben abgeschlossenen Beratung des BundeSrats auSjchusse- für da- RecünungSlvesen, an luci.^cr die ffinanzminister der Vunbcsstaaien teilnahmcn, ijat sich vollständige Ein­mütigkeit der Retchsfinanzvcrwaltung unb ber Bundesregierungen über bie Finanunung de- nächstjährigen Eta -Z ergib.ES sollen banad: auch für 1912 die in ben letzten Zähren beooachteten Oirnndsitze bribcb sten unb bie Matrnularbeiträge auf den festen Tap von 80 Pfennig bemessen werden.

In der Sitzung ocS DundeSratS am Montag wurde dem Haushalt für ü i a u i s chou, dem für die Marinever- wallung, dem Haushalt der allgemeinen ffinanAverwak- tung, dem Entwurf über Bestimmungen betreffend Auf- remnitng der Mcurikularbeirr tgc gegen Ueberwcisungen auS der Aranntweinstcn.cr, dem Haushalt dc§ ReichsschatzamtS, dem der ReickiSschuld, dem Haupt!;auShalt ber Schutz­gebiete (Entwurf dcS Oiesctzes belr. Feststellung deS hauS- haltsetats für die Schutzgebiete auf das Reckmungsjahr 1912) und dem Haupihat:^uall (Entwurf des Gesetze- bctr. ffestftellun'I des Rcick^hauShalietats für bas Rechnung-- sahr 1912, die Zustimmung erteilt.

' ------- ---21LJL!JJ! !'J-ZUS

Vie Re!d)$tagsn>nf)lb:wegung.

Eine Zuschrift i der bie liberale Waglver>ammluug in Grünbetg.

In dem Wochenbcrick)t de- ivureauS für die Kan­didatur Erkelenz waren auch einige Bemerkungen des Pfarrers Schick erwähnt worden, die er bei ber Grun-

Itreucn, sondern er soll sich kouz:nirieren, cc soll überall unti immer, wo er ist und was er tu: ober denkt oder rmphnbet, mit ahen Kräften seines fL-t em oabei sein. So soll man beim beim Le.cu vor allem ernoiinbrn, t- cjti austüiwige Blich eine Äon- cntrarion bari-cllt, ein ju an.nunji.Ln unb intcnswes herein» rachen verwickelter Tinge. v.. .'S fietnue Gedick: schon ist ein Vereinfachen unb Aonzentricrcir meine, icher Empunoungeu, nnb .-oenn ich bom Le :r r.ui?t b.n Willen have, selber mit Äuiiiierksam- tcit muzutun unb mitzucrlebe«, so tüt ich ein schlechter Leser.

Untect:, L'i. i.. . .. _ . .... r antue, mag

mich meh: berühren. Zch tu bu.a, chlcchres Lesen aber vor allem mir fetbu unrecht. Zch bringe Zri: mu etwa: Wertloiem hm, ich verwende - hkraft t.nb Aufmcrksarnkrit auf Tinge, Die mir gar nicht wichtig sind uno die ick rasch miedet zu ver­gessen gesonnen bin, ich ermüd mein Gehirn mit Eindrücken, btt mir nichts nützen und bie ich gar nicht verbauen mag.

Man rngt oft, an b.csem schiechr.n L en seien bi? Zeikungen schuld. Zch halte daS für ganz falsch. Man kann tüalick eme' unb mehrere Leitungen losen und dabei konzentriert uno freudig Utig inn, man tonn sogar dabei im Auswahlen unb rafdxn Kvmfcinicren b.r Neuigt^len eine ganz ge'unde unb werwolle Ucbung dcgeh.n. wahrend man ganz woh! sie Waöloerwanbt- . .i al5 lterqnugunq5leier, auf eine Weise lesen Lamt, o.e völlig wertlos ift

DaS Leben ist kur;, und c» wird tm IenseckS nitmano nach der Zahl der äöa :r geiragt, tiz er bewältigt Hal. Tarum ist c5 unklug und fchödlich, mu i.'rriloier Lektüre Zeck hinzubringen. Zck denkt habei gar nicht nur an schlechte Lucker, sol.bem vor aaem an bie Lum.töt des -ckenS selbst. Man soll vo.n Lesen, mit von jedem Schritt un tebm, etwas erwar.en, man soll Ätcrr imgeben, um reicher- Kraft dafür zu amen, man soll sich ver- aeren, um sich bcnrugiet wriHerzufinttu Es hc: feinen Wert, o>e Lucraturge a,rchte zu kennen, wenn nicht aus jedem von ben g- teieiun ^andru uns 7jrcube coa Troi: oba .'-.raft ober See.-./, ruHelgen-..rocn r : Ge^andenlo es, z^r riauLcs L^'en ist gerade io io;e Lvaz^erengrom in ck^ner Land cpurt Palrunbrncn Äugen iüiien auch nicht leien, um uns uno unsa täglrchss Lca?

$a rer-tr i.n, sondern im Gegenteil, um desto bewußter unb r /?.- locken ^ackern bmmen nicht rott ängi'ckiche Sch.-la lai.cn h^heear uno auL r- .: - .. 'ur Jckn-pstrich , sondern

gewillte zu üruu.tden uno Heljan. Lr-can ^es ''c> roc.rc unb ae»