Ur. 46
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Zu Artikel 1 heißt es u. a.:
An einer hinlänglichen Sicherung der Baugerüste z. B. ist außer den Bauarbeitern auch das P u b l i k u m t n t c r c I11 c 11. Anoererseits kommen z. B. bei Abbriichsarbellen, mLbeiandere
Tritt für die Industrie eine günstige Konjunktur ein, so werden zunächst einmal Arbeitshände begehrter als fte waren, und entsprechende Volksmengen strömen aus der Landwirtschaft und von den Erdarbeiten zur Industrie zurück. 9ür den Börsen wird der Impuls vielfach überwertet; denn niemand will Zurückbleiben in der Nutzung der Konjunktur für feine Tasche. Die Industrie selbst steht größere Bedürfnisse voraus und sucht diese möglichst vor einer Steigerung des Zinsfußes zu decken. Die Nachfrage nach Geld tritt also starker auf, als' fie im Augenbriae notwendig wäre, weil jedermann an die Vorver,orgung denkt, und der Zinsfuß erhöht sich alsbald, obwohl altes Geld Anlage in der industrielten Betätigung sucht.
In solchen Zeiten kann die Industrie keine Schwierigkeiten brauchen, denn die wurden ihr Hindernisse bedeuten in der Nützung des Geldmarktes. 9tun stellen aber erfahrungsgemäß die Arbeiter in solchen Zeiten mit Vorliebe höhereLohnforderungcn, weil sic wi.sen, daß sie da am leichtesten Zugeständnisse erlangen ohne Streik. Diese Lohnerhöhungen, verbunden mit dem steigenden Abzug in die Industrie und mit der sichtbar werdenden Versteifung des Geldmarktes veranlaßt nun auch ein verstärktes Hervortreten inländischer B e st c l l u n g c n; das Händlertum und die Abnehmerschaft fürsten Preiserhöhungen und möchten womöglich vorher ihren Bedarf decken. Dadurch erscheint die Nachfrage stärker; die Industrie Hal große Bestellungen, muß auch zum Teil die gelichteten Läger rasch auf füllen; jetzt ist ihr jeder Arm recht, den sie erlangen kann.
Üöas aber auf diese Weise aus dem Lande abgezogen wird, muß ergänzt werden. Für die Erdarbecken rauen Scharen von Italienern an; für die deutschen Landarbeiten werden polnische Saisonarbeiter vermittelt. Tie lebhafte Tätigkeit der Industrie hat einen verstärkten Kohlen- abr u s zur Folge; nun brauchen auch die Kohlenwerte mehr Arbeiter und nehmen mit Freuden ausländische auf. Bald hat man nun hunderttausende ausländischer Arbeiter während der Hochkonjunktur in Diensten des deutschen Wirtschaftslebens, und viele mit Familien. Das steigert natürlich den Bedarf an Nahrungsmitteln, und im Augenblicke ist Dafür nicht entsprechende Vorsorge getroffen: die Händler verlangen höhere Preise.
Lin hessisches Gesetz betr. den Ärbeiterschutz und dre llnjauvelhülung bei verujen.
Der hes>i,a)en Zwctten -laairuer ist joggender Gesetzentwurf über Ärbeiterschutz und die Unfallverhütung bei Bauten zugegangen:
Artikel 1: Das Ministenmn des Einern wird ermächtigt, über den Ärbeiterschutz uno Die Unfallpcrbücung bei Hoa>- u.iU> Ticsbauten durch Verordnung polizeiliche Vorsa-risken zu erlanen.
In der Verordnung kann zugleich beftimmt werden, inwieweit vor Beginn der Bauarbeiten und erforderlichenfalls in späteren Bauabschnitren eine Anzeige zu crstaUen ist. ■
Artikel 2: Die Aufsicht über die Ausführung der nach Artitel 1 erlassenen Vorschriften liegt, unbeichadel t^r den Ge- wcrbcmspeitionen zustehenden Befugnisse, den Baupolizeibehörden ob. Bei Reichs und Slaalslwuken, sowie Vautcn, btc unter staatlicher Leitung ausgestihrt werden, lärm das Ministerium des Innern die örtliche Aussicht an Stelle der Baupolizetbchördm den mit Der Leitung dieser Bauten beauftragten Behörden oder Beamten übertragen. r n
Artikel «: ZiUviderhandlungen gegen die nach Artikel 1 erlassenen Vorfärriften werden, sofern nicht § 147 916f. 1 Ziffer 4 der Gewerbeordnung Platz greift oder schwerere Strafen verwirkt sich), mit Geldstrafe bis zu dreihunDerr Atart, im llnvemiögens- fallc mit Hast bestra't. llnaotchngig von Der sttafgerichtiiÄen Verfolgung Cann die zuständige Baupolizcibehörde Die zur zwangsweisen Durchführung der erlassenen Vorfosriften erforderlichen Maßregeln anorbnciL Das hierbei einzuhalteilde Verfahren wird durch Die Verordnung geregelt^ *
Die Vorschriften des § 147 Abs. 4 und des § lal Ab). 1 der Gewerbeoronung sind auch Bauherren und Geiamtuntern h- mern, die keine gewerbsmäßigen^ Untertiehrncr sind, sowie ihren Angestellten gegenüber sinngemäß anwendbar.
Artikel 4: Mit der Ausführung dieses Gesches ist das Ministerium des Innern beauftragt.
Der Entwurf des Gesetzes wurde, io teilt die Regierung dazu noch mit, nach feiner Fertigstellung einer größeren
Das geht zunächst nur den Zwischenhandel an. Aber auch der Produzent wird diese Preisbewegung gewahr und sucht taraus, so viel er immer kann, Nutzen zu ziehen, indem er nun auch mehr für seine Produkte fordert.
So rücken die Lebensmittclpreise immer bei Hochkonjunktur etwas nach, und wenn besondere Anlässe vorliegen, wie vielleicht eine zufällige Knappheit an Getreide oder Vieh, o tritt diese Preissteigerung verstärkt in Erscheinung. In normalen Verhältnissen aber ist nun im Kreisläufe eine Entwertung des Geldes cingetretcn, Die unbedingt auf die Nahrungsmittel übergreifen muß,, wenn nicht der Produzent von Getreide und Fleisch in die stärkste Bedrängnis kommen soll. Das neugewonnene Gold, das vielleicht einige Jahre auf fruchtbringende Anlage warten mußte, ist ui Den Wirtschaststörper hin ein geflossen, und die allgemeine Entwertung des Metalls ist die Folge davon. Zum Ausdruck kommt sie, indem für alle Güter mehr gefordert und mehr bezahlt wird als zuvor. Würden in solchem Falle nicht auch die Nahrungsmittel im Preise steigen, so wäre der Einfluß des neugewonnenen Goldes in den Wirt- chaftslörper unvollkommen, denn es würde nichts davon an die letzte Stelle kommen. Es kommt immer daraus an, ob das Volk die Nahrungsmittel taufen kann. . noch so billig und die Aroeiterschaft hat kein Geld, so ist da durch durchaus nichts gewonnen. Für den Arb^iicst'" wie für das ganze Volk ist es am besten, daß u ich die Preise der Nahrungsmittel der allgemeinen .Konjunkturbewegung des Wirtschaftslebens anschließen, und daß die handarbeitenden Vollsma^sen hinreichend verdienen, um die Lebensrnittel zahlen zu können.
schlichten uno doch so stolzen TankcS des Helden Judas Mafia- bäus: „Süß strömt Das Lied in mein entzücktes Ohr ..." Wir sühlen's, wir crleben's mir ihm. Oder, ein anderes Beispiel: wie stark ist die Verriefung und Verinnerlichung der Klage zu Beginn des ersten Aktes durch die Einschiebung Der Arie: „Du sankst, aä) armes Israel, tief herab" aus dem zweiten Akt mit ihrer schwermütigen Eellobegleitung. Die Beispiele lassen sich beliebig vermehren. Tie radikalste Umgestaltung und Verkürzung aus weniger als die Hälfre hat der 2. Akt gefunden; und daß er in der so gewordenen einheitlich knappen Form, cingelcilct von der als „Szene auf der Walstatt" benutzten Ouvertüre, Die als solche, um Den Eindruck der den 1. Akt beherrschenden Verzweiflung und Klage nicht zu beeinträchtigen, gestrichen worden war, prächtig lebensvoll, wirklich „dramatisch" wirkt, läßt sich nicht leugnen. Hier aber lassen sich doch wohl auch Bedenken geltend machen. So berechtigt, ja notwendig die Beseitigung der 10 ersten Nummern dieses Aktes und Damit Die Konzentrierung des Kampfes und seiner Vorbereitung auf eine Handlung ist: war die Streichung der Ouvertüre als solcher, wie sie dorn Handel sich gedacht und als die er sie geschrieben hat, wirklich nötig, um Den „SchicksalshirUergründ", btc Klage und Ver- zwenluug des 1. Altes, „in voller Unerbittlichkeit zum Eindruck zu bringen"? Ouvertüren stehen doch für sich da, gewissermaßen als Ucberschrift des ganzen, als kurze Inhaltsübersicht des Kommenden: sie gelten nicht als Vorbereitung gerade auf den 1. Akt oder als dessen Einleitung, sondern als Einleitung des ganzen Werks. Und daß ein Werk mit Dem klangvollen Namen des Judas Makkabäus, das die iebem Gebildeten bekannte ruhmvolle und waffenklirrende Geschiente Dieses Helden und. Des Volkes Gottes in Tönen verherrlichen will, mit kriegerischen starken Akkorden eingeiuhrt wird, kann der folgenden Handlung, die vom Niedergang und Der Verzweiflung durch Kamps zum itrahlenden Sieg führt, meinem Empfinden nach nichts von ihrer Eindringlichkeit'nehmen. Noch weniger einleuchtend aber erscheint mir, trotz Krctzschmar und anderen, abgesehen lediglich vom Standpunkt der Kürzung, die völlige Streichung der Schlußnummem des 2. Akts, Die von Der Wiederherstellung des Iehovakultus handeln. Stevhani hält die „eiicrnDc Szene wider fremden Götzendienst" für einen Fundamentalsehler im dramatischen Aii'- tau deS Werks: laßt sich ihre innere Berechtigung nicht auch und sogar remr einfach begründen? Der innere eigentliche Held DeS Dramas ist d a s Volt Juda, das auscrwähltc Volk Gottes: die beiden handelnden Einzelpersonen, Judas und Simon, verkörpern nach Den Worten Stephänis „die beiden Grundgedanken des Werks, den Glauben und die Freiheit": sie sind gewissermaßen Symbole der beiden Hauvteigenschaiten des Volkes, seines Gottesglaubcns und seines Freiheitsdranges. Ist cs nicht eine berechtigte dramatische Häufung, daß diese beiden Eigenschaften in Dem Kampf unD als Mittel zum Siege zum Ausdruck
Anzahl von Interessenten (Arbeitgeber- und Arbeit- nehmen Verbänden, der Handwerkskammer, Der Zentralstelle für Die Gewerbe, Den größeren Kreisämtern, Den Gewerbe- inspettionen il u. m ) zur gutachtlichen Aeutzerung niiLßcicilt. Bedenken gegen Das Gesetz selbst rourDen hierbei nickst erhoben, Dagegen verschiedene AenDcrnngcn Der Vorschriften Der Verordnung in rem technischer .Hinsicht beantragt.
In Der BegrünDung heißt eS u. a :
Nachdem der Bundesrat am 13. Ium 1907 beschlossen bat,. Der Resolution Des Reichstags wegen Vorlage eines Geiepentwuns über Die Organisation Der Bautontrolle und Den Erlag von Vor fdjriftcn zum Schutz Der Bauarbeiter auf Grund des tz 1^0o der Gewerbeordnung Feine Folge zu gehen, rann Der Ärbeiterschutz und insbesoiidere auch die Unfallverhütung bei tauten nunmehr landesrcchtlich geregelt und der Bauarbeiterschutz einer crtocuerten Staatsaufsicht unterworfen werden. Der Gegenstand hat die L'QiiDliänDe wiederholt und zwar die Zweite Sammer insbesondere in Der Sitzung vorn 24. Januar 1908 ^Protokoll der 81. Sitzung, S. 21*78 ff.) beschäftigt.
kommen ? Judas Makkabäus, die Sehnsucht nach Freiheit, führt die Männer zum Kampfe, Simon, der Glauben des Gottesvolles, reinigt durch die Zurückgebliebenen, die Weiber und Nichttriegei, den durch eben Dieselben Heiden beschmutzten reinen Dienst des Herrn, dessen Zorn er dadurch versöhnen, dessen Hilfe er dadurch erflehen will: beider Wollen und Werk krönt der Sieg, Sar Stephani Durch seine Streichung dieser Kultus-Episode gezwungen ist. Den folgenden Einleitungschor des 3. Aktes auch dem ^>inn nach, inhaltlich, gänzlich zu ändern und auf der Unterlage Dcr> selben Musik aus einem „mit lauchzendern Triumph", „mtl heißem Tank" abgehaltencn Tankiestgottesdienst („w c 11 wir mit [ju ergänzen: wiederhergestelltemj heil' gem Dienst begehn..." , einen „in Demut abgehaltenen Bitt gotteädienst" zu machen, spricht nicht gerade Dafür, daß seine Auffassung unbedingt zu- treffend ist und es sich vorher nur um eine belanglose Neben episode bandelt. Doch, will man möglichst kürzen, um bis zum Schluß Die Aufmerksamkeit des Hörers angespannt zu erhalten, so ist Die Streichung dieser Szene allerdings noch die erträglichbc so bedauerlich auch immer der Wegfall des choralartigen mächtigen Scklußchor des 2. Aktes: „Wir Dienen Gott, und (tzott allein bleibt.
Jedenfalls, und das fei nochmals gern und freudig beton,, ist Die Arbeit Tr. Stephänis ungemein verdienstvoll und dankenswert: bei; schönste Dank wird ihm die Wirkung sein, die das Werk in seiner von ihm geschaffenen Gestalt dis jetzt überall gehabt Hal, die es auch gestern in Der fast so zahlreich wie das Konzert besuchten Generalprobe und namentlich heute in der Hauptaufführung, der er und Tr. Chrysander ja beiwohnten, auf die tiefergriffenen Hörer ausübte. .....
In das Verdienst dieser hinreißend prächtigen Ausführung teilen sich alle Mitwirkenden, die sich in den Dienst der grotzen Sache gestellt haben. Vor allem der Dirigent, unser hochverehrter Bro'. Trautmann, der die Massen des EhorS und Orchesters einstudiert und - was vermag nicht Begeisterung! _ m einer einzigen Gesamtvrobe, eben der gelingen öcneralrrnbe, so zusammengefügt hat. Dann — der Judos Mattabäus, das Voltsdrama, ist in eiltet Linie Chorwerk, stchi und fällt mit dem Ehor -, Der Chor, der Akabemi'chc Gesangverein und die en angel. Mädchen- und Knabenchvrschulc, letztere in Dem Sieg^moi De? :> Aktes sehr wirkungsvoll be - wan'ci: Die crattc rr.D irische Eiuichulung Der Ehorfchule ist m. W-. das Verdienst hauptsächlich de? Herrn Organisten O. G ö lach, der auch lür Die ausgezeichnete Durchführung Der Orgel - bcgleitung Anerkennung verdien:. Der Akademische Gesangverein hat heute seinem beioälyrten Ruf eines vorzüglich geschulten Chors mit urachtigem Stimmaterial wieder Ehre gemacht. Die Einsätze waren durchweg craft, die Klangstärke in allen Schatttc- rungen schön abgestimmt. Von den Solisten verdienen r.t erster Linie Die JBertmerin der Sopranpattic, Frau Schmidt-
Dte heutige Nummer umsatzt 12 Seiten.
Der Gang der wirtschastöronjuntturen und die UahrungLMittelpreije.
Eines der befannteften unD häufigsten sozialpolitischen Schlagworte unserer Zeit heißt: „Wenn sich mtt steigender Wirtschaftskonjunktur Die Verdienftlage Des ArbetterftandeS hebt, treten sofort höhere Preise für die wichtigsten Nahrungsmittel (Brot und Fleisch) ein, so daß der Mehraufwand der Arbeiterschaft für ihre Ernährung die Durch Die VerdiensterHöhung erreichte Besserung Der Lebenslage im Arbeiterstand illusorisch macht." Nun ergeben zwar alle Statistiken, daß Dies nicht völlig zutrifft; auch Der sozialdemokratische Statistiker Ealwer hat Dargetan, daß sich in den letzten Jahrzehnten die Arbeitslöhne reichlich um Das Doppelte dessen erhöht haben, was fick an Preissteigerungen für den ErnäbrungSaufwand feststellen ließ. Aber Tatsache ist natürlich, daß die Preisbewegung der wichtigsten Nahrungsmtttel gemeinhin Den sonstigen Bewegungen im Wirtschaftsleben folgt.
Siebener Aonzertverein.
Judas A-iattavaus.
Gießen, 22. Februar 1911.
Zum 226. Geburtstag seines Schöpscrs ist der „Judas Makkabäus" in neuem Gewände vor uns auscrstandcn, in der Bearbeitung Des Eislebener KircheiimusikDirektorS Tr. Hermann Stephani, die wohl von nun an die Bearbeitung .sein wird, in Der Das unsterbliche Werk weiterleben und HunderttausenDen Die überwal- rigenDe Größe Des Äkisters Georg Friedrich Händel ver- tünDigen wird; des Meisters, der einen „Messias" in 30 Tagen und dieses Werk in 35 Tagen hingeworfen hat. Ueberwältigend! Das ist Das vorherrschende Gefühl, das in unS nach Dem Hören Des Werks lebt; aber nicht nicDcrgeDrüdt sind wir Durchs seine überwältigende Größe, sondern uiifäglich gesteigert im Fühlen all der brauseiidcn Fülle des Lebens, Die da in Wort und Tönen in beispielloser Steigerung über uns auSgeschüttct wird. UnD ein gut Teil Verdienst an dieser niemals gehemmten oder beeinträchtigten, sich immer steigernden Wirkung, hat — die unvoreingenommene Prüfung Inuß es offen cingestehen, — die Neubearbeitung von Tr. Stephani, die wirklich erst aus dem Oratorium das Musikdrama plastisch hcrauSgearbeitet hat: und — das ist das Wesentlichste — die Wirkung bcweists': in Sinne HLiidels Wer freilich von voml)erein jedes „Bearbeiten" alter tVieifter als pietätlos, als moderne Zeittrankheit verwirft, der wird Die Arbeit Stephänis ablehnen müssen; Denn „rücksichtslos" unD ,chrastisch" ist die Art ui der Tat, mit der er Das Häitdclsche Original auscinanderrcißt und neu zusammenfügt; tcxtlim neugestaltet, kürzt unD anderswo wieder verstärkt. Tie Wirkung, Der Erfolg gibt ihm Recht, Der Vorteil stellt sich oft sinnfällig dar; um nur wenige Beispiele für Die gewissermaßen Klein- malerei zu nennen, die neben Der Durchführung der Hauptziele Der Arbeit Stephänis einen besonderen Reiz verleiht: wie wirkungsvoll ist die Steigerung Der Erwartung int 3. Akt nach Dein Erscheinen des Siegesboten: „Vom Schlachtgetümmel eil' ich . . . Durch das Einschieben des Eingangschors mit kurzem Orchcstervorspiel aus dem Ansang des 2. Akts: „Fall ward fein Los", dem Dann erst die nochmalige Antündignng des Sieges folgt: „Doch seht, Der Sieger erscheint"; seinen Einzug Ipitet Der oonvcggcnonimeue Orchcstcrmarfch ein, der sich dann cum nochmals zwischen Die Knaben- und Mädchenchöre: „Seht Den Sieger ruhmgckröiit" einschiebt, bis schließlich Der volle Chor — eine Stelle, fast Dem „Halleluja" im „Messias- vergleichbar, jedenfalls der Höhepuntt des Dramas — den Triumphgesang auf nimmt. UnD nun, wo das Ohr und das Gefühl beide, aufs höchste angespannt, nach einem Ruheounlt verlangen, wie fein ist da Der Verzicht auf den nächsten Ehor und den im Original nun erst folgenden Marsch und statt dessen Die unmittelbare Folge des
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Sind Dieic I beim Ausbrechen einzelner konstruktiv wtchliger Gcbaudetcill, Jui-i' ist Da-i fichten aut Die Bauarbeiter in Betracht, die von den rem van- eriianD polizeilichen Fragen, namentlich auch un Stnbhrf a";T.^lc^(l?Kr/ eriiano bet ^croo^ner derart umzubauender Gebäude, nicht wohl zit trennen sind. Alles dies zeigt, wie. Die vorliegende Frage nut der Baukomrolle (im Sinne Der Allgemeinen BauorDnung) zu' sammenhängt. Bor allem sind Mißstäiidc technischer und fanitarer Dtatur zu p et eilig en. ^wi^puuchiicv mutz eine Gewahr Dafür ge schassen werden. Daß der Bau Der Gerüste nur unter Verwendung beiten Materials erfolgt, ferner, daß Die Balkenlager sicher ab- qedeckt und daß Schutzdächer in genügender starte angebraflK werden. Als AtißstanD sanitärer Ülatur hat sich häufig die un- genügende Dichtung Der Winterbauteu flog. Fenstersrag«) imd )ie Trockenheizung Der Bauten Durch offene Koksofen (sog. Kols- Lorbirage, erwiesen. Die Beschaffenheit der Baubuden wird ein gehend zu regeln sein. Weller muß Die Aufrechterhallung des An- uandcs gcwährlciftet werden. Mll Der Durchführung Des noch vorstelienDem Erforderlichen wird auch eine ver, charfte Kon trolle üch er Die Art der Ausführung Der Bauten HanD in HanD zu gehen haben. Dies soll durch besondere Aus- f'uhrungsvorschriftcn zur Allgemeinen Bauordnung erfolgen.
Zu Artikel 2 wird u. a. ausgeführt:
Für Die Organisation Der Kontrolle könnte.das sogenannte Vertrauensmännersystem in Frage kommen. Dieses System ver langt, Daß aus Der Zahl Der an einem Bau befchästtgten Arbeiter, entweder von Dem Bauherrn ober Unternehmer allein ober unter Mitwirkung der Arbeiter Personen bestimmt werden, welche die Durchführung Der Arbellerschutzvorschriften bei Dem Bau zu über wachen haben. Wenn Dieses System auch Den Vorteil emer ständigen Aussicht bet jebem Bau zu bieten scheint, so hat es Doch wesentliche Nachteile. Dem VertrauenSmännersvsteme sehll als erste Voraussetzung für eine sachliche und zweckniäßige Kontrolle die Unab' hängigfeit des Kontrollierendcu. Auch ist es wohl mcht leicht, auf jedem Bau einen tüchtigen Kontrolleur zu finden. Endlick' ist Die nötige Einheitlichkeit in der Durchführung der Schutz- Vorschriften bei dem Vertrauensmäniiersystem nicht erreichbar, was um so bedeutungsvoller ist, als es sich um Vorschriften handelt. Die mll Straf- und Zwangsbefilgnissen ausgestattet sind.
Im Interesse der Unaboangigteit der Kontrollorgan erfchetnt es norwendig, öffentliche Funttionärc mit der Aufsicht zu bc - trauen. Bei näherer Prüfung ergab sich, daß die Angliederung des Bauarbeiterschuyes an die B a u p 0 l i z e ib e hö r d en , also an btc nach der Allgemeinen Bauordnung zur Wahrnehmung der Baupolizei und Bauaufsicht berufenen Organe, vorzuziehcn sei Vor allem ist hervorzuhebetl, daß die Gefahren, btc dem Arbeiter bet Bauten drohen, aus technischen Mängeln ent springen. Diese sind in überwiegendem Maß bau technifcher An


