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Mänbiounj tarn iDitbetwt i j °,Btn Princhienk^ °°'°mpfci> unbt-J tictcR wirb, wenn 1 incr gibt cs in jJ Naner folgend, : 'vählt und ist es H ßntj^cibung über nm und t>. Heyl m en, und seiner Par: cht Dcnnciben tonne liÄeu Bonernbündln scher Nationallibcr^ nicht vertreten.
Aufgaben des nächst schrittliche, jicigejim
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161. Jahrgang
Zweites Blatt
Nr. 255
tägllch mit Ausnahme des Sonntag».
T'e „eitfitnct Samilknblätter- werben dem .Ungeifler* otermal wöchentlich beigelegt, das „Ureirdlatt fflr vea Krell «letzen" zweimal wöchentlich. Tie ..raadwlrtlchaftllchen 3ett- tragen** erlchenien monatlich zweimal.
Gletzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderheffen
hiontag, 50. Dttoder VAI
Rotationsdruck und Verlag der Vrüblichen Universität- - Buch- und Creindruckerel.
9L Lange. Dietzen.
Redaktion. Expedition unb Druckerei: Schulst: atze 7. Eroed'tron und Vertag: E^Abl. Redaktion:b^ 112. Tel.-21druA,izclgerDletzen.
Korrespondent bc5 Reuter-
Dic Nevolutiou in China.
Neue Gefechte mit den Aufständischen.
Kirche und Schule.
Tas Verfahren gegen Pfarrer 2taub. Die Blätter melden aus Berlin: Ter evangelische Cber- tirchcnrat Hal in der Tisziplinarsache gegen Pfarrer Traub- Tortmund entschieden, daß die Angelegenheit dem westfälischen Konsistorium entzogen und vor dem schlesischen in Lreslau verhandelt werden soll.
London, 28. £(t.
Aus Hessen.
Tie LandtagSwahl in Gießen.
Gießen, 30. Olt. Tie sozialdemokratische Partei gatte für gestern vormittag eine Wählervcrsamm- lung in den Kolosseumsaal' einberufen, die, wohl infolge der ungewöhnlichen Bersammlungszeit, nur mäßig besua-t war. Ter erste Redner, Staoio. Ztelowski von Frank- surt, besprach zunächst die jeptge Teuerung, die er auf die verkehrte Lirt,cha,tspollitt im Deutschen Reich zurück» führte. Diese Politik färbe auch auf die Bundesstaaten ab, und so könne man jeyt sehen, daß in Hessen wie im übrigen Reich Die teauionärcu Machte an der »weit seien, um durch Die Gesetzgebung die ^onDerinteressen der herrschenden »lassen aus Kosten der Al.gemeinheit zu fördern. In Hessen seien es der Bund der Landwirte, das Zentrum und die narimtallivera.e Partei, tu oarch ihr Zu.ammemvirken im Landtag die Gcsc^g.'bung einseitig deRnf.ußt hätten, wobei namentlich die irrste Kammer o,r das treibende Element gewesen sei. Er besprach dann vom svzmwemokratischen Ltandpunll aus die Wahlrechtsreform, bie Gemeindesteuer- aesepgevung. Die Staate- und LandgemeinDeordnung, die ,chlea):e Finanzlage des Landes und den hes.isch-preußischen Eisenbah.wer^rag, um zu vem Schluß za tommen, da^ jeder, oer im Änne ।einer Ausführungen eine andere ^-olitit Volle, am 3. November scziaÄemokra.ifch wählen müsse. Nach Die,en von den za-.l w^i.aus größten Te.. aas Part^i- geno,sen de» ... eh enden ^jahwrern mit Beifall
Zu öcn Reidistagsroalikn.
In einem Wablantrag, der von der Fortschrittlichen Bolksparici im Reichstage cingcbracht worden ist, wird der Reichskanzler ersucht, wegen der bevorstehenden Wahlen sosort 1. dem wiederholt vom Reichstage angenommenen Antrag, von Reichs wegen und aus Kosten des Reichs den Wahlbezirken einheitliche und eine Verlegung des Wahlgeheim- n i s s e s a u s s ch l i e ß e n d e W a h l u r n e n z u l i e f e r n, F. lge -u gebe.:; 2. aus die Landesregierungen dahin zu wirten, daß a) durch landesrechtliche einen eie Nichtanwendung der
Bestimmungen über die Polizeistunde aus das Versammlungsrecht sichergestellt wird: b) die Zentralbehörden der Einzelstaaten an die lokalen Polizeibehörden einen der Verfügung des vreutzlschen Ministers des Innern, v. Moltke vom 13. Mai 1908 betreffend die Ausführung des NeichsvereinSgescges entsprechenden Erlaß richten, nach dem auch aus Umwegen daS g e s e g l i ch e Vereins und B e r s a m m l u n g s r e ch t durch die Behörden nickt beeinträchtigt werden soll, insbesondere Personen wegen ihrer Zugehörigkeit zu den Vereinen oder ihrer Teilnahme an den Versammlungen bestimmter polinick.'r Parteien von den Polizeibehörden in ihrem Erwerbsleben nicht geschädigt werden und Gastwirte wegen der öcraabc ihrer Sdic für solche Versammlungen keine wirtschaftlichen Nachteile erleiden sollen.
bs. Darmstadt, 29. Olt. Gestern fand hier im Dessunger Ehausseehaus wieder eine f o r t s ch r i r t l i ch e Wahlversammlung statt, di? gut besucht Ivar. ASS Redner trat der fortschrittliche Kandidat Henrich auf, Der nochmals den Wählern sein Programm etttwickelte. Auch sein Gegenkandidat nationalliberaler Richtung, R.gierungs- rat Bastian, griff lebhaft in die Aussprache ein und betonte, daß er in vielen Punkten mit den Ansichten des Herrn Henrich übereinstimme. Tie gescheiterten ciuigung. • Verhandlungen wurden auch wieder in die Erörterung gezogen.
ch. Bingen, 29. Cft. Als Kandidaten für die am 19. Dezember in Bingen für den Wahlkreis Bingen Stadt stattsiudende Landtags-Erfatzwahl wurde von der Zentrumspartei in einer Sitzung des Parleivorstandes der Wcinhändler und Stadtverordnetc Heinrich Wendel in Soherr ausgestellt.
ausgenommenen AuSiüyrungcn sprach der sozialdemokra- tifd^e Kandidat für Gießen-Wteseck, Stadtv Bette rS. Ohne eine eigentliche Programmredc zu halten, sprach er über die hessische Politik in demselben 2inne wie der Vorredner. Er ging namentlich auf Die RichtbestäNgung sozial- ocmolratischer Beigeordneter durch die Regierung ein, be- sprach den nach ।einer Ansicht ungesetzlichen Brauch, daß der Graf zu Schlitz seine Arbeiter nm Zahlmarken aud- lohne, und wandte sich bann gegen die Ausführungen einiger fortschrittlicher W.iiZfiugb.ai.cr über die sozmtdcmo. tratische Panei, die er als unzutresscnd bezeichnete. Auch er schloß mit der Ausforderung, bei der bevorstehenden Wahl jozialdemokratisch zu wählen, da nur hierdurch die Möglichkeit einer den Itueresfen des werktätigen Bolles dienen- oen Womit gegeoen ,ei. Auch seine Ausführungen wurden mit lebhaftem Brllall aufgenommen. Ta sich trotz wiederholter Aufforderung nicmanb zum Wort meldete, schloß der Vorsitzende die Versammlung.
Etn abgefchüttelter Lanblagsabgeordncter.
Ter Voriitzenoc des Laudesauo,chu>ses der national- liberalen Partei, Tr. Osann, veröffentlicht folgende Er- närung:
„Das nationallibcralc Landtagsmitglied Schönberger hat einen Ausruf unterzeichnet, in welchem zur Wahl des früheren Lanktagöabgcordnetcn W o l j - Stad.ckeu ausgesordert luitö, luic- ivobl tiefem ein nationallibcralcr Kandidat Dort in Der Person tcs Herrn Emil Sckätzel in Sclzen gegenubersteht. Ich de dauere Dieses Vorgehen des ?ll>geordnclen Schönberger aus daS lebhafteste und mißbillige cs auf das schärfste. Kau- livat der imtioitaUibcralcn Partei ist Herr Emil SchatzeI, Der als solcher durch die Vcrtraucnsmännervcrsannnluug ausgestellt ivurdc. Ick ersuche alle nationalliberaleir Männer, für desfen W i । mit aller Kraft eiuzutretcn. Ich erkläre weiter. Daß ich D.-m früheren Abgeordneten Wolf-Stadecken niemals die Zulage gemacht Jiabc, tie nationallibcralc Partei int Wahlkreis Nierstcin Nicdei Saulheim werde ihn bei Der Landlagswahl ansstcllen oder für ihn eintreten.
Der Abgeordnete v. heq^ebrano über die politische tage.
Breslau, 29. Okt.
Unter großer Beteiligung ans Stadt und Land trat heute hier im große,t Saale des Konzerthaufcs der P a r t e i l a g d e r K o n f e r v a l i v e u S ch l c f i e n s zuiammcn. diach einem Vorträge des Abgeordneten Malermeisters Hammer sZehlcndors) über „Millelfiandssragen und wahre Mittclitandspolitik", crgriss Der konservative Parteiführer, Abgeordneter v. Hchdebrand, das Wort zu folgenden Ausführungen:
Bei den bevorstehenden Wahlkämpfen handelt es fich nicht nur um das Geschick der konservativen Partei, sondern auch um das Wohl und Wehe unseres Vaterlandes, liniere Sache ilt gut und gerecht. Mit Fleiß und Nachdruck müssen wir aber jetzt arbeiten, denn die grenzenlose Verhetzung der Parteien foiinte nur geschehen, weil wir nicht immer aus dem Posten waren. Geht aus den Wahlen eine mehr oder minder sreihändlcrische Mehrheit hervor, eine Mehrheit, die im Punkte Der nationalen Ehre nicht zuverlässig iit, so kommen trübe. Zeiten über unser Vaterland. Nichts klingt besser als der Name Bauernbund. Wir Landwirte alle sind gern bereit, mit den Bauern einen Bund zu schließen, aber wir müssen erkennen, daß diese nationalHberalc Gründung nur Verwirrung anrichret. Aehnlich steht es mit dem Haniabunde. Ich habe nichts dagegen, daß Handel, Gewerbe und Industrie sich zur Vertretung ihrer Interessen, trotzdem diese nicht gefährdet sind, zuiammenschließen. Aber in der Praxis können Die Herren nichts als die einzelnen Berufsstände, die auf ciuailder augeiviefen find, gegen einander zu verhetzen. Tie Sozialdemokraten und alle, die zu ihnen stehen, klage ich an, daß fie den Ueiitcn Mann um alles bringen, was das Lebeii lebcnswert macht. Unzufriedenheit und Haß ist bei ihnen der Weg zur Wahrheit und macht die politische Beivcguug zu einem Verbrechen. Ganz ohne Zwangs maßregeln werden wir ihnen freilich nicht Abdruck tun können, besonders gegenüber Dem Terrorismus dürfte Die Gesellschaft nut Schutzmauregeln nicht zurückhalteu. Cb wir überall Erfolge erzielen locrDcn, licht Dahin, eins aber steht fest. Daß Die bürgerlichen Parteien verbittert aus Diesem Wahllamvse hervorgeheu werDen, unD alle aufrichtigen Patrioten müssen Das bcDauern. Mußte Das so kommen? War es von uns et n Verbrechen, Daß wir uns wehrten, unter eine liberale Regierung z u kommen? Wir haben gewiß nichts tadellos gemacht, Davon ist keine Rede, aber es fehlten Die Leute, die es besser machen, und geschehen mußte etwas. Tie Stunde der Ucberbrßdung der Gogen- sätze ist jetzt vorbei, es geht aufs Ganze. Wenn wir jetzt noch Konzeffionen machten, würden wir keinen treuen Freund mehr finden, viele aber stutzig machen. Wir müssen durch, und können nur die Hossnung hegen, daß nach dieser Krisis ein Zeitpunkt kommt, da alle sick auf das gemeinsame Vaterland bc- sinnen und zu einem Großdlock zusammentreten. Tas wird und muß kommen, und wir Konservativen, Die wir nur mit anständigen Wasfen kärnpsen, werden Ayerkennung ernten. — Ter Redner ging dann zur auswärtigen Politik über und betonte, daß hier die größte Zurückhaltung notwendig lei. Bittere Gcsuhle beschleichen uns deutsche Patrioten, daß wir erleben müssen, was mit unserem Ansehen in der Welt geworden ist, und die Entwicklung Der Streitfrage in Afrika ist nicht dazu angetan, daß wir zufrieden fein können. Frankreichs Anfehen dagegen ist gestiegen. Tie Lage der gegenwärtige Regierung ilt äußerst schwierig. Sic soll unklare Verhältnme regeln, aber nicht zum Schwerte greifen. Mil Jubel begrüßte man Die Entsendung des „Panther", die aber den bitteren Nachgeschmack hatte, daß die Aktion den Anlaß gab zu der grandios c n U n v e r s ch ä m t h c i t, mit der e n g,l i s che Mini ft e r uns cntgcgcnlralen. Tas ist furchtbar hart und schwer für eine Ration, die 1870,71 Himer sich hat. Tie Regierung ist in einer schwierigen Situation, und wir haben alle die patriotische Pflicht, treu zu ihr zu steheii unb die Regierung nicht vor dem Auslande herunterzureißen. Tie konservative Partei wird stehen wie ein Fels üi der roten Flut, wie eine Barre von Eisen zum Schutze des Mittelstandes. ''; . , .. ‘
Nach einstündiger Aussprache gelangte eine Ent, chlietzung im Sinne Der Öct)DcbranDid)cit 9icDe zur Annahme.
2Ius Stadt nnd Land.
Gicgcn, 30. Oktober 1911.
** ftuuftb er ein. Zur Sammlung Pros. R v. Hau-i wurde noch ein großes Gemälde „Reitende Jäger" neu ausgestellt. Leider tann die Sammlung nur kurze Zeit ausgestellt bleiben, Da six noch im November im Frankfurter Kunstverein zur Ausstellung gelangen muß. Tas Äusstellungsprogramm für 1911/12 ist wie folgt festgesetzt: Im November gelangen noch zur Ausstellung Sammlungen von Walter Friederici-Tresden, Albert Schmidt- Stuttgart, N. Schrödk-Eronberg, Max Fritz Lübben, L. Zorn- Freiburg und Mary Loose-Berlin. Im T e z e m b e r Sammlungen von (5. Felber-Tachatt, c. Grill Wien, H. Gottselig-Frankfurt und L. Majewski-München. Im Januar Sonderausstellung von Martin Brandciiburg-Berlin. Im Februar Sammlungen von F. d. Huart-Holland, H. Kaulbach-München und George von Hoeßlin-München. Im März Sammlungen von M. Melzer-Berlin, H. Tamee- Konulsdors und W. Cppenheimer-Berlin. Im April und Mat Sammlungen von Alfred Sohn-Retyel-Paris, Herrn an n Frobenius-Eppen b. Bozen unb Neue Sezzesito» Berlin. Im Jun i Sammlungen des Ortsverbande? a.ces- dener Künstlerinnen. Für die Juli-Ausstellung sind Die Unterljanblungcn mit den Künstlern noch nicht abgeschlv sei,. Außer diesen Sammelausstellungen gelangen noch Einzel- werke und Heine Sammlungen von namyaften Künstlern zur Ausstellung.
** Eine große Sanitätsübung findet heute abend bei Großen-Buseck statt. Tie freiwillige Sani- tärslolonne und bie Eiserivahn-Sanitätskolonne fahren um 8 Uhr 5Min. mit dem Hilsszug und mehreren Perjonen- wagen von hier nach Großen-Buseck, wo in der Nähe Des Bahnhofes bie Hebung abgehalten wird. Tie Rückkehr erfolgt um 10 Hhr 25 Min.
♦♦ Erledigte Lehr erstellen. Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der GemeinDeschule zu Hain gründ. Tem Inhaber der Stelle kann eine Crtszulage gewähr! werden Tas Präsentationsrecht stehl dem Fürsten z i Lvw..litein-Werthcim-Roscnberg zu. Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gerneindeschule zu Sam« gründ. Tem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gewährt werden. Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Lchrerstelle an der Gerneindeschule zu Bleichen back).
" E ise nba h n - Pe r f o.na lie n. (ernannt wurde der Eisenbahn-Betriebskontrolleur Finger auS Elberseld an Stelle deS nach Köln versetzten Eisenbahn-VerkehrSinspektorS Fricdr. Wilh. Löhr zum Vorstand des Elsenbahn-Veikchrs- ainteS Gießen, der kommiff. Eisendahnassislent Neumann in Bad-dlauhenn zum Eisenbahn-Praktikanten.
" Der Turnverein von 1846 hielt am Samstag abend im Vereinslokal zum Gambrinus seine ordentliche Hauptversammlung ab, die verhältnismäßig gut besucht war. Ter 1. Sprecher, Redakteur Heß, gedachte zunächst der im Laufe des Jahres durch den Tod abgerufenen Mitglieder Kaufmann Karl Eichmann, Schneidermeister Wilh. Heß, .xauimann Herrn. Mettenheimer, Wellzbinder- mLister rtarl'Schmall und des Ehrenmitgliedes Kommerzienrat Georgi, deren Andenken durch Erheben von den Planen geehrt wurde. Sodann erstattete der 1. Sprecher oen ^ayrcsbericyi, der im großen unb ganzen eine erfreulich«
Die Versicherung der privatbcamtcn.
Berlin, 28. Okt. Ter Reick)stagsausichuß für die Versicherung Der Privatangestellten nahm zu § 10, der den Kreis der Vcriicherunaspflicktlgen umschrcibl, die Anträge der Reichs- Partei und der Fortschrittlichen Volksvartei an, nach denen Aerzte und Tierärzte von der Vcrsidfcrungspslicht befreit werden. Außer den in Eisenbahnbetrieben Beschäftigten wnrdcn auch Die Angestellten Der P o st - unb T e l e g r a v h e n b c t r i c b L versicherungsfrei erklärt. Ferner wurde der Antrag angenommen, nach Dem cm Vcrfichcrter bis zum 25. Lebensjahr in eine höhere Versichcrungsklafie übertreten kann, als Dies feinem Jahrcsarbeits- verdicnst entspricht. Anberersetts soll ein Versicherter bei vermindertem Einkommen in der bisherigen Vcrsicherungsklasse verbleiben dürfen.
Folgende Entschließung des Zentrums wurde angenommen: Ter Reichstag wolle beschließen. Die verbündeten Regierungen zu erfud c», 1. ipätestcns iiua, .mssteltung ernen BUauz .191 < dem Reichstag eine Denkschrift über die Gescb äs tse r g eb - nisfe und Die Finanzlage vorzulegen: 2. Dann, soweit es ohne Erhöhung Der Beiträge möglich erscheint, in erster Linie Die Gewährung von KinDerzuschußrenten nach Dem Vorbild Der Reichsversicherungsordnung in die Wege zu^ leiten. — Beim Kapitel „Eruattung von Beiträgen" wurde § 62, der die Bedingungen enthalt, nad) denen den Versicherten ein Anspruch auf Rückerstattung eines Teils der geleisteten Beitrage zuiteht, abgelehnt.
Bei § 73, der van der Ruhenrente handelt, beantragte das Zentrum, den Turdnchnitt der sechzig höchsten Monatsoeitrage als BeDingung für die Ruhenrente jeiizuietzen. Ter Antrag wurde angenommen. Ter § 75, der benimmt, daß die Witwenrente ruht, soweit sie zuiammen mit Dem Iahrcsarbcitsverdicnii der Witwe den in § 73 Absatz 1 bezeichneten Jahrcsarbeits- verdienst des verstorbenen Ehemannes übersteigt, wurde abg.lchnt. Bei § 135 beantragte die Fortschrittliche Vollspartei, dag auch Frauen als Beisitzer zu den Rentenaus schuss en gewählt werden können. Ter Antrag wurde abgelehnt.
schen Bureaus, der sich bei Der Armee des Vriegsministers H i n t s ch a n g besinbet, telegraphiert aus L i a k o n s i e n und Huvc: Gestern sanden zwei Gesechte statt, von denen das erste morgens uni 6 Uhr südlich von Nicko bei Santaorschiao in der Richtung auf Lutschiampiao begann. Tie kaiserliche Armee zwang, niilerstützl von chinesischen Kriegsschisscn, die Ausftändiichen, ihre Position bei Lut- schiampiao zu räumen, die sie einnahm Uni 11 Uhr ließ die Heftigkeit des Geiechtes sur eine stunde nach und nahm bann gegen Mittag von neuem zu. Die kaiserlichen Truppen gingen bis 500 Meter gegen die AusstänDischen vor, doch follcn weitere Operationen gegebenensa.ls bis 6 Uhr abends unterbleiben.
Etwas ficgeSi'ichercr lautet folgende amtllche Meldung aus Peking, die euer die Tinge, wie üblich, wohl etwas rosig barftcllt:
Peking, 28. Okt. Eine amrüche Bekanntmachung besagt, daß das erste Armeekorps des Generals ^in tfchang gestern von Schekau auf die Revolutionäre vorgerückt ift und diese unter großem Blutvergießen zurückgeschlagen hat. Ten Regterungstruppen fielen zahlreiche Geschütze und große Mengen Munition in die Hände. Rach der Einnahme von Lutfchiampiao gingen die Truppen weiter vor und eroberten die Chinesen- st ad t von Han kau. General Yintschang weilt gegen wärtig in Scyekat, an der Bahnlinie 20 Kilometer von Han kau entfernt, mit Truppenvcrstärkungen. Kaiserliche Truppenabtcllungcn wurden nach Hau uno 'S)intschong dbgesandt, wo sich die Revolutionäre gesammelt haben sollen. Tie abgefanbten Mtcilungen erhielten gleichzeitig den Befehl, die Eisenbahnverbinoungen zu schützen. Tie Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Ausständischen fanden bei st a r k e m R e g e n statt. Tie RegierungStruppen legten große Tapferkeit an den Tag.
Eine amtliche Tepesche meldet, oaß gestern in der Umgebung voit Hankau ein heftiger Kampf ftart- fand. Tie Revolutionäre wurden gefchlagen. Tie Kaiser- liclsen nahmen die E h i n c \ c n ft a 0 t v an lau ein. Ter Korrespondent des Reutersaien Bureaus gab die Berluste Der Kaiserlichen auf 40 Tote unb 150 Berwundete au. Unter Den Toten find drei Offiziere. Tie Verluste der Rebellen betragen angeblich 460, darunter die Befehlshaber der Artillerie. 30 Geschütze wurden von den Kaiserlichen erbeutet.
Ter Vormarsch der Negierungstruppen auf Hankau.
Peking, 29. Cft. Tie Revolutionäre setzten dem Vormarsch der RegierungStruppen ans Han tau geringen Widerstand entgegen. Beim Räumen der Stellung vei Kilometer 10 ließen sie alle Kanonen und die Feldausrüstung zurück und flohen in vollständiger Unordnung. Taraushm gab Admiral Sah Den Konsuln seine Absicht beiaunt, Wutsch an g und Hanyang am Samstag nachmittag 3 Uhr zu beschießen und forderte, alle sremoen Schiffe lollten fich aus dem Bereich der Kanonen der Aufrührer begeben. Tie fremden Kolonnen sind benachrichtig^ und die notivendigen Vorsichtsmaßregeln getroffen worden.
Eine Anleihe.
Peking, 28. Okt. Mit einem sranzösisch-belgischen Syndikat wurde eine 6 prozentige Anleihe in namhaster Höhe abgeschlossen. Der Emissionskurs wurde aus 96 Proz. sestgesetzt. Tie Banken erhalten eine Kommission von 4 Proz.
Das Außenamt gibt die W i e d e r a u s n a h m e des Zugverkehrs der Eisenvahn H a n k a u - P e l i n g am nächsten Montag bekannt, ebenso Die Wiederaufnahme zweier Städte in Szechuan, die von den Aufständifchen eingenommen mar- öen waren.


