Ausgabe 
29.8.1911 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Au- Stadt und Land.

Gießen, 29. Auglist 1911.

Die Arbeiten an der Johanneskirche.

Der Turm und die Fassade unserer Johannes- Nrche sind gegenwärtig mit mächtigen Gerüsten um­geben. Leider hat sich der Pfälzer gelbe Sandstein, der zu den Gesimsen und Ornamenten verwendet worden ist, nicht so wetterbeständig erwiesen, als er damals allgemein galt. Offenbar ist das je nach den Schichten auch verschieden. Denn während bei einzelnen Teilen, wie z. B. an dem Giebolkreuz und den Wasserspeiern, die Verwitterung schon so weit fortgeschritten war, das; es gefahrdrohend wurde, sind andere säst unversehrt. Tie Schuld trägt zum großen Teil die stets zunehmende Durchdringung der Luft in unseren Städten durch Kohlendunst mit seinen chemisch zer­setzenden Wirkungen. Darunter leiden überall die großen Bauwerke, wie z. B. der Dom in Köln, an dem die Erneue­rungsarbeiten nie aufhören, und die mit unserer Johannes- kirche gleichaltrige Peterskirche in Frankfurt. Bei der Be­urteilung der Sachlage und der Erwägung der zu treffen­den Maßregeln standen und stehen dem evang. Gesamt- kirchenvorstand die berufensten Sachverständigen mit ihrem Rat zur Seite, nämlich außer unserem Mrchenbaumeister, Herrn Architekt Meyer, der Mineraloge unserer Universität, Herr Prof. Dr. Kaiser, der auch als Sachverständiger für den Kölner Dom tätig ist, und der Landeskirchenbaumeister Herr Professor Pützer aus Darmstadt. Nach dem mit ihnen festgestellten Bauprogramm werden die ganz schadhaften Teile, wie z. B. das Kreuz, ausgewechselt und durch solche aus Muschelkalk vom Main ersetzt, der als völlig unver­wüstlich gilt. Die Lieferung ist auf dringenden Rat der Sachverständigen der dafür zuverlässigsten Firma Schilling in Berlin übertragen worden. Zum Glück handelte es sich dabei nur um geringe Massen. Die Wasserspeier sollen, da das Herausbrechen dieser gewaltigen Steine einen zu tiefen Eingriff in das Bauwerk erfordern würde, durch kupferne ersetzt werden. Ebenso sollen die horizontalen Gesimse am Turm mit Kupfer abgedeckt und eine kupferne Wasserablei­tung angelegt werden. Im übrigen werden alle Sand- steinteile gereinigt und mit Leinölsirniß getränkt, wodurch man sie mindestens auf Jahrzehnte hinaus wetterbeständig zu erhalten hofft. Die Kupferarbeiten werden von der bedeutendsten Spezialsirma, Kuodt in Frankfurt a. M., aus- aeführt. Die Mauer- und Steinhauerarbeiten wurden in beschränkter Submission an die Firma Winn & Co. ver­geben, ebenso das Gerüst an Zimmermcister Gg. Schu­becker. Die Kosten sind auf etwa 15 000 Mk. veranschlagt. Doch liegt es in der Natur solcher Erneuerungsarbeiten., daß sie nur annähernd geschützt werden können. Tie als unumgänglich erkannte Anlage der Wasserableitung vom Turm, die bei dem Voranschlag zunächst nicht vorgesehen war, wird wohl die Kosten noch um einiges erhöhen. Jedoch hat der Ev. Gesamtkirchenvorstand, den diese Sache schon seit einigen Jahren beschäftigt, Vorsorge getrofsen, daß die dafür nötigen Aufwendungen ohne besondere Belastung der Gemeinde aus dafür bereitgehaltenen Mitteln bestritten und dann allmählich aus den lausenden Einnahmen gedeckt werden können.

*

* Futternot und Viehhaltung. Der Vorsitzende des Kreis-Rinderzuchtvereins Gießen für Vogelsberger Vieh, Regierungsrat Dr. Merck, erläßt im heutigen Blatt eine Bekanntmachung, in der die Landwirte aufgefordert werden, ihren Vtehstand möglichst zu erhalten. Gleichzeitig werden Maßregeln vorgeschlagen, die den Landwirten das Durch­halten des Viehes durch die Zeit der Futternot erleichtern sollen.

Kreis Büdingen.

H. Büdingen, 27. Aug. Die Turnfahrt des GaueS Frankfurt a. M. fand heute statt. Die Teil­nehmer waren früh 7x/2 Uhr mit der Bahn von Frank­furt a. M. nach Gelnhausen gefahren; von hier begann die Wanderung unter Führung des Gauvertreters Prof. Dr. Bender durch den Barbarossawald nach Büdingen zu. Am Heingründauer Tor wurden die Turner von den Abgesandten DeS Büdinger Turnvereins empfangen. Die Spielleute des Büdinger Vereins geleiteten, den Zug durch den Tiergärtner Gutshof nach dem nördlichen Ufer des herrlich gelegenen Tiergartenweihcr. Hier hatte Fürst Wolfgang die Teilnehmer zu einem Frühtrunk eingeladen. Vom Eingang des Waldes wurden sie von der Musikkapelle des bayerischen Jäger- bataillonS nach dem Begrüßungsplatze geleitet, wo der Fürst feine Gäste erwartete. Hei wie mundete nach anstrengendem Marsche der kühle Trunk. Man lagerte sich in zwangloser Weise im Schatten uralter Bäume. Prof. Bender sprach von der Liebe des Deutschen zu seiner engeren Heimat und betonte, daß aus dieser Heimatliebe die Liebe zum gemein- samen Vaterland entspringt. Mit dem Dank an den Gast­geber verabschiedeten sich die Turner und der Marsch nach Büdingen begann. Am Wildenstein begrüßte Bürgermeister Fendt die Turner und rief ihnen namens der Stadt ein herzliches Willkommen zu. In den verschiedenen Gast­häusern wurde zu Mittag gegessen, dann fand gemeinsames Zusammensein im Gasthaus zur Klippe statt. Bei Becher­klang und Liederschall vergingen schnell die kurzen Stunden und bald mußte der Rückmarsch zur Bahn angetreten werden, von wo ein Sonderzug die Turner in ihre Heimat entführte.

R. BobenhausenII, 27. Aug. Heute fand hier Deka- natsinissionsfest statt; an dem Feste beteiligten sich zahl­reiche Besucher von nah und fern. Eingeleitet wurde die Feier durch einen Festgottesdienst in der Kirche, bei dem die jetzt hier neu stationierte Krankenschwester eingeführt wurde. Um 3 Uhr nachmittags fand das Missionsfest unter freiem Himmel bei der Kirche statt. Rach einer kurzen Predigt deS Pfarrers Diehl-Sellnrod sprach Missionar Bömel-Aßlar über die Bekehrung der Heiden in China durch deutsche Missionare. Dec Posaunenchor Unter-Seibertenrod und der Gesang des Jungfrauenvereins Laubach trugen zur Verschönerung deS Festes bei. Dann sprach noch Pfarrer Volp-Lanbach als Dekanstellvertreter.

Pf Nidda, 27. $lug. In den letzten drei Tagen sind hier drei Personen gestorben, die sämtlich in sehr hohem Alter standen. Gestern wurde die Witwe des Briefträgers Lehr beerdigt, die das 88. Lebensjahr vollendet hatte. Auch der älteste Einwohner unserer Stadt, Fleischbeschauer Hrch. Ludwig Orth, der im 98. Lebensjahre stand, ist gestern gestorben. Er war im November 1813 geboren und un- oerheicatet. Gleichfalls gestern verschied auf einem Spazier­gange zwischen Kohden und Unter-Schmitten einer unserer besten Mitbürger, der Kirchen- und Hospitalkassenrcchner Louis

Zell von hier, infolge eines Herzschlages. Der Verstorbene stand im 76. Lebensjahre und erfreute sich hier und in seinem großen Bekanntenkreise hoher Achtung und Beliebtheit. Denn als Mitbegründer und langjähriger Rechner des Vorschuß- und Kreditvereins Nidda kam er mit allen Berufsklassen in geschäftliche Beziehungen und verstand cB, stets gefällig und hilfsbereit zu sein. Die von ihm verwaltete Kasse hat sich auS kleinen Anfängen zu einem bedeutenden Geldinstitut ent­wickelt; deshalb wurde es sehr bedauert, als der Entschlafene vor etwa drei Jahren wegen hohen Altors die Stelle als Vorschußkasserechner aufgab. Bis zu seinem Ende gehörte er auch dem Stadtvorstande an, wozu ihn seine Mitbürger seit 1886 immer wieder neu gewählt hatten. Gerichtsschreiber­aspirant August Mann, der seither hauptsächlich als Sekretär bei Anlegung der Grundbücher am hiesigen Amtsgericht tätig war, hat seine neue Stelle als Rechner des hiesigen Vorschuß- und Kreditoereins angetreten. Zu seinem Nachfolger wurde GerichtSschreiberaspirant Alker von Ortenberg hierher versetzt.

Kreis Alsfeld.

= Alsfeld, 28. Ang. Am 26. d. Mts. tagte hier im deutschen Kaiser eine im Namen der Vertrauensmänner der Landwirtschastskammer von Oetonoinierat Korell ein be­rufene, sehr stark besuchte Landwirteversammlung, in der die gegen die drohende Futternot zu ergreifen­den Maßnahmen beraten und folgende Beschlüsse gefaßt wurden. 1. An die Landwirte des Kreises Alsfeld wird der Appell gerichtet, daß alles aufgeboten wird, um die Viehbestände auf einer den Wirtschaftsbetrieben entsp'-echen- den Höhe erhalten werden. 2. Folgende hierzu erforderlichen Hilfsmittel werden zum sofortigen gemeinsamen Bezüge empfohlen: a. Futtersaatgut. Weißer Sens, Senf mit Buch­weizen, und Stovpelruben zur Gewinnung von Herbstfutter. Johannisroggen mit Winterwicken und Roggen mir Raps zur Gewinnung von zeitigem Frühjahrsfutter, b. Tie zurzeit preiswürdigsten und geeignetsten Kraftfuttermittet wie: Rapskuchen, Sesamkua-en, Palmkerntuchen, Kokoskuchen, Reisfuttermehl, Baumwollsaatmehl. c. Torfstreu und ev. Futterstrvh. 3. An die Regierung solt das Ersuchen gerich­tet werden, daß die zum Ersätze von Stroh erforderliche Waldstreu gemeindoweise abgegeben und unter Aufsicht des Forstpersonals durch die Interessenten aufgearbeitet wird; das bis jetzt schon aufgeforsiete Laub soll zum Selbst­kostenpreis abgegeben werden. 4. Es soll darauf geachtet werden, daß oic um 50 Proz. ermäßigten Frachtsätze für Futter- und Streumittet auch wirttich den Landwirten zugute kommen. Der Landwirtschaftskammer-Ansschuß hat an sämtliche Vertrauensmänner der Landwirtschaftsk'am- mer und die Bürgermeistereien der Orte, in denen keine Vertrauensmänner wohnen, ein Rundschreiben erlassen, dem eine Anleitung zur Gewinnung von Herbst- und Fruhjahrs- futter und Durchführung der Äinterstallfütterung bei­gefügt ist. Sie kann aus Wunsch an weitere Interessenten noch abgegeben Werdern

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 28. Aug. Tie in voriger Woche bei einem Transport norddeutscher Schweine im hiesigen Schlachthof festgestellte Maul - und Klauenseuche hat sich nicht weiter verbreitet, so daß die über die hiesige Gemarkung verhängte Sperre teilweise wieder auf­gehoben werden tonnte. Nur die Bahnhofstraße, durch die der verseuchte Transport Schweine verbracht wurde, bleibt für den Verkehr mit Klauenviey vorläufig noch gesperrt. Eine längere Sperre würde zurzeit für die kleinen Land­wirte, die ihr Vieh infolge des Futtermangels täglich zur Weide treiben, sehr verhängnisvoll werden; sie wären schon jetzt gezwungen, ihren Vieystand zu vermindern, falls sie nicht das für den Winter bestimmte Dürrfutter, das ohne­dem sehr spärlich ausgefallen ist, verfüttern wollen.

Kreis Schotten.

? Eichclsdorf, 28. Aug. Hier wurde der Rechner unserer Spar- und Darlehnskasse, Frey mann auch zum Rechner der Kirchenkässe gewählt.

Starkenburg und Rheinhessen.

R.-B. Darmstadt, 28. Aug. Durch einen Sturz auS dem Fenster getötet hat sich heute früh der 70jähr. Rentner und frühere Brauereibesitzer Heinrich Orte mann. Er war seit längerer Zeit leidend und scheint durch den vor kurzem erfolgten Tod seiner Gattin zu diesem unseligen Schritt veranlaßt worden zu sein. O. erlitt durch den Sturz auS dem Fenster seiner am Ballonplatz im ersten Stockwerk ge­legenen Wohnung so schwere Verletzungen, daß er wenige Minuten später tot mar.

----- Auerbach, 28. Aug. Nächsten Sonntag, 3. Sept., findet hier die tianbcSoerfammIung des Deutschen FlottenvereinS statt. Die hiesige Ortsgruppe, eine der stärksten im Kreise Bensheim, hofft bei dieser Gelegenheit eine große Anzahl Flottenvereinsmitglieder und Freunde aus Hessen begrüßen zu können. Ein Ausflug in die herrliche Bergstraße kann damit gut verbunden werden.

Lustschissahrt.

Berlin, 21. Aug. Das Militärlustschisf unternahm nach einem völligen Umbau gestern nachmittag vom Tegeler Schießplatz aus seine erste Fahrt.

Paris, 28. Ang. Aus Boulogne-sur-Mer wird ge­meldet: Der Flieaer Pourpre unternahm gestern nach­mittag um 51/2 Uhr mit einem Eindecker einen Flug über den Kanal in der Richtung auf Folkestone. Er wurde jedoch vorn Winde verschlagen und landete kurz nach 6 Uhr in der Nähe von Dover.

vermischtes.

* Der falsche Schimangk. Wir hatten jüngst über einen drolligen Mißgriff der Kissinger Polizei be­richtet, die den HochstaplerSchimangk" fangen wollte und einen harmlosen Armen rat fing. Jetzt kommt aus Berlin die Nachricht über einen ähnlichen Fall, der sich allerdings nicht so rasch erledigte. In einem Kaffeehaus der Friedrich­straße hatte in der Nacht auf Sonntag ein Gast in einem dort sitzenden Herrn den aus dem Heilbronner Unter­suchungsgefängnis ausgebrochenen Hochstapler Schimangk zu erkennen geglaubt. Als der vermeintliche Graf das Lokal verließ, folgte ihm der Beobachter und machte einen Schutzmann auf iyn aufmerksam. Dieser v e r h a s t e t e ihn als den Vielgesuchten. Auf der Polizeiwache war man von der Aehmichkeit des Sistierten mit dem Ausgebroche­nen überrascht und man schenkte seiner Versicherung, daß er ein harmloser Reisender aus der Provinz sei, keinen Glauben. Erft durch die Arbeit des Erkennungsdienstes der Kriminalpolizei wurde am Morgen festgestellt, daß von einer Jdentiiät des Verhafteten mit Dem Grafen Passh keine Rede sein könne. Der verdächtige Reisende wurde wieder entlassen.

Kleine Tagerchrontt.

In Rottweil hat der Pulverarbciter Tehner seine mit ihm und seiner Familie zusammenwohnende Schwieger­mutter, die Witwe Kustermann, durch mehrere Messer­stiche ermordet. Tehner, der mit seiner Schwiegermutter seit langem in Unfrieden lebte, war kurz vorl)er nach Hause ge­kommen. Wenige Minuten später trat er wieder, mit dem blu­tigen Messer in der Hand, auf die Straße und ging auf die Polizeiwache, um sick zur Verhaftung zu stellen.

In dem 41/2 Quadratkilometer großen Wank umer Walde (Kreis Geldern) ist ein Brand ausgebrochen, der bis 8 Uhr abends den ganzen Waldkomplex mit zahlrciclsem Wild vernichtete.

Tie 48 jährige geschiedene Frau Minna Wolter aus Spandau ist auf der Falkenhagener Chaussee in der Nähe von Spandau mit einer Schußwunde im Kop s e auf der Erde liegend tot aufgefunden worden. Von dem Täter fehlt jede Spur.

Ter Inspektor der Aussig-Teplitzer Eisenbahn, Karl Tucha, der zum Besuche seiner in der Sommerfrische weilenden Gattin nach Reizenhain reisen wollte, ist in der sog. Hölle bei Scbastians- berg von unbekannten Tätern ermordet worden Tie Leiche, die bis auf die Fingerringe beraubt war, wurde später aus- gcfunden.

In Vil.encus-La M a a u c l 0 n n e (Tcp. Heraull) brach zwischen spanischen und s r a n z ö s i^ch e n S a l z a r b e r t e r n eine arge Schlägerei aus. Tic Spanier, die in der über­wiegenden Mehrheit waren, vertrieben die Franzosen und ver< wundeten einen von ihnen sehr schwer. Tie Gendarmen.' mußte cinschreiten und nahm einen Spanier fest.

In G u i s e (Dep. Aisne) kam es auf dem Marktplatz zwischen Arbeiterinnen und Händlern, die Butter und Eier zu einem höheren Preise verkgufen wollten, zu einem heftigen 3u sammcnft 0 ß. Tie Arbeiterinnen warfen die Körbe um und schleuderten die Butter in die Gosse. Tie Händler, gegen die die Bevölkerung eine sehr drohende HaNung einnahm, mußten unter dem Schutze der Gendarmerie die Stadt verlassen. Auch in anderen Ortschaften kam es zu ähnlichen Auftritten.

In Orange wurden bei einem Feuerwerk, das einem alten Brauche gemäß bei dem römiftfen Triumphbogen abgefeuerl wurde, durch die Explosion zweier Mörser eine Frau und zwei Kinder getötet und drei Personen mehr ober minder schwer verletzt. mär fte!

F. C. Wiesbaden. Diehh of -M a r k tb e ri ch i vom 28. Aug. Austrieb. Rinder 91 (Ochsen 64, Kühe 27, Bullen 00), Kälber 50, Scha.se 24, Schweine 297.

Tendenz: Rinder, Kälber, Schate und Schweine mittelmäßig, Preis Durch- pro 100 Pfd. fd)iütt jpreil gebend. Lchla-r- pro 100 Pfund

, . ??'vld,c ,. VebeiiD» Sdjta t):>

Ochsen. von-brövon-blj

Pollfleischige, ausgemästete, höchsten

Schlachtwertes höchstens 6 Jahre alt 4850 8790 49 88

Junge, fleischige, nicht ausgemäslete und

altere ausgemästete 4346 8086 44 82

Ungejochte . . 6053 9096 öl 93

Bull en.

Bollfleischige, ausgewachsene, höchsten

Schlachtwertes 4345 7882 44 80

ö ä t j e u. K ü l) e.

Bollfleischige ausgemästete Färsen höchst.

Schlachtwertes . 4651 3491 48 87

Bollfleischigs ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 3739 7175 38 78

Wenig gut entwickelte Färsen und älteee

ausgemästete Kühe 3236 6572 34 68

Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 2730 6068 28 61

K äl b ec.

Feinste Mastkälber 6062 100-104 61 102

Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 53-58 89-97 55 93

Geringere Mast- und gute Saugkälber 4852 80-87 50 83

Geringere Saugkälber 4347 7278 45 75

vchase.

Weidemastschase 43-00 8600 43 86

Schweine.

Bollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht........ 5354 6869 53 68

Bollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht........53-54 6869 53 68

Bollfleischige Schweine über 21/, Zentner

Lebendgeivicht 5152 66-67 51 66

Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend­gewicht ...........52-53 6768 52 67

Sauen 4849 62-63 48 62

Ueberstand; Rinder Ueberstand, Kälber, Schafe und Schweine ausverkalift.

Müller'sche Badeanstalt.

Mass erwärme der Lahn am2 9. August: 17 0 R.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».

August

1911

28.

28

29.

9

11,0

12,9

11,2

40

74

84

<48,0 747,5 147,6

27,7

20,0

15,8

Höchste Temperatur am : Niedrigst« , .

Niederschlag: 0,0 mm.

27.

27.

4-4

4 0

still 0

6

VIS 28. August =- 28. u

Wetter

Sonnenschein Sonnenschein

+ 28,1' C.

r 11,7 eU.

Wie Alles anders wurde!

Meggen, den2o. März Ml. Ich teile Ihnen mit, daß ich seit einigen Jahren über groge Nervenschwäche, Blutarmut und deren Nevener- schetnungen zu klagen hatte. Schon vieles habe ich gebraucht, doch mit ganz geringem Erfolg und ich hatte den Glauben an eine Besserung fchou aufgegeben. Habe 5 Pakete Bioson verbraucht, täglich 2 mal in- Milch genommen und werde es noch weiter anwenden, da mir aut bekommt. Ein besonders guter Appetit u. bess. Aussehen haben sich rasch eingestellt, wahrend ,nich früher jeder Gedanke an daS Essen mit Ekel erfüllte u nur ohne Appetit stets gegessen habe, ledigl. um leben zu können. Nun aber ist Alles anders u. tch habe roieöer Straft bekommen, meine Hausarbeit verrichten zu können. Die anderen Beschwerden treten letzt viel seltener auf und ich baffe, daß diese noch ganz verschwin­den. Mit Btoson bin ich wieder Beziehung fein1 zufrieden u. werde nicht untertapen, dasselbe, das mir die große Besserung brachte, in Bc kanutenkreisen bestens zu empfehlen. Frau Gendarmerie-Wachtmeister B lurnerer. Unterschr. bealaub.: Justizrat Eugen Dingerkus, 'Notar. Bwfon t)t das bcsteund billigste Nabr- u. Kräftigungsmittel: erhall- üch in Apotheken, Drogerien usw., Paket ,ca. Kilos Mk. 3.-. (b-,a

Mein kleiner Schatz ist immer bei mir - Imjml auf der Eisenbahn, im Auto, auf den Bergen und im Wald nämlich meine Schachtel Sodener Mincrm Pastillen (FayS achtes. Die gebrauche ich nun schon feit [mim: fünf Jahren und seitdem habe tch nie unter Erkaltungen gelitten, wahrend ich früher eigentlich nie recht gesund roüv- Fayö ächte Sodener kauft man für 85 Bfg. per Schachtel in allen einschlägigen Geschäften.Iss-1/»

Wasserdichte WagendecKeu liefert prompt und billig 15117]

Ludwig Lazarus

Asterweg 53. Fernsprecher 505-