politische Tagesschau.
"Bereit ehemaliger 116er. Man schreibt uni
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tagSabg. Re in hart-Worms Worte ehrenden Angedenkens. Die Versammelten erhoben sich von ihren Plötzen. Den
amstag, 24. Juni, tagte im Cafs Ebel die erst
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- flrage 7. Erpedttion und Verlag: es»» 51. Redaktion: LGs» 112. Tel.-Adr> Anzes gerGießen»
•• Maul- und Klauenseuche. Die Erfahrung hat Jahresbericht erstattete Pro». Dr. Binz. In Verhinderung gezeigt, daß die Maul- und Klauenseuche in besonders deS Rechners Kommerzienrat Scholz erstattete Ctadtv. Rühl
bösartiger Form meist bei solchen Tieren auftritt, die den Kassenbericht. Tie Einnahmen und Ausgaben betrugen
zur Milcherzeugung in sehr starker Fütterung ge- im abgelausenen Geschäftsjahr 7208.94 Mk., an bar verblieb
zalten werden. Es hat sich aber auch ergeben, daß die Zahl in der Kane 277.54 Mk. TaS VereinSoermögen beträgt
der Seuchenfälle mit tätlichem AuSgang vermindert werden 22 478.69 Mk. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Es ann, wenn beim ersten Auftritt in einem Bestand in diesem wurde beschlosien, an das Gutenbergmuseum 2000 Mk. ab«
fllicbcrocrfninmlung br-' Vereins ehemaliger 116er
Dienstag. 27. Juni !9st
Rotationödruck und Verlag der Brübl^chen IlniversitäkS - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Aus Reffen.
R. B T a r m Habt, 26. Juni. Nie parlamcuiariichcn Verhandlungen iibcr die hessische G e in cinbcfteucr rcforni sind jetzt sowcii gcbicheü, daß voraussichtlich morgen bie Entscheidung saNeu wird Ter für heute äuge kündigleu Sitzung der Finanzausschüsse beider Stäudelam incrn gingen sehr eingehende Vorbcsprcckiuugcn mit der Regierung, besonders dem Zinanzniinisrer Braun und den Geheimeräten Dr. Becker und Best, voraus. Am Vormittag tagte der Finanzausschuß der ersten Hammer, der seine Stellung zu den Vorschlägen der Regierung feststellte und der Rachmittag wurde zu Besprechungen nut den beiden Ausschüssen benutzt, die jeder für sich Beratungen abhielten. Abends halb sieben konnte daun endlich die g e in c i n f a m c Sitzung der beiden Finanzausschüsse ihren Anfang nehmen, die bis gegen 9 Uhr andanerte. Tas Ergebnis dieser Beratung wird nach der bei unfern hessischen Parlamentariern nun einmal bestehenden Unsitte mit dem Schleier des tiefsten Geheimnisses umgeben, doch kann fest- gestellt löcrbcn, daß auch in dieser genieinsamen Sitzung noch keinerlei feste Beschlüsse gefaßt wurden.
onntag die neue Irrenanstalt. Dic zahlreich, zum Teil mit Damen erschienenen Mitglieder wurden von dem Direktor
Grit das ^abt 1910 zeigte die Gewertschaiten wieder auf dem Vormaria.' Tie Zeniratvcrbänbe steigerten ihre M^i.siiedcr zahl um 174 346 tm 3abicvburd >d)nui. 9 Verbaut" hc*t-u einen Mualicderverlust non 2634 zu verrechnen, nährend ut 11 Vei bänden 238 087 neue Mitglieder bis nun 3ahre»iciuK gewonnen wurden. Tic Zemratverbände hatten am Jabrc.-idil n, 1910 -128 021 Mitglieder. Tas Beurcben. veruandre Beruissraani 'aiionai, zu großen leistungsfähigen Verbanden zu vereinigen, in lehr uarl in^die Erscheinung getreten. 11 Verbände Inibcn sich mu anderen Crgamfationcn vereinigt Von 191X1—1910 nno dir Mitglieder der Gewerkschaften um das Dreifache, ihre Ern nahmen und Ausgaben, foivic ihre Kasi'enbcstandc nahezu um das Lieben'ache gestiegen. Für Unlentüpungen ahn. Strcikum.. HüFunn wurden 1900 2102699 Marl. 1910 19511061 "VQXt ansgegeben Ein erheblicher Teil davon ist zur Urttmtiibung der Arbeitslosen an'gewendet worden 1900 betrugen die Ans gaben danir 962106 Mark, zehn Fahre später 7 091.706 Mai l Fnsge'amt in dem lepten Fahrzehnt 45 768 718 Atari £>cutc il'mmcn die anerkanntesten Fachleute darm überein, daß ab. Träger der Arbcitslosenvcisickcrung bic Gewerlschasten bcru’en find und fern lönnen Tic Mampffähigkcst der Gewerk'ckastcn har durch die Hri'c nicht gelitten. Der Riesentamvf int Biugew.rbe, der mit einer Niederlage der Unternehmer endete, war einer der um fangrcid’iien und heftigsten Kämpfe feit Bestehen der Gewerkschaften, ^aii Die Gewerkschaften auch gegenüber dem koalier!en Unter nehmertnm nicht machtlos sind und Erfolge für dic Arbeiterschaft ju erringen vermögen, zeigt auch der Ausgang des Verstarb iier- kampics. Tic immer umftngreicher werdenden Mampfe erfordern gewaltige Mittel. Zur Unlcrfiübung der Streikenden und Aus
der Anstalt Medizinalrat Dr. L ßwald, Bauinspektor S ch ö n und Verwalter Atotz geführt. Wen» auch dic innere Einrichtung noch nicht vollständig ist. konnten sich die Erschienenen doch davon überzeugen, daß für die Unterbringung und Vex. pfleglmg der Slranfcn die besten Vorrichtungen getroffen sind. Auch dic Apparate zur Reinigung und Trocknung der Wäsche wurden mit Interesse besichtigt.
Kreis Schotten.
0 £ a u 6 et di, 26. Funi Gestern stürzte der Landwirt Fobanu Heinrich Frank in der Vorstadt beim Futter holen durch einen Fehltritt vorn hohen Scheuncnboden aus dic Tenne, wodurch er sich schwere Hrletzungen zuzog.
Starkenburg und Rheinhessen.
d Stadecken, 26. Fuui. vier weilte vorgestern der Staai-.anwalt und nahm weitgehende Feststellungen in der Unterschlagungsasfärc des gewesenen Tarlehnskasscnrechners Lehrer Cronenberg vor. Es handelt sich um mehrere geschickt verdeckte Unterschlagungen in Höhe von etwa 18000 Mk. E. hatte das unbegrenzte Vertrauen befeffen. Wenn auch seine Geschäftsführung recht schlecht war, jo war inan doch überrascht durch dic Entdeckung dieser be deutenden Veruntreuungen.
R. B. Fränkisch- Er u in bad), 26. Juni. Heute morgen schnitt fick) der Lehrer Kunkel die Pulsader gut und brachte sich hierauf zwei Revolverschüsse in den Mops bei Ter Verletzte wurde in das Tarmstädter Krankenhaus gc bracht, wo er alsbald st a r b
d. Mainz, 25. ^uiii. Dic 10. JahreSve csamn,- lung der Gutenberg-Gesell schäft fand heute vor- mittag unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Dr. G ö t l e l- mann bei zahlreicher Beteiligung statt. Nach einer Begrüßungsansprache widmete der Vorsitzende den verstorbenen Mitgliedern der Gesellschaft und Stiftern, dem Geheimerat Lessing-Berlin, Justizrat Boerckc l-Mainz, Dr. Weidling» Berlin, Graf Oriola, Frhr. v. Stark und Land-
groß das Interesse der einzelnen "titgliedcr an dem Vobl- ergehctt des Vereins war, das sah man am besten aus der großen Anzahl der Erschienenen, unter denen sich auch Mameraben von auswärts befanden Stürmischen Beifall rief die Mitteilung des ersten Vorsitzenden hervor, daß der Verein aus 191 Mitglieder angcwachseu sei. Ebenso freudig wurde die Glückwunschkarte begrüßt, die Generalleutnant v. Madai ehemals Oberst im htetigcu Regiment dem Verein zu seiner ersten Mitgliederversammlung gesandt hatte. Ter erste Vorsitzende berichtete über die Gründung des Vereins, worauf die Versammluug iit die Beratung des vont Vorstand vorbkreitetcu Satzungscutwurfs cintrai Tiefer wurde mit wenigen Aenderungeu angenommen Alsdann schrill dtc Versammlung zur ®abb des endgültigen Vorstands, die folgendes Ergebnis hatte. — Einstimmig gewählt wurden: Rechtsanwalt C. Kaufmann I Vorsitzender, Obertele- graphenassistenl Fr. Reitz 2. Vorsitzender, Kaufmann Karl Plank 1. Schriftführer, auf mann Marl Gilbert 2. Sckuifl innrer, Hausverwalter I H. Volz 1 Rechner, »aiulcirat Ludw Jäger 2. Rechner, Rcichsbaukkafsendieuer Burger Zcugwart, Kaufmann Marl Slieber, Mesgermeister Friedrick» Kühn, Schneidermeister Mourad Oehler, Sagncrineifter Hch Spies, .Mreisdiener Georg Sckiröbel Beisitzer. Tie Gewählten nahmen die Wahl dankend an. ;{u Punkt 4 wurde einmütig der Antrag, den der Vorstand beim B ;,rtsborfitzenden am Ausnahme m die M r i cg e r t a in er a bf dmi i Hassia eingcreidH hatte, gntgeheißcn und dabei betont, daß der Verein ehema liger 1 IGev nicht nur für bic nächsten Fahre die Unterstützung des hiesigen Regiments bei den Vorbereitungen zu dem im Fahre 1913 stattfindenden Regiments Fnbiläiims bc zwecke, sondern aud) darüber hinaus die Pflege echter Manie radschaft und treue Liebe zum Vaterland sich als Fiel gefleckt habe. Es wurde weiter itod) beschlossen, am 6. August die erste Familienfeier auf der Liebigshohe abwhaltcn und am 16. Dezember eine Weihnachtsfeier zu veranstalten. Rachdem die Versammlung die Regelung einiger interner Angelegen heilen dem Vorstand übertragen hatte, schloß der Voriipend-' die erste orbcnthdie MitglDderversammlung mit einem von den Mitgliedern begeistert aufgenoinmenen Hurra auf das Blühen, Wachsen und Gedeihen des Vereins. Ter sich hieran anschließende gemütliche Teil der Veranstaltung hielt d-e Mitglieder noch lange Zeit zusammen Es sei hier noch bc inertt, daß die im Bericht des Gießener Anzeigers über bei- Hassia Verbaudstag mitgeteilte Entschließung nicht den „Bc r ein ehemaliger 116er ,in G i e ß c n", sondern den „V e r b a n b ehemaliger 116er in der W c 11 c r a u" betrifft
"Der evangelische Arbeiterverein besichtige
8. Deutscher Gewertschastr-Uongretz.
Dresden, 26. Funi.
Unter Beteiligung von 385 Delegierten, bic 2 276 395 oroani fierte Arbeiter vertreten, begannen heute vormittag hicrfelbst dic Verhandlungen des 8. Kongresses der Gewertsarastcn Deutichlands.
Ter Vorjii'cnde, Rcidistogsabg. Regien, wies auf die Inter nationale Hugicne-Ausstellung hm, an der sich die Gewerkschaften mit einer Heimarbeiter Ausstellung beledigen wollten, zumal der Kongreß auch das wichtige Thema: Heirnarbeiterschutz und .Haus- arbeitsgesetz auf bic Tagesordnung feiner Verhandlungen gefetzt habe. Tic ziemlich weitgedichenen Verhandlungen der General lomntifiion mit der AusUellungsleitung führten jedoch fchließlich zu keinem Ergebnis.
Lobann erstattete Lcgicn den Rechenschaftsbericht der G en e r a l kom m t f, ion. Ter Redner legt das Haupt - gewicht auf bic Verabschiedung bei Reichsversicherungsordnung, die den Höhepunkt der ürbciterfcinölidicn Gefeyesmacherci des Reichstages gebildet habe. Tie Regierung und bic ,n einem Block für Arbeiterentrechtung vereinigten Parteien hätten alles daran gesetzt, um die Reichsversicherungsorbmmg noch durch diesen Reichstag fertigüdlcn zu lassen. Ter Auspowerung des Bolts durch die Rcichsfinanzresorm habe der Reichstag die Tntrcchlmig der Arbeiter in den Mranlcnkassen hinzugefügt. Vom agitatorischen jStanbvunh aus konnten die Gewerkschaften mit Dieter Entwicklung zufrieden sein. Fhre Gegner.sorgten dasiir, daß bald der letzte Arbeiter ihren Organisationen oigcfuhrt werbe. Tic Finanz reform habe am allerschwersten die Arbeiter der Tabaksindustric betroffen. Ta die zur Verfügung gestellten Summen zur Ent fd?äbigung der erwerbslos gemadilen Arbeiter bei weitem nicht ausreichten, fo feien die Gewerkschaften finanziell dadurch belastet und die organifierteu Arbeiter gezwungen morbeii, erneute An ftrengungcu zu machen, um durch den Lohntomos tuten Ausgleich der Preise der Gebraud^sartikel und der Löhne herbeizuführen Aber wahrend der Rcickistag auf der einen Seite für eine immer stärkere Belastung der Arbeiterklasse eingeneten sei, fehlten aus der anderen Seite auf dem Gebiete der Sozialgesetzgebung alle Versuche zu einer Reform. BZeder das Arbeitslammergesetz noch der Entu'nrf eines Hansarbeitsgesetzes sei verabschiedet. Eben sowenig sei eine Regelung der Heimarbeit erfolgt. Auch das Stellenvermittlergefctz habe eine ernsthafte und durchgreifende Rc geiung der so überaus wichtigen Frage der Arbeitsvermittlung nicht gcbradi/r. Nur das Gesetz über die Sicherung ter Bau forderungen könne vielleicht einem Teil der Arbeiter einige Vor teile bringen. Tic Entwicklung der Gewerkschaften sei durch die Wirtschaflskrisis während der Herichtsoeriode nnHünstig beeinflußt worden. Tic verheerenden Wirkungen der .Mril'c auf die gesamten Arbeiterverhalinisie kamtn in den Mitglicdekziffern der Gewerkschaften zum Ausdruck,
Tie Frage der Gleichlegung der Schulferien 5>at innerhalb der preußischen llntttrichtsverwaltung in l^ler Zeit anläßlich verschiedener Bsiinsche, die zum Teil aum tm ^andtag Unterstützung gesunden hatten, Beran lassung zu neuen Erwägungen gegeben Tas Resultat dieser Erwägungen ist gleich negativ wie bisher. Tic Uuterr.chts Verwaltung steht aus bem Standpunkt, daß sich die Gleich legung der Ferien der Volkssckmleu mit den höheren Schulen tnneryalb bei ganzen Monarchie nicht empsichlt, da bei der ,Festsetzung der Lchulferien zu viele provinzielle Interessen nntsprechen. Audi die Wünsche, dic dahin gingen, die Ferien wenigltens in den (Großstädten gleick) ztr legen, haben bei der Uitterrichtsverwaltung keinen Anklang gefunden. Man »ist nicht zu der Ueberzcugung gekommen, das; die verschieden artige Festsetzung der Ferien Härten und Scknoierlgkeiten im Gefolge hätten oder eine Zuspitzung der sozialen (Megen sätze^zcitigten. Tie Unterrickitsoerwaltung beabsichtigt nicht die Ferienordnung für die Volkssdmlen, dic für das Fahr 70 Tage Ferien Vorsicht, zu ändern oder gar die Zahl der Fericntage zu verlängern. Tic Bedenken der Unterrichts- verwaltnng liegen in erster Linie in unterrichtlichen und erziehlichen Gründen Tic Seit, für dic der Volksschule die Schüler angchörcn, ist verhältnismäßig kurz, die Anfordc rungen an die Leistungen der Sck'üler sind ntcht gering und steigern sich von Fahr zu Fahr. Tie erziehlichen Bedenken sind icdoch noch großer. Es erscheint nicht angezcigt, die .Minder in der Großstadt, um die nd) die Eltern wenig oder- gar nicht fünimern können, weil sic tagsüber fern von der V-ohnuita ihrer Arbeit nachgehe,i, noch länger als bisher unbeschäftigt und unbeaufsichtigt zu lassen. Man fürchtet, sie durck) zu lange Ferien den Gefahren der Langeweile und der Straße noch mehr auszuictzen Tie jetzt geltende Ferien ordnung sei viclfad, geäußerten Wünschen aus hygienischen Rücksichten sdwit cntgegcngcfominci, und habe bic Sommer- ferie» verlängert. Tic übrigen Ferien zu verlängern, ginge nicht an, weil in der minder günstigen Fahreäzeit die .stinder fick) weniger im Freien tummeln können und mehr auf dic engen Wohnräume und die Straße angewiesen sind. Man hält cs für vorteiihaitei, daß in dieser Fahreszeil bic Minder in großen lichten Schulräumen und aus freien Schul- Plätzen verweilen können. Hier werde ihnen besser Gelegenheit gegeben, an Spielen teilzunehmen, als wenn sie unbeaufsichtigt in den Ferien zu Hause weilen. Aus diesen i^ründcu bedauert die Unterrichtsverwaltung einer Gleick) legung der Schulserien nickst zustimmen zu können.
wie in allen gefährdeten Beständen die Tiere sofort zuführen. Der Voranschlag wurde gut geheißen. Tie bis» weniger stark, also unter erheblicher Vermin» hcrigen Ausschußmitglieder ivurden toiedergewählt. Zum derung der Ztraftfuttergabe, gefüttert werden. Es Schlnsie hielt üoegler-Basel einen intereffanlen Vortrag ann den Landwirten daher nur empfohlen werden, sich diese über die Buchillustrationen in den ersten Jahrhunderten des Erfahrung zunutze zu machen, und angesichts der großen deutschen Buchdrucks, den er durch vorgelegte Illustrationen Schäden, die sie durch das bösartige Aliftreten der Maul-und erläuterte. Arn G ulenbergdenkmal konzertierte von Klauenseuche erleiden, nach jener Anweisung zu verfahren. ll1/,—121/, Uhr die Hanauer Ulanenkapelle.
*'Vor dem roten Fingerhut, der jetzt m der Hessen-Nassau.
Blüte sieht, sei gewarnt. Die gekerbten Blätter der Pflanze § Nordeck, 26. Ium. Im Laufe dieser Woche findet enthalten ein starkes Gift, das Digitalin, das Schwindel, hier Bürg e rme ist er wa hl statt. Unser jetziger Bürger- Zuckungen in den Gliedern, Krämpfe, Erbrechen und Schlag- meister, welcher bereits 48 Jahre das Amt bekleidet, hat eine stuß bewirkt. Ter rote Fingerhut tonunt vielfach in unseren Wiederwahl seines hohen Alters wegen — er ist 85 Jahre Wäldern vor. Auch in manchen Ziergärten ist er wegen alt — abgelehnt. Sein Entschluß wird von der ganzen seiner schönen, glockigen Blüten eine gern gesehene Pflanze. Gemeinde sehr bedauert.
gcibemen wurden verausgabt 1900: 2625642 Mark, 1910: 19 068 972 Mark — Tic gegenwärtig uolb übliche Art, bic Mittel zur Unterstützung bewnders grober Kämpfe durch allgemeine Sammlungen auszubringeu, entspricht nicht mehr den bc ücljenden Verhältnissen. Ter Berichterstatter beioricht dann die Moabiter .Mramallc, den Marnof der schwedischen Arbeiterschaft und begrüßt ferner die Errichtung des Verbandes der Haits- angcftclltct: Tcutschlands sotoic die Versuche zur Organisation der Landarbeiter.
Weiter behandelt der Bericht Legicns den Lcgitimations karlenzwang iur ausländische Arbeiter, die 'Bcftrcbungen zur cm Ziehung der Arbeiterjugend, die Regelung der Maifeter, die Bc Ziehungen zwischen Gewerkschaften und Genossenschaften, die sich erfreulich gestaltet haben, und die Gründe für die Nichtbcteisigung der Gewerkschaften an der Fntcrnatwnalen Hygiene Ausstellung
Ter Kassenbericht ergibt, daß die Totalcinnahmc der deutschen Gcwerkschailen tu den drei letzten Fahren sich au’ 1 061 593,51 Ml., die Totalauygabc auf 1 019 310,30 Mk. belief. Es verblieb somit ein lleberfchuß von 42283,21 M'., bezw ein Gcfarntbcftand von 405 656,77 Mk
Ju dem Geschäftsbericht Legiens liegen drei Anträge vor Bremen verlangt: Ter Gewerkichaftskongreß möge beschließen, daß m Zukunft an der Gewerkschaftsschule nur Parteigenossen als Lehrkräfte tätig sind, und eiuar solche, die den Klasscnkamvi in klarster Dciie ihren Schülern lehren. • Auch Barmen wünscht, daß die llmcrricbterk'ifcnbcu „hinsichtlich ihrer politischen An schauung der sozialdciuokratnchen Partei nigehören". - Eriurt verlangt sogar. Tie Gemerkschastsschlile oe1 General komm isiwn ist mit der Varteuchule zu vereinen. Sosiutge die PerschinclZlmg nicht Durch geführt ist, Find Die Gewerk,chasteu verpflichtci, die Parteischule mit Gewerkschaftsfunktionären zu beschicken Ferner bat Die Generallominission dahin zu wirken, daß der Vorstand der sozialdemokratischen Partei veranlaßt wird, Parteifunktionäre an dem Unterrichtskurse der Gcwerkschaitsschule teilnehmen zu lassen.
Hierzu gibt der Vorsitzende Legten folgende Erklärung ab: „Für dic Heranziehung und Fnanivruchnahine Der Vor tragenden in den UnterrtchtSkurfcn soll allein der Umstand matzgebcnd fein, daß sie ihren Autgaben gewachsen sind und Die Materie wissenschaftlich einwandfrei behandeln. Voraussetzung muß jedoch sein, daß volles Vertrauen der Kursustcilnehmcr zu den Vortragenden vorhanden ist, damit nicht durch mangelndes Vertrauen der Erfolg der Kurse m Frage gestellt wird."
Rach längerer Aussprache führte Der Vorsitzende Lcgicn aus: Es ist von UnterrichtSkurscn und von gegenseitiger Hilfe bet Streiks und Aussperrungen gesprochen worden Mich tntcr- effieren hauptsächlich die Unterrlchtskurse. Fch will gleich vor ausschicken, daß die Arbeit Der Unterrichtskurse, feit bis icpt geleistet worden iit und noch geleistet wird, bei weitem noch nicht zu unseren gcwerischastlichcn .Mämvfcn genügt. 'Sir dürfen aber andererseits nicht vergessen, daß der Gewerkfchaitskongrei; einen bindenden Beschluß für die Gewerkschait nicht fassen kann. Denn die Crganifation muß in den Gcncralocrsainmlimgcn selbst entscheiden, ob sie Anträge für gut und richtig hält ober nicht. Es ist Daher wirkungsvoller, wenn sie keinen Antrag annehmen, sondern ihrem Zentralvorstand ihre Wünsche selbst vertragen.
Ter Generalkommission und dem Kassierer wurde daraus Entlastung erteilt.
Fn Der Abstimmung, zunächst über den Antrag des Tcutichen Meiallarbeiterverbandes, Zahlstelle L i f e n b a ch, die A r b e 11 c r I u g c n d b e w eg n n g mehr zu sördern, erklärt bic Per fammlung, daß dieser Beschluß bereits aus dem vorigen Gewerk schaftSkongrcsse gefaßt worben sei und heute nur noch unterstrichen zu werdeii brauche.
Ter Antrag, eine allgemeine K ässe ins Leben ju rusen, zu der sämtliche Zentralverbände Beiträge zur Unterstützung bet Streiks und Aussperrungen zu leinen haben, wurde der Vorstaiidskonferenz zur Erledigung überwiesen, desgleichen der Antrag des Deutschen Meiallarbeiterverbandes, bei Aussperrungen, Du’ außergewöhnliche Mittel erfordern, von allen angeschlossencn Verbänden einen entsprechenden Beitrag zu erheben.
2lit5 £taör iiho Land.
Gießen, 27. Juni 1911.
Ur. 148 Zweites Blatt Bst. Jahrgang
Lrfchefnt tSgNch mit Ausnahme deS Sonntag«. J yjf G
Di- ^ietienee Samilenblittef werben bem ■ O |
.Anzeige^ viermal wöchentlich beigelegt, das V / & | I
„Krelsblott für den Kreis Sieben"
wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Seit- — , e V
wm mona,ii*,roeimaL General-Anzeiger für Oberhefsen


