mäßig, Schweine mittelmäßig.
Preis
Durch-
pro luo Pfb. schnittspreis
von-disvon-bis
48
44—46
86-88
45
82—87
47
71-76
39
64—66 107-110
Mittlere Ai ast- und beste Saugkälber . 60—64 100-107
85—95
. . 39-00
78-00
39
51-53
durfte.
66—68
52
51-53
66—68
52
64—65
49
62—64
48
63
Glaube und Heimat.
Mittwoch, 1. Jebr.
Heften Verwandten.
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.
Jan.
Wetter
1911
22. bis 23. Januar —
Niederschlag
Ein vorzügliches Aussehen
39—42
72—77
41-46
74-83
38—40
80-84
31-00
74-00
51.50—53.50
65.00—67.00
52.50—53.50
65.00—67.00
51.50-53.50
63.00—67.00
5160-53.50
6460—67.00
Montag, 31. Jan.:
66—69
64-66
78—83
91—92
41
51
93-100
88-92
85—86
44—47
40-43
34
31
88-91
80—87
Empfinden in der heutigen Zeit wurzeln, besonders gern gelesen werden. Man achte darum darauf, daß in Volks- und Gememdebibliotheken neben den alten Volksschristen, etwa von Glaubcecht, auch die Erzeugnisse der neuen Litteratur Raum finden.
39—43
50-53
65
62
49
54
76-84 71—77 63-74 48-62
46—52
Verist der
41-47
37-40
37-40
24—31
20—23
Dienstag, ,Die zärl-
+ 0,8-0.
— 1,9 -0.
73—78
68-71
Kälber.
Feinste Mastkälber
Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht
Bei der Verkündigung des Urteils rief die Angeklagte au§: Das halte ich nicht aus! Ihr habt meinen Tod auf dem Gewissen. Der Antrag des Verteidigers, die Verurteilte wegen ihres Gesundheitszustandes aus der Haft zu entlassen, wurde ab- gelehnt.
Nur «cht mit dieser Marke-oemFischer — dem ©arantifc. »eichen deS Scott» lchen verfahrene !
Höchste Temperatur am
Vhetmglie „
Ochsen.
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten
Weidemastschafe . . . Schweine.
Das Schwurgericht verurteilte die Angeklagte unter Zubilligung mildernder Umstände wegen Tot s ch l a g s zu 41/» Jahren Gefängnis unter Anrechnung von a ch Monaten Untersuchungshaft.
Schweine.
Vollfleischige Schweine von 80-100 k"
Lebendgewicht .......
Dollsieischige Schweine unter *80* ke-
Lebendgewicht e
Vollfleischige Schweine von 100—120 k* Lebendgewicht
Vollflcischige Schweine von 120—150 kg
Lebendgewicht .....
ältere ausgeinästete .....
Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Ungejochte . . .
Färsen, Kühe.
Votlfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Kreis Wetzlar.
^Wißmar bei Gießen, 22. Jan. An den letzungen, die ihm sein Schwiegervater beibrachte,
56—60
52—55
50—51
vermischter.
* Das 12. Deutsche Turnfest wird im Jahre 1913 in Leipzig cibgehakten werden, wo auch schon im Jahre 1863 gelegentlich der 50jährigen Erinnerungsfeier an die Völkerschlacht bei Leipzig ein großes deutsches Turnfest stattfand. Die alle 5 Jahre veranstalteten Turnfeste sind dazu bestimmt, die Fortschritte des deutschen Turnwesens der großen Oeffentlichkeit vor Augen zu führen. — Das kommende Leipziger Turnfest soll einen ganz besonders großartigen Verlauf nehmens, da es mit der Jahrhundertfeier der großen Völkerschlacht zusammenfäklt und in demselben Jahre auch das Völkerschlachtdenkmal fertig dastchen und unter großen Feierlichkeiten eingeweiht wer- den wird. Cs kommt noch hinzu, daß der greise Führer der deutschen Turnerschaft, Geh. Sanitätsrat fDr. Ferdinand Götz, in Leipzig seinen Wohnsitz hat und daß die Leihziger Turner schass, wie die Turnerschaft des Königreichs Sachsen überhaupt, die stärkste Vertretung zur deutschen Tnrnerschaft stellt. Im Einverständnis mit dem Rat der Stadt und unter der eingeholten Zustimmung turnerischer Fachleute ist das über 240 000 Quadratmeter große, noch innerhalb der Stadt gelegene Gelände in der Vorstadt Eutritzsch, auf dem im Jahre 1903 die Deutsche Landwirtschaftsausstellung stattfand, als Festplatz gewählt worden. Ueber die Einteilung ist vom Rat ein Plan durch das städtische Bauamt ausgearb eitet, der die einhellige Zustimmung des vorbereitenden Festausschusses gefunden hat.
N°T"r°gE « e^utr.on ml, aim„. uff".;
fe. Frankfurt a. M., 23. Jan. (Orig.-Telegr. des »Gieß. Anzeigers".) K a rto f f el m ark t. Man notierte : Kartoffeln in Waggons Mk. 6.00—6.25? im Kleinhandel Mk. 7.50—8.00 für st 100 Kg.
F.C. Wiesbaden. Diehhof-Marktbericht vom 23. Jan. Auftrieb: Rinder 71 (Ochsen 48, Kühe 21, Bullen 2), Kälber 28, Schafe 22, Schweine 339.
Tendenz: Rinder gedrückt, Kälber gedrückt, Schafe mittel»
verheiratete Arbeiter Stroh in der Gießener Klinik gestorben. △ Dutenhofen, 22. Jan. Beim gestrigen Treibjagen wurden 30 Hasen und zwei Fasanen erlegt.
Hessen-Nassau.
x Wetter, 22. Jan. Infolge der Glätte kam in Rüddenau eine Frau so unglücklich zu Fall, daß der Tod alsbald eintrat.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Wäre es dem verehrlichen Vorstcuide des Eis Vereins nicht möglich, einen Teil der Eisbahn mir für Erwachsene abzusperren? Ter größte Teil der Fläche wird nämlich! neuerdings von Kindern in Anspruch genommen, so daß sich gestern z. B. viele Freunde und Freundinnen des Eissports, langjährige Mitglieder, die gerade iridjt zu den schlechtesten Läufern gehören, bescheiden in den'Ecken herumdrücken mußten, wenn sie nicht Gefahr lausen wollten, von wilden Jungen über den Haufen gerannt zu werden. Gewiß gönnt mau den Kindern auch das gesunde Vergnügen, doch sollte man an den eisfreien Tagen der Stadtschüler nicht den größten Teil der Bahn absperren. Wenn bei dem gestrigen schlechten Zustand und UcberfüIIintg des Eises kein ernstliches Unglück passiert ist, ist es ein Wunder. Daß man für 25 Pfennig Abonnements aufschlag im Winter als Kunstläufer geftenipelt wird und schöne, freie, abgesperrte Bahn zur Verfügung hat, ist auch neu und sollte eigentlich mehr bemerkt werden. Gestern waren viele solcher „Kunstläufer" auf der reservierten Fläche.
in Friedberg sind mit ihrer Eisbahn auf der Seewiese besser daran. Diese war schon beinahe 14 Tage in Benutzung, als bei uns der Teich gestern vor acht Tagen erstmalig geöffnet werden
Märkte.
re. Frankfurt a. M., 23. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruch tmarktpre is e. Weizen Mk. 20.65—00.00, Kurftess. Mk. 20.60—20.75, nordd. 00 Alk., La Plata Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 16.00 bis Mk.16.15, Gerste (Wetterauer)Mk.l8.00—19.00, Gerste Franken Pfälzer Nied Mk. 18.50—19.00, Kleie Mk. 00.00-00.00, Hafer Mk. 15.50 bis Mk. 16.50, Mais Mk. 14.00—14.50, Weizenmehl 0 Mk. 29.50 bis 00.00, 2. Qualität Mk. 23.75—00.00, 3. Qualität 2)?f. 22.25 bis Mk. 00.00, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Noggenmehl 0 Alk. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 00.00—00.00, 2. Qual'. Mk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Alk. 8.75 bis Alk. 9.00, Weizenfchale Alk. 9.25—9.50, Noggenkleie Alk. 9.00 bis Mk. 9.50, Alalzkeiine Alk. 00.00—00. M, Raps Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.00—12.50. Alles per 100 Kg. ab hier.
ke.Fraukfurt a.M. Vi e l; ft of-M a rkt b e ri cht vom 23. Jan. Auftrieb: 1245 Rinder, darunter 420 Ochsen, 40 Bullen, 785 Färfen mrd Kühe, 26 > Kälber, 243 Schafe, 1872 Schweine.
Marktverlauf: Ochfen gedrückt, Kühe lebhaft, Ueberstand unbedeutend, Kälber, Schafe und Schweine lebhaft, Markt wirb geräumt. Preis für 100 Pfd.
Lebend- Schlacht-
Schlachtivertes, höchstens 6 Hahre alt 47—50 89—91 Junge, fleischige, nicht ausgemäslete und
30. Jan.: „Die Macht der Finsternis.
22.
0,0 mm.
Schlachtivertes 45—50
Voll fleischige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 37—42 Sichere ausgeinästete Kühe und wenig
gut eiitwiclelte stingereKühe u. Färfen 33—36
Mäßig genährte Kühe nnd Färsen . . 30—32
Vollfleifchige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht ....... 49—50
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend-
Geringere Saugkälber . . . . 48—50 80—84
Geringere Mail- und gute Saugkälber 51—57 Schafe.
gewicht Mk.
Spidplau der vereinigten Zranlsurter Staüttheater.
Opernhaus.
Dienstag, 24. Jan. *): „Susannens Geheimnis." Hierauf: „Maurer und Schlosser." Mittwoch, 25. Jan.: 3. Abonnements. Konzert. Donnerstag, 26. Januar: „Amelia" oder „Der Maskenball." Freitag, 27. Jan., abends 6*A Uftr: „Lohengrin." Samstag, 28. Jan., nachmittags 31/, Uhr: „Äschenbrödel." ' Abends 7 Uhr: „Die Hugenotten." Sonntag, 29. Jan., nachmitiags 3'/.. Uhr!' „Aschenbrödel." Abends 7 Uhr: „Hoffmanns Erzählungen." Montag, 30. Jan.: „Tannhäuser." Dienstag, 31. Ian.: „Die Jüdin." Mittwoch, 1. Februar, nachmittags 3'/, Uhr: „Aschenbrödel." Abends 7*/2 Uhr: „Die geschiedene Frau."
Schauspielhaus.
Dienstag, 24. Jan., abends 7b, Uhr: „Glaube unb Heimat." Mittwoch, 25. Jan*).: „Tie Macht der Finster,ns." Tonnerstag. 26. Jan, abends 71/, Uhr: „Glaube und Heimat." Freitag, 27. Jan.: „Wilhelm Tell." Samstag, 28. Jan.: „Die Macht der Finsternis." Sonntag, 29. Jan,, nachmittags 31/, Uhr: „Der Hüttenbesitzer." Abends 7 Uhr: „Ter Raub der Sabmerinnen."
Lebend- LLiachc. pro lOOPiiMd gewicht vebenb- Lchlachc. gewicht
Kreis Friedberg.
X B crd-N a u hoi m, 23. Jan. Die Ijtittigc Sitzung der Stadtverordneten, die unter dem Vorsitz von Bürgermeister Tr. Kayser' stattfand, hatte 15 Punkte zu erledigen, von denen einige nur lokales Interesse hatten Zunächst liegen die neuen Pläne für den Stadtftausnmbau vor. Sie werden genehmigt und der verlangte Kredit von 16 000 Mark wird bewilligt. Zur Bilanzierung der hiesigen V e r ke hr s kom m i s s i o n werden außer dem Zuschuß von 3000 Mark noch 1500 Mark bewilligt. Die Vertilgung der Feldmäuse erfolgte in hiesiger Ge- ,Hartung unter einem Kostenaufwand von 1600 Mark. Tie vorliegende Wirtschaftsrechnung wird genehmigt. Ein Teil des Alice- platzes wird an den Konditoreibesitzer Müller auf weitere 5 Jahre für 500 Mark jährlich verpachtet. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird an der Volksschule die 18. Lehrer stelle errichtet. Es müssen daher 455 Mark für Neuanschaffung von Bänken bewilligt werden. Tas Wal dH aus wird dem seitherigen Pächter auf weitere 2 Jahre für den Preis von 800 Mark und zu den seitherigen Bedingungen überlassen. Tie Verpachtung der Markt- lauben soll neu ausgeschrieben werden. Ter Polizei loerden drei weitere Diensträume zur Verfügung gestellt. — Der große Teich ist seit heute nachmittag von der Polizei wieder zum Schlittschuhlaufen freigegeben worden. Es ist heute erst der vierte Tag in diesem Winter, daß die prächtige Eisfläche benutzt werden kann. Ta der große Teich immer erst geöffnet werden darf, nachdem eine Eisdicke von mindestens 12 Zentimetern festgeftellt werden firmt, müssen die Schlittschuhläufer, hier immer recht lange föarten, bis sie mit ich rem Sport beginnen tarnten. Unsere Nachbarn
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachfene, höchsten Schlachtw.
Vollfleifchige, jüngere
Färsen, Kuh e.
Vollfletschige ausgent. Färsen höchst. Schlachtw. Vollfleifchige ausgonästeleKühe höchstenSch'acht- wertes dis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ältere ansgemästete Kühe ....... Mäßig genährte Kühe ttni) Färsen Gering genährte Kühe und Färfen . . ,
Kälber.
Feinste Mastkälber . .
Mittlere Mast- und gute Saugkälber ....
Geringere Mast- unb gute Saugkälber . . .
Schafe.
Stallmaslfchafe:
Mastlammer unb jüngere Masthaminel . . . altere Mastftammet, gut genährte junge Schafe unb geringere Mastlämmer
gewicht 48—49
Ueberstanb: Rinber Ueberstand, Kälber und Schafe langsam geräumt, Schweine geräumt.
In schwerer heisser Herzensangst
W fdmCrien° ^tc Binder bei hartem Frost und
A Sckulp" Uf« morflcn5 hinaus auf den Weg zur
toe diÖDfe? rn.rAc Folter den zarten, cmpftndlichen bfl au,? schaden'? Nun, wenn man die k m)rbanbenpCr tunfl ”?$ Möglichkeit ausschalten und k A «... . r-^ngen lorort befnmyfen will, bann
flkwohne man uch daran den Kindern stets pin «ai.r Wea^"u^c,Ptt^!^ral-Pastillen (Fays ächte, mit auf den T 3 unbcbm<)t b &rn$a«-lf ^,*Veu^rJn^ nüüt i)cn Kindern k A J TL? 8 80 blc ^rönditcl, überall crhält- —-'tachahmungen mene man entschieden zurück, [ss?1/it
Kuverts mit Zirma biMgP Sriihl'sche Umverfüätrvruckerei. R. Lange, Sieben
Zu Beginn der Nachorittagsfitzl«g hat neben der Angeklagten außer der Pflegerin auch noch eine fromme Schwester Platz genommen. Rechtsanwalt Dr. St au der verlangt für ferne Mandantin den Sckpitz des § 51, da eine krankhafte Störung der Geistestätigkeit vorliege. Nach dem Sachverständigen-Urteil von Dr. Grrdden handele cs sich sogar um eine akute Geistesstörung. Wenn auch drei andere Aerzte sich gegen die Unzurechnungsfähigkeit ausgesprochen hätten, so.fei die Angeklagte doch frcizusprechen, weil Zweifel an ihrer Zurechnungsfähigkeit wegen der an deren Gutachten bestehen. Daß die Frau auf freiem Fuße steht, ist ausgeschlossen, weil laut § 80 des Bayerischen Polizeigesetzes ihre Internierung in einer Irrenanstalt erfolgen kann. Der Magistrat von Nürnberg hat 'sofort das Recht, dieser Frage näher zu treten. Es wäre ja auch keine Justiz mehr, wenn eine so gemeingesälfrliche Person nicht interniert werden könnte. Ich selbst würde es lieber sehen, wenn Sie meine Klientin wegen sahrlässiger Tötung verurteilten, weil sie dann mit einer geringeren Strafe davon käme. Ich bitte Sie nach alledem, die Angeklagte von Schuld und Strafe sreizusprechen. 1
~ ,ri. . Schwiebus, 4. August 1909.
• _i/,xre ®co“§ Emulsion ist meinem Töchterchen ganz ausgs zeichnet bekommen. Schon von Geburt an hatte die Kleine einen J^e^ten Schlaf, stundenlang mußten wir sie beruhigen, und nachher schlief sie doch nur ganz kurze Zeit unb sehr unruhig. Im Alter von einem Jahr bekam sie unter großen Schmerzen beit ersten Zahn, unb als bann noch ber Keuchhusten sich einstellte, kam das Kmb völlig von Kräften. Verschiedene Mittel, die wir anmendeten, blieben ohne jeden Erfolg, unsere kleine Emma ging immer mehr zurück. Da griff ich schließlich zu Scotts Emulsion, und ich freue mich, dies getan zu haben. Denn von Stunde an bekam unser Kind Nufte, cs schläft von selbst ein unb ruhig die ganze Nacht hindurch. Beim besten Wohlbesinden kommt ein Zahn nach dem anderen, und unsere . Jne Gmma hat jetzt ein vorzügliches Aussehen ryfv.lKÄ bekommen." „ (gez.) Hermann Thiele.
In allen Fällen, wo Kinder oder Erwachsene eines Kräftigungsmittels bedürfen, wird man mit Scotts Emulsion rasch und sicher zum Ziele kommen. Auf die Zusammensetzung aus erstklassigen Bestandteilen und deren bewährte Verarbeitung im Scottschen Verfahren kann man sich jederzeit verlassen. Außerdem schmeckt Scotts Emulsion so aromatisch süß, daß die Kleinen geradezu eine Vorliebe dafür haben.
Die Rektorsgattin als Totschlägerin.
S. U. H. Nürnberg, 23. Jan.
In der häutigen Sitzung wurde zunächst in der Vernehmung der Sachverstänbig-en fortgefahren. Tr. Kl über bestätigt puf eine Frage des Vorsitzenden, daß vei'schiedene Einzelz-ügc der Angeklagten etwas theatralisch feien. Tos liegt ober gerade in sihrer Eigenart. Was die Gedächtnislücken betrifft, so ist es nicht auffallend, daß sich solche Personen au manches zunächst erinnern, was fte daun wieder vergessen. Auch das ist nicht auffallend, daß sie nach der Tat Bescheid wußte, jetzt aber nicht mehr. Sackwerst. Tr. von Guddcu führt aus, daß sich aus ungeheuren erblichen) Belastungen der Angeklagten ihre abnorme Charakterveranlagung ergibt Am meisten ist das Gefühlsleben bei ihr gestört. Schon ihren ersten Mann hat sie mit dem Tobe bedroht, und es ist als em Zufall anzusehen, daß nicht schon der erste Dtann von dem Schicksal des zweiten ereilt worben ist. Die Tat ist zweifellos eine Affektshandlung, wie der Kollege Dr. Frickinger sagte. Es fragt jijeft nur, ob ber Affekt ein so gro.ßer war, daß der § 51! des Strafgesetzbuches zutrifft. Nach kurzer Auseinanber- sctzuug zwchcheu dem Staatsanwalt unb dem Sachverständigen,, wie weit er die Würdigung ber Beweismittel einbeziehen dürfe, TOTtrntt Dr. Guddcn zu drin Schluß, daß bei der an sich kranke Haffen Vevanlagung der Angeklagten eine akute Geistesstörung vorlag so daß m jenem Affekte die 'freie Willcnsbestimmuug aus- WWJn »ar Bors. : Herr Profeffor, Sie k>alteu die Fran also für gerfresrrank. Halten Sie sic auch für gemeingefährlich nach chren vielen Exzessen? Sachverst.: Unbedingt. Bors.: Sic haben friiher in ihrem schriftlichen Gutachten gesagt, die Frau gehöre fchon längst in eine Irrenanstalt. Sachverst.: Ja gewiß der Ansicht bin ich auch noch.
^Der Landgerichtsarzt Dr. Kn ehr ist der Ansicht, die Frau hatte m grpfeem Affekt gehandelt, doch sei er nicht so groß gewesen, baß § 51 vvrlägc. Er stirnnre mit den übrigen Sach- ständigen überein, daß die Angeklagte wegen ihrer schweren erblichen BÄastuug als fronTbafte Person anzusehen sei. Es ist aber m. E. ausgeschlossen, daß sie bei der Tat bewußtlos oder im Sinne des Gesetzes krankhaft gestott war. Sie verdient aber eine Mildere Beurteilung.
Nervenarzt Dr Mainzer kommt zu dem Schluß, daß der Affekt ein sehr starker war und daß er die schwersten Zweifel habe, ob die-Angeklagte bei der Tat zurechnungsfähig war. Er Kubt vielmehr, datz ne ,ich in krankhafter Störung der Geistes- tatigkelt befand^ ber ihre freie Willenstätigkeft ausgeschlossen hat. .. Der letzte Sachverftanbige, Oberarzt Dr. vom Rad, be zeichnet die Angellagte als eine psychopatische Person, aber sie fei nicht als geisteskrank iw Sinne des 51 des Strafgesetzbiichcs anzusehen. - ,Y §"brauf ertlart der Vorsitzende ine Beweisaufnahme für ge- fchlossen und erteilt sodann bent Staatsanwalt Wenig bas Wort zu fernem Plädvl-er. Als dieser beginnen will, kommt es zu einem erneuten 3
w schweren Zwischenfal l.
Aw Angeklagte fchreit gellend auf und wirft sich vor dem Richter- rVz. Zoodcn. Sie wälzt sich in konvulsivischen Zuckungen und schlligt wild nach allen Sechen nm sich. Die Verhandlung muß daher abgebrochen werden. n
Während derhalbstündigen Pause, die durch den Zwischenfall mck ber Angeklagten verursacht wird, ivird diese im Nebenzimmer verbunden, da sie sich bei dem Fall eine Verletzung am Ohr Ungezogen hat. Beiyi Wiedereintritt in den Saal ruft sie dem Staatsanwalt zu: Ich wünsche mit „Frau Angeklagte" angcrebct zu werden.
Hierauf beginnt der Staatsanwalt fein Plädoyer: Ist die Frarr für ihre Tat verantwortlich zu machen oder nicht? Ein Zweifel berechtigt den Richter noch nicht, die Zurechnungsfäftig-
Su vmrernen, Nur d er Zweifel berechtigt zur Freisprechung, per Richter innerlich nicht Nberimudeu kann. Die Angeklagte rit etne Psychopathin, ihre seelischen .Kräfte tragen einen krankhaften Zug Wcr dürfen aber bet den ^lussührungen ber Sachverständigen nicht vergessen, daß -die Sachverständigen nur Gehilfen der Richter find, nicht ihre Herren. Was die Ehe der Angeklagten anlangt, |o war es feine Liebesheirat von feiten des Mannes -Aber die Schuld, daß die Ehe sich schließlich so unftarmonifd) gestaltete, lag bei der Angeklagten. — Tic Angeklagte unterbricht den Staatsanwalt durch höhnische Zurufe. — Der Verteidiger fefct sich neben sie unb sucht sie zu beruhigen. Sie läßt sich schließlich Verbanbswatte bringen und stopft sich damit ostentativ die Ohren zu.
kDer Staatsanwalt fahrt fort: Wenn ich Sie bitte, die .Schuldf rag en zu bejahen, so handele ich mit Ucbcreinftimnunig Mit den wifsenschastlichen Feststellungen. Ich ersuche Sie, die .Angeklagte des Totschlags unter Zubilligung mildernder Umstände s chu l d l g z u s p r c ch c n. Die Minimalftrasc wäre bann sechs Monate Gefängnis. Natürlich würbe eine höhere Strafe zu verhängen fein, aber das haben die Richter zu entscheiden
Die den Geschworenen Dorzulegendcu S ch u l d s r a g e n lauten «vH Totschlag mit der Milderung, ob vorher eine schwere Beleidigung begangen ist, ferner mit der Frage nach mildernden Umständen; zweitens auf Körperverletzung mit nachfolgendem Tode; und drittens auf fahrlässige Tötung die beiden letzten Fragen ebenfalls mit den Untevfrageu nach mildernden Umständen.
, Ochsen. Mk.
Vollfleifchige, ausgeinästete, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt • • . 49—53 die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . 44—48 Junge fleischige, nicht ansgemästete unb ältere ausgemästete
-- E
-O ... =
= 3^ E
23.
2”
759,8
4-0,3
4,3
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0
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9«
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— 0,4
3,5
79
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2
5
24.
7»
758,4
— 1,3
3,7
88
—
0
10


