Ausgabe 
22.5.1911 Zweites Blatt
 
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Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße«.

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Höchste Temperatur am 20.

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Mondamin -Milchspeise

warme

Militärverein eine dreifache

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Sonnenschein Bew. Himmel

Der Kinder Abendessen.

leichtes Essen für diese, kurz vorm Zubettgehen

Niedrigste .

Niederschlag: 0,0 mm.

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Ein ist eine

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im 70. Lebensjahre verschieden. Der hiesige aaö dem Verstorbenen das letzte Geleit und Ehrensalve an seinem Grabe ab.

Starkenburg und Rheinhessen.

bis 21. Mai = 4- 15,1 *3.

21. , = + 7,7 *0.

Landkreis Gießen.

? A llen d orf a. d. Lahn, 21. Mai. Die Arbeiten an der Wasserleitung sind nun wieder in Angriff ge­nommen worden. Die Gemeinde hat kürzlich ein Grundstück angekauft, um auf ihm verschiedene Quellen in einen Be­hälter zu fassen. Das Grundstück liegt oberhalb deS Dorfes; das Wasser soll auS dem neuen Brunnen in den vor zwei Jahren auSgeführten Brunnen geleitet werden. Der erste Brunnen ist 18 Meter tief und liefert täglich etwa 42 cbm Wasser. Die Kanalisation bleibt vorläufig zurück, ebenso die Unterführung des Bächleins, daS von oberhalb deS Dorfes kommt und in den Kleebach fließt. Die Bautätigkeit hat dieses Jahr hier wieder einen großen Aufschwung ge­nommen. Auch die im letzten Winter niedergebrannten Scheuern sind soweit wieder aufgebaut.

Kreis Alsfeld.

§ Ruppertenrod, 21. Mai. Heute wurde hier ein Veteran auS dem Kriegsjahre 1866 zu Grabe getragen. ES war der im Witwerstande lebende Johann Kratz, der

20 Gramm Mondamin auf je 3/2 Liter Milch gekocht als Beigabe dazu 1 Löffel Marmelade. Eine solche Kost ist kräftigend und leicht verdaulich. Mondamin hebt di- Verdaulichkeit der Milch, denn es verhindert das schneie Gerinnen im Magen. Die Kinder schlafen gut nach solcl em Essen. Mondamin überall erhältlich in Packeten a 60, 30 u. 15 Plll-

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Dr. Zucker'S Koblensäurcbäder mit den Kiffen imd na» den neuesten vergleichenden Unter uclumgen.voni Jkofefl« $ Hunababn und Dr. Baedecker-Berlin em. einalgaruger wertiger Ersatz der Bäder in N a u h e r m, Ktssrngen usto. wv

R. B. D-arnrstQdt, 21. Mai. Der Prvvinzia't-- tag für die Provinz Starkenburg wurde gestern unter Vorsitz des Prvvinzialdirektors Fay äbg-ehulten. Aus dem Jahresbericht ist ni entnehmen, daß die Einwohnerzahl der Provinz seit der ^Volkszählung von 1905 um 47 472 auf 590 468 Kopse gestiegen ist, d. s. 8,7 Prozent. Die Ge- samtkommunalsteuerkapitalien der Puavinz betragen für 1910 9 922631 Mk. Der Vorsitzende stellte in feinem1 Bericht fest, daß die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Pro­vinz in stetem Fortschritt begriffen seren. Besondere Auf­merksamkeit werde von der Proviirzialverwaltung der Frage einer elektrischen Zentrale zugewendet. Es kämen für die Provinz Drei elektrische Bahnanlag en in Betracht: DarmstadtOffenbach, Darmstadt an den Rhein und DarmstadtBergstraße. Bezüglich der ersteren Bahn­verbindung würde auf Anregung der Stadt Offenbach schon in allernächster Zeit eine Besprechung mit allen dabei in­teressierten Gemeinden stattfinden. Die Hauptsache sei, daß die elektrischen Anlagen einheitlich gestaltet und namentlich eine Umkreisung der Absatzbezirke verhindert werde. Im Anschluß daran berichtete Oberbürgermeister Dr. sIläs- fing, daß die im vorigen Jahr mit einem Kosten au f- wano von zwei Millionen Mark ausgebauten beiden Elektri­zitätswerke der Stadt Darmstadt, die infolge des^ großen Stromabsatzes für die Eisenbahnverwaltung schon jetzt mit 11 Prozent rentierten, imstande seien, den Strom auf 30 bis 40 Kilometer Entfernung abzuaeben. Die mit einer Anzahl Gemeinden angeknüpften Verhandlungen wegen Stromabgabe seien dem Abschluß nahe. Der Anschluß an die beiden Elektrizitätswerke stelle sich für die Gemein­den besonders deshalb günstig, weil sie keine großen Kapi­talien beizusteuern brauchten. Die Gemeinden sollten hauptsächlich als Abnehmer und das Werk selber als Unter­nehmer auftreten. Nach Erstattung des Jahresberichts wurde der Voranschlag der Provinzialkasse für 1911 be­raten und mit 759 378 Mk. (gegen 661 738 Mk. im Vorjahr) genehmigt. Als Beiträge der Kreise sind 551236 Mk. (gegen 557 000 Mk. im Vorjahr) vorgesehen. Der Zuschuß rur Provinzial-Pflegeanstalt bei Eberstadt beträgt 51888 Mk. AlS Mitglieder des Provinzial-Ausschusses wurden Ober- konsistorialrat Dr. Bertrbeck, Bauunternehmer Joh. Rain, Bürgermeister Dr. Frenay-Bensheim und Rentner W. Grün­wald und als Ersatzmänner Kommerzienrat W. Opel-Rüs- selsheim, Iustizrat Grünewald-Darmstadt und Bürger­meister Traut mann-Rimbach gewählt.

m. Offenbach, 21. Mai. Die heute im Stadtgarten veranstaltete dritte Ausstellung von Hunden aller Rassen hatte eine außerordentlich reiche Beschickung auf­zuweisen. 423 Hunde aller Gattungen in meist prächtigen Exemplaren waren vertreten. Am zahlreichshen vertreten

Aus Stadt und Land.

Gießen, 22. Mai 1911.

* ' In Audienz empfangen wurde vom Groß­herzog am SamStag u. a. Medizinalrat Dr. Oßwald, Direktor der Landesirrenanstalt Gießen.

** Lehrerpersona'lien. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Sie­fersheim, Joh. Schreiber, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen verliehen, ferner die Lehrerin an der Gemeindeschule zu Langen, Katharine Stumpf, auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Rothenberg. Das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach-Fürstenau zu. Mit der Stelle ist Organisten- oienst verbunden. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gewährt werden. Die mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wald- Erlenbach. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle und eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehr er in stelle an der Gemeindeschule zu Viernheim.

* * Gerichtspersonalien. Der Großherzog hat den Aktuar bei dem Amtsgericht Alsfeld, Karl P l o ck zum Aktuar bei dem Amtsgericht Mainz ernannt.

* * Verband der Detaillisten-Vereine in Hessen. In der am 19. Mai abgehaltenen Ausschuß- sitzung wurden der Detaillisten-Verein Bingen, sowie der Detaillisten-Verein Rheinhessen-Land aufgenommen. Der Verband zärstt nunmehr 9 Vereine mit 1000 Mitgliedern.

Der Vorsitzende 'Kalbfuß-Därmstadt berichtete über die Tätig­keit des Vorstandes. Bezüglich der Gemeindesteuer- Reform erhofft der Verband eine Verständigung der beiden Kammern auf der mittleren Linie. Der Begriff Warenhaus" bedarf in dem Gesetz noch einer genaueren Festlegung. Der Verband wird sich nochmals an die Re­gierung wenden. Das Vorgehen des Verbandes der Fa­brikanten von Markenartikeln in letzter Zeit bezüglich der Rabattgewährung im Weinhandel wird auf dem Verbandstag zur Sprache kommen, ebenso wird dort das Zugabe wesen eingehend behandelt werden. In )iesem Jahre wird die Frage spruchreif, wie sich die Be­rufsgenossenschaftsangelegenheit ausgestalten wird. Bedauerlich ist die Teilnahmslosigkeit der Mehrzahl >er Detaillisten an dieser so wichtigen Frage. Aus allen Orten kommen die gleichen Klagen, daß die Vollmachhen zur Vertretung bei der Sektions- und Genossenschafts-Ver- ammlung nicht, wie man es eigentlich erwarten sollte, von selbst eingehen, sondern nur unter Schwierigkeiten zu er­langen sind. Wie die Frage der Bernfsgenossenschast auf >em Handelstag in He-welberg behandelt wurde, war für )te Detaillisten sehr wenig ermutigend, doch werden die Detaillisten in dem Erstreben einer Handels-Berussgenossen- schaft nicht erlahmen. Der von verschiedenen Seiten an­geregten Bildung vonEinigungsämtern" steht der Verband abwartend gegenüber. Die von demManufak- turist" ausgearbeiteten Ausführungsbestimmun­gen zum unlauteren Wettbewerbwesen sind, falls denselben keine juristischen Bedenken entgegenstehen, zu begrüßen. Der Verbandstag findet am Sonntag, 11. Juni, in Bingen statt. Der Verband wird im Interesse der hessischen Städte Schritte unternehmen zur Regelung des Ausverkaufswesens in den be- nachbarten Städten des Regierungsbezirks Wiesbaden, be­sonders in Frankfurt.

Verkehr mit Arzneimitteln. Zu den Stoffen, die außerhalb der Apotheken nicht feilgehalten oder verkauft werden dürfen, treten nach einer Kaiser!. Verordnung hinzu: Acidum acetylosalicylicum (Aspirinum) Acetylsalicyl­säure (Aspirin), Eukalyplusmittel Heß' (Eukalyptol und Euka­lyptusöl Heß'), Homeriana (auch als Brusttee Homeriana oder russischer Knöterich (Polygonum aviculare Homeriana), Johannistee BrockhauS (auch als Galeopsis ochroleuca vulcania der Firma Brockhaus), Knöterichtee russischer, WeidemannS (auch als russischer Knöterich- oder Brusttee Weidemanns), Stroopal (auch als Heilmittel StroopS gegen Krebs-, Blagen- und Leberleiden, auch Stroops Pulver), Urea diaethylmalonylica, Acidum diaetbylbarbituricum (Veronalum), Diäthylmalonylharnstoff, Dlöthylbarbitursäure (Veronal).

Das Kapitalvermögen stieg auf 1032 SölarT. Dem Rechner Schupp wurde Entlastung erteilt. Der Voranschlag für 1911 sieht 967.25 Mark vor. Für Ausstellungen und Schauen sollen 300 Mark, für Vorträge 80 Mark vorgesehen werden. Neue Rubriken sind 200 Mark für Beschaffung guter Zuchttiere und bis 311 70 Mark an Bullenwärtcr für gute Buchführung, lieber Weidebeschickung berichtet der Vorsitzende an Hand eines Schreibens der Landwirtschaftskammer, die Maßnahmen betreffend Eintrieb des Viehes, Verpflegung, Versicherung usw. Zuch-t- jinspektor Kreutz teilt mit, daß für die Viehweide Hungen auf den 1. Juni ein zweiter Auftriebstermin festgesetzt worden ist, die übrigen Viehweiden Oberhessens surd voll besetzt. Die für Herbst geplante Kreis schau im Kreise Gießen ergibt eine längere Aussprache. Landtagsabg. Fenchel- Ober - Hörgern, Bürgermeister Fand t und Bürgermeister D ö r m e r - Lich sprechen für Abhaltung in einem Landstädtchen, und zwar Lich oder Hungen. ZuchÄnspektDr Kreutz glaubt, daß Gießen mit Rücksicht auf die Lokalitäten, die finanzielle Seite, auf günstige Zugverbindung Utfto. am geeignetsten sei, würde doch mit etwa 300 Rindern, 200 Pferden und 150 Ziegen zu rechnen fein. Mit Rücksicht auf die mit der Tierschau verbundene Obst- und Ackerbau-Ausstellung wurde beschlossen, als Ausstellungszeit Mitte oder Ende September zu wählen. Es wird ferner angeregt, daß das Ausstellungs- Tomitee mit den Städten Lich und Hungen über die Ausstellung verhandeln soll: in das Ausstellungskomitee wurden noch die Bürgermeister von Lich und jungen gewühlt. Für die Aus­stellung stehen etwa 3500 Mark an Geldpreisen zur Verfügung. Der Verein stiftet einen Ehrenpreis von 150 Mark; diese Summe soll Möglichst für die besten selbstgezüchteten Familien in der Sam- Melklasse verwandt werden. Herr Kreutz teilt mit, daß wegen der Drohenden Maul- und Klauenseuche das Zustandekommen der Tier­schau noch nicht endgültig bestimmt sei. Am 1. Juli habe die Landwirtschaftskammer hierüber erst Sitzung. Ein Zuchtviehmarkt findet am 25. September in Hungen mit Prämiierung und Ver­losung ftcktt. Der Vorsitzende spricht bann über die von der Land- Wirtschaftskammer getroffenen Anordnungen über Jungviehauf­nahmen und erklärt die Anordnungen über Revision der Herd- buchhiere. Auf Antrag des Zuchtinspektors Kreutz wurde be­schlossen, im Sommer den oberhessischen Viehweiden Hungen und Wenings einen Besuch abzustatten und hierbei durch einen Vortrag die Tätigkeit und den Zweck einer Weide kennen zu lernen. Eine Statistik des Schlachthauses Wetzlar zeigt, wie wenig die Vogels­berger Rasse unter Tuberkulose lewe. Kreutz betont, daß die Vogelsberger Rasse eine mehr naturgemäße Aufzucht habe, das Simmentaler Vieh würde zu viel im Stall gehalten, an Stelle von Stallauszucht ntüffe Weidebetrieb treten. Er warnt vor den Versuchen mit Niederungsvieh, dies würde wohl anfangs viel Milch abgeben, aber schon die zweite und dritte Generation würde tbebeutenb nachlassen. Ein großer Fehler sei vs, die Rinder zu früh zum Bullen zu bringen. Zu Vorträgen für kommendes Winterhalbjahr melden sich die Gemeinden: Hungen, Inheiden, Hattenrod, Leihgestern, Lumda, Odenhausen, Geilshausen, Belters­hain, Saasen, Villingen, Beuern, Hausen, Treis-Lumda, Ober- Hörgern, Bersrod und Harbach.

Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauen­seuche in Hessen (13. bis 19 Mai 1911).

waren die PolHeihunde, die allein 120 Exemplare aus- weisen, deren Vorführung aber erst am 18. Juni statt- findet: wird. Auch die übrigen Hunderassen, Jagd-, Wach-, Schutz- und Schoßhunde waren in erstklassigen Exemplaren vertreten. Den Staatspreis und Ehrenpreis der Stadt Offenbach erhielt Schmiedemeister Ph. Wilhelm-Offenbach auf beste Zuchtleistung und den Ehrenpreis der Landwirt­schaftskammer für beste Zuchtleistung in Schäferhunden bekam Schelkhaas-Großbieberau und den vom Verein für reine Hunoerassen gestifteten für tiefte Zuchtleistung in Jagd­hunden Wilh. Will-Kesselstadt. Außerdem wurden noch eine große Anzahl Ehren-, erste, zweite und dritte Preise, sowie verschiedene lobende Anerkennungen vergeben. Mit der Ausstellung war noch eine Industrieausstellung von Futter­mitteln, Geräten usw. verbunden.

o. Mainz, 21. Mai. Je mehr die Bedeutung der Mainzer Hafenverhältnisse zurückgehr, um so eifriger machen sich die Bestrebungen geltend, größere Jnoustrien herbeizuziehen. Schon vor längerer Zeit wurde ein großes Grundstück als Jndustriegelände vorgesehen, die Liebhaber bleiben jedoch aus. Nachdem nun mit den Grund stücksbesitzern ein Uebereinkommen wegen des Preises (4 bis 5 Mk. der Quadratmeter) erzielt wurde, soll das künftige Jndustriegelände alsbald mit den nötigen Schienengeleifen versehen werden.

d. Mainz, 21. Mai. Der Rhein-Mainische Ver­band für Volksbildung hielt am Samstag und Sonntag hier feinen V er b aln ds ta g ab. Kommerzienrat Schmäht begrüßte die erschienenen Vertreter und die Ehrengäste, Re- aierungsrat v. Seydlitz -Wiesbaden, Bürgermeister Schmidt- Mainz und ben Vertreter der rheinhessischen Provinzialdirektion Schulrat Schrod, sowie den Vertreter des Odenwald-Klubs, Herrn Käser-Darmstadt. Bürgermeister Dr. Schmidt be­grüßte die Verbandsmitglieder. Regierungsrat v. Seydlitz- Wiesbaden wünschte dem Verband besten Erfolg. Pfarrer K ü st er- Höchst a. M. hielt hierauf einen Vortrag überVolksbil­dung und Iugendpflege". film' Sonntag wurde unter Führung des Direktors Pros. Dr. Schumacher das Röm.-> German. lZentralmuseum und unter Führung des Prof. Dr. v. Reichenau das naturhistorische Museum besichtigt. Sodann wurde im Schäffer Hof von Pros. Dr. S tei n- Frankfurt die Hauptversammlung des Verbandes eröffnet. Der Geschäftsführer Volk erstattete den Jahresbericht. Der Verband bat an Aus­dehnung gewonnen und seine Einflüsse aut das Volksleben haben sich verstärkt. Die Zahl der persönlichen Mitglieder beträgt 621, die der angeschlvssenen Körperschaften hatte sich auf 212 er­höht. Die körperschaftlichen Mitglieder verteilen sich auf Preußen 83, Hessen-Nassau 68, Rheinprovinz 15, Hessen 114, Baden 8, Bayern 5, Oldenburg (Fürstentum Birkenfeld) 2.> Größere Konzertveranstaltungen finden regelmäßig in Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach, Mainz und Worms statt. Das Berbunds- theater hat im letzten Winter airerkennenswerte künstlerische Erfolge gehabt. Das Vortragswesen hat eine beständige Zunahme er­fahren, 'ebenfo die Volksunterhaltungsabende usw. Auch die L..cher- versorgung hat sich weiter gut entwickelt. Der Kampf gegen den Schmutz und Schund in der Literatur wird durch die Buchhandlung des Verbandes weitergeführt. Der Verband hat eine bodenständige Redner- und Künstlerschast, das Rednerwesen ist bedeutend vor­wärts gebracht worden. In der anschließenden Besprechung be­antragte Herr Hallstein- Lauterbach, daß eine Erweiterung des Vorstandes durch Zuwahl ländlicher Vertreter stattfinden solle. Herr Lehmann -Eberstadt kritisierte es, daß die Drucksachen bey Verbandes immer noch in einer nicht tariftreuen Druckerei her- gestellt würden, das errege den Unwillen der Arbeiter. Der Vor­sitzende erwiderte, daß die Sache mit der Druckerei rn der Re­gelung begriffen sei, der Vorstand stehe auf dem Standpunkte des Vorredners. Herr Dr. Wein gärtner-Ems wünschte, daß die streng konfessionellen Vereine ans bem Verbände <uz-^ geschieden würden. Herr Harth hielt dies für eine Engherzigkeit. Pfarrer Küster wies darauf hin, daß die stteng konfessionellen Vereine an und für sich in den Verband nicht eintreten, aber wer sich der Eigenart des Verbandes füge, sei immer willkommen. Aus Vorschlag des Vorsitzenden wurde der Vorstand ennachttgt, eine Erweiterung des Vorstandes aus den verschiedenen Gegenden vorzunehmen. Die Aufnahme der konfessionellen Vereine oder Tendenzvereine bleibt deni Gutdünken des Vorstandes überlassen. Auch soll die Geschäftsstelle nach Bedürfnis Vertrauensmänner organnationen schaffen. Herr Dr. Ca h n-Frankfurt berichtete über das Ver ban ds t he a t er. Mit bem1 bisherigen System -weier Direktoren wird, weil es zu kostspielig ist, gebrochen, und ein Direttor beibehalten. Das letzte Defizit betrug bei dem Ver­bandstheater 2700 Mark. Direktor H a u s e r -Frankfurt legte der Versammlung für die kommende Verbandstheatersaison ein großes Repertoire vor. Die Stücke sollen von bem1 Vorstand aue- gewählt werden. Für Kindervorstellungen mit einem Weihnachts­märchen ist Sorge getragen. AuchGlaube und Heimatt soll zur Aufführung gelangen. Herr Dr. Cahn regte an, im Sommer iml Freien Theaterstücke aufzuführen. Bei der Vorstwidswahl wur­den die ausscheidenden Mitglieder wiedergewählt, ferner wurden eine Anzahl Herren neu in den Vorstand berufen Der Kaffcn,-.. bericht »schließt mit 31 236,35 Mark ab, das Deffzit bew« 1094,55 Mark. Dem Vorstände wurde Entlastung erteilt. Der Voranschlag tiir 1911/12 slrht 44Ü30 Mark vor cm Do- fizit von .4890 Mark. Dem Vorstand wurde anheim gegeben, ob es nicht wünschenswert sei, um dem Desiztt vorzubeugen, die Beiträge um 1 Mark zu erhöhen.

Verantwortlich fürFeuilleton" undVermischtes":

I. V.: A u g u st G o e tz.

Bo v

Kreis:

Am 13. Mai waren verseucht:

Born 13. vis

19. Mai sind neu verseucht:

Boni 13. bis 19. Mai ist die Seuche erloschen in:

Darmstadt.

Pfungstadt, Arheilgen

Eberstadt

Pfungstadt Arheilgen

BenZheim .

Hocheim, Groß - Rohr- heim, Biblis, Huttenseld, Wattenheim, Lorsch, Schwanheim, Bürstadt, Fehlheim

Dieburg . .

Urberach

Groß-Gerau

Klein-Rohrheim, Stock- stad», Biebesheim, Torn- Heun, Erlelden, Berkach, Leeheim, Treblw, König- ftäbten, Haßloch, Crum­stadt,Astheuii,Goddelau, Rüsselsheim

Nauheim

Biebesheim Berkach

Hevpenheim

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Steinheim

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Gießen . . .

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Bad-Nauheim, Rocken­berg, Vilbel, Nieder- Erlenbach, Bruchen­brücken, Okarben, Dor­telweil

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