197 (—
(+
Mai
(— 0.00),
Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen.
2 3
Wetter
+ 5,9-0.
21.
= 4- 0,9 '0.
197
198
197
192
201
197
201‘n
204
194
196
194
199
198
20.
20.
Kindermehl
176
172
172
170
165
174
154
175
154
170
170
170
178
204.50
750,6
749,4
743,8
(- (+ <+ (+ {—
(+ (- (+ (+ ( + (— (+ (-
(- (+
Wo keine Niederlage, unmittelbarer Versand frischer
Füllung.
Febr.
1911
) 1) 2) 1) 1) 1)>
) ) 2) 1)
)
Krankenkost.
) ) ) 2)
1)
2)
17,) ) i)
)
)
2) ) )
1)
1) )
55 3
Königsberg Danzig Stettin
Vosen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Dresden Braunschweig Rostock Hamburg Düsseldori Frankfurt a.M. Mannheim Straßburg München
Haier 160 (- ) 153 (- 2) 152 (+ 3) 154 (-}- 2) 154 (+ 2)
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 14. bis 20. Februar *1911.
Hervorragend bewährte
Nahrung.
Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an
Verdauungsstörung.
148'/, 147 144
146 151V,
148
153
152 ’oO 152
143
155
155 161'/, 162'4 167'/,
174
Pferde wurden später mit einem Kran au§ dem Wasser gezogen. Die Pserde hatten einen Wert von 1700 Mk. und bildeten mit dem Fuhrwerk den ganzen Besitz des MannrS, der nicht versichert war.
Worms, 21. Febr. Gestern abend nach 9 Uhr rourbe jenseits des RheineS in der Nähe der Wirtschaft zum Wehrzollhaus der Elevatormeister des am rechten Rheinufer liegenden Elevators der Firma Franz Minthe von vier bis fünf Zigeunern überfallen und geschlagen, so daß er bewußtlos liegen blieb. Als er wieder zu sich kam, fehlte ihm seine Börse mit etwa 15 Mk. Inhalt rmd einigen Papieren. Von den Tätern wurden noch heute nacht durch die hiesige Schutzmannschaft drei verhaftet.
Roggen 146% (-
Weizen 203 (—
Sandet.
§ Burkhards, 21. Febr. Bei der gestrigen Brennholz. Versteigerung in hiesiger Forstwartei wurden hohe Preise erzielt. Der Gesamterlös betrug 7520 Mk. Buchen-Scheitholz kostete durchschnittlich 6-6,50 Mk., Buchen-Knüppel 1. Klasse 5,50 Mk., 2. Klasse 4,50 Mk. pro Raummeter. Die Versteigerung war gut besucht.
Märkte.
fc. Frankfurt a.M., 21. Febr. Heu- und St roh markt. Angesahren waren 6 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man '•otierte: Heu 3,00-3,40 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0,00 bis 6,0') Mk., Wrrrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles iür 50 Kilo. Geschäft langsam. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und den Kreisen Dieburg und Hanau.
Familienabend ab, der dem deutschen Volksliede gewidmet ivar. Nach einer auf die hohe Bedeutung des deutschen Volksliedes hinweisenden und mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland schließenden Begrüßungsansprache des Vorsitzenden brachte der Verein unter der Leitung seines Dirigenten, des Lehrers Walter hier, die bekanntesten Volkslieder in Chören, Quartetten und Solos zu Gehör und in fünf lebenden Bildern zur bildlichen Darstellung. Zwischen den einzelnen Vorträgen erfreute Schulverwalter Seipp die Zuhörer mit einigen netten Hornsolos, auch wurden einigt Gedichte vorgetragen, so daß der Abend einen schönen, harmonischen Verlauf nahm und die Teilnehmer allseitig befriedigte.
eh. Eberstadt, 21. Febr. Hier starb einer dec dienstältesten Kirchendiener Oberhessens, Herr Georg Buß I. Er hat 40 Jahre lang seinen Dienst versehen.
— Hungen, 21. Febr. Für die am Donnerstag, 23. Februar, slattsindende Beigeordnet en wähl sind als Kandidaten vorgeschlagen Privatier Hch. Seibert VII. und Schmiedemeister Hch. Gg. Scheld.
Kreis Schotten.
x Schotten, 20. Febr. Die Kreis - Wa n b er - bauShaltungsschule siedelt von Ruppertsburg nach Ulrich Nein über, woselbst am 27. d. M. in der Groh'schei, Gastwirtschaft ein neuer Kursus beginnt. — Da auch in diesem Sommer ein stärkeres Umsichgreifen der Schnak.en- plage im Kreise zu erwarten steht, hat das Kreisamt zur Vertilgung der Brut dieses Insektes Maßnahmen getroffen und die OrtSoorstände entsprechend bedeutet.
-r. Ulrichstein, 21. Febr. Der hiesige Zweigverein des V. H. C. veranstaltet am kommenden Sonntag eine karnevalistische Abendunterhaltung. — Der gestrige Tag hat uns wieder ziemlich viel Schnee gebracht. Die Hoffnung auf zeitiges FrühlmgLwetter ist geschwunden.
Starkenburg und Rheinhessen.
-o Mainz, 20. Febr. Heute nachmittag war der Fuhrwerksbesitzer 6eib aus Maiuz-Kastel unter der Straßenbrücke am Kasteler Rheinufer mit Sandaufladen beschäftigt. Seid ist infolge eines Fuhrunglücks nicht mehr recht auf den Beinen und stürzte beiin Anziehen der Pferde zu Boden. Die beiden Pferde husten zurück und der beladene Wagen fuhr die Böschung hinab in den Rhein, wobei er die Pferde und den Fuhrmann nach sich zog. Wagen und Pferde sanken in die Tiefe und verschwanden, Seid hatte sich noch rechtzeitig losgelassen und vermochte den Kopf über Wasser zu halten. Ein Mann namens Dorn stürzte sich m das Wasser und mit vieler Mühe gelang es ihm, den Fuhrniann vor dem Ertrinken zu retten. Der Wagen und die Leichen der beiden
(+ 1)
(- ) (+ 2) (4- 2) (- ) (+ 1) (- ) (- ) (4- 1)
H- 5) (4- 3'4)
■am Sonntag abend in der Turnhalle von der hiesigen Musik- gesellschast unter Mitwirkung von Mitgliedern des Klubs »Fidelia durch eine Kappenfitzimg eingeleitet. Das Piiblikum hatte sich zahlreich eingefunden. Die Kapelle Sommer trat «m Originalkostüm
212'4 (-
207*4 (—
222 (—
1841 zu Weimar geboren, sttrdierte in Jena Geschichte, besonders unter Adolf Schmidt und Nipperdey, in Göttingen G. Waitz und H. Sauppe und in Berlin als Schüler >on Drvysen. 1863 erwarb er in Göttingen den Doktorgrad, fetzte im Ernest-Gesamt-Archiv in Weimar seine Studien Hort und habilitierte sich 1867 in Gießen. Drei Jahre später wurde er als außerordentlicher Professor nach Dorpat berufen, wurde dort 1871 zum Ordinarius befördert und kam 1874 nach Greifswald. Außer zahlreichen Aufsätzen besonders zur Geschichte der Reformationszeit und des 19. Jahrhunderts, verfaßte er u. a.: „Fünf Jahre württem- bergrscher Geschichte unter Herzog Ulrich" (1867), „Franz von Sickingen" (1872), „Kaiser Maximilian I." (1884 bis 1892), „Das Leben des deutschen Volkes bei Beginn der Neuzeit (1893)., „Russisch-Preußische Politik unter Alexander I. und Friedrich Wilhelm III. bis 1806" (1899), „Unsere Berbangenheit und das Werk von 1871" (Festrede 1896), „Kaiser Wilhelm der Alte" (Festrede 1897). Der Gelehrte »st seit 1884 korrespondierendes Mitglied der bayerischen Akademie der Wissenschaften.
"Lehrerpersonalien. Uebertragen rourben den Lehrern Karl Hand schlich zu Bieber und Heinrich Karl Bechtolsheim er zu Bischofsheim, den Schulamtsaspiranten Adam Jäger aus Mörlenbach, Phil. Matthes aus Fränkisch-Crumhach, Abraham Morgenroth aus Gers- selb i. b. Rhön und Peter Schmaus aus Ober-RoSbach Lehrerstellen, sowie ben Schulamtsaspirantinnen Erna Eins- mann aus Mainz und Lucie Jaeobi aus Worms Lehrerinstellen an her Volksschule zu Offenbach. — In ben Ruhe- ft a n b wurde versetzt die Lehrerin an der Gemeinbeschule zu Biblis Anna Kühn auf ihr Nachsuchen bis zur Wiedcr- iherftellung ihrer Gesunbheit.
*• Todesfall. Generalmajor z. D. Freiherr Rüdt toon Collenberg, zuletzt Kommandeur des Landwehr- Bezirks Hannover, zuvor Kommandeur des Hess. Leibgarbe- , Infanterie-Regiments Nr. 115, ist am 12. bs. Mts. nach langem, schweren Leiben auf Schloß ®berficht tn Baben verschieben.
Höchste Temperatur am Riedriaste „ „
Rieberschlaa: = 0,2 mm.
**DieSunitätskolonnedes Roten Kreuzes hielt gestern abend in der Restauration Sauer ihre Hauptversammlung unter zahlreicher Beteiligung ab. Rach Wegrüßungsworten des Vorsitzenden Oberlande'sgerichtsrat Wiener und einigen erläuternden Worten des Kolonnen- ^arztes Dr. S ch ä f f e r erstattete der Schriftführer G r ü n i g chen Jahresbericht. Die Kolonne wurde 1903 mit 38 aktiven Mitgliedern ins Leben gerufen, heute sind es 44. Für den Mobilmachungsfall haben sich 13 Mann für außerhalb zur Verfügung gestellt. Der Ausbildungskursus 1909 zählte 11 Teilnehmer, davon traten 5 der Kolonne bei. Es ist schwer, genügend Mitgliederzuwachs zu erhalten. Der jetzt geschlossene Kursus zeigte die ziemlich hohe Teilnehmerzahl von 25 Leuten. Zugleich wurde in Klein-Linden ein Kursus mit 14 Teilnehmern abgehalten. Nach Vollendung des Kursus wurde eine Kolonne gebildet, der sämtliche Teilnehmer bei traten. Kursusleiter waren Dr. Schäffer und techn. Revisionsbeamter Grünig. Bei fünf Festlichkeiten, Pferdemarkt usw. wurden von der Kolonne Wachen gestellt. ^Wie segensreich die Kolonne wirkt, geht daraus hervor, Laß ijm verflossenen Jahre 310 Hilfeleistungen stattfanden, . gegen 293 rm Vorjahr. Die Mitglieder sind gegen Unfall versichert, die Prämie zahlt die Stadt. Leider fehlen Mittel zu notwendigen Neuanschaffungen. Für dieses Jahr sind eine Hebung im Bergwerk, eine Hebung im Gelände .mit Abkochen und eine Hauptübung beabsichtigt Am I18- Mürz findet im Felsenkeller ein 'Familienabend statt. .-Der Kolonnen- und Verbandstag der Zweigvereine vom Roten Kreuz in Hessen wird am 28. Mai in Friedberg abgehalten. Die Rechnungsablage erstattete Heilgehilfe Kraushaar; die Einnahmen betrugen 2032 Mk., die Ausgaben 1754 Mk., der Ueberschuß 278 Mk. Der Voranschlag wurde tote folgt genehmigt: Gefamteinnahme 2030 Mk., 1000 Mark Einnahme von Mitgliedern, 300 Mk. vom Landes- Verein, 180 Mk. von öffentlichen Anstalten, voraussichtlich eine beträchtliche Summe von der Stadt, 300 Mk. aus Wachen, Hilfeleistungen und Transporten. Von den Ausgabeposten seien erwähnt: Unterhaltung und Anschaffung von Ansrüstungsgegenständen für die Mannschaften 500 Mk. für Geräte und Mobiliarbeschaffung 100 Mk., für Verbandsmaterial 200 Mk., Vergütung an Mannschaften bei ^Hilfeleistungen, Transporten, Wachen usw. 500 Mk für Drucksachen, Jahresberichtsdruck usw. 300 Mk., Ausbil- dungStosten und Hebungen 200 Mk. Für die Abteilung Klein-Ltnden soll eine Sammlung veranstaltet tverden, auch chofft man auf Unterstützung der Gemeinde und Bürger. Als Zug- bezw. Gruppenführer wurden Kraushaar, .Hartmann und Hcißler gewählt.
Landkreis Gietzen.
= Lang-Göns, 21. Febr. S^ine Jahresver-i sammlung hielt heute abend der Gesangverein . V- h".dicht besetzten Saale zum „Gambrrnus" lab. Nach Eröffnung durch den Vorsitzenden, folgte der sehr ' ^ausführliche Rechenschaftsbericht. Aus ihm war zu ersehen .daß das gesamte Vereinsvermögen, einschließlich der dem !Verein gemachten Stiftung, über 2500 Mark beträgt Bei tder Vorstandswahl wurde zunächst der seitherige 1. Vor- ■ Wende Konrad Wilhelm einstimmig wieöergewählt. iEbenso etnsttmmrg erfolgte auch die Wahl des seitherigen erweiterten Vorstandes; er setzt sich zusammen aus den Herren: Karl Faber, Paul Spies, Karl Weil, Wilh. Heinrich . Schrnidt Wich Brückel, Wich. Wenzel, Karl Rudolph Hrch i «Leicht, Karl Schmidt und Hch. Schmidt. Der Verein der Mter der Lettung des Lehrers Schwinn steht und'eine Mitglied erzähl von 215 besitzt, kamt wie in gesanglicher 1 auch tn finanzieller Hinsicht auf das versessene Jahr 1 brat Befriedigung zurückblicken. Nach Erledigung des ge- ' 'schäftlichen Teiles kam nun bei einem Glase Bier und ! dem Vorträge einiger Lieder auch der Humor noch zu seinem j Rechte. .
— Li ch, 21. Febr. Das Karnevalstreiben rourbe >
bis 21. Februar —
Wälder Schivereinigungen beschlossen, der seinen Sitz in Marienberg haben ilnd ktnter dem Namen „Westcnvälber Schiklub" dem Mitteleuropäischen Schiverband angefchloffen werden soll. Gras von Hachenburg wurde zum Ehrenvorsitzenden des neuen Klubverbandes gewählt, während bler aktive Vorstand sich zusammensetzt aus den Herren: Apotheker Schimmelpsennig-Marienberg, 1. Vorsitzender: Lehrer Hoffmann-Emm er tshausen, 2. Vorsitzender: Apo- theker Thon-Hachenburg, Kassemvart; Gerichtsaktuar Daniel- Marienberg, 1. Schriftwart; Lehrer Siebel-Hardt, 2. Schristwatt; ftud. Walther-Gießen, 1. Lauswart; Lehrer Braun-Derscl>en' 2. Lauswart; Kaufmann Felix Siebert-Hadamar und ferner den Herren Landräten der Kreist Oberwesterwald, Altenkirchen, Westerburg und Limburg, sowie den vom Westerwald-Klub in den Wintersportausschuß besttmmten Herren. Durch die Gründung des Klubverbandes, der seine Tätigkeit in enger Fühlung mit dem Wintersport-Ausschuß des Westerwald-Klubs aufnehmen wird, ist eine neue Kraft zur Erschließung unseres Westerwaldes in lüinter- sportlicher Beziehung geschaffen und sicherlich werden die Verbandsveranstaltungen (Abhaltung bezw. Unterstützung von Schnee- schuh-Wettläusen und Schikursen) dem gesunden Wintersport neue Anhänger gewinnen.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 21. Febr. Wegen Betrugs im Rückfall
hat sich der aus achtbarer Bürgerfamilie zu Schotten stammende Handelsmann H. Sch. von da zu verantworten. Er erschien bei einem hiesigen Metzgermeister, einem Landsmanne von ihm, und gab an, er habe sein künstliches Glasauge zerbrochen, er müsse zum Professor und sich ein neues Glasauge einsetzen lassen. Er benötige für diesen unvorhergesehenen Fall vierzig Mark, um die er bitte und die er am nächsten Tage zurüch'endeu werde. Diese Angaben des Sch. waren unwahr und der Metzgcrmeister ist um die überlassenen vierzig Mark geschädigt. Sch., der wegen ähnlicher Betrügereien zurzeit eine neunmonatliche Gefängnisstrafe zu Preungeshain verbüßt, erhält eine Zusatzstrafe von weiteren zwei Monaten Gefängnis.
Schwerer Diebstahl.
Am 18. Dez. v. I. spielten der 13 jährige K. G. von Lollar und die 12 rührigen W. St. und H. L. von da in der Nähe des dortigen Basaltwerkes. Nachdem sie die Fensterscheibe eines dazu gehörigen Magazins eingeworfen hatten, bemerkten sie, daß im Innern alte Messingrohre und Blei lagerten. Sie öffneten das Fenster, zwei von ihnen stiegen ein und holten die Gegenstände heraus, während der dritte Wache stand. Die gestohlenen Sachen verkauften sie als Altmetall zum Einschmelzen an den Ziseleur H. E von Lollar. Da die Angeklagten die erforderliche Einsicht oer Strafbarkeit ihrer Handlungen besaßen, mußten sic wegen schweren Diebstahls bestraft werden. Jeder erhielt drei Tage Gefängnis, doch dürste bedingte Begnadigung zu erwarten stehen. p.er wegen Hehlerei angenagte Ziseleur H. E. wurde srei- geiprochen, da seine Behauptung, er habe nicht annehmen können, daß die Sachen gestohlen seien, durch die Beweisaufnahme bestätigt wurde.
Fahrraddiebstahl im Rückfall.
Bei einem Tanzvergnügen, das am 14. August v. I. in Okarben itattfanb, nahm der Gärtner Ehr. B. aus Petterweil dem Wirt ein Fahrrad mit. Der Verdacht lenkte sich alsbald auf ihn, und auf telephonische Aufforderung brachte er am andern bnS Fahrrad dem Wirte zurück. Er gibt an, er habe das Rad nur zur Heimfahrt benutzen wollen, da seine Begleiter alle zu Rad gewesen seren. Da er diese Ausrede bei einem früheren Fahrraddiebstahl ebenfalls gebrauchte und überdies fest- gestellt wurde, daß er seinen Begleitern über die Herkunft des Rades unwahre Angaben machte, so konnte es keinem Zweifel unterliegen, daß er bei der heimlichen Wegnahme des Fahrrades die Ablicht hatte, es für sich zu behalten. Da er rückfällig ist, wurden vier Monate Gefängnis als angemessene Sühne erachtet'
<0crid?tsiaaL
Kiel, 20. Febr. Auf Berufung des Kriegsherrn tourde gestern ein Leutnant zur See vom Oberrriegsgericht der Hochseeflotte wegen Beleidigung und vor- schriststoidriger Behandlung Untergebener zur Entlassung und vier Monaten Gefängnis verurteilt. In der ersten Instanz war auf 45 Tage und Entlastung erkannt worden.
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin__________
Budapest April 200.55 (-j- 4.30); Paris Febr. 219.10 (— 0.55)" Lwerpol März 168.25 (— 00.45), Chicago Mai 140.90 (— 2.60)’. Roggen: Berlin Mai 159.00 (— 0.75). Hafer: Berlin Mai 157.00 (+ 0.25) Alk.
Während in Amerika die Aussicht auf zollfreie Einfuhr kana- dllchen Weizens eine weitere Verstauung bewirkte, blieb für die Geitaltung der Marktlage in Europa die Zurückhaltung der russischen und argentinischen Ablader ausschlaggebend, so daß die Wertlage im allgemeinen keine wesentliche Veränderung erfahren hat Mehr als für Weizen und Roggen fiel für Futtergetreide der Umstand ins Gewicht, daß infolge starken Frostes in Rußland die Zufuhr aus dem Innern behindert wurde und aus dem glctcbcm Grunde auch der Schiffsverkehr in den russischen Häfen mit ernlten Schwierigkeiten zu kämpfen hatte; da außerdem die Vorräte von Gerste in den russischen Häsen stark zusammen-, gelchrumpst sind, andererseits aber große Lieferungsverpflichtungen bestehen, so gingen die Preise für diesen Artikel während der letzten Woche sprungweise in die Höhe. Namentlich an der Weser wurden für schwimmende Russengerste sehr hohe Preise bezahlt. Mit dem Eintritt milderer Witterung ist indes zum Schluß eine Wcfnuäcbimg erfolgt, so daß Februar-Abladung, die noch Freitag bis 118 Mark cif Hamburg erzielte, heute mit 113,50 Mark angeboten wurde. Immerhin wurde für Ifchwimmende Gerste gegenüber Februar-Abladung noch ein Aufgeld von 21/2 Mark geordert. Im Zttrschluß an die Festigkeit des Gerstenmarktes machte sich auch im Maishandel etwas mehr Lebhaftigkeit bemerkbar, doch wurden die Preise dadurch kaum sonderlich beeinflußt. Da- gegen erfuhr Hafer allgemein eine höhere Bewertung, namentlich Schlesien steigerte infolge lebhaften Abzuges beinahe täglich seine Forderungen und auch an der Ostseeküste zeigte sich zu Export- zwecken bessere Verwendung. Hier trat infolge Einfrierens schle- hltoer Kahnladungen mehr Kauflust für Bahnware hervor, während sur Lieserung erhöhte russische Forderungen Nachstage veranlaßten Von Brotgetreide hatte nur Roggen bei knappem Jnlaudsangebot und gesteigerten Preisen Rußlands feste Tendenz, zumal der Export andauernd Ware ablentt. Trotzdem war der Schluß abgeschwächt und heute stellten sich die Preise im Lieferungsgeschäft i/4—1 Mk niedriger als vor 8 Tagen. Für Weizen regte Froftwetter xeit> weise die Kauflust an, doch hielt sich das Geschäft allgemein in engen Grenzen, zumal die vom Export gebotenen Preise keine Rechnung gaben. Im Lieserungsgeschäst ist gegenüber der Vorwoche keine nennenswerte Wertveränderung zu verzeichnen.
Es stellten sich die Preise <ür inländisches Getreide am lebten iDlarfttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr (+) bezw. Weniger (-) gegenüber bei- Vorwoche in Klammern () beigefügt ift, wie folgt:
auf, was dem Ganzen einen recht geklungenen Eindruck verlieh. Das Programm bestand aus best ausgewahlten hmnoristischen Nummern, die lebhafte Heiterkeit erregten. Besonders hervorzuheben ist bas musika- klische Theaterstück „Eine Solistenprobe in Quietschhausen".
Tänzchen hielt die Teilnehmer bis zum Morgen in ge- ftobener Stimmung beisammen. Der am Fastnachtsdienstag Sorgende Maskenball, ber ebenfalls in ber Turnhalle statt- fljnbet, soll mancherlei Ueberraschimgen bieten.
X ~reiS a. d. Lba., 20. Febr. Der evang. Kirchen- ^LjLAgstZerL'tn hr.ett gestern abend in Benners Saal seinen
Sport.
<xn — .Westerwälder Schiklub. Am Sonntag fand in Marienberg au) Anregung des kürzlich innerhalb des Westtrwald- llubs gegründeten Wi 11ter)Port-Aussckuisses eine Versammlung von Vertretern der im Gebiete des Westerwalds bestcbeiwen Wintcr- port- und Schwerenngungeii statt, die recht zahlreich befud« war Einstimmig ttmrde die Gründung eines Verbandes aller Wester-
4,6
5,4
86
8
2
7
Bew. Himmel
3,6
5,0
85
SSW
2
10
Beb. Himmel
6,4
5.2
72
SW
2
9
Bew. Himmel
Lei o0 groß. Flaschen frachtfrei in ganz Hessen.


