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21.3.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten.

setzes und der Strafprozetzordnung kernen großen Wert, ist unzutreffend. Die verbündeten Regierungen leg ­ren im Gegenteil auf dic Verabfclnedung dieser Vorlagen nach ivie vor den größten Wert und halten auch die Surdy beratung des dem Reichstag vorzulgenocn Entwurfes eures Gesetzes über die Versicherung der P r i v atbca m t e n als Drin­gen!) erwünscht.

TicBossische Zeitung" meldet airs Berlin: Im Herren- Hause haben die beiden Universitatsprofessoren Reinke'Del und H ucster-Marburg eine Anfrage über d e n M o - dernisteneid cingebracht, in der cs heißt: Was gedenkt die Königliche Staatsrcgicrung zu tim, um dic auch ihr anücrtraute Würde der preußischen Universitäten, die durch erfolgte oder auch nur mögliche ^lblegung des Antimodernistencides seitens einzelner ihrer Mitglieder gefährdet erscheint, zu wahren.

Aus Weimar wird berichtet: Die Großherzogin von Sachsen-Weimar ist am Montag abend von einer Prin­zessin glücklich entbunden worden,

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Ans Berlin wird amtlich gemeldet: Dic in einer hiesigen parlamentarischen Korrespondenz zum Ausdruck kommende und von verschiedenen Zeitungen wicdergegebene Auffassung, dic ver­bündeten Regierungen legten aut die Verabschie­dung des Schiffahrtsabgabengesetzes, der Novel­len zur Gewerbeordnung, des tzausarb e 11 c t -Qj c --

Goldschmiedes. Als solcher ist der Mann durch das Figürchen eines Ritters bezeichnet, das er in Landen hält. Während Direktor Tr. Max I. Friedländer vor Iabren die Zeickpinng für eine Studie des jungen Dürer nach seinem Vater erklärt hatte, eine Ansicht, die fast allgemeinen^Widerspruch fand, erkennt jetzt Tr. H. Ochrukowski in ihr ein Selbstbildnis eben dieses Vaters, des Goldschmiedes Albrecht Dürer des älteren. An der Hand der Bildnisse, die der junge Dürer 1490 und 1497 von seinem Vater gemalt Hai, weist Ocheutowski im Repertorium für Kunftwiücn- i'chast nach, daß besonders zwei Züge Die Identität des Dargestellten fordern: die kleine Sehnenfläche zwischen den Auge,chrauen und das gutmütige Lächeln im Zucken der Oberlippe und des Mund­winkels. Ter junge Dürer selbst als Autor der Zeichnung ist abzuweisen. Aber sein Selbstbildnis in der Albertina, das er als 13jährigcr Knabe zeichnete, zeigt merkwürdige Berührungs­punkte Beide Male ist der linke Unteramt mit der Hand ver­borgen. Das erklärt Ochenkowski so, daß hier Die rechte Hand des Zeichners, die bei dem vor dem Spiegel angei ertigten Selbstbildnis als linke erscheint, wegen ihrer sortführenden Be­wegung nicht getreu nach Der Natur gezeichnet werden konnte. Auch aus Der starren Haltung Der Irissterne der Augen, die sich nach der Seite wenden, schließt Ochenkowski auf ein Sclb-r- bildnis, da Der Künstler bei seiner Stellung vor dem Spiegel iic in dieser Wendung nur nach dem Gedächtnis hineinzeichnen konnte. Dieies Selbstbildnis mußte nun, wenn dic Ähnlichkeit mit seinen anderen Porträts wirklich zwingend ist, dasjenige von Dürers Vater sein. Tieser würde sich hier als eine ganz tüchtige zeich­nerische Kraft darstcllen hat er doch nach Der Aussage seines Sohnes tu den Niederlanden bei den großen Meistern studiert, und manches konnte der junjje Künstler bei ihnen lernen.

Starrkramvfinfektion durch hohle Zähne.

Die Blätter melden aus Wien: Eine bis jetzt noch nicht Bo* [tätigte Meldung derNeuen Freien Presse" aus Petersburg besagt, daß der russische Gesandte in Peking ermor­det worden sei.

DerFigaro" will wissen, das; zwischen dem Minister- p r ä s i d c n t e n Ni o n i c s und bent F i n a n z m i n i st e r C a i 1 - laux aus Anlaß der Besetzung des Gcneralgouverneurpostens von Algerien ein c mit er Z w i ft ausgcbrochen sei. Monis Ijabe für diesen Posten den Präickten Lutaud in Aussicht genommen, während Caillaux mit großer Entschiedenheit dic Kandidatur des Generaldirektors des Zollwesens, Delamuey, befürwortet und für diesen auch mehrere andere Minister gewonnen, habe. Tcr Mi­nisterrat habe infolgedessen bisher zu feinem Entschluß kommen können. Nunmehr wolle der Präsidein Dem Zwist durch Er­nennung einer parlamentarischen Persönlichkeit ein Ende machen.

Aus Petersburg wird gemeldet: Der Chef de4 Haupt st abcs der Armee, Generalleutnant Kondrat­jew erhielt krankheitshalber den Abschied. An seine Stelle tritt der Kommandeur des 5. Armeekorps, General der Jmantcrte Michncwitsch.

In Bukarest ist am Montag das neu gewählte Parlak ment durch König Karl in feierlicher Weise e r ö f'f n c t toorDcn. Die Thronrede, die Der König selbst verlas, Itcllt zunächlt ie)t, daß Dic Mehrheit Der Regierung beweise, wie diese sich, des Ver­trauens des Landes erfreue und fährt dann fort: Die itanDhaitcy bedächtige Politik, Die Rumänien ohne Zaudern über ein Vicitel- jahrhunDert verfolgt, »sichert uns Die besten Beziehungen zu allen Staaten.

Der Ausstand in IHarotto.

DicAgenec Havas" meldet aus Fez vom 14. März: Tie Bcraber sind in großer Zahl zurückgekehrt und 1-aben einen Teil d c s So mm er palastes des Sultans u Brand ge­steckt. Es sind Truppen abgegangen, um sie zu vertreiben.

Tanger, 20. März. Der hiesige Vertreter des Sultans für auswärtige Angelegenheiten El Geb bas veröffentlicht folgen­den vom 16. März datierten Brief über die Lage in Fez: Am Tage narb dem Kampf bei Feradji schickten die B e r a b c r einen Abgesandten zum Kaid .M t u g i und baten, in Verhand­lungen über ihre Unterwerfung cinjutreten. Mit der Genehmigung Muley Hafids verhandelte Mtugi außerhalb den Mauern mit den Abgesandten der Beraber, die sich wieder über die Bedrückung der Kaids beschwerten und um eine Zusammen­kunft mit Dem Sultan ersuchten. Muley Hafid willigte ein; dic Zusammenkunft findet am 18. März statt.

In einem Ncuvorkcr Hospital wurde ein zehnjähriges Mädchen bebanDclt, das sich mir einer seit vier Tagen bestehenden Schwel­lung im Halse horitelltc. Am folgenden Morgen könnte es Den Mund nur wenig öfmen und am Abend war der Starrkrampf eingetreten. Das Kind klagte über Kopfschmerzen und Schmerz­haftigkeit der Zähne und ivar außerstande, icste Nahrung ;u sich zu nehmen. Nach acht Tagen wurden der Patientin du Eckzahn und zwei Backenzähne gezogen. Da das Befinden sich immer mehr verschlechterte, wurde Tetanusserum eingespritzt. Am sol- gencen Tage hatte die Patientin heftige Zuckungen und starb an einem Krampfanfall an demselben Abend. Am Körper waren keine sichtbaren SEunben, außer einigen hohlen Zähnen im Munde.

Ministerwechsel in Rußland-

Die »Kölnische Zeitung" meldet aus Petersburg: Der Ukas über StotypinS Abschied ist unterzeichnet worden. Der bisherige Finanz Minister Kokow tzow wird Ministerpräsident, das Innere übernimmt ent- weder Stürmer oder der frühere UnterslaatSsekretär des 'Ministeriums des .Innern Makarow; mit der Verwaltung des Ministeriums des 9kußcrcn wird Neratow beauftragt. Tas neue Kabinett bedeutet eine scharfe Schwenkung nach rechts.

heft, in den Zähnen zu stochern mit jedem Ding, das ihr in di« Hände kam, Stroh, Nadeln, Holzsplittem usw. Man weiß, daß Der Tctamispil; sick in der Garten rdc findet und daß Radieschen^ Dic nicht sauber gereinigt sind, eine Insekt,on des Organismus durch hohle Zähne Hervorrufen lönnen.

- Tie Maifestspic 1 c in Wiesbaden sind nunmehr festgesetzt, nachdem die Anoronungen der Kaiserreise getroffen wur­den. Darnach soll der Wiesbadener Aufenthatt des Kaiserpaares und Der Prinzessin Viktoria verkürzt werden und nur I Tage bauern. Wie die Intendantur der Köitiglichcn Schauspiele mit­teil i, unDen vom 10. bis eiuschl 13. Mai Feftvorstellnngettz statt, für Dic solgcnde Werke in Aussicht genommen siitd:Tie weiße Dame", lomische Over von A. ^oielbicu.Ter Eisenzahn", l-istorisches Schainr .! von Joseph Laufs.Oberon", romantisch« Fecnoper mit Ballett Musik von C. M. von Weber. >Wies­badener Bearbeitung und in vollständiger dceueinrichtung..Die Stumme von Vortiei", große heroische Oper mit Ballett nach dem Französischen.

Tie S c n k e u b e r g i s ch e NalurforschendeGe- s e 11 s ch a f t zu F r a n t s u r l a. M. bat dem Professor der Chemie am eibgen. Polytechnikum in Züri ch Tr. Richard W i 11 ft ä 11 e r für seine ausgezeichneten Arbeiten über dst Konstitution des Eylorovhylts, Die auf das Wesen des pflauüichen Lebens und sein Verhältnis zum tierischen neues Licht geworfen haben. Den Tiedemann-Preis zuerkanut. Tie früheren Träger Dieses Preises, Der alle vier Jahre für eine bcsonDers hervorragenD« Arbeit ans Dem Gebiet der vergleichenden Anatomie und Jßbß- iiologic vergeben wird, sind: Hermann v. Meyer, Otto Butschti, Robert Hod), Paul Ehrlich, Emil Fischer, Emil von Behring, Albrecht Kosscl, Fritz SchauDinn und Eduard Buchner.

Eine neue T c 1 e f u n k cn sta t i o u ist in Danzig er­öffnet worden. Tie Station hat ihr Heim im Hauptpostamt auf» geschlagen und funktioniert ausgezeichnet Gleich nach Erö'mung erfolgte eine Meldung ar. den Kaiser und an Di". Staats«', tretär Des Reichs Postamtes, woran sich ein längerer Austausch von Mit­teilungen aller Atu mit der Österreich ischen^RaDiostation Pola schloß. Tie Verständigung zwischen beiden Stationen war trotz des Weges über Die Alpen vorzüglich Auch Die im Mittelländischen! Meere zwischen den Schiffen unD Dem Festlande ausgetauschten Radio-Telegramme konnten von der Danziger Station gut mit» gelesen werden.

Kur z c Nachrichten aus Kunst u. W i s se n sch a ft. Zn Steglitz ist Professor Tr. Max Gürte, Kustos am Kgl,. Museum zu Dahlem, im 57, Szbaütyüjct gestorben.

Heer und Flotte. __

Wiesbaden, 20. März. Generalmajor z. T. Ottv von Sperling, der schon 1849 an dem Feldzug in Baden teilgenommen hatte und zuletzt die 27. Brigade führte, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlaß ging dem Offizier, der Ritter des Eisernen Kreuzes Erster Klasse ist, folgendes Telegramm des Kaisers

Zu Dem heutigen Tag, an dem Sic durch Gottes Gnade! Ihr 90. Lebensjahr vollenden, spreche ich meinen herzlichste» Glückwunsch aus. In Den langen Jahren Ihrer Zugehörigkeit! zu Der Armee haben Sie Ihren Königen und dem Vaterlandes insonderheit in vier Feldzügen, Die besten Dienste geleistet, und Sie tonnen heute mit Stolz und Befriedigung auf diese Zett zurückblicken, ausgezeichnet mit so schönen Kricgsdckorationen. Um Ihnen aber an diesem seltenen Tag noch ein erneutes Zeichen: tanlenDcr Erinnerung Ihrer Verdienste zu geben, verlethe ich Ihnen hiermit den Charakter als Generalleutnant.

Kunft, wiffemchaft nnö Leben.

LeoncavallosM a I a". Man schreibt uns aus Berlin: Im könig^.ckwn Opernhaus wurde am Sonnabend zum elften Male dic OperM a T a" von Ru.ggier o L c o n c ao al 1 o mifgefübrt. DieseMaia" ist ein mißlungenes Werk, -schlecht ist das Buck) von Paul de C h o u d e n s, das Georg D r o e - scher in ein grausames Deutsch übertragen bat, und unerhebtich die Musik des Komponisten. Die Handlung bangt jiroti Bauern- burscheu auf Die Szene, Die sich um Dic Liebe Maias bewerben. Im Dritten Akt treffen fick die Rivalen und stürzen sich tn Gegenwart Maias aufeinander. Maia jedoch wirft sich zwichen Die Kämpfenden und der Dolckrstoß Des Originallicbhabcrs, Der Dem Gegner zugedackst gewesen ist, trifft sic in Die Beult und sie muß nun sterben. Tas tut sie sehr bedächtig und munkalnch tinrfiant, Demi sie l)at noch Zeit, lange, sehr lange Monologe zu singen und findet auch nod\ Dic Kraft, 'ich zu einem -luctt aufzuraffen. Nachher aber ist die Geschichte wirklich aus unD zu Ende. Ter Zuschauer kann sich befriedigt sagen, daß Die Oual nicht allzu groß war. Denn Die ganze Oper Dauert nur zwei luavpe StunDen. Das ist angesichts der Sachlage ein großer Vorzug, und Leoneavallo gebührt Dank für seine weise Zurück­haltung. So wie Leoneavallo vor zwanzig Jahren in Den ,.Ba- iazzi" gesprochen hat, so redet er auch heute noch. Inzwischen hat das musiialische Drama einen ganz anderen Entwicklungsweg genommen - er bleibt bei Dem abgebrauchten Rezept. Seither haben wir Den Glaitben an musikalisch)« Sentimalitätcn gründlich verloren Leoneavallo schwört immer noch auf sie. Wir er­warten heute int Musitdrama Leben und Handlung, Gleichwertig­keit des Dramatischen Elementes mit Den rein musikalischen Wir­kungsmitteln Leoneavallo ficht das nicht weiter an, und er breiter Den unleidlichen Lyrismus einer unwahren Tonsprache über seine Zuhörer UnD Dazu kommt noch', daß er immer wieder tn Das ToniDiom DerBajazzi" zurückfällt und daß man so aus dieser wirklich zur Genüge sckon bekannten Atmosphära nid i mehr herauskotwut. Das geht heute nicht mehr an, unD wer in unfern Tagen wlckv Musik hervorbringt, wie Die zu Maia", Der versteht seine Zeit nickt mehr. Jede Gegenwart aber ist grausam und verlangt ihr Recht. Daß die Aufnahme Der Novität nur eine rein äußerlich freundliche war, ist sonach verständlich, zumal auck' Die Tarstellnng alle Wünsche unbefriedigt ließ. I. E. L.

Kaifer Wilhelms Korfufafjrt

Kaiser Wilhelm rüstet sich, m Begleitung der Kaiserin, des Prinzen Joachim und der Prinzessin Viktoria Luise Die Reise nach Korfu, anzutreten, wo er und besonders die Aaiserin von Den Strapazen des Winters Erholung zu smden hoffen. Tie Reise geht über Wien, wo die kaiser­lich^ Familie am Freitag vormittag eintrifft, um den Tag in Gesellschaft Kaiser Franz Josephs, des Th r o n- folgere- Franz Ferdinand, sowie der übrig.n Erz­herzöge und Erzherzoginnen in Schönbrunn z,u verleben und am Abend nach Venedig weiterzureisen. Tort liegt dieHohenzollern" bereit zur Fahrt durch das Mriatische und Mittelländische Meer nach Korfn.

Irgendwelche politische Kombinationen werden sich an die diesjährige Korfufahrt des Kaisers kaum knüpfen lassen. Mait überschätzt die Bedeutung dieser Reise und legt ihr einen falschen Charakter bei, wenn man in der Begrüßung Kaiser Franz Josephs in Wien etwas anderes erblickt, als einen neuen Beweis der besonderen Verehrung und Freund­schaft, dic der deutsche Kaiser für den greifen Herrscher Der uns aufs engste verbündeten Donaumonarchie empfindet, und eine neue Erhärtung der Tatsack)«, daß Deutschland und Oesterreich-Ungarn treu zusammenstehen. Etwas anderes ist es allerdings um den Aufenthalt des Kaisers in Venedig, wenn es sich bestätigt, daß König Viktor Em an ne l es doch miglich machet wird, Kaiser Wilhelm dort bei seiner Einschilsung auf dieHohenzollern" am 25. März zu vechmßen trotz aller chm durch die italieni­schen Nationaliestlichteiten auferlegten Verpflichtungen. Wenn der König von Italien sich trotz seiner Vornahme, im italienischen Iubiläumsjahr Monarchen nur in Rom zu empfangen, dazu bercitiinoet, mit dem deutschen Kaiser ui Venedig zusammenzutreffen, so wäre das ein so deutlick)es Zeichen für Dic deutsch-italienische Freundschaft, daß dem gegenüber alle von den Feinden Deutschlands an das Unter­bleiben des römischen Besuck)es Kaiser Wilhelms geknüpften Hoffnungen in nichts zerfielen.

Wie eng augenblicklich die Beziehungen zwischen Hohen- zollern und Habsburgern lind, geht nicht nur daraus her­vor, daß die Demsche Kaiserin trotz einiger Kränklichkeit ebenfalls in Wien Station macht, daß der Kaiser den Wunsch hat, seinen Sohn, den Prinzen Joachim seinem Paten, dem Kaiser von Oesterreich, vorzustellen, und daß auüi Die Prinzessin Viktoria Luise in Schönbrunn weilen wird, sondern and) daraus, daß der Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin, die Herzogin von Hohenberg, ihren Aufenthalt in Brioni unterbrechen, um mit der deutschen Kaiserfamilie zusammen zu sein. Nimmt man noch hinzu, daß auch das deutsche Kronprtnzenpaar, wenn es in Rom gewesen ist, am 9. April zum Besuche in Wien eintreffen wird, so zeigen diese Momente einen fa­miliären Zusammenhang zwischen Hohenzor.ern und Habs- burgern, wie er herzlicher nicht gedacht werden kann.

Auf diese Seite der Korfufahrt unseres Kaisers sind denn auch wohl die Gerüchte zurückzuführen, die jetzt in der Presse wieder auftauchen und von einer.in Aussicht stehenden verwandtschaftlichen Verbindung zwischen Hohen­zollern und Habsburgern wissen wollen. Heißt es doch, daß man eine Heirat des Erzherzogs Karl Franz Joseph, des ältesten Sohnes des Erzherzogs Otto (gest. 1906), der aller Voraussicht nach dereinst die österreichische Kaiser­krone tragen wird,, mit der Prinzessin Viktoria Luise in

Nr. 68 Erstes Blatt M Jahrgang Dienstag, Mär; M

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Feruiiuech. Anschlüsse politischen Teil: August

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«Ein Selbstbildnis von Albrecht Dürers Diese wurden ausgezogen und einer Untersuchung unterzogen. Vater. In Der berühmten Handzeichnungssammlung 'der Alber- Durch dic Kulturen der in Den Zähnen genmdeuen Batterien wurde tioo zu Wieir bejinde: sich-das inttreijante MelaUsvstporträt eines Der Starr kramp Mlz geyWct Die Patientin hatte die Gewohn-

Aussicht genommen habe. Diese Kombination ist zwar schon öfter aufgetaucht und jedesmal mit größtem Nach­druck Dementiert worden. Erzherzog Karl Franz Joseph ist 1887, und Prinzessin Viktoria Luise 1892 geboren. Dte Nachricht von einer bevorstehenden Verlobuna wird von der Nordd. Allg. Ztg. auch diesmal wieder als falsch be­zeichnet. ___________

Die neueste chinesische Antwort an Rußland.

London, 20. März. Die .Times" melden aus Peking: China überreichte die Antwort auf die russische Note vom 14. Marz. Sie i't in den freundschaftlichsten und versöhnlichsten AliSdrückcn gehalten und gewährt Rußland das Recht, einen Konsul in Kobdo zu ernennen. Dlc Note räumt den russischen Untertanen daS Recht auf den Frei- bandel in der Mongolei und anderen Gegenden außerhalb der großen Mauer im Norden und Süden des Tianschau- gebirges für Erzeugnisse jeder Art und jedes Ursprungs ein. Was die Wiedereinfuhr chinesischen Tees aus Rußland be­trifft, erklären die Chinesen, daß dieser Handel nach wie vor dem 1907 in Tschugutschak von dem russilchen Konsul und dem chinestschen Toatai unterzeichneten Abloimnen unterliegt, Denen Artikel 3 die Bestimmung trifft, daß der Tee ein ur­eigenes Erzeugnis Chinas sei und zwecks Verkaufs nicht nach China wieder eingefühct werden dürfe.