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25.9.1911 Zweites Blatt
 
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Nr. 225

Zweites Blatt W, Jahrgang

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wöchentlich. Tie .^andwlrlfchaflllchen Lett«, w xJr -^r

ir.«,r- rtd)cm.n nwna.ü* ,me.,n,L General-Anzelger für Oberhessen

Montag, 25. September J9U

Rvtanon-dnick und Vertag der Vrüblichen Nnwersnäls - Buch- und EtelnbrucfcctL 9L Lange, GieSen.

9?ebaf?ion, Gjpebition und Tnitfetel: Schul» fhrttfce 7. Grpebirion und Vertag: e-a®6L SicbaflioiLfceeHia. TcL-tlbr.:9lnieiger<lie6en,

Die 75jährige Jubelfeier der £anöesgcwerbeocrein$.

R. B. T a r m st a d t, 23. Sept.

Tie Zubiläumshauptversammlung des hessischen Landcsgcwcrbeverein s zur Feier ieinc-3 7-^ährigen Bestehens hat hcnte unter sehr zahlreicher Beteiligung von au»roäthflcn Vertretern ihren Anjang gc nomnien. Zunächst sand am Nachmittag eine £ i p u n g des La nd esa u, s s ch u s s e s dc,> Gewerbevereins stau, in der geschäsUichc Angelegenheiten erledig! wurden. Am Abend war im städtischen Saalbau eine sehr stark besuchte Begrüßungsfeier zu Ehren der <äftc Ter Vo ritzende des hiesigen Gewcrbcvereins, Schlofscrme.frcr Jakobi, hielt nne Begrüßungsansprache, worin er aus die ruhmreiche Geschichte des Vereins liinwics. TerGewerbeverein für das Grobherzogtum Hessen ist aus kleinen Anfängen her- vorgegangen und Hal un Lause der Zeit das ganze Groß- Herzogtum mit seiner segensreichen Wirksamkeit umspannt und ein dichtes Red voii Schulen und (v4crocrbeDcreinen begründet. Es werden im Jahre gegen 1000t) Sdsüler in 120 Handwerkerfchuleu und !0 Gttverke, refp Bauschulen unterrichtet, luofür ein Zahresvorcmschlag non C580OO Mk. erforderlich ist. Für den geselligen Teil des Abends sorgte die xapcllc des 115. 3nfantcric 'Regiments und Quar­tett- und Solovorträge von Mitgliedern des Großh. Hof-, t Heaters.

3n Berbindung mit der Zubiläumstagung ist im Saal­bau eine AnS stellu n g der gewerblichen Unter- richtSanstalten Hessens arrangiert worden, die jedoch int engsten Rahmen gehalten ist und lediglich Stich­proben von den Arbeiten aus den einzelnen Lehrwerkstätten geben soll Eine Ausnahme macht dabei die »nnstgewerbe schule zu Mainz, die mit einer Anzahl Modelle und zahlreichen Arbeiten aus dem Gebiete der Merani.f, der Metallbranche, der Drechslerei und besoitders der Mobel- tiidilerei vertreten ist Auch die Technischen Lehranstalten zu O s s e n b a ch haben eine ^olleklivau-.-stellnng veranstaltet, wobei besonders inc vorn Gewerbeverein zu Qssenbach ins Leben gerufene Lehrwerkstätte für Feinlebcrarb.iteil sehr gut vertreten ist. Ta, wo mit den Gewerbeschulen auch besondere .Ableitungen für die Dekorationsmaler, für Kunstschmiede, Holzschniverei und Ziselieren verbunden ist, sind auch Schülerarbeiten aus diesen Werkstätten zur Schau gestellt. Eine Reihe sehr hübscher Arbeiten hat auch die ^nifdiule für tHfeirbeinicbuqierei in Erbach i. Q. geliefert Tic Zentralstelle für d ie Gewerbe hat int Borsaal des Erdgeschosses noch eine Erinnerungsausstellung Der anstaltet,'die neben den Bildnissen der früheren Präsi deuten des Vereins eine Reihe alter To Ium eine, Lehrpläne, Prüfungsordnungen ufiu. und die von der Zentralstelle he arbeiteten Mnsterzeichnungen, Vorlagcwcrle und Modelle aiL5 den verflossenen 75 Zahrcn zeigt.

3m Gewerbemusenm irl im Ansa i jj an da. Jubiläum heute nachmittag auch die feicrüd)£ Wiedereröffnung des Aewerdemus en in s erfolgt, das einen größeren Umbau und eine vollständige Neuordnung erfahren hat. Zu dieser Feier waren als behördliche Vertreter Mmisterial' rat Hölzinger, die Qberregierung.^räte Greif, Hein- r id) v, strcisrat Gmmertd), Geh. Rat. Prof. Walde und Pros. Tr. Pindier von der Technischen Hochsdmlc ii. a. erschienen. Geh. Regienmgsrat Roaa bett vor 3 Zähren die Regierung einen Ausschuß cinfctztc, der sich mit der Frage der Umgestaltung des Museums zu be schuftigen hatte. Man fand tu der Person des Mu ft 0*3 Tr. Jtenjle, nach dessen Plänen die Neuordnung erfolgte eine vortreffliche .'traft, der für die schwierige Arbeit der wärmste Tank gebührt. Desgleichen and) der -Staatsregie rung für ihre andauernde Unterstützung, denn mit den vor handenen Mitteln wäre die Durchführung unmöglich ge­wesen. Der tKetiner dankte auch dem Hochbauamt und den Handwerksmeistern für ihre dem schonen Werk gewährte llntcrfhimimj und sprach die Hoffnung aus, das; das neu hergerichtete Geivcrbemuseunt dem ganzen Lande zum Segen gleichen werde. Ministerialrat Holzinger legte die Schwierigkeiten des Umbaues näher dar und betonte, baß die Zentralstelle das neue Museum gewissermaßen als Morgengabe zum Jubiläum des Gewerbevereins überweisen könne. Äußer den vorhandenen Mitteln von 21000 Ml. wurden noch 30000 Mk. aus dem allgemeinen Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, 89000 Mk. Erspar nissc der Zentralstelle und 8000 Mk. aus andern Mitteln für die Neuordnung verwendet, während etwa 10000 Mk. an direkten Baukosten erfo'.derlich waren. Audi er hoffe, daß das neueingerichtete Museum dein Handwerk und Ge­werbe sowie dem ganzen Lande zum Segen gereichen werde Nachdem alsdann Tr. Kenzle kurz die neue Einteilunj des Museums näher dargelegt und betont hatte, daß die Sammlung kunstgewerblicher Erzeugnisse vornehmlich nadi techirischen Gesichtspundten geordnet und in suns Gruppen eingeteilt sei: Keramik und Glas; Holz, Elfenbein und Lack: Metalle; Papier und Leder; Textilien, erfolgte unter seiner Führung eilte gemeinsame Be ichtig .ng otr cilimp

Die Iubiläunts - Hauptvcrsaminlung dcs Landesgewerbevcrctns zur Feier seines 75jäb rigen Bestehens fand heule vormittag im Städtischen Saat bau in Anwesenheit von Vertretern der staatlichen, linier richts- und Verwaltungsbehörden, Abordnungett von aus- wärligen Gewerbe-, Handels, Handwerkskammern usw. statt. Ehorgesang eröffnete die denkwürdige Feier. Hier- nack) hielt Geh. Regierungsrat N 0 a ck, der Vorsitzende der Zentralstelle, die Festrede, in der er eine Uebersicht der Geschichte des Vereins gab. Sie bietet gleichsam ein Bild der aufstrebenden Entwickelung hessischen Gewerbe- fleißes während dreier Vierteljahrhunderte bis in die Umwälzungen int Gewerbe, Handel und Industrie unserer Tage. Besonders dankte der Redner der Regierung für ihre weitblickende Unterstützung und tue die Ver fassung, die sie dem Landesgewerbeverein mit staatlicher Verwaltungsbel)orde gegeben hat. Aus Anlaß des Zubi läums hat der Ausschuß des Landesgewcrbevereins die E h r e n m i t g l i e d s ch a f t verliehen an: Geh. vaurat Becker Tarnt)tobt, der seit 64 Zähren dem herein an» gehört, ferner an Tapeziermeister Borger Tarr.: :adt, -Seißlü.tdermeister und Stadtverordn. Ludwig >etrt-

Schnetdermcisicr Auauft S t a a b - Gr-Umstadt, Baunnter Gewerberat Jochen- Worms. Der sruherc Präsident Geh. Baurat Sonne ift zum Ehrenpräsidenten ernannt. Tic Rede schloß mit einem begeht er t eingenommenen Hoch auf den Grotzherzog, an den auch ein Huldtgungstclegrainm abgesandt wurde

Zm Namen des Großherzogs und der Staatscegicrung . Znncrn v. Hombergk .. üudwunjchc mit anerkennet

Gewerbeforderung verliehen wurden, und zwar an Geb

M aw, 1 . 1.. da des obengenannten Lrdens,

dem Verdienstorden Philipps des Großniuttgen an Haupt und Schreinermetster Geist-Michelstadt; das allgemeine iihrenreichen an den Diener der Gew. Zentralstelle Georg

Zm Namen der Stadlverwaltung Darmstadt beglück ivünschte Oberbürgermeister Dr Glassing die ZMbtlare. Tie Gratulationen, die bann folgten, waren ein Beweis des großen Ansehens und der Achtung, die sich Zentral stelle und Verein nicht mir bei allen Behörden und ver wandten großen Verein en im Lande, sondern darüber hinaus errungen. So war u a Staatsrat v. Most Hai

für Württemberg pries, dann Präsident Nieder b ü h l des badischen Landesverbandes der Gewerbe, Mom merzienrat H 0 1? s für die G i

Baurat Wagner vom MiUelrdeinifchen Architekten- und C\ngcnicuroeibanb, Prof. Tr. Back- Mainz vom mittel

Ter Gothais d>e Ge

vereine u. a. m entsandten ihre Glückwüttsckie Tie Re- gieningcn von Preußen, Bahern, Sachsen, Baden sandten

Geh. Rat Noack erstattete bann all ben Gratulanteit, vor allem den Regierungsvertretern, innigsten Dank ab

des Zubiläums die Eck h a r d t - S t i s l u n g zur Unter siützung junger Gewerbetreibender erneuert und erweitert wurde: ans ben Mitteln der Zentralsten warben 6000 Mark, vom L rtsgeiverbevereiii Tarmüabi gleichfalls ein ansehitlicher Beitrag der Stiftung einocrleibt.

Als Crt der nächsten Haupiverfammlung wurde Bingen bestimmt.

Ein Rundgang burd) die Ausstellung beschloß die Haupt­versammlung. 'Jiachmiitagv vcreinigte'cin F e st mahl im Saalbau alle Gaste und Mitglieder der Jubelinstitute. Es wurden viele Trinksprüche gehalten, zahlreidie Glückivunsch lelegrammc verlesen und die Feststimmung stieg, als das überaus herzliche Anttoorttelegramm des Groß Herzogs aus Wolfsgarten eintraf.

Hauptversammlung öcs Sustav-Adolj-Verems.

^Franks urla. M., 23. Sept

Unter überaus zahlreicher Beteiligung von Verlretern aller Zwclgocreinc trat beute iiachmittag int ahen Uaisersaal des Rat- Hauses der Stadt Frankfurt der vcangclndie Verein der Gustav- Adols-Sliitung zu seiner bicdjäbngcn ^auprocriammlung zu so nun en. Als Vertreter des Evangelischen Lberkirchenrats wohin Geheimer Lberkom'iÜorialral D. u 0 ch ^Berlin) den Verband lungen bei. Tie Stabt Frankfurt ift vertreten durch ihren Cbet liurgcrmcntcr, Mitglied des Herrenhauses Tr. Adickes und den -weiten t hgernmiter, Gehennen Regrcrungsrat Tr. Barren- 1 r a p v, die Staatsregierung hat den Bolrzeiprändenten von Frantiurt ent'andt, das .Uvmgnche Ztonststorium für Frankiurt und Wie-.baden uonsistoriatprandent Ernst, die Frankfurter Bezirlssynode Landgcrichtsdirekwr Grabau.

Tic Verhandlungen eröffnete im Namen des Frankfurter Vereins der Senwr Professor Bornemann Franktun, mit einer Begrüßung. Er teilte mit, daß der bisherige Vorsihende des Franliurter Vereins, Professor .stred.s, leider gestern ver storben sei.

Cberburgermeiftcr Adickcs erinnerte in feiner Degrüßungs rede daran, daß schon vor einem Menkchenalker eine Tagung bee Gustm. 'Jldols-Vercins in demselben hi'toriichen Saale nitttanb. Damals habe noch ein Alt-Fronkfurter Bürgerm.ister die Ver sammlung begrüßt. So schwebe von selbst der Blick zurück auf bic Ver gang en Heu, die in bleiern Saale so ungeheuer lebendig werde, in diesem Saale, in dem die Uaiicrwablen stattfmtden Er hoffe, daß alle Wüniche, die man von der Tagung erwartet, in Erfüllung gehen rr.-rotn.Bergeisen Sie mdn, daß Sie in einer g c m i i d) t e n Bevölkerung -usammengilommen sind und niü-t, wie in anderen Feftorten, tun einer etnbeitlichcn Strö mutig getragen werden. 'Äbvt das protestantische Baik von Frank­furt steht ^bTcr Sache mit Beget.erung gegenüber und gibt Zhnen bet Zhrem Wirten die besten Lümche mu auf den Weg."

Fm Auftrage der Staatsregicrung üo.-rbrachte deren Grüße Polizcipräfident Riesz von Sckeuernschlos Zm Namen der theologischen Fakultäten b: r Universitäten Marburg, H eidelbcrg und Gießen sprach Professor Bornhätiier Marburg. Tu cvangeäch-tdeologiichen Fakul täten feien dem Gustar Adolf-Verein ju gan; bcionbtr.m Taufe Deip lichtet. Zn dem Bilde der deut'chcn Xirchengefchichte, da- sie ihren Hörern malen, öürre der herein mtb: fehlen Tic Mitarbeit an dem Gui.ar .ldotf-Verein gehöre zu den Pflichten, nicht bloß zu ben ti.bbabrreien des ereingcliid)..: L'arrer-. Tic Fatulläien dursten über der wtffcnfcbast.ichen Arbeit nfemal-- die Betonung des Zu'ammcnhanges des P'arrers mit btr 0c» nnb überlegenen Gegner bedürfe die crangelifche Kirche eines idjcrfcn geistigen Ru'tzcugcs, nnb bie coangelischcn Fakuliäten hatuii ec- ihr zu schassen. Tarum müsse tinc enge Fübinng zwischen Gemeinde und Psarrer bestehen, und diese cnge Fühlung bciorgc der Verein, in t:r.i 0CTÜ*ig>: unj La.?n i_> -,u ummen» ivangcn ic.cn FatuUarcn oas schöne Vcr^.mrs _ ß.^eni.ui^er. Gebens und Nehmens T-.c Redner wünscht, daß dieses B<r- haltms aua) in Zumnjt weiter bestehen blecken mochte,

Nach wetteren Begrüsung.'an'prachen wurden die Verband« lungen am Sonntag vertag!.

Tie Hauptversammlung bar an ben Sfaiiex folgendech Huldigungstelegram ut gesandt:

Eurer Xaverlichen und königlichen Matestät. dem treuen evangelischen u61 nun, dem Sck'iiml ernt unserer Gustav Adost- Arbeit, dem Brtd.uper der höchsten Gmei ,eines Voltes, bringt die in der allen Mauerttabi lageitde 63. .vaupcumdmmlunq des Erangelifchen Vereins ber Gustav Adol'-Si>itung in imrnrr neuer Äaiieriraic ehrfiirchlsoolle Huldigung dar GoU j(»c Eure Maiestat, Zhie Matcstüt die Mdiartn und da» ganze xvnighi^c Haus zum Segen des Baterlandee

Den Schluß des ersten Festtages bildeten FestgoUesbienste in der staibarmenkliche und der historischen Paul»kitche, in denen 0tii<ialiupfrinifnCfnt L'berhvfvrebrger Moeller Maffei und Univerfitätsprofef'or ! Bane 1 Heidelberg vredigicn Anr Abend fand eine öffentliche volkstünillck'e Vertammlung un großen Saal des .'tauinidnnifdnm Vercinshaii'es stall Ter Poriivendc Profevor Rcndtorik Leipzig! v-. die Erfchienenen n tarn nun und wies daran' hin. daß in her i^ustav-Adolf-Sache bic Schranken der pnjdjitbcnni evangelischen Bekennmiife gefall 11 fciyi. Darauf schilderlen eine Reihe von Tiafporapfaerern bie Lage ihrer Gemeinden unter dem Versprechen der treuen F-est- halltns am evangelifchen Glaube» Sämtliche Redner >oußlen zu biridjteii, daß die evangelische Sack»e in ihren Ländern Forl- läirittc mache Fn feinem Schlußwort stellte brr Voistunde fest, daß dn cvangcluche Sache nicht tot sei, wie von rbmifther Scue behauptet iverde Man werde dafür forgen, baß ju auch in Zukumt vorwärts schrote.

5 r a 11 H u r tv 24. Sept.

Teil heutigen zweii.n Festtag der Haiiplverfammlung leiiihrt Fcstgolte-ditnste in allen evan-ielischen »tirchen des MviiiiHorial» bezirk» Franksurt rin. Zu Festvredigern waren Tidfporagciühdje geivahlt ivorben, die in ihren Anipiachrn die Bedeutung bei Gnstai'- Adolf Sache betonten. Daran schlossen sich Kindergoltrsdirnst.- in allen nirchen Befondereo Znteresie faub der stindergotlesdi'int oci Pauls und Mßtbarmrn Gemeinde in der Paulolirdie, den der bekannte >linbervastor Zu n l cd ^Bremen abhielt. Er Daum bekanntlich seil Zähren mii Erfolg vor den dcutsdicn Minbern die burd ans rorbentlid) erli >g- reiche Sammluiigen unter ben evangeluchni 5linbcrn viel zur Ver­breitung der Tätigkeit des Gustav Advls Vereins beigetragcn.

Ilm 4 Uhr nachmittags versammelten sich die Festteilnehmce zur ersten össentllche» Hauptversammlung in der deutschen evangelisch mormierlcn Mirdx am Großen Frauenmarlt. Aach einem einleitenden Crflclvorlrag nahm bet Voriilicndc dcs

Ural Hartung <L ; u*1 das Wart zu einer bemerkenswerten Begrüßung» und Fefl- unfpradic, in brr er auch pohmd-c Ausführungen einflochl Ter Rediiii gedachle auch dcs Huuil»<iden» des lahrjchntrlang als Schriftführer tätig gewesenen Pastor Hölscher Leipng und des Jmidancr Supciinlcndentcn Geheimen >iiichenrai.> Meyer, Oi» vollslumlichsteii unter den Vorkampsern des deutschen Pro- leflanlismus, dem es vor anderen zu danken sei, wenn die evange- lud c Üi wegung ui C(st rn ich t

hiitszug, der um bie Zeit ber Gründung der Stiftung durch unirr Volk ging, habe in biefcr Arbeit seine Erfüllung gesunden. Nicht al» ob da» eintgende Band nur ober auch nur vornehmlich aus deutschen Faden gewoben gewesen wäre; es schrn,cii and» die Jeden glüdlich vorüber zu sein, in bcnai patlameiUoiiid c Berichte und allerlei Schristen und Reden nnberlegt werben mußten, nach welchen das Werk dcs Ochstav-Adolf-Bereins ein germaniiiercndes genannt wurde. Viclmehr habe gerade brr Gustav-Adolf-Verein es erfahre», daß es eine Gcmemschatt ivaiige- fischen Glaubens gebe über die Grenzen der Staaten hinaus. Ter deutsche Protestantismus aber bürte mit bem Gustav-Abo!' - Verein bic Bunbesiahne vor allen tragen, denn von ihm gehe bic Frucht solcher Einigung aus. Fretlid) trotz dieser Einrnütigkiit vcrid.lfierc man sich un Gustav Adol' Verein die Probleme nidit, mit denen bie .Uirche ringe und bic bange Frage tauche aus, ob cs gelingen lverde, die Kirche in ihrer gegenwärtigen Gestalt sc st zu halten. Doch mit dem Giittao Adoli-Berrin steige ein neues Morgenrot auch für die Jbraie au:. Ta» Einigen des Vereins liege gerade auch in der erziehe­rischen Arbeit Man hat wohl den größten Sohn die» er Stadt als Träger einer neuen Religion des Zdcalismus barid;- nct, die über dem Unterschied ttcr Monufiunnn stchr. Zn Goethe,chcm Sinne ist das sicherlich nicht Lcbhatter Beifall ) Tenn er Hai, 'ras ihm bas höchste war, in wahrhaft protestantischem Sinne ge- zeigt unb der ber dritten Sakulartcicr der Religion, zu bereit vierter wir uns rüsten, nut unter ben Feiernden geftaubct. Redner wendet sich dagegen, daß bie 0uüar Adoli Stistung in eine burcaukratischc Form verfallen könne und die 1 pater en Geschlechtir lässig mache, daß sie nur vom Erbe der Väter lebten. Wir sind ein Volk, ein deutsches christliches Volk, trotz der konscsiwnclliii Svallunz, die uns nun Wetteiser ,um Beilen de» Ganzen an- treiben |oll. Tic Völker um uns haben das enabren und auch in dem stampfe um unsere heiligsten Güler möchte es ofmbar werben: Wir sind ein Bott, vunbrrttauicnoc unserer katholucht» Bruder bekunden c» mit un», ein Volk und wollen es bleiben. Stürmischer Beifall.oct unser konsef ionelleS häusliches Leben, bas wollen wir uns durch den Gustav Adolf Verein starke» uns immer behaglicher machen Der Redner schließt: Gustav-^ldoli- Stiftung, du Erbe der Väter, du Tochtor ort Reformation, ue- gewurzelt im heiligen Grunde des Evangeliums, stehe fest uno unbeweglich, du gesegneter freier Sohn des Protestantismus. Set zukunftsroh in dem Werke, das dir Gott übertragen hat, nimm immer zu im Werke des Herrn und mvu, daß deine Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. 1 Stürmischer, anhaltenocc Bcisall.)

Hierauf erstattete der Schrif.führcr Professor Tr. Rend- torff Leipzig den Bahr.-b.tick!, ter ein an,chaulick>-.s Bitt» der Liebcstatigteit des Vereine bictei Es wird dann au. n-fuhrt: Nur wenige ihx Uincrbcmschcn Ardeus cloer fordern die Tmigkit des Geiamwerems. Dazu gehört neben den Znoustricgcbteten von Rheinland un^ ^cfralen du große Twpora in Bao er n rechts des Rheins. Ihr ist inrrd» bic fogenanntc Steuer'nnodc vom Zabre 19U*J eine grworoen, inc fie nach jabrelangem Warten ax.-ut dankbar begrüßt bar :'iu:l gfr; fdKint in per letzten Zeck hier und da ün polnisch durchsetzten L ste n sich cmnistcn zu wollen. HofsnungsA igkeit und Resignation, ob doch alles stämpicn uno Aushal!i.n schließlich vergeblich bleiben müsse und das alimäbhtfcc Ueder'luterwerc-c.i unvermeidlich sc. Da fall es C£.n Gustav ildolf Berem d.'pv.ll ernste . ,i-iu >e bleckvn, b-.n Glaubmsgruof-cn der deutschen Li.r.^u durch . _ Tat zu z-.gcii, daß ,u nütit vergessen uno vertäuen suio. Tic evanselliche Bewegung in Lester reich bat nicht uillgestanden. Zni Haiu-^Lijabc 1U10 sind 31V0 Personen > ur <t?anp^ lischenstircheübergetreten, davon 469.. _ - oci ic

getreten. Ter c-urr ikbcnritlc ocroorgerji.-nc neue Zuwachs der eoangeli chen .- trc-c rm Fahre 1910 berräat also 3761 Ver-