Ahin, BtthltV r Äorti e Wtei, »nlflnjt G dem
er bereu e jedes nt einen “! benn, i Blocks, stender
ir neue, wird und
W Beu Korell in
gemein- inb durch
A tiseml«
iftr/d.
rin brafiL
WÄoqtt
Matz », Daxt
. hatten sich zatzeMkM
ll*
ssen
iann StelnjW“
21. Mär» M bonn.-$orftta
11. Teil
‘“(SibelOto 22. März 19H bonn..Lori>e>1M
11. Teil ^ndeö^
A.M
inen W°rtc° ten Vortrag ^Geschrei iaeB>^ »«•£ Bl*"*’ di w't B1n überg"1^”:
Bl.
16V Jahrgang
Sweller Blatt
HL 6Z
Hrschelnl ttt§0ch mfl Hnfrmfrne btfl
Die „ckleßener $*etlieibl4ttn,‘ werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beifdeflt, dal '.Kreisblatt fir btt Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Die „l4mbelrWftli$te äett- tragen" erscheinen monatlich zweimal.
Deutsche» llcicb.
Das „Hamburger Fremdenblatt"' meldet, daß ein Engländer und vier einheimische Personen verhaftet worden sind, die in dem dringenden Verdacht stehen, genaue Angaben über die auf den Hamburger und Bremer Äerften im Bau befindlichen Kriegsschiffe nach England zu liefern. Zu der Angelegenheit verlautet, daß schon seit acht Tagen die Festnahme einer Persönlichkeit vorbereitet war, die im Verdachte der Hochstapelei stand. Die Hamburger Kriminalpolizei nahm dann eine Person fest, jedoch sollen jetzt die Verdachtsgründe sich als nicht stichhaltig erwiesen haben, so daß sie wahrscheinlich wieder auf freien Fuß gesetzt wird. _
Aus M ar bürg wird uns berichtet: Dr. OttoBockel hat folgende Erklärung erlassen.
Um allen Mißverständnissen vo '-,ubeugen, erkläre ich hiermi: öffentlich, daß ich als Rei.i stagökandidat für den Wahlkreis Marburg-üirchhain-Frankenburg wieder auftrete und meine. Kandidatur unter allen Umständen auf-
Zum Besuch des deutschen Kaiferpaars in Wien.
Wien, 18. März. Tie „Korrespondenz Wilhelm" meldet: Der Erzherzog-Thronfolger und Gemahlin, Herzogin von Hohenberg, unterbrechen ihren Aufenthalt in Brioni und treffen am 23. März abends 'm Wien ein, um daS deutsche Kaiserpaar, den Prinzen Joachim und die Prinzesstn Viktoria Luise am 24. März hier zu begrüßen. Arn 25. März kehren sie nach Brioni zurück. Aus Anlaß des Besuches deS Kronprinzenpaares am 9. April wird der Erzherzog Thronfolger und Gemahlin wiederum in Wien sein. Prinz Joachim von Preußen fährt am 24. März nach der 91 breite seiner Eltern vom Nordbahnhof nach Berlin. Die Tafel am 24. März im Schönbrunner Schlöffe sindet um 7 Uhr abends statt.
Montag, 20. märj M
Rotansnedruck und Verlag der Br üblichen Universität^ - Buch- und oteinbrudcteL 9L Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Scbul- straße 7. Expedition und Verlag: eä^bl. Redaktion.«^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGieven.
benot, die prinzipiell uni dem iwn der Regierung ein geschlagenen Wog einverstanden sind, wird aber ibic Gefahr einer f o I d> e n Taktik nicht verborgen bleiben.
Nachdem der Bundesrat unter entxbicbener Ablehnung der aus raten lebenslänglichen SttaMhalter und emen selbstandtgen Bundesstatt gervchleten Anträge die Verleihung von brct Bundcs- ratsstimmen an Elsatz-Lothringen vorgeschtagcn bot, könnte man erwarteit, daß die große Bedeuiung dieser Verlcthung von gebeut, der die weitere Entwicklung des Relchsüntdes zu grötzerer selbst- ständigkeit ehrlich wü n s ch t, richtig gewürdigt würde Voraussetzung für ein günstiges Resultat der weiteren Beratung der Verfassungsreform ist aber, daß die Wunsche, bic über dte Gesetzesvorlage der verbündeten Regierungen bmausgehen, zuruckgestellt werden. Die Bedeutung solcher, das Budgetrecht, die erst? Kammer imb das Wahlrecht beircssenden Wünsche, stehr m temem Verhältnis zur Bedeutung dessen, was die Elsaß-Lothrmger nach den Vorschlägen der Reichslcitung, erlangen sollen. Es unter liegt keinem Zweifel, daß der Versuch, Sonderwünsche zu tor> eieren, aus den entschiedensten Arderstand der r^rbundetcn Regierungen swßcn und das Scheitern der Vorläge zur Folge haben würde. Die Verantwortung für diesen ?lnsgang, der die EMwicklung des Reichvlandes zur «L-elbständlgteu aus lange 3eit hmaus in Frage stellest müßte siele dann ntcht den verbündeten Regierungen zu. Weim die Poltttk der Sinn sur das Mögliche und die Gabe ist. Wesentliches von dem Unwesent- lieben zu unterscheiden, so wird der Politiker das ^vesentltche, das heute nröglirf) ist, nicht nur durch das Unmögliche, das un- wesentlich ist, gefährden können. Das sollten dte ausrichttg an der Berfassungsresorm interessierten Elsaß-Lothrrnger beben Kn und anstatt den Bogeit zu überspaimen, umgekehrt da Hut wirkest, daß den Parteien im Reichstage, die in gemeinsamer Arbeit mit der Regierung das Reformwerk zu Stande bringen wollen, dte crforbcrlufcr Zurückhaltung in den Anträgen nicht ericknoert wird.
Statiftif der Nrastsahrzeuge
Im ersten Bierteljachrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs werden die Ergebnisse der Zählung der Kraftfahrzeuge int Deutschen Reiche vom 1. Januar 1911, Angaben über den Verkehr außerdeutscher Kraftfahrzeuge un 3teuhs- □ebiete sowie eine Statistik der zur amtlichen Kenntnis gefugten schädigenden Ereignisse beim Verkehr mit 'Irajtsahrzeugen, endlich eine vergleichende Darstellung zwi- ichen der Kraftfahrzeugs b e st a n d s - und Unfallstatistik m einer größeren Anzahl von Zusammenstellungen ver- ö ssen tltcht.
Am 1. Januar d Js. wurden 57 805 Kraftfahrzeuge tn Deutschland gezählt, von denen 53 478 (--- 92,5 v. H.) zur Personenbesörderung und 4327 (= 7,5 v. H.) zur Lasten beförderung dienten. Unter den zur Personenbeförderung dienenden Fahrzeugen befinden sich 20 584 Krafträder ,v 38ch v. H ). Ihre Zahl ist gegen das Vorfahr, in welchem die Krafträder 47,5 v. H. der Personensahrzeuge ausmachten, um etwa 2000 (auf 38,5 v. H. )gesunken. Von den leichten Kraftwagen bis zu 8 PS. wurden 13 758 (— 25,7 v. H.), von den nächst stärkeren bis zu 16 PS. 10511 (= 19,7 v. H.) und von Wagen bis zu 40 PS. 8177 (-- 15,3 v. H.) gezählt 448 Personenkraftwagen (-- 0,8 v. H.) hatten mehr als 10 PS. Gegen das Vorjahr haben die Wagen mit 8 bis 16 und mit 16 bis 40 PS. die stärkste Zunahme mit 3200 bzw. 3500 erfahren. Bon zur Lastenbeförderung dienenden 4327 Kraftwagen waren nur 121 Krafträder (= 2,8 v. H ), gegen das Vorjahr ist ihre Zahl um 75 gesunken. Die härteren Wagen dagegen haben durchweg eine Zunahme erfahren, die bei den mittelstarken Wagen von 8 bis 16 bzm. 16 bis 40 PS. 387 bzw. 627 beträgt.
Die Gesamtzahl aller Kraftfahrzeuge hat sich gegen das Vorjahr von 49 941 auf 57 805 um 7864 (--- 15,7 v. H.) gehoben. Ter Zuwachs in den einzelnen Bundesstaaten ;eigk recht erhebliche Unterschiede, er beträgt für Preußen 19,4 v. H., für Bayern 3,5 v. H., für Sachsen 15,7 v. H. und für Württemberg 12,1 v. H.
$on den zur Pers onen beförderung d.enenden Kraft- jahrzeugen wurden 585 (= 1,1 v. H.) im Dienste öffentlicher Skörben, 4210 (= 7,9 v. Jo.) im öffentlichen Fährverkehr, 19 Ä91 (-- 36,3 v. H.» für die Zwecke des Handelsgewerbes und sonstiger Gewerbebetriebe, 461 (= 0,9 v. H.) in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, 6115 (= 11,4 v. h.) für andere Berufszwecke, z. B. von Aerzten, Feldmessern usm. und 21469 (-- 40,1 v. H.) zu Bergnügungs- und Sport- Zwecken verwendet. Bon den zur La ft en beförderung dienenden Kraftfahrzeugen findet die weitaus größte Mehrzahl, nämlich 3849 (- 89,0 v. H.) im Handelsaewerbe und vi gctocrblidien Betrieben Verwendung. Im Besitz öffentlicher Behörden sind 270 (= 6,2 v. H.) Lastkraftsahrzeuge.
Zu vorübergehendem Aufenthalte gelangten ui das Reichsgebiet 15 309 Kraftfahrzeuge, davon kamen 5154 33,7 v. H.) ans Frankreich, 2780 (= 18,1 v. H.l aus
Lesterreich-Ungarn, 2063 (- 13,5 v. H.) aus der Schweiz und lU8 ( 11,9 v. H.) aus Belgien, 810 (--- 5,3 v. H.) aus
ländische Wagen stammten aus den Vereinigten Staaten.
Gießener Anzeiger
General-Anzeigek für Gberhejfen
Die Abrüfiungrsrage im ungar. Abgeordnetenhauje
Jetzt hat Sir Greys Abrüstungsrede auch schon im ungarischen Abgeordnetenhause Widerhall gefunden:
O f e n p e st, 18. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erinnerte der Abgeordnete Polonyi an die Jubelfeier der Unabhängigkeit Italiens, an der fast alle .Kulturvölker teilnehmen. Ungarn habe besonderen Anlaß, dieser Feier nicht fern zu bleiben, ba ja an der Erkämpfung der italienischen Unabhängigkeit auch ungarische Helden mitgewirkt hätten. Er ersuche das Präsidium, Vorschläge zu unterbreiten, in welcher Weise Ungarn an der Jubelfeier teilnehmen soll. Der Präsident antwortete, er werde in der nächsten Sitzung diesbezügliche Vorschläge unterbreiten. (Lebhafter Beifall.)
Abgeordneter Hollo fragte wegen der Ab rÜst un gs - rr a g e im Zusammenhang mit der Rede Sir Edward Greys, die die ganze öffentliche Meinung Oesterreich- Ungarns freudig ausgenommen habe. Diese wünsche auch ehr, daß Schritte, die in dieser Richtung getan würden, baldigst von Erfolg gekrönt sein möchten. Der Redner ragte den Ministerpräsidenten, ob er geneigt sei, unter Mitwirkung des Ministers des Aeußern geeignete Schritte zu unternehmen, damit im Einvernehmen mit den Bundesgenossen eine weitere Steigerung der Heeres- und Flotten- ansgaben hintangehalten werde.
Dei' Ministerpräsident erfiärte, die Ausführungen Greys seien überaus erfreulich. Die Flottenrüstungen Oesterreich-Ungarns seien keineswegs auf den Wettbewerb mit Italien zurückzuführen. Die Entwicklung der Flotte Oesterreich-Ungarns, die eben erst von den Delegationen beschlossen worden sei, habe hauptsächlich das Ziel, sie Küstenverteidiguna in ein richtiges Verhältnis mit den Flottenverstärkungen der südlichen Mächte zu bringen. Irgendwelcher Wettbewerb mit Italien sei ganz ausgeschlossen, da auch die italienische Flotte ganz an- >erc Ziele und Ausgaben habe, als die österreichisch-ungarische, auch vom Standpunkt aus, daß Italien eine weit
größere Küste zu verteidiaen habe als Oesterreich. Die amtlichen Kreise Oesterreich-Ungarns und Italiens seien von gegenseitigen Friedensabsichten und ihrem Willen zum Frie- >en vollständig überzeugt. Es sei nur bedauerlich, daß n die große öffentliche Meinuna, speziell Italiens, diese Geneigtheit zum Frieden nicht durchdringt, hauptsächlich deshalb, weil ein gewisser Teil der italienischen Presse noch immer eine gewisse Beunruhigung Hervorruse. Augenblicklich sei zu einer Initiative absolut kein Anlaß vorhanden. (Lebhafter Beifalb)
Ach!« Hauptversammlung derLandwirtschas.'skammer.
Darmstadt, 18. März. In der heutigen, um 9hg Uhr eröffneten Sitzung wurde nach Erledigung Der Restkapitel bti» Voranschlags mit Beratung der übrigen "Punkte der Tagesoro-, nuug begonnen. Punkt 6 der Tagesordnung betrifft den Au« lauf von Gelände zur Anlage eines Schnitt und Muster- weinbergs bei Bensheim. Der Generalsekretär teilte mit, daß auf Antrag des Ausschusses für Starkenburg in der Gemarkung Bensheim ein Grundstück von 1182 qm zum Preise von 5000 Mk. erworben werden solle, auf dem die Anlage eines Schnitt- und Musterweinbergs erfolgt, der nicht nur zu Belehrungszwecken notwendig erscheine, sondern auch, um die Vermehrung der Moselrieslingsrebe zu ermöglichen, da deren Einführung durch das Reblausgesetz äußerst erschwert, bezw. unmöglich gemacht sei. Die Anlage von Weinbergen mit Moselriesling sei erwünscht.
Herr Schätzel unterstützt den Antrag des Vorstandes. Er ist der Ansicht, daß man stets dafür sorgen müsse, in alfat Provinzen gesundes Pflanzenmaterial zu haben. Die Bezüge von auswärts hätten sich nicht bewährt. Der Bezirk Bensheim! sei gesund und deshalb empfehle sich die Anlage, wie ähnliche Anlagen, auch für andere Gegenden.
Nach weiterer Empfehlung des Antrags durch Herrn Roemär wird er angenommen.
lieber die Errichtung einer Musterobstpflanzung in Bensheim berichtet Herr Walter. Der Vorstand hat diese Anlage beschlossen zwecks Förderung des Obst- und Gemüsebaus. Das ausgewählte Feld bei Bräsheim hat eine Größe von 58 972 Hektar und soll auf die Dauer von 50 Jahren zunt Preis von 450 Mark das Jahr an die Landwirtschaftskammer verpachtet werden. Zwecks Durchführung der Anlage würden für 1911 200 Mark, für 1912 rund 12 000 Mark, für 1913 rund 4000 Mark und für die folgenden 4 Jahre je> 3150 Mark erforderlich sein,- so daß, ba man in in diesen sechs Jahren eine Einnahme von ca. 6800 Mark erwartet, im ganzen 24 000 Mark Ausgabe erforderlich wird. Ter Ausschutz setzt große Hoffnung auf diese Anlage und glaubt, daß sie sich in kurzer Zeit rentieren würde.
Abg. Breidenbach hegt Bedenken gegen eine so große Anlage von ca. 24 Morgen und bedauert, daß die Sache nicht vorher in der betreffenden Kommission beraten worden ist. Redner empfiehlt die Ablehnung der Forderung, da die Kosten zu groß werden würden und wünscht dafür eine bessere Pflege der bereits bestehenden Obstanlagen.
Herr Kautzer erklärt, daß er, trotzdem er Vertreter des in Frage kommenden Bezirks sei, gegen den Antrag stimmen würde, aber nicht aus Sparsamkeitsgründen, sondern weil et das ausgesuchte Terrain für zu feucht und deshalb für ungeeignet halte. Man sollte an anderer Stelle erst einmal mit ca. 10 Morgen einen Versuch machen.
Herr Dr. Dehlinger hält gleichfalls die Anlage für zu groß projektiert, während der Generalsekretär und her Bericht-
recht erhalten werde; ein Rücktritt ist für mich gänzlich ausgeschlossen. ______
Ausland.
InWien fanden am Sonntag in ganz Oesterreich Vc ämmlungcn von Frauen zugunsten des Frauen- Wahlrechts statt. An der Wiener Versammlung nahmen etwa ±000 Frauen teil, die nachher in vollständiger Ruhe über die Ringstraße zogen und das Wahlrcchtslied sangen.
In der russischen R e i ch s d n m a stand am Samstag der Voranschlag des W e g c b a u nt i n i |t e rin m s zur Beratung. Ter Vertreter des Ministeriums sühne aus, es ei ein Programm zur Besserung d e r W a s s e r ■» kraßen ausgearbeitet, für das in den nächsten Jahren 200 Millionen erforderlich seien. erster Suite tehe der Kau all» au zwischen den Flüssen Sibiriens und Europas in Aussicht. — Im Lause der Aussprache wurde auf die Besserung der Eiscnbaynbilanz und die P^vglich- feit hingewiesen, daß in Zukunft das Budget der Staats^ bahnen fein Defizit aufweisen werde. Ter Berichterstatter wies ferner auf die Mißbräuche und II n t e r f di l a g u nge it der Bahnbeamten hin, iütid^e so eingewurzelt seien, daß selbst die zur Verfolgung der Mißstände Verpslichteten nicht imstande seien, sie au^zurotten. Der Regieruilgsvertreter erwiderte auf die Ausführungen, das Ministerium kämpfe ohne Nachsidst gegen die Mißbräuche im Eisenbahnwesen und scheue nicht, selbst l>öhere Beamte zur Rechenschaft zu ziehen und den Geridsten zu übergeben. Eine Besserung sei aud) von einer moralischen Einwirkung zu erhoffen, welche von der Duma ausgehe, von deren Rednertribüne der Aufruf ergehe, dem Vaterlande treu und redlich zu dienen. (Beifall im Zentrum.) Tie Duma nahm schließlich alle Positionen des Voranschlags an.
Die türkische Kamme r verhandelte am Samstag über das neun Millionen Pfund betragende Krieg s bud- get. Der Kriegsminister wies den Vorwurf zurück, daß die Türkei übertriebene Kriegsausgaben mache. Die neue Türkei gebe 5V3 Millionen mehr für die Landarmee aus, als das alle Regime. Diese Summe verwendete sie für die N e u b i l b u n g von 105 Bataillonen, 44 Feldartilleriebatterien, 23 Gebirasbatterien, 93 Maschinengewehrabtei- lungen, 53 Grenzkompagnien, sowie zum Neubau der Kasernen in Janina und Adrianopel und für die Befestigung von Skutari in Albanien. Alles geschehe ausschließlich für Berteidigungszwecke. Die Türkei hege keine agressiven Tendenzen. •
Von den Dardanellen wird gemeldet: Der Boykott gegen die Griech e n hat wieder sehr scharfeFor - men angenommen. Durch Anschlagszettel werden die Türken aufgefordert, griedsische Sd)fiie unb Geschäfte zu boykottieren. Dieselbeic ^Nachrichten treffen aus Brussa ein. In Smyrna verbot das Komitee streng, griechische Arbeiter bei Löschung der Schiffe zu verwenden.
Der Wortlaut des Vertrages über den Weit erb au der Bagdadbahn bis Bagdad gilt, so wird aus Konstantinopel gemeldet, als definitiv vereinbart, da der letzte Ministerrat den Vertragsentwurf endgültig genehmigte. Wie aus türkischer Quelle bekannt wurde, übernimmt es die Bagdadbahngesellschast, die Strecke El Helis-Bagdad innerhalb fünf Jahren zu bauen. Die GeselMast verzichtet auf die frühere Klausel, daß der Ertrag einer vierprozeu- rigen Zollerhöhung^als Sicherheit für die Kilometergarantie dienen solle. Die Strecke El Heltj-Bagdad wird aus den Ueberschüssen der Einnahmen, welche für die Garantie der bisherigen Strecke verpfändet waren, geleistet. Der Vertrag bedarf nicht der Genehmigung der Kammer, da er denr Schatze keine neue Lasten auferlegt.
Zur amtlichen Kenntnis gelangten 6774 Unfälle, an denen 7158 Kraftfahrzeuge beteiligt waren. Hon den Besitzern wurden 68,91 (= 96,3 v. H.) ermittelt und 267 (= 3,7 v. H.) blieben unbekannt. Von den Führern wurden 6488 (- 90,6 v. H.) ohne weiteres festgestellt, 149 (= 2,1 v. H.) versuchten zu entfliehen und 521 (= 7,3 v. H.) entzogen sich der Feststellung ihrer Person durch die Flucht.
Gegen 607 Personen, und zwar 515 Kraflfahrzeugführer und 92 dritte Personen, wurden Polizeistrasen festgesetzt. GerichtllcheStrafverfahren wurden g-gen 19 31 Personen eingeleitet, davon waren 1766 Führer und 151 dritte Personen, in 14 Fällen richtete sich das Verfahren gegen Unbekannt. Bei den Unfällen, an weldwn Kraftfahrzeuge beteiligt waren, wurde n 3651 Personen und zwar 245 (--- 6,7 v H.) Führer, 641 (--- 17,6 v. H.) Insassen der 'Kraftfahrzeuge und 2765 (= 75,7 v. H.) dritte Personen verletzt Getötet wurden außerdem 278 Personen, darunter 23 (= 8,3 v. H.) Führer und 32 (= 11,5 v. H.) Jnsafien und 223 (= 80,2 v. H.) dritte Personen. Der Gesamtfachschaden betrug 1220 950 Mark, davon entfiel der weitaus größere Teil, nämlich 1009 844 Mk. (= 82,7 v. H.) auf die Besitzer der beteiligten Kraftsahrzeuge, während ein Schaden von 211106 Mk. (= 17,3 v. H.) dritten Personen erwuchs.
Von 100 zur Personenbeförderung dienenden Kraftfahrzeugen waren 11,5, von 103 Lastfahrzeugen 13,4, von 100 sämtlicher Kraftfahrzeuge 11,7 an Unfällen beteiligt. Am wenigsten Unfälle ereigneten sich beim Verkehr mit Krafträdern zur Personeube örberung, 20584 solcher Fahr- ' ' men "im an 209 Uns' l en teil, auf 103 Pe fönen» krafträder entsällt somit nur ein Unfall. Von 103 leichten Wibii.iuraiuuagcu bis 8 PS. waren 10,1, von 100 der nächst ftärtcren bis 16 PS. 26,3, von 100 Wagen mit 16 bis 40 PS. 22,7 und von 103 noch stärkeren Wagen 10,9 an Unfällen beteiligt. Im Laslenv.r ehr haben sich de Krafträder nicht so ungefährlich gezeigt. Hier entfallen auf 121 Krafträder 22 Unfälle oder auf 100 — 18,2.
(Eine Zurückweisung der elsah-Iothringischen wünsche durch die Regierung.
Wir haben die weitgehenden und von vornherein undurchführbaren Forderungen, die im elsaß-lothringischen Landesausschuß mittlerweile durchgedrungen sind, vor einigen Tagen mitgeteilt. Die Regierung hat bereits die rechte Antwort darauf erteilt und wieder einmal daran hingewiesen, daß durch solch unbesonnenes Gebahren die Vorlage am Ende ganz scheitern würde.
Die „Rordd. Ällg. Ztg." schreibt:
Ter elsaß-lothringisebe Landesausschuß nahm am Donnerstag einen Antrag an, der bezüglich der Verfassungsreform eine Reihe radikaler Forderungen ausstellt, über deren Unannehmbarkeit sich auch die Urheber des Antrages keinem Zweifel hingeben dürfen Wenn die elsaß-lothringischen Elemente, die im Lande Unzufriedenheit und sich Agitationsswff erhalten '.vollen, Heien Radikalismus nach Mräften schären, um die Vorlage zu »Fall zu bringen, so mag das taktisch verständlich sein. Allen


