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20/03/1911 Erstes Blatt
 
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Chauffeurschule

Bingen u. Rh. hv!*/e Staatsaufsicht. Prosp. frei.

Eine Vergewaltigung der Redesrerhett

Am Dienstag wählen Wir

Dr. Ferdinand Werner-Butzbach

Mineral-Wasser

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| Emil Fischbach

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Willi. Arnold

K. Hoilielernnt Ascliallenbiirg.

ti Lorj ah pöbelt qt recht

Giessen

Direktion: Hermann Stelngoetter.

Dienstag den 21. März 1911

20. Mittwoch-lSllwnn.-Vorstellung

Faust I. Teil

1. Abend.

Anfang 7 Uhr. Ende 10 Uhr, Mittwoch den 22. März 1911 21. Mittwoch - Abonn. üBor Heilung

Faust I. Teil

2. Abend. aw/i

Anfang 7 Uhr. Ende 9»/, Uhr.

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In letzter Stunde!

Wähler der Jiorlschrillkichen Wolkspartei!

e?n allen Tonarten wird von den Anhängern der KandidaturWerner" die Melodie gesungen:Jeder Wähler, der seit?Vaterland liebe, der dem Kaiser die Treue halten wolle, müsse den Dr. Ferdinand Werner-Butzbach wählen.

Die Freisinnigen, die mau vor der Hanplwahl mit Schmutz und Kot bewarf, deren verdienten Führer Korell man mit Moidbrenneru »nd Bombenwerfern auf eine Stufe stellte, sind jetzt auf einmal wieder eine bürgerliche Partei, die mit Recht ihrer politischen Ueberzengung durch Abgabe ihres Stimmzettels Ausdruck verliehen hat; ja man verlangt von ihr, das; sie alle Schmähungen vergessen soll, die ihr zugefügt wurden und angeblich im nationalen ^utereße dem ^"^^"Man"weiß wirklich nicht,soll man hier die Naivität der Anhänger des Kerrn Werner oder deren Unverhöreubeit^buvandern. jcbc§ Anhängers der fortschrittlichen Woll-spartei wie jedes

wirklich liberalen Mannes sich zu vergegenwärtigen, daß es nur nnnalional ist, rm letzlgen Moment etnen Anhänger des Ichmarzhiauen Alloäis, der Herr Werner trotz allen Abieugnens rft und blerbt, zu Zahlen, denn, wie die sämllichen seitherigen Nachwahlen beweisen, ist nur durch die unheilvolle F'okilth dieses schwarzblauen Blocks, der unter Mißbranch des schönen WortsFinanzreform" dem DolK eine 9ktlje ungerechter, schwer belastender Stenern aut erlegt hat, die Sozialdemokratie so gewachsen. . c

Wer also seine Slimme Kerrn ISerner gibt, der bei einer in Kurze unvermeidlichen Finanzreform für neue, die Kleinen belastende indirekte Stenern stimmen wird, sorgt dafür, daß der Zlnwllle im Yoltr em größerer wird und fördert damit die Endziele der Lorialdemolrrat'e. m

Während in den Hochburgen des Antiseinitismns, der sich jetzt den besser klingenden NamenWntschastlnhe Ver­einigung" beigelegt hat, die Sozialdeniokralte iiberall zugenommen hat, ist durch die Arbeit unseres Freundes Korell in Wieseck und anderen Arbeiterorteu die Stimmenzahl der Sozialdemokratie wesentlich zurückgegaugen.

National und für das Wohl des Vaterlandes wählt also mir der, der dalür sorgt, daß der nement» schad'ichen Lätiglieit der reaktionär-nltraiuoittanen Majorität im Reichstag ein Ende gemacht und durch eine liberale Gesetjgebung die Zufriidetlheit im Volt wieder!,ergestellt wird.

Hierzu beitragen kann aber jeder Wähler nur dadurch, daß er sich entheben gegen den Antisemiten Werner wendet und seine Stimme abgibt dem Gegner der Junker und Psassen

FürLoUar

Um dem hier im Umlauf be­findlichen Gerücht den Boden zu ent.deben, erkläre ich, das; ich eine Kandidatur zur bcuorüebenben 'jk'incorbnctcnronbl nblebnc.

02106)__(< 1)v. Göttlich.

OffiOO) T. Schneiderin n. Stunden an. Laiidgraf-PhilipP Plab 8.

|< ^ämenbeil |! vorberung^ |F ^enben i

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[1*#, I -s von 26a gs Pnsone | üPS.

' ui) mit 16 voj nsahri ^Dagen y;m das ' iileren M '.ähren, d

KmknilllisskiilloilflollkM Georg Keckmann in Sich!

liefen, 20. März 1911. Die Vertranensmänner der fortschrittlichen Bolkspartei.

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I Gestern wurde ein brastl.

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von älter. Gesangverein in Gies;en

gesucht. Schrift! "Angebote bis verloren. Wiederbr. erb- Belohn, fpäteuend 27. I. Mts. unter 02207 1 022091 LudwigSplaß» «, vart.

an den Gießener Anzeiger erb. | bi Ai im 1

leisteten sieh am Sonntaa-Abend in Gießen in schlimmster Art die Sozialdemokraten In Steins Karten hatten sich mindestens 8001000 Personen eingefunden, um die Vorträge des Fabrikanten Schaumann-Mülheim und des Retchstagöabgeorductcu Handwerksmeisters llinnü zn hören.

Obgleich den Anwesenden durch deu Vorsitzenden Lehrer Kling freie Aussprache zugcsichcrt wurde, entstand schon bei seinen Worten »rosse Unruhe, die sich beim Vortrage des Herrn Schaumann zn solchem Skandal steigerte, daß dieser Redner seinen Vortrag Z ta abbrechen müßte. Ebenso erging es Herrn Abg. Raab. Auch er wurde am Sprechen durch das wüste Geschrei der Sozialdemokraten, die offenbar nach einem bestimmten Plan handelten, verhindert nnd mir IN Clltcnt Augenblick, als die sozialdemokratischen Schreier Atem holten, gelang cs ihm ein Hoch auf den Gr-ßhcrzog und den Kaiser auszubnngen dem sich das Lied DcMschland über alles" anschloß. Alle nationalqesinntcn stimmten freudig em. SS ie weit die bi utale Rucksichts .igkritÄX.ikr giU,cht -a-an- 6«w, 6«6 sie nid1( nur »en »enljrm neriWeit »n»«n .n i B»» untersätzen nach dem Vorstandstisch warfen und gegen ruhig gesinnte Bersammlutigsbesiicherzn Tätlichkeiten tibergmgen fic gegen die Tische stießen und was dergleichen Ausbrüche des rohesten Hasses mehr waren. 6 Schutzleute mußten beibeigcholt werden und mtdi sic konnten nur schwer die Ruhe wicdcrherstclleu. Die Sozialdemokratie aber hat wieder eiiimal gezeigt, als sie ihre wahre Natur so'enthülltc, WieRuht * nnd ..Fieil.eit- lischt fielt sein werden, wenn solche Leute etnst das Regiment ausuben sollten.

Die einzigerichtige Antwort die alle anständigen Wähler auf solchen Skandal geben Wird sein:

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Bankgeld wird geacn hnvotbekarische Sicher­heit an 1 auch an 2. Stelle zu billigstem Ainoiusz vergeben.

Schrtstl. Meldunaen unter 1796 an den Gießener Anzeiger erbet.