Die heutige Nummer umsatzt 14 Seiten.
rauf bi e Serfarn nUung au| einige /eit, und besitz es?was ja' natürlich ist, da Sie ja da» Wo^t von dem
Sur bevorstehenden Ztichwahl.
Morgen die Wahlscklacht, daher vermehrte Zuschriften' Leider scheint die gestrige Wählervcrsammlung tn Steins Karten in Meßet, sehr unruhig verlausen zu fein infolge ber •liabauluß einiger unreifer Besucher. Herr Krumm ent- acgnet Herrn Dr. Werner ziemlich fdjmi aus bessen Au-füh jungen in ber Samstag-Rurnmer. Wir rönnen nicht in Den Verdacht kommen, die sozialdemolratischen Zukunfls- träume unterstützen zu wollen, darum wollen wir auch vterrn Krumm ruhig zu Worte kommen lassen. Daß btc Lozialbemokraten ReiGSscinde in bem Ginne fuib, bas; ftc das Reich in seinem heutigen Zustanbe von Gründ au» umwälzen wollen, wird audi Herr Krumm nicht bestrebten, stellt man aber ein solchem unben an die Spitze seines Programms und tritt man demgeinätz auch für den Pölkcr- inei bei Internationale ein, so muß man sich einige Vor» ivürfc von vaterlänbisch gesinnten Leuten schon gefallen (allen. Auch Herr Dr. Werner bittet uns noch um Ausnahme eine» Schlußwortes. Auch einer Zllschrist des Herrn Oberst Lpohr, der sich als alter Solbat zum Wort gemeldet hat, wollen /toir die Ausnahme nicht versagen. Zunächst also die Berichte Über die neuesten Geschehnifsc:
Die letzte Wählerversammluag in (Sieben.
° Hatten die Ausführungen des Vortragenden schon vorher unter ständigen Zwischenrn,en zu le.be», so wuchs nun die Unruhe zum iuü|tcn Lärm, so da;; an ein Äeitcrrcben nicht mehr zu beiucn war. Auch ber Gesang utJcl)(ani,
Dcutschlaiid über aLcd' und „Die Wacht am Rhein , sowie ein Hoch aus das deutsche Vaterland tonnten an der Lage nichts ändern. (Sin »eil der Vei,auimlung überbot sich in Rusen aui Bectmann und stimmte b»e Arbeitcrinarseillaiii. an Rach bem oftizielicn odimn blich die Menge noch eine geraume Zeit, bis der Besitzer des SoalbauS Feierabend uot, woraus man sich alirnäglich entfernte. ,
Ob die Radaumacher ihrer Sache genutzt haben, ist jedenfalls sehr fraglich.
Die Antwort de» Herrn Krumm«
Herr Krumm schreibt UNS: . .
Gestatten Sie mir einige Worte ZU dem EiNgciandt deS Hcrrn Dr. Werner in Ihrer ge>irigcn Rninmcr:
Mich läßt eS lall, wenn Herr Dr. 30 e r n c r meine Kartei als ,,NcichSfeind e" beschimpsl Wir erfüllen genau wie auch Herr Dr. Werner innere Pilichten gegen daü Vaterland, zahlen Steuer, dienen als Soldat und wenn morgen baß Vater- lanb zu verteidigen wäre, würden wir genau so wie die '.'Inh- frmitrn Vir d-e>e» Vater lend 'ä,-psen mistsen. Rcichsscind* 1 i di ist es, wenn man es dem Auslande gegenüber so darstellt, als ob der dritte oder vierte Teil des dentfchen Volkes dem
als bann ber Rcbner zum zweiten Male sprach, schien (ich die Menge etwa» beruhigt zu haben. Als Handwerks* melfter und Gewerbtreibenber aus dem Arbeiterstand'her* aanaen, suchte ei nachzuweisen, tote gerade der . iittel stand am Tage bet 'Wahl die Pflicht habe, mit sich zu Rate iu gehen. Wenn auf allen Gebieten in den letzten Vahr zehnten ein Fortfchrciten toahrzunehmen sei, so weise bie Statistik bic unleugbare Tatsache auf, baß ein Gebiet rud "laubig fei: ber geiverbliche Mittelstand. Tte kleinen selb- laubigen Gewerbe bis zu fünf Arbeitskräften hatten m der Zeit von 189ö bis 1907 um rund 19 000 abgenommen, trotz der Tatsache, das; während dieses Zeitraum- die Bevölkerung des Deutschen Reichs um 14 Prozent gestiegen sei. Aber nicht bloß eine zahlenmäßige Abnahme sei feilgeitiut, die gewerblichen Betriebe seien auch heute nicht mehr so aut iimbiert wie srüher. Die Handwerksmeister feien viel- ach Iwischenmeister ber Großkonfektion gelvorben. Wie weit mau gckoinmen fei, daß zeige daß Beispiel ber 23er* lincr Möbelhänbler, bic ben einzelnen für sie arbeitanbcn Meistern verboten hätten, iit Zukunft bie Rainen an den Fuhrwerken anzubringcn. Die Ursache an dem 'Jhebergaiig ber Heinen Gewerbe fei iu der schranienloseii Gewerbe* freibeit zu suchen. Bei allen Versuchen, dem Mittels and zu Helsen, sei bic Sozialdemokratie hindernd in ben Weg
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als Marie sehr gut zum Ausdruck. In lustigem Gegensatz t.azn land die mundsertige Franziska, die von Lore ^cholz köstlich dargcstcllt wurde, bin netter, bescheidener Leutnant war Muri Goldberg, der immer dann einen schönen Erfolg l)ut, wenn rr natürlich bleibt und nicht forciert. Tie entsagungsuolle Milde, daß menschlich Große des Pfarrers Heffterdingk wurde von Marl Mar) schlicht und eindruclSvoll hervorgehoben. Rudolf Goll schien sich aiß Regierungsrat von fiel lei nicht recht wohl zu üblen, war aber doch der korrekte, bedächtige Weltmann, dem inen DerhLltnissi bic Flügel beschnitten hoben Von Den Übrigen sind Start Voleck csilcbo>, (hta Hiller trViati t.-.ihr-'»
ottt Hill 3berefe au mnmn. K
Ribelungcn-Jubiläum Die Geicknckste ber beul scheu Dichtung und die d.mlsche Bühne feiern in diesem Jahre eines der wichtigsten FünszigjalnS Jubiläen: denn vor fünfzig Jahren, 1861. iit Hebbels gewaltige R i bc l u n g e n t ri l o g i e> in der für bic Bühne geeigneten t^kflalt fertig geworden und hat in Weimar unter DmgclstebtS Leitung und in Anw senhcit cu-s Dichters ihre Feuertaufe erhalten. Der erste und
. 1861 mit unzwcitellmf m 1 folg gegeben: „eine Auiimrlfamk.it ünd eine Totensttllc", fchrclbl Hebbel, „als ob nicht von der Vergangenheit, sondern von der 'sukunst bic Rede iväre, und eine fest AitfaninieiigetyaUenr ii m -i(bett in। bie fchlietzlii Bühnengestaltung von „Shienil)ilbfl Rache"' in Den DcLrztagcn am 14. '.Rärz schreibt Hebbel an Dingelstedt: „ . ich habe den dritten Ribclungcntcil bcbanbdt wie die Grönland- t obrer den harpunierten Walfisch, auf dessen Dtücfen sie Jener anmachen, und schicke Dir daS behackte und behauene yjämftrum . . . zu Tie Lcinung meiner Hand oder vielmehr Jault wird Deine kühnsten PrtDartmiflen iibertresfen, denn ich habe nicht weniger aU 880 1
itnef dadurch III ein ii> kurze- verwandelt, baß eo die Schratt kew eines gewöhnlichen Dl-eaterabcndö um n.cbtd mehr überschreitet " Am 16 und ih. Ctai fand baut bi ei
samtwerles statt. „Unter der genialen Lettuna unb li beu I Pflege Franz Tingclsledtv" halt, u „den vollstauvigsten Lciulg." Bei dieser Ausführung wirkte Christine Hebbel als Strninhiid um h ( bann auch hj, Lusj
in Benin, J863 in Wien. „Tic Rib luitßcn tjuu n mehr br|u..| al i je ein Stück vott nur", lesen mir in Hebbels Tagebüchern, „in der
Das Batfel öer yautsarve.
Warum gibt eS weipe, gelbe, rote, braune, schwarzbraune Menschcurajsen? Mit die,er ebemo schwierigen als mterenanten Frage hat die Forschung sich reichlich beiajaituit — ohne zu einem betricbigenDcn ytejultat gelommen zu fein Man machte für die duntte Färbung mancher Menicgenranen hauptiachlrch tlimali|d)c (smilüijc (Die startere Sonnende,irahlung) verantwort^ lich, konnte lich aoer nicht verhehlen, bau diese Theorie hier und da auflallend vertagte. Reben diese alte D heorie ist NUN in allerletzter Zeit eine neue getreten, bic den Daupteinslust auf die Hauttärbung des Mcnsajen der Ral-rung zutchreibt.
In seiner Broschüre „Wik die Nrmemcheti erbliche Raffen färben erwarben uiid wie hc ihr Haanleid veiloren "mm A. Berg,eld darauf hin, baß ja auch im Tierreich Rahrung und Färbung des Getchöpies mitunter in Zusammenhang stehen. <do sollen ost Lachfe durch den in ihrer Lieblingsspciic, gewisioi Salz- und Süstwajsertruftazecn, cntl-altenen Farbstoff die rötliche Farbe Ihres FlciichcS erwerben. (Suenio wird bic Färbung mancher Rauven von der Farbe ihrer jeweiligen Futterptlanzc beeinflußt. In ähnlicher Wei,e solleii auch bic tn ber Nahrung dcS Menschen enthaltenen Farbftoffe in sein Blut übergehe» und von ba in ben Geweben abgelagert werben. UndJa lehrt nun diese neue Theorie, baß z. T. eine vorwiegend pilanzlichc, ui der Hauptsackje aus Früchten bestehende Molt eine bunfie bis schwärzliche Haut,arbe verursacht. Wir halten hier alio ben Hautton des Gorillas, des 'Jicactd, uitb ivo.jl auch des UrmciiiL eit, der ja auch säst ausichlicßlich von vegctabil>,cher Mou gelebt haben soll. Ter Farbnoii, ber bic stark buntlc Tönung der Haut hervorruft, wäre das m ben Fruchten enthaltene Mangan Es lammt hier zwar nur in geringen Mengen vor, verbindet fich aber mit dem reichlicher vorl-anoenen Eijen zu dunkelbraunem Manganei,en. Reger,.amme, b.i deren Ernährung auch Fleuch und Milch eine Rolle ivielen, sollen darum nie so dunkel icui wie bie andern, bie fast gänzlich von vegctabilucher . ost leben. Wie erklärt nun bic neue Lehre die meißc ^arbe bed «aukauerS, die gelbe des Mongolen, btc rötliche des ^notaners. Der letztere dankt seine rote Haut angeblich dem -blut der Beuteltiere, bai seine jagdirohen Par,ahren genosfen haben; denn bas Blut enthält ja den roten Blutiarbstoii, bas Humoglobin. -a- Gnv der Mongolen aber soll aus wlgende Wei,c enti.anocn sein. Cimge dunkelhautige a.rilanifche Fruchtejser wurden zu Hirten, iogin in bu Grasländer und Steppen Asiens und gingen über zur
So sieht der ,,'Vcrhöhnungskandibat" für Stadt und Latid Herr Dr. Wenter aus und ich muß ihm sagen: Wenn ein Sozialdemokrat in so würdeloser Weife um Stichwahlhilse jammerte, er wäre bei uns unmöglich.
Was liat denn Ihre Partei bisher getan Herr Dr.?
Einig war sic nur im Schutze des Großgründ*
Die Anhänger ber nanbioatur Werner hatten für j Sonntag abenb eine allgemeine Wählerversammlung m Ziems Garten in Gieße n anberaumt. Schon lange vor i bic Räumlichkeiten bis auf den letzten Platz, wie sich bald herausstelltc, zum großen Teil mit Gegnern, besetzt. Der Vorsitzende, Lcarer >t l i n g * Gießen, eröffnete qcaen VtÖ Uhr bic Versammlung, und raum g lang es ihm, Wort zu erteilen. Dieser, Kabritbesitzer Scljaumanti- Mülheim, hatte sich zum Thema: „Dte Inbustrie und bie Sozialbemotratic" genommen. Er führte aus, wie em erbitterter Kampf hinter ttnS liege, ber nächsten Dienstag tum vollständigen AuStrag gelange. Es tonne bet her Stichwahl für einen nationalen Wähler keine Frage sein, seine Stimme für Dr. Werner abzugeben. Die nniioiiaUibe» ralc Partei habe auch bementsprechend die Wail^arole ans acacben, uub lucnn auch bic iort,chriltliche V^lkspartri sich u? Beckmann entschieden habe, so habe er den -Übersicht
en Glauben, baß nut ein klein i Beil bei Partei 1 ■'''Ciiung folgen werde. Tas lonnten fie gar nicht, wenn iic über fegten, wie die Sozialdemokratie von jeher gegen bv£ fortschrittliche VollSpartei oorgegnngen sei. Unter Mgc, ui solcher Beschlug überhaüpl unmof
lich gewesen Man werfe feiner Partei vor, sie gehe nut dem senrrum zu,amme,i. Aber fei nicht Eugen Richter auch mit dem Zentrum gegangen? Und tn den letzten iagcii erst hätte bic Sozialdemokratie Hand in Hand imt beni Zentrum den Per.uo) gemacht, unser beut.cheo Reichs- land Elsast-Lochringen den Franzosziiigen au^uliefern. Er wolle ferner daran erinnern, lote in Franlsurt a. M. und anderen Orten ferne Parte, ben Fortschrittler^ unterstützt unb ihm zum Stege verhol,en habe. Tag bie isoztaloenio* tratic so glanzende Gejchä.tc mache, daran seien nur btc bürgerlichen Parteien schuld, bic sich gegenseitig z?rfletsch* len. Der Rebner suchte nun darzuiegeu, wie das g.schast- ttche Leben, die Jnoustric und der Handel ungunfitg beeinflußt würden, tonnte aber infolge der Särm,jenen nicht mehr zu Wort kommen unb mußte seinen Vortrag ab brechen.
Roch schlechter gmg es dein zweiten Redner, dem Reichs- tagdabgeoroiieten R aab. Er juuroc durch die Rufe: „Rti- lüarvoilage" und hinhaltendes Sci/rejen unb Johlen zum Auf hören gezwungen. Der Vorsitzende vertagte hte-
Milchnahrung. Unb diese war cS, die ihr Braun Ni Gelb hcrabtöntc. Denn das in der Milch enthaltene Eblor soll am bie Hautiarbe eine bleichende Wirkung auSüben. Uqd da nun daS Kochsalz gar zu Zweidritteilen aus Chlor bcstelst, loll der salzgenutz ganz besonvecs zur Erweibung der weißen Ham färbe beigetragen haben unb der weiße Kaukasier durch reich jaenuß sozusagen aui dem gelben Mongolen 'iituanbrn kill Junge "Reger, die ziisälligcrweiic bei der salzreicheren europäischen Moit aufgezogen werden, seien darum erfahrungSgemäst Heller getänt als ihre sonst unter gleichen Bedingungen lebenden Heinen Stammesbriider. Die Fachkritik gesteht den hier a»
ten 2 atiaciini eine gewisse Ueb, i ■ u lutifl kraft aber zugleich darauf hin, daß eine wirkliche Lösung dieses fchwie- rigen alten Problems nur auf experimentellem Wege zu erzielen sei Erperimente, bic sich mit den Studium der Erwerbung erblicher foaultönc befassen, dürsten aber in Wirklichkeit kaum durchzuführen sein. w
- Gießener Stadtt Heater: Herma». Daß die Gießener Theaicrireunde das lebhafte Bedürfnis nach ernster, neuzeitlicher Kunst haben, das bewies der Besuch Der gestrigen Borstel- hinfl von Sudermanns Heimat. Tie Aufführung, die von Hrrmann B a ko f gut vorbereitet war, gehört in ihrer glücklichen Abrundung zu den besten Aufführungen der laufenden Spielzeit, unr> es erhebt iid) die Frage, warum man derartig ausgeglichene^ Darstellungen lücratiid) bedeutsamer Werke den Abonnenten vorentl-äll, und ihnen dafür zwar neue, aber wenig gehaltvolle Schwänke vorsetzt. Wie sehr man gestern mit den Zuschauern Fühlung hatte, daS bewies ber herzliche und starke Beifall, das bewies aud) bic Stille wahrend der Aufführung, die der untrüglichste Maßstab für das Interesse des Publikums ist. Von ben Darstellern ist zuerst Gertrub B a u m ei st c r-F«1segg zu nennen, du- sich als Magda ganz besonders hervortrat. Ihrent leidenschaitlichen, bis in bic geringsten Einzelljeiten klug durchgearbeiteten Spiel, glaubte man die rücksichtlose Selbstherrtichkcit, in der die glu^ndc Mutterliebe elngeschlosicn ist, wie die Perle in der Muschel. Man qlaiibtc ihr auch die große Sängerin, und Damit war ihr großer Er jolg entschieden. Hermann Bakof sprach den alten Lberft m vorzüglichem, halbem Platt unb gab ber ehrlichen Soldaten- nai'ur einen Schein von w.rtlichcr Größe, der ihn als wohl- meiuenben Hcrncher in seinem lleüicn .streife zeigt. Die stulc Beschi-wenheu seines Hauses kam in bem wohlerdachten, gedämpften
deutsch-sozialen Kr ist all, s a t»o n s p u^i k t alle konservativen El em en t c" pr ä g t cn. ^onst hat tm antisemitische Partei seit ihrem Bestehen, außer brm Lkim, b.n tte mackste im Reichstage bas Bild, tollster Zcrmhrenhe.l ge- geben. Senn 5 iüe »aend etma« inmmtrn, roaren Mei au<b 5 dagegen, lieber uns idjucb im Oktober 1910 der ..B11 t e st a n t", ein kirchliches Blatt in Berlin: „Die Furckst vor d> djaricn strsitil der Sozialdemokraten ist, der Anfang manch' weisen Maßregeln gewesen." Bismarck sagte. „Ohiu »Aw demokratic keine Sozialreform." Diese Anerkennung genügt mti 1111 Ter (d)h’arj blaue B l o ck bestehl, und lucnu Siccs bunbcilmal abstreiten Wo cs gilt, den kleuien teilten Lastei anszulcgcn, bie .Kapitalisten z» "Hützen, dem wirklichen Schutz weiße ealbe zu perfchreiben, Block iu Tätigkeit. Daß sich dabei btc einzelnen Parteien unb Parteichcn iu ihrem Manbatshunger noch nntcrcuiaubei em biß jen Koiiknrrcn, mach n, beweist ga» nick । Wie. . ic in - >' lichkeit all den kleinen Leuten gegenüber stchen und wie Vyn Partei bei Gelegenheit wieder Handeln wird, daiüi fühn ich Herrn Rcichsiagsabgeorbiietcn Raab, bei ber Steuerreform, an «Seite 5693 des stenogiaphische,, Berichts):
Ein drittes Bild, bic Bierstciici Anck, ba bin ich nicht beherrickst von dem (Meban,c», baß ich ben armen öicr t r i n l c r , den atmen K o n f u in e n t < n schützen müsfe. acin, meine Herren, eine Steuer, bie bezüglich bei G e n u ß m 11 e i wirklich an ben .stonsumenten herangelst, ist immer metutnbci. ^llub Yo’ßuiiluten* btc Herren Antisemiten für den 5)0 prozen tigen tenerzuschlag für nein Bram rt ii n uitb übeni ......
unb .stonsumenten beut Braucicigroßkapital.
Was bie Herren als „gefnube WirtschaftSvolitik Piciscn, ist in erster Linie ein Aufpäppeln von Rttllionören gewesen.
Wo Holz gehauen wirb, fliegen «patte W 6Kcri ; x Wernei Ja, mit dii . .. Pänchen' etnzelnt i sozial demokratischer Zeitungen unb Leute bestrettet die Partei des Herrn Dr. Werner ihre ganze Agitation. Jede. iimmb-n.
unb Jerusalem i Zerstörung ein ? > im verbrochmi hat, wird m Rcichspcrbandsiaiuc den Wählern nm gesetzt, immer natürlich noch mit bin landesüblichen Entstellungen und ans bem Zusammei,hange gerissen
Wir S o z i a 1 b e m o ! r a t c n lamentieren bet itte maub um ahlhilfe w« fick b........
ber Antisemiten, ihre >tamvfesweise, ihre persönliche Herabsetzung einzelner Gegnci nicht belehren liest, dem ist nickst zu helfen Der tterbient von einer Partei vertreten zu lein, bie tu Worten arbi il i un > mittclftoub freunblich ist unb in bei buu. in den schlimmsten Feinden d.-s gesamten arbeltniben Volkes gehört. AN ihren Früchten sollt ihr sic erkennen!
- " E. K r u in m
Ein neuer AppeN des Herrn Dr. Werner.
Herr Dr W ernt* t bittet noch um ein © d> l v ß Iv o r t, das wir ihm nicht versagett wollest
1 Nachstehend fasse ich nochmalö die Grilvosätze znsomnicn, die ich zur Finanz- und S t e n c r p o l i t i k des Reick). - im Ltzahllampfe vertreten habe und gegebenen Falles auch frei treten werde:
a) Möglichste Sparfamkett tut ReichShanSljatt.
b) Für notwendige Ausgaben Einsuhrung her Dotierung-«- und Dipidenvensteuer, Vermög- imzuwackjSsteucr, ReichHenilomm.n- ftcuct unter Schonung der mittleren uitb kleinen Einkonunen
c) Keine weitere Belastung befl Wasserlonsnms burd) indirekte Steuern.
d) Aushebung brr Zünbholzsteuer
o) I,n Interesse des acnn-rbclrcibciibcrt Mittelstandes 'ne* seitigung des Stciiipels aui tLeine Schecks
2. ES liegt im Interesse der Niitwlstandsstaoflichen Wirtschall- aussassuilg, wenn wir zu einer Ausdehnung der lv'steljenoen stle.iib» crblchastSsteuer von 1906 ans die Rackst.,mmen übergehen, jo weit große st a p 11 a l v e r m ö g e n in Frage kommen, zu betrn steuerlichen Erfassung entsprech.nbe 'Vorkehrungen getroffen werden müßten. Die Entwickluiig bei Riefenvermögen am ein sozial unbedenkliches Maß hcrabzitdrücken, ist eine ocr vornehmsten 'Mut gaben unserer inneren Politik. .
3. Mit größter Entsckncdenhcit aber bekämpse ich in mein Frage eine Belastung der mittleren, kleinen und kleinstem Leute, wie es die Sozialdemokraten 1905/06 mit ihrem '.'Intrage vo>
ar 67 Erster Blatt 161- Jahrgang Montag, 20. JJirj
W Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberyefsen WM-
Rolation,örnd und vttla, ber Brflhl'Khen Uni0,Bud>. unb Steinbruderei H. tauge. Hebatllon «rpebiiion unb »ruderet: Sd>nI|1raDe r.
für die Tagcsnununcr vüdingen: ^ernfprecher Nr. 50 ckefchSskrstelle vahnhofflratze 16a.____________________ Anzeigenteil: fr e
bi8 vornnnags y injr. » *' r ___■■—
Vaterland Böscü wünschte.
Der Appell an bie „Universitätsstadt Gießen , btc Stabt bcö „staiscrregimcntS" ist -nm Lachcti Daran hätten bic Antisemiten benlen sollen, als sie Herrn Pfarrer Morell m her gröblichsten Weile vcrbächtigten, beschimpiten, ihn als Schützer nihilistifchcr Morber unb Bomb e n wer * f er binft eilten. Welche Gefühle muß es beim bcutfckjen .Kaiser auolüsen, daß ibicier „Ber herrlicher der rus* j i j d) c n 9JI ö r o c r" 2(XK) Stimmen m Gießen erhielt ? Wenn Herr Dr Werner jetzt bei dieser Partei um Slichwahlhilie nach - juckst dann erlaube ich mir daraus hiuzuwcijen, daß aus dem letzten Parteitage der Deutsch* und E h r i st 1 ich s o z i a l c n für Hessen, unter tätiger 11 b 11 f t deS Herrn D r Werner einstimmig beschlossen wurde:
Unter keinen UmftänbencineSttmmcbcm vcr *


