Ausgabe 
22.7.1911 Zweites Blatt
 
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leit«, bereit jebe eine Tätigkeit voraussetzt.

sondern oug> für 2ejrtillnnfi

und zwar nicht bloü für Keramii

Millionen vcrsicherungrschwinde! in Amerika.

Im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten nehmen aud' Schwindeleien meist einen ungewöhnlich großen U msang ai. Turd) einen Zufall hat man jetzt in Philadelphia einen Gründungsschwindel anfgededt, der in seiner geradezu uri Lcrfdiämteii Ausmachung des Grotesken nidjt entbehrt. Tein laß" wird darüber gemeldet:

Eine tolle Gründergeschtchte wird von Philabel phia gekabelt, wo dieser Tage dreiTircktoken" na men Belatli, Malsd)ick und Weinburg wegen Betrugs ver hastet wurden In der Boruntersuchung stellte sich heraus, daß die drei Biedermänner nicht weniger.als ein Dutzend Versicherungsgesellschaften aller Art auf dem Gewissen hatten, die ihnen etwa 120000 Mk. im Monat einbrachten. Tie Verhaftung der (*4rünt)cr war aus die .Anzeige eines Straßenjungen namens Robinson erfolgt Robinson erzählte dein Untersuchungsrichter so! gende Gescknchte:

Id) trieb mich aus den Straften umher, und ernährte mich, mehr sdilecht als recht, durch allerlei Botengänge. Ta griff mich Belatli aus, kaufte mir einen teuren, eleganten Anzug und sagt Von jetzt ab bist du Präsident einer Öeiratsversicheruitgsgesellschast uiib Sekretär von zwei anderen Gesellschaften: dafür er hälft du 20 Mark die Woche, Wohnung und Essen."Ich willigte ein und führte von da ab bei den Verwaltiuigsverstnmnlungen den Vorsitz."

Wie machten Sie das", fragte u.r Richter,Meistens las ich die Zeitungen oder schlief oder tat gelangweilt. -Be- latti und die andern Tircttoren batten, den Aktionären gesagt, ich sei der Sohn eines Millionärs und habe mich nur als Präsident wühlen fassen, weil der Alte daraus bestände, das; ich etwas tue, in Wirklichkeit aber sei mir der Alte und überhaupt alles wnrscht."

Es scheint, Nb st Robinson feine Rolle ein wenig zu realistisch gespielt hatte; denn eines Tages «erschien- Latti in seinem Schlafzimmer, nahm ährn den Präfidentcn- anzug weg und seine ihn mit seinen alten Lumpen wieder auf die Strafte. Ta ging Robinson hin und zeigte die zwol, Gesellschaften an. Er sagte ans, da ft daS Trio zayllosc Agenten beschäftige, die von jeder Versicherungsprämie die Hälfte erhielten, die andere Hülste fließe naH Abzug gc- ringer >losten denTirektoreu" zu. Ten Banken trauten die drei nicht und saminelten das Geld lieber in zwei ylüften Blechtasten an, aus denen jeder von ihnen nahm, Iva» er brauchte. Die Gauner sollen viele Tausende, meist

Sorte, die nicht alle werden, g

Rach einer weiteren telegraphischen Meldung betrügt die Zahl dieser Schwindelgesetlschasten sogar* vierzeh n, nut einem Gesamtlapital von nicht weniger als sechs Millio­nen Tollar gleich fünfundzwanzig Millionen Marl.

Zur Entführung Richter?

wird derKöln Ztg " neuerdings aus Saloniki geschrieben:

Tie Angelegenheit Der Entführung de.> 'deutschen In­genieurs Richter aus Jena hat sich, wie zu erwarten war, recht in die Länge gezogen und scheint nun am kritischen Punkt angelangt zu sein. Tie Räubcrgesellschast Lolios, Äthanas Strait n. Eie. scheint selbst die erduld vertieren zu wollen und stellt den Behörden ein Ultimatum, iiiDcm sie ihre vor ungefähr vier Wochen unterbreiteten Forderungen in Erinnerung bringt und zu ihrer Erfüllung eine dreitägige Frist stellt.

Tie Verzögerung wurde zunächst dadurch bcrbeigesührt, daß die Räuber aus Anordnung der türkischen Behörden von eilen Seiten verfolgt wurden, sich daher sicher versteckt halten und immer daraus bedacht sein mußten, die Be­hörden irre zu sichren. Zweitens lag kein rechtes Erken­nungszeichen vor, aus dem man zuständigen £rt» Hütte entnehmen können, daß die Briese, welche die Forde­rung der Räuber enthielten, wirklich von diesen selbst her­rührten; hat man doch in der Tat angenommen, daß sich griechische Tffiziere der Grenzbewachung dazu hergegebcn Jütten, die Briese zu schreiben. Von "Richter liegt bis

andere Schönheit als das Ergebnis ihm -- Hält man solche itucic regelm.Gig ab,

Au» TiaOc mio Land.

Gießen, 22. Juli 1911.

Fachkursc für Verkäufer.

Es ist schon oit besagt worden, daß viele Verkäufer und Ver­käuferinnen ihre Ware durchaus nicht kennen. Namentlich in Den großen Warenhäusern wissen sie davon meist nichts als den Prers,

Die neuen Gradabzeichen der Eisenbahn- beamten. Durch die Vecleihung der Achselklappen an die Zug- und Lolomotioführcr ist eine -Neuregelung der Grad- abzeichen für die Beamten der Preußisch.Hessischen Eifcnbahn- gemeinschast nötig geworden, da sonst die Abzeichen vor» schiedener Bcamtenklasscn gleichartig gewesen wären. Tas Peikehrsniinislerium hat deshalb neue Bestimmungen über die Tleniiauszeichniingen erlassen, durch die die Unterscheidung allerdings wieder wesentlich erschivert wird. Die Dber-Bahn- afsistenten, Bahnmeister und Schissskapitäne tragen das preiißische beziehungsweise hessische Bsappcn auf den Achsel- slileken, die Bahnhofs-, Staffen«, Güter- und Materialien- vorsleher, die Bahnmeiiter 1. SUoffc und die SchiffSkapitüne 1. Klasse aiißer dem Wappen einen vierzacligen, goldenen Stern, Betriebskontrolleure, Ober-Bahnhofs- und Cbcr- Gütervorstcher, falls ihnen nicht geflochtene Slchselsiückc ver­liehen wurden, Ober-Bahniueüler, Ober-Siafsen- und Ober- Viaterialienvorsiehcr außer dem Wappen zwei vierzackige goldene Steine. Die Lber-Lademeister tragen zu der seit­herigen Uniform Achselstücke und Degen.

** Zirkus E. Blumenfeld Wwe. Es ist eine Tatsache, daß sich nur diejenigen Zirsusunicrnehmungen dauernd die Gunst des Publikum.' erhalten rönnen, die be­müht sind, ihr Programm durch neue und fesselnde Dar bietungen zu erweitern. Tiefes schwierige Problem hat der Zirkus E. Blumenfeld Wwe. (Guhrau auf lange Zeit hinaus in glücklichster Weise dadurch gelöst, daß er Die historischen Ritterjpiele, die glänzenden Turniere einer längst vergangenen Zeit, wieder ins Leben rief und mit der ganzen Pracht, mit der diese Spiele damals aus den weiten Höfen stolzer Ritterburgen ausgefochten touroen, in die Arena stellte. Tie geschickten und erfindungsreichen Regisseure des Zirkus Blumenfelo haben damit im gewissen Sinne eine erzieherische Tat vollbracht. Denn sie bringen durch die ungemein lebensvolle und farbenprächtige Dar­stellung diese Ritterspiele dem Zuschauer viel näher, als dies die beste Schiloerung eines Buches vermöchte. Ter Schauplatz dieser Spiele ist bei den Turnieren im Zirkus Blumenseld in das bekannte Schloß Burg an Der Wupper verlegt, das um das 14. Jahrhundert dem Grasen von Berg gehörte. In fesselnder historischer Treue, in kostbaren, stil echten Kostümen ziehen die Bilder vor den Zuschauern vor-

Den sie mi fordern hoben. Wozu sollten sie ai-di mvbr nn 'en ? ES acht alles Tag für Tag gan; mfdxinifd) und flefdxiiu'nuiiui vor sich; verkauft wird nur, was d.i ist. B.Hi 'miaut auf anherc Waren und Rcoaraturen werden nid t angenommen: i weiteren Auseinandersetzungen ist feine Zeit. Aber auch in Sonbcrflcid Ificn ist cs oft nicht anders Man gebe j. B. in ein gratis kevam.fck.s Geschäft und wriudK, auS den Lerkäuferinnen etiv. s aiiDerc» bcrausmholen als die ihnen geläufigen Anpreisungen, daß dw.» und daü ganz modern sei und allgemein gefalle iiiir. Wan vet uche mit il.nen vom Unterschied zwischen Po, i. Ilan, Steingut, Steinzeug usw. zu reden, von Glasur, von lieber ober Unter- glaiunnalerci, von vemünstigeit und imvcrniinftigni Telor.ui 'n : - arten ufw. man wird meist ani vollkommene Unwissenden ftov.'L Von dieser Seite bat die große Masse des Publikums gegenw irrig l inci : Belehrung zu cm rrten

ihre Ausgabe aud) nur darin, den itunben mflglid u viel aufznrcd. n- gleichgültig was. Wieviel abscheuliches Zeug gerade m bei Aer.v mit verfertigt, anneboten und gekauft wird, weift jeder Mcnnec der Perhültnifse, jeder Blick in die groben »djaufenncr lehrt cs. Fragt man nach den Urfadicn, io erfährt man von dem Fabrikanten, der Händler wolle eS nickt anders, alle Versuche, Besseres zu liefern, scheiterten an der Weigerung des Ländlers, und der Händler n-iebennn sagt, das Publikum verlange das ab­scheuliche Zeug, i volle nichts von den sogen i uni en tonfUeridv'it Erzeugnissen wissen usw. Tas aber ist unbedingt falhir eebc richtig hat Tirektor Schäfer vom Mnnftgeiuerbcmihcum in Bremen aus der Münchener Tagung des Weltbundes ausgesührt, man könne dem Publikum unbedingt klar machen, da ft die irer lauste Ware das richtige sei: Hat der VerkäiNer Liebe für den Gegenstand, den er verkauft, und Hal er für ibn Verständnis, dann wird er gute Arbeit lieber und leichter verkaufen als schlechte. Hier sollten also K n n st gewerbe schulen und >l u n ft g e - werbe in useen cinsetzcn. Es gibt z. B , sagt «ckäfer, cütc qrof-.e Menge von Mädchen, die Mvnftgeiwrbeidiulen bestick en und

Verkäuferinnen werben; ( r, ihnen auf den M mitgen

,u übermitt« ln, tt .i wal

anderer Weg, den Schäfer cmviichlt, find ü u i f e für Verkaufe r. Ec berichtet iradi der Türer-Bnudes üorrespond. nz über einen

bestimmt, wie es oiesen Geschäftsleuten am besten lag. Wir setzten ,ie auf frühmorgens znnscheu 8 und 10 Uhr an. Ter Mur)ii> «ikä nct ii, meist ältit n, im Fach ei - probten Leuten männlichen und weiblichen Gcsdiledus, und wir nntcrbiclten uns mehr, als das, in bofirinärer Weise oouert würd'., über Gegenstände, die ich versuchsweise jur geeignet l.icii Ais selbswersländlich niödnc ich hinzufügen, doft dieser M u i i u » ii ii entgelt! ich für die - ettnchm

in t mein Kurfus von ad t Sti

man einige allgemeine Ges 1 si mkt« gibt und ein Mapit l au

nommeit, und so ging ich von i t einfachsten .

hinüber uir Porzellanmanufaltur. Ungefähr die ganzen tcri, lüd keilen an alten und neuen c id«n stellt

Möglichst vermied, und vielt

ftänduis 'n wirken versucht« .... n

dabei ausgesprochen wurden, und die Inständig durch Teiuvn ftrationen au alten und neuen Stücken erläutert nurbc.i, beträfen

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für Arbeiten in Metall, Leder, Parier, Tru liäcl n ufw., so müßte jid) mit der Zeit ein dedeufnoei 4tui.ii .ic t>u- :..tu der Gute inib Oie allgemeine äiu.;ifti;v Bildung ergeben. Senn die guchultcn Verkäufer und Verla ns .rinnen würoen mit der Zeit!,ig werden, c-as l ü n |i i c r i f d) o) u t e von dem bei i c b- t c n Schund zu mtterschcidcu und dem Pudlikuiu auch bin Unter - schied Har zu mad;cn, somit die fünfUcriidie cr,u'bintfl ut weitere Mtciic zu tragen. 5)i c eröffnet fick für Munfiyeiverbe ic ulen und -nmfern i n ivciicj frun:tb.uev Feld: und bicc Täugleit würde Munft und Stüitülcr weit mehr s irbern als mauer: Ausstellungen, nie sie i.> : luifigetvcrbanufecn üblich find. Was uns fehlt und nützt, in die liebevolle >illinarb;iL zu der nicht zuletzt die bVuii|tgetüerbcinii|ccn und -.iilen berufen find.

vesichiig'-ing öcs $ernkntbootes durch Cen Kronpnnjen.

Wannsee, 21. Iu^i Naüwem das K ronp rinzen paar bereits am 11- Juni die Vorführung DcS Fern lenlbootcS angefefjat, kam es gestern abend mit dem Motor- boot von T'Otvoain nochmals, um auch die innere Einrich­tung des Bootes näher zu bet rächten. Wirth aus Rürn- berg erklärte die einzelnen Apparate und ihre Wirkung unb stieg auf Ciuladuug des xronprtuzen in dessen Motor­boot, welches da-.- Fernlenkboot begleitete, das jetzt be- satznngslo.' verschiedene Schijssmanöoer aussührte, aud) toppte inib einen Signaischuft abgab. Ter Kronprinz, weicher altes mit leb. uftem Interefje vcrsolgie, erzählte hierbei Dem Er.inder, Duft er bereits Dem diaiser über die Ersiudmtg berichtet und auf die Größe von dessen Bedeu­tung |ür die Marine und die engere uustcnverteidignng istngewiesen habe. Tas Zironprinzmpaar verabschiedete sic«) in sehr herzlicher Weise von Wirth unb wünschte ihm Glück und weitere gute Ersolge bei der praktischen Verwertung der Sache__

Die Revolution auf Haiti.

9? e ui) ort, 21 i Ein Telegramm aus Port-au- Prince meldet: Tie Plünderungen inCapHaitien wurden infolge energischer Maftnal.men Des revolutionären stomilccd eingestellt. Tic amerikanische, deutsche und italienische Gesandtschaft rid)tcten an ihre Regierungen die bi uigenbe Bitte u m E n t f c n b ii n g von .Kriegsschiffen. Tic Negierung erklärte jedoch bic Blockabc' für Si. Marie, GonaweS unb Fort Libcrtö; Diese ist scooch unwirksam, ba bic Regierung nur ein ftriegS- sahrzeug besitzt.

potitijebe Lngesscbcrtt.

Verbindung der Ostsee mit dem Schwarzen Meere.

Tie russisch. Regierung plant ernst.ich Die Anlage einer nroften Wasser st r a ft e zwischen Der Lstiee und dem Lchwarzen Meere, die insofern jetzt einen realeren Hinter gründ erhalten hat, als Die phantastische Idee, der Straße eine solche Tiefe zn geben, das; die großen Panzerschisse zwischen beiden Meeren verkehren können, endgültig au, gegeben ist, unb cs sich nunmehr nur noch baruin hunbclt, ^anbelsfahrzeugen von verhältnismüßig g.u.nger Liefe einen raschen und bequemen Fahrweg ,u eröffnen. Immerhin handetl es fick) aud) hier um Arveicen, Die viel Zeit unD Gelb erfordern, Da außer Der Vertiefung der Düna und des Tnjepr noch der Bau eines llanals von WitebSk an der Tuua bis Orscha am Tnjepr erforderlich rst. Einstweilen ist man nur mit den Vorarbeiten befchäf- rigt, aber bic Vorarbeiten werben in einem Umfang be­trieben, bei: keinen Zweifel bariiber gestaltet, da ft man das Werk m absehbarer Zeit zur Ausführung bringen will.

In diesen Tagen ist nun aus Petersburg im Auftrage dcs Verkehrsminfsieriums der Ingenieur Teich mann zur V-tendigung bezw. Ergänzung der Arbeiten zur Erforschung bec bic erwähnte Wasserstraße bilücnbcn Flußlaufe ab gereist. Einstweilen bai Die Regierung zu Diesem Zwecke die Summe non 20 0.0 Rubeln angewiesen Tas ist natürlich nur ein winziger Teil Des Betrages, der für die Anlage Des Kanals de stimmt ist Er wird viele Millionen Rubel kosten Tas Material, bas der Ingenieur eichmann bei seinen Arbeiten sammeln wird, soll alsdann vom Ver­kehrsministerium der Tnma vorgelegt werden, und darauf­hin will man die großen Mittel erbitten, bic für das Unternehmen notwendig sind. In erster Linie soll «ine Wasserstraße lür die Schiffe bergestellt werben, welche schon letzt regelmäßig auf ber Düna unb Dem Tnjepr verkehren. Tre Rückkehr Teichmanns unD seiner Mitarbeiter nach Pe­tersburg wird zum September erwarte.. Dann wirb Dav Material im Verkeursrninisterium geprüft werden unb wohl demnächst der Tuma zugehen. Vor Dem nächsten Frühjahr wird man wohl kaum mit Den eigentlichen Arbeiten zum ftnnalbau beginnen.

heute fein eigenhändig geschriebener Brief vor, loa*.' wohl Darauf zuruckzufuhrcn sein mag, baß bic huuber Herrn Richter am Schreiben hindern, damit er nicht ciroa den Aufenthaltsort verräi. j?err Richter würde jedenfalls deutsch schreiben, was die Räuber nicht ver- stehen.

Tie Forderung der Räuber beläuft sich bekannt lich auf bic ungeheure Summe von 50000 türk. Pfd. (rund 923 OoO Mk.), unb es ist schwer, zu denken, wo sie Hergenom men werden soll. Tie türkische Regierung will, so viel bis ,ctzt bekannt ist, von ihrem Standpunkt nicht abweichen und nichts bezahlen In Deutschland hat man bisher 65000 Mark gesammelt. Tann luurc es aud) unerläßlich, eine Ver- trauens Person nach dem Llyrnpgebirge zu entsenden. Die den Räubern durd; geeignete Mittelspersonen bad An­erbieten machen müßte, anstatt ber geforderten 30000 P,d. einen geringem Betrag anzuncl mcu. Aber selbst in diesem Fall würde man auf Schwierigkeiten stoßen, denn bie Räu­ber bedingen sich eine dreimonatige Frist nach der Frei­lassung Richters aus, während deren fie nicht verfolgt wer- Den dürfen. Werden die Behörden darauf eingehen?

So steht maii nun vor einer recht schwierigen Frage und dabei dars man keineswegs vergessen, daß sich die Page Richters täglich verschlechtert. Die Räu- ber Lolios unb Strati sind nach Aussage Hamids sehr wilde Gesellen, die imstande seien, einer Drohung bie Tat folgen -:i taffen. Vorläufig wartet man weitere Weisungen ab, zumal man sich grunolich in dem vermeintlichen A usent - i) alt» o r t der Bande getäuscht haben dürfte. Wie kämen ,onst die Räuber plötzlich in D.c Umgebung von Elafsona, wo in Den Bergen ein einsames den Bcltafck-Tcnvischen gehö- riges Tekieh liegt und wo sie die betreffenden Hirten sanden, deren sie ,ich als Boten bedienten? Tarans geht ijcruor, daß man nicht alle Wege gesperrt hat und daß die Räuber l iurcichcud Gelegenheit finben, sich mit Wasser .mb Lebcusmuieln zu versehen. Vielleicht bringen bie nächsten Tage Klarheit über das Schicksal Richters.

Luftschiffayrt.

Die Fahrt des LuftschiffesSd)ivab cn". -

Luslfv iiiisSii'iiAdieu nid) Dvm Ärerwalostäucr^sec und zurück nadi Frictzrid'slai-n, ist ein glünäcnoer B.wcis für Die auftcr- orDenmd.cii <you;a ;:üc, vie Die Zeppclin-Gejellflhaft seit ocr crficn Sd n»:i5cc f\a .. am 1. Iiüi 1905 gemad i hat. BR ähnlichen Wettcrviilällliif.en, lcu.it n; Nordsstwind. Dauerte damals Die Fahrt v.iuH Stuiiocit, gestern durch'.chr man über Wmlcrihur, Va.en, Lusern, Schwpz, x-.uj, Zürich und So aff Kaufen eine Gesam'.- iliüdfahri, in nur 6 Stunden 35 M muten. Tas Lufi- )d)in machte also fast genau GO Kilomete r ui Der Stunbc, icob'i lf.üoriuneben ist, daß man nur ®/4 Shuihcn lang alle Drei '.Jtoiorcn arbciien lieft unb in.hr als> Stunden mit nur 2 Moiorcii, also mit halber Mra_ii, fuhr. ^Tie Sicucniiig erwies ,id) namcnt.ich in Den engen Tälern des Jura uiu> bei ot'v lliiiiaiirung des Rigi Stockes als ganz vomenhd). Von der ursprünglich b.ihhidjagien üanoung vor Luzern nahm nuin Absta.w, wen oas Luft schift infolge einer kleinen Reparatur an einem Mowr fpätcr als geplant war, von Fnedriä-shaien fort kam und weil man deshalb gezwungen gewesen wäre, gerade in Der RIittagshitzc auf oe:n See zu liegen; bas baue bei occ eiwrmen L>ipe febr starten Gasverlust zur Folge gehabt, die cuic ovinamgc Aübrung um fo meyr ocri.iciocn mußte, als nicht pviauszusehen ivar, ob Der Nachmutag Gewitter bringen würde.

*

DerWeltrekwrbcinessranzösischcnFliegers.

Paris, 22. Juli. Einen neuen Wcltrckord der T<uu.r unb Der Tistain im Fluge fdmf gestern auf dem Lager,ei de von iSialoity Der Flieger 0.* ort Den, Der ivährcnb 11 ^rundem 33 Minuten .750 Milometer zurücklegte.

EinAbfturz.

Paris, 22. Juli. Auf dem Lagerfride von Bvrheny bei Reims stürzte gestern morgen Der Militärflieger Leutnant Girord nru lineni Zweidcaer aas 50 Meter Hohe ab. Ter Flieger bat fdnuLic *<cikiuuigen clIlucti.

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,or»ctla«f

Vabnbofilttin i

: Schlager.

i/s Rete dein wilben Westen, renbuhler, hunwn.

g, herrliche Nakiirai!7:-

ibe§ Drama.

hen Grbei

Humoreske.

e gelittei

dem Leben.

161. Jahrgang

General-Anzeiger für Gberheffen

Redaktion, (rjrvebition unb Druckerei: 6d'ul« strafte 7. Ezvedition und Verlag: 51.

Redaktion. L^NL.Tel.'AdraAnzeiserDieben.

Samstag, 22. Juli 1911

Rotation-druck und Verlag der Brübl'schea llniversnöiS-Buch- und SicinbnidereL 9t. Lange, Diesten.

Nr. 170 Zweites Blatt

Erscheint täglich mit AuSnabme deS Sonntags.

TieGletzener Lamiliendlötter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Krellblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- tragen" erscheinen monatlich zweimal.

j«en Miftun^feMcr Mitten des Verrn Ldiw. s«!

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