Ausgabe 
24.6.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

n für dir ?nrf>dffun<T unb Wnfrrtitnmg

: Honorar für mich 200

macht

umme in Geld und öertMpicrcn

rlr.itc urf; den Fall, unb statt

toten sahlreicticn ?ldbtlbimgen geben einen

ibuebgeroerbefi

Zahn-Creme

Mundwasser

M

Bioqlobin

JAVOL

t

4

gegen Haarauafidl

05148

Javol das Beste

blitz-blank.

e l »

lidrii jbrrrn blüht auf di

vrs : ?hi-5! liiel 110 <'

Chauffeurschule

Bingen a. Rh. hvu/i Staatsaufsicht. Prosp. frei.

Als Ersatz für schwere Fleischspeisen in heißen Sommer­tagen versuchen Sie einen

Mondamin* Milchflammeri

Er ist sehr erfrischend und bildet die beste Beigabe zu jeder Art von sriichen, gekochten Früchten.

Mondamin überall erhältlich m Pasteten ä 60, 30 u. 16 Pfg.

j dem sich im üon

teüt telmtw o\y te!» ftuUn o, \otew sst schon fahren ein * :b.

Für Schwächliche

Blutarme, Nervöse

- ü.Reconvalescenten'

Frankfurt a. M. (Koblenzer Straße 10 I), Gießen, den 24. Juni 1911.

«vollen Tie an

ui L'cnrig.

k«bcu ich hiermit beschein Und darunter stand die Ae

umiicher welieroerichl.

D e i t en 111cbe Wetterdienststelle Gießen.

Bei lau! der Witterung leit gestern Iriih: Tas Tiefdruck- gebiet uber England zieht rasch aui den Kontinent zu und wird und heilte noch Wegen bringen. Ta wir moigen auf seine Wüd- jcitc, der von 9torbivc!|en hoher Truck folgt, gelangen werden, haben wir moigen kühles Weiter ohne erhebliche Niederschläge zu erwarten.

ji'etteraußficbten m Hessen am Sonntag dem 26. Juni 1911: Kühl, wechselnde Bewölkung, meist troefeu.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen ;

Johanna Worch.

tit In letzter von den Eiaeni gelassen wurden, , wurden wieder ltspunlte für die )en verbleib der es sich um Her- mäßig betreiben ingeit.

gelang es in der bis zu 10 Mk. zu erschwindeln, len Vereins aue, len er vorbrachü hier zugezoger.

i ihm dabei alle nterwegs und er : dann gewädtt.

Zugaben falsch geprellt ivaren.

arinftoöio als Kunststadt wieder

Gießen, den 24. Juni 1911.

Tie Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3, z2 Uhr aus dem neuen Friedhof statt. 05177

Mefallu.Glas . etemfoebe Fabrik Düsseldorf L.-L DUeeeldorf i

Tropfen

toeolm

püixt

Geriehtssaal.

F. E. Franksu rt a. M., 23. Juni. Am Abend des 11. Tc- Sember v. I. gerieten in Gießen Mitglieder des Fußballklubs Merkur" mit Studenten in Streit. Ter Unteroffizier Will). Reibeling von der 2. KompagnieJnfanterie-RegimcntS Nr. 116 soll dabei einen Studenten mit dem Seitengewehr geschlagen haben. Reibelina stellte Has in Abrede, das Kriegsgericht ge­wann aber die Ueberjeugung von feiner Schuld und verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung unter rechts­widrigem Gebrauch der Waffe zu 43 Tagen Gefängnis, sowie fünf Tagen Hast, weil der Unreroffirier mährend der Seilerei aus einem Revolver gefeuert haben sollte. Ter Bruder Rcibkltngs bekannte sich nun als Schütze und das Oberkriegs­gericht als Berufungsinstanz, nahm heute dem Unteroffizier die fünf Tage Haft ab, erhöhte aber die Strafe für den Seitengewehr- hieb auf sieben Wochen Gefängnis.

Gleiwitz, 23. Juni. Tas hiesige Schwurgericht ver­urteilte nach zweitägiger Verhandlung den Schneider Joseph Kupka-Zabrze wegen Mordes zum Tode. Kupka hatte die tzandeläsrau Guftel Träger aus Galizien am 15. Fe­bruar 1911 mit Hammerschlägen betäubt, beraubt, mit Petroleum begossen, sie an gezündet und in einen Schornstein gezwängt. Seine Ehefrau wurde wegen Begünstigung zu f Ü n f xs a l) r e n Zuchthaus verurteilt.

vermischte».

* Ein Ehemann als; Hauptgewinn. Ein großes Kaufhaus von Tokio ist es, bo6 den sinnreichen Einfall gehabt hat, seinen Kunden einen Ehemann als Haiivlgewum auzuküiiDigeu, wie andere Geschalte zu demselben Zwecke ihren Kunden eine Base oder einen Fächer in Aussicht itcUcn. Jede Käuferin, dic für wenigstens 16 Mark Waren einkauite, bekam eine kleine Karte überreicht, auf der man die Photographie eine» nach Der leisten Mode geneideten jungen Herrn (ab, mit der Unterschrift: »Ein Ehemann für 16 Mark!' Tiefe Karte ftellte em Los für eme L'otlciie bar, die jenes Geschält für seine Kunden veranstaltete unb Dereu Hanvtgewinn bei der Ziehung Der füngsle Tirektor Des Hauses bildete. UcberfliiiHg, zu sagen, Daß die dotierte einen Riesenerfolg hatte, aber ist nicht betätigt geworden, ob der junge Gatte mit der vom Gluck begünstigten Frau zn'rieden geworden ist. Hier kann man also wirklich einmal von einem Lande sprechen, in dein die Ehe em Lotteriespiel ist.

* (Sin tatkräftiger Mcnschcnfrcund. In den Salons der vornehmen Pariser Welt macht in diesen Tagen unter stürmischem Deiterkeitserfolg ein lustiges Erlebnis die Runde, das einem sehr vornehmen jungen Herrn Marquis vor wenigen Tagen widerfahren ist. Tcr greife, weißhaarige Kammerdiener, der schon den seligen Baler des jungen Marquis treu bedient hatte, verwechselte einen Auftrag seines Herrn, und da der junge Marquis ein gar strenger Gebieter war, forderte er kalt­blütig den alten Tiener auf, sofort seine Sachen zu packen und das Haus zu verlassen. Weinend gehorchte der Greis, schlich sich ratlos auf die Straße und wes das Herz voll ist, dem läuft der Mund über er erzählte dem ersten besten Passanten, seine Not. Tcr fremde Herr klopfte dem alten Mann beruhigend auf die Schulter:Ihr habt Glück, Ihr seid just auf einen Menschenfreund gefloßen. Kommt mit, ich werd' Euch helfen. Aber keine Tanksagungen, die roirflidje Wohltätigkeit haßt jeden Tank." Ter freundliche Fremde führte den Kammerdiener in em Hotel, mietete für ihn ein Zimmer, bezahlte auch 14 Tage Kost und Wohnung und drückte schließlich dem Alten noch einen Hundertfrancsschein in dic £>anb, worauf er spurlos verschivatid, ohne den Tank des alten Mannes abzuwarten Wenige Tage später kehrte der junge Herr Marquis^nach einer anstrengenden nächtlichen Klubsitzung erst im rosigen Schein der Morgendämme­rung in seine Wohnung zurück. In seinem Zintmer herrschte wüste Unordnung: ein Einbrecher war eingebrnngen und hatte aus dem Schreibtisch Geld und einige Staatspapiere entwendet. Ter Beraubte war bereits im Begriff, zur Polizei ;u eilen, als er auf feinem 'Rachitisch einen Bries fand. Er öffnete den Um- scklaa und fand darin eine mit Dem lakonischen WorteRechnung überichriebene Mitteilung:Ihren alten Kammerdiener in ein .Hotel gebracht und andere Bemühungen: 170 Frs.; Entschidi gung für den Greis 100 Frs.; Kost und Wohnung im Hotel

för reisende

HOSPIZ Damen

erang. Schwesternhaus,

fiieuen, Maawwfr. ?.

die den guten

..an,end rechiferti.it nnb unter beit gleichzeitigen anderweitigen Icrannaltiuuieii nut einen der ersten Platze einnelnnen Dürfte. Dr. Varl Weichcudi Frankfurt hoi Den oricnticrciiDen Text dazu geschrieben, i^cucr bringt Das v-eU noch einige Architektur- und lunsigewerbliche Arbeiten des oslcrieichischeu Architekten van* Cincr; Dem L'cbcn inei'ierbah nachempfundene Bogeltypen von E in i l P o t l n e r, auegefubrl von der Großh. llAanu'akturKarlS- utljc; Schmncksachen tinö allerlei Rlcuifletät m Bernstein mit Silber, Gold und Halbedelsteinen und zuletzi treffliche Erzeugnisie neuer Dein scher Buchkunst von der Ersten 'Ausstellung Defl Vereins deutscher

nächste Taub« Sonnlag, 2.3U*' Ihr, siall. Daran § Mittagessen und ngctegenen Schloß nie mögen sich ^* alsbald mit einer anterbach wenden, sie absahren.

die Polizei zu rufen, ging er ins votel, überzeugte uch, daß sein alter ttnmmrrbiener von Dm ir.ntcren Jäten feines Wohltäters nichts ahnte, und nahm ihn wieder bet sich in Ttenst.

Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meiner teuren, unvergeßlichen Gattin

Lischen Petri geb. Feller meinen innigsten Dank.

Der tieftrauernbe Gatte:

Wilhelm Petri.

Todes-Anzeige.

Gestern mittag entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder und Schwager

Herr Peter Worch.

vüchcrüsch.

lieber die Kunst-AuSstetlunq Tarmstadt 1911, die Mitte Mai ihre t aricn geostnet bat. ist soeben eine beachtenswerte Sotiderveroffeutl chunq int Jnnt-peft her ^Teuischen Kunst unb Tekoration' Verlagsanstalt Alerauder Kost' Tannftabi cr- schieucn. Die allen Denen hochwillkommen sein Dürfte, Die sich über das auf Der Au-'ieUnng Gebotene etngehenber unterrichten

Wer Erholung sucht gehe nach

Hochwaldhausen Meter I

Hoher Vogelsberg 800 Meter.

Vorzügliche Verpfiegung im Hotel zum Felsenmeer. Volle pei7ni: Zimr.t-r Mk. 4-~A Pro-re'-t

Reichsgerichtsdrief.

(Flachdruck verboten.') ' js. Leipzig. Juni IAH. Architektonische Schönheit und Verkehrs­sicherheit.

Tas Bestreben der Architekten und Baumeister, in erster Linie mit ästhetischen Schönheiten des Baustils zu glänzen, hat vielfach schon Veranlassung dazu gegeben, daß Anlagen von Bauiichteueu erstanden sind, die für den praktischen Gebrauch unzulänglich^waren und in mehreren Rich'ungcn Nachteile auswiesen. Sluch die Sicher­heit des Verkehrs hat bar unter schon zu leiden gehabt; denn Schutz­vorrichtungen wie Geländer nno Abjäimuugen stören den ruhigen, künftlertichen Eindruck. Von einem solchen ästhetischen Gesichts- punktc ist man auch bei der Erbauung des Kurhauses in Wiesbaden geleitet worden. Dort führt vom ,y)auutboital des Kurhauses ans eine breite Treppenanlage in den Kurgarten. Tie Treppcnanlage beginnt au einer etwa zwei Meter hohen Rampe, die rechts unb links von der Trepvenanlage schräg abfällt unb auf beiden Seiten mehrere Meter lang ist. An den Seiten der Rampe war bis zu diesem Rechtsstreit eilt Geländer zum Schutze des Verkehrs nicht angebracht, nur eine s l a che B stu n g begrenzte die steil abfallenden Seiten der Rampe. Tiefe Brüstung bestand aus einer 6 Zentiineler hohen und 30 Zentimeter breiten Stufe, an dic sich in einer weiteren Höhe von 20 Zentimeter ein 70 Zentimeter breiter Podest anschloß, der ohne weitere Ver­wahrung steil abfiel. ,

Auf der eben beschriebenen Rampenanlage verunglückte in der Nacht vom 1. 3um 2. Mai 190b der Rittergutsbesitzer S, der sich als Gast in Wiesbaden aufbiclt. S. wollte in Begleitung seines Sohnes nachts zwischen 12 unb 1 Uhr vom Restaurant durch das Vestibül des Kurhauses nach dem Sturgarten gehen, um von dort seinen ycinnoeg anzutreten. Auf her Rampe benutzte er nicht Die breite Freitreppe, sondern ging trotz der Herrschenden Finsternis nach links. Nach einigen Schritten bog der zum erstenmal in Wiesbaden war und nicht wußte, ob er richtig gehe,

fajlciiDcii Ucbcibhd Uder Die beDcunamiten Werke Dieser Kunst-

"A UMi 3,* ur-M2.sc- KräMgunQS'uNährmiftel I.Rg. bbnieid 6t5utacht.AerzH.bevDr zt'pl vorzüglicherGesthmatk.

Qu den Unter* r vom Landes* sich die Hohe der >450 M BeM 25$ äKÄ?

-allen, wp Lern B*' 6Tfe ivestere ®are Sen ihre senden chlinen

ncht uno , Wv nNU'^Lreue

Uin'W t und DCL [k em*. er^ne.Wseine an« sei und -au leM 3a * nnöll^" a(ä ein; selber * gdjid* nl*Vebl MD

igc m

K &««»y'

L.P

*Ä«*

'«Ä

c 39 üott- <*;

-E:

Echm Arbkitz. aniuhernd ein-

Auiührcn, öaij Alaun. Am gc

. -ter ReLnk.

"UUl°Ndsm7- ä'nnenbanbtl

«ÖS

empfangt baoon Mdes^ulsckrn ng bes Deutschen leohaitem Seifali m uch immer vor ie 3ntetefien eng Anspruch darauf

>che Straßenbahn nnächst m Dienst

Todes-Anzeige

Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber Sohn, Bruder, Neffe und Onkel

Herr Konrad. Lotz

Unteroffizier und Zahlmeisterapplikant im Lg.-Rgt. 115 heute Nacht 3 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden im 24. Lebensjahre sanft entschlafen ist.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Heinrich Lotz.

Giessen, Darmstadt, den 23. Juni 1911.

Die Ueberführung der Leiche vom Garn.-Lazarett Darmstadt nach dem Bahnhof findet Samstag den 24. Juni 1911 1.45 nachmittags, die Beerdigung Sonntag den 25. Juni 1911 nachmittags 3 Uhr in Giessen vom Portale des neuen Friedhofes aus statt.

Letzte Nachrichten.

London. 21. ciini In einer gestern abend in fculL abgehaltenen Versammlung von bedeuten und Hafenarbeiter^, an der eima 10 0UÜ Personen icilnahmen, wurde bcschwNen, baß keine einzelne Gruppe die Arbeit iu icbct auf neh­me u solle, bevor eine vollständige Regelung der Streitfragen er­hielt sei. Tie Hafenarbeiter hab'n nunmehr auch ihre Forderungen in Bezug aus die Erhöhung der Löhne formuliert.

V e it e b i g , 23. Juni Ter Bürgermeister von Venedig teilt her Agenzia Striani mit: Gegenüber den im Auslande hartnäckig verbreiteten Meldungen, daß sich in Venedig die Eholera aus- breüe, halte ich es für meine Pflicht, ossiziell zu erklären, daß bei Gesundheitszustand in Venedig ausgezeichnet ist und daß die Stadt von jeder epidemisch«n Krankheit vollständig frei ist.

Triest, 24 Juni. Die Slättcrmelbungen über Cholera und T » v h u s f ä l l e n in den Kurorten des Küstenlandes sind vollkommen unbegründet.

: Reuyork, 24. Juni lPrivattelegramm.) In Chile roületc gestern ein Wirbelsturm, der große Verheerungen anridilele. Viele Personen wurden verletzt, zahlreiche schisse sind g e i u n t e n.

Chicago, -3. Juni. Gegen die Seknuäre von 14 Ber-- cinigungen von Äolzdejailgcfckfaficn mschneßlich der Sekretäre der RachrichlenbiireiuS der tzolzhöndler, btt eine Organisation der Lwlzlrändler von Pennshlvanien bis zur paciiischcn Müftv darstellen, ist von dcr Bundr-rcaierung An Hage wegen Ver­letzung des AntitrustgesetzeS erhoben worden.

nach rechts gb, weil er eine der beiden im Kurgarien bmtnenben Bogenlampen erblickte, die als Richrlamo-?n die Rächt durch brann­ten Er überschritt die 6 Zentimcier hol e Vorstufe der Brüstung, betret dann auch den 70 Zentimeter breiten Teil her Brüstung, taumelte hier und fiel kopfüber in der höhe pon etwa l.j Meter hinab in den Garten.

Wegen der Folgen der bei dem Sturz erlittenen Verletzungen bat S. die Stadtgemeinde Wiesbaden auf Schadlos Haltung in Anspruch genommen. Tie Beklagte erklärt, daß der Kläger das Restaurant durch den Ausgang nach der Sonnenburger Straße hatte verlassen sollen und daß er den Unfall durch eigenes Verschulden herbeigefuhn habe.

Tas Landgcrlchl Wiesbaden und das C ber- landesgericht Frankfurt a. M. Haden die Ansprüche des Klägers Dem Grunde nach als berechtigt onerfannt Tas Ebcrlanbcegeridjt führt aus, baß mit bem ^.'andgerichl davon auszugehen ist, daß die beklagte Stadigemcinde für einen geiabr» lofen Verkehr der Besucher des Kurl>aufes zu sorgen bat. Ein Fahrlässigkeit der Stadlgeweinde findet das t?berlandesger^ x darin, daß sie dic gefährliche Aickage so bestehen ließ, ohne für die nötige Beleuchtung zu sorgen. Jemand, dcr d.e Anlage nid t kannte, habe, wie das LberlauDcsgcrichi weiter barlcgt, ann omen können, der Weg führe auer über die Rampe hinüber in d.n >*ur» garten Ein eigenes Verschulden des >1!tigerä wird vom Tberlanbe.igerichi verneint. Auf die Revision der Stadt- gemeinbe Wiesbaden ist oaS Urteil des Lberlandesgcrichts Frank­furt a. M. aufgehoben und die Sache selbst zur anberrociten Verhandlung und Eiuscheidung an dos Cbcrlonbedgeria t zurück- verwiesen worben. Tas Reichsgericht billigt die Ent'cheidung des Lbcrlandesgerickns soweit fic das Verschulden der Stadtg: meindc feststellt. Dagegen beanstandet das Reichsgericht Die Ver ncinung des eigenen Verschuldens des Klägers Zunodist hat, so führt der erkennende Senat aus, das Obcrlanoeögcrhcht nicht geprüft, ob man nicht dadurch schon fahrlässig handelt, daß inan auf einer Rampe Die Wegcrich:ung im Finstern ändert und quer über die Rampe schrecket unb weiter zu geben versucht. Tenn auf einer Rampe kann man nicht ohne weiteres nach allen Seiten geyen. Auch bietet die ganze Sachlage noch erhebliche Zweifel, da vorn Lberlandesgericht nickt scstaestellt worden ist, wie icmanö, der auf einer Ramve strauchelt, über die Brüstung himvegfallcn Taun. Weil das Oberlandesgericht sich hierüber nicht näher aus­gesprochen hat, mußte das Urteil aufgehoben und die Sache zur weiteren Entscheidung zurückverwiesen werden: denn bei vor­sichtigem Gehen ist cm solcher Sturz, wie er hier vorliegt, ohne eigenes Verschulden nicht gut denkbar.

Vf^fTk'A PTFNI in J^er beliebigen Schriftart und Kartonsorte, VIQl 1 L.i V mit Zirkein auCr studentischen Ver­

einigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.-Druckerei,

beiallt 140 falscher Sch zusammen < erhalten zu

1860 Mistiger WO

Waldfest 1 am morgigen Sonntage laut EinlaSungskartc. LcilliMigec VilleMg: Liebigshöhe, großer <ogL

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 23. Juni Ein großes Unter­nehmen wird voraussichtlich zwischen der S t a d t T a r rn- stad t, dem Großh erzog und der schon lange Jahre bestehenden Grube Mes,el in 2rast treten. Die Grabe Messel hat vor einiger Zeit in der Umgebung ihres Be­triebes Bohrversuche anstellen lassen, bei denen eine aus- gezeichnete Braunkohle zu Tage gesördert wurde. Da der Grund und Boden zum teil der Stadt Tarmstadt, zum Teil dem t^roßherzog und zum kleinsten Teil der Grube Gewerkschast Mchsel gehört, kam nach langen Verhandlungen ein Vertrag zustande, nach welchem die Ausbeutung der Grube gemeinschaftlich erfolacn soll, wenn die bisher an- gestellten Prüfungen sich als richtig und das Lager sich als hinreichend ausdehnttngsfahig erweist.

Kreis Wetzlar.

G) Atzbach, 23. Juni. Das 6. Bundesfest des Lahn-DünSberg-Turnerbundes wird am Vorabend durch eine kleine Feier eingeleitet, zu der sämtliche hiesige Vereine ihr Erscheinen zugesagt haben. Bei dem Bundes- lurnwart sind bis jetzt 140 Turner und 22 Musterriegen ge­meldet. Ter Jestplatz ist auf den Lahnwiesen gelegen und ist von Station Dutenhofen bequem zu erreichen.

Hessen-Nassau.

-- Haiger, 23. Juni. Der Pilot LSwald Kahnt aus Leipzig wird mit feinem Gcade-Eindecker am Sonntag hier mehrere Schauflüge auSführen. Kahnt ist einer unserer besten Piloten auf Grade-Flugapparat unb hat bei dem Sachsenfluge Hervorragendes geleistet.

K iS barte? Gcvi nnm, esse bi ntrnidKntrcunb- jnngf j^err starrte per-

bmc-ru i er Scdrrststück. t