Ausgabe 
25.8.1911 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

161. Jahrgang

Nr. 199

Erscheint tSgllch mit Ausnahme des Sonntags.

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TieGießener ZamlllevdlStter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Nrelrdlatt |fir de, Krtli Gießen" »weinial wöchentlich. Tieraudwlrlschaftttchen Lett. Iregto" ertcheinen nionallich zweimal.

R.-B. Darmstadt, 24. Aug. Tcc gegenwärtig auf dem Truppenübungsplatz Tarmsladt unter beri Kommando öe§ Rittmeisters v. Lecker vom Garde-Tragoner-Regiment

Entfernung ein Verdienst.

Streits Lauterbach.

Lauterbach, 24 Äug. Hestern nachmittag pas­sierte dem 3) äh r i g en Söhnchen des Weißbinder- meisters Jäger i ier ein trauriges Mißgeschick, das^ leicht den Tod des Kindes herbeiführen konnte Beim Spielen Hel es in einem unbewachten Augenblick in einen neben dem Haufe neu errichteten Kanalfchacht von Dem ein Teil des Waifers der Lauter in den Mühlgraben abgeleitet wird Tas Kind wurde sofort von dem Waiser in den Kanal geschwemmt. Jum Glück ist dieser nur 50 bis 60 Meter lang i:n? das wurde, lonnte am Ausgang des .Kanals in den Müylgraben au'gciangcn werden. Diircy den Sturz in den Kanal wurde das Kind etwas betäubt, es hatte sich aber bald wieder

Hauser

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5roei Lharatterifierungen des franzöfijchen Volkes.

Ein Leser sendet uns aus Anlah des Maroktobandels folgende Bemerkungen:

Ter ikpige französische KriegSminister sagte vor einigen Tagen in einer 'Jlcbc:

Sir sind eint friedfertige Ra11on. aber wir blicken mit ftolv aus unsere ruhmreiche Bcrgangenhtii. tiir wollen aut keine umerci llcbcrlieferungcn vcrzichleit Tos Veriraucn, welches wir in hie Gesoua umeres Landes haben, gil, ebenso lehr den Wirtlichkeiten der Gegenwart wie den Möglichkeiten der Zukunft."

Seien Midi anders urteilt der bedeutsame Geschichts­forscher, Staatsmann, zuletzt sogar Präsident der jungen Republik, Adolph Thiers, über fein Volk, 3m Jahre 1852 sagte er mit prophetischer Gewißheit voraus, daß das neue Kaiserreich Napoleons bald Krieg haben iverbe. Er begründete seine Ansicht mit einer Charakterisierung Napo­leons III. und seiner Regierung einerseits und einer solchen seines Volkes andererseits. Er schrieb:

Allein das sind nur du ob rtläd.

eine tiefere liegt in dem Charakt^r Der Nation, Die er Napoleon unter den Fußen hat. Sie kennen Die G schichte von Dem Unhold, Der leinen Meister in Stücke ritz, als dieser keim- Beschäftigung mehr für ihn sand: solch cm U n hold in Frankreich Glauben Sie, das unruhigste, ehrgeizigste, ü c r ro c g c n ft c und g e wi s s c n l o i e n Volk, das die Welt je gefürchtet und bewundert hat, werde sich in die Rolle einer Schilowache finden, das Gewehr auf der Schulter, ohne Recht, sich zu rühren, zu sprechen^ zu hören oder auch nur zu sehen?" Für ein Fahr hat uns Der Staatsitreich be­täubt, sechs weitere Monate mögen uns Kaisertum und JVrönung n; Dann wert tat und ihre Feste no

halbes Fahr vor! allen Aber wenn das alles vorüber^iit, mutz uns etwas zum Tcnken und »nnbeln gegeben werden. Ter Franzv'.- iragt nicht, ob seine Häsen voll oder leer find, ob eine Induline Hätte blühen oder darben: Die Regierung, b i c uns v er wehrt, unsere Eitelkeit und unseren Ehrgeiz ans der Rednertribüne der Parlamente zu befrie­digen, muß unseren Leidenschaften auf dem Schlachtfeld Luft schaffen" u.s.f.

Thiers sah und rechnete richtig. 3 tu ei Jahre später hatte Frankreich seinen Ürirnkrieg.

Ist heute auch manches anders, so ist der Eharakier deS Volkes doch geblieben, und im Innern des Landes ist gar manches faul. Korruption von oben bis unten! Frei- lid), an großsprecherischen Phrasen, an Selbstbeweihräuche­rung ist das französische Volk immer groß gewesen, nament« lid) der Südfranzose, und die Machthaber in Frank icidi sind, solange die Republik besteht, säst sämtlich Männer auS Dem Süden des Landes. Ruhe, F e |t i g f c 11 unö Kraft allein f inD imstande, einem solchen Volks charakter zu imponieren. Wer heute bei Dem Widerstreit der Interessen unseres Landes und Frank­reichs Schwache zeigt oder unser Volk als schwach oder unent­schlossen darstellt, hilft entweder mit, unsere Regierung zur Nachgiebigkeit zu verleiten oder ermutigt die Franzosen zu einem Krieg. Beides ist eine Versündigung an unserem Volke.

schädigungen rnutben von der Gesellschaft 114 979 Mark ausgezahlt. Die Zahl der Polizei, der anderen GeitUschaslen ,0 sedr verschieden, den nächstgräßten Umfang nehmen die Aachen-Münchener mit 18 542 und die Magdeburgijche Feuer-Vers.-Ges. mit 17 516 Polizcn ein, bann folgen vcr- schicdenc mit rund 10 000 usw. bis herunter zu 8 Polizen einer Hallcschen Gesellschaft. Die GesamtversicherungSsumme dieser Polizen entspricht ungefähr auch der Zahl der Polizen.

" Eine außer orden 11. Sitzung der Ha nd werk«, kämm er ist aus Montag, 28. August, zu Darmstadt in den Sitzungssaal der Stadtverorbneten-Verjammlung im Rat- hauS einber ufen mit folgender TageSorbnung: 1. Mitteilungen. 2. Bericht über den 12. Deutschen Handwerks- nnb Gewerbe- kammertag in Düsieldorf. 3. Erledigung der Beschlüsse deS 3. Hessischen HandwerkerlageS. 4. Ter 35. Landtag; hier: Zusammensetzung der Ersten stammer ber Stdnbe. 5. Monopoltenbenzen in ber elektrotechnischen Industrie Borgunwesen und EinziehungSgenosfenschaften. 6. Verschiedenes.

Der Schoorgra ben ist an der Süd-Anlage jetzt wieder auf eine Länge von 55 Metee entlang des ehe- I maligen Bott'schen Gartens, den ber Architekt Nikolaus nut drei villenartigen Wohnhäusern bebaut, überwölbt und zu- geschüttet worben. TaS so gewonnene Gelände wirb zur Verbreiterung ber Anlage benutzt. Wie man hört, wollen einige Anlieger in gleicher Weise ihr Gartengelände baulich miSmiijen, so ba& auch hier der Schoorgraben verfchwrndcu wird. ES wirb jedenfalls nicht mehr lange dauern, bis ber I Rest bc5 ehemaligen FestungSgrabenS, über dessen AuS- birnftungen besonders im Sommer schon öfter geklagt würbe, an ber Cüb-Anlage vollständig verschwunden sein wirb.

" Uhrenregulierung. Ten Teilnehmern an allen LrtSsernsprechnetzen, bie zum Sprechverkehr mit Hamburg zu- gelassen sind, wirb eS nach einer Weiterung des ReichS-Post- I amteS künftig zu jeder Zeit möglich sein, ihre Zeit mit ber Ian der Hauptuhr ber Hamburger Sternwarte (ge- Inaue mitteleuropäische Zeit) zu vergleichen. Zu diesem Zwecke ist lediglich erforderlich, bei dem Fernamt eine Ver- I bindung mit ber Bezeichnung .Zeitsignal Hamburg" anzu- melben. Die Zeitsignalverbindung wirb wie eine gewöhnliche Verbindung mit Hamburg hergestellt und berechnet. Stach 3 Minuten wirb sie getrennt. Die Hauptuhr der Sternwarte ist burch eine Signalleitung an das Fernsprechamt in Harn- i bürg angeschlossen. TaS Zeitsignal besteht auS einem firenen- artigen Tone, der von ber 55. bis 60. Sekunde jeber Minute LU hören ist. TaS Ende des Tones zeigt Die Vollendung einer Minute an. Auf ben Sirenenton folgt ein schnarrendes

z. Mucke, 24. Aug. Welch großen Schaden die Eschen an ben Ackerfeldern anrichten, die an der Straße gelegen sind, bas hat sich nie mit solcher Scharfe gezeigt, ivie jetzt bei ber großen Trockenheit. An der Hauptstrabe von hier nach Ruppertenrod befindet sich noch eine Anzahl dieser schädlichen Eschen, ivahrend sie in der Gemarkung Flensungen bereits entfernt worben sind. In der Rahe dieser Eschen und zwar viel weiter als ihre stroneu reichend, ist ber Bestand ber Sieder mit Kartoffeln, Tickwurz und lanberen Hackpflanzen vollständig zu Grunde gegangen. Wie | verbrannt sehen diese Stellen aus, ivahrend Die Eschen selbst Wie wir hören, sollen auch diese Eschen ent*

im Grobherzogtum 44 VerücherungSgesellschasteu, also fast alle auch im Deutschen Reiche verbreiteten, gugelafien. Ibre Ge'chäslSergebnisie sind >edoch außerordentlich verschiedene. Den' grössten Umfang nimmt bie Frankfurter Versich.-Ges. Providentia ein. deren Zahl ber bestehenden Vei'icherungS- polizen am Schlich deS Jahre- 1910 46 717 betrug bei 344 855 513 Mark GesamtversicherungSsumme. An Ent-

Tie Fortsetzung der Verhandlungen.

Paris, 24. Aug. Mehreren Blattern zufolge sind be­reits in der gestrigen Unterredung der Minister mit den drei Botschaftern endgültige Beschlüsse über die Rege hing der deutsch-marokkanischen.Angelegenheit gefaßt wor­ben. Es bestände diesbezüglich au d) nicht die leiseste Meinungsverschiedenheit. Es heißt, daß der Bot- scbafter Cambon dem m Rambouillet weilenden Präsidenten Fatliöres die gefaßten Beschlüsse heute vorlegen werde. Diese sollen im morgigen Ministerrat endgültig genehmigt werden.

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Paris:

Man kann bas P c r s e 11 ro e r d cn d e r V e r h a n b 1 u n g e n heute ruhig als etwas bezcickmcn, das mit h ö ctrst e r abr- schtin 1 ichkeit zu erwarten ift. Dem morgen stattnn- denden Ministerrat wird daS Verhandltmgsprogramm, das in den letzten Minislerkonferenren auSgearbeitet wurde, vorgelegst wer Den. Dieses Programm beschästigl sich vor allem mit der ,rormet, welche Frankreichs neue politische Stellung zu Pt arokko von i e D e m deutschen Einsluu ) t d) c r n e 1 leu soll. Diese Formel Dörrte sehr iveitgebenb sein, weiugllens in ihren Möglichkeiten. Sic wird, natürlich unter Der Voraus­setzung, daß iic Die Genelimigung aller anderen Unterzeichneten Der Atgeeirasakte findet, Frankreich Die Möglichkeit nchern, even­tuell einem W n n s ch e des Sultans M ulen paf i D, H a> unter das Protektorat Der franzo fr ich e n Re­publik zu stellen, zu entsprechen. Dafür wll ain Iran zösischer Leite aber auch der ernste und aui richtige Wille bestehen, Deutschlands w i r t, ch a 1111 ch e und kommerzielle Freiheiten in Marokko und bcioiiberv im Sus nach Deutschlands weitgehendsten Wünschen sicher zu Hellen. Das Programm wird auch Die Aomvenfatio n i m K o n g o , welche Die französische Regierung gewähren wird, fixieren. -an darf erwarten, daß diese Kompensationen reichlich ausiallen, reich­licher als das, was Frankreich bisher geboten. Sie betrefien haupt­sächlich das Hinterland des Kongo, der Gabun und Libreville Dürften iedoch ausgeschlossen sein Wahricheinlich wird man ans französischer Seite Die Abtretung gereuter D e u t- scher kolonialer Gebietsteile, wie den viclcrreahnten Entenschnabel am Tschadsee, verlangen, ober daraus kein con­ditio suie aua non machen. Immerhin würde man es hier Dani dar begrüßen, wenn Deutschland sich in diesem Punkte entgegen­kommend zeigte. Es wäre ein populärer Triumph Der republi konischen Diplomatie und wird das Prestige Der Re­publik erhöhen.

üppig grünen. , .

fernt werben. Tic Slraßenverwallung erwirbt sich mit dieser

Ter Verweis für Pfarrer straatz.

TieBossrsche Zeitung" veröffentlicht den Wortlaut des Konsistorialschreibens an den Pfarrer Lic. Kraatz. 4,er Schluß der äußerst scharf gefreuten Entscheidung lautet:

Bei Der Sachlage und in Beruclsichtignng Der Danache, hab Sie bereits zweimal einen Verweis erhalten haben unb daß wir ,3bneu erst kürzlich aui anberer Veranlassung unsere mute Mtb- biüigimg ausfprcchen mußten, haben wir in Dem vorliegenden Falle Die Eröffnung des förmlichen Disziplinar­verfahrens, mit Dem Ziele Der Entlassung aus Dem Kirchen- amte, gegen Sie eingehend erwogen, haben adei doch geglaubt, mit Mcksiän auf Ihre Jugend und mit Ruch ich: aut Da*' vom Generaliuperintendciuen von Berlin aus bei vertrau- lidicn Unterredung mit Ihnen über Ihre Persönlichken gewonnene Urteil, Davon noch absehen zu sollen, mrd be'chlonen. Sie aui Grund Der Paragraphen 2, 7 und H a. a. L mit Diciem Verweise zn bestrafen Z-:..mani-

Freitag, 25. August 19U

Splaliontonid und Verlag der Brühl'schen llnivrrsität< - Buch- imb 6teinbrudereL R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Tnttferei: SÄul« (trabe 7. Expedition und Verlag: 51.

Rebaktion.e-»-112. Tel.-Adra Anzeiger Gießen,

Mhener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhefjen

Geräusch, baB sich auS kurzen und langen Tönen zusarnmen- setzt und erkennen läßt, welche IDlinutc einer Periode von 10 Minuten verstrichen ist. Zn der übrigen Zeit Der Minute, also bis zur 55. Sekunde, ertönt ein regelmäßiges Ticken. Interessenten erhalten von dem hiesigen Telegraphenamt gerne weitere Auskunft.

** P o m Biograph schreibt man uns: Tas Biograph- Theater bat dies.snial wieder cm vorzügliches Ütogramni am- gelten An der Spitze neht natürlichiie L vier des Alkohols', em Film von etwa VOü Meter Lange, in jeder Beziehung fein durchgedach: und zur Ausführung gebracht und fmbet wie bis jeet überall, auch hier bei allen Besuchern, ungeteilten Bestall« An bieien Schlager ichliesst sich würdig anZhe ZugeticreunD"/ l ein Film, der inbezug aui Znhalt und Lvicl estvas gronoLiiged Daiüellt Für Humor und Unterhaltung sorgen in vonreisticher

Paar' i nbTi Gaume nt

somit wohl mit Recht behaupten t gramm einzig Daüehi, wie auch bie vi len der Besucher beweisen.

Kreis Alsfeld.

rlrbeiterbewegnng.

Reue Unruhen in England.

London, 24. Aug. In dein Lrte Ba rgoed in Mon rnouthfhire fanden in der Nacht Ausschreitungen statt, wobei ein Tutzend Läden geplündert und de­moliert wurden Militär ist dorthin gesandt worden. An anderen Lrten des Distriktes sanden keine Unruhen statt, doch sind Die Truppen von Tredegar und Rhymnel) wegen der drohenden Haltung des Mobs nicht zurückgezogen wor- )cn. Eine Abordnung des Liverpooler.Streikkomi t e e s kam am Abeiid nach London, um mit den vereinigten Vertretern der Eckenbalmgewerlschaften des nationalen Tran^portarbeiterverbandes über eine allgemeine Ar- beitseinst ellung zu beraten für den Fall, daß die a u s st ä n D i g e n Straßenbahnange st eilten von >cr Gesellschaft nicht wieder angenommen werben. Bei der Konferenz wurde befcfiloifen, an den °ort> Mayor von Liverpool, an das Handels-aml und an den Premierminister Telegramme abzusenden, in denen dieses gemeinsame Komitee der Eisenbahnangeitellten Ant­wort auf Die Frage verlangt, ob die zurzeit ausständigen oder ausgesperrten Straßenbahnangcstellten Liverpools bis morgen mittag wieder eingestellt würden.

Rach einer letzten Meldung aus Liverpool hat Die Straßenbahn inzwnchen beschlossen, D-.c AuSstänDigen reicher cm- iuücllcn Damit Durste Die AusstanDSbewegung beendet ,em^ iic Ausständigen hielten am Donnerstag, erbittert über Das Berbvi

Umzuges, Drei Straßenbahnwagen an und zertrümmerten> Die Fensterscheiben. Polizei und Militär zerstreute Die Ruhe­störer.

au Dem Ausstand in ber Berliner clektri- c di e n Fnbustrie wirb nütgctcili, daß noch nicht fünf Prozent der Elektromonteure und der Helfer Großberltns die Arbeit niederlegten. Tie Plätze der Ausständigen find arößtenteils durch Arbeitswillige besetzt.

Am Leipziger Metallgewerbe wurden nunmehr zwischen den Arbeitgebern unb Arbeitnehmern Bcrhand- jungen angeknünst

rtii,n bei,

Ans Stadt nnd ltand.

Gießen, 25. Allgust 191L

Feuerversicherungen in Hessen. Rach den Mitteilnngen der Zentralstelle für LandeSstatistik kommen in Öencn auf 100 Einwohner FeuerverficherungS-Polizen in Den Jahren 1884: 10, 1898: 16, 1909: 20 unb 1910: 21. Auf je einen Einwohner entfällt in den gleichen Fahren eine Versicherungssumme von 929 Marl, 1342 Mart, 1558 Mark unb 1612 Mark. Ter DurchfchnittSbetrag einer Polize v.i im Jahre 1910 = 7861 Mark. Zum GefchastSbemeb sind

Deutscher tlnuwltstag.

Ter Deutsche .luwallstag wird dieses Fahr in Würzburg am 11., 12. und 13. September stattimDen und Darüber der- hanbcln, ob Die Zulanung zum Änwoltsberuf bejcknänkt werden soll ober ob sonstige Mittel gegen die Ucbcrfüllung imb die Rot Des Aureallsstanbes vorgeithlagcn recrbai sollen, ferner ob unb welche Aenberungen in beit Vorschriften über die V o r b 11 b u n g bet Zurinen Richter unb Rechtsanwälte) cingestihrt werden sollen. Run hat der Borsland Des Deutschen Amvaltsvereins ouyerDem noch in letzter Stunde einen Vortrag des Rechtsanwalts L o 1- Dan-Mainz für Sonntag, Den 1<>. September 1911 in Wurz, bürg angesetztüber Das Projekt einer Treuhand- ge, c11fä, aft Der R e ch t i a n ro ä 11 c", bereu Gnnibung Rechlsanwali Solban vor einigen Monaten in einer Broichuie vor- .1 cidUgui not

2<ircbc nnd Schule.

von Patbe fr^re.. tcn hat dieser .31

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Englisches Zureden.

London, 24 Aug. DieW e st m i n st e r G a z e t t c betont in ihrem heutigen Leitartikel, Deutschland habe Anspruch auf Kompensationen, wenn Frankreich ihm freie Hand in Marokko aewähre. Deutschland verfolge eine rein geschäftsmäßige Politik, Frankreich müsse sick, klar machen, das; cd für das, was es haben wolle, zahlen müsse. Ei,i Freund Frankreichs könne ihm nur dringend raten, die vorteilhafte Gelegenheit nicht unbenutzt vorübcr- gchen zu lasseii, weil es nicht emr angemessene ober sogar anständige .Kompensation zahlen mag. Das Blatt weist die Idee zurück, daß England Frankreich aufreize, eine aggressive oder unvernünstige Haltung einzunehmen Der Gedanke, daß England eine Verständigung verhindere, um Deutschland im eigenen Interesse in Äcstafrika vom Meer abzuschließen, sei ebenfalls völlig grundlos.

Verdrängung von Teutschen au8 larnbant?

Paris, 24. Aug. Wie dieAaence Havas" aus M o g a d o r unterm 22. August meldet, sind die 11 n r u b e n in der Räbe von Tarn baut beendet. Die Deut­schen, mit Ausnahme eines einzigen, ver- ließen Tarudant. Der Kaid bereitete zwei Franzosen, welche dort eintrasen, einen guten Empfang.

Die Genugtuung, die auS dieser Meldung derAgencc Havas" spricht, ist nicht zu verkennen. Sollten die dnitschen Marineoffiziere in Agadir so wenig sich um das Schicksal ihrer Landsleute kümmern?

innng zu rechnen.

DieDeutsche Tageszeitung" meldet aus Prag: Tas Prager Tageblatt" berichtet, daß Prager Finanz l eu t e au/ informierter Quelle die Rachrickst erhalten hätten, daß Die letzten BerabreDungen Des Staatssekretärs v. Kidcrlen-Wächter und Des Botschafters E a m b o n Die Billigung der französischen Regierung gefunden haben, |o daß eine schnelle Einigung nicht mehr zwciselhast sei.

Hossentlich hat der Prestige-Förderer jur die französische Republik hier nur Flausen gemacht! Das;man" es in Frankreich Dankbar cmpsindcn würde, wenn'Deutschland von seinen Besitzungen abgcbeu würde, kann faum als eine Neuigkeit betrachtet werden, -tie deutsche Regierung bat aber mit der deutsch e n Bolksstim-