wünsche )etzt, das;'bre"Regff'eMüg'ber^klrrion|fiÜLfSFdse Kaffn baue. Staatssekretär Knox fei noch nicht schlüssig.
Das Repr äse nianten Haus in Washington empfahl für das Schiffsbauprogramm 1912 den Bau von zweiSch lacht schiffen, zwei Kohlenschiffen und acht Aorpedo- bootszerstörern und vier Unterseebooten.
Die „Times" meldet ans Washington: Der Gegenseitigkeitsvertrag zwischen den Bereinigten Staaten nnd Kanada ist gestern abend abgeschlossen worden.
Amtlicher wetterderick.
Oeffentliche Wetterdienststele Gießen.
Verlauf der Witterung seit g stern früh: Daö weltliche Hochdruckgebiet ist, wie erioartet, olvärts Vorgeorungen und lagert mit seinem Zentrum über unserer Gebiet. Infolge der sich lichtenden Bewölkung hat Wärmeausstrhlung in der Nacht schwachen Frost gebracht. Da jetzt nördliche nesdruckgebiete sich stärker entwickeln und mit ihren Ausläufen leit südwärts üar* dringen, steht in einiger Zeit ein Um sch lac» zu feuchterer Witterung bevor; doch wird morgen noch mit Einer Aenderung zu rechnen sein.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, fern 22. Jan. 1911: Zeitweise heiter, leichter Nachtfrost, trocken.
Hoherodskopf: Schibahn im freien Felde unbrauchbar; im Walde noch günstig.
Der Moabiter Lchwurgerichtrprozeh.
Berlin, 20. Jan. (Moabiter Krawallprozeß.) Dor dem Schwurgericht beantragten die Staatsanwälte gegcsn fünf Angeklagte schuldig wegen schweren Aufruhrs, fünf wegen einfachen Aufruhrs, vier wegen schweren Landfriedensbruches und vier wegen gemeinsamer qualifizierter Sachbeschädigung. Außerdem beantragten die Staatsanwälte, allen Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen.
Landkreis Gießen.
— Lang-Göns, 20. Jan. Der Gesangverein .Frohsinn' hier hält sein 56jähr. Stiftungsfest am 4. Februar in seinem Vereinslokal „zum GambrinuS" ab. — Der Verein beabsichtigt, im Laufe dieses Sommers den Gesang-Wettstreit des QuartettvercinS „Arion' zn Bonn zu besuchen.
* Alb ach, 20. Jan. Heute nachmittag um 4 Uhr brachen zwei Kinder auf dem hiesigen Dorfteiche ein. Lehrer Groh, der in der Nähe wohnt, sprang hinein und rettete die beiden Kinder, die sich mit den Händen an die stehen gebliebene .Eisfläche anklämmerten und um Hrlfe riefen.
rf a. d. Lumda, 19. Jan. Der Vortrag von Sekretär S ch w a r z aus Gießen über Organisation und der Landwirtschaftsk«immer findet im Gasthaus Bauer (nicht Braun) statt.
Kreis Lauterbach.
, Hochwaldhaus en, 20. Jan. Infolge des anhaltenden Tauwetters findet das auf Sonntag angesetzte Winterfest vorerst nicht statt.
Starkenburg und Rheinhessen«
rm. Darmstadt, 20. Jan. Ein schwerer Einbruch wurde d^ser Tage rm Pfarrhause in Dieburg bei dem tatholrschen Dekan Kemmerer begangen. In der Nicht drang ein Einbrecher durch das Kellerfenster in das Haus ein, erbrach mehrere Türen, bis er schließlich an der Tür zu dem Arbeitskabinett des Zetans Halt machen mußte, da deren Schloß seinen Oefsnunas- versuchen widerstand. Vielleicht ist er auch durch irgend ein Geräusch verscheucht worden. Der Dekan hat von dem Einbruch nichts gement. Der int oberen Stock wohnende Kaplan horte wohl ein Geräusch, legte ihm aber keine Bedeutung bei. Ntan hat von dem Einbrecher feine Spur.
SB. Mainz, 20. Jan. Die Abordnung der Stadt Wien nahm heute vormittag eine weihevolle Feier auf dem Ehrenhos des Mainzer Friedhofes vor, wo die Gebeine hier verstorbener österreichischer, deutscher und französischer Sol» daten eine gemeinsame Ruhestätte gesunden haben. Oberbürgermeister Neumayer legte drei Kränze nieder. Der Kranz für das Franzosengrab trug die Inschrift: „Den Kämpfern für die Ehre des Baterlandes Die Stabt Wien". An dem deutschen und deut oster relchuchen Monumente trugen die Kränze die Inschrift: ,,^en toten Brudern cm Gruß aus der Heimat". Anschließend daran sprach Oberbürgermeister Neumayer der Stadt Mainz für die pietätvolle äiubcitattc die die österreichischen Soldaten hier gefunden hatten, leinen innigsten Dank aus. Später gab die ^tadt der Abordmmg ein rttühstitck in der Stadthalle. — Nach- SfJZnr ant .'-^aunittag das Römisch-Germanische
-Ruseum und den iom besichtigt hatte, gab die Siabt Main.; im herrlich dekorierten Gutenberglasirw ein Festessen. Dabtt feierte ^erOberbürgermeister Dr. G ö t t c l m a n n die Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich, die in per. Festigung des
Kleine Tagerchronik.
Der Landwirtschaftsmini st er Beauftragte den Di-4 rektor der Tierärztlichen Hochschule in Hannover die Studentenschaft mit einer angemessenen Frist zum Wiederbesuch der Vorlesung aufzufordern und zwar unter .Androhung der Streichung des lausenden Semesters.
In der Grube „Neue Hoffnung" bei Halle wurden *mrch Schlemmsand sieben Arbeiter abgeschnitten.| Drrch eine Explosion wurde die Rettung sehr er-, schwert. Sech s Arbeiter wurden g eret t e t. Der siebente war heim Eintreffen der Expedition bereits tot.
In deii Wiesdorfer Fabriken wurden 15 Arbeiter, die in eiiem besonderen Raum ihr Mittagsessen verzehrten, als sie ins Frye traten, nach einander bewußtlos. Sechs von ihnen mußt«? dem . Mülheimer Krankenhaus zugeführt werden; einer von rlsten ist bereits gestorben.
Oberbürgekpeister Gauß von Stuttgart beabsichtigt, tote' das Wolffsche fötreau meldet, nur auf ein viertel Jahr aus seinem Almte^u scheiden, und nicht endgültig, wie gestern mitgeteilt.
Im Kaukasus wurde in der Nacht auf Freitag ein fünf Sekunden dauwndes Erdbeben wahrgenommen.
Im Dorfe Viei»leville äscherte Feuer ein Haus ein, daß zwei Brüdern gehette. Die Brüder wurden tot im Bette liegend gefunden. Die Lichen waren durch Beilhiebe schrecklich zugerichtet. Die Brder sollten 40 000 Francs int Hause haben. Nach einem frühem Angestellten der Brüder wird gefahndet.
.Am Kaspischen Mer wütet ein ungewöhnlich heftiger Sturm. Das Wafer unterspülte den Uferdamm und drang ins Gymasium ein. Aus dem gleichfalls! bedrohten Gefängnis wurden ic Gefangenen in Sicherheit ge*j bracht. Infolge des Eindringeis der Meereswellen in den nahe^ gelegenen Nuriessee ist dieser ücr die Ufer getreten und über-, flutet den Stadtgraben und die Boulevards. Die Lesehalle ist z e r st ö r t. — Im GouverneiLNt Eriv an wütet seit einer Woche ein Schneesturm. Mhrere Personen sind umgekommen.
Auf dem englischen Damfer „Paisiana", von Newyork nach Melbourne unterwegs, brach am 1b Dezember Feuer aus. Nach vergeblichen Anstrenguiigen, die Fimmen zu ersticken, verließ die aus 35 Köpfen bestehende Besatzung das Schiff und erreichte in Rettungsbooten am 19. Dezember d: St. Paulsinsel. Drei Mann starben infolge Erfchöp'ung. Die Ueberleben- den fanden an der Küste ein Nahrung.mitteldepot, von dessen Vorrat sie lebten, bis sie von einem eglischen Dampfer auf- gefunden wurden, der sie nach Albany brchte.
Carnegie stiftete für das Carneie-Jnstitut zehn Mill. Dollars. Die Gesamtsumme seiner Stiftagen für das Institut beträgt 25 Millionen.
trugen bei das Quartett des Laüerschen'Gestmgbereins/ der Män- nerturnverein stellte Pyramiden und der Radfahrerverein 1885 rührte große .Itadreigen auf. Vom Kavallerie-Verein und Militär- a-n,DaStröey>etn tJ)er ^cre^ Fahnennägel, vom Marineverein ein Bild. Um 2 Uhr konnte der Tanz beginnen. Auch 20 Mann vom UnterofsizMkrrpS der 25er und .61er Artillerie waren von Darmstadt zur Feier gekommen.
, *2%^ ^ener Stadttheater. Die gestrige Aufführung des Oty^llo war nicht nur im großen und ganzen, sondern auch im ueinen einzelnen wohl erwogen und sorgfältig ab-
gestlmmt. Richard Bruno bot als Othello eine schacht- bare Letstting und verstand es, in klugem Bedacht fortschreitend, den elementaren Ausbruch all der gedämmten Wildheit mit er- J°üitterrtber Wucht durchzuführen. Stolz und bescheiden in seinem ©[11(1 stand e?, vor dem Senat, und wenn er hier noch etwas lyriicher hatte |iin dürfen, die Steigerung der wallenden Eifersucht gelang ihm fast restlos, und in seinem klagenden Jammer fehlten lKln die rührerwen Töne nicht. Ganz Ueberlegung, Wille und Entichluß war Kurt Aühne als Jago, der mit gewandter Wahrung. i^rnes Ansehens al? ehrliche Soldatennatur, mit unbeirrbarer ©teugfeit fern Ziel öcrUMt. Ohne Uebertteibung und ohne billige Mätzchen gab er dem ^djirrfifdOeit Fähnrich eine schlichte, imponierende^ Größe, die eben *aruni um so machtvoller wirkte, je gelanener er sie zur Schar zu tragen wußte. Lieblich, herzlich und von rührender Jnrnrkeit war Franzi Koch als Desdemona, und wenn die Künstlerin alle Gründe für das Verhalten des zarten Weibes in der Liebe zi Othello suchte, so war das das einzig richtige. Dem seltsamen, unkllren Charakter der Emilia konnte auch Elly Gühne keine festen imtriffe geben. In den kleineren Rollen traten besonders noch Katt Marx als harmlosedler Cassio, Friedrich Timian als vertrcttelter Roderigo hervor.^ Die Leitung der gut durchgearbeiteten Anführung, die auch hübsche Bühneirbilder bot (ob man in Cypem damals schon die Gothik kannte, fei dahingestellt) hatte Herrn. Ba k>f.
** Siadtth eater. Es sei darauf hing'wiesen, daß Schillers „Maria Stuart", die morgen ibend bei [kleinen Preisen gegeben wird, nicht wiederholt wird. — In Karl Schönherrs „Glaube und Heimat", dessen Premiere am Dienstag stattfindet, ist das gesamte Hwren- personal beschäftigt; von Damen wirken mit Frau Baumeister, Frau Gühne, Frl. Scholz und Frl. Lotti Wendck. Die Regie liegt in den Händen von Direktor Steingoetter.
** Vom K.in emat o gr a p h wird uns geschrieben: Das Theater lebender Bilder bringt in seinem neuen Spielplan einen etwa 400 Meter langen amerikanischen Kunstsilm „Die Rose von Salem", der ganz besondere Beachtung verdieitt. Auch der für Kinder sehenswerte, aus Märchen zusammengesetzte Film „Es war einmal" wird seine Wirkung bei Jung und Alt nicht verfehlen, ebenso ein aus dein Leben gegriffenes Drama „Ein guter Bruder". Den Freunden des Humors ist durch drei Films Rechnung getragen, so daß jeder Besucher beim Verlassen des Theaters mit dem Gebotenen zufrieden sein wird.
** Naturheilverein. Man schreibt uns: Gestern abend fand auf Veranlassung des Deutschen Bundes der Vereine für naturgemäße Lebens- und Heilweise (Naturheilkunde) Berlin, insbesondere der Gruppe Hessen und der Gruppe Hessen-Nassau, Waldeck und Südhannover zwecks Gründung eines Naturh eilv er eins im Caf6 Ernst Ludwig statt. Nach einem Vortrage des Herrn C. Eucker, prakt. Vertreter der Naturheilkunde aus Fulda, wurde zur Gründung eines Vereins geschritten. Die Satzungen wurden beraten und ein Vorstand gewählt. Demnächst soll wieder eine Versammlung und ein Vortrag stattsinden.
** UcBer kirchliche Krankenpflegeorgani- fatinnen sprach gestern abend Pfarrerlock aus Nieder- Ramstadt auf Veranlayung des Frauen Vereins der Gesantt- gemeinbe. Er gab eine Uebersicht über die bestehenden Einrichtungen zur Krankenpflege in der evangelischen Kirche und legte ihr Wesen dar. In der Würdigung der Organisattonen verstand er es, den i.n| Hessen gegenwärtig nebeneinander arbetteuÄLu Kraukenpstegeorganisationen, den alten Diakonissen und dem modernen und freieren Diakonieverein in gleicher Weise gerecht zu werden und gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß beide voneinander zu lernen hätten,
** Der Stenographen-Verein Sto lze- S ch r e y beginnt Dienstag, 31. Januar, wieder einen Un - terrichtskursus, auf den wir Interessenten ganz besonders aufmerksam machen.
** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Bockenheim- Franlfurt a. M., Kempen jm Rhein!., Regierungsbezirk Düsseldorf.
Letzte Nachrichten.
Ans der französischen Kammer
Paris, 21. Jan (Forts.) Im wettere Verlause der K a m m e r s i tz u n g über den Allgemeinen Arbtterverband, er- klarte der M t n t ft erpräsident: Der Allgereine Arbeiter- verband jei eine Gruppe von 3000 Arbeitersyndikam. Aber nicht' in dresen Syndikaten sei der Keim der Entscheidunen zu suchen, x-C Qn-,^artZwisten Führern gejchafsen wrden, die sich die Lettung des Verbandes angeeignet haben. DerVerband, der Nch bewußt geworden sei, daß er am Einfluß verliere, übe ihn durch r toie^I9eromnen wollen, aber die Arbeiterwelt
habe Iich von der Herrschaft etwa 20 Letter des Verbndes befreit. Z-^/L nrcht wahr mef in diesem Augenblick jerand von ber
A a^renö der Störer, ein beton ter Arbeits-
> V1 au 1 wurde, antwortce B r i a n di auf den Zuruf mtt den Worten: „Das ivar der Sbmrrensfcbaei HiiTit in dessen Wunde mau den Finger gelat." Dann
fuhr der Ministerpräsident fort: Man dar den All- ^^en ^belterverband niept auf lösen, well es sonst be Anschein nnFim.*n nP^nff2nbltatyltCl)rU beeinträchtigt werde. Es ;nh Maß- ' ' verhindern, daß die Propagaiidaoer Anti- Ä &FÜ,ernen ?tniJan9 Undet. Die Regierng bringt fluten ^egen und wird die Syndiktssreiheit
mnhrp'n w ben Syndikaten ihren beruflichen 'harakter hat der Kammer Maßnahmn gegen und fSS ieM 9mit afPhlm mit Strenge durchgeführt wurden Tage verringern. Die Arbiter be- F ’•,? ..^ttatton der Revolutionäre sie zu nichs führt, nickt „Jflärte zum Schluß: Man birfc «ich
St.» Unterbruckungspolitik verirren, es sei nölg, dem toenn^'folSp^ÄrthU b^’^af'en und Kollektivverantwortlibkeiten, £ Ä beseitigen, aber man müsst auch
Frettag°^ bCr ^ndikatsfreihelt erweitern. Nächste Ätzung
20- ^an. In dem Prozeß des Pöar- ben, Gra.en Zeppclin unbtot ? of-r?r »Err9efdt hat das Obcrlaadcsqcrigt dre Klage im vollen Umfange abgewieseu. ü !
deutschen Gedankens und in der Entwickelung deutscher Kultur ihre Ziele fänden. Sein Hoch galt dem Kaiser von Oesterreich, dem deutschen Kaiser und in einer weiteren Rede der Stadt Wien. Der Wiener Oberbürgermeister Neumayer erwiderte in einer Dankesrede, die in einem Hock auf die Stadt Mainz, ihre Ber< Wallung und ihre Bürgerschaft gipfelte. Heute abend folgt der Wiener Gemeinderat einer Einladung des Mainzer Karne-i valver eins in die zweite Herrensitzung in der Stadthalle.j Die Abordnung wird morgen vormittag nach Wiesbaden undi am nachmittag nach Frankfurt a. M. Weiterreisen.
ch. Bingen, 20. Jan. Die Handelskammer Mainz W an die hiesige Stadtverordnetenversammlung das Ersuchen gerichtet, eine von ihr an den deutschen Reichstag gerichtete! Eingabe bett, die Sch i ff a h r t sa b g a b e n, zu unterstützen.! Diese Eingabe befaßte sich damit, daß der Entwurf bett, die Schiff- falxrtsabgaben zunächst vertraulich verhandelt werden solle und wünscht eine Veröffentlichung mit Frist von mindestens viert Wochen bis zur Durchberatung, damit eine öffentliche Aussprache und Stellungnahme zu dem Enttourf möglich sei. Bei der einschneidenden Bedeutting, welche die Sache habe, halte man eine überstürzte Behandlung nicht für angebracht. Die Versammlung unterstützte die Eingabe an den Reichstag einstimmig.
to. Wor m s, 20. Jan. Im Theater gestorben ist gestern abend die Witwe Ludwig Goldschmidt. Als sie ihren Theaterplatz einnehmen wollte, wurde sie von einem Unwohlsein befallen, däm bald darauf ein tödlicher Schlaganfall folgte.
Hesfen-Nafsau.
X. HanaU/ 20. Jan. Die Bemühungen der Stadt/ das neuzuerrichtende Betleidungsamt für das 18. Armeekorps zu erhalten, sind gescheitert, das Bekleidungsamt wird endgülttg in Mainz errichtet. Hanau war bereit, recht ansehnlrch zu nennende Zugeständnisse finanzieller Natur einzugehen, doch haben militärische Grün^L für Mainz gesprochen.
Ans Statt rind Land.
Gießen, 21. Januar 1911.
" Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nachmittag 3st, llhr: und feine Schwester*; abends 7'/, Uhr:
„Aiaria Stuart."
Konzertverein: 2. Kammermnsikabend (Novi- tcitenabend) Sonntag abend 51/, Uhr in der Neuen Aula.
Alldeutsch er Verband: Vortrag vonDr.Jos. Stark- Wien: Das Deutschtum in Ostösterreich. Sonntag abend 81/* Uhr in Steins Garten.
Brief marken-Ausst ellung des Philatelisten-Vereins Gießen. Sonntag von 10 Uhr vorm. bis ö Uhr nachm. im Saale des Hotel Schütz.
Ev. Arbeiterverein: Aufführung von „Der Leiermann und sein Pflegekind." Sonntag abend 8 Uhr in der Turnhalle.
Kolosseum: Täglich Vorstellung. Ab Samstag Gastspiel des Schlierseer Possen-Ensembles.
Kinematograph: Neuer Spielplan.
Biograph: Neuer Spielplan.
A u l a g e m u s i k am Sonntag vormittag 11'/, Uhr in der Süd. Anlage. Spielplan: 1. Armeemarsch Nr. 9 (Herzog von Braunschweig); 2. Ouvertüre zu „Franz Schubert" von Fr. v. Suppö: 3. Divertissement a. d. Musikorama „Siegfried" voll R. Wagner; 4. König Karl-Marsch von C. Unrath (Armeemarsch Nr. 224a).
** Der Kliniksvertrcrg über die Behändlung der lrauken Stadtarmen, der in den letzten Wochen von Vertretern des Staates und der Stadt vereinbart wurde, fand in der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung die Zustimmung der Stadtverordneten-Versammlung. Wie wir erfahren, 'bringt Her Vertrag eine Erhöhung der seither von der Stadt zu zahlenden Beträge insofern, als an Stelle des seitherigen Pauschbettages Einzelpflegescitze eingeführt werden.
♦* Pfarrperfonalien. Der Großherzog hat den Pfarrer Hch. Brill zu Ober-Widdersheim von der Uebernahme der ihm übertragenen Pfarrftelle zu Griesheim auf sein Nachsuchen enthoben und die evang. Pfarrstelle zu Griesheim dem Pfarrer Karl Gerhard zu Kirch- Brombach übertragen.
** Regierungsassessoren. Durch Entschließung des Ministeriums des Innern wurden die Referendare Rich. Heyne zu Offenbach und Gg. Weber zu Darmstadt zu Regierungsasfessoren ernannt.
** Erledigte Lehrer stelle. Eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinstelle an der Gemeindeschule zu Mühlheim (Kr. Offenbach).
** Gesuche um Verleihung des „Goldenen 'Kreuzes" zum 11. März 1911, denen eine Bescheinigung der zuständigen Bürgermeisterei oder Polizeibehörde bei- gefüc^t sein muß, aus der hervorgeht, daß die Beding- ungen für die Verleihung des „Goldenen Kreuzes" er- jfüllt sind, müssen bis längstens den 15. Februar bei dem Großh. Oberkammerherrn Freiherrn Riedesel zu Menbach Exzellenz in Darmstadt eingereicht sein.
/ ** ©tubentifcfye Unterrichtskurse für Ar
beiter und Unterbeamte. Am Dienstag abend .findet im Physikalischen Hörsaal ein Experimentalvortrag über „Elektrizität" unter Leitung des Herrn Dr. Schmidt statt. Zu diesem^ Vortrag ist jedermann eingeladen.
** Heinrich Knote-Abend. Man schreibt uns: Für Städte, in denen ganze Wagneropern nicht aufgeführt werden können, ist es unter allen Umständen ein begrüßenswerter Versuch, den musikliebenden Kreisen wenigstens Bruchstücke ans Wagners Tondramen vorzuführen. Wenn der Künstler noch dazu ein Sänger wie Heinrich Knote ist, der anerkanntermaßen über den herrlichsten Heldentenor verfügt, in dem aegenwärttg Wagner- usw. Rollen !zu Gehör gebracht werden, so ist das für unsere Stadt Gießen ein musikalisches Ereignis. Die Vortragsfolge ent- 'hält Stücke, die sich für den Konzertsaal besonders eignen aus den „Meistersingern" das Preislied: „Morgenlich leucbtend", und „Am sttllen Herd in Winterszeit", aus „Lohengrin" die Gralserzäblung: „In fernem Land" und aus der „Walküre" das Liebeslied Sigmunds „Winterstürme wichen dem Wonnemond". Gewiß eine auserwählte Liederfolge!
** Kolonialvortrag. Prof. Dr. Sievers wird am znachüen Dienstag abend in der neugegründeten Abteilung des ,F rauend und es d.d. Kolonialgesellschaft einen öffentlichen Vortrag mit Lichtbildern über die Geographie unserer Kolonien hallen Dieser Vorttaa ist als erstes Glied einer Reihe ähnlicher Besprechungen gedacht, die koloniale Verhältnisse und Interessen berühren. Es sei besonders darauf bingewiesen, daß der Vorttag im geographischen Jnsttttit, Brand- platz 4, stattsinden wird.
•• Vom deutschen Flottenverein schreibt man uns: Die Kreisgruppe Gießen hat für einen Vortrag am 6. Februar (Steins Garten) den Marinepfatter Wanger- mann gewonnen, der über: ,Unsere Diarine daheim und 'im Auslände" sprechen wird. Dem Redner geht ein guter Rus voraus, besonders ist er ein Kenner unserer Marine und hatte während 20jähriger Dienstzeit als Pfarrer an Bord der jSchiffe so recht Gelegenheit, Leben und Treiben daheim nnb draußen in unserer aktiven Marine kennen zu lernen. Der Vortrag ist mit Lichtbildern ausgeslattct und dürste für jeden, der Interesse für unsere Flotte hat, sehr lehrreich und aufklärend sein.
Der Artillerieverein schreibt uns sehr verspätet: Am Samstag den 14. Januar hielt der Artillerieverein Gießen ,sem Ibiahriges Stiftungsfest in der Turnhalle ab< ~cr Vepich war überaus groß. Das Programm war reichhaltig und Ichvu, dal- allgemeine Befriedigung laut wuroe. Die Musik wurde vvii der Kapelle des 2. Großh. Hess. Artillerie-Regiments Nr. 61 amu Darmstadt ausgenihrt. Tie Festrede hatte Pttivatdozent, Leutnant der Reserve, Dr. Besckte, übernommen, der die Uameradichaft der Vereine^ hervorhob und auch der Verdienste 2lrtrllette uni da^ Bestehen des Deutschen Reiches gedachte Unter dem derzeitigen Vvriitzr.lo.u Schuyma.- wmeicker Bernhardt i-i der Verein auf die Zahl von 97 Mitgliedern gestiegen Drei Veteranen, die Herren Bergmann, Müller, _ .- .uttenberaer mm (ben zu Ehrenmllgliedcrn ernannt Zur Verherrlichung des Festes
Nach langem Bruder
Herr Fer,
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Beerdigung f vom. 11 Uhr. DQ
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