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21.1.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaht 16 Seiten.

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Politische Wochenschau.

Gietzen, 21. Jan.

Deutsches lleicb.

Aus Metz wird gemeldet: In der Angelegenheit der Lorraine Sportive ist am Freitag Anklage gegen den Schlosser Sebastian Sch neid er /der bei den Kund­gebungen verhaftet worden war, und Genossen wegen Auf­ruhrs erhoben worden. 7 2 Zeugen sind zur Verneh­mung geladen.

21u$ der französischen Kammer.

Paris, 20. Ian. In der Kammer erklärte bei Gelegenheit der Beratung des Budgets des Ministeriums des Innern Baillant, es sei dringend notwendig, Maß­nahmen zu ergreifen, das Land vor dem Eindringen der Cholera zu schützen. Redner fordert die Regierung auf, eine internationale Gesundheits-Konferenz einzuberusen, die vorbeugende Maßnahmen ins Leben rufen soll. Ministerpräsident Briand antwortete, die Einbe­rufung einer internationalen H. giene-Konferenz sei soeben beschlossen worden.

Der Deputierte Pechadre richtete an den Minister- präsidenten Briand wegen der Unruhen in der Cham­pagne eine Anfrage und setzte auseinander, daß die Winzer fürchteten, daß die Einfuhr von zur Champagnerbereitung bestimmtem Weißwein sie im Verkaufe ihrer eigenen Er-

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Der Ausstand in fernen.

K onstantinopel, 20. Ian. DcrTourquie" erfährt, daß der am 15. Januar bei Ebha, Provinz Assyr, begonnene Kamps mit ben Aufständischen gestern noch andauerte. Die Regierungstruppen haben 60 Tote und eben- soviel Verwundete. Die Verluste der Aufständischen sind sehr bedeutend.

DemIkdam" zufolge beabsichtigt die Regierung^ außer dreißig Bataillonen im nötigen Falle noch andere Truppen nach dem Aemen zu senden.

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zeugnisse hindere. Briand antwortete, trotz der letzten Vorfälle stehe die R e g i e r u n g den Winzern ä u ß e r st wohlwollend gegenüber und werde ihnen Bei­hilfen und Steuererlaß bewilligen Die Wein f ä l s ch u n g werde streng unterdrückt. Die Abgrenzung des Champagnebezirks werde neu geregelt werden, aber die Winzer dürften sich durch Sabotage nicht die Sympathie verscherzen. (Beifall.) Damit ist der Zwischenfall erledigt.

In der Nachmittagssitzung wurde das Budget des Mi­nisteriums des Innern angenommen. Im Verlaufe der Aussprache verlangte Ringuier (Soz ) die Streichung des TitelsGelstimer Fonds". Ministerpräsident Briand antwortete, dieser Titel -gebe .ihm Veranlassung, die Ver­trauensfrage zu stellen. Der geheime Fonds werde im Interesse der Staatssicherheit verwendet. Briand betonte, daß dieser Fonds gut angewendet werde. Tie Kammer werde dies zu würdigen wissen. (Beifall.) Der Antrag Ringuier wurde darauf mit 359 gegen 135 Stimmen abgelehnt und der Titel bewilligt.

Die Aussprache über die Gebahruugen des allgemeinen Arbeiterverbandes wurde wieder ausgenommen. Lefevre du Prey sagte, es sei unmöglich, das Bestehen einer Ber­einigung zu dulden, deren Satzungen Organisierung des Generalstreiks und der Revolution zuließen. Ter Redner tadelte die Haltung des Arbeiterverbandes in dem Falle Durand, eines Mannes, der wegen Mitschuld an einem Morde verurteilt worden sei. (Stürmischer Widerspruch auf der äußersten Linken.)

Epernay, 20. Jan. Dcr heutige Tag ist ruhig ver­lausen. Tie Weinbauern hielten verschiedene Versammlungen ob, in denen sie ihren Beschluß, feine Gewalttaten mehr zu begehen, erneuerten. Die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind noch in Kraft.

Poris, 20. Jan. Die etwa 2000 Winzer, die in Verteuil eine Versammlung abhielten, verpflichteten sich, bis auf weiteres keinerlei _ Zerstörungsakte zu begehen, nachdem der Prästkt ihnen versprochen hatte, daß den Weinpantschern das Werk gelegt werden solle. Die Kellereien der Weinhändlcr in Epernah und Umgegejub werden militärisch bewacht.

Der Wahlkrcisvorsitzendc der Ra­tio n a lli b e r a l e n Partei für den Wahlkreis Gießen-Grünberg- Nidda, .Herr Rechtsanwalt Kaufmann, bittet un» um Aufnahme folgender Erklärung:In mündlichen Anfragen sowie in Artikeln verschiedener Zeitungen tritt das Gerücht auf, daß der Wahltreisvorstand dcr nationalliberalen Partei des Reichs- tagswahltreises Gießcn-Grünberg-Nibda die Kandidatur Gi- fevius zurückgezogen habe oder daß .Herr Prof. Gisevius selbst mandatsmüde sei und den Wahlkreisvorstand ge­beten habe, ihn von seiner Zusage zu entbinden. Um einer Legendenbilduug vorzubeugcu, stelle ich im Einver­ständnis mit dem Kandidaten fest, daß weder das eine noch das andere Gerücht den Tatsachen entspricht."

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verzichten zu können. Die praktischen Berufe liegen der Frau im allgemeinen doch näher als die rein wissenschaft­lichen. Im Interesse wirklicher Frauenbildung glauben wir es auch begrüßen jU dürfen, daß irrt Unterricht der höheren Mädchenschule bei uns nach wie vor ein Haupt nachdruck aus Tcusch, Geschichte, die lebenden Fremd- Prachen und Kunst und Literatur gelegt werden soll. Tie Frauen sind wchl die besten praktischen Psychologen: ./Willst du genai erfahren, was sich ziemt, so frage nur bei edlen Frauen q/r. G s Lt sich zu solchen Tugenden und glück­lichen Anlaa-r ein liebevolles Verständnis für deutsche Ver- gangenhcitzünd Kultur, so kann der Mann einer solchen Frau, wen diese noch die nötigen häuslichen Eigenschaften besitzt, ci vergnügtes Leben führen! Was dann ja auch auf das Glck der Frau wirkt. Im Ernst, wir g.aubcn, daß die mahebenden Leute in Darmstadt mit ihren neuesten Schul- tyäen aus dem rechten Wege sich befinden.

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In Ht sollen wir einen Fortschritt auf dem Ge­biete der shbildung bekommen. Wir haben am Diens­tag die , linien" unseres Ministeriums des Innern veröffentliche geplanten Aenderungen werden den Bei­fall aller; h^en, die es sich nicht in den Kopf gesetzt haben, un Frauen tue in jedem Falle das gelehrte Studium haben mit Zustimmung gelesen, daß die wichtigst ^söabe dieser Umgestaltung der höheren Mcwcher^ &ie Heranbildung der weiblichen Schülerin zu beir^en Pflichtenkreis der gebildeten deutschen Frau u?uttcr [ein soll. Da die Ziele klar und deut­lich ür1^11^ wird es sicher auch nicht schwer sollen, gütlich für den hauswirtschaftlichen Teil der beiden llassen die geeigneten Lehrkräfte zu gewinnen. Viellei^pliehlt es sich, gerade in diesen Fächern nicht aussch^ kie geprüften Lehrkräfte, sondern auch wirk­lich p/l^ unb be,ähigte Hausfrauen heranzuziehen, fo= weit .Erteilung von Unterricht Neigung haben und abton s^. Solche Schulen könnten eine nützliche <Ken1-nt Frauenleben fördern, so daß es fortan nicht meh^rßen brauchte:Das gibt dem Manne viel zu duld" er uur hinsieht, da sind Schulden . . ." Daß imsc^tschaftliche Entwicklung die Mädchen auf ver- me.^^bsberufe hinweist, kann niemand bestreiten. -^.Nchc Regierung ist aber im Rechte, wenn sie meint, cl gymnasialen Weg in den Mädchen-Smdienanstalten

Nach langjährigen B r'andlungen mit der ungarischen Regierung ist es, so schreibt das Wolffsche Bureau, dem Norddeutschen Lloyd gelungen, eine Konzession zur Beförderung der Auswanderer aus Un­garn zu erhalten. Die amtliche Bestätigung der Kon­zessionserteilung durch den ungarischen Minister des Innern ist am Freitag erfolgt.

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rissenen Gaue. Tie Flotte, das jüngste Kind des ncm Deutschen Reiches, weist uns auf das seit 40 Jahrei^r- rungene hin, und die Achtung, die das Ausland Zierer Seewehr zollte, macht uns den deutschen Namexruoppelt teuer. Auch die Lebenden, die aus dem nassen ^rabe ge­rettet wurden, haben in bangen Stunden des ^^"s auf Erlösung sich dieses Namens würdig gezeigt^ ließ sich aus ihren Reihen kein Mißton, kein AuSbr»/ falscher ^n- 'tinkte. vernehmen. Und wieder zeigte sich ^nnhacker Geist auch bei den Helfern. In sicherer Ordn^ wurden, trotz Sturm und Wetter, alle Hilfsmittel o^^krengt. ~eiber hatte das HebeschiffBulian" zur Bodeemigung un xod gelegen. Doch die Tcruchübungen sind-f sag*e der Staats­sekretär im Budgetausschuß, zuläs'ig^G wurn kein Hebe­schiff bereitsteht. Ob dem Unfall e ^nf.c Fehlgriff der Bedienungsmannschaft zugrunde 0t für die r.effcnt- lichkeit von keiner hohen Wedeut-g' und nieniand wird gerne mehr eine Schuldfragc er^ wollem Man wird vielleicht noch regsamer als bis^ bie ^.h/^^lyug von Rettungsmitteln zur See gehen/n Frankreich fcheint man, vielleicht angeregt durch das^^^^ Unglück, schon neue Hebeversuche angeftellt zu Ija1-

Am selbem Tag, t>cr uns,^..^0tichafi auy Kiel brachte, lasen wir in einigen Berline^^tern folgende kurze Rot:z: An der Ecke der Gneijer' und Bellc-Mlranccstragc sie! gestern abend eine alte mi Boden und starb bald daraus in einer naf)er8encn Unfa« tahon. Löie fest­gestellt wurde, ist die glückliche bic fahrige Näherin . Anna Nikolass, die sei fnf T-Sen ohne Obdach m den Straßen Berlins uh-rrrrte. Src hatte seit einigen s Tagen nichts mehr ge '°u und war insolgedes en au Ent- krastung gestorben." in v°m Elend in den großen '.Stiidten Hier wärHUf° leichter gewesen. Bei.all Miseren sorialpolitis" Fortschritten bedeutet dieser Vor­fall doch ^och eine>r .-ern-hmliche .Aage. Unsere sitt- lichen Anschauungei-bleten uns die .veilighaltung des Menschenlebens, inunlerc Gesetzgebung geht mit Recht gegen rohe Zuwib^'dtuugen mit den höchsten Strasen vor Aber unsere "bstadtmenschen scheinen das Kapitel vom barmherzigen wuriter vergessen zu haben. Tic Not, die sich scheu ocrb -. I'udct noch zn wenig Mitgcsühl und tzilse. Die S)cinrlteT- deren L-Ünsche wir vor einiger 5eit nach ihrer 2n9 in Berlin Wiedergaben, dürfen mehr Aufmerksamkeit ..Schutz beanspruchen. Vielleicht war die Näherin An "kolasf eine jolche Arme, die für einen Hungerlohn gearct hotte und sich mit zitlernden Händen nicht mehr genib uähren konnte? Dann würde bet der Tragik diese'des freilich beinahe alles Aufrichtende und Tröstliche u- Deutsche Reich hat sich kulturell in die vorderst<ch^ der Mächte gestellt. Seine Regie­rung hat jetzt ' £cn längst geforderten Gesetzentwurf für die Verficht der Privatangesteliten herausgebrackst, der freilich nrieIe Umwandlungen erfahren nutfe, bis er brauchbar Will das Reich nach den Worten der Proklamation ulten Kaisers Wilhelm immer weiter voranschreiter den Werken des Friedens auf dem Ge­biete nation Wohlfahrt, Freiheit und ©e)ittungz/, fo wird es bal4 einmal dafür sorgen müssen, daß auch in den groß^ödten der Hungertot keinen Eingang mehr hat. 9hid) n ä^igt sich die Kulturhöhe eines Volkes, was es füre Armen und Hilflosen zu tun vermag.

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Zur Reichstags-Ersatzwahl in Gießen. Tie nationalliberale Partei im Wahlkreis Gießen- Grünberg-Nidda hält Sonntag, 29. l. Mts., 3i/2 Uhr, im Cafe Ebel dahier ihre Vertrauensmännerver- sammlung ab, zu der in den nächsten Tagen noch be­sondere Einladungen ergehen.

R. B. Darmstadt, 20. Jan. Tie Erste Kammer d e r S t ä n d e ist nunmehr vom Präsidenten Graf v. Görtz für den 3. Febrwar, vormittags 10 Uhr, zur Abhaltung einer Vollsitzung ein berufen worden. Die Tagesordnung umfasjt im ganzen 14 Bcratungsgegenstände, darunter noch mehrere Ergänzungswahlen für die Ausschüsse"^ Punkt 6 der Tagesordnung: Beratung lmd Abstimmung über: Re­gierungsvorlage, betr. die Gesetzentwürfe, 1. die Abänderung oer Artikel 67 und 75 der Verfassungsurkunde des Groß­herzogtums Hessen vom 17. Dezember 1820, 2. die Land­stände, 3. die Wahlkreiseinteilung, sowie Anträge und Vorstellungen hierzu.

Sine Srauerfci r für die Toten vorn Unterseebot U 5.

Kiel, 20. Ian. In der Marine-Garnisonskirche fand heute nachmittag drei Uhr für die auf dem Unterseeboot11 3" Ver­unglückten, Kapitänleutnant Fischer, Leutnant Kalbe und den Torpedo-Matrosen Nie per, eine Trauerseier statt. Die drei Särge waren vor dem Altar a^fgebahrt.

Fran Prinzessin Heinrich von Preußen war in Begleitung des Prinzen Waldemar und Sigismund erschienen und legte an jedem Sarge ein weißes Blumenkreuz nieder. Ma- rine-Lberpsarrer Go edel hielt die Gedächtnisrede, in der er sagte, daß die Verunglückten in treuester Pflichterfüllung auf ihrem Polten ausharrend, wie Helden sür das Vaterland ge- Itorben seien. Unteroffiziere des HebeschiffesVulkan" nnd der Unterseeboots-Flottillen hoben alsdann die Särge der beiden Offi­ziere auf und brachten sie auf zwei bereitstehende vierspännige Leichenwagen. Unter Trauermusik setzte sich der Leichenzug nach dem Bahnhof in Bewegung. Hinter den Leichenwagen folgten die Angehörigen, die Admiralität mit dem Chef der Marine­station der Ostsee, Vizeadmiral Schroeder, und dem Inspekteur des Torpedowesens, Kontreadmiral Lans, an der Spitze, die dienst- sreien Offiziere, die Besatzungen der Unterseeboot-Flottillen, Ab­ordnungen der Hochseeflotte, der Garnison und des Krieger­vereins von Kiel und Umgegend. Auf dem Bahnhof wurden die Särge zur Ueberführung nach D a r m st a d t uni) Berlin in Eisenbahnwagen eingesetzt. Tie Ehrenkompagnie feuerte den -rrauersalut. Tie Beitattung des Torvedomalrosen Rieper er­folgt morgen auf dem Garnisonfriedhof.

Berlin, 20. Jan. Tem Staatssekretär des Reichsmarine- amts v. Tirpitz sprachen die Regierungen Rußlands und der Vereinigten Staaten Nordamerikas durch ihre Militärattachees ihre Anteilnahme anläßlich des Unfalls des Unterseeboots U 3" aus. Der Gesandte von Brasilien erschien in Begleitung des Marine- und Militärattachees. Die Leiche des Leutnant Kalb wurde vergangene Nacht übergeführt unb wird morgen vormittag in der Dreisaltigkeitskirche aufgebahrt. Tie Beerdi­gung findet voraussichtlich Sonntag nachmittag statt.

Im Hafen von Toulon kippte das Unterseeboot Cay- l u s s a o infolge eines verfehlten Manövers vlötzlich um und sank 20 Meter tief, kannte aber aus eigenen Mitteln wieder hoch kommen.

Wir stehen noch unter dem erschütternden Eindruck des Kieler Ereignisses, bad eine Tragödie genannt werden könnte, nicht, weil es uns in Spannung fetzte und Menschen dabei umgekommen sind, sondern weil die Erhabenheit und Würde uns ergreift, mit denen die drei Seeleute auf ihrem Posten, ruhig und pslick)tgemäß' den Tod erwarteten. Sie starben für eine große Sache; das Vaterland ist stolz aus sie. Wie sich aber in die allgemein menschliche Trauer über den Untergang der Drei die Bewunderung und Liebe für das VaterUmdische Malten mischt, in dem sie ihr Leben ließen, wurde aus diesem 18. Januar, dem Tage der Reichs- grünbung, wieberum ein Tag des Stolzes. Eine große Bewegung ging burch bas ganze beutsche Volk, unb ernster Ibeausmus wehte in bic parteipolitisch anscheinenb zci

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Nr. 18 Erster Blatt M Jahrgang Samstag, 2[. Januar M

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"iÜriXnümn BotaHonsörutf Md Verlag der Srühl'Ichen rinio.^uch: und Steindruckerei R. Qstge. Rcöaftion, ärpeöition nnö Druckerei: Schuiftrahe 7. Mr Siadt und bis vormittags 9 Uhr. Expedition für Bübingea: Bahnhofstraße: |6a. Telephon Nr. 50. Anzetgenteistb'H. Beck'.

Der vom it aJ ien if rf) cn Ministerrat angenommene Gesetzen twurt über dreMarrneausgaben enthält keine wesent­lichen Veränderungen der im Jahre 1909 ausgestellten Schiffsbau- Programme. Ter Entwurf berechtigt die weitgehendsten For­derungen für dre Kustenverteidigung und trifft Vorsorge sür die Integrttat der Fonds, die für Schifssneubauten bestimmt sind und sur bic dauernde Erneuerung des Bestandes der Flotte derart, daß eine gleichmäßige Beschäftigung der staatlichen Werften ge- Iichert ist. x-er Enwmst sieht die Erhöhung des Effeklivbestandesr der Flotte bis zu 32 000 Mann vor. Sodann stellt er für Schisss- bauten und die damit verbundenen ordentlichen Ausgaben eine Erhöhung von etwa 20 Millionen jährlich in das Budget ein.,

Ter'konservative Abgeordnete Graf de Munt beab­sichtigt in der französischen Kammer einen Gesetz­antrag einzubringen, burch ben bie M ax i m a l ar b e i t s - Seit in i>en Großhanblungen an fünf Wochentagen auf 10 unb am -Samstag auf 8 Stunben feftgeLgt werben soll.

_ 2ieKöln. Ztg." weist mit außerorbentlicher Schärfe auf I s w o l s ki, als dem Urheber berPreßtreibe- reien hin. Das Blatt schreibt, wie uns ein eigener Draht- ,

bericht aus Köln melbet:

Wir sprechen absichtlich keine Vermutung aus, woher Evening Times" ihre Weisheit bezogen haben kann, so- viel aber lehrt die noch längst nicht abgeschlossene Ge­schichte dieser Veröffentlichung, daß die von Iswolski betriebene beu t s ch f ein b l i ch c Politik noch nicht völlig zum Schweigen gebracht worben ist. Mit ^swolski hat sie nur ihren Wohnsitz nach Paris £et^e§.t- Jedenfalls ist nicht zu verkennen, daß seit ^swolskiS Erscheinen in Pans einige Pariser Blätter gegen Deutschland einen ähn ichcn Ton sich anqew ihnen wie ihn sich dieNowoje Wremja" noch nicht völlig ab­gewohnt hat. .

Wic ein Londoner Blatt erfährt, wird die Reqierum, "l von Panama den enropäifchen Staaten die ihr durch ' die Unronsstaaten gmmchten Vorschläge unterbreiten, eine 1 Ea-Nb-Hn von Panama nach David zu bauen, '

bie eine Lange von 27o Meilen hat Tie Regierung würde '

auf ein Jn°e,Ntionskapital von 2 Mill Pfund eine fünf, prozentige Zinsgaran.ie g ben. Ter Präsident Arofemena, der dem Prchett anfänglich ablehnend gegenüberstand,

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