Ausgabe 
22.6.1911 Erstes Blatt
 
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Gerichtssaat

ersatz.

Tag wird von der eS niemand, obgleich ist, einfallen würde,

Paris, 21. Unterschlagung bei

des 3 sw.'1

Entschädigung für die Reise unb einen gan^n betflfanniEn Tflfl gewährt werde.

Letzte Nachrichten.

Bom hessischen Landtag.

NB. D a r m st a d t, 22. Juni. Der Borstand der 3 weilen Ständekammer beschloß, bic Kammer zum l Juli einzuberufen. In den folgen ben Tagen sollen dann die ruttftänbigen Arbeiten: derart beschleunigt werden, daß der Schluß der 34. Üanb- tagsveriode am Samstag, 8. I u l i, erfolgen kann. Die gemeinsame Sitzung der.Finanzausschüsse beider Ständekimmern ist für nächsten Montag in ^lussicht genommen.

rrbcbnnflrn i u r 1908, an»

Europäischer Rundflug.

Br üssel, 21. Juni. Heute vormittag Uhr wurde der Kurs der Strecke 'Spaa Lüttich begonnen. In1b< ständen von zwei Minuten sind in Ans zwölf Flieger in der Reihenfolge abgegangen, in der sic am Sonntag am Start von Paris anlangten. Fünf Flieger haben sich an dem Kurs be­teiligt Als erster kehrte nach Ans zurück Bcdrinca^, der bic Strecke in 43 Minuten, als zweiter Bidart, der bte Strecke in 48 Minuten zurück!egte. Das Wetter ist sehr schlecht, da ein sehr starker Wind weht. Der Flug LüttichUtrecht, der heute nachmittag erledigt werden sollte, wurde auf morgen vor­mittag verschoben, da bte Witterung für heute zu ungünstig in.

und die Enttäuschung ist um so großer, da die Bkütenzcit Nachtfrösten nicht ausgesetzt war. Der geringe Fruchtansatz ist teilweise cuf sehr starkes Auftreten des Apfelblütenstechers zurückzusühren, jedoch darf man annehmen, daß die neblige, seuchtkühle Witterttng während der Blütenzeit, die nur eine unvollkommene Befruchtung zulick, die größte Ursache ist.

Kreis Schotten.

^Groß-Eichen, 21. Juni. Unsere KirmeS, die gestern und am vorauSgegangenen Sonntag stattfand, hatte sich eines sehr starken Besuches zu erfreuen. Obgleich der heutige Tag von den umliegenden Gemeinden zum Setzen der Hackpflanzen benutzt wurde, war doch der Besuch ein guter. Unser Kirchweihfest wird nach einem Gebrauch ge­feiert, der sonst wohl kaum vorkommt. Zwischen den beiden KirmeStagen liegt der Montag als Ruhetag. Der

Stuttgart, 22. Juni. In der Zweiten Kammer haben die Abgeorbnctcn des Bundes der Land wert e eine An­frage emgebracht, was bte Regierung zu tun gebcnke, um bte Weiterverbreitung Der Pi aul - und Klauenseuche durch bte Manöver zu verhindern.

Paris, 22. 3uni. Ter tun Sonntag abgcboltcnc Blumen» tag für Du in M arotko befindlichen jranzöfischen Soldaten: ergab 160000 Franken.

London, 22. Juni. Ter Herzog unb bic Herzogin von' Connan ght gaben im Auftrag Des Königs allen Fürstlichkeiten- bic der .Krönung beiwohnen, cm Diner.

Wilmington iDelaware, 22. Juni. Die Bundesregie­rung gewann Den Prozeß auf Auflö s u n g des sog. Pow» der - Trustes. 13 Korporal ton en unb Einzelpersonen waren angeflagi. Das Bunbcskrcisgericht wies bic Klggc gegen 15 An­geklagte ab und entschied, daß bei 28 anderen eine gesetzwidrige Kombination vorliege.

Uitt

" s. »im

vorlikgcnden Produktiv ne

dem sich das folgende Bild von Der Bedeutung des bewerbe» er­gibt : Beichäfligte Bollarbeiter 171126: verarbeiteter Rotnabak, ausländischer <30 OOo Dovveluntner, inlündischer 2.» t 60t» Doppel icnlncr, zuiammen 1 004 6lK) Doppelzentner: Jakturcnwert der Fabnlate beim Jabritanten 493 888 400 Mark; Zoll- unb e teuer- bclanung 17,11 Prozent. Der Geschäftsführer sprach ioDmui ül'cc

Handek und Vcrtcbr, Voirswirtfcbaft.

Dresden, 20. Juni. Der Deutsche T a b a k v e r e i n hielt gestern hier unter Dem Lorntz des Gebeimrats Collenbusch Dresden» feine Hauptverfa m^n lung ab. Die ^dänische Regierung war durch Geheimrat Stadler vom Ministerium de» Innern vertreten. Die Handelskammer Dresden, bei Berband Takhsiichec Industrieller unb der Bund Der Jiibuürtcllen batten Vertreter entsendet, ".'ins dem voin Geschäiisnilner, <nntutu» I Schloßmacher Frankfurt o M erstatteten Geschäft »- bericht ist zu entnehmen, daß dem Vereine 1202 Firmen au» dem Rohtabalyandel, Der Herstellung von Tabattabrtkaten und dem Handel mit solchen aus allen Jnbustriebezirken Deutschland» angehören. Thorbecke Mannheim erstattete einen interessanten Bericht über die vom Verein vcranilolicten unb jetzt abgeschlossen

bic Lage des labakgewerbeS, über die gleichfalls in den einzelnen Jndusiriebezirken Cihcbuiigcn veranstaltet worden sind, deren Er» gebniiu- statistisch und tabellariich verarbeitet vorliegen. Der Redner schloß seine Darlegungen mit der Zusammenfaisung, baß es Dem Tab akgetverbe zurzeu noch immer nicht gut gehe, daß die Wir.ungen der Melnbelastung von 1909 noch keine» weg» überwunden seien und wohl auch noch auf längere Zeit zu spüren sein wurden: gönne man doch dem T abakgewerbe jetzt endlich Ruhe, io werde es schon aus eigener Kraft _biefe Krisis überwinden und ncugestarkt aus ihr hervorgchen. Das Tabak- geiverbe lrabe nicht ben Wum'ch und auch nicht die Initiative ergriffen, einen Federkrieg über bic Wirkungen der neuen Tabak­steuergesetze hervorzurufen oder zu schüren Es Ijanbcle nur ui der Abwehr, wenn der Verein heute diese Frage zum Gegenstand ctngcbcnbcr Erörterungen mache Der B o r s i tz e n b e fügte diesen Ausführungen die Mahnung hinzu, jeder Kollege möge als sorg famer Kaufmann den Umsang seiner Produktion den Verhältnissen der Absatzmöglichkeiten anvaisen. Der Borsitzeitdc bei Tabak Bcrufsgcnosseiischaft, deren Genossenschaftsversammlung nach aller Hebung Der Tagung des Tabakveretits vorausgittg, (tzehennrat Schmi d t tAltenburgf, Mitglied des Reichstags, sprach über bic Bevorzugung ber Hellen 3 igar r cn f a r bc n , die die Notlage der Zigarrcnindusttic noch verstärke. Der Redner brachte auch für die sehr zahlreich erschienenen Fachleute neue Gesichts­punkte, die der Erwägung wert sein bürften. Der Bcreinsvorstand soll in dieser Frage Maßnahmen in die Wege leiten, bic geeignet lind, dieser Modetorheit vieler Raucher zu steuern. Als letzter Berichterstatter legic Regierungs-Assessor Dr Schurig (Offen­bach) die Grundzüge des Gesetzentwurfes über bic Angestellte n- Versicherung dar und begründete eine vom Vereinsausschluß vorbereitete Erklärung des Inhalts, daß der Verein grund­sätzlich der Schaffung einer Angestellten-Verfichcrung zu - 1t int nie, aber vor einer übereilten Erledigung dieser Frage warnen müsse, da sie in ihren Einzelheiten, namentlich auch in Bezug auf die Errichtung einer besonderen Berückterungsanstalt, für bte allerdings gewichtige Grunde sprächen, noch eingehender Erwägung bedürfe. Nachdem noch Herr W. Schöuingin Vlotho diese Stellungnahme des Deutschen Tabakvereins auf das Wärmste befürwortet batte, wurde diese Erklärung cnstimmiq angenommen.

eigentliche Kirchwcihtag ist der Dienstag, an dem denn auch der Festgottesdienst stattfindet. Dieser

W Nicht übersehen! "W

W ÄÄÄiBTS

Gerichtshof heute ------ - - P 1L. .

Zwangsarbeit und 100 Franks Geldstrafe, Breton und L e f e b o r c jeder zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Bre­ton und Xlcfebürc erhalten Strafaufschub. Der Schadenersatz, den die Verwaltung der Domänen verlangt, wird später berechnet, bte anderen Kläger erhalten ungefähr 500 000 Franks Schaden-

Vcrinifcbtcs.

* Ter Verbandstag deutscher Jourtlalisten- unb Schrift st ellervereine nahm in seiner gestrigen Sitzung zu Eisenach nach dem Vortrag von Dr. Wild c Breslau übet Die Forderung der Straflosigkeit bei der Gerichts berichieisiattiing, weiter über die verschärften Vorschriften der 8 t? 186 bi» L58 des Reichsstrafgesetzbuches, der ,'og Lex Wagner, einstimmig eine Entschließung an, in der für die Presse der Schutz des § 193 gefordert unb erwartet wird, baß in der straf- rechtsnovellc die 'Straflosigkeit wahrheitsgetreuer Gerichtsberichte ausdrücklich fcftgelegt wird. Ebenso wurde eine zweite Entschließung betr. die Lex Wagner, Verschärfung ter Beleidigungsstrafe, angenommen, in der die Erwartung aus­gesprochen wird, daß bei der dritten Lesung des Gesetzes die in der zweiten Lesung gefaßten Beschlüsse wieder aufgehoben und dieser Teil der StrafrcchtSnovelle abgelehnt wird, sowie daß alle Be­strebungen, der Presse die Möglichkeit des Wahrheitsbeweises zu beschränken oder ganz abzuschneiden, nachdrücklich zurückgewiefmt werben. Ebenso einstimmige Annahme sand nach dem Bericht deS Redakteurs A. Giesen Frankfurt a. M. eine Entfchlicßung über die Forderung der reichsgesetzlichen Regelung des Strafvoll­zuges. Der Verband ersucht hierin seinen Vorort, bei der Reichs­regierung dahin vorstellig zu werben, daß, solange "icht durch reichsgesetzlichc Regelung des Strafvollzuges Abhilfe gcjdxincn ist, durch Bundesratsverordnung zum mindesten^ das Recht der Selbstbeköstigung, Selbstbefckiäfttguiig unb des Tragens eigener Kleiber der Prcssegefangenen gewährleistet wirb.

* Spirituserplosion. In dem Gebäude der Sachs) scheu Sviritusgesellschaft in Dresden wurde heute ein mit Spiritus gefüllter Behälter entleert. Dabei entstand auf bis­her unaufgeklärte Weise eine schwere Spiritusexplofi o n. Die Feuerwehr fand an der Unfallstellc den 31 Jahre alten Ab- füller Scha 1 m unter den Trümmern vor. Er gab nur noch schwache Lebenszeichen von sich unb starb bald daraus, schwere Brandwunden erlitt ferner Der Direktor Schmidt, ein <5tcuer> aun'cbcr, ein junger Angestellter und ein Feuerwehrmann, die sämtlich nach Dem Krankenhaus gebracht mürben. Mehrere Per­sonen rourDcn außerdem leicht verletzt. Es sind mindestens 40 000 Liter Spiritus ausgelaufen, die in Brand gerieten und durch Verdünnung mit Wasser gelöscht werden mußten.

Kleine (ZagcschroiiiL

Während der Ausführung desTristan" in der Mün­chener Hofoper wurde Felix Mottl von einem so starken Unwohlsein befallen, daß er das Dirigent en pult mitten im 1. Akt verlassen mußte. Mottl soll sich über einen in einem sozialdemokratischen Blatte am Mittwoch nachmittag veröffentlichten Artikel, der seine Privakver» hältnisse glossierte, aufs äußerste erregt haben.

-\n Brussel steht seit Mittwoch früh die alte Mili- tärfdnile, in der sich jahrhundertelang eine Abtei befand, in Brand Das Gebäude war unbewohnt und liegt un- mittelbar in der Nähe des Gehölzes von Eambron. In den Sälen sollen sich sehr iverwolle Archive befinden, die ein Raub der Flammen wurden. Man führt die Feuers­brunst auf B r an d st i s ni n g zu ruck.______________________

Juni. In Dem Pro^ß gegen Duez wegen der Liguidation von ^irckwngütern fällte der das Urteil. Tucz wurde zu 12 Jahren

af)tL fiiifj« iing flotti in löui'be. Aus n würbe tit

bvixfy W Mtidniiiitz ux rnchmitzi. Du inbetungen bc« : Korporationen fliebn-Aeiträgen neu. Tie Aus- e die Ausnahme n ongemelbcien thrlen der stör« zur Lechlguug. im Rahmen der

Ter deutsche berühren. Ter Ortsflügen einen werden aus den n erhalten. 5uC 3 von Dr.

>>md Die®* usstiegen daselbll

Ein großer Ber- kehrstag mit Blumenkorso, wozu man je^t schrm eifrig Vorbereitungen trifft, ist für den 16. Juli geplant. Heute wurde hier ein Militärbatlon gesichtet. Es war der Fesselballon, den die zurzeit zwecks Uebungen in Friedberg weilende Telegraphen-Abteilung aus Koblenz steigen liefe. Auch wurde von Friedberg aus eine Ver­bindung mit Koblenz und Karlsruhe mittels drahtloser

2* « qt, S; 8,it. ütpoiic 3. "Wit fll,We £ J» befier 7* dreifache *Hne der ^^osejjor .Mn.oirö irb Professor

hosten au.;:

Kreises schweren lchcht zusüm >en Behörden Zunahmen werden. $ot M beobach­te auf Maul- r Behörde - Cl9c erfolgt, en Hauptbahn, soll nämlich llungSturni enickt werden, rn aus Laug, der bisherigen enpavillon macht, ließen hielt Nachdem der hatte, daß er ne Wiederwahl !orstandes vor- avl Neurath, »ec und Kassen, inarzt Jäger, opler, Lehrer beschlossen, in bzuhalten, zwei i dessen Leitet ' Mitglieder ist

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{ßericbtsiaal.

Karlsruhe, 20. Juni. (Zeugcngcbührcn für Geschäfts reisende/» Einen interessanten Ent, ck c i d fällte bas hiefiqc LanDgcrickst. Ein GeschiistsrcifcnDei, der fick) auf Der Jicnc befand, erhielt an seinem eigcntlidKii Wohnott eine Zeugenvor labung zugestellt, die ihm von seiner Fran namgefanbt wurde: Der Mann erschien auch zum Termin. Er berechnete für Reifc- kosten unb ZeitvcrsäumniS einen Betrag von 1 < -Vcarr, Das Gericht erfanntc ihm aber nur 5 Mark ,u. Hiergegen bei dauerte sich der Rcisende beim hiesigen Landgericht, luiirDc aber abgcwiefcn. Das LanDgericht ging hierbei von Der Ansicht aus, der RctfcnDe hätte Dem Gericht von der unverschieblichcn Reife und Dem hier bei in Frage kommenden Aufenthaltsorte Mitteilung wachen muffen; Dann wäre das Gericht in der Lage gcioeftm, entweder die Veriiehmilng dort zu vcranlaffcii oDer folangc Damit zu warten, bis er wieder zurückgekehrt sein würde, aas Gericht nehme an, daß eilt (^scvastsrcisendei Die gerichtliche Aufforderung auch richtig lesen unb Deren Sinn erfassen könne, wenn DaS nicht: Der 6all sein sollte, so habe Der Reisende sich die Kosten fclbst zuzu- schrewen, lönnc al>cr nicht verlangen, Da>; ihm vom vkridn ne

Todes-Anzcige.

Verwandten, Freunden und Bekannten, die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere flntc Mutter, Großmutter, Schwiegertochter, Schweiler, Schwiegermutter und Tante

Frau Helene Fuchs

geb. Geißler

int Alter van 59 Jahren sanft entschlafen ist.

Int Namen der trauernden Hinterbliebenen: Forstwart Fuchs.

Lollar, den 21. Juni 1911.

Die Beerdigung findet Freitag den 23. Juni, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt.

Telegraphie hergestellt. Am 4. Juli wird hier wie all- ^ährnch wieder der amerikanische Unabhängigkeitstag von Kurverwaltung und amerikanischen Kurgästen begangen, verbunden mit Blumenfest und Ball. Ter Turnver­ein veranstaltet am Sonntag eine Jahnseier im Hoch- lvaldc.

O Ostheim b. Butzbach, 21. Juni. Ein starker Milch - und Käseversand erfolgt jetzt täglich an der hiesigen Haltestelle, zumeist nach Bad-Nauheim. An dem Versand beteiligen sich anfecr der Molkerei auch zahlreiche Private von hier, Fauerbach und Nteder-Weisel

Starkenburg uni) Nheiuhefjcn.

d. Mainz, 31. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtocrordnetenversammlung widmete Oberbürger» meisterDr.Göttelmann dem verstorbenen Stadtv. Boerckel einen Nachruf. Der VereinNeustadt* ist um Schaffung einer städtischen Anstalt für Beleihung zweitstelliger Hypotheken eingekommen. DaS Gesuch wurde an den Finanz» und RechtSaiiSschuß verwiesen. Für die Wasser» beschädigten im Taudcrgrund wurden aus dem vor­handenen Fonds für'Wasserbeschädigte 3000 Mk. bewilligt. Wegen der Wasscrbefchädigten in dec Gemarkung Kreuznach, Rheinhessen und Oberhesien sollen, lucnn die betreffenden HilfS» auSschüssc darum eingckommen, ebenfalls Beihilfen gewährt werden. Für die Ausgestaltung bet Bibliothek der Fort» bildungsschülcr wurden 3000 Mk. bewilligt. Für die Ne»,» Herstellung der Kirchenglockeii in Haxheim wurden 100 Mk. bewilligt, weil ein Weingut der Stabt in ber bortigen Ge» marfung liegt. Die Abrechnung über bic Kosten ber lieber» bauung ber Stabthallenterrasse ergab bic Gesamtsumme mit der Inneneinrichtung von 206 698 Mk-

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llnit>criitäti*21acbriditcn.

Marburg, 21. Juni. Dem Oberlehrer an der Ober- realfchulc zu Kassel, Prosesior Dr. Hermann Siebert, ivurbe anläßlich feines 5O]nhrigen Toftoqubiläinn* oon der phikosovhisweu rotultät der hiesigen Univerütat das Tipkont erneuert. Der Oberarzt an der hiesigen medizinischen UnwersitalLktinik, Privat- dozent Tr. med. Oskar Bruns, hat einen an ihn ergangenen Rut als dirigierender Arzt beS Olga-Krankenhaufes in Stuttgart abgelehnt.

nationaler Deutscher Runöflug,

Kieler Flugwoche.

Kiel, 21. Juni. Bei starkem böigen Wetter startete heul? nachmittag 4 Uhr Schall als Bewerber um den Frühpreis. Er lanbav alsbald wieder. Um 5,25 Uhr ftteg Hirtb mit Frau Direkwr Börner als Fluggast zu einem Dauerslug auf. H>nh chwebte in kräftigem Fluge über den Pias unb suchte sodann auch den Kricgshafen und tnc weitere Umgebung LiclS auf, n»bri er jid) ftänbig in etwa 600 Meter Höhe hielt. Er landete um 7r. Uhr, vvn dem tosenden Ben'all der Zuschauer empfangen. Leutnant Jabnow, Der dimfalle aufgtitügcn war, ftürjtc nach kurzem Fluge, vom Winde niedergedrückt, in einen Garten. Ter Apparat wurde schwer beschädigt, der Flieger er­litt einen Oderarmbruch. Kurz nach ackt Uhr statteten Wieneziers und Htrth zu einem Flug nach Eutin. Wien eziers traf bereits um >,9 Uhr in Eutut ein, wenige Minuten pater imirbc auch Hirtd geflebtet. Auf dem Flugplätze waren Prinzessin Heinrich von Preußen unb die Prinzen Adalbert und Waldemar längere Zett anwesend.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen^ Wetteraiissichten in Hessen am Freitag dem 23. Juni 1911 Meist heiter, trocken, warm.

kirchliche Nachrichten.

Jsraeuttfast tieiigionzgejellfchafl, > ÄottcsMcnlL

Cabbatfeier am 24. Juni 1911:

Freitag abend 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr. Predigt.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgonq 0.40 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.

Gemeinde so allgemein gehalten, daß um diese Zeit die Heuernte im Gange davon abzustehen.

Kreis Friedberg.

x Bad-Nauheim, 21. Juni.

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Bekanntmachung.

Bett: Ausbrud, Der Maul unb Klauewcuche in Holzheim.

Nachdem in ben Getzösteu des Abraham Grüncbaum, Adam Ringel und Will). Jäger zu H o l z h e t m bte Maul- und Klauenseuche fcitgeftcllt worben ist, wirb hiermit auf Grund des S 57 ff. Der Reichsinstruktwn rum Reichs-Viehseuchen- gesetz vom 23. Juni 1880, 1. Mat 1894 und auf Grund der 'Au-ckchrewcn Großh. Ministeriums des Innern vom 10. Marz 1908 und vom 22. Februar 1911 folgendes angeorDnct :

Es wird em Sperrbezirk gebildet, welcher das ganze Gebiet des Ottes und Der Gemarkung Holzheim umfaßt.

Auf diesem Sperrbezirk hnöcn die in umerer Bekannt­machung vom 14. Juni 1911 erlassenen Bestimmungen Anwendung.

?. Das durch Die genannte Bekanntmachung gebtlocic Bcob- achtungsgebiet wird um bic nachfolgenden Orte erweitert: Berten Haufen, Dorf-Gill, Eberftadt, toarbcntcid), Cyroßen- Linden, Grüningen, Haufen, Lang - Göns^ Leihgestern, Muschcnhrim mit Hof-Gill, Ober-Hörgern, Steinbach und Watzetiborn-Steinberg . ,

Auch für das erweiterte Beobachtungsgebiet Leiten dte am 14. Juni 1911 erlassenen Bestimmungen,

Gießen, Den 22. Ium 1911

Großbcrzoglrches Kreisamt Gießen.

I. B.: Dr. Merck.

Gießen, den 22. Juni 1911.

Be 1 r.: Die oben.

An die Großh. Bürgermeistereien der oben genannten Orte.

Vtt mackien Sie auf ooruehenbe ttanntrnachunq aufmerksam unb beauftragen Sie, dieselbe ottsüblich zu veröffentlichen und Den Befolg zu überwachen. . . ,

Gleichzeitig weisen wir sie gut untere im morgigen KrciL- blatt erschein end c ausführliche Bekanntmachung hm.

Großherzoglilches Kreisomt Gießen.

I. V.: Dr. Merck.