Ausgabe 
20.1.1911 Erstes Blatt
 
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Gust

entschlief in Darmstadt infolge einer Herz

Gestern morgen

0475

lähmung unsere gute Mutter

Danksagung.

die vielen Beweise der Teilnahme bei der Beerdigung

Frau Pfarrer Luise Weimar.

Professor Dr. O. Weimar und Frau

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unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank.

Giessen, den 20. Januar 1911.

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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Bruders, des

Herrn Wilhelm Seifert insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schwabe, für die herzliche Anteilnahme der Fünfziger 18611911 und für die zahlreichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank 0477

Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen, 20. Januar 1911.

Georg Wallenfels,

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Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Verlaus der Witterung seit gestern ^üh: Die nördliche Rnflone in ostwäriS abgezogen, während daS 'vestuche poebbrua- aebiet sich uns genäheri hat. Doch bringen die südlichen Auslauser des noroöstlichen Tiefdruckgebietes immer noch starke Bewölkung bet südwestlichem Winde. Das Wetter ist überall mtlb, ftnd)iöeiie fiel unbedeutender Regen. Bei weiterem Vorructen des westlichen Hochs tritt Abnahme der Bewölkung ein bet zeitweise ausheitern, dem Himmel. Ä

WetterauSstchten in Hessen am Samstag, dem 21. Jan. 1911. Zeitweise heiter, nachts leichter Frost, am Tage mild.

Auch int Mittelgebirge überall Tauwetter. Schibahnen un­günstig.

MatzgÄend für Teilnahme mtb Bewertung ist die Wettlmckordmorg 3a. taW

»» r°Ls itatt Freilich halten sich die Veranstaltungen in beft^benem - rahmen; es ist ein Wettlauf für Erwachsene und ^t Schuler- Sauf vorgesehen. Taran schlietzt sich m-t genudlite sammensein im Hotel zum Mauncer, bet dem ein Lichtbild«- l ortrag ftattfinbet. Die Jlbeshrnlser spelle wird durch mun ere Weisen die Gemütlichkeit zu er^hen suchen. Freunde des Winter sports sind gern willkommen. __

Kleine Tagerchronit.

In Reu-Münster brannte die Buntvapiersabrik von Ge­brüder M oller Söhne nieder. Ter Schaden wird auf V* Million

3n O der stein a. Rahe wurde der (Delsteitchündler Adam aus Göttschied von zwei Weg elager ern überfall en und nm Edelsteine im Werte von 20 000 Mark beraubt. Er erhielt nur leichte Verlesungen. Die Täter entkamen unerkannt

Der Stuttgarter Oberburgcrmelstc r v. Gau tz hat wegen seines geschwächten GesundlseitSzustandcs die bürgerlichen Kollegien um seine Versetzung t n ben R u he stand ersucht und zwar mit Wirkung vorn 1. Avril dieses Jahres.

Nach einer Blätterrncldung aus Tunki r ch e n wurden lwrt rwei junge Leute namens Auret und Lamhdc la L napeiic verhaftet, die einen Sämeider nachts überfall en und ausgeraubt haben. Es stellte sich heraus, daß die Verhaf­teten, die in Dünkirchen die Seeschule besuchten, bic Sohne eines Generals und eines Majors sind.

In Bra,lfeld setzte eine £frau ihren zweijährigen toohn aufs den glühenden Kochherd, warf das Kind dann aufs Bett und v-rli-tz bic Wohnung. Nachbarn fanbm daS Kind und drei völlig ausgehungerte Kinder. Die Mutter mUr 3m *Lpernhause zu Hamilton (Kanadas brach während eines orientalischen Tanzes die Klinge e i ne3 d) ro er t e 3, flog ins Parterre und spaltete einem Zuschauer den Kops. Eine Panik wurde nur dadurch verhindert, datz das Orchester weitersviclle. ..

Auf der Newhorker Untergrundbahn griff ein Neger, weil er gedrängt worden war, die Fahrgäste mit einem langen Messer an und verwundete zwei.

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* Ein Pechvogel.Nun bin ich schon fünf Jahre in der Unfallversicherung und noch nicht ein einziger lumpiger Dachziegel ist mir auf den Kopf gefallen!"

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Denkmal zum Qx-

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Der Bahnboi und» mergesangvcrein, be­im c gefunden M

Im Fürstrnznnina rt die Diener O - Dr. Neumave. 'Gesang des Gesang- - von einer taufend.

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Ratten Hausen, rolrb ein großes Gehege auS Holz unO eanen ge­zimmert, das auf der einen Seite eine^aütur oulroeif unb am anderen Ende in einen langen metallischen Behälter aus laust. In { die Mitte dieser Rtesensalle wird bann der Koder gelegt oder ( irgend ein Tierkadaver. Die Ratten überfallen nun bas Gehege und man läßt sie einige Tage gewahren, auf das ihre Zahl zn- < nehme. Dann versteckt sich eines Abends ein Mann tn der Jlabe ( unb wenn genug Ratten in ber Falle sind, laßt er Die -tur herabgleiten. Tie Tiere suchen nun zu fliehen, finden aber reinen Ausweg. Tie Erregung wachst unter dem gefangenen Heere, das sich schließlich in den Metallsack flüchtet. Damit sind sie wehrlos dem Fänger ausgeliefert. In manchen Fallen sind mit biejer Rielenfalle vier-, fünf-, ja sogar sechstausend Ratten aus einmal gefangen worden.

* Das Honorar der japanischen Aerzte. Von der finanziellen Seite d?s Aerzteberufes in Japan erzählt eine englische Wochenschrift einige interessante Einzelheiten. Ein japanischer Arzt wird niemals von einem armen Pa­tienten ein Honorar fordern. Es gibt em altes japanisches Sprichwort, das von der ärztlichen Brüderschaft Japans zum Gesetz erhoben worden ist und das etwa lautet:Wenn die bösen Zwillinge Armut und Krankheit em Haus heim- suchen, dann ist der, der von diesem Hause einen Zoll er­hebt, auch dann, wenn er freiwillig aespendet wird, em Tieb." Ter japanische Arzt behandelt den armen Kranken nicht nur umsonst, er liefert ihm in der Regel auch fric Medikamente, ja nicht selten unterstützt er sogar den armen Patienten. Es gibt nur sehr wenige Apotheken in Japan, daher verfügen die Aerzte auch über eine Ziemlich umfang­reiche Auswahl von Heilmitteln und Medikamenten im eigenen Hause. Aber selbst der reiche Mann, der in Japan die Kunst des Arztes anruft, erwartet kerne Liquidation. Eine Arztrechnung ist fin Japan so gut wie unbekannt. Das stark ausgeprägte Ehrgefühl des Japaners macht es ihm zur Pflicht, dem Arzte beim letzten '.Besuche fvon selbst eme äitschädigung zu überreichen. Diese Gabe richtet sich nach den Verhältnissen des Patienten, aber fast jeder hat dabei den Ehrgeiz, oen Doktor reichlich zu belohnen. 2er Arzt - nimmt das Geschenk entgegen, lächelt, dankt und die ge- ' schäftliche Seite seines Berufes ist so m drer Sekunden erledigt.

Lin Stuöentenausftanö in Hannover.

Wegen Ablehnung des Gesuches des Lehrkörpers der Tierärztlichen Hochschule in Hannover um E i n f ü h r u n g eines Rektorats anstatt des bisherigen Direktorats durch den Landwirtschaftsminister, beschloß die Studenten- schäft am 18. Jan., den Besuch sämtlic^r Bor esungen und Hebungen einzustellen. Infolge des Beschlusses ruf)t ber Untenncht vollständig. Die Direktion erklärt zu dem Vor­gehen der Studentenichast, daß sie die Sache, die sie fordern wolle, eher geschädigt haben, werl sich der Minister nicht zwingen lassen könne, ihre Forderuna - zu erfüllen, ^n kstesem Sinne wurde die Studentenschaft von der Direktion unterrichtet und vor übereilten Schritten gewarnt. Der Direktor, Geheimrat Dam mann, der die Einführung des Rektorates lebhaft befürwortete, steht auf dem Standpunkt, daß der Minister der Hochschule gegenwärtig ferne Rekto­ratsverfassung geben könne, weil d<Lurch Aenderungen rni Etat bedingt sind, zu denen es in diesem Jahre zu fpat fei. Der Direktor berichtete die Vorgänge dem Minister, bei dem die letzte Entscheidung liegt.

geZgesprach in dm I um die Erbau.R Diplom-Ingenieur B e, hat einen Enj. i Architekt hat in? einer neuen Schule sich der Gewerbe. ,? :§ schlüssig machen. I

Grund- uni B neuen Güter. !j na Reuß in Fried. I neuen Bahnhof ! wird baldigst in f| intanlage, die | »reitet eben ra": elS Hai wi ,

* Der Stadt Heidelberg ist von ungenannter Seite eine Stiftung von 100 000 Mark gemacht worden Der Zins­ertrag soll zunächst bis zu ber Summe von einer Biertelmillion Mark angebäuft werden und dann zur Errichtung eines Bürgerheims Verwendung finden. - Für den Ausbau des In­stituts für experimentelle Psycholog re m Leipzig linrrben von dem bekannten Forschung-Sreiienden Professor Dr. K>ans Meyer 150 000 Mark ge»tistet. ,

' Eine Riefenfalle für Mtatten. Ter Krieg gegen die Rattenplage wird in Dänemark mit großer Energie gefuhri unb feudem ber Staat eine Prämie für jebe getötete Ratte aus- nefekt hat, fiub in ben letzten Monaten über 100 000 ber fchab- iteben Nagetiere vernichtet worben. Um bie Jagb im Großen zu betreiben, legt man jetzt Niefenfallen an. An ben -statten, wo bie

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