diese Erscheinung auch anderweitig
7 g
A H g r ii n b 11 abend ab.
b. Flensungen, 19. Jan. Uhr beobachtete man dahier cm reife Blitze, ohne daß Donner
Gestern abend kurz nach nördlichen Himmel zwei hörbar wurde. Es dürfte beobachtet worden sein.
cf), 19. Jan. Eine 40jährige Reichseier hielt unser Krieger verein gestern _____.... _____ Gastzimmer des Wirts Herzberger war überfüllt. Der Vorsitzende Landwirt Erb gedachte der Wiederaufrtchttmg' des Deutschen ReMZ und ließ Kaiser und Großherzog hoch leben. Lehrer Keil hielt^inen Vortrag über „Deutschlands Krnegs- und Handelsflotte" undVveranschaulichte seine Ausführungen durch zahlreiche Ansichten >md Bilder von Schiffen, von Helgoland, Hamburg, Kiel und d Kaiser-Wilhelm-Kanal. Danach sprach er nod) Wer die deuMen Einheitsbestrebungen, den großen. Krieg 1870/71 imb die V-Kaiser Proklamation zu Versailles bod
Sport.
? säSsF« - »• ss sä» ES« sä"- s sä h' van-Verbandes einen zweiten S ch i ku rs u s und
^iäL2srlSnbälen Wettläufe verschieben. So'ern der Lxmpworstand btc Reimen trotz der verkürzten Anmeldek-iü- nehmrgt, falben die Wettläufe am 5. Februar statt. An dein ??Breis in ein Paar Schneeschuhen bc- s;eht, Eo.nneat sich alle jiyigen Leute aus dem Vogelsberg beteiligen^
reits ausgestellt sind, ist nunmehr als fünfter noch Dr. Otto Bückel, der im Jahre 1903 den Wahlkreis an Herrn von Gerlach abtreten mußte, gekommen. Ms Dr. Böckel vor Wochen in seinem alten Wahlkreis auftauchte, hatte er, tote inan glaubte, zunächst die Absicht, für den konservativen Kandidaten Prof. Dr. Bredt zu werben, Alte Anhänger 'haben ihm jedoch zngeredet, daß nur er allein in der Lage fei, den Wahlkreis, den jetzt Ar. Böhme inne hat, vor Herrn v. Gerlach zu retten.
Die Abgg. Dr. Müller (Meiningen), Oes er und Sommer iF V.-P.) haben im Reichstag den Antrag eingebracht, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage einen Gesetzentwurf zur Revision des Jmpf- gesetzes vorzulegen und zur Vorbereitung für die Prüfung dem Reichstage baldmöglichst eine Denkschrift vorzulegen, in der auch die Einwendungen der Jmpfgegner berücksichtigt werden.
Wir lesen in der „Natt. Körresp.": Zwischen nationalliberalen und fortschrittlichenReichstags- abgeordneten haben am Donnerstag im Beisein von ^Mitgliedern der Lotalausschüsse der Provinz Hannover Verhandlungen stattgeftutden, die ohne Zweifel zu einer Einigung über die beidersettigen Kandidaturen in der Provinz Hannover führen werden.
Für nächsten Sonntag mittag sind für G r o ß - B e r li n von der Sozialdemokratie etwa 60 öffentliche Volksversammlungen ausgeschrieben worden, mit der Tagesordnung: Kein gerechtes Wahlrecht in Preußen!
In Metz wurden zwei Alldeutsche, die sich mißbilligend über die Vorgänge in der „Lorraine Sportive" äußerten, von Mitgliedern des Vereins angegriffen und schwer mißhandelt, so daß sie ins Krankenhaus gebracht werdet! mußten.
Die polnische Fcaktton des preußischen Abgeordnetenhauses hat einen Antrag eingebracht, sobald wie möglich durch einen Gesetzentwurf den unbeschränkten Gebrauch der polnischen Sprache in öffentlichen Versammlungen zu gewährleisten.
Die Blätter melden aus Prag: Es steht fest, daß die Promotion Kaiser Wilhelms netef) dem Prager- Ritus im Thronfaale des Schlosses in Berlin vollzogen wird. Zu dem feierlichen Akt begeben sich der Rektor der deutschen Universität Professor Gr ün ert, Hofrat Jaksch, medizinischer Dekan und Professor .Hering, der den Antrag zur Ernennung zum Ehrendoktor stellte und als Promotor fungieren wird. Die Ernennung findet Mitte Februar in Berlin statt. Die Einwilligung des Kaisers ist bereits erfolgt.
2lus!mtd.
Aus Tanger wird gemeldet: Ein Franzose, der das Eigentum eines Grundstückes beanspruchte, von dem bereits ein Holländer Besitz ergriffen hatte, bemächtigte sich des Grund st ückes mitGewalt. Der Holländer fand stch daran in Begleitung von 25 bewaffneten Männern ein, verjagte den Franzosen nach einem kurzen Kampfe und hißte dann auf dem Grundstück seine Nationalflagge. Der Franzose erhob bei den Gesandtschaften Hollands und Spaniens Beschwerde.
„Daily Ehronicle" meldet aus Johannesburg: Es ist ein Gesetzentwurf veröffentlicht worden, der den Zw.rk verfolgt, die Eing evor en-Arbeik zu regeln und zu schützen. Die Anwerbung von eingeborenen Arbeitskräften wird von der Erteilung einer Lizenz abhängig gemacht. Der Arbeitsverttag muß schriftlich jedesmal mit einer behördlichen Bescheinigung versehen sein. Der Generälgouverneur ftntn die Anwerbung von ^eingeborenen Arbeitskräften außerhalb der Union verbieten.
Aus Tokio wird gemeldet: Für 12 vnr den 24 verurteilt en Anarchisten ist die Todesstrafe in lebenslängliche Gefängnisstrafe umgowandelt worden. Kot)ku und die angeklagtc Frau sollen hingerichtet toerben.
früherer Zeiten abgesehen, erst seit dem vorigen Jahrhundert sogenannte Talsperren angelegt. Das Rheinland ging voran, und heute finden sie sich in allen Teilen Deutschlands, denn man sieht ihre Vorteile immer mehr ein. Sie dienen der Jndusttie, indem sie eine sehr billige Quelle für elektrische Energie abgeben, sie beseitigen die Hochwassergefahr. Da sie das in gewissen Zeiten überflüssige Wasser aufnehmen und es später nach und nach abgeben, bieten sie einen schätzenswerten Ausgleich. Sie liefern gutes Trinkwasser und sind ein nicht zu unterschätzendes Mittel zur Hebung der Fischzucht. Wer wollte sodann verkennen, daß durch stündige Versorgung einer sonst wasserarmen Gegend, die dadurch intensiver angebaut werden kann und eine bedeutend stärkere Besiedelung ermöglicht, der Nattonalwohlftand bedeutend vermehrt wird? Man berechnet, daß durch diese künstlichen Wasseranlagen in Aegypten für Baumwolle ein jährlicher Mehrerlös von 6 Mill. Mark erzielt wird. Daß eine solche Anlage die landschaftliche Schönheit einer Gegend vermehrt, also auch ästhetischen Wert besitzt, ist gewiß nicht der geringste Vorteil. Jetzt schon hat der Gedanke an die für die zukünftigen Geschlechter eintretende kohlenlose Zeit sehr an Bitterkeit verloren, wenn man bedenkt, daß in diesen Wasseransammlungen eine mterschövslichc Energie für Elektrizität liegt, die über den Mangel an Steinkohlen hinweghilft. Alle im Bilde gezeigten Talsperren hatten miteinander gemeinsam, daß eine äußerst solid gebaute, mitunter bis zu 50 Metern dicke Mauer in einem Bogen die Talbreite absperrte. Von dem Wasserentnahmeturm aus leitet man das für die mannigfachsten Zwecke zu gebrauchende Wasser in Röhren weg und regelt die Entnahme durch große Ventile. Das überflüssige Wasser läßt man durch entsprechende, unter der Kronenanlage angebrachte Oeff- nungen in das alte Flußtal abfließen. Die im Bau begriffene Edertalsperre faßt 200 Millionen Kubikmeter Wasser. Etwa 800 Bewohner werden anderswo angesiedelt, da ihre Besitzungen in' dem Gebiet der Edertalsperre liegen. Sie verursacht einen Kostenaufwand von 11 Millionen, und ihr Bau wird voraussichtlich im Jahre 1915 vollendet fein. Die Zuhörer nahmen die interessanten Ausführungen des Redners beifällig auf.
*■* Aus dein Bureau des S t a d t l h e a t e rs. Karl Schönherr hat für sein neues Werk „Glaube und Heimat", das am 24. Januar hier zur Erstausführung gelangt, bekanntlich den Grillparzer-Preis erhalten. Für den Wert des Stückes spricht beredt die Begründung, die die Akademie der Wissenschaften in Wien für die einstimmig erfolgte Verleihung des Preises gibt. Sie lautet: „Das Preisgericht erblickt in Schönherrs „Glaube und Heimat" das beste dramatische Werk, das in den letzten drei Jahren auf einer deutschen Bühne zur Aufführung gelangt ist. Es verbindet mit einer gewaltigen, durch die Aufführung im Deutschen Volkstbeater bewährten Krall die mächtigste und zugleich tiefste und feinste Eharakteristik und stellt als Ganzes, der vom Dichter gewählten Bezeichnung gemäß, die Tragödie eines Voltes in so großartiger Weise dar, daß ihm in dieser Hinsicht gewiß nur wenige dramatische Schöpfungen in der modernen deutschen Literatur gleich- oder auch nur nahekommen."
** In b em Darmstädter Vortrag über das Liebiglaboratorium toird uns von dem Vortragenden Apotheker Werner mitgeteilt, daß Liebig nur in Bonn, Erlangen und Paris studiert hat, nicht aber in Stockholm.
*' Achtzigtausend Mark sollen, wie man hört, auf einen 4proz. Meininger Prämienpfandbrief an einen Rentner nach Gießen gefallen und durch eine hiesige Bank schon zur Auszahlung gekommen fein. o
** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche find gemeldet aus Rehestedt, Herzogtum Sachsen-Koburg-Gotha und Hamm,, Regierungsbezirk Arnsberg.
Landkreis Gießen.
8. Lolla r, 19. Jan. Der hiesige Radfahrerverein 1 895 feiert Samstag den 21. d. Mts. im Restaurant Germania fein Winterfest. Durch Anschaffung von sechs erstklassigen Saalmaschinen tst es dem in sportlicher Hinsicht auf der Höhe stehenden Verein möglich, im Reigenfahren, Radballspiel re. dem Publikum etwas ganz neues zu bieten.
# Grünberg, 19. Jan. Unserer höheren Bürgerschule ist vom Beginn des neuen Schuljahres an die Einrichtung einer weiteren Klaffe (Sekunda) gestattet und damit die Ermächtigung erteilt worden, den abgehenden Schülern dieser Klaffe die Berechtigung zum Einjährigendienst im Heere zu erteilen. Die Erweiterung der Schule wird ihr zweifellos eine größere Frequenz bringen, weshalb es geboten erscheint, den geplanten Neubau in Angriff zu nehmen und so schnell als möglich fertig zu stellen.
△ Grünb errg, 19. Jan. Auf der Rodelbahn dm Steinweg trugen sich mehrere erhebliche Unfälle zu. Zwei Rodler erlitten Beinbrüche, ein anderer rannte mit dem Kopf gegen eine Telegraphenstange. Der Landwirt Gräf ans dem nahen Harbach wurde von einem Rodler umgerannt und erheblich verletzt.
△ Saasen, 19. Jan. Bei dem seitherigen Schnee, dem Glatteis und der empfindlichen Kälte empfanden es wieder zahlreiche Einwohner sehr, daß unser Dorf keineWasserlcitung hat. Bewohner des Veitsberges mußten das Wasser jenseits der .Bahnlinie im Dorf holen und den steilen Berg hinaufttagcn.^ Wie man hört, will die Gemeinde, die innerhalb weniger Jahre zw>r. Schulhäuser baute, in den nächsten Jahren der Errichtung eines ^Wasserwerks nähertreten. — Das einstige Heim des Ka l e nH er m a n n es, Sckmllehrer Justus, ist von der Gemeinde an den Arbeiter Wilhelm M ünch für 2301 Mk. verkauft worden. Da zu beim-Hause, das über hundert Jahre als Schulhaus diente, ein großer Obstgarten, Aecker, Scheune und Stallung gehören, so ist der Preise recht niedrig.
Aus Staöi und Lund.
Gießen, 20. Januar 1911.
** Ta g eska len der für Freitag, 20. Januar: Stadt- tHeater: Othello. Anfang 8 Uhr.
Vortrag von Pfarrer Glock aus Nieder-Ramstadt: Kirch liche Krankenpflege und Organisation. Abends 8 Uhr im Jo- hannessaal, *
v ** Vom Hessischen Staatsschuldb'uch. In dem ab- laufenen Vierteljahr beträgt der Zugang an Schuldbuchforde- rungen auf 90 Konten 2114 600 Mk. Davon wurden bar ein- Ende Dezember waren auf 1699 Konten in das Staatsschuldbuch eingetragen, wovon Mx aus die 4proz. 31 638 400 Mk., aTrK bie ^/.proz.
^ud 21409 800 Mk. auf die 3proz. Buchschnld entfallen. Die Erwerbung einer Schuldbuchsorberuiig ist besonders erleichtert durch die Arrnahme von. Geldeinzahlungen entweder zum provisioliRfteim Ankauf von Ltaatsschuldverfchreibungen aller Zinsgattungen oi)er zur direkten Eintragung nach dem jeweiligen Kurswert. Das-, letztere ist zurzeit am die 4proz. Schuld beschränkt. Für diese wird der Kurs der 4proz. Anleihe von 1909 (unkündbar bis 1918) zugrunde gelegt Solche Gelbeinzahlungen können jederzeit bei dem Staats,chuldbuchbureau oder bei der Staatsschuldenkasse oder bei, der Hesfachen Landes-Hypothekenbank in Darnlstadt, ferner bei den hessischen Lokalkassestellen außerhalb Darmstadt«, sowie austerhalb des Großherzogtums bei allen Reichsbankanstalten Ä Auch die Reichspost nimmt derartige Zahlungen für ba5 Postscheckkonto der betreffenden K'affestellen entgegen. Der An-
Ule unmittelbar an diese Stellen ober an
Staatsschuldbuchbureau zu richten. Auskunft erteilt das votaatsschuldbuchbureau in Darmstadt.
s ~ rfJL? e r f o n a ti en. Überträgen wurde bent Schnlmntsaiprr<mten Hch. Meckel aus Röthges eine Zehrer stelle an der Gemeindeschule zu Lanzenhain, der provisorischen Zeichenlehrerin Hedwig Marcks in Mainz wurden die Rechte einer definitiv angestellten Wolksschul- lehremn erneut verliehen. — Erledigt sind eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Vaits- s!^',^^k^nem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Rr x f e l d, mit her Organisten-, Lektor- und Kantor- dienst verbunden ist.
™ * erpersonalien. Der Großherzvg hat den
’-kJ- aus Ober-Flörsheim zum
.Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach ernannt.
fter Vortrag des kaufmännischen und Vereins. In der neuen Universitätsaula S^rte der Diplomingenieur tfrtfc Dunkler- Frankenhaufen die C«L Jn ^ort "rid Bild vor und erläuterte ihre Bedeutung mr Kultur und Menschheit. Der sich mit jedem Taa des Wasslcrs, das durch die Sonne in di? Hohe gehoben, sich verdichtet und wieder zur Erde niedersüllt änL °n^!!^E^^fr<Vortraae,ide, in feiner* £
Se^aeESSi WiS abe? ! dem Erffndungssinn des Men- ' en gerungen, Mittel und Wege ausfindia zu machen hi? t?r sÄÄLiä Äte* r- *^“4 Mles sowie ariftiaT bcß H^'tzrs voraus und körperliche
40 Jahren. Nach dem I^och auf das Deutsche Reich und dia !8tteranen wurden noch mehrere Vaterlaridslieber gesungen,
Kreis> Büdingen.
ltz. Bad-Salzh auseVn, 19. Jan. Die Babedirektion läßt sich die Bekämpfung der Schnakenplage angelegen sein. Im verflossemen Jahre hat man die Brut- tellen — nasse Wiesen, SünVpfe u. dgl. — trocken gelegt. Jetzt im Winter sucht man unsätoe Peiniger in ihrem Quartier aus und vernichtet sie. Dia 'weiblichen Schnaken überwintern im Keller an den dunklen Wänden. Hier werden ie mit Spiritussackeln und Schwefel vernichtet. Nicht nur n Bad-Salzhausen, sondern auP iu den umliegenden Ort- chaften erscheinen die Beauftragten der Badeverwaltung und werden von der verständiigen Bevölkerung gern ge- ehen. Die Behandlung der Kecllw mit Schwefeldunst hat noch den Vorteil, daß dadurch ' ^rußer den Schnaken alle anderen tierischen und Pslanzlichli'n Schmarotzer (Schimmelpilz) vernichtet werden. \
Kreis Alsfeld.
Romrod, 19. Jan. Die althergebrachte <^tte deS Becherleerens wurde bei der Verpflichtung unserer neuen Stadtoäter dieser Tage wieder geübt. Der alte Becher trägt die Jahreszahl 1594 und enthält 3/< 2iter Wein. Früher . mußte der Gewählte den Becher auf einmal austrinken, heute find drei Züge erlaubt, da die Menschheit nicht mehr so „leistungsfähig" fein soll. Darnach begann der aufregende Akt deS Tropfenzählens. Auf jeden Tropfen fiel eine Flasche Wein, die der Trinker für die fröhliche Nachfeier spenden mußte.
Kreis Lauterbach.
Jz. Reuters, 19. Jan. Die alte Sage von den Pferden/ die ans der Bodenluke des Bauernhauses herausschauten, um so bie Unschulb ihres Herrn zu beweisen, hat hier eine tellweise Verwirklichung erfahren. Allerdings handelte es sich hier nichr um Pferde, sondern um einen neu gieH gern Stier, der plötzlich Lust bekam, einmal einen Blick in die Küche seines Nachbarn zu werfen. Der Landwirt H. wollte den fetten Stier auf die Wage bringen, um ihn zu verkaufen, da versuchte das lebenslusttge Tier, in letzter Stunde bie Flucht zu ergreifen, um vielleicht so bei Mörderhänden zu entgehen. In großer Eile stürmte er bie Gasse dahin und stürzte, da man ihm hart auf den Husen war, in ein Nachbarhaus, dessen Haustüre allerdings geschlossen war. So war er genötigt, sie einzurennen. Da sich ihm nun kein Hindernis mehr entgegenstellte, gelangte er unangefochten in die Küche, wo er sich geraume Zeit aufhielt. Als ihn nun wieder nach Freiheit verlangte, rannte er kurzer ha ist) die Hintertüre des Hauses ein und verließ, das Haus. Die für einen Stier immerhin schwierige Passage (Treppe, Haustüre, Gang, Küche und Hintertüre) war für ihn glücklich abgelaufen, doch nützte es chn wenig, er wurde ergriffen und feinem Schicksale überliefert.
Kreis Schotten.
Q 2 an bad), 19. Januar. Im Saale de§ „Solmfer HofeS" veranstaltete der von früheren Jahren hier noch wohl- bekannte Rezitator Georg Fritschler einen Wilhelm Busch-Abend mit Lichtbildern, der einen guten Besuch zu verzeichnen hatte. Nach einem dem großen Humoristen gewidmeten Nachruf brachte Herr Fritschler mehrere große und kleine Dichtungen: „FipS der Affe", ^Die fromme Helene",, „Max und Moritz", „Die Erlebnisse.eines Junggesellen", oon' Wilhelm Busch zum Vortrag. Zahlreiche gute Lichtbilder gaben bie Zeichnungen in größerem Maßstabe, doch getreu nach den Originalen wieder. Der Vortrag fand eine sehr beifällige Aufnahme.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 19. Jan. Das Tagesgespräch in den Handwerkerkreisen unserer Stadt dreht sich um die Erbauung einer neuen Gewerbeschule. Diplom-Ingenieur Schmid, der Dirigent unserer Gewerbeschule, hat einen Entwurf dazu ausgearbeitet und ein hiesiger Architekt hat in einem Laden unserer Stadt bie Zeichnung einer neuen Schule auSgelegt. Noch in dieser Woche wird sich der Gewerbeverein über den Entwurf eines Schulgebäudes schlüssig machen.
L. Bad-Nauheim, 14. Jan. Die Grund- und Maurerarbeiten zur Erbauung unserer neuen Güterhol l e mit Bureauräumen sind der Baufirma Reuß in Friedberg, die auch das Empfangsgebäude de? neuen Bahnhofs baut, übertragen worden. Die Güterhalle wird baldigst in Angriff genommen werden. Die neue Trinkanlage, die zum 15. April fertig gestellt fein soll, schreitet eben rasch vorwärts. Mit dem Bau deS Musiktempels hat man in diesen Tagen den Anfang gemacht.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 19. Jan. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Antrag der Bürgermeisterei, bie seit brei Jahren bestehende Satzung bett, die Bedürfnis- frage bei der Konzessionierung von Wirtschaften nach vierstündiger Debatte mit allen gegen 13 Stimmen (Sozialdemokraten ünd Freisinnigen) auf weitere drei Jahre genehmigt. — Der Vorsitzende teilt mit, daß der Verkehrs verein beabsichtige aus Anlaß der im Frühjahr stattfindenden Feier seines 25jährigen Bestehens durch seine Mitglieder und Gönner eine Stiftung zusammenzubringen, aus der der Stadt ein Denkmal zum Ge-i schenk gemacht werden soll.
, Mainz, 19. Jan. Heute atienb mit dem Zug 9 Uhr 12 Minuten ttaf von Pans kommend die Abordnung des ^^^^k.d^^inberats in Mainz ein. Der Bahnhof und der Bahnhofsplatz waren beflaggt. Der Männergesangverein, der vor zwei Zähren in Wien gasckiche Aufnahme gefunden hatte, begrüßte bie Abordnung mit einem Gesang. Im Fürstenzimmer hieß Oberbürgermeister Dr. Göttelmann bie Wiener Gäste "ulkommen, in bereit Namen Bürgermeister Dr. Neumayer von Wien bankte. Nach einem nochmaligen Gesang des Gesang- tSrtln VI ^e Hotels, von einer tausend-
köpfigen Menschenmenge begrüßt.
f n\. Hier wurden zwei Dameit 1 £ r Der einen wurde das Kinn
““ tolVm Wrnertoüüeruno.
Hessen-Nassau.
bi- ÄVÄ" G a9fi Ä't e £ ’Ä ‘ ■ÄSAM j;
Vorsitzender Niebergall sprach ein Tur^eS $cqrü6ung§roort Ehrend seine Tochter einen Prolog vortrug Es war rtn Ziffalff daß das diesfahnge WinterverMügen mit dem 18. Januar dem Grundungstage des Deutschen Reiches, zusammenfiel und Kaiser- W^B^e n ^e^Wirkung nicht. Gastwirt
?9' '5an' d-r h-utig-n Sitzunq bet anV* nn« f" iöi7CbC mit b-r Beratung deS Voranschlags sur 1911 begonnen. Die Mehrausgaben
'“S“"8 S-be-kt werben können, so batz man bie seitherigen Satze b-r birekten Abgaben <151 Proz. Einkommensteuer. 171 Proz. Realsteuern) wirb beibehalten -labren bie Hoffnung, auch in ben nächstfolgeubcn
2°br-" ohne Steuererhöhung ben Etat balanzieren z„ können.
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