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Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche ©etterbieeflflelle ®ie8eit
Verlaus der Witterung seit gestern hüb: TaS östliche Hom» brudqebiet ist sehr beständig; in ganz Deutschland wehen schwache udöstiiche Winde, btc heilere» und warme» Wetter gebracht haben. Tie Morgentemveraturen liegen bereits bet 12 Grab Warnte. Tie westliche Zyklone über ben brutschen Inseln hat ltch noch verstärkt, feine östlichen Randwirbel werden nur geringen Einfluß auf unsere Witterung gewinnen.
Wetterausstchten in Hessen am TonncrStag dem SO. Aprn ivu Zeitweise wolkig, trocken, warm.
Todes-Anzeige.
Gestern vormittag entschlief nach kurzem Kranksein
Herr Anton Biehl, »m«
im Alter von 41 Jahren.
Gießen, 19. April 1911.
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Anton Biehl.
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a Königsberg, 15. April. Ein interessanreS Kulturbild auS Ostpreußen entrollte eine Verhandln^ gegen den Ziegeln- ^beiter Otto Sauer, der sich vor dem hiesigen Schöffengericht wegen Betruges zu verantworten hatte. Sauer, der vor einigen Wochen verhaftet wurde, galt bei vielen Leuten als
boftor der imstande sei, durch Handauflegen und Besprechen biefeften Lanlhciten'zu heilen. Bei seiner Vernehmung
versucht bleiben, die so dringend nötige Einigung berbnzuM«. Dazu ist aber nötig, daß beide Parteien den Anfang machen und daS Kriegsbeil begraben, nicht nur für jetzt, sondern für immer. Ter Liberalismus wird zum Ziele gelangen, icute Joealc muNen zum Dohle unseres bcuneben Vaterlatides tovrtvtrntw nxrvm, tränt Einigkeit vorhanden ist. Deshalb frisch ans ^.eri. v-D
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(Für Form und Inhalt aller unter oteicr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redallton dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
Gießen, 17. April.
Nachdem der Gießener Wahlkampf mit der Niederlage der liberalen Parteien geendet hat, sollte man annehmen, daß in anbetracht der bevorstehenden Reichs- und Landlagswahttn veriuchl werden müßte, eine Einigung der lOralen Parteien z" erztelern BiS jetzt hört und sieht man aber nichts davon. Es Ware docy wahrhastig die höchste Zeil, bicient Streben naher zu treten. Wa t^antom Wahlkreisen unseres Vaterlandes moglich ift, muß in Gießen auch möglich fein. Man sage nur nM.- e» geht nicht. Es geht alles, wenn bir gute Wille da ist. Dieser muß aber vorhanden sein, nadjbem man gesehm, zu welchem Z^e em getrenntes Marschieren geführt hat. Esi ist auf bas Ttefste zu bc tauem, baß sich zwei so eng verwandte Parteien bekämpfen, m einer Weise bekänipsen, welche aufs Entschiedenste zu verwerfen ist. Auf solche An wird duch nichts erreicht da nur die Gegner ihre Fahnen auf dem Trümmerhaufen der liberalen Uneuugfeit auf- ganzen und den Sieg daoontragcn. Deshalb daN Nichts un-
Letzte Nachrichten.
TodeSsturz eioeS Fliegers.
Versailles, 18. April, üapüan Tarron ist mit einer Flugmaschine bei der Villa Cvmblan tödlich verunglückt. Tarron, welcher in einer 5)öhe von un gcfähr loOO Metern flog, dürfte in dieser Höhe den Motor abqestellt haben, um im Gleitslug zu landen. In etner Höbe von 7—800 Metern «verlor der Zweidecker mahrscheinlicki infolge eines durch den Tempcratttrunterschied verursachten Lustwirbels sein Gleichgewicht und kippte inir Wie furchtbar die Gewalt des Sturzes war, geht daraus hervor, daß der rechte Oberschenkelknochen Tarron die Brust vollständig durchbohrte. Hauptmann Tarron war Leiter der aeronautischen Bersuchssdation CalarS- TI eub on. e
-in Friedberg, 18. April. Der Schutzmann Kaiser Überraschte heute mit seinem Polizeihund drei Diebe, die von einem Garkenhüttchen das Zinkdach ubdeckten. AlS er sie festnehmen wollte, gaben die Diebe vier Revolverschüsse ab, von denen einer traf. Die Diebe entkamen und der Polizeihund konnte die Spur nicht finden
Paris, 19. April. Eine amtliche Zeitungsnote teilt mit, es sei noch nicht bestimmt, ob eine fran -öfische Expedition nach Fez gehen werde. Wenn Franrreickf eine Expedition hinschicke, so geschehe dies bloß zum Schuß der französischen Expeditionsossiziere und der tchrigen Europäer, und die Entsendung erfolge innerhalb der durch btc Algecirasakte geschaffenen Grenzen. .
Paris, 19. April. Heute werden hier bet bekannten Anarchistenführern Haussuchungen gehalten, die durch den Winzeraufstand veranlaßt fern sollen. _
London, 19. April. Die Sitzung des Un t e r h au, eS dauerte bis 4i/3 Uhr früh. Nach längerer Aussprache wurde die erste Klausel zur ParlamentSbtll angenommen.
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bei Dorlommenbem Bedarf.
NB. Für Kranke wirb euch nachts Eis abgegeben. 2M 71 af. Helfende«! Iw. ^EiökeÜerei, Tlarburgeritr.
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gab er an, daß er wirklich eine wunderbare Kraft in sich whle, jie ihm von seinem Vater vererbt worden sei. Diese Kraft befähige ihn, namentlich Krämpfe und Flechten zu, heilen Tie beste BehandlunaSzeit sei gegen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Tie Anklage geht von dem Standpunkt auS, ba(j e. von seinen Patienten Geld genommen habe, obwohl er von der nwirlsamkeit feiner Behandlung überzeugt sein mußte In bieier Beziehung behauptete der Angeklagte, daß er Don seinen Patienten immer nur fünf Pfennige gefordert habe, damit btc Leute an seine Methode glaubten. Diese Behauptung fand tn der Beweisaufnahme ihre Bestätigung. Verfckiedene Patienten hatten daneben noch den Kindern deS Angeklagten kleine Gefchenke gemacht. Auch sonst gestaltete sich bie Beweisaufnahme für ben Angeklagten nicht ungünstig. Ein Invalide erzählte, daß er durch bie Behandlung deS Angeklagten von Gicht befreit worden fei. Eine Patientin will durch den Angeklagten von fahrelangem tylemtcn^ leiben befreit worden fein. Unter ben Heilmitteln bt5 Ange- Nagten figurierten neben Ha nd a u f I eoen unb B e f pr c wen auch fieitungSroaffer, grüner Wegerich, Kognak unb Buttermilch. Auf Grund ber ganzen Beweisaufnahme kam bad Gericht zu bem Erkenntnis, baß der Angeklagte von ber Sirffamfcit feiner Mittel überzeugt fei unb baß ihm ber Aberglaube ber Bevölkerung zur Seite stehe. Bon einem Betrüge könne unter ben obwaltenden Berhältnisfen aber keine Rebe sein, so daß Freisprechung erfolgen muffe. _
O Laubach, 19. April. Ter heutige I unafchwcine - markt war sehr stark, näni t mit 329 Stück Jungsäm-cinen befahren 90 Stück von $)änbte.-.i feilgeboten, buritcn mchl aup gefahren werben, well sie auf Anordnung deS Turarztes noch einen Tag unter Quarantäne gestellt maren. Der Handel, Haupt- fächlick) von Landleuteu ber Umgegend betrieben, entwickelte sich bewirt lebhaft, bah schon um 10 Uhr ber größere Teil oerfanft Das Paar sieben Wochen alter Ferkel wurde zu 65 bis
- Verkehr ® neu UmsJ eckhrM^ cauenv«o ereWÜy
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BerME Die
Bekanntmachung. |
Am 11. April er. wuröe auf der | Straße Launsvach-Gicyen, etwa 1 km von ^aunsbach entfernt eine getragene Pelerine, avi 5kragen mit L-L.gezcichn., geiunden. Gegen Erstattung der JnfernonSkosten m Empfang zu nehmen bei Gemeindevorsteher Tebus in LcmnSbach.
Krofdorf, den 16. Apnl 191L
Die Polizcivcrwaltuug.
Braun, Bürgermenler.
Ter auf Mittwoch dcu lü. ds. Mts., nachm- 5 Uhr, ieuaesevte Berkaus einer Ladung Kartonem findet nicht statt. O /<
Die (Süterabsertigung.
Krenznacher
Pferdß-
Lotterie
.>,n»isch wäre. Mr. Cummings ist ein stattlicher Gentleman von S^em Benehmen; er ist Mitalied.der beslm SlubS in Taeoma und' war verlobt mit einem reichen fungen MäbchenauS guter Änihe. Er gab an, große Geschäfte in den östlichen Staaten L. haben, die seine häusiyen langen Abwesenheiten von .)au'e gärten. Als Eddv Fay in Neuyo^k verhaftet wu^e, fand man S feinem Defitz Briefmarken tm ®nie von 85CKX) DoUarS, He er bei einem Einbruch im Postamt von R"stmond erbeutet
Einbrecher hatte augenscheinlich bei der AuSubung fnnefl Beruf« eine Vorliebe für eine gewisse Eleganz, man fand in Mnen Kos fern bie DiebSwerkzeugc in feinstes ^eidenpapier ein« Seit unb in schönen Leberkästen verpackt. In den raschen trug er ein genaues AdreffenverzeichniS von Banken, h.. denen die Gewohnlfeiten der Pförtner und bie £age der Geld- Krönfe genau beschrieben waren. Monatclange Nachforschungen £ die Herkunft deS Einbrechers führten nun zu der über- «schenden Entdeckung, daß Fay nach icber erfolgreichen Er- SSion die Gewohnheit batte, sich nach Taeoma »^uckzuziehen, S?er ganz als reicher Gentleman auftrat. Man legte fetzt btc «Holographie beS verhafteten Einbrechers angesehenen Einwohnern ton lacoma vor, bei denen ber Mr. EummmgS ^tebrtbntte, unb sie erklärten, baß ihr Gast und Eddy Fay ganz augenfchemlich ein und dieselbe Person wären.
• Gipfel der Zerstreutheit. Die Frau Professor -erreift für einen Tag unb schärft ihrem ^hr -Leuten Gatten vorher bnngenb ein, ihre drei Dprößlmge doch ia wn sieben Uhr zu Bett zu bringen. AlS btt Frau Professor am Abend wieder U) Hause kommt, lagt ihr Gatte: ,,Meme Liebe hxn ijch eins von ben Kinbern Ijat durchaus Nicht ms Bett gewollt. Tic Frau Professor geht inS Kinderzimmer und fmdet — vier Künder in ben Letten. Das vierte war der Junge bes Nachbars
* Ein boshafter Kerl. „Ste gehen wohl gar nuijt in« Theater, Herr Hanepampel^ — „O ja; wenn ich mal «ht den Husten habe!"
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