Ausgabe 
17.3.1911 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

f

V;

4

4

Zahl' der Großstädte, d. h. der Städte mit mehr als

r>.

4

Provinzial-AuSschuß der Provinz Oberhessen.

3

bo.

zu Vilbel. Bei der Ge-

zur

4

4

4

4

tc bc

Siu b b bi bt

Gießen, 15. März.

Dr. Usinger als Vorsitzender

ArUvesend: Provinzialdirektor und 6 ordentliche Mitglieder.

Anfang 9, .Ende V/s Uhr.

1. Gemeindcr atswahl

100 000 Einwohnern, ist seit 1905 von 41 auf 4/ gestiegen. Zu diesen 47 Großstädten, die insgesamt 13 709 863 Ein­wohner oder 21,12 v. H. der gesamten Reichsbevölkerung zählen, ist nod) eine Ländgemerndc mit mehr als 100 000 Einwohnern hinzugetreten, nämlich Hamborn mit 101 718 Einwohnern.

, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

w um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.

Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; daraus sakramentalische Bruderschafts-Andacht.

Dienstag und Freitag abend um 61/, Uhr ist Fastenandacht.

bo.

bo. bo.

Lest.

61

F" 3 1 S'j.tzchr '4 tzni 4 tzpa 3*/,Iüt 4 T 4 bc 4 bi

Märkte.

[] Marburg, 16. März. Auf dem heutigen Frühjahrs. Pferde markt standen insgesamt 204 Pkerde und Johlen zum Verkauf. Ter Handel ging lebhaft.

i\'M

4 bo.

5 bo.

4 bo.

4 bo.

*V « 4 bo, r»j, to.

bo. bo. bo.

fu

4 b0< L k

%b4

heil. Beicht.

Sonntag den 19. März, 3. Fasten-Sonntag:

Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

w um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe.

Nit Sranffi fabi/fy

bo.

Mtii Mnitq, ^onnfiäbt _ Banti. tUlfdit :

w

<01

*Wonio,( Tttsdner Wn«

«I'ndihü, dtoiiii. j

«Uitlo.y JitUlbld,, Soilb, ],$

Älmbtrs O«Ö..Un9; ppani U-Kr.b Rildjt wub.

ÄL

k 9-

I hcßisch

bo. '

pflegen erfahrene Herren nicht ohne eine Schachtel Wybert-Tabletten zu gehen. Wer zu Erkältung neigt, hat kein besseres Mittel, um Husten und Heiserkeit, die durch die An­strengung der Stimme meist noch befördert wird, rasch und gründlich zu vertreiben. Die Schachtel mit nahezu 400 Tabletten kostet in allen Apotheken nur 1 Mk. Iss/»

Depot in Giobscn: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2.

1/7 c i Tfc'A R TF Kl in jeder beliebigen Schn Hart und Kartonsortt, _____ sowie mit Zirkeln aller studentischen Ver­einigungen liefert zu. mäßigen Preisen die BrühPsche Univ.-Druckend

blj.Ley.

Fr

3 Lch

V- k bi «

3 Port

MoiMörelnrrWnngen de? Ne^cheS^dder^N Mmde?staÄes macherk? Nach dieser Richtung hat Herr Oeser vollständig neue Perspek­tiven eröffnet. Es wäre zu erwägen, ob man beispielsweise elektrische Betriebe, die in eine Fülle von öffentlichen Interessen eingreifen, aus der Hand der Private» in die des Staates legt. (Sehr richtig! links.) Ob das aber durchzuführen ist. ist eine zweite Frage, auf die ich heute kerne Antwort geben kann. Ferner konnte man sich dadurch gegen monopolistische Auswüchse schützen, daß man derartige Anlagen konzessionSpflich- tig macht. Zahlreiche Kommunen haben schon Monopole auf dem Gebiete der Elektrizitätserzeugung und Verwendung ge­schaffen. _ Man schreib,, auch von seilen der Kommunalverwaltung eine Prüfung der Installateure vor, so daß für die technische Zuverlässigkert die notigen Garantien gegeben sind. Soweit die Benutzung von Wegeanlagen in Betracht kommt, sind die Kam. ntunen und der Staat sehr wohl in der Lage, Ausnahmen zu machen, die den Mittelstandsunternehmungen eine gewiffe Frei­heit sichern. Die ReichSgesetzgebung müßte in Bewegung gesetzt werden, wenn wir zu einer grundsätzlichen Umge­staltung des Gewerberechtk oder zu einem Elek - trizitätSmonopol kommen würden. Auf dem Gebiete des Wegerechts könnte man den Unternehmern noch die Verpflichtung auferlegen, für die Benutzung der Wege gewisse Abgaben zu leisten.

Mg. Wallenborn (Zentt.) dankt für die Unterstützung deS Deutsche« PomologenvereinS. - V

V Abg. Dove (Vp.)^ ' a . _

Ich habe vorhin Herrn Kaphengst zugefiimmt. Run glaubte Dr. Hahn vorhin, er müsse sich revanchieren und Herrn Dr. Oeser zustimmen. Dr. Oeser denkt nicht im entferntesten daran, mit der Gewerbefreiheit aufzurämnen. Auch auf dem Boden des bestehenden Rechts ist eS möglich, Ausschreitungen entgegenzutreten. Die Kartellfrage ist außerordentlich schwierig. Wir wissen ja, daß Dr. Spahn ein Kartellgesetz im Tischkasten liegen hat. Ich kenne es nicht, aber mißbillige es. (Heiter­keit.) _S)ie Bedenken des Staatssekretärs gegen die Zentral­stelle für die Textilindustrie sind berechtigt. Es ist doch schon sehr viel auf diesem Gebiete von den Landesregierungen und von der Industrie selbst geschehen. Auch das Materialprüfungsamt in Gr.-Lichterfelde arbeitet sehr gut. Man mag einen Erweiterungs­bau machen, soll aber keine neue Stelle schaffen. Eine Zentrali­sation auf diesem Gebiete in Hamburg ober Berlin ist gar nicht wünschenswert. Die bisherigen Institutionen reichen aus. Wir brauche» doch nicht gleich jeder Anregung, die ei» erfindungsreicher Kops in eine Resolution kleidet, nachgehen. (Beifall.)

steckungsgesahr und der abschüssigen, stark wasserhaltrgen Lage des Hofgeländes erließ das Grotzh. Kreisamt Büdingen einen Po­lizeibefehl gegen den derzeitigen Pächter, in dem die Einfrie­digung des gesamten Geländes, auf dem Tierkadaver verscharrt nwrden waren, verlangt, der Weidegang der Tiere untersagt und noch eine Anzahl sanitätspolizeilicher Vorschriften getroffen wurde. Der Vertreter des Pächters erhob dagegen Rekurs an den Prouinzial-Ausschuß, indem er nachzuweisen suchte, daß einmal nicht bennesen sei, daß weitere Falle von Milzbrand, ittsbesonüere in dem letzten halben Jahr, vorgekommen seien, außerdem aber auch die getroffenen Anordnungen zu weit gingen. Der Provinzial- Ausschuß verwarf die eingelegte Berufung kostenpflichtig.

3. Klage des Ortsarmenverbandes Berlin ge­gen den Landarmenverband Gießen wegen Unter­stützung des G. Rosolowski. Rvsolowskr erschien int Juli 1909 auf dem hiesigen Polizeiamt und bezichtigte sich selbst eines in Berlin ausgcführten Diebstahls. Er wurde festgenommen, nach Berlin verbracht, widerrief dort in der Hauptverhandlung sein Geständnis und fand schließlich nach ärztlicher Untersuchung Ausnahme in der Irrenanstalt Herzberge, wo er ein Vierteljahr verpflegt wurde. Der Ortsarmenverband Berlin her langte Rück­erstattung der entstandenen Kosten von dem Landarmenverband Gießen, weil die Hilssbedürftigleit in Gießen hervorgetreten sei. Auf die Weigerung Gießens kam es zur Klage. Berlin erbrachte dann noch ein ärztliches Zeugnis, wonach der Unterstützte an zeitweise stärkeren geistigen Störungen leidet, infolge deren er fick) u. a. der Ausführung von Straftaten bezichtigt. Diese Zu­stände seien als Geisteskrankheit aufzufassen und erforderten An- statts'oehandlung. Gemäß 8 30 b, Satz 2 des llnlerstützungs- Wohnsitz-Gesetzes mußte der Provinzial-Ausschuß heute der Klage stattgeben.

meinderatswahl am 20. September 1910 erhielt der letzte Ge- wähtte 439 Stimmen, der Nächsthöchste 393. Gegen die Wahl erhob H. Fink folgende Einwendungen: 1. eine Person habe gewählt, obwohl sie nicht im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sei, 2. nach Ablauf der Mahlzeit hätten noch 17 Personen gewählt, 3. von etwa 7 Uyr abends ab seien die Aufgänge zum Wahllokal so von Anhängern der sozialdemokratischen Partei /besetzt gewesen, daß die Angehörigen, der bürgerlichen Partei verhindert worden seien, zu wählen, 4. der Bürgermeister habe 'die Wahlzeit ohne Einvernehmen mit dem Gemeinderat feft- Igesetzt.

Zwei weitere Reklamationsgründe wurden heule zuruckgenom-- men. Der Ar eis aus schuß des Kreises Friedberg wies die Ein­wendungen als unbegründet zurück und stellte dabei fest: zu

1. und 2. Die Einwendungen zu 1. sind ganz, die zu 2. zum Teil begründet. Da aber der letzte Gewählte noch 47 Stimmen mehr erhalten hat, wie der Nächsthöchste, so sind hie 8 un- giltigen Stimmen (es hatten nur 7, keine 17. Personen nad) 8 Uhr abgestimmt) ohne Einfluß aus die Wahl gewesen. Zn 3. ,Einmal sind keine Namen von solchen Wählern genannt, die durch das Gedränge von der Ausübung ihres Wahlrechts zurück- gehalten worden sind. Dann aber stand cs den Wählern tret, ihr Wahlrecht zu einer früheren Stunde auszuüben. Zu 4. Es besteht keine gesetzlicl)e Bestimmung, das; der Gemeinderat bei der Bestimmung der Wahlzeit gehört werben muß. Wenn auch das Verfahren des Bürgermeisters mit der Wahlanlettung nicht jübereinstimmt, so kann doch daraus ein Reklamattonsgrund nicht hergeleitet werden. Uebrigens habe diese Einwendung, da nach­träglich vorgebracht, außer Bettacht zu bleiben.

In der Rekursschrift an den Provinzialausschuß wiederholte Fink die vorgebradsten Gründe. Er behauvtete insbesondere, daß 130 Wähler der bürgerlichen Partei nicht gewählt hätten, weil sie durch die Sperrung der Treppe und die Angst vor den Sozial­demokraten davon abgehalten worden seien. In der fauligen Verhandlung erklärte der als Zeuge vernommene Bürgermeister, haß allerdings von V-78 Uhr ein ungewöhnlicher Andrang 'geherrscht habe. Es komme kurz nach 6 Ufa ein Arbeiterzug von Frankfurt, und in der fraglichen Zett hätten etwa 100 Wähler ihre Stimme abgegeben. Da dies bei früheren Wahlen nicht der Fall gewesen fei, so habe er keine Vorkehrungen Tür Freihaltung der Treppen getroffen. Es sei richtig, daß nad) '8 Ufa noch 7 Wähler gervähtt hätten, die aber bereits vor dieser Zeit im Wahllokal anwesend gewesen feien. Zwei. andere Zeugen bekundeten, daß ein großes Gedränge geherrscht und die bürgerlichen Wähler von den auf den Treppen postierten An­hängern der Sozialdemokratte verspottet worden seren. Der P r o- vinzial-Ausschuß wies beit Rekurs als unbegründet .mruck.

2. M i l z b r a n d z u R i n d e r b ü g e n. Im Dezember 1910 wurde aus dem Rinderbügerhof eine Kuh geschlachtet, die an Milzbrand lttt. Die Krankheit übertrug sich aus den Metzger,

der daran starb. Auck) der Pächter des Hofes infizierte stch

später, erttankte schwer und behielt einen Herzfehler zurück. Bei

der norgenommenen Untersuchung stellte sich nun heraus,^ daß

der frühere Pächter des Hofes eine Anzahl im Laufe der .^afae

verendeter Tiere wahllos in der Nähe des Hofes in der Erde ver­

scharrt hatte. Es »vor dabei nicht festzustellen, an welcher Krank­

heit die Tiere verendet waren. In Anbetracht der großen An-

Spielplan der Siebener Stadttheaters.

Direktion: Hermann Stetngoeuer.

Dienstag den 21. März, abends 7 Uhr (20. Mittwochs-Aboime» ment-VorsleÜung):Faust*. 1. Teil, erster Abend. Ende 10 Uhr. Mitwoch, 22. März, abends 7 Ufa (21. Mittwochs-Abonnement- Vorstellung):Faust*. 1. Teil, zweiter Abend. Ende 9*/4 Uhr. Freitag den 24. März, abends 8 Ufa (19. Freitags-Abonnement- VorsteUung): »Der Raub der Sabinerinnen." Ende 10* 1 2 * * * * * */, Uhr. Sonntag den 26. März, nachmittags 3V, Ufa, bei kleinen Preisen. Mein Leopold.' Ende nach G Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei gewöhn« Uchen Preisen (Gutscheine haben tiüUigfeit);Uriel Acosta." Trauerspiel in 5 Akten von Karl Gutzkow. Ende gegen 10'/, Uhr.

In Vorbereitung: Montag den 27. März 1911 (Benefiz für Herrn Regisseur Eurt Gähne):glachSmann als Erzieher.'

»L do.

Spott»

** Ga la sa al spo r t f e st des Ra d-ClubsGer nta- n ia" Gießen. Das Galasaattportfest des Rad-ClubsGermania" Gießen, das am Sonntag in der prächttg geschmücktett Turnhalle stattfand, gestaltete sich in jeder Beziehung zu einem vollen Erfolg für die Veranstalter und dürste dem Radsport wieder viele neue Freunde und Interessenten gewonnen haben. Vor allem war es natürlich das reichhaltige und vielseitige Sportprogramm, wel­ches das Interesse des überfüllten Hauses in Anspruch nahm und ohne weiteres alserstklassig" bezeichnet werden darf- Unter den Mitgliedern des Efaenausschusses bemerften wir die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden und gegen 6 Ufa erschien auch der Protektor des Festes, Fürst Karl zu Solms-Hohensolms-Lich uitb der Fürst!. Kammerrat Frhr. v. Löw zu einem zweistündigen Aufenthalt und verfolgte die einzelnen Aufführungen mit sicht­lichem Interesse. Bei feinem Weggänge sprach er seinen Dank und seine Anerkennung für die gesehenen vorzüglichen Leistungen aus. Die Aufführungen selbst boten ein hier noch nie gesehenes sportliches Schauspiel ersten Ranges, voll interessanter Momeitte. Dies gilt besonders von dem großen Achter-Knnstteigen, der von den MannsckMen des Radsahr-VereinsGermania" Höchst a. M. und denjenigen des Radfahr-ClubsPfeil" Ilversgehofen-Erfurt bestritten wurde. Die brillante Mannschaft des letzteren Vereins errang mit der Vorführung ihres überaus schwierigen und vvrzüg- lich aufgebautlm Kunstteigens unter dem brausenden Beifall der Zuschauer den von dem Hirstcn Karl zu Solms-Hohensolms-Lich gestifteten Ehrenpreis. Im 2lchterMiederradreigen gelang es dem Nadsahr-Verein Marburg 1891 den von der Stadt gestif­teten Ehrenpreis zu erringen und ihren schärfsten Gegner, den Radfafa-Verein Herborn 1893 auf den 2. Platz zu verweisen. Der Aufbau des Reigens des letzteren Vereins war ebenfalls recht hübsch, boa) ließen die Fahrer in der Ausführung die elegante Ruhe und Sicherheit vermissen, die den Gegner auszeichneten. Das Radballspiel II., das von ca. 10 Maiurschaft en bestritten wurde, ivar eine sichere Sache für die beiden, Mannschasten des Bieyele-Elubs von 1882 Offeichach a. M., die sich' nach glänzenden Zwischenspielen für bat Endlauf qualifizierten und hier bor dem Velo zched-Club Frankfurt <l M. 1883 die beiden ersten Preise nach Hause brachten. Hervorragende Glanzleistungen boten ferner das Zweier- und Einer-Kunstsafaen, in denen sich besonders die Mannschaft des Radfahrer-VereinsWanderlust" Nieder-Zwehren- Kafsel auszeichnete. Der nach der Preisverteilung folgende Ball hielt die Festteilnehmer noch bis zur frühen Morgenstunde in fröhlichster Laune zusammen. Das Ergebnis der einzelnen Kon­kurrenzen steltt sich wie folgt: Ächter-Niederradreigenr 1. Ehrenpreis (Stadtpreis), Radfafa-Verein Marburg 1891, 3,417 Bunde; 2. Ehrenpreis, Radfafa-Verein Herborn 1893, 3,389 unkte: Ehrengabe, Radfahr-VereinBlitz" Kirchhattr 1889, 3.308 Punkte. Radballspiel I.: Ehrenpreis: Radfafa- Verein Wetzlar 1887 mit 7 Toren. Sechs er-Niederrad- r eigen: Ehrenpreis: Radfafa-Verein Wetzlar 1887, 3.698 Punkte; Ehrengabe: Radfafa-Verein Alsfeld mtt 3.444 Punkte. Zweier-Niederrad-Kunstfahren: Ehrenpreis: Rad­fafa-Verein Wetzlar 1887 mit 13.121 Punkten: Ehrengabe: Rad- fahr-VereinWairderlust" Nieder-Zwehren-Kassel mtt 12.566 Puntten. Radballspiel III.: Ehrenpreis: Radsafa-Ver- exn Marburg 1891 mit 6 Toren. Achter-Niederrad- Nunstreigen: Ehrenpreis des Fürsten Karl zu Solms-Hohensolms-Lich: Radfahr-ClubPfeil" Zl- versgehoicn-Erfutt nut 5.851 Punkten; Ehrengabe: Radfafa- VereinGermania" Höchst a. M. mit 5.221 Punkten. Einer- unstfahren: 1. Ehrenpreis: Herr Eichmann, Radfahr Ver­einWanderlust" Nieder-ZmehreruKassel mit 12.31 Punkten'

UircyLictze Uac^rid)uiu

Lvaugruiche Oemeuwe.

Sonntag den 19. März, Oculi: Kotterdievst.

3n der Stadtlirche.

Vormittags 91/. Ufa: Pfarrer D. Schlosser.

Vormittags 11 Ufa: Kinderkirche für die Malthäusgemeind«.

Pfarrer D. Schlosser.

Abends 6 Ufa: Pfarrer Schwabe.

Abends 8 Ufa: Bereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäus gemembe.

Dienstag den 21. März, nachmittags 4 Ufa, im Matthäussaal: Frauenmissionsverein.

Mittwoch den 22. März, abends 8 Ufa: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der M a r k n s gememde.

Jn der jofanncstirdje.

Vormittags 9'/, Ufa: Pfarrer B e ch t o ls h e i m e r.

Vormittags 11 Ufa: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.

Pwrrer Bechtols Heimer.

Nachmittags 2 Ufa (im Lukasjaale): Taub stummen« (5 o 11 e § t> i e n ft; im Anschluß Beichte und hl. Abendmahl.

Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.

AbsrdS 6 Ufa: Pfarrer Ausield.

Abends 71/, Ufa: Versammlung der konfirmierten weib« lichen Jugend der Lukasgemeinde und Versammlung der kon- firmierten männlichen Jugend der Johannes gemeinde.

Atittwoch den 22. März, abends 6 Ufa: 4.P assionsandachl.

Pfarrer A u S i e l d.

Freitag den 24. März, nachmittags 4 Uhr: Versammlung des F r a u e n - M i s s i o n s v e r e i n s der LukaS gemeinde.

Abends 51/, Ufa: Versammlung der konfirmierten weib­lichen Jugend der Johannes gemeinde.

Katholische Gemeinde.

Gottesöienft

Samstag den lv. März 1911:

Nachmittags um 5 Ufa und abends um 8 Ufa: Gelegenheit

3

i fiofflbii

$>, to

?' bo.

pi,8o8ntt bo.

j kulgai « ®ri«f bo.

i 3totiei r/|w dc 4>N'

4to.

- Be^renS (MrisH. 2?gg.^F - .

"3t- Die Korrektur, die Herr Dove an der Oeserschen Rede vorgenommen hat, hat den Eindruck nicht zerstört, daß Herr Oeser zum Schutze der Gewerbefreibeit eine Beschränkung der Gewerbefreiheit gefordert hat. Der Fortschritt macht also gute Fortschritte, um zu einer glücklichen Mittel st ands- politik in unserem Sinne zu kommen. Wir wollen uns in diese inneren Streitigkeiten irmerhalb der Volkspartei nicht einmischen. (Lachen b. d. Vp.) Der Redner erklärt sich für die Resolution Schiffer und empfiehlt bann eine weitgehende För­derung des Obstbaues.

Abg. Dr. Hahn (Kons.):

Heber Me Rede Dr. Oesers habe ich eine große innere Be friebigung empfunden. Seine sachlichen Aussührungen habe» durchaus den Tatsachen entsprochen. Darum hat die Rechte und auch das Zenttum ihnen rückhaltlos zugestimmt. (Zuruf links: Na also!) Die Zwischenrufe zeigten aber ein gewisses Erstaunen, daß gerade ein Mitglied der Volkspartei eine solche Rede hielt. Man hätte erwartet, einen Konservativen so sprechen zu Horen, da ja seit Jahren gerade die Konservativen Interessen der wirt­schaftlich Schwachen vertreten. (Schallendes Gelächter links.) Freilich tiefer darf man in die Oeserscke Rede nicht einbringen. Sie war schließlich doch ein Eiertanz. (Oho-Nufe links.) Wenn Herr Oeser wirklich mit uns den wirtschaftlich Schwächeren schützen will, bann muß er helfen die Gewerbeordnuna zu revi­dieren. Sonst müßte idj in seinen Worten eine Wahlrede er­blicken. (Widerspruch links.) Ja, ich muß eS leider tun. (Heiterkeit.)

Auf dem Sanbe könne» die Freisinnsfan mit dem Freihandel nichts machen. Es heißt da immer, de» setzt bestehenden Schutz der Landwirtschaft durch Zölle wolle man ihr belassen. Denken Sie an Herrn Korell in Gießen. Trotzdem werden Sie Gießen verlieren! (Zurufe der Soz.: Abwarten! Vizeprä- sident Dr. Spahn erinnert an das Etatskapitel. Rus link-: Lassen Sie ihn doch die Wahlrede halten!) Ich empfinde über Herrn Oeser trotzdem das bekannte angenehme Gefühl, über den einen reuigen Sünder. Aber die Pri­orität ht dieser Frage muß ich für mich in Anspruch nehmen. Iw habe schon vor vierzehn Tagen im Abgeordnetenhause darüber gesprochen. Sie sehen aber, wie ein Freisinniger mit uns über- einstimmt, wenn er einmal nicht durch die Parteibrille sieht und Fragen des gewcrblchen Lebens behandelt, die et kennt. (Lachen nnks.) Der Redner empfiehlt die Kultivierung der Moore, besonders im Kreise Labiao-Wehlau. (Zuruf: Wahlrede.)

Abg. Wagner-Labiau (Vp.) tritt unter lebhaftem Beifall der Linken dem Dr. Hahn entgegen. w

Freitag 1 Uhr: Fortsetzung, j ,

2. Ehrenpreis: Herr Dach, Mdfahr-VerettiWanderlust" Nieder- Zwehren-Kassel mtt 11.462 Puntten. Radballspiel II ; 1. Ehrenpreis: 2. Mannfch-aft des Bicpcle-ClubS von 1882 Offen- bad) a. M. mit 5 Toren; 2. Ehrenpreis: 1. Mannschaft des Bicycle-Etttbs von 1882 Offenbach a. M. mtt 3 Toren; 3. Ehrens preis: 1. Mannschaft des Belozipcd-Clubs Frankfurt 1883 2 Toren. Rad pol o s Pie l: 1. Ehrenpreis: Radfafa-Verein Wetzlar 1887 mit 7 Toran: 2. Ehrenpreis: Radfafa-Verein Her­born 1893 mtt 5 Toren.

i c yi bo. t " bo

giürttt

111 bo.

bo., ;i $reu6

' bo. j Labillh ui bo.

"J* bo. j bo.

j Sayr. 8 do ,

In Tier 'Hand hrft, lvofssn 'Assest sich "da köenden, ' wenn sie ihre Stellung wechseln? 'm richte Sie ernfte Dkahnung an die Großindustrie, die Gesetze zu beachten und, die Gewerbe- frerfait nicht zu verletzen! (Lebhafter Beifall.)^

Staatssekretär Delbrück:

Meine Meinung über die gewünschte Zcuttälstelle habe ich schon vor einigen Tagen bargelegt.. Ich halte unter den fetzigen schwierigen Finauzverhältnissen es für bedenklich eine neue Institution zu schaffen, deren Funktionen augenblicklich schon von anderen Stellen loahrgenommen werden. Ich bin aber bereit, unter Fühlungnahme mit der Industrie und den DundeS' staate» die Frage z» prüfen, ob eine derartige Einrichtung tat­sächlich notwendig ist. 9tun zum Vorredner! Ich muß sagen, ich hccke eine j o reboln tionierenbe Rede auf dem Gebiete des Gewerberechts, so lange ich bcnlcn kann, noch nicht gehört. (Lebhaftes Hört! Hort!)

Jeder Jurist wird mir zustimmen, daß auf Vertrag beruhende Monopole mit den Bestimmungen in Artikel 10 der Gewcrbeord- ' nung vereinbar sind, der lediglich hat verhindern wollen, daß neue Zwangs- und Bannrechte entstehen. Was der Vorredner beklagt, ist zweifellos eine Konsequenz der bei uns bestehenden schrankenlosen Gewerbefreiheit. Ich kann niemand verhindern, sich mit anderen zu gemewschaftlichen gewerblichen Zwecken zusammenzuschließe» und seine Abnehmer im Vertrags­wege zu verpflichten, sich nur von bestimmten Firmen liefern zu lassen. (Hort, hort! links.) Das ist ein Recht, über das es gar keinen Zweifel gibt ES kann nur die Frage entstehen, ob man etwa dazu über gehen soll, derartige Fälle für die Zukunft zu ver­bieten. Was ist die verlangte Prüfung der Installa­teure anders als die Einführung deS BefahiaungSnach- weises? (Sehr richtig!) Wenn wir der Schwierigkeiten, um die es sich hier handelt, Herr werde» wollen, wird es so gehen müssen, wie man einmal gesagt hat, als ich als Oberbürgermeister den Ausschank bo» Bier konzessionspflichtig machen wollte, man wird die Axt au dem Baum der Gewerbefreiheit legen müssen. Ich gebe dem Vorredner zu, daß die Bevenken, die er aus den bevorstehenden Zirständen hergeleitet hat, nicht ohne Berechtigung find. Wer wir können mit keinem gesetzlich zulässigen Mittel verhindern, daß sich Monopole bilden, daß Betriebs­zweige vollständig vertrusten. Wenn auf dem Ge­biet« der Elektrizität Zustände eingetreten sind, die mit den öffentliche» Interessen nicht vereinbar sind, werden wir daS Reich ober die Bundesstaaten durch ein Gesetz ermächtigen müssen, brm den Grundsätzen der Gewerbefreihett aktzuweichen. (Abg. Bebel: Verstaatlichen!) Herr Bebel, eS kommt ganz daraus an, wie man es macht, Man kann derartige Einrichtungen zu

Die Bevölkerung des Deutschen Reichs.

Nach bem vorläufigen Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 betrug die ortsanwesende Bevölkerung für das gesamte Reich 64 903 423 (32 031967 männliche und 33 871456 weibliche) Personen. Die Volkszählung vom 1. De­zember 1905 hatte 29 884 851 männliche und 30 756638 weib­liche, zusammen 60 641489 Pfasonen ergeben; somit ist die Bevölkerung in den letzten fünf Jahren um 4 261 934 Per­sonen oder um 7,03 v. H. gewachsen. Die männliche Bevölke­rung hat um 2147 116 Personen oder 6,88 v. H. zugenommen. Aus je 1000 männliche Personen kamen int Jahre 1910 1026 weibliche. Seit der Volkszählung 1905 ist in allen Bundesstaaten eine Zunahme der Bevöltecung eingetreten. Am größten war sie, abgesehen von den bret Hanse­städten Lübeck, Bremen und Hamvurg, wo sic 10,1, 13,4 und J6,l v. H. erreicht, im Großhch-zogtum Oldenburg (9,9 v. H.), im Königreiche Preußen (7,7 v. H.), im Königreiche Sachsen (6,5 v. H.), in Baden (6,5 v. H.), in Sachsen-Koburg-Gotha i6,l v. H.) und im Großherzogtum Hessen (6,0

y