Ausgabe 
18.4.1911 Drittes Blatt
 
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161. Jahrgang

Nr. 90

Drittes Blatt

Gießener Anzeiger

Lrjcheütt tGgttch mit Ausnahme beS Sonntags.

General-Anzeiger für Oberheffen

DieGietzever ZamMevdMter" werden dem ^Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Nreisblatt für den Kteh Gießen" »wermal mSchmtlich. DieLandwirtlchaftlichen Seit- fr<qen" erscheinen monatlich zweimal.

Vtenrtag, 18. Apm 19U

Rotationsdruck und Verlag der «rüblich« UniverfttLtS - Buch- und Eteindruckerei.

R. Lange, Dießen.

Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Berlag: e«51. ReLaktion:e^A11L.Tel.-Adr.:AnzeigerVleßen.

Aus Statt rind Cant.

Gießen, 18. April 1911.

AuS dem Militär-Wochenblatt. Rosenfeld, Dio.-Pfarrer, beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte des Militär-OberpfärrerS beim 18. Armeekorps in Frankfurt a. M.. zum Militär-Oberpfarrer ernannt und dem 18. Armeekorps zugeteilt. Die Garn. - Verwalt. - Oberinspektoren Lieber- mann vom Truppen-UebungSplah Darmstadt nach Potsdam, Hanne mann vom Truppen-UebungSplatz Bitsch nach dem Truppen-UebungSvlatz Darmstadt versetzt.

** Bom Dünsberg. Der Dünsbergvcrciu hat bc schlossen, jedes Jahr an dem Sonntag, der dem Sonn wendstag am nächsten liegt, ein So nn wend fest zu vci> anstalten. In diesem Jahre ist dafür der 25. Juni in Aussicht genommen. Dem Verein ist jetzt für die Schutz Hütte die WirtschastserlaubniS erteilt und Sonntags wird bei gutem Wetter stets Betrieb oben sein. Gesellschaften, die den Berg an Wochentagen besuchen und oben Kaffee oder einen kühlen Trunk haben wollen, werden gebeten, sich dieserhalb vorher an den Wirt Schlierbach in Bieber zu wenden. Man ist jetzt habet, die Wege zwischen Bieber und der Höhe zu bessern. In der Nähe der steilsten Wege Itrecken werden Ruhebänke aufgestellt werden. Die Besucher »es Aussichtsttrrmes werden gebeten, leere Flaschen sowie Einwickelpapier nid)t achtlos wegzuwerfen, sondern in die hierzu aufgestellten Papierkörbe zu tun und Turm und Schutzhütte nicht zu beschädigen.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 14. April. Unser Museum, das namentlich von Fremden öfters besucht wird, hat einige Funde <rus der Wetterau zu erwarten. Leider sind die Räumlichkeiten nicht ausreichend. Das Museum hat sich aus b'escheidenen Verhältnissen seit dem Jahre 1896 entwickelt. Zuerst kam die Sammlung in die Räume des Feldwebelbaues des Schlosses. 1901 kam die Sammlung in die Augustinerschule und 1905 wurde sie in das jetzige Haus am Useberg verlegt. Fünf Zimmer sind eingerichtet, in denen je eine prähistorisch^ eine römische, fränkische, mittelalterliche und neuzeitliche Abteilung aufgestellt ist. Unbedingt notwendig wäre es, daß das Museum mit dem Archiv des Geschichtsvereins Friedberg in einem Gebäude vereint würde, dann käme ein Werk zustande, um das uns viele Städte beneiden würdet!.

L. Bad-Nauheim, 16. April. (Liner alten, frommen Sitte folgend, wanderten heute mittag Hunderte von Nau­heimern, namentlich aus der Altstadt, auf unseren Johannis­berg. Sie kamen in, Begleitung ihrer Familien insbesondere ihrer Kinder, wie schon ihre Eltern und Großeltern getan. Auf dem höchsten, freien Platze des Berges, am Fuße des Aussichtsturmes, stellten sie sich auf, um fromme Lieder zu singen, dieses Jahr mit Begleitung eines Kchau«en-

chors, und den Worten des Geistlichen zu lauscheu, der da­von redete, was die Nauheimer bewegte in diesen Oster' lagen. Hier auf diesem Platze soll schon zur Zeit des Bonifaz ins eine Kirche gestanden und ein Schüler Boni- fazius, Abt Sturm, gepredigt haben. Nach der diesjährigen Rede des Geistlichen zerstreuten sich die vielen Anwesenden in den Wald und die verschiedenen Wirtschaften.

Bad-Nauheim, 13. April. Auf dem hiesigen Friedhof soll eine Wärterwohnung errichtet werden. Die Stadtverordneten bewilligten dazu die Summe von 13000 Ml.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 14. April. D-ie vor einigen Wochen verstorbene Freifrau E. von Biegeleben hat namhafte V e r m ü ch t n i s s e h i n t e r l a s s e n. An erster Stelle steht ein solches in der Höhe von 15000 Ml. für das Mädchen - heim im .Hause der Barmherzigen Schwestern und für Zwecke des Mädchenschutzvereins. Ein ansehnliches Legat fällt ferner der St. Ludwigs- und St. Elisabethenkirche zu. Ferner sind bedacht die Kirchenbauten in Bessungen und Eberstadt, die Barmherzigen Schwestern und Eng­lischen Fräulein, sowie eine Anzahl Vereine. Auch der hiesige Allgemeine Armenverein erhält ein Vermächtnis.

Hessen-Nassau.

( ) Marburg, 16. April. Ei n schr ecklich er Un­glücks fall ereignete sich gestern in später Rachmittags- "stunde in der Rätze der Elisabethkirche. Der Sanbrat un­seres Kreises, Reg.-Rat Max v. Regele in, war int Begriffe, mit seiner Frau unb seiner Tochter einen Herrn nebst seinem Töchterchen, die bei ihm zu Besuch geweilt, mit einem Wagen zur Bahn zu begleiten. Als sie in die Deutschhausstraße kamen, bog aus einer Seiten­straße ein Automobil ein und überrannte den Wage n. Die Folgen waren f urchtbar, denn die Pferde rasten wie wild davon und sämtliche Insassen wurden herausgeschlendcrt oder sprangen aus dem Gefährt. Geh. Reg.-Rat v. Regelein erlitt einen Schädelbruch und ist heute früh gestorben. Seine Gemahlin wurde ebenfalls schwer verletzt. Der .Kutscher, ein junger Mann namens Meß, brach beide Beine. Die Tochter und der junge Mann wie auch das Kind kamen mit leichten Kontusionen davon. Geh. Rat v. Regelein stand im 58. Le­bensjahre und verwaltete seit 16 Jahren das hiesige Lo.nd- ratsamt: er war Mitglied des preußischen Abgeordneten­hauses und des kurhessischen KommunaUandtages, sowie Ehrenvorsitzender zahlreicher gemeinnütziger Vereine. Sein Hinscheiden wird allgemein bedauert. Die Beerdigung frnhet am Mittwoch nachmittag statt.

StanOesamtsnaebridsten,

(Nachträglich angegangen.) -r-'

Laag-Göns.

Aufgebote: April 7. Jakob Zeitz V Maurer in Hoh- heim,nett Katharina Kromp i« Lang-Göns, --- 10, Konrad Wil­

helm Jung, Landwirt in Holzheim, mit Anna Wagner m Lang«

Göns. _

3 ter befalle: April 9. Anna Elifabethe Leun, gab» Wagner, 70 Jahre alt.

Lollar.

Geborene: April 4. Dem Former Lonvad Bolte eine Tochter, Gertrude

Sterbefälle: April 8. Ladung ocUW Iv., Gtemenw

Einnehmer i. P, 72 Jahre alt. ________

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kirchliche Nachrichten.

3$raciitiid)c RchgioiisgemeinOc.

Gottesdienst in der Synaaoqe (Süd-Anlage).

Mittwoch dcu 19. und Donnerstag den 20. Avril 1911: Passahfcst Ende.

7. Tag. Vorabend: 7.15 Uhr.

Morgens: 8.30 Uhr. Predigt.

Nachmittags 4.00 Uhr.

8. Tag. Vorabend: 8.1.» Uhr.

Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr.

FesteSauSgang: 8.20 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschast.

(Bottesbicuft

Mittwoch b e n 19. unb Donnerstag ben 20. April 1911: Passahsest-Eude.

1. Tag. Vorabend 7.15 Uhr.

Morgens 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr.

2. Tag: Vorabenb 8.15 Uhr.

Morgens 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr.

Festesausgang 8.20 Uhr.

Nach schwerer Krankheit

unb dadurch verursachtem Krästemangel und überall da, wo eS gilt, durch ein komprimiertes, leicht verdauliches und billiges Nährkrastmittel dem Körper div nötigen LebcnSstofsc in denkbar bester und bekömmlichster Form -uzusühren, hierdurch den Krästcoersall zu verhüten und zur raschen Genesung beizutragen, trinke man eine Zeitlang Biosan baß seit Jahren von Aerzten erprobt u. empfohlenist. Man frage seinen Arzt. Paket ica-'/iÄüo) Mk.3. in Apotheken, Drogerien

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