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15.12.1911 Erstes Blatt
 
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men em Ä o n g e eine Kompensation f i n b e n könne.

Die heutige Nummer umsoht 16 Seiten.

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CltDcr ab, bet 1882 für seine Parente von einer Gesellschaft nicht weniger al» dOUOUO Dollar erhallen haben soll.

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Rechte, ba5 Zentrum> die äufjeriie Linke lebhaft pro teil icr- icn, und unterhielt fici mit fcaillaur, woraus ec die Tribüne n ieder bestieg T c Seine» gab einen historischen Ucocrblick über die PerhandUrneeu mit Tculscklano, inocm er an daS Db- kommn von 1V09 nno an die LgcciraZakte erinnerte. Teutsch- lanb habe wissen lassen, dast SranrreicäJ Lkkupation in Marolko und die öipeDitüm nach Fe; der '.ltgeciraSakte wiocrsorLchen, und bnkftc den Wunsch au->, über alle die beiden Lander intet- essiereni cn Fragen, bcionbcr-3 über Marokko, zu verhandeln. TaS war damals, als wir zur Regierung kamen, xe SelveS erinnerte sodann an die Entsendung deSPanther" und sagte, dast die Regierung in böheran Interesse die Entsendung eines Kriegs- schifseS nach Agadir verichoben habe. Er habe nicht geglaubt, haß eS angebracht gewesen wäre, eine Konferenz einzu berufen. Deutschland habe deutlich erklärt, ba& cd den Zusammen rrill einer solchen Konsercnz nicht an nehmen und ihm nicht Rechnung tragen würde. 'Zurufe.) vören Sie mich ruhig an, ich spreche von ersten Dingen! Man hat anerkannt, da» die Macht des Sultans eine fulive sei und dast Fran!reich benimmt war, sie zu stutzen. Tie Frage war von Teutschland gen eilt. Man must.e sie lösen. Nachdem wir Teutsch- Icrtb wegen der Entsendung eine- Schiffes, die die Verhand­lungen stören töniuc, unter Bedauern ausgesprochen hatten, I, aben wir die Verhandlmigen begonnen. Spanien nahm nicht daran teil, weil bann auch England Hütte teilnehmen mühen. Wir stellten für unsere Besprechungen 3 Bedingungen: Erstens, unsere Freunde und kkrounbeten, mußten aus dem Lausenden gupalten werden: zweitens, die Signalarmachte der MgcciraS- alie mühten damit befaßt werben: brüten»,

Deulfchland dürfte keinen Besitz in Marokko fordern.

Deutschland ließ wissen, bah seine össentliche Meinung Kom­pensationen taroeie, wenn unser Proteitorat über Äarokto an;K'hmcn wurde. Tcutithlanb sagte: Ihr habt mit England, Italien, Spanien bcrlranoeii; was wollt ihr mit uns machen'? (Zurufes zer deutsche Botschafter sagte mir, baß

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Königin B'.kkrra wurde es bann auch in Japan möglich, ba:; Lada fQafto auco weiter m ihrem Lermatlande sellut an Kawa kamiS Leite aufrrat. kaioaUmi seck't war ein sehr erahr-n*.- anSdruelSoollcr und fttpercr Lchauipieler, und in der 2itr gechiuzte Japans rcnn> sein Name ehrenvoll iortlebcn.

Kurze Rachrichten aus kunit uns Wissen schüft. Ter Geheime Ra: Proscisor Tr. phil. W.i ^m i m öchllcthek zu Ä arlSruqc, begeh', cm 17. Dezemd« leinta 7ll Öeburtäus.

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Dasselbe sagte her St üS^ekretär r. Kiderlen-Lachter -u unüiem Bote e.ster IuleS Cc.mbon. le Mun: tzauc n.an verüer boorn ge vrochen?' ES wurde andauernd über die Lang ­samkeit der Verhandlungen geäußert. Diese Langamk .: den Widers:and. den wir beständig den deutschen Ansprüch gegengefe-t ho.en £*err v. 8 ib c rlen erklärte b'ambon Uber, cast Deutschland bereit sei, in einen la m 6 in und Kamerun e.nzuimUigen. aber eS fordere den ' und den Longo zwischen dem C;can und dem Sanga. (Zwisa >'n- rufe.) Dir erfiärten. bah wir die Perbanblunmrn am dieser Grundlage nicht fortsepen könnten ^n diesem Augenblul gab etz eine Zeit her Spannung, die Sie in (irinnfruiy haben. Man bat geiaat, dast unS unsereFreundc zum S11e11« trieben. DaS ist ein vollständiger Irrtum Gewiß, unsere

igtemitfl fügt.

Antrag bc Mune jurücfatm.eien l'utic, iiufCärungcn über Verhandlungen mit Deutschland geben werde.

Die Tatstkllling des M nifterr des Y uSttartigen.

Ter Minister verließ hieraus die Tribüne, roäljrcnb

Die älfcften $d)rdbmafd)incn.

Obwohl noch frinc 40 Ia^e icü dem Zeitpunkt verstrichen smd da die betübtitte ammtamidx: Da ^nsaorik von Ktcaiuig ton u. SonS zu Illon im Staate 'Jlcunort sich aui den vüu uno Vertrieb von Schreibmal clutien zu wirsen begann, tatm dreier nützliche Apparat, der sich trotz seines immerhin n«h z'.mlck,' hohen PrciicS immer neue Gebiete erobert, h arnaam bwi aui eine 200iuhngc Geichtchle juxür.i'.n.cn. Ucoer eitlen %apatbruacr, den der Bostoner Mechaniker Cfcvrgv Lmdoam im ö^bre 1/Ub erfunden haben soll, ut nichts Znverlasngec beünju, uni> btcic tzkjchichtc gehört vielleicht von ünfang bu$ zum Ende zu «n senil ich falschen xtUupLuiigcn, mit denen echwiiülcr von kraut Has rem Ehrgeiz s.cv einen nickt icrbicniai >u »4aj hoffen. Sicher dagegen stehr test, daß, wie Ora^.m Belltng naonnu't, der Engianocr Mut rm >iavrc i<H an ber h^nitrunron etner Schreibmaschine zu arbeiten begann, von dec er in Ieinem erst 1714 eingcreiaLcn PateniierungSg^uch reibt,daß lie gc- ttattc, die Buchstaben getrennt und pr.;.mr.'nb wie in einem Manuskript zu drucken, und in den idrfchäfttzsQcken und m cficm- lichen Burcans von wesentlichem Tllrtzrn |.*tn werde. Auck Uber diesen Apparat sind Einzelheiten nimt b*.:'.nnt, begegen \< trt gestellt, bau «ne 1784 in Paris hrrgei^llte M«chme erpabcne Öudritaben prägte, um eine mit ben Hingern aazu.aitenö«. tyixxm- schrm zu gewinnen, was auch von einet Ic^hS von tum Ddicgnno Turn fmiimuciun Schreck maschine gilt, vit er uu die blinde Tochter seines Freundes, be5 Uor:c Faneom, anfertig.:. Eine im Jahre 1794 brai Meä>ini5er BvemTh patcn^ertc rdxnc, die mit einer Art Winkelhaken arbeitete, bnrue nur ganz: Linien drucken und eine von dem 2ünm *?.i(aUtngoanr,nT- nmb.'nc Schrcibkugel, bei der bewegliche Stifte btt an thren fcaben angebrachten Typen gegen eine im Zentrum der vcuo.ugcl rar- illx'rbcn>cgie Papi er flache schrägen und mit £>uie ro« indupapier Alürrücte der Huchstaoen lieferten, war so )dxpn>^hg, dcz mar. bemu viel langsamer schrieb üli mit der Vanb. La- gleune ga. ten d:r dem Amerikaner Thurber le4Z patentierten zepciral*- mfdnne, die übrigens die errte war, bte trirttdi schrieb, toer int besten Falle nur 910 Worte i:x bei Xvi.-ute fen.g vraa»:. Lm meisten wurde die Lo.'ung des ^rvu.ems du. - xn flfi Lallen ^.cchaniker Foucault gcioiben, ixr die k.a.^aui mit rerband, und durch den EieLrophc^ter Li-catstone, der in «.nsn Jahrzehnt nickt weniger old sieuen LLobtuIe mit immer neuen StrbCiferungcn heran Sorack». y tra-xyber-uiä tourte btt Schrciomaicktne a^ct errt 186 / lat zu# p;n <Liier. a n i i ^xn < er* le,er und Zollbeamten LholeS u;ib den v- .jocuder -_.;o &mle, nach b.reii vJ.cbe.l dann im .2 b.e '

hr großen Stil begann. Pekuniär am:. .cg^rtn schntA r.u: d...- fifcett per Schrciömaichineiifaoriraiwn em anuiüutyer

X M ün-funbe. Bei Frauenburg in Ostpreußen wurde bei der Ausgrabung menschlicher Uebcrrcste eine große Anzahl von Gegenständen gesunden, die zum Teil beträchtlichen Sammclmcrt haben. Vor allem sind eS Denare aus der Zeit ÄeSpasianS biS CommoduS, ein AureuS beS Kaisers TdeodosiuS II., etwa auS brm Jahre 485, sowie 3 Brvn^eitucke, Fibeln, Glasperlen, ge- schliffene Steine, Ringe, Schnallen uiro. Sei Ripen in Däne- man wurden 10 chfund Suber, bestehend in Suberbarrcn, zerhackten unb ganzen Schmuckgegenständen, sowie englischen und Dcutiaxn Senaten au5 dem 10. und 11. Jahrhundert aus dem Erdreich gehoben und dem Museum noroiLer Altertümer fiepen- lagen ubergeten. 20 Pfund zerhackter Lchmuik sowie Münzen, meist Denare deutscher und nördlicher verkunit sind bei L-endisch- Earstnttz in Pommern in einer Urne ausgepuügt worden. Ein größerer >.-i'ünziund ist auf dem Seiiptum her Gewerkschaft Aattowiy in Böhmen entdeckt roorten. ES handelt sich um böh­mische Denare aus dec Zeit DratislawS, BretislawS, BrnSvois usw., also um die Zeit von 10541124. 800 Silbermun^en tat der OrtSschulze iJemcr in Mühboek bei SÄwuckuS beim izauSdau gefunden. Ter Fund besteht in allen möglichen Sorten oom Treier bt3 ,um : . Gulden und reicht biS in den Äniang des lb. JadroundertS hinein. Bei treten find Gcptägc von Eesterrcick, Ungarn, Äänuben, Steiermark, Tirol, Böhmen, CI- mütz, Sal:bürg, Liegnitz, Sricg, BreSlau. Polen, Saw'cn, Ost­preußen, Brandciwurg, Mainz und kleinere deutsche Fürsten.

Xie Zola-Manuskripte der Pariser Ratio­nal b i b l i o l h : k, bie die Ditwe bc5 Dichters kurz nach seinem Tob: Lern Stcc:c überwiesen hat, sind letzt der allgemeinen Be- Nutzung zugangtlch gmaoM worden. Tie oO Bände Manuskript, bic ixe icnrvurrc und Nieder'chnsten von Zolas Romanen em- halten, un£> uie 30 vunde nut Faunenbrucken, txe die ngenbänbigen ^ozui^zen Zoias um'assen, bitten ein gerxbuge^ Statmal znm exoium unb jur tieferen Erkenntnis der Schat cns.ix.i t, bie Per nüpeer des SLHura.ucui» bei a.i lernen iPcrten oeo^ach-c. hat. iit btntoaite ,,-.c.^b; ', aut der er den e;perinienxcl.en vornan auroaure, unter,u-^b ,ich letzten fackeS niax tnd von bei Art, in d.-r ganz anders gtcrietc i.an man denkt an Sudler i^uen. ^ola ent wall zuerst ein Senarium, f am neue bann Doku- metue aller x-.it, wahrte aus die.er Fülle prs Materials aus, ver­warf in omh.amer lleotr.egung ruck itellte die großen Limen der va..buung T-.iL ?ckch bx en (cmpiliierten Borarbcite» schrie:, er bann otn Seit seurer bto-iaiu juit ohne jeOe Iberbeiteruns nicbex und f-ille bei bet Drucklegung.

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kf. Äaroafami, der Gelte Saba DakkoS, der japanischen Tuse", unb selbst wohl der bekannteste japa­nische Bühnenkünstler der Gegenwart, in gc- itorben. Kawakann war ein reicher Mann geweicn, der hohe' Änschen genob unb der seinen Ehrgeiz in der politischen l'iir bahn zu brinebigen gedachte. ES n idenuhr ihm aber cm Schicksal, ba> manchen Politiker bctroficn hat: er fiel bei den Wahlen zum Senate, bei denen er sich als Bewerber stellte, wiederholt durch, und darauf wandte er erst fein Interesse der Bühne zu. Es entstand in ihm der Plan, das jupanifüic Theater in mooernem Sinne zu reformieren. Er hat, mit einmal seine Frau sich auf gedruckt Hai, alS eine Art Antoine der japanudxn Buhne gv

ub Szcnenkunst durch einen her;ha,ten Realismu: zu re:iüngen Er erörnctc inne Theaterschule unb errichtete em grc ... Zhcat i Schon nach sechs Monaten wat feine Schule von ir< Ijr r. 14 300 Zöglingen besucht um) ba^ au« ihr auigebaute Theater a- freute iick leb ha'reiten Zuspruches in Tokio.

Im Jahre 1895 betratac er Saba 7)akko, bie bis dahin eine Geisha gewesen war. Immer trnternehmunaSlustig, jasttc fiawakam: den Plan einer Turn ec nach Amerika In Begleitung von 12 Schulern segelte er nach San FranuSkv, wo man gern eine» der Stücke seines modernen Reperto.res (eben wolltc Qaroa kamt wählte hierzu das DramaTie Geisha und der fflitter", wozu er eine hervorragende Ausitattung geschafsen hatte. Tc widerfuhr ihm das Miggeschick, baß am Tage bet Ausführung cer junge Manti, der die Geisha ipiclcn sollte, erfran.'tc E. erschien unvermeidlich, die Bor-iellung, die mit Spannung er wartet wurde, ab-usagen, als seine Frau, die bis dahin noch nickt au (getreten war, ihm ben Vorschlag machte, die Grolle ül-ernchmen Kowakami hatte d'c grö*j:en B:denk-n. denn ba-- Austreten einer Frau aui dem Theater war damals in Japan bei hoher Strafe für die Frau wie für ben betrerenoen Theater Unternehmer verboten. Allein er liest sich Überreben unb Saoa

3n der Kammer mar heute ein aroster Tag. 2cb Laus hwr bixfit besetzt In der Tiplonuilcnlrgc jicbt n an u a. ben baitfdien Boockaftcr Freiherrn v. Sujön, ben c-.:r- reichisch-ungariichcn, ben italienischen, den ipamiqen uno bnt eng­lischer Bvrickaiter. Grqf de Mun, emtr brr Irrroroag:..: fitn Redner ber Hammer, btt seit mehreren Icmren infolge jc.net schtvanl.ndeii Gesuniheit derJicbnerlribür ferngcrlir,.nt war, wird bei seinem Erflyeinen vom ganzen Lause mit leohnsicm Beifall begrüstt. Er ergrin' bav Dort zur Begründung fernes BertagungSantrageS. Er kritisierte daS fran- zösisck'dculsckc ilblornmcn in überaus scharfer Weife. Frankreich habe grobe mit dem Buue ferner Scibaicn ernuigcnc Gebiete an einen Rivalen abgetreten, ohne das» eS trgcnb ein Mistgeschick oder durch einen Unglück.ichen Krieg baju r<c|lPungen geivesen loärt, einen Rivalen, weicher dieses Gebiet o$l Grundlage für eine machtvolle fo.oriaic Aktien benutzen ruallc. Man wirb sagen, bah dies Gefühlvsacktz' sei. aber daS Gefühl ist ber Schily ber nationalen Arbeit. >Stürmi ch.r Bri fall.) liefet Bcrziast verstümnfstt daS airikünische äolomalrea: Frankreichs. Durch den ermöglicklev. Zugang zum llbangi unb Kongo wird bie Lage^ FranlreicyS gegcimber T>:.gl'a>- .'llingo einschneidend geänbcit. Tic Sammer nuriic erfahren, wann ynb wie ber Gedanke an eine Abtretung des fituijo a.. uetaudu icu Eell Monaten ici Frankr.ich einem unerträglichen Zusraud umer- worfen, benn nur durch die Zeitungen habe daä fraryoitidK- Boll über bie Verhandlungen mit DeuNcküand enca:- enahren. a.a-5 fei ber ttewiüuurtlnbfeit ber Minister unb b<s> Par.ame. iS un­würdig Die Verblüffung unb bet Zorn des S?.i . sei um fv arofeer gewesen, als es erfuhr, bat; Die fran-oiija-e Hcg.etung über die Ylotrctung des Kongo periu Meine Herren VAuuiut! Sprechen Sie diesem h o ch h e r z t g c n Volk I h^r e n Dank aus, denn es hat Sie gegen ^ie so.bst gerettet, ,-süir- Nischcr Beifall.) Was bas maiolTaniicbc '..brommen anlangt: jjie tonnte man die S-oiweränitui der Sckutzmachte mit der ton bet ftaniösifchen Regierung wiainbeten internationalen G.eick- hell vereinbaren? yerr von Beihmann-Lollweg hole erfiurt, Dsltschland habe in Marokio Vorteile errunnen, nrlaic es iruiKi nicht hatte. Ich glaube das gerne. Reiter fcu.) 23ir Hao en er- obren, dast Franlreick icu 7 Zähren durch g-ll^ne

Freunde standen un8 ^ur Seite, dazu bereit, uns £>ilic zu ge währen, weiche bie Um .änbe begründen konnte Ader in f .t im Augenblick lt-sten sie cm ausrnzendes Dort hören ^D.e der <>crsöhnu:ig, die ste sanden, liegen im Interesse Frankrein's «Beifall.) Dir hoben aus die Forderungen Deutschlands in ' Nein geanlloortet Als Deutschland seine Forderungen rckuz>ert hatte, verlangte die Negierung, da« von tcrri i o r i o l e n Abtretungen erst nach her Regelung de marokkanischen Frage gesprochen wurde In diesem Lugeiiblick wurde eine Unterbrechung ber Vcr Handlungen dadurch berbeigefübrt, dast bet Staatssekretär t>. .fiiderlen-Äächter aui 91 eilen ginn und votschastcr ttambon nach Pari- kam Bei der Äidcrausnahme ber Verhandlungen widerstand Fran All ch den n irlschastlichen Prütensioncn Deutschlands, welche in Mar. klo die Sdiaffung zweier Zonen wünschte, mit deren eine es Vorteile erhalten hätte. Dir wollten wirtschaftliche Gteidchercchliguiig Dir Minister sprach sich zufrieden über die .stlause! auS, die clipafgc Schwierigkeiten dem föaagct Schiedsgericht zur Entfckie, düng ül'crgibt. Bezüglich des stongoS iüftc der Minister hinzu: Tic Regierung rettete bie LebenSsuhigkeit ihrer B- lilungen in Aeauatorialasrila. Sie dachte niemals ihr Borzugd reckt auf Lelgi'ck-stongo fluf .ugcbcn, ein Reckt, das ganz persönlich unb unbeiircitbar ist. Die filauset, welche einen eventuellen I a u f di von den S i g n a t a r m a 4 t c n ber Berliner ?fftc von 1G85 abhängig macht, iit garantiert Weiter legte ber Minister bar, da« das Äbkommen Frankreich völlige Freiheit in Marokko gäbe sowohl hinsichtlich ber Verwaltung, wie des Militärs uno ber Finanzen, llebcrall in ber Welt werde anerkannt, dast Frank reich aus bteien Verhandlungen in einer Lage heroorgdic, die wert davon entfernt ,ei, eine Schwächung zu bedeuten. «Beifall Der Ruhm hierfür gebühre zum größten Teil ber üffent lichcn Meinung, bie ber Welt und Frankreich die Kraft ihres Patriotismus offenbart habe.

Zu ben

fr anttzsi sch-spanischen Verhandlungen Übergebend, sagte de SelveS: Unsere Politik wird sein, Spanien zu sagen Vir haben uns in iU^roffo ir.it Opfern eine neue Lage geschaffen. Ihr werdet an dem, waS wir erworben Haden, tdliicbmcn; nehmt auch an den Opfern teil, die wir bcioilligt haben! Wir werden bebadn sein, Spanien bie» zu sagen, ohne sein. Würde zu verletzen. (Lebhafter Beifall.) Ich habe dos Gcll-l, dast ein grohes Land wie ...antrcid» nicht seine Mucht mistbraudwn darf. (Lebhafte Unruhe unb Entrüstungsruse auf der Rechten, im Zentrum unb auf brr au Herst en Linken. Der Lärm dauerte mehrer. Minuten.) ES würde zu tadeln sein, wenn wir unsere VezichuiigiUi zu Spanien anders a!3 in freundschaftlichem Geiste aiivanm würben. Lebhafter Beifall.) Weiter gab der Minister feiner Freude darüber 2.U-druck, dast bad beutsa>.fraitzösi'Me Abkommen bie auSlpärtige Politik von ber Marottoscage beireit baue, die eine beständige Quelle von flonfliften geweien sei. Das sei nn nicht zu gering zu Deranidrfagenbcr ®orieil in einem Äugcnblil. wo die austcre Lage besondere ?luhnfri)amfcit erfordere. T. SelveS schlost: Fraickrcid) must in btr Lage sein, an ben g?gen- roartigen Lrciamssen in friedlichem Geiste tiilzunehmen, uno jc»t ist b:r Augenblick da, ioo wir die Wohltaten unserer F r e u n c- schäften und unseres Bündnisse- würdigen können.

tzoflo hatte an dem SLocno einen Riesenerfolg, mit bem ba Pb:-g ber Gesellschaft Zawakami' einsetzte. Seitdem hat mit seiner Frau unb feiner Truppe ganz Europa durch wandert, in Deutschland hat er besonbercL Interesse gesund n uno vorzügliche Ernnahmcn er zielt. Dank der Fürsprache b:

X'anganba'tcnber Teifufl.) ler Redner fuhr^ fort: Frankreich bat nidrt mehr Eründe al5 England, die alle Freund- Khaft zu vergeben, ^ki dem gegentoätiigen S tube 6ur?pa5 ha; weder ber eine noch b:r ano?rc eine Freundschaft ju viel. L'bdafter Bei ail, bie Minister applaudieren. In keinem Äugenb.icke war die Lage bedrohlicker. , Wir werden nicht in die Falle geben, eine Freund'chaft um einer neuen Freundschaft willen ai:i«ugeben. (Beifall.) Der Redner 'öilost, indem er die Ramme; beschwor, sich ihr Votum vor- subeballen.

Ter Minister deS Tleußern de Selve- erklärte, dast er keine Be.oindung »wis, >en den fr in;ösisch-spanick>en Ber- i/nnblungni und ber Annahme be; fran-Ssiicki-dcutschen Marokko- abkomMenS erkenne, bie übrigen3 die Besprechungen nur er- Ictd'tern könne. 1 ehrere Mächte hätten bereit; ihre Zustim­mung gegeben, andere müßten sie noch ihrem Parlament unter- breiten. Ter st^eoner erklär.?, dast er, sobald die Lämmer ben

Das deutsch sranzöstsche Abkommen in der srarizöflscheli Kammer.

Die französische Kammer hatte ne'tcm einen entschei­denden Tag. ES lag ein Widerspruch ta-rag vor dag >i, schon jetzt den Vertrag nut Dcutschtmtd gu.ztuhri^cn Er wurde schließlich mit überwiegender Mehrheit abgelchnt. So hat bad Ministerium in dieser rngelegenheit die VolkSmeinung für sich. Dast gegen die ÄPtretung fran­zösischen Gebietes noch ein paar patriotifdK P rajen gc- brosck>en würden, war vorauZzusehen. Tie yranzos.'n sind eben Freunde schwülstiger Wort? unb die Stell'e in de MunS Hebe:Danken Sie diesem hochherzigen Volke" usw. ist dafür ja wieder recht bezeichnend Str müssen die in ber fran;ösisck)en Lämmer gestern gehaltene Nede auch alS ein Echo unserer Reichötag..verlEanolungc.i ansehcn. Ti? Fran­zosen haben gesehen, daß daS deutle Volk eine starke Politik von seiner Regierung will, und ste beeilen sich, den nach üjrer Ansicht nötigen Gegendruck zu erzeugen.

Wichtiger alS alle diese Reden, itbeutfamer auch als alle neuen Beteuerungen int englischen Unterhaus ist für unS die Tatsache, daß Rügland neuerdingS sich noch enger mit Frank­reich verbündet hat. Die 2hii>cuuing:n des fcaitgöiifdjen Ministers über den Erfolg bc» Besuch > Sosonowö sirtd viel­sagend. Wir erhalten folgende laichte:

Pari-, 14. Dez.

Vertretung, rrclc-*- anstatt die velle W

mit Spani-n urb England cc'.n »cn war Die'eS Land, Dtlci^n man naanigt, dast e-5 mehr alS irgend ein anöereS ^ert "r.r.r: ö'idridc fei, kenne einen derartigen Zustand nv>t. tinrrc-v.n, ücklrmischer Beifall, besonders ba n».in wisse, dast nickt Host amtlich: Verband.ungen unter Diplomaten, i'on.-.n aum geheime Verhaedlungcn unter Finanziers stattgewnd-n hcbm Fr.:7-krc-ick ha>.- ebeu'owen e <^mnb wie Eng.aad, feine auen Freundschaften zn verge. en und der

gesübrlichen Chimäre einer neuen Freundschaft nackzi-jogen. Seit 40 Iahre>', schloß beTiun, n?'r bie Lage nid*t b.brobliclnr alS heute: bie Qfcfdndite blickt auf Sie berao. Crinneni Sic sich einer si'.rckberen xkrintn>or:irng brr Boike-

Blatt

Srcitag, 15. Dezember 19U

161. Jahrgang

Anzeiger für Gberhesfen

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