Amtlicher leit
erfolgen.
ge
Gießen, den 23. Äugust 1911.
Gleichzeitig
AuSschreiven (
selbst lange an hervorragender Stelle bei war, bittet uns um Aufnahme der folgenden
-Kinder- mehl
■Krankenkost.
Großherzogltches Kreisamt Gießen, g. 23.: Langermann.
Gießen, den 23. August 1911.
Betr.: Wie oben.
An die Grosth. Bürgcrinciftcrcicn Deö Kreises.
Hervorragend bewährte
Nahrung.
Die Kinder gedeihen vorzüglich dötiei u. leiden nicht an
Verdauungsstörung.
den Ann haben, von der Brandstätte cnt- Rietet Walter.
Amtlicher Wetterbericht.
WetteranSsichten in Hessen am ToimerStag, den 24. Aug. 1911: Aufheilerung, nur noch geringe Regen, müßig wann.
Betr: Sie oben.
«n Die Grostl). Bürgermeistereien Des Ärcucd.
Wir machen Sie, iorocit Ihre Gemeinden zu cmem der gebildeten Beobacktungsgebiete gehören, ain voniehende Bekannl- mäd;ung gant ^cionDer» au'merliam. sie wollen die erlaßenen Anordnungen ortsüblich bekannt machen Ionen unb außerdem öie Viehhändler, die in Ihren Gemeinden, wohnen, ichrtttlich oder zu Protokoll noch besonders auf diese Korschrftten sutwenei^
t,. nx. diesem Jahre in erschreckendem I li.'i .... 2 l g war ohne Da' r Nicht mtlr zu bm.f-r ut ' i, und wenn ne /ich !L ^SrnrhMrtfiA.-Tmrfrth»! mutte man Behackt nehmen auf die Pferde und tue noch in bem PicroenaUe unlergedrachten fletnen Schweine Bei der Net- ^snzier. Iniwi'cken mag auch 3br
Letzte Nachrichten.
Der Ausstand der Straßenbahnarbeiter in Saarbrücken.
Saarbrücken, 23. Aug. Die Straßenbahnangestellten haben mit 144 gegen 20 Stimmen beschlossen, die Arbeit wieder auszunehmen. Heute wurde der Betrieb wieder auf* genommen.
Neue Flottenrüstungen in Frankreich?
Paris, 23. Aug. Der Abgeordnete 9lai( legte im Namen desMarmeaubschusfeS ein neue« Flottenprogramm vor, in dem er 1800 Millionen Franken vorsieht zur Ver* besiecung der Flotte. Davon sollen 1200 Millionen zur Unterhaltung und 600 zur Vermehrung verwendet werden. In der Vorlage spricht ec auch über daS Luftfchifsivesen und betont dabei, daß Deutschland seither die einzige Macht sei, die über eine regelrechte Lustsiotte verfüge.
Tie Proklamierung der Berfastung in Portugal.
Lissabon, 22. Aug. Tie Nationalversammlung genehmigte den endgültigen Wortlaut des Vcr- s assungs entwurfes, den der Präsident und die anwesenden Abgeordneten unterzeiclineten. Die neue Verfassung wurde unter großer,Begeisterung proklamiert.
Konstantinopel, 22. Aug. Wie verlautet, erhielt die P s o r t e Depeschen des MutcssarifS von Fezzan, die von einem neuen Kampf der Franzosen mit den A a d a i unter dem ehemaligen Suitan D a l i h melden. Tie von einem Mchor befehligten Franzosen zogen sich angeblich gegen Kawar zurück.
kaum in Tätigkeit getreten. .,.
Mein Vorschlag geht nun dahm, dreie Wache nicht nur von 3—8 Uhr zu Hegen, sondern von Sonntag 3 Uhr nachmittags bis Montag früh 6 U h r, mit enter Ablösung um 10 Uhr. Von 3—10 Uhr wäre sie mit 7 Mann und dem Cbmann, von 10—6 Uhr mit 8 Mann und dem £b- mann zu besegelt, was für den ersten Angriff und öfter auch ganz genügen würde. Daneben allerdings mühte eine SBederlime doch noch zur Ausführung kommen, die ja auch in Vorbereitung fein soll Andere technische Mängel, die sich im Mai zeigten, sind in der Behebung begriffen, wenn auch noch nicht ganz behoben. Daß die Wehr nicht gewußt haben soll, wo die Wranten liegen, kommt mir unglaublich vor, denn m W. hat’jebcr Cb- mann ein Verzeichnis derselben, daS hoffentlich auch bet jebem auf dem Laufenen erhalten bleibt .,.
Zum Schluß aber nochmals die Bitte „mehr Anfällige in die Weh t", cS ist doch eine der schönsten Aufgabeik, des Mitmenschen Hab und Gut zu schützen, vielleicht auch fein Heben zu retten
der Fall war. . .
Tiefe beiden Brände haben an einem Sonntag ave n o stattgesunben. Sonntag nachmittags steht ia tm ^om^ mer am Turmhause eine ständige Wache von, irre ich nicht, 1 Lb mann und 5 Personen, die von 3—8 Uhr Dienst hat. -sie wurde von dem am 1. v. Mts. aus dem Dienst geschiedenen Branddirektor Traber eingerichtet, ist aber all die Jahre hindurch
Wir machen Sie, soweit Ihre Gemeinden zu einem der bildeten Bcodackrungsgebxete geboren, auf vorstehende Bekanntmachung ganz besonders aufmerksam. Sie wollen die erlaßenen Anordnungen ortsüblich bekannt macken lassen und außerdem die Viehhändler, die m Ihren Gemeinden wohnen, schriftlich oder zu Protokoll noch besonders auf diele Vorschriften Hinweisen.
Gleichzeitig verweisen wir die Srtsvolizeibehörben aut das Aussckreiven Großb. Ministeriums des Innern vom 1 > '.uiguit 1902 Amtsblatt Nr. 18. Nack den Vorschriften bxc,es Aus- fchreibens, insbesondere nach Ziffer 1 daselblt ist ;n verfahren, sobM in einer Gemeinde ein Fall von Maul-- uitd lauen] eucye
Bekanntmachung.
Betr - Maul- und Klauenseuche in Cbbomboien.
Unter dem Biedbestande des Pachters Bornemann zu Lbbornhosen ist die Maul - und K lauen sc uche aus- a edr o ch en. ES wird daher em Sver r de z i c k gebildet, welcher das ganze Gebiet des Lrtes und der Gemarkung L b b o r n- dofen umtaßt Für diesen Lverrdezirk und das verseuchte Gehöft finden die in unterer Bekanntmachung Dom b. Augmt l. ^>s. Mrci»blatt Nr. 64 angeorbneten Matznahmen Anwendung In dem bestehenden Beobacktungsgebiet tritt keine «enberung em.
Gießen, den 23. August 1911.
GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen.
I. B.: Langermann.
willigen Feuerwehr, der Leiber immer mehr junimmt, nämlich nu, ..daran, daß so sehr wenig Eingesessene ihr anae-
Siaolen bestehen sic schon, hören, fonbern mein Arbeiter, bie natiirtich auch ihre Woh- Iitdem ist esl nung oft wechseln. Bor 25 Jahren war bad onberä, aber jeitbem te Uebersckilß. ist ä immer schlimmer geworden. (Bei der freiwillig Gailfchen
8aßc vermehrt üobem foroar daran die außerordentliche Trocken- lebten h Wochen schuld. wäre also für eine stabt
mohf mdc nötig und auch nicht empfehlenswen. I nmg beleih ite lick Mich cm "ne im VoBtn Stile zu. orgamsieren Bericktrrstan r anaekommen
Aber die Bildung einer Be r u.f S feuer w e h r mäßigen Grenzen wäre unbedingt ^n Erwägung rn -i hen Wir uns da-' so, daß die Stadt eine Anzahl ihrer fuge st^lNen als F ihrer an-bilden ließe die bei einem Brand unverzüglich, zur Stelle sein müßten, um die Kräfte unter etnem einheitlichen Gesichtspunkt uitammauufafftn <rerntr mußten an I biel'eute bet freiwilligen »ehren, die fick durch besondere schnrilig- tot Tatkraft und tkionnenbeti auszeichneten, nicht zu niedrige «r'ämien ausgezahlt werden, wie das fetzt schon mit den *0^fni geschieht ’senn man bedenkt, daß die Tiitglieber der freiwilligen Feuerwehren ihr Leben mit freien »lüden für ihre Mitbürger in die Schanze schlagen, daß sie sich frcumljig zu ieber lag- unb Nachtzeit zur Verfügung stellen, dann Ul eine derartige Belohnung nur am Platze Autzerdern haben alle bieie Männer den unbedingten Anspruch darauf, daß sie mit zulänglichen unb besten Mitteln unterstützt werden in ihrer harten, -
,u fefdxiffrn >n di- UflufH btt Stabt . J™ Es wird ganz anders auf die Tatkrafl aller Beteiligten nnrlcn, wenn fie die Ueberzeugung haben, daß fic unter p l a n maß i a e r geschulter Führung wirksam unb crfpritBlid) tätig find.
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n in ff | 7'--- ZK ’ UW KM s»E < t «LL i l/e verbockl sind?^ 1 Ä?§tzlSeileSb W der Stadt (JHttr 1 'M. I
^ranbbtteftor, trelin 1 den tzi. I
$ Lrtsfeuerlöschortmmiz J § bie fatnmgigem^ I oct fünf Branden alar I reiwilligen muaiDtbr- I toi ftärJe von it I bet.den Vorstellung.^ I mannellungen und Fklt- I tr Zeit von April dir I ^willige Feuerwehr cn I che iin Turmhaule I hr bis abendööUh: 1 ins Mann, um in bei 1 it großer Test der Be- st t. rasche tzilse im Slot» I nungsjahr 1911 find« uerlöschanstalter ndverfichnungSkasse ur? :es unter Einnahmer ihr 1911 sind 18 MM se eingestellt. Auf S. 35 ende Ausgaben
t, (für 1910 1240 M. :t freiwilligen Feuers: Mk. (50 Ak.).
mwehr zur Unierbaltur- l und für neu einlretrn.1. Mk.).
uerlvehiMMi anlllizlich , '0 M).
ft'chtseuerwehr, \tiW- Uebungen 160 Mk. (100 mehr für Elelltmg arr. er Stärke von aä:
2 Mark für den Vam.
erhaltung von Löslhserr- hing für die Instand-»!- 00 Mk.).
। im Turmhaus 460 üx.
Turmhaus und für 28^ sicherungsbeiträge (Bedarf I es'Turmhauses einfilitt* gm und Kanalbcnuöm-- BfSs ! während int Me 10 Mark AsgabenA Nisse der ine weitere wwendung
^itel eingetragen .
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m6 bie Sergütunoen » rs te« W; I iebigh» ? „nulte ti, beW "A w°»> fa£»ni<
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I I 1 ungert‘Ji, aufs Ä x-ft
MB,
Kkinc Lagerchronlk.
In vergangener Nacht t ö tc t e in v o h c n - S ch ö n h au se n der Schuhmacher Plint den Barbier Penzig. durch einenl Messer- stich in die Brust. Plint war mit einem lungen Mädchen aut einem Ballfaal. AlS fie fich aus dem tzeimwege befanden wurde das Paar von Penzig gehänselt. (?s kam zu Tätlichkeiten, in deren Verlauf Plint dem Penzig, der erst " Tage verheiratet ist, ein Schuhmachcrmcsser in die Brust stieß, so daß er tot zu- sammcnbrach. Ter Tater wurde verhaftet.
In ftirckheim in der Provinz Lackfen ifl cm Rittergut vollständig niedergebrannt. Piel Vieh ist mit verbrannt.
Einsendungen auS der Bürgerschaft.
Ein alter Feuerwehrmann macht seinem betrübten Herzen mit folgenbeii temperamentvollen Aeußcrungen über unseren Bericht erstatter Luft. Wir können demgegenüber aber betonen, da» unter Berichterstatter, ebenso loic die anderen, gestern zu Wort getommenen uns nahestehenbeii Herren völlig objektiv beobachtei haben, und daß ihnen nicksts ferner gelegen hat, alS den Ciser der einzclmn Feuenvehrleute herabzusetzen. Das schließl tedoch eine bercchtigle Kritik an dem System nicht aus, die lediglich xnt allgcmcuicu Interesse erfolgt. Ter Wehrmann geht sehr em,cUig mit innen «lagen vor unb meint, das Bedürfnis der Eimbohner, über die Zweckmäßigkeit der (Einrichtungen unb etwaiger Vcrbeitcrungen etwas zu hören, ziemlich hochfahrend bei Seite ichieben zu bürten.
Ich bm jetzt 25 Jahre bei der Feuerwehr ui Gießen, aber noch nie finb wir so angegriffen worden, wie m diesem Jahre. Bei dem Brande der nempfst den Benrruia bm ich leider n»cht dabei gewesen, weil ich krank war, aber bei bem «levers,chen Brande war ich der erste, der an der Brandstätte war, unb hielt big 2 Uhr aus. Ich kann daher bie Aiifchuldiguiigen, Die ^hr Bericklerstatter gemacht hat, mit voller Entrüstung jurudwenen, zur Ehre unserer Feuerwehr. Unb nun zur Sacke.
• Es war so gegen s/*ll Uhr, als ich an dem Sieversschen Be- sitztum vorbeitar,. Ick habe baoei absolut nichts gemerkt von irgend einem Feuerschein noch Brandgeruch Ich habe noch wgar m den Vos gesehen. Als ich an das Rothiche Beiitztuin kam, hörte ich »euer rufen, lief zurück, unb als ich in den Dm kam, uam der ganze Äomplez in Flammeii 'ein eine ju\tung bir Innicn
Berichterstatier angekoinmeii sein. wabrfckeinlich ist der X'frr kein Feucrwebrrnann, sonst hätte er solche Unwahrbeitrn iwddK?# nicht berickien können. Was nun das Eintref'en der ?mimrehr an-
Leiber mußten wir wieber einmal bei bem Branb am Sonntag viele Mängel bei bem Gietzener Lo,cknvesen beobachten. Dier in Gießen muß unbebingt eine Wehr ein geführt werben, welche aus Beamt'n unb Arbeitern brr SAt und Geschäftsleuten, welche meistens tn ihrer Wohnung brichaftigt sind besteht. Tieie Wehr mutz, wbald em Brand zum Ausbruch lommt, durch Daussignale vom Polizeiamt aus oder ^.urmwcktzter in Kenntnis gesetzt werden. Sonntags muß natürlich eine Wache cingefübrt fein.
fest gestellt wird. Tie Mitteilungen an den zuständigen Kreis- velerinärarzt haben telephonisch oder telegraphilch zu
Dofieutlich gelingt eS unserem neuen Branddirrcktor. die bie'ige Wehr beer iu orflini'innt Am Sonntag hoben mehr s>euer- wehrleni zugefchaut. ass grarbfii •: Diese Iufchanerwebr konnte an den Pumivn beickäfttaen. bamti fie nickt den nmgtit ^euten den W^i . criperrnt oder air rod? be'edlen wollen. „
Ungefähr 30 40 PilichNeuern'edrniännkr, welche beim viel tungerockn und bei den Pumpen läng waren, gebührt alle Dock- ackiuna. trotzdem bieie meistens verlacht wurden «re
tnb den anderen Wehren weder hinderlich, nock un- knntlidi gewesen Da» ist nicht der Jill, denn die
Pfllcki'euerwehr bat die Spritze zu bedienen, sonst nickt», und nar auch dorten am Platz. X'cmcrc Haben ihren Namen verdient gemacht durck das tapkre Bugrritcn Chne Umerbreckmng laben bieie aus.iehalten an der Pumpe bis der Brand geisfcht war unb das Signal zur Abfahrt gegfbai wurde Auch die,e hatten viel iu kämpfen mit Absverrungsmannschaften, hi» bie Brand- uelk erreicht war, trotzdem em großer Teil ge,chlosten unter Rührung tinc6 CbmanneÄ angekomtnen ist.
Ein anderer Derr schreibt unö:
Ratlos stehen die Gießener nacht» ausbrechendem neuer gegen- über Bet der gegenwärtigen veralteten Art der Alarmieruiig wird em Brand erst bann bekannt, wenn die Flammen bereits lichterloh zum Dimmcl idüngen, das Daus also bereits verloren ist. Ein Beschränke» des Brandherdes auf Zimmer und Etagen durck Eingreifen der Feuerwehr ist da wegen verspäteten Emtresfens
Boraiisi.tzuug für erfolgreiche Bekämpfung finb natürlich bie in allen Staditeilen zu errichtendem Feuerinelder, durch d,e cm Brand, vom Zimmerdranb anfangtnb, sofort durch Aurbeldrehung und Telephonanruf nach der Wache gemeldet werden Tann.
Einer Berufsfeuerwehr bedarf es wohl ,n. Gießen nock nicht. In Zittau ut Sachsen, einer Stadt von 33UOO Umwohnern, m bas Feuerlöschwesen auf einer musterhaften Döhe unb in der vanb der freiwilligen Feuerwehr Iie Fcucnvackie ut ständig unb durch elektrische Alarmanlage mit allen Wohnungen der Feuer- wehrleute verbunden, die Wackträume liegen »Iber der Geräte- balle, zu der die Wachtleute sofort auf Stangen hcrunterfabren, um 6ic Seit des Ireppcnabitcigen« zu ersparen. Die Dallentore öffnen sich auf tzebeldruck und der erste Herne Loschzug cdt sofort zur Brandstelle. k . k,-
Ta6 natürlich auch bie Freiwillige Feuerwehr tadellos di-- itoliniert und durchgebildct fern muß, ist lelbstverstandlick. Andererseits bedarf auch bie Freiwillige Feuerwehr einer generöien SubvetUionierung seitens ber ostabt unb guten Vergütung ihrer Wachen Durch moberne üinrid,hingen geiörderl, wird auch die Freiwillige Feuerwehr ihren Ehrgeiz daransetzen, Brande mog- lichsi in den Anfänge:! zu enhrfen, um jo der stolz der Bürgerschaft zu werden, wie das in hohem Matze in Zittau der Fall ist.
BeLantttiuachung.
Betr.: Vorübergehend^ver.ung .rafce Luch—Langs»
dori bei Bahnhof Lich. . n. .
Tie strei^'iraße Lick, —^angsbori wird vom 24. b. Mts., nachmittags 10 Uhr, bs 23. b. Mts, 12Uhr mittags, Kegen Erneuerung einer Weiche und des davor liegenden GeleiS- slücks am Bahnübergang bei dem Bahnhof Lich »ur teden Verkchr gesperrt. Dieser ist wahrend ber Sperrung über die Bahnhofstraße und den alten Langsdorfer Weg zu leiten.
Gießen, den 22. August 1911.
Gros'!:er»van . .u.tarnt ÖicBen.
__________I. V.: Langermann.
Bekanntmachung.
Betr.: Rotlaufi'eurhc unter den Semeir.. . Ces Wirts Deinrich Sauer zu Gießen.
Tie unter bem Schweinebestand des Wirts Hemrick rauet bafier. Neustadt 58, ausgebrochene Rotlauffeucke ist erloschen. Die am 11. 1. Mts angeorbnete QJ:ö3fHperrc wirb aufgehoben.
Gie^ß en. den 22. August 1911.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen«
Bekanntmachung.
©etr.: Maul- unb Klauenseuche in Eberstabt.
Unter bem Viehbestanbe des 5 erb. Löbrich zu Eberstabt ist die Maul- und Klauenseuche auS- gebrochen. Es wirb daher ent Sperrbezirk gebilbet, welcher das ganze Gebiet des Ortes und der Gemarkung E ber - ft a b t umfaßt. Für biesen Sperrbezirk unb das verleuchte Gehöft finben die in unserer Bekanntmachung vom 1c. August l. Z istreiSblatt ÖZr. 64) angeorbneten Maßnahmen Anwendung. Zn bem bestehenden Beobachtungsaebiet tritt keine Slenberung ein.
Gießen, ben 23. August 1911.
Großberrogliches KrelSamt Gießen.
I. V.: Langermann.
Gleichzeitig verweisen wir bie Ortspolizcibehorden aui da» AuSschreiben Grotzh. Ministeriums des Innern vom 16. August 1902 iAmtsblatt Nr. 18). Nach den Vorschriften dieses Aus- chreibens, insbefonbere nach Zifter 1 daselbst ist zu verfahren, obalb in einer Äemeinbe cm Fall von Maul- unb ftlaucmeuche eftgcftellt wirb. Tie Mitteilungen an den zuständigen SrelS- veterinärarzt haben telephonisch ober telegraphisch zu
Großher^gliches Kreisamt Gießen.
I. V.: Langermann.
K nae-l belangt, io kann ick Ihnen mit ruhigem Geivinen beruhten, bati BrandeI ne Punk'. ll> < Uhr aui der ©rnnbfiiite war Um 11 Uhr 1 wurde, wie mir der diensttuende Vochibeamie am Moiiiäg ae- fagt hat, Alarm gegeben, unb ba will Ihr Berickterstatier nut Bedauern an die CciicnlluMcit treten, daß die Feuerwehr für die Staat (Linien nicht mehr gewachsen wäre. Wir wollen den Derrn einlabeu. ncblt seinesglem en den Feuerwehrrock on\u neben, ich glaube, er könnte noch keinen Floh vertreiben, ge fckweige einen Strahl Wasser geben, vier irrt der Einsender gründlich, unb mit Flöhen bat unser Berichterstatter, wie er uns versickert, nichts zu tun. Tie Red i Ihr ruht er flotter soll, wenn
er sich nut-lieb macken will, auf der Brandstelle den Sckutzmonnsrocl anziehen und den Leuten helfen, die Zuschauermenge zuruck zu drängen, damii cic Feuerw tu, wenn fie aniowmi, auch arbeiten Ich habe mit großer Müde den schlauch durch das > Publikum zum Dvdranten durchziehen müssen. Tas Wa"er war so schnell da, daß unsere Feuerwehr die Mühe und einige Schweine aus dem brennenden Stalle retten konnten Allo kann geschulter Führung wirksam uick erlprieBUO) lang uno, fludj ‘ ni(j)l Don Besremden unb Bedauern gesprochen werden wenn fie darauf vertrauen können, daß nirgends etwas papen, ■ e Feuerwehrleute find sogar beschädigt worben von den daß Nirgendwo etwas fehlt. Lühen. Zum Schlüsse will ich noch zur Beruhigung muteilm,
Einrichtung, Führung, r miu u n g , 4. tl l tpi mi* , Nasser genug hatten, sogar im Ueberfluß, da ich sogar muß wdelloS sein, wenn ein gedeihliches Zuiammenarbeucii mog- cin£ nur halb öffnen konnte, io ein Ucbcrllu» von lich sein soll, und alle Beteiligten werden eme iruoc 1 cmh]ldui;g yfl(jcr roQt «Andere Feuerwehrleute behaupten daS Gegenteil, t-mpfinoen. wenn sie mit Dllfe dieser für eine ncuze.lluDc üxun-l^ unsere Stabtocrwaltung möchte ich die Bitte richten,
wehr unerläßlichen Bedinaungen einem grol cn Brande erfolgreich , bft Mililarverwallung ins Benehmen -u treten, damit wir gegenübergetrelcn finb. Um das au crmogliujen, unt> bao inuui it cincm ffr0„en Absperr-Norbon unterstützt werben, baß wir der Wunsch unb bas Bestreben jedes einzelnen iem, ist c3 un- bekommen, unb um baiür zu forgen, daß solche hämischen umgänglich notroenbig, daß mit bem alten ystem cnt - Bemerkungen nir immer verschwinden, und baß alle Personen, gültig gebto<6«n wird, btnn an d-m -yft-m di, k7in-H- um * ------ “ k" ..............
die Schuld. . {ernt werden.
Wie ist es z. B. möglich, daß am sonntag nach bem vollen Ausbruch bes Brandes über eine volle Vtertelsmiide verstrrcki, ehe ber Feueralarm ertönte? Wie ist cS möglich, daß bie ytp Gin tzerr, ber
brauten erst gesucht werben mußten? Wie ist es möglich, bau Feuerwehr tätig
die „ch W teilroeife mit unieren mt3(hen Zwar hat Einsender bteses von,dem letzten großen schaben'
Zuerst müßten an allen öffentlichen Gebäuden unb feuer weber etwas gesehen noch gehört, wabern ent am .iontag an allen entlegenen Stellen Feuermelder anaebracht morgen gesprächsweise baooit, «fahren, .dennoch ab«: ei ihm, ober fjeuermelbe ft eilen eingerichtet werden, die sich sofort als einem, der sich für das Feuerloichweien xnt er elfter^ bat mit d^r Polizciwache ui Verbindung setzen können. L,ie Polizei und daher auch etwa 10 Jahre bet der "adtttchen könnte bann auf telephonischem, elektrischem ober automatt,chem aktiv war, gestattet, auch einige Gebanlen ausruiprcchen. SegeÄucrglode in Idtigkit (eben, i» dch in möglidtft iurjer (£« wirb darübrr genagt, bau b.« Beta o lb« s«tan Seit Alann gegeben wirb. In jebem Vaufc mutzte bie nächste fei. Das liegt zwci'elSohne mit an ber Zett, in ber btt: ..tann Jteucrmelbeftclle angegeben sein, fei es durch Plakate wie in I idiaft, die victleickt auch z. T. die Wiciecker und die Nodg x Wicsbodeii z. A., fei es im Mietsvertrag ober sonstwie. Allen- nirrnes besuckst Heu wie anfangd Max bie Maifeier, xm ersten falls konnten sie auch zellwrise ,n ben Zetttiiigen bekannt gegeben Schlafe lag. bal;er nicht so leicht ö» ermunttrn war werden oder auf einem eisernen Band am ftovse der Plakat,aulen. ^r Abhil'e wirb von einer -eite verlangt, daß cme Beru'.wehr Mittel unb Wege gibt es genug. Was bie Dvdranten betrifft, eingerichtet werde, ^.aiur ist Gienen meinespachtens noch so ist hier mit äußerlicher Kennzeichnung getan, was man tun viel zu klein, find doch Jahre lang gar keine öffentlichen .llar rann, aber diese Bezeichnungen finb nur om Tage nicnnbar: micrungcn nötig gerne,cn, bis in bicicm ^aby miyrere nachts finb fie ziemlich wertlos. Es wäre beShalb nötig, alle große Bränbe tameix, ,te mürbe viel zu vxel kosten. Schon gegen üüljrei nm siubiviunen ju ucrici,..., uu, denen o.e ^uoranten (Snbe des rorigcn Jahrhunderts war eine Kktriiche W^erlextung ein gezeichnet ,'üxd, die dann natürlich auch icberzcit völlig in Aussicht genommen, ,ogar ld)on bcidiloficn, weshalb ftc nickt betriebsbereit feilt müßten. laß wäre bei ber von uns vor iUr Ausführung gekommen ist, entzieht sich meuter Äenntin«. gefdjlagcnm Feuermelbung leicht vi erreichen, indem die Polizei, Vielleicht liegt c5 aber nut an einem AZ angel der Gießener ,rn lofort das Was f er werk verständigt.
Alle diese Verbesserungen ließen Jitb ohne Schwierigkeiten durchführen, denn in vielen anderen S * - unb die Kosten wären verhältnismäßig gering L —„ -
ja aud) gar nicht nötig, daß ber eingangs erwähnte Ueberschutz, ist s immer )d)hmmcr geworben, iBei ber krciwiittg Oail,cken
ben bie & aus ihren „Puerto,chan.-allen' erz.eit. rund w Otttt Feuerwehr soll s. darin bester bestell ,em.) ^tubterte gar sind
'Warf unb mehr beträgt. Es handelt sich hier saft durchgängig erst recht sporadstch flciue.cn; cm trüberer Hauptmann war Ad
„'m einmalige Kosten, bie durch die erhöhte Sicher beit ookot ein anderer Rechtsanwalt; hat ihr kürzere Zell °rt'® i« writexn ausgewogen werben. Tas erstere vor allem mül te w.eoer anders werben, bann warbt
Tas widjiigftc bei allem bleibt aber bie Schulung ber ciw lö gewiß auch mit ber Disziplin nicht so havern, wie das dem Aditor Leute unb deshalb halten wir daftir und betonen es Dörensagcn nach sowohl bcx dem Maibrande, als auch dem längsten nochmals nachdrücklich, baß die Stadt aus tüchtigen Fach-1 —•
kundigen Leute auswahlt, die im Löfchwesen als Führer ausgebildet werben müssen unb unter |id, iine kleine, tüchtige Bern,?' ieuerwehr bilden, die cs, jeber an seinem Platz, verstehen, unter einem Bcfehl-.ll-aber alle Strafte zu einem emlieiilichen Vorgehen iufainmcujufafien. Tic Pflichtsenerwehr aber hebt man am besten auf unb verwendet die dafür vorgesehene i-umme von lol) Mark zu ersprießlicheren Tingcn als „insbesondere Plakate'»


