Ausgabe 
21.9.1911 Erstes Blatt
 
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rr. 222

Cei «Ictzener lajetyei ddjeini täglich, außer Sonntag». - vetlaqen: viermal roödieiulidi Kie-enerZomiliendlätter zivcunal roocbenil.Krtis- blotl für 6<n Kreil eitlitii (ItenStag unbfiretian); zweimal moirnil. £anb> »IrtfchostlicheSeltfraeer penifprro - A nschlusje. für die Rebakliou 112, Verlag u. Expedition 51 Kldresle Mr Tepefchen: ttnielflcr Wieben.

Annahme von Lnjeigea lür die laflrtnunuiiec bi« vormittag« S Uhr.

Erster Blatt

lbl. Jahrgang

Donnerstag, 21. September Ml

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Cberyessen

Rotationsörud und Verlag der vriihl'schen Untv.-Vuch- und Steinörutferet R. Lange. Redakllon, Lrpedilion und Drude re«. ZLulstiahe 7.

Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 -eschastsstelle vadndosslrahe 16a.

QflRflHrflli monatlich 75 M, »iertti- thrlich Mk. UO; durch .Iddole- il Zweigstellen monatlich Ö Pl.; durch kiePost T1LS. oifttel« dt d. mttidiL Bestell-, 3r. lenpretl: lokal l 5 anGiodri» 80 l;'enma. Etzel rrdakteur: A Goetz. Verantwortlich für den volitrfchen Zeil: ttupufl @or<; lür .ßeutlle- ton', »Vermifchle«' und e®m.l'ti|oole; R. Neu-

Vanb*: E.Heß: lür den Anzeigenteil: 0- ®ed

Die heutige Nummer umfafet 10 Seiten.

wechsel im Posener Oderpräsidium.

MS zu Anfang dieses Jahres in der Prcfsc die Behaup­tung auftauchte, der Posener Lberpra,ident Herr von Waloow gedenke wegen der Haltung der Regierung in der Lstmarkcnpolitik in lurzcm seinen Posten zu verlafsen, sctztc dieNordd. Allgem. Zty." ihre schönste Unfchuldsmiene auf und erklärte, das jei nicht richtig, und insbcfondere bestanden leinerlei Meitningsoerschiedenheiten zwifchen Berlin und Pofen wegen der Nichtanwendung des Entcig- uungSgesenes in den Lftmarken. Aber die Prefse bheo trotzdem bei ihrer Meinung. Und heute muß die^Nord­deutsche" fich .clbsr deincnlieren. Herr v. Waloo.v gehr an Stelle des in den Ruhestand tretenden Oberpräsidcnten von Pommern, Herrn v. MaltzcHn-Gültz, nach Stettin, und in das Posener Lderpräsidium zieht Herr Tr. Schwartz kopff ein.

Das ist schlimm für dieNordd. Allgem. Ztg", schlimmer aber noch für die Deutschen in der Provinz Posen, die das Scheiden Herrn v. WaldowS au|richtig bedauern. War er ihilen doch, obwohl ihm unter dem Regime Bctymann- Holllvegs die Hände gebunden waren, immer noch ein Freund geblieben, und stand er doch fest auf dem Boden der von Bisntartt eingeleitcten und nach einigem Zickzack lurs von Bülow wieder aufgenommenen nationalen Ost- martenpolüik. Man kann cs ihm kaum verdenken, daß t? sich danacl) sehnte, Posen den Rüden au lehren, seitdem ihn die Regierung dort im Stiche gelassen hatte, um sich den Herren Polen für ihre Unterstützung bei der Reichs- sinauzreform dankbar zu erzeigen und es mit dem Zentrum nicht zu verderben. So geht er also nach Stettin und ersetzt dort den bv.-l)erigcn Overpräiidcnten von Pommern, Frhrn. v. Malpahn-Gültz, dessen Altersschwäche schon ge­nügend dadurch gekennzeichnet wurde, daß er sich int vorigen Sommer hcrausnahrn, deursche Redakteure als grüne Zungen zu bezeichnen, die noch nicht troden hinter den Ohren wären.

5ft die Berufung des Herrn v. Daldow nach Stettin für Pommern hocherfreulich, unb bedeutet sie auch für ^errn v. Wclldrno insofern eine gewisse Auszeichnung, als er dadurch in die nächste sKät)e des Statthalters von Pom­mern, des Prinzen Ettel Friedrich, gerudt wird, so muß man in allen national fühlenden Streifen gegen die Mch- solgerschait des Herrn Dr. Schwartzkopff in Posen den energischsten Protest erheben, obwohl es immer bin anzu­erkennen ist, daß man auch im preußischen Osten einmal einem Bürgerlichen ein Oderpräsidium anvertraut. Herr Schwartzkopff kam übrigens für Posen nicht etwa deshalb in Frage, weil er in Posen Grundbesitz hat, sondern weil er der Mann der Bethmannschen Regierung ist und daher geneigt sein dürste, in Posen eine Politik der nationalen Versöhnung euizuleiten. Wie er das freilich an fangen ivill, i)uo auf beiden Seiten die Wogen dcr Erregung gerade jetzt so hoch gehen, ist eme dnövre Frage, freilich, Herr v. Bethmann und seine Regierung sind ia, wo c8 sich vm nationale Ehre handelt, leider sehr unsichere üantontsden. Tas beweist ihre Haltung in der Marokko- und Cartwright- frage, und das zeigt auch die Berufung SckMartzlopffs zum Oberpräsidenten von Posen. Herr v. Bethmann drückt damit das Siegel unter seine schwächliche Ostmarlenpolitik, unb die Deutschen in den Osrmarleii werden es nur zu bald am eigenen Üeibe spüren, daß der Wind jetzt gegen sie weht. Er

wird vielleicht alles Umstürzen, waS nationale Bca.'isterung und Hingabe bisher in der Provinz Pofen geschafsen haben, um gegen daS vordringcnde Polentum einen Damm zu errichten. Ging schon jetzt ein deutsches Gut nach dem andern an die Polen verloren, und brachte sich das Polenlum auch in den Städten immer mehr zur Geltung, wie wird eS erst unter einem Regime Schlvartziopss im Zeichen der natio­nalen Versöhnung, d. h. Bevorzugung der Polen, iverben ?

-J.X ----L"~-- 1 ~ ------'

Der Aurftand aus öen irischen Eisenbahnen.

Ter Ausstand der Elsenbahnarbeitcr in Irland trägt fort gesetzt einen cnuicii Eharaktcr. Nur zwei Zuge sind am Mittwoch von Tubhn nach dem Südwestcn Irlands abgegangen. tlllc Lignalbedienslelen dcr großen 3übhmc bei Eork sind in den Ausstand gcircten. Nur wenige Züge verkehren und ohne Signale Eine Anzahl von Provlnzstädten beginnen Mangel an Lebensmitteln, insbesondere an Butter zu leiden. Tic englischen Eisenbahngesellschaften teilen mit, daß sie filr den Bahndienst über Sie üandungshäfen in Irland hinaus feine Garantie übernehmen können.

London, 20. Sept. Tic Post- und Personen damvfer von Irland kommen in Holvhead sehr spät an. Ter Verkehr wird ausrecht erhalten. Von Frachtschisjen ist fett Sonnabend in Holvhead nur ein Tampser mit Nahrungsmitteln von Tublin eingetrossen.

Dublin, *20. Sept. Ein Vertreter deS Handels- amtS ist hier eingetrossen und verhandelt mit den Parteien wegen einer Verständigung.

Evcning Ehronicle" meldet: Der Präsident deS Handels- amts forderte tue Vertreter der Unternehmer und der Arbeiter der großen nationalen Industrien auf, einen Schiedsgerichts- h o f zur Beilegung gewerblicher Streitigkeiten zu errichten. Ter Lchieosgerichtshos soll aus zehn Vertretern der Unternehmer und zr.hu Vertretern dcr Arbeiter bestehen.

Die Unruhen in Spanien.

Heute früh 9 Uhr herrschte überall Ruh::. 300 Personen wurden verhaftet, darunter der Vizepräsident des Allge­meinen ArbeitcrverbandeS. Der Verkehr ist normal. Die Tabellen, Geschäftshäuser, Klöster und ö,jcntlichen Gebäude werden von Truppen bewacht.

Tie letzten i'idöungen aus der Provinz besagen, daß in Barcelona, Bilbao, Sevilla, Saragossa unb Valencia Ruhe herrscht, doch dauern die Verhaftungen überall fort. Ter Ausstand findet in Huclva Widerstand. Aus mehreren Gemeinden in den Provinzen Viktoria und Valencia werden Unruhen gemeldet. Zn einem Teil der Bevölkerung in Zativa und Carcagente zeigt sich eine neue revolutio­näre Bewegun g. Oefsemliche Gebäude wurden in Brand gesteckt unb «djienemvege zerstört.

Kus Gefterreichllngarn.

Im niederösterrcichischcu Landtag, der zu einer kurzen Session zusammeutrat, sanden die Ereignisse des letzten Sonntags erregten Widerhall. Namens der chriftiim-sozialen Mehrheit brachte Steiner einen Dring- licykeitsantrag em, nach dem dcr durch die Ausschreitung.n verursachte Sckiaden miitelft des staatlichen Notstandskcedils vergütet werden soll. Steiner griff die sozialdemokra­tische Partei an, die hinter ben Ereignissen 0es Sonntags stände Im weiteren Verlaus der Aussprache protestierie Schuhmeier (Soz.) gegen die Steinersche Behauptung und erklärte, kein Sozialdemokrat zündete Schulen an unb errichtete Barritaben. Es seien Ausschreitungen halb- wuchftger Burschen gewesen. Freiherr v. Bienerth w,eS die Bel-uuptung des Antragstellers zurück, bau die Regie-

runfl dir Au. fchrcitungcn benutzen wolle, um politische Zwecke zu verfolgen. Er crflarte weiter, Mi.nur und Dacbe batten, ohne zu weit zu gehen, bas Mcnfchenmogliche ge­leistet. Solche Ausschreitungen seien keineswegs bao Mittel, die Icucrungofrage zu löten ober die Regierung aufzu- rüttehi, die alles tun werbe, um helsenb cnizugreifen.

In ber Sitzung des böhmischen Landtage stellte ich am Mitllvoäi Fstrst Thun als Statthalter mit einer längeren politischen Erklärung vor, in ber cr bic Wiai j kett ber gcgcniuarügcn Au-gleichsverhanblnngen Veto;.c unb eine eifrige Mitarbeit ankündigte. Nach Eilediguug ber sormalcn Lagesorbnung wurde die Sitzung geschlossen. Tie Vollversammlung dcr bcui|d)eit Landtagsabgeord- ncten beschloß, der Einsetzung eines Ausschusses zuzusum- men, die über die Teckungssragc der erhöhten Lehrcrgehäl- rer unter Vorbehalt gewisser Vorsichtsmaßregeln für bic Aufrechterhaltung der deutschen Lbstruttion beraten soll

Die Tschechen brachten im böhmischen Landtag einen Antrag aus Cftiisctzung eines Notstandsausschusscs ein

£ I enpe ft, 20. -Lept. Ministerpräsident Graf Kbucn-Hedcrvary crlläne einer Aboidiinng von der Zleischiiibustrie, welche eme Denkschrnt zur Behe­bung der Ileischnot überreichte, das Zuteresse der Land wirtschaft fordere nicht, daß dcr Ileischnot nicht abgehoben werde. Tie Regierung lucrbc sich nicht auf bas formelle Recht eines Paragraphen stutzen, ivenn bas Volk hungere. Ta bem Fleijchimporl aus dem AuSlandc nur gewisse non zcssioneii gervahrt werben lärmten, wolle er sich nidit positiv äußern, boch könne ec versichern sciliguitg der Flcischnot gestehen könne, von dcr Regierung sobald als mögiid) durchgesuhrt werde. Tie Rede wurde mit großem Beifall ausgenommen.

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Lin Streit mit öen Sojial6emotraten in der niederländischen Kämmet.

Haag, 20. Lepu. ^n der nieoerlündischen Kammer rief der Antrag der Sozialisten, die Thronrede zur Eröffnung der Gcneralstaaten durch eine Adresse zu beantworten, lebhafte Erörtc- iilng hervor. Lohmann (Ehrisllich-hiswrische Partei) be­antragte, den Antrag der Sozialisten nicht zu erörtern, weil die hämmer auf die Thronrede mcmalß antworte, wenn die Königin nicht persönlich die Generalstaaten ci> öffne. Ter Präsident schlug vor, die Aussprache zu vertagen. Ter Antrag Lohmann nmrdc mit den Stimmen dcr Rechten gegen die Linke a n g e n o m m e n. Der Führer der Sozialisten, Trolstra, gab die Erllärung ab, et betrachte das Ergebnis ber Abstimmung als eine 'Richt ach lang ber sozialistischen Partei unb ihrer Mitgliebcr. Tie Sozialisten riefen der Rechten zu: Pharisäer! <nmm- köpse! Der Präsident schloß die Sitzung unter großer Bewegung. (Beifallsklatschen und Pfeifen auf den In- bünen.) ----- j

Deutsche» Aeich.

AuS Emden wirs gciiiiiocl: Li . .. n am Ticndlaa unter Spiouageverdacht verhaf 1 ctcn und wieder fremelaf- vehalip.cn, Vcrgiüigunci-.rciuiibc ui sein, eie auf ihrer Jago ui bei Nordsee unter holländischer Flagge kreuzten Tic Jagd hegt beide Offizier« iuaatscmwalt von Aurich ist

zur Untersuchung nach Emden abgereist

TicNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt. Tent Vet- nchuien nad) ist sui die Wiederbelebung deo Postens des Ge-

StilroanMungen im (tifenbrüdenbau unö bic Kölner Rtjcinbrüden.

Tic Stile der Steinbaukunst sind selbst dem Laien geläufig. Zn der Eisenbaukurnt Stile zu unterfebetoen, ivar ,o lauge nidu möglich, als die Frage nach der äuhcuichcii Werlung der selb- ständigen Eisenbauten überhaupt unnUlcüiebcn war Im Ver­gleich zur Geschichte per Steuchaukunst, bic ^ahrtauicnbc hinter sich hat, erscheint die Geschichte der Eisenbaukumt, ine, joicrn bc_- schmiedbare Eisen allein in Betracht gezogen wird, crlt einen Zeitraum von 70 Jahren umfaßt, ^rz, um die

Entwictluug, gcfchtveige denn eine dreimalige Laudlung des «tu» vorausschen zu können. Talfächlich unter)cbcibcn wir in der Zeit von 1846 bis 1904 Jöritamiiabrüde über bic 2>ieiiaiitraBc Sch-.ldebrückc bei Avelghcm, <tifo innerhalb etwa oo Iayren. vier ausgefprochene Stüe der Eifenbaukunn, die mu denienige.l ber Steinbaukunst in gar feinem Zusammenhang neben und in erster Linie durch die Fortschritte der 5laut, in -weilcr -.mie durch Diejenigen Der Walztechnih d/r maichincUen Dcarb.nung und Der Montage bedingt sind. Gs |tnb Dies 1. der Vollkr-anbUil, 2. der Nebwerkstü, 3. Der Dreiecknil, 4. der Pierendeet- oDtr Rahmenstil. Ties ist ihre zeüliche Folge, ohne das Darumin einer bestimmten Zcuevoche eme schar,e Abgrenzung M^votbCTr- schcnDen Stils möglich wäre: in der Qfcgenroart beitvickswei. herrscht der Treieckstll vor. Der weit in Die Gvoche Des ^evwcrk' stils zurückgreist unD in Der nächsten Zulun-l aller Vorcmsncht nach Aurch Den Vierenbeelstil abgelöst roirD

In den .Heiner Rheinbrücken )dbu verkörpernim die letzten drei Baustile. Als Beispiel für beit eriigenaniuen, den VoU- wandstil. sei hier Die Brilanniabrücke über Die Menaiurakc 154b bis 1850) angeführt. Die Tragwanbe und DoIliranDigc träger und wirken ästhetisch als geichlosiene flachen. Bei ben allen jtölner Rheinbrücken J8oo bi» 18o9) Uchtet nck ^ ge­schlossene Wand zum vielteiligcn Nevwcrk, ohne Darum für.luge Die Flächenwirfurig zu verlieren. Allmählich werden die immer weiter und weiter. Du Linie mit immer Rarer bervo^ bis sie statisch und änbetnd) ihren reimten Ausdruck in Den VerfdneDenften Kombinationen Des Dreiecks cri'ült -Aeuc MVlner Rheinbrücken 1908 bis 1911. Von Dem urprungltm cmj-.it Netz­werk ist beim Tretecksnl .nur . die Ttagonale ubng geblieben. Schließlich verschwinde: auch Die,c beim Bicreiideelntl, D.i nur die Horizontale und du Verlikale mu ihren imiiten Ucbcrgangcn kenn:. Im Verhältnis zu Den Dünnen s^gebiwen des ^.ret- eckstüs gewinnt hier Die Linie etwas mehr 3torptdid?uil, Du zur ästhetischen Wirkung wesentlich beitragt. S

Aus dem Gebiete Des EDenhockchE öcnpt 4.euja lanD em hcrvorragenDes Bauwerk M VlerenDeellnl du emaile ui

Frankfurt a. M. Es steht zu erwarten, daß sich auch aus dem Gcbicie des Eisenbrückenbaues. Teuti'chlanD bahnbrechend zeigt.

Friedrich Christoph Schlosser undder Frei­herr vom 2 tein. Tie 50. Wiederkehr des TagcS, an dem der berühmte Historiker Friedrich Ehriswph Schlo'icr, Der Ver- faffer dcr noch heute ünmcr wieder neu aufgelegten und in hunderttaufenben von Eremplaren veroreticten .tWeligeschichie für das deutsche Volk", in Hcibetberg starb (23. September 1661 , läßt manche Erinnerungen an dtcics innerlich so reiche Gclchncn- tauui wieder lebendig werden. Tem Friesensohne, der als lebtet von zwölf Geschwistern zur Welt gekommen ioar und int Hauic seines Vaters, eines durch eignen Leicht>utn zu Grunde gegangenen Adbokaten, nichts Ersreulichcs tn ben ttuiDheustagcn soeben hatte, vermochten auch hochgestellte Persönlichkeiten, deren Bedeutung et anerkannte, nicht io leicht zu imponieren. Dies mußte, als SchÜr icc int Jahre 1814 SraDtbtblwthekar von ^renburt cm MJiain gcwordcn war, auch Der Freiherr vom Steril^ oem cs lelanntlich euch nicht an einer reichlich bente enen Toi-.j ge­steigerten SeldübewußtseinS mangelte, zu feme.n ehrlichen .tcrgn am eignen Leibe er iahten Stein, der den Sommer cu innen Qjütern im No>sauischcn -u verbringen pflegte, ioar, wie ^oloiserS Freund und Schüler, Gerd Eckers, bentöteu, nad) jranfmn am UJlain znm Sinterain'emfcalt grfommen, wv ct_2udj in Den Ittertn der am ihr Bürgerrum stolzen und rcidr.n Stadwatn-ict wc-jci ,einer deut'ck'nanonalen Bedeutung tnc erste Rolle ipulu. eines Tages erschien der Freiherr in großer Ecke in dem damals un Xaiferiaalc uiitergeörachttn Teile Der Bibliothek, Drängte dre^an­deren, anweicndcn Entleihet von Büchern ruck-ichr-ws zur Lcue mtd tici Schlo'ier, der innerhalb der Barnerc nanD, un Mom- mentoion zu:-euoen Sie mir ra'ch das Butp! schlo'icr o.icktc den stürmischen Forbcrer tintn Augenblid an, ohne mU ixn Wivipcrn iu zuctcn un£> schne, so schroff und grell er konmc: Nein'" -stein. Der einen ^toment wie verneinen DcgcnanoeiL tarn nun aucv iowtt zur Bciimiung unb sprach mit ungernbnlti fammriuiger Stimme:Erweisen Sie mir boo Die ^c-alligkeu, mir das Buch zu geben. 'Nun will ich es Ihnen geben 'ant­wortete Schlosser unö tanut war Du saoje abgmiadn. uttni ga-njmmcn ha: Stein diese Zurechuveifiutg, du kaum cur an- Frcleii Rnch-i:ab: rraten lich Die beiden barten Lowe dato nüher und Da stolze Reichssrciherr, ber fon t aus seinem hrcchgennjenen SvUidcsbewußliein ru ein Hehl machte, horte ogar, ohne em '130:: einzuwenden, rudig zu, als ihm -sdilcn'cr aur einer r?uee in vollster Unbefangenheit das feiner olbadmrgua^n r. 'imar tami: mottrieru, ,^ar» man Don vom Adel nichts wnu.'

Scholtiiajc Ehrendoktoren. An^glich igrci 500 jährigen Iub^feier hat btt schottische Univcrfüät <-t. vlnbrtw?

folgende D.il'.ien 1

mami Diels, ebuaiö Mevet, Huno Menet uno Adolf T.-iijmanu« Berlin: 2Utced Lillebranbi Breslau: Woldnnar Bclgi !'-oklingcn: Ludwig Graff de Panciova-Graz: Georg Frommhsld-Gcciiswald: Johannes Vkil-Halle a d Saale: Marl l'amprcchl-Leit'zm Mar( Budde-Marburg: Marl Eberhard Göbel-München; Alben Ehr- Harcl-Slraßbuij: Jakob Schippcr-Wicn.

Verpflanzung von Änochen zu H e i l z w ecken. Ein intercffaiucs nemS Veriohren zur opeiativcn Behandlung bc> Getcuktubciluiosc hat jeut Professor Tr Hermaun Hüttner ber Breslauer Ltbinanu» für Chirurgie, irptobl. Mau emvianf C5 bisher als einen Nachteil, Daß beim Hcraus'chnccbcn von Ge­lenken Durch das tuberkulöse Cxrvebc I.ndurchgcgange.i roetoen mufcie und daß nad) Dem Herausschnclcn.u mein GeunlnFc c ober Doch hochgrabige Bclveguugssr-.ibcit iurüdblul Test alb bat jlättncr, wie er in Der Breslauer Chirurgischen Gesellschaft bc« ruhtet:, in einem Fall von Schultetgelenklubertutoü Dc- gcinic erkcankie Gelenk, ol-o Pfanne. Mapie: und Gelcnllov'. -efchioffcit m einem Stuck entfern: uno loioti durch Das Gelenk emcs Toten erfepl Tirus stammte aus der^Leiche eines a:t ipchunwaf'er­sucht Lcrirordeuen, war sechs Stunden naa dessen Ti-oc ent­nommen unb 16 Stunben lang in Äiingerlofuni bei 0 ftr.io

n worden. Tie battme..

hauen Du enwandsfreie Befchai'enoeit dis zu vetpilanzenoen Ltnochcns ergeben. Daraufhin erfolgte dann Vic Heilung ohne jcdc ReokliOti.

arzeugung kooiloier Schmetteriingc z t Umschau' entnehmen roir: Tie Franzofen A. Eon le uno L. Panch schnurre:, aiugen er tnm Jiaupen c-rrrr rch- 'Ulcriings- oricn teil 8opi ab, Der ciniiccknctc und nach zwei Tagen mit der Schcere abgezrennt wurde. Tu eiiiflanoentn topäoicn ...uvut Stigtm in ihrem B-rhaltca leine Störung außer einer Verl uig- umung Der Bewegungen Im JappenncOium gingen allerem;» Die meiste» an; von Lymantria ar't gelang tt. Schmc'ter- luigc zu erhalten, nachdemu l^nstlich aus Der Puppen hülle befreit roorötn waren. Xi: Schmetterlinge unterschieöcn fick' i n wie fic Hirichler erhalten hot, würben nicht beobachtet Tu mu größtenteils sehr tlemcn uns uiuolllomnun entwickelten v . i erfüllt. Ber einigsn in ö^ Äitte des Körpers öutch'chni.ri.'N Raupen wurden in tincr der Hälften Halvpuvven zur Entwickelung gerratfrt, die fteüich nur kurze Zen lebien Ein roilstanoiger Körper ist also zur Wt'tcrciuwidiung ocs T -res tv ' :-rotö.r- iun. Auch die .'lervenz-ntren des .^opieS spielen -aber ferne olle: . : 1 4 : . ; ...lommnt» sich

ohne sie, cnrjprtct tno ihrer Tage im Iajektenkörper,