Ausgabe 
19.7.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.

wo

Im

Maßnahmen des lSeverals Moinier.

Paris, IN. Juli. TicAgcncc Havas" meldet aus TLs s b l a n c a: General M Dinier nahm eure neue Ein­teilung in drei Abteilungen vor. Eine Abteilung ist fite Mchedra, die zweite für Mekines, die dritte lür das Schaufagebiet bestimmt.

Wieder ein spanisch-sranzoslscher Zwischenfall.

Die Stimmung zwischeii Spanien und Frankreich wird von Tag zu Tag gespannter, wovon auch heute wieder ein Zwischenfall" Zeugnis ablegt:

Paris, 1/. Juli Aus Elt, ar wird gemeldet Ler französische K o n s u l a r a g e n t Boisfet, de r am . ds. aus Luk et Arba mit einer Tarawa ne und tu fre

Die deutschen Ansprüche in MaroNo.

Seit einigen Tagen Reifet es in der französischen und einem Teil der di

Verhandlungen itber Marokko erstreckten sich darauf,Mom venjationen" für Deulfchlaiid zu finden, nachdem dieses Frankreich in Marokko freie Hand lassen wolle Tiefe Mel­dungen erhielten eine gewisse Wahrscheinlichkeit durch einen iln. Ztg die offenbar auS L'erlin inspiriert, Stimmung für diese Kompensationen machte und darzutun suchte, daß es nicht unter allen Um ständen nötig sei, an unseren deutschen Rechten und Inter- elfen sestzuhalten, sofern die Gegenseite eben nur aus- reichendeMtnnpcniattoncn" gewähre Eine ganze Anzahl deutscher Zeitungen erhob alsbald Einspruch gegen diesen Standpunkt und stellte fest, daß, nachdem Deutschland wiederholt und ueuerdiggs aus den Schur. seiner Interessen in Marokko hingewiesen habe, die deutsche Ehre auf dem -picle stehe und eine Entschädigung im Kongo oder Ma in tun keinesfalls genüge. Natürlich waren es bisher vor miegcnb nationale Blätter, darunter die Rationaliiberale Korrespondenz, die diesen Standpunkt einnaijmen, den aber auch z. B. dieKölnische Bollszeilung" sich zu eigen machte. Es ist nun bemerkenswert, da,; beute auch oic demokratischeFrankfurter Zeitung" eiiwriuglich davor warnt, daß Teutschlaitd seine marotkanischen Interessen gegen ein paar Silberlinge aufgebe. Tas Blatt schreibt u. a. in einem besonderen Leitartikel:

Fcst stcht jedensalls, daß die Ernvcrlcibung Ma i o 11 o 3 in das französische Kolonialreich einen ungeheuren MachtzuwachS für Fra nlr c tch bc bc u - i c t das bedeutet aber auch eine Verschiebung in Dem bisherigen Kräfteverhältnis der Machte zu Mumien Front- Uid)6 und zum Nachteil anderer Mächte, bcwndcrs Deutschlands, und nur ein arg er Stümper in d c r politischen W i s f e n f äi a f t kann behaupten, das tonne T c u 11 d) - land n l c i d) g it 11 i o fein ii n b cs habe fein voll« leches 3 nter eile dabei Deutschland ift vielmehr nn Lodiiicn Grade daran interessiert, das; Marokfo nicht französisch irird wenn cd aber doch französisch werden soll, bann mag nirtii 'einen S chl u ß au.f di c Größc der K oui ve n s a i i v n , i 11) c n , die Teuisdiland zu verlangen berechn gt i e i n ui i r b. Mit einem Fetzen Kongo oder dem versuiNviten ^.tchadN'i: kann sich Deutschland nicht abipeiicn lassen

Das Blatt verweist edenialls darauf, daß bei der Ein­verleibung Marokkos in Frankreich dieses in einem Zu- lunftskriege nicht bloß alle seine eigenen Truppen aus Afrika ziehen, sondern and) mehrere Armectorps eingebo­rener Truppen nach Europa werfen könne.

Wird England Frankreich nalerstiitzen

Diese Frage verneint imTag" Marl Peters, der feit Jahren unter Engländern lebt. Er meint, England würde, wenn Deutschland iatiiu tig ferne Int.reisen wahr nehmen würde, für Franireich teinen Finger rühren- Diese Lrabrschemlichkeit kann man, wenn man wnl, auch ans einer Rcgieruugsantwort im euglischeu Lbcri;nu*> herauslesen, die uns heute vorliegt. Die englische Regierung vermeidet es sorgfältig, irgendeine Munbgcbung ireeoorzuruseu, die so aufgelegt rocroen könnte, als wolle England für Frank reich gegen Deutschland auf den Plan treten:

London, 18. Juli. Im L berHanse fragte Lord E o u r t n c n den Loropräsidenten des Geheimen Rats Bis count Morley, ob er die Kopien der Verträge oder Auszüge aus den Verträgen veröffentlichen wolle, die Groß'

F r a u c n z i m m c r repräsentiert werden müsse, ihm würde es viel richtiger und wirisamcr erscheinen, wenn dort am Rhein mit dem Gciicht gegen Westen einer der beiden bekann­ten wilden tPi (inner o o in prcußi f d) c n Wappen mit Hocherhoben er Heul c hingestellt nur Di T a würde man icfcr Icidrt verstehen, was öa» tagen und bedeuten wolle. Bismaick selbst, meinte Herr von Werner, würde sich in seiner uüchtern- vr.iliischeu Denkungsart über künstlerische Angelegenheiten es i c h r Derb verbeten yaben, daß man ihm ein tempelariigcs Denk­mal errichte, Dao Verdacht der Anbetung ausiornrncu lassen könne. Man werde tein dAieres Symbol finden als ihn fclbl't.

D i e Venus von C ft i a. Bei den von Professor Dante Ba gl ic r i geleiteten Ausgrabungen von C ü i a ift ein aurerotbentlid* bedeutsamer Fund gegluckt unter den Sei uttntniicn des alten römischen Theaters fand man eine aus- gezeichnet erhaltene große DcuusÜatue aus dem vierten vor« chrifilid eu Jahrhuudeii. Ti<- pr.id liqc Arbeit, Die lehr gut er« halten in, .cigt e.nc überrasch, nde Berirandtschan nut Der be« rühmten Venus von Arles, die Dem Praxiteles zugefchriebcn wird. Nachdem Professor P a g l ier i Die neuamgenmome Venus grnau untersucht Hal. ivrtd't er jetzt Die llcbcneugung aus. Daß das Bildner! eine außerordentlich glückliche und erstNaffige Kopie

fache und dock: so n ix: an c T

Ning, Die natürliche Spaltung des Faltenwurjes foivie Die ichwad)c Entwicklung der Bruftpartieu find wertvolle Stützen für diese Annahme Wahrscheinlid' ui Das Originalwerk von Einern tro- worden, der d i Statu« oic umgelehrte Ampfcora aniügte, auf der die rechte vand Der Göttin ruht Dieser bedeutsame Fund un Zusammenhang mit o.n vor- hcrgchcndkn Entdeckungen lai : erwarten, daß die Fortführung dci Ausgrabungen von Lstia der Nachwelt noch weiter: kostbare Aunftschäk-e schenken

die Arbeiten mit großem Eifer fortgesetzt

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. In Marburg in der £bcrbibliottefar Professor Tr. bieorg Denker am Moniag gestorben Der Verblichene wurde mi Jahre 1858 in Düsseldorf geboren, im Jab'.e lh?x kam er als Öilfsbtbliothckar an Die hiesige Universitätsbibliothek und im Jahre 1*9" wurde er zum Cbcrbibiiotbefar und bald daran' auch zum Professor ernanm. Seine >>auptarbeü ut der Sprachatlas sur das gesamte Tciitsckie Reich, der im Jahre 1885 begonnen '

Sein d i a m a n ' n -

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ich 19Üj :m Ruhestand lebende Bonner Jurin G.chcimrat Professor 'Jiittcr v. Schulte. Am 26. Juli 1851 hat ihm die Berliner juristische Fakultät die Doktonvürde verliehen.

Die Siöffuung öes österreichischen Reichsrates.

Wien, i<y vsuii. -tic feieniaje Eröffnung des Reichs- rates enoigiC heute mittag int Zeremoniensaalc der -V'op burg unter Entlastung des übuchen Gepränges durch den Kaiser. Dicjer verlas Die Thronrede, in der er per« vopizob, daß, wenn die verfiosiene Wahlperiode gewiß auch ancrleuncnsivrrtc Säumigen aujzuweisen gehabt hätte, doch nichtige und dringende Am gaben unerledigt geblieben seien. Die überall rasch fortschreitende Entwickelung der miüta- rischen Machtmiitel erheische auch in Oesterreich Ungarn eine erhöhte Fürsorge für die Wehrmacht. Ebenso dringend nonucubig sei die Reform des Militärslrafprozeffes und die Porlagen betrefienb eine wirksamere Fürsorge für Die An gehörigen der Wehrmacht und ihre Familien Der dring- lichsteii Behandlung bedürfe ferner die Bantvorlage, Damit die Regelung des Aoteuweseus wieder auf die feste Grund löge deS Gesetzes gestellt werde .Die Thronrede verweist auf die unentbehrliche Erschließung neuer finanziel­ler Hilfsquellen unter gerechter Verteilung der Lasten und lünbigt Gesetzentwürfe an, die die Erhöhung oder Reu« cinführung verschiedener Abgaben und zwar direkter wie mhirciter Steuern betreffen, womii auch Mittel gesunden werden sollen, um den Ländern erhöhte llebermeifungen zur Verfügung zu stellen.

Die Thronrede t.inbigt weiter die Vorlage eines z i a l v e r s i ch e r n n g s g e s.e tz e s unter Berücksichtigung Der seither gewonnenen neuen Gesichtspunkte an, sowie Den Ausbau der Wohlfahrts- und Schutzgesetzc für Die arbeiten» Den Schichten. Sie betont Die Notwendigkeit einer Berück­sichtigung Der berechtigten Wünsche der Staatsangestellten und) Verbesserung ihrer materiellen Lage und der schärferen Umschreibung 'ihrer Rechte und Pflichten.

* ic Thronrede hebt weiter die 'JZohveriuigleir einer voll­kommeneren Vorbildung der Jugend für die vraktischen Anforderungen des wirtschaftlichen Wettbewerbes und einer

gleitung eines bewaffneten Reiters zurückgelehrt war, wurde 1 am Lulkosfluß von einem fpanischen M i litärpo st e n a ii q c 1) a 11 c n und aufgeiorbert, seine Waffen auszuliefern ' Infolge seines Einspruchs ließ man ihn weiterziehen, doch wurde an den Toren von Elli ar dieselbe Aufforderung an ' ihn gerichtet. Da er fich weigerte, ihr nachzulommen, wurde i er gewaltsam nach dem spanischen Militärposten geführt und dabei von einem Sergeanten mit dem Tode bedroht Der .v-auutmann erklärte ohne ein weiteres Won Der Ent schuldigung, daß ein Mißverständnis vorlieg.', und der. Hünfularagent fonn.c enoiich heimkehren. 'Der Kor­respondent desMalin" bemerlt hierzu: Jedem anderen Volle gegenüber würde die Verhaftung eines iranz^f.scheu Moufularagentcii einen easus belli Lüben: bezüglich Der Spanier aber habe man sich daran gewohnt, itire schlimm^ ü en Ausschreitungen als Verrücktheiten oder .Hin ü er ei en an- zusehen. Allerdings sei mau in Paris wohl der Ansicht, daß "diese ensants terribles wohl den Punkt erreicht hätten, wo Rügen nicht mehr genügten, sondern eine Bestrafung nob wendig fei. . .

TieAgencc Havas" meldet über Den Vorsall in EI ff ar unterm 13. d. Mts. lolgendes: Als der franzöfifche konsularagent Boifset, der gestern von der Reise durch das Gharbgedi.t zurücklehr.., am ^tabttvre au.am, wuroe er von dem Wachpojten au {g ef o rDcrt, anzuhalten und fein bewehr abzuiie e r u. Bo.sset verwei­gerte dies. Darum fällte der J0|iett fein Baiouett vor dein Pferde Boisseis, da.- sich dämme, und schlug jein Eeinenr an. Boisset wurde in die spanische Kaserne geschickt, eslor- heil von Soldaten, denen auf dem Marsche durch^die Liabt die Menschenmenge T^igtc unter Den Rusen: Seht, nur, wie der sranzöfische K-.-njul von den Spaniern gelangen wirb! Als Boisiet v<-r den wachhabetcheu |panischen ~i izicr geführt wurde, erllärte dieser, es liege ein Irrtum vor: ch,ne fich weiter za enlschuloigeu, g-u-ittcic er Boisset, sich zu enticrnen. kurz nachher wurde der Algerier E Ian o - del,, der D ireltor der Schule d.r isoacli.ischeii Vereiniquiig in Jez, der sich auf dem Wege nach Tanger befand, ver- hastet und dessen Gepäck durchsucht.

Madrid, 1S. Juli. Eine halbamtliche Mel Dung besagt, daß Der Minister bej Aeujjcrn telegraplstsch Die ü,esandt|chafr in Tanger um AmiUrung über den Jall B o i s s e t erfudn i.abe. ^.i . er c eiauDtc seine Jilstrukiionen l abe, scheine Die Tatsache, daß Die Regierung bisher von ihm leine Mitteilung aber diese Angelegenheit erhielt, darauf l.inzudeuteu, daß ter Bor «all leine Bcd^utung habe, entweder an und für sich nicht, oder weil die eriorderlichen

Auftlarungcn Loisset gegeben worden feien.

lernt. Ich jclbst begegnete ihm folgcndermaijcii

Ich ging auf der Bia iyelicc an einem I)errlid;cn Mondichein abend Ta singt vor mir jeinanb mit einem ivnnbeivollen ~citor leite den zweiten Satz aus Beethovens F-dur, t.uartctt op. aJ. Id) fetzte mit der zweiten Stimme ein. Er wendet lieb um und stellt sich mir vor. .

Tas Ivar der Anfang zu unterem Ge^airgsauarte i, 5-cuerbad) den ersten und iib Den zweiten -lenor, Bocklui um Feuerbadrs freund A 11 g c n e r die Bässe hatten und mit Dem Ecllo bat jeuerbad) mim in seinem BÜDnis Dargenali. Im 'Jtorembcr 1866 war er in Berlin bei mir und Der ernste lucnid) t |id) damals reibt belustigt. Wie Drei, Bocktm, ,.ycucrbam und id; waren fdjr kräftig, turnten Damals fleißig und mjebem Atelier hing ein Travez. Nachmittags gingen wir immer hinaus nad) De/ üfteriaAli Pupazzi'zu Den Puppens Es war eine Stunde hinaus, eine Stunde hinein in Die rtabt. ^ir iptelteii Piastrella, eine Art Boeeiafviel nut Marmorvlatteu, die mir uns selbst zu recht machten. Dazu gab es iauren Wem, Salat und Salami.

Alle Jahre harten wir ein Maskenkünstlerfeit oben in Dem wundervollen »ain Der- Egeria an Der Bia Appia. In einem Walde von alten Kastanien und Eichen mit steilen Abhängen

fpiclte es. Ick) ging als Gendarm mit hohen Le der stiefeln aus

Pappe und Halle Den Wein unter mir. Der Zugang war mit

einem Seil gesperrt. Ein Amerikaner wollte mit Gewalt l)in-

burdi. Ick) warf ihn zurück und wir rollten alle beide den Abling herunter. Ich brach mir ein Bein und LUstmann >?cllborn

mußte micki nach Dame bringen. Als id) auf Mrüden wieder in« Atelier konnte, fand ich eine schmerzliche Ucbcrrafdnnig. Xas u.ihczu fertige Modelt vonPan unc Pfvche" war inzwnchen zniammengefallen und id) mußte noch einmal von vorn antaiigsn. Ju Berlin wurde die Gruppe, Die jetzt Robert v. Meudelswhn hat, in schlichtem Laaier Marmor ausgeführt.

Reben nur hatten Earpeans, Der Meist«r desUgohno , uiw Dubois ihre Derlstätten. Den größten cuiDrud aui mich mad:ten die Antilcn im Vaiikau. weniger Michelaug l.' Als ich die gricd-iid-e Sagenwelt hinter mir hatte, wirkten auch Michelangelo und Bernini auf mich. Auch für Lanovn raute ich Jutereffe. Ta modellierte iai aiiai eine kleineBadende Fran" und verkaufte sie nn einen Bronzegießci >)d) b.Inm Drei Exemplare und das eine schenkte idi Böcklin '<on Eng ländern und Amerilanern ist sie zu .vtunbencii getarnt nroipen unD wird nod jetzt in den Kunsthandlungen als voinvcjimiele Bronze ausgegeben. Biele Jahre ipöter erz ihite mir Max Jordan in Berlin, er habe eine wundervolle, klein, pattnierte Bronze- statnette in Rom gekauft, sie tolle von Ecllim vd^r Giovinni Da Bologna fein und werde nächstens im Berliner^ Mui.-um aup gcftellt werden. Ich gehe hin und da ist mein .yiguro-cn. 'tun brachte id) Jordan mein Eremplar, Denn feines wär |chon ein bißchen verformt.

Sie römifchc Herrlichkeit war zu lrnde, als Bocklui unD^ id) nad) L e i m a i berufen wurden, Feuerbach batte abgel.hnt xon habe id) eine Büste von Fran Bocklin gemacht, einer herrlichen Vahrnerin von klassischer Sdöi.beii ei war icnr mitztrannd) unb eifersüchtig. Wo Frau Böcklins Büste hingclominen ^in, ineiß ich nicht, aber von ihm habe id) noch das kleine Bild-lu Meerscklange" Lange hielten wir es in_ Weimar nidn aus. Bocklin half mir dort beim Formen Des Schiller a.enknurls fnr Berlin aber als id) erst wieder 3000 etiler m oer -rauhe batte 'da packte ick) meine Sachen und wir verabredete)!, uns nod) einmal in der Trattoria di Pupazu zu treuen.

«

_ Anton von Werner über Das Bismarck- Na - t i o n a l D e i; f in a i Bei Der Preisverteilung au Der Alademiichcn Hochschule sur Die bildenden Künste in Berlindnlfertc Der 4-trehor Ersclleni Anton von Werner beredt Di: Perbten ne von Reinhold vHcq3A an den Die Hochschule zu fernem 80. Geburtstage auch eine Abresse gerichtet Ixrtu. Und von Begas Bismarckdeul.nal ainq Anton von Werner iu einer scharf e n K r i t tr des jungften Bismarck Wettbewerbes für Bingerbrück über. Aürü Ri-niarck selbst, sagte er, hatte aber wiche L mtzteukm iler feine besondere Meinung. Als ich mich eines Abends mit ihm über da- damals im Ent Rehen begriffene ^dnllingur. A icocr^ w-ald-Denkmal unterhielt, .ußerte er, er verstände nicht, warum das Deutsche Reich an dieser Stelle gerade durch cm

Zugendermncrungcn von Reinhold Begas.

Tie Rordoeutschc Allgemeine Zeitung veräisentlicht Jugend crinnerungen von Reinhold Bega s. Es sind Erzählungen d-s Meisters, die möglichst mit feinen eigenen Worten wiedergegeben lind Begas erzählt: , .,___,

Im Jahre lbo-1 ging id: nach otßhcit, direkt iuht ich nach Rom und sand dort Arnold Böcklrn. $eüic Genialität ivrad) lieh vor allem in seinen Augen aus. ^te waren nicht groß, über von einer unheimlich burd'DiingcnDen ^d:mic. __ Ihr weist tdümmember Glanz erinnerte mid) immer aneinen ^urmraiLn, iveiin er auf unseren Spaziergängen vor den Avrett Noms einen Eindruck auinaijm. Dann zog er ibn förmlich mit Den Augen in ftd) auf und fo konnte er Unaiislöfchlid) bei ihm festutzen, vast er beim cdiajfcn jich ohne Modell zu beheben wußte, «a: teit gebannt stand er viertelstnndenlang bewegungslos vor xingen, an deneii andere achtlos vorüber gingen. Vor einem Lluct alter Mauer mit einem Zweig blühender Rosen, der Darüber hing oder einer Zu presse. Die dos Lick't der römischen Lonne m Den Farben dämpfte. ...

Böcklin hat Dann Feiierb a ch erst Durch mich kennen gc

britauHicn Berpfltchtu ngcn gegenüber Frankreich enthielten bezüglich Marokkos. Es würde wahrscheinlich geantwortet werden. Daß die Schwierigkeiten oorübergehen. Auch er hoffe dies. x\c Beröfsenllichung Der bctrcifcuDcu Dokumente luuiDe aber Die Regelung keiner zur PerhanDlung sichmDeu Frage ver­zögern. Morley erwiderte: Die «chlustbemerkung Eourtucno führt uns auf Das Gebiet, das gegenwärtig ziemlich heikel ist, und er wird mir erlassen, etwas darüber zu iagen, weil Das höchst unangenehm fent konnte, xie Vertragsvcrpfkichtnngen, auf Die hingeivicfen worden ist, find' in der französischen Deklaration von 190 4 enthalten. Großbritannien ist auch einer der Unterzeichner Der A l g e e i r a s a k t e. Die Verpflichtungen Dtefer -utc werden von allen anderen Signatarmächten geteilt. \i.ic Klauseln ü b ernnsere Verpflichtungen gegen- ü b c r Frankreich bezüglich Marokkos f t n D ziemlich verwickelt und eine Auswahl ans u)ncn zu treffen, wurde nicht einfach fein Id) Darf vielleicht betonen, obwohl ich bezweifle, ob irgendetwas Durch Die Veröffentlichung von feiten Der 'Jicgicning gewonnen werDen könnte, Daß eine wohlüberlegte Bervsseiitlichung aus- gewählter Auszüge aus diesen beiden wichtigen Dokumenten üiigenblidlid) einer zweifelhaften, vielleicht schädlichen Au slegung osfen i ei n könntc. Was ! |ich später ereignen mag, weiß ich nicht Aber gegenwärtig muß ich cs ablehnen, Die von Eourtnctj erwähnten Ur« landen zu veröffentlichen.

Nr. 167 Erstes Blatt M. Zahrgang Mittwoch, M

Ter Siebener Anzeige, ÄgtQF M' d T-.-atl;.cb75 eL,otertel-

erscheint täglich, außer A Jk bihrlich Mk. 2.20; durch

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M RR B Ehcfredcrkteiir: A. Goetz.

witlschaftlicheSeltkrage) B B MW ä D Bcrantworllich für den

/.enifprcdb-Aiijcbluiie XJF oolitischen Teil: August

»-«ä General-Anzeiger für Gberhefjen LLiM

Anzeiger Gic«cu. v » . Ä 7 raih; iur .totabi und

Annahme von Anzeigen Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpeditton und vruaere,: dwuinraye t. oanb«. E.^eb; für den m Ä Bütlingen: Semfpredier Nr. 50 StlchSIIkftklle vahnhMratze 16a._______________________ üinse.gen.e.i: t». Beck.