Ausgabe 
20.9.1911 Zweites Blatt
 
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Fleischpreise in Gießen

Gerkchtrsaal

Meteorologische Beobachtungen -er Station Stehen.

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Wetter

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Sonnenschein

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Ochsen

Kälber chweine

'Ülannbenn Straßburg

227'/, 23ß

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Sept.

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stücken trat der Tanz in seine Rechte.

n. Groß-Felda, 18. Sept. Die nun zu Ende gehende Kartoffelernte hat bei weitem bessere Erträge ge-

Klaimnern ()

Königsberg Danzig Stettin 'Kojen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Dresden Hainburg Tnsjeldori Köln

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4- 20,4 *0.

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Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. Bl.

Handel.

X Friedberg, 19. Sept. Tie Handelskammer Friedberg stellt tn ihrem Jahresberichte fest, daß sich zufriedenstellend aus dein Kammerbezirke äußerten btc Berichte der Apselweinkeltereien, Konserveniabrikation, Maschinenfabriken, Tampfziegeleien, Eisenwerke, Kartonagefabrikcn, Metallwarm- sabrikcn, Audelsabrik, Papierfabriken, Pappensabrik, photographische Papiere, Streichgarnspinnerei, Buchhandel, Zigarrcnhandel, Kartoffelhandel, Lederhandel. Sehr ungünittg lauteten bte Berichte aus der Basaltindustrie, dem Braunkohlenbergbau, Gerbereien, Lackfabrikation, Milchwerke, Liqueurfabrikation, Mineralbrunnen, Seifenfabrik, Kolonial-Groß- und Kleinhandel, Flerschhandel.

50 Kg. Schlachtgewicht 8790 Ulk.

,, Kg. Schlachtgw. 91-100 Pi.

/ , 8284

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204 (- 201 ( 201 ( 202 (- 204 (-

2. >7 (- 205 ( 215 (- 211 (

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25

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letzten Markttag in Mark pro das Mehr ( + ) bezw. Weniger beigeingt ift, wie Weizen

'olgt: Roggen

Kreis Wetzlar.

--- Vetzberg, 19. Sept. Bei der Anlage der Gememde- wasserleitung werden fortgesetzt interessante Altertumssunde gemacht. Während die gefundenen Metallgegenstände lLanzen- spitzen, Hufeisen usw.) von starkem Edelrost überzogen, nud da­gegen andere Sachen (wertvolle Sporen, Broschen und Perlen- gut erhalten geblieben. Tie aufgefundenen Daushaltungsgegen- stäiide (Vasen, Töpfe ufroj sind meist nur Bruchstucke. Bei der Ausschachtung auf der Burg wurden außerdem Knochen von Menschen und Tieren zu Tage gefördert, xie am Wege naä) dem Markfelde gefundenen Hufeisen, Ringe, Ketten und sonstigen "vgew- teile rühren offenbar von einem Kriegsgefährt aus dem ^zahre 1813 her. Lehrer Echternacht hat die meisten Sachen im L>chut- saal aufgestellt. r ..

W. Waldgirmes, 19. Sept. Zwetschen sind dies­mal sehr begehrt und auch hier reichlich vorhanden. Aus­wärtige Händler zahlen stets 6 Mk. für den Zentner.

i)t allzu straff zu spannen; denn wenn srcy vag nr utrucu .««.uiuu«

......... _ Volks kreise an die Ersatzmittel der Butten die bessere lEmsicht - ^A^vlagten ....... * _ , .. . . , r v# t- - , , l 8<>tn Airnnrfr mTinpii irhnTTPnoenrntlirhPlI Litt gewöhnt haben, so durfte es schwer fallen, bet reichlicherer Produktion den Butterpreis auf angemessener Höhe zu halten. Die Obsternte fällt infolge der Trockenheit schwach aus, da die Hälfte des Obstes vor der Reife ab- gefallen ist.

Kreis Schotten.

D i e schwarzgrüne und d i e rote Partei.

wnrrnTTPierme nti lucucm uciici-c ©uvuu«. m-1 In Grüningen haben sich aus Anlaß der Bürgermeisterwahl m-n'dachä Ramentüch in7^rgleich m"ii L« gebildet di-

vorjährigen ^6^116 lann miin mit dem Ausfall der ^nntag abend, kam es zwischen einer Anzahl von jungen Kartoffelernte durchaus zufrieden sein. Zieht man ferner Burschen, Anhängern der beiden Parteien zu einer Schlägerei, in Betracht, daß die Heuernte nach der Qualität ganz iu bcrcn gjer(ailf einer der Beteiligten erheblich verletzt wurde, vorzüglich war, und' daß die Getreideernte reichlichen Körner- Infolge der herrschenden Dunkelheit konnte der Tatbestand nicht ertrag geliefert hat, sv ist es eine Uebertreibuna, wenn vollständig aufgeklärt iverden, jedoch wurde auf Grund der statt- man nur vom Mißwachs und von teurer Zeit sprechen hört, gehabten Ermittelungen gegen neun Mann Anklage wegen Körper- aller Milchprodukte, -poch wird durch Einschränkung bcö I c|nc ^ollc spielt, beruhigte sich niemand bei dem schöffengericht- Konsums an Butter und durch Zuhilfenahme der Pflanzen- Erkenntnis. Aber auch die Staatsanwaltschaft legte Be­fette, des Palmins usw., es den sparsamen Hausfrauen rusung ein. So kam es heute vor überfülltem Zuschauerraum gelingen, den hohen Butterpreisen zu einem guten Teil zur erneuten Verhandlung. Nicht wenige'- als 36 Zeugen waren auszüweichen. Andererseits möge dies eine Warnung sein, zur Stelle. Nachdem aber die Staatsanw lt,chast erklärt hatte, den Doaen nicht allzu straff zu spannen; denn wenn sich I daß sie bereit scki, ihre Berufung zuruuzunehmen, iicgtc aud) einmal weite Volks kreise an die Ersatzmittel der Butten I die bessere ^Einsicht bei den 3 e tl a g ten. Lne gaben sich mit

einmal weite L»oirsrrei,e an 01c '-r^minei oei|bem äu6crft bilden schöswngerichtlichen Urteil zufrieden und zogen ihre Berufungen gleichfalls zurück.

Haier 172 (- 6) 169 (- 7) 181 (- 1) 176 (- ) 174 (- )

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 19. September. Eine erfolgreiche Berufung.

Die Ph. H. Witwe von Wieseck hatte eine Wohnung ver- mi tet und dabei bed n en daß der Mi ter dm Ofen im 3anmcr ncUen müsse, da sie Heu darin befindlichen Ofen jur sich be­nötige. Bei Eintritt der kalten Jahreszeit ließ sie dem Mieter, mit welchem sie inzwischen in Differenzen gekommen war, sagen, daß sie am nächsten Tage den Ofen holen laße. Sie begab sich auch nach der W«ohnung und fand die Türe verschlossen. Ern Kind des Mieters öffnete und sie ließ den Ofen entsernen. Der Mieter aber stellte Strafantrag und die Angeklagte wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen Hausfriedensbruchs zu -0 JJct. Geldstrafe verurteilt, da sie gegen den ersichtlichen Willen des Mieters in die Wohnung eingedrungen sei. Das Berufungsgericht aber war der Ansicht, daß ,die Angeklagte sich für berechtigt gehalten habe, die Wohnung zu betreten um den Ofen zu holen, und zwar um so mehr, als die im Hofe anwesende Ehefrau des Mieters keinerlei Einwendungen erhob. Dem entsprechend wurde das verurteilende Erkenntnis aufgehoben und die Angeklagte frei­gesprochen.

Diebstahl und Hehlerei

Der wegen Diebstahls im strafrechtlichen Ruckfall angerlagte Schlosser K. K. von Oestrich legte in der heutigen Verhandlung ein Geständnis ab, daß er bei Ausführung öffentlicher Aroeiten in Bad-Nauheim in Gemeinschaft mit dem Lumpenhändler P. M. V. von Ober-Mörlen 84 Pfund Blei gestohlen und an einen Althändler in Friedberg verkauft habe: V. aber habe ihm von dem Erlös nur 1,50 Mk. ausgehändigt, weshalb er ihn fpater verhauen habe. V. bestreitet die Richtigkeit dieser Angabe, mutz aber zugeben, daß ar das Blei unter verdächtigen Umstanden von K. erhalten und an den Althändler W. K. in Friedberg, das Pfund zu acht Pfennig, verkauft hat. K., der jurjeit eine 1 Gefängnisstrafe von l1/» Jahren verbüßt, erhält als rückfälliger Dieb eine Zusatzstrafe von sechs Monaten Gefängnis, während V. wegen Hehlerei zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wird. Der gleichfalls wegen Hehlerei angeklagte Althändler K. wird mangels Beweiseis freigesprochen. Gegen einen vierten Ange­klagten, der eine Kiste mit 78 Pfund- Blei angeblich aus einem Schuttplatze gefunden und einem Händler zum Kauf angeboten, später aber der Polizei abgeliefert hat, wird die Verhandlung ausgesetzt und die Erhebung neuer Beweismittel angeordnet.

billigere Angebote von Rußland und Argentinien machten He Käufer vorsick'^g und veranlassen mehrfach Lieserungsabgaben. Für Futtergerue zeigte sich Rußland zunächst entgegenkommender, doch wurde die Haltung im Verlaufe wieder merklich fester. Für Mais machte sich seitens der Brennereien OUteNachfrage geltend, doch erfuhren die Preise zuletzt eine leichte Abschwackung, da von Amerika günstigere Nachrichten über die Ernte vorlagen. Er­wähnt sei'noch, daß die 50prozentige Frachtermässigung nunmehr auch auf Futtergerste und Mais Anwendung findet. -

(5s fieltten fiel) bte Preise für mlanduches Getreide am 1000 kff je nach Qualität, ipobei (_) gegenüber der Vorwoche in

| 48,8

-47,3

-44,9

Getreidepreise in Mannhei m

Weizen 100 Zig. 22.00- 00.00 'Mk.

Roggen 100 Kg. 19.50-00.00 Mt.

~ Königsberg i. Pr., 18. Sept. (Der Freiherr von der Heilsarmee.) Der ehemalige Schreiber Walkowitz hatte sich wieder einmal vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten, und zwar wegen mehrfacher Betrützerien und Betrugsversuche. Walkowitz war eine Zeit lang bei der Heilsarmee, hielt das fromme Leben jedoch nicht lange aud und fing wieder sein altes Metier als Heiratsschwindler an. Er meldete sich ans die Heiratsanzeige eines jungen Mädchens und stellte sich diesem, zunächst in Briesen,

Franksurl a.'M. 212'/, 220

höchste Ternveratur am Niedrigste

weinschäftliches Mittagessen inHamels Garten". Lehrer I und Freunde der Jugenderziehung zu körperlicher Tüchtig­keit sind zu der Tagung eingeladen.

Kreis Alsfeld.

? Alsfeld, 19. Sept. Verschiedene hochherzige Stif­tungen Msfelder Bürger haben den Grundstein zu einer segensreichen Wohlfahrtseinrichtnng gelegt, die bedürfti­gen Kindern der Alsfelder Volksschule zuteil werden soll Es ist beabsichtigt, den Ertrag der Zinsen aus den gest.f- teten Kapitalien' zur Verabfolgung von war m e m Frühstück (Milch mit Kaffee, Brötchen) an bedürftige Mnber der hiesigen Volksschule in den Wintermonaten zu I verwenden. Die bis jetzt zur Verfügung stehenden Mittel reichen jedoch noch nicht aus, um die geplante Einrichtung ins Leben rnfen zu können. Deshalb erging bin Ausruf an den Gemeinsinn und die Opfer Willigkeit der Alsfelder Bürgerschaft, durch freiwillige Spenden, einmalig oder all jährlich,' zum Gelingen einer Einrichtung beizutragen, die zum Besten einer kräftigen, gesunden, Heranwachsenden Jugend dient. Der in der Tobsuchtszelle des Krers Krankenhauses dahier untergebrachte, der Brandstiftung der dächtige Schreiner meist er I. D. spielt den wilden Mann Nachts tobt und lärmt er, schlägt an Wände und Fenster, ruft Feuer usw., bei Tage dagegen ist er ruhig. Am Sonntag morgen hatte er die dicken Fensterscheiben der Zelle mit der Faust zerschlagen und war, nur mit d ni Hemd und den Hosen bekleidet, in das freie Feld entwichen J Er wurde aber vom Wärter wieder ergriffen.

Ohmes, 18. Sept. Die Schulhaus-Ein­weihung gestaltete sich zu einer schönen Feier. Der Fesizua wurde mittags am DorfauSgange nach Bernsburg aufgeftelli und bewegte sich unter den Klängen einer guten Musik burci die festlich geschmückten Straßen. An dem alten Schulhaus, das mit Girlanden und Kränzen geschmückt war, hielt Lehrer Freund eine tiefempfundene Abschiedsrebe. Darauf mar­schierte man zu dem am Enbe bcS OrteS, unweit ber Kirche, gelegenen neuen SchulhauSbau. Dort angekommen, rourb zunächst ein Choral vorgetragen, woraus folgenbe Herren An­sprachen hielten: KreiS-Schulrat Eck-Alsfelb, Pfarrei Colombar - Ruhlkirchen (Festrebe), Kreisamtmann Tr Seyferth-Alsfelb und Bürgermeister FreidHof-Ohmes. Alle betonten, baß ber Bürgersinn ber Gemeinde sich in betn prächtigen Hause ein schönes Denkmal gchbt habe. Nach bei Schlüsselübergabe fanb eine Besichtigung ber Inneneinrichtung der Schule statt, worauf bann bie Fesibesucher sich nach bei Wirtschaft von Wicker begaben. Dialermeister Martin- Alsfelb bankte hier im Namen der Hanbwerksmeister für bte Einlabung zur Feier unb gleichzeitig für bie Berücksichtig!' bei ber Vergebung ber' Arbeiten. Er schloß mit einem brei- fachen Hoch auf bie Gemeinbe Ohmes. Nach einigen Konzert-

W^e l t m a r k t p r e is e: Weizen: Berlin Sept. 201.00 ( 5.75), Tet. 2u9.25 (- 4.75), Bubapeu Oft. 1 9.30 (- 4.30); PanS

^ept. 203.05 ( 3.25). Liverpool Oft. 163.30 ( 4.0 ); Chicago

Lep. 1'1.60 l 2.85). Roaaen: Berlin Sevt 180.50 ( 5.00),

1^6.75 (- 2.7>). Haier: Beilin Sevt. 179. 5 ( 3.75),

Oeu 181.25 ( 4.75). Futterqerile: cif Hamburg Sept 1 8.00 - 0.50), Ulou. 131.50 (4- 0.:>o>, Dez. 132.50 (- 0.0u). 'Ulms Tlireb Dez.-'Uläiz 128,50 ( 0.00), Donau Sept. 132.50 ( 0.00), Obesja ftbivim. 131.00 ( 0.00) Dik.

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Brotpreise in Gießen

I Weißbrot 2 Kg. 62 lltfl.

I Sebwarzdrot 2 Kg. 54 'V<g.

Kg. 8290 Pfg.

, 7074 , V, 70-90 , _

bis 19. Septbr.

,19. , =

Märtte.

- Kartofselmarkt-Bericht vom 18. September 1911. Berlin: Rote Daver t 0.403. -0, anbeve rote Sorten Alk. 3.103.25, Mammm bonuitt 'Mk. 3.003.10, weiße runde Mk. 3.00- 3.10. L i e g ii i tz: 'Magnum bonum Mk. 3.754.0T Leipzig: 'Magmim bomnn 'Mk. 4.00, weiße runde'Mk 3 75, Gelbfleischige rote Mk. 4.00. Magdeburg: Rote Daher wik. 0.00-0.00, anbere rote Sorten Pik. 2.702 95, Maqnum bonum 'Dlf. 3.203.75, >vciße runbi Ulf. 2.703.50, Gelbfleischige rote 'Ulf. 3.203.75, weiße 4.50-5 00. (innen: Rote Daher 'Ulf. 0 00, anbere rote Sorten 'llf. 3.600.00, Maqnum bonum 'Ulf. 3.60. Dort m unb: Rote Datieru.00 - 0.00, onbi?ce rote Sorten Mk. 0.000.00, 'Maqnum bonum 'Ulf. 3.800.00, ivciße runbe <.OCO.uO, Gelbfleischige blaue 'Ulf. 3.600.00, rote Ulf 3 80. Kempen: Maqnum bonum Mf. 3.70. Plaibt: Maqnum bonum 'Ulf. 3.20-0^00, Gelbfleischige rote Mk. 3.00-0.00. Saarlouis: Role Sorten 'Ulf. 3.80-4.50, Maqnum bonum 'Ulf 0.000.00, weiße nmbe Mk. 4.00 - 4.50. (Alles für 50 Kg.)

lc. Frankfurt a. M., 19. Sept. Heu- unb St ro tim ar ft. Anaefahren waren 7 Wagen Heil unb 4 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 5.u0-5.30'Ulf., Stroh (Korii^ingstroh) 2.602.70 Mk, Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles für öO Kilo. Geschäft flott. Die Zufuhren waren au5 Oberhessen, bem Taunusfreis unb aus dem Kreise Ticburg.

^Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreisc

ani 18. September 1911.

O Laübach, 19. Sept. Nach 13V2 jähriger Tätigkeit als Lehrerin unb Leiterin der hiesigen Privat-Mädchenschule tritt Fräulein Anna Fink nach Beendigung des Sommersemesters in den Rnhest and. Eine größere Abschiedsfeier war gestern nadjmittag im Gasthaus zum Schützenhof veranstaltet worden, $u. . ,-..a.............- ------ . - . - m

ber ber Vorstand, bie Lehrer unb Lehrerinnen der Anstalt, die I als Freiherr v. Schiernewski vor, der über ein bedeutendes Ver­frühten und jetzigen Sckiülerimien sehr zahlreich erschienen waren. I mögen verfüge. Er fanb Zutritt in btc Familie des MabchcnS Mit einem Gesmiq der Schulkinber wurde die Feier eröffnet. Der I unb trug hier sehr gelehrte und fromme Allüren ziir Schau, darnach von einer Schülerin gesprochene Prolog wies auf bie I u. a. las er häufig aus ber Bibel vor. JJcitunter freilich beiuchte Bedeutuna der Feier hin. Als Vertreter des Vorstandes widmete er weniger ernste Stätten als vielmehr Kneipen, in denen die Pfarrer Volp ber Scheidenden Worte bes Dankes und der An- Bebienung von zarter Hand geschah. DiSien Holben gegenüber erkennnng siir ihre jahrelange treue Arbeit uni> Pflichterfüllung I spielte er sich auf ben schneidigen Kavalier aus und beschenkte sie Mid übergab ihr im Auftrag der Schülerinnen, einen als Zeichen I mit Blumen, die er fick) bei einer Bl.umetigefchaftsitihaberin cr- der Dankbarkeit gestifteten Bücherschrank. Mit bem Wunsch, daß schwinbelte. Bei einer anderen Geschastsfrau erschien er in einer der geschätzten Lehrerin ein langer sonniger Lebensabend beschieden! Art Talar und stellte sich als ^esuitenpatcr vor, der momentan sei, forderte er bie Anwesenden zu einem Hoch auf sic auf. I Ün Verlegenheit geraten sei. Er v er sprach ber Frau, ihr im In heiterer Poeficform wußte Pfarrer Nebel ein Bild ihres I Namen fernes Klosters emen größeren Fasttag aus Kruzifixe zu ^Virkens als Lehrerin wiederzugeben. Zur weiteren Unterhaltung I geben, wenn sie ihm nut einigen Mark aushelfen wolle, zu und Verschönerung der Feier schlossen sich in abwechselnder Reihen- Frau war aber mißtrauisch unb gabjf)m fein Gelb, lonbcrn nur folge zwei von den Schulkindern zierlich getanzte Reigen mit I einige Muster von Kruzifixen, bte ber ^wwinbler vergeblich zu Gesangbegleitung unb zwei TheaterstückeDie Gouvernante" von I verkaufen fuchte. $8et einem wetteren Betrugsversuch würbe er Körner undEine Theaterprobc im Mädchcnpensionat", dargestellt I verhaftet. Bei seiner Vernehmung Nichte ber .Ingeflagte um Juy von früheren Schülerinnen, an, die von den Anwesenden mit I Nicht ganz zurechnungsfähig hinzustellen, er sei sich der Straftaten reichem Beifall ausgenommen wurden. überhaupt nicht mehr bewußt. Ter AngeNagte, der wegen ähnlicher

t ! Schwindeleien bereits eine Strafe von einem Jahr sechs Monaten

Starkenburg und Rheinhessen. Gefängnis zu verbüßen hat, erhielt nach dem Anträge des Staats-

--- Darmstadt, 19. Sept. Die Untersuchung gegenI anwolts insgesamt vier Jahre Zuchthaus, fünf Jahre den wegen Meineids und Kautionsschwindels in I Ehrverlust unb 300 Mark Geldstrafe.

Darmstadt in Untersuchungshaft befindlichen Kaufmann ... , , . ,

August Theodor Schmitt aus Speyer, zuletzt wohnhaft in! Getreide-Wocheuverrcht

Bensheim, nimmt einen riesigen Umfang an. Neuer- der PreisberickNsüelle des Denttchen Landwirtschaftsrats dings wurde festgestellt, daß Schmitt nicht nur Kontrolleure m r ' ^11-

für feine Wach- und Schlickgesellschasten suchte, um diese G^^°kt/ Ä^tvck ruhiger gmo.ben. Politische'EinMsse um hohe Mutioiisbetrage zu chadrgen, sondern er gab trQten mebl unb me6t in bcn Hintergrund, auch saust lag nichts sich auch als Direktor derDeutschen Plantagen- und Kimi- vm, was nach irgend einer Richtung neue UiiternelMimgslusi Großzuchtgesellschaft m. b. H.", die nn Besitz von Rasse- hätte anregen können. Tie inzwischen bekannt gewordene mitt tieren, einer eigenen Schlächterei und Räucherei mit Groß- liche Schätzung der französischen Ernte zeigt, daß Frankreich dies betrieb sei, aus und suchte in Annoncen verlockenden In mal seinen Bedarf ohne nennenswerten Zuschuß vom Auslands Hutts Verwalter für sein Gut und Aufseher für seine be- »u decken imftand stin dürfte, andererseits unterliegt es keinem deutenden Kaninchenzucht Leute, die srch melden, müssen Kwnsel. >>°h die rmmche

3000 nnh mpFrr Einlaac" friffp« um phinpftpfff ni I fdiranfung erfahren wird, |o daß die Bedarfslander diesmal w uUItr eT9eitel 5^ stärkerem Maße aus amerikanischen Weizen angewiesen erscheinen w^den. Stellen waren tedoch mcht vorhanden. Hatte dieser Seite waren die Forderungen indes ermähigt, und Schmttt das Geld m der Hand, dann hielt er die Leute durch auch Argentinien kam mit Angeboten neuer Ernte an den Markt leere Redensarten und Versprechungen hin. Schmitt hat I Auf den deutschen Getreidemärkten haben die Preise für Brot in Staffel bet Bensheim ein kleines Gut gepachtet, auf I getreibe in ber Berichtswoche weiter nachgeben müssen. Hänblei dem sich ein einziges Mutterschwein befindet, das unlängst und Mühlen, bie sich in letzter Zeit stärker mit Ware versorgl mehrere Junge geworfen hat. Leuten, bie auf die vor hatten, hielten umsomehr mit Anschaffungen zurück, als einer,eft- beschriedene Weise von Schmitt geschädigt worden sind, oder das Exportgeschäft nachgelafien hat unb andererseits über ben Mehl hip PT Mt itfläbiaen versucht bat wird pmvsohspn ich untpr vbsatz geklagt wirb. Angelichts bes schwieriger geworbenen Waren bie er zu jtgaowenöequa)i Tai, rotro cmptooien, sich unter c cf)äjtc5 )uarcn auT bem LiAerungsmarkte namentlich nahe Sutter Darlegung des ^achvethaltv unb Bcrsiignng etwaiger Kvne- f^cr ingeboten unb stärker im Preise gedrückt, als spatere spondenzen aii den llnterfuchungsrichter 1 Darmstadt, I Monate. Auch für Hafer war die Stimmung zuletzt wesentlich Rundeturmstraßc 8 z^u wenden. ruhiger. Das Angebot ist zwar nach wie vor beschränkt, aber

Ci» jWiWMittel slic den Säugling musi gut zu nehmen, leicht verdaulich und von nachhaltiger Wirkung sein.

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