Ausgabe 
16.11.1911 Erstes Blatt
 
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MM

Beste Kinder-

Zwischenpausen

Danksagung

6981

Die Wasserfrage hat eine Dellern abend gab die Waffe»-

wird das Wer auf 30 000 '311.

A Vetzberg, 15. Noo. glückliche Lösung gefunden. 1

Für die liebevolle Teilnahme, welche unS bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten VaterS allseitig entgegengebracht worden ist, sagen wir unseren tiefgefühlten Dank

Gießen, den 15. November 1911.

Ifitunfl ihre erste Probe ab. Nächste Woche in Betrieb genommen, besten Kostenpunkt sich

stellen dürste.

---- Tltzbach, 15. Noo. Nach langen

Frau Maria Sartor Wwe und Kinder

Weihnachts-Biimne.

Einige Tausend Weihnachtsbäume offeriere für Wieder- »rerkäufer für Dezemberlieferung billigst. Preis und Größe enif Anfrage. 09458

'6atl Kaufmann, Handclsgäktner, Gießen.

Braden können in einigen Tagen angesehen werden. "W

Hk. Aenderung der ärztlichen Prüfungsord nunq. Der Geschä s t sau s schufe der Berliner ärzt- licken Standesvereine hat, wie wir derMünch. Med. Dockenschrift" entnehmen, eine Petition an den Reichstag ge- nauct des Wortlauts, der Reichstag wolle beim Bundesrat vor- rttlig werlxn. das; in der Prüfungsordnung für Aerzte und wer in die Bestimmungen über das vrakiilche Jahr III 8 59 fcbjttB 3 hinter den Wortendie Wahl der Anstalt uehr den 9inbü>aitn frei" folgende ober ihr gleichwertige Bestimmung ^ngefügt werdedie Ablehnung eines Kandidaten durch die An- toll darf nur erfolgen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Die

hier zum dritten ahl statt. ©M on dem KreikauUch!. der zweiten Wahl, - meisten Stimmen e utigen Wahlgang unö Ps-«-s £ hervor. Der Dez

erhielt 816h®* d'neter unb beginnt*

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KKls 'Vnen Städten Seiabebeiia.^ I

Recht; bSTA an kirchliche I

N. Empfinden c-J ^rche beschränkt cJ be» Konzeidjaal I '!>rt hat außer der! '8e Messen unb me> 1 IUI dem Gebiete bei Wleich aber tJ (ba» Werk ist MI für bie ttntoideluw] maßgebend ottoorbr mg dieser kirchlicha rabezu bahnbreMeü reicher Jnstrum»- Mtch auf ihre ReL ge des Werkes uni | auf die kleinen, is rschienenen ftonje:- )irb in Hinsicht ad ters schon um 4i/> Uh I mäßig so früh btoi. I x Theatervorstellurr! esem Grunbe ei^ le, burch srühzeilige zu wollen, daß bat innen kann.

a" hält am Somit:; I ersichtlich ist, in V: ch ben getujicncn 8;: pricht. Tas Progr-mr inzert, Kunstfahren a. ische Tuetli, bei btnr >l tätig sein werden. ) e. Um einem große inb leinet UmaebiiE is fiir Böllerkunde möglichen, wirb eer im außer vormittag. Maas von 46 U. t: >m Besuch soll die', xch ausrecht erhalm cs Mseums ermvs oormittags wie naa-

uud ferner Familie. Gemeinfchaftftcbe Gesänae und präch­tig vorgetragene Einzellieder verschönerten die Feier.

Starkenburg unv Rheinhessen.

m ©ff en bad) a M , 15 Nov Tine Erprefsergeschichie beichäftigt Aurjrit dic Innige und Frankfurter Kriminalpolizei 'throne Hand hör auch hi.-r mit Erpresserbriesen blut tn-'-nden Inhalts operiert, ohne reüoch die Gemüter der Briri enips.lngel damit einzuschüchtern. So erhielt u. a der hiesige aingeltl'chc Pfarrer Palmer am Sonntagnwrgen einen mit der nnim'iLrift ..die schwarz Land" oer'ebenen Brief, der l*on Frank- <ti j aus auigegtben war In dem Schreiben wird der Pfarrer au'igriordert innerhalb dreier Tage einen Geldbetrag in Höhe wn 100 Mk zu zahlen, da sonn seine S-dwiihtatcn aufgedeckt würden uno er mit seinem Sohne dem Tode verfallen sei f arrer Palmer üdrrgab da- Schreiben der Kriminalpolizei, die ,n fiemnnschast mit der Frankfurter nach dem Briesschreiber -imiUelungen anstellte. Dre Spuren führen aui einen 221 b.i en stellungslosen Bautechniker, der anscheinend geisteSiestön in und ftdi ,n Frankfurt aushalten soll. ES ist sestgestellt worden, daß btr Bautechniker eine große Anzahl Briefe ähnlichen Inhalts gr:ii unfrankiert versandt hat.

Mainz, 16. ddov. Born Gefängnis in 5 Irren- hauS.) Ende Februar wurde der Metzgergeselle Laprano vvn der Strafkammer unter dem Vorsitze des Landgerichtsdirrkiors NetS wegen Beleidigung des Beigeordneten Berndt, derSehlachr fcfbirefiion und des KreisvetcrinärarzteS Dr. Priliny zu zehn Monaten Gefängnis verurtcllt. Caprano hatte die iire Idee, ban er der geeignete Mann gewesen wäre, die Seblachlhosdirellion Jn übernehmen Er machte Eingaben an die Bürgermeisterei, die

stadtverordneten, an- Ministerrum und beleidigte fortgesetzt die Beamten Nun hat er im Gefängnis in Bunbach sein-.- Tj'iqfcü o .crulani fortgesetzt, er deriasttc fortgesetzt Eingaben, an die Be .den und das Ministerium, in dmen er K.agcn gegen Beamten eerbradjh Auch beantragte er das Wiederaufnahmeverfahren in her Beleidigungssache. Man scheint nun (ungesehen zu haben, haß Üaprnno irrsinnig ist, denn er nmib. in die ß (rrenanftül! Alzey gebracht und soll er dort auf seinen Geistes ßustand untersucht werden.

KreiS Wetzlar.

kommt hier wieder eine ländliche Abendschule zustande zu der sich SO Schüler verpflichtet haben. In Dorlai wird diese Einrichtung zum erstenmal nut 17 Schülern qe- hoffen. Für Garbenheim und Kinzenbach bestehen diese Lchulen schon längere Jahre.

Hessen-Nassau.

I X Kirchhain, 14. Nov. Im Hotel Mosebach hatte fidi etn sonntag eine große Anzahl ehemaliger Angehöriger des hl Infanterie-Regiments wegen Beratung über die Beteiligung an der Hundertjahrseier dieser Truppe eingebunden Ls wurde eine ähnliche Organisation der Sache wie kürzlich in Marburg beschlossen und als Vorsitzender des geschas.ssührenden Ausschusses Hauptmann a. D. v. Goldammer zu Hof Plausdor üewahlt. Im Postamt zu R.-Holz hausen stahlen Zigeuner mittelst Einbruchs etwa 90 Mark. Die^Diebe wur den bis in ben Burgwald verfolgt, wo man ihre Spur verlor

W Frankfurt, 14. Nov Mit Rücksicht auf die gegen bärtige Teuerung hatte der Magistrat eine Erhöhung des M ietzuschusseS für die städtischen Beamten, Angestellten und ständigen Arbeiter um 60 Mark jährlich vor geschlagen, was eine Mehrausgabe von 325 000 Mark bedeutet 4er Finanzausschuß beantragte eine Ausdehnung der Borlage auf die unständigen Arbeiter und die Schuldiener, wodurch weitere &) 000 Mark erforderlich toerden. Die Sozialdemokraten stellten noch welteraehende Anträge: die Versammlung erhob aber nur ta AuSsdmßautrage zum Beschluß.

p X. Hanau, 15. 9tot». Nach heftigem Wahlkampfe gingen heute abend die Ergänzung sw ahl en in der 3 »lasse zur Stadtverordnetenversammlung zu Ende. Den Kandidaten der Sozialdemokratie hatten die Büraerlichen nne gemeinsame Liste entgegengesetzt. Trotz eifriger^ Ar­beit unterlagen die bürgerlichen Kandidaten mit 34 St im men, die Sozialdemokraten erhielten 2024, die vcr» einigten Bürgerlichen 1990 Stimmen Wahlberechtiat waren 5831. Die Sozialdemokraten behalten durch diesen Sieg ihre seitherige Stärke von 9 Mann in der Stadtverord- Mowersammlung. , _ ,

w. H ö ch st a. M, 16. Nov. Bei den gestrrgen Stadt verordnelenwahleit der dritten Klasse wurden drei bürgen liche Kandidaten getvählt, während drei weitere bürgerliche ftanbibatcii mit Sozialdemokraten in die Stichwahl kommen.

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Ablehnung aus konfessionellen Gründen ist nur fri^ni derjenigen Anstalten zulässig, roeldr im Verzeichnis her ermächtigten Kranken­häuser als konjesswnelle be^>ch5iei sind Dem Karündaten ist der Grund der Ablehnung fdirmlidi nr.tsuteilen. Gegen die Ablehnung steht dem Kandidaten Bescbwerde an die Zentral­behörde (§ 59 Abs. 2 zu, welche endgültig entscheidet."

(ficriditsfaal*

Der Prozeß gegen den König

Brüssel, 14 Roo. Im Prozeß der Prinzessin Luise von Belgien um den Radüaß deS üonigs Leopold wurde beufc das Urteil verkündet. Tie Prinzessin wurde ab- gewiesen, nur was der König wenige Tage vor seinem Tode der Ried<r'.lllbad rr Stinung vermachte, fällt den Erben zu

Urteil wird erklärt, daß bie Niederfüllbacher Stiftung al- für Belgien nicht zu reckt bestehend angesehen werden müsse. In­folgedessen sei die Stiftung auch nickt in ber Lage, Schenkungen anzunelmien. Daher müß'.en die Gegenstände, die der König der Stiftung am 13. Dezember 1908 übermittelt habe, an die Erben zu rück geh n Besitzanspruch auf die BermögenSMlcke, deren Wen auf li» Millionen Franks angegeben wird, haben nur die Prinzessinnen Luise und Stefanie, jetzige Gräfin L o n v a y, t>a die Prinzessin Clement ine, jetzig'' Prinz-'ssin Biltor Na­poleon, jeden Anteil auf etwa durch den Prozeß ihr zugesprochener Vermögensanteil im voraus abgelehnt hat

Der Zusammenbruch der Niederdeut>ch»n van? vor Gericht.

< Dortmund, 15. Nov.

Ter Prozeß gegen den BanVürektor §?hm und Genossen nahm in der heutigen Sttzuna eine sensationelle Wendung, indem der Staatsaruvalt in zehn Fällen, welche Vergehen gegen baS Börsengesetz betreffen, bie Anklage fallen liefe. Es stand sonack nur noch der Fall H c n s o t h zur Verhandlung, in dem Schmitt allein als Angeklagter ftguric't. Schmitt erklärt, be­weisen zu wollen, daß bie Aussagen O h -n s völlig unglaubwürdig seien, denn Ohm sei tatsächlich an verscyiedenen Tagen in Dort­mund, aber nicht im Ausland gewesen. Der Berteidtger des An­geklagten Ohm, RechtSanwalt Frank, madjte darauf aufmerk­sam, daß dadurch u a. eine Vertagung deS ganzen Prozesses not­wendig sei. Ter Angeklagte Sckmikt bemerkte, daß ihm Ohm den Bries an die Firma Alexander am 22. Juni diktiert habe. Außerdem seien an diesem Ta,<e bei der Bank Zahlungen für Ohm erfolgt, obwohl er angeblich an diesem Tage in Pari- gewesen fein will. Ohm erklärt das bamit, daß seine Rechnungen iisw. oft Tage- unb luodtcnlang bei lern Kassierer liegen blieben. Ter Staatsanwalt und ber Vorsitzende legen auf diese Sache nur wenig Wert.

Es wurden dann verschiedene Beamte der Berliner Handels­gesellschaft darüber vernommen, ob Schmitt Mitte August 1909 in Berlin bei ber Handelsgesellschaft gewesen sei. Die Zeugen können sich aber nicht mit Bestiiuintheit hierüber äußern. Der hierauf vernommene Zeuge D u h m c erklärte, er habe mit dem Direktor Springoru m vcrsönlick mit Schmitt wegen Beleihung zweier Kuxe burch die Niederdeutsche Bank verhandelt. Als der Verteidiger Rechtsanwalt Frank hieraus eine unwahre Aus­sage des AngeNagten Sckmitt folgern wollte, erklärte Schmitt, er habe die fraghdje Aeufeerung nicht in dieser Form getan.

Der Fall H e n s o t h nahm längere Zeit in Anspruch. Hensoth erhielt zwei Formulare zur Unterschritt, von denen das letzte an die Berliner Handelsgesellschaft Weiter gegeben wurde unb auf dem die Bemerkung, daß die Aktien nur im Fall einer fristlosen Verstreichung der gesetzlichen Notfrist verlvendet werden dürsten, nicht durchstrichen war. Auch hieraus folgerte der Verteidiger Rechtsanwalt Frank eine unwahre Acußerung Schmitts, Der sich energisch verwahrte, die Unwahrheit gesagt zu haben, worauf ihm Ohm vorwarf, daß er sich festgelogen habe. Rechtsanwalt Frank legte sodann verschiedene Telegramme vor, aus denen sich ergibt, daß Ohm zu ber fraglichen Zett nicht in Dortmund gewesen ist. Der Zeuge Hensoth bekundet iwch, baß er nach einem vergeblichen Versuch, Schmitt au sprechen, gegen Bezahlung des Debet nach verschiedenen Ausreden für sein Depot andere Papiere erhalten habe, die er wieder herausgeben mußte. Die Zeugen­vernehmung war damit beendigt.

Es folgten hierauf bie Sachverständigengutachten. Die Sach­verständigen stimmen darin überein, daß in einzelnen Fällen ge­linde Verstöße gegen das Tepotgesetz vorgekommen sind, dafe aber inbcrerfeitd in verschiedenen zur Anklage stehenden Fällen die Niederdeutsche Bank korrekt gehandelt habe.

Morgen soll mit den Plädoyers begonnen werden.

Vcrmifcbtc».

wald, über bte

Iurplatz zu haben

tuftfdiiftabrL

Tode-sturz.

Johannisthal, 1 » Nov. Der Flieger Pietschker, der heute früh mit seinem Entdecker aufftieg, ist nach wenigen Minuten aus 20 bis 2 > Meter Höhe ab gestürzt. Er brach das Genick und war aus ber Stelle tot

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter Ouirr Rubrik stehenden Artikel übernimmt bte Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

I Gießen, den 15. Nov.

* Vom Heidelberger Schloß. Aus Heidelberg wird gemeldet: Im Heidelberger Tageblatt besprüht der Ordinarius für Geologie, Pros Dr ®db Salomon, in zustimmenhern Seiten bie Abhandlung dcs Dnftors des mtuernlogiid^cologifdien, Instituts ber Berliner Technischen Hochschule, Geheimrat Hirsch- ______ 2L_. .gefahrdrohende forndirritenbe Verwitterung bei Otto-Heinrick-Baues Professor Salomon kommt dabei iu dem Schluß, daß die berühmte Westsasfade dieses Jahrhundert nicht mehr

Bezugnehmend auf ben ArtikelV o m Markte" in Ihre« geschätzten Anzeiger vom 9. b. M. wollen Sie gcfl. nachfolgende Zeilen -um Abdruck bringen. In anderen Städten ist man be- itrebt, auf alle mögliche Art und Weise das auswärtige Publikum anzulocken, und hier in Giefeen wird, um sich großstädtisch zu zeigen, das Gegenteil getan, hier werden die auswärtigen Stäufer sozusagen direkt vertagt, indem man das harmloseste Vergnügen eines JuxplotzeS während deS Marktes verhindert! Wer nur ein wenig sehen will, konnte längst beobachten, waS die Krämermärkte waren, als ber Juxvlatz noch auf Oswaldsgarten war, unb waS sie jetzt sind, nadtbem bie Verlegung bes Iurplatzes stattgefunden bat. Das Zurückgehen des Marktbetriebes i(habet nicht allein den Marktreifenden, fonbern allen anliegenden Geschäften, und ich behaupte nicht zu viel, wenn ich sage, allen Geschäften ber Neustadt, Markt- unb Bahn­hofstraße Natürlich haben wir Leute genug, die sagen, eS (ei für Gießen nickt mehr zeitgemäß, mitten in der Stadt einen Iurplatz zu haben. Diese fragen auch nicht danach, ob die Geichastsleute durch solche Uinwälzungen geschädigt werden ober nicht! Es sind vielleicht einige Anwohner bei Oswalds­garten, die in ihrem Schlafe vor 10 Uhr abends gestört werben unb deshalb müssen Hunderte von Geschäftsleute Schaben leiden? Wir Gießener Kaufleute sind eben zu bescheiden, sonst würden wir uns derartige Gewaltakte nicht bieten lassen. Ich glaube im Sinne vieler Freunde zu handeln, wenn ich an den wohl­meinenden Sinn unserer Stadtväter appelliere mit dem An­sinnen, wenigstens an Marktlagen auch die Schausteller für Lust­barkeiten zuzulassen. R.

überleben wirb.

Kleine klagtrckronil.

Seit dem nun 20 jährigen Bcstehen deS Krematvrftun- in Heidelbe»g fanden darin 2195 Feuerbestattungen statt

In Hamburg lief ein Leiterwagen eines Fenerwehrzuaes gegen die Plattform eine» Anhängers ber Straßeirbatzn Die Plattform wurde zertrümmert. Der darauf stehende .-chasfner wurde gegen ben Pfeiler einer Straßenlaterne geschleudert, wo er mit zerschmettertem Schädel liegen blieb. Das linke Hondpfcrd des Leiterwagens wurde sdstver verletzt.

In Wien sind die beiden 16jährigen LvceumSschulerinnen, bie sich gemeinsckaftlick aus dem »wetten Stocklverk deS Sckul- aebäudes hinunlerstürzten, an den Folgen der erlittenen Ver­letzungen gestorben. , A Ä

Wie au-5 Konstantinopel gemeldet wird, sott am D cns- tag in Adrianopel eine Feuersbrunst atisgebrochen fein, die den Basar einäscherte und fast ein Viertel ber Stadt zerstört haben soll. ________________________

Stofier vilderdiebjlahl im Schloß zu Schleißhelm.

lieber einen großen Bilderdiebstahl im Lustschlößchen zu Schleiß heim wirb uns untrrm 15. d. Mts. aus Münd» en ge­meldet: Wie die Polizeibirektion mitteilt, sind vermutlich in einer ber letzten Nächte in dem Lustschlößchen zu Schleife- h e i m »um Schaden der Zivilliste des Staates 2 2 Gemälde aus den Rahmen geschnitten und entwendet worben. Von bem Täter ist bis jetzt nichts bekannt. Die Gemälde, die teil­weise einen großen künstlerischen und historischen Wert haben, stellen dar: Leopardenjagd, Wlldschweinjagd, Bärenhetze, Land­schaften, Tierstücke, den Kurfürsten Karl Philipp von Pfalz-Neu- bürg als Bischof, den Herzog von Zweibrücken Max Joseph und dreizehn Sttlleben von Peter Hvremans.

<T<tS Lustschlößchen zu Schleifeheim, das etwa 14 Kilo­meter nordwestlich von München liegt, besteht aus zwei verschie­denen Teilen, von denen der neuere Teil die Gemälde enthält Ter Prachtbau des neuen Schlosses wurde 1726 vollendet. Tas Stiegenbaus soll eines der bedeutendsten in Europa fein. Die Ge­mäldegalerie, die etwa 1600 Gemälde aufweist, enthält viele kost­bare Bilder, darunter viele aus den altdeutschen Schulen. T. R.l

präsideitten wurde vom ganzen Hause mit Beifall ausgenommen.

Ter Appetit |

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Letzte Nachrichten

Die Mißernte in Rußland.

Carl Seibel, Tel. W« Frankfurter Str. 3T<

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

WetterauSsickteii in Hessen am Freitag, ven 17. November 1911 Wolkig, leichte Niederschläge, mild, strichweise Morgennebel.

in Seide, Satift, Seinen, Materie enorm billig.

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«rang Schwesterniiaaä.

P etersbur g, 16. Nov. In der gestrigen Abendsitzung der Reichsduma beantwortete Ministerpräsident Kokvwzow die Anfragen über die Mifeernte in längerer Rede, in der er zunächst feststellte, dafe das von der Mißernte betroffene Gebiet sich auf zwanzig Gouvernements erstrecke, von denen zwölf durchweg, die übrigen zmn Teil geschädigt worden seien. Von den zwölfcinhalt Millionen Einwohnern deSMißemtegebietS seien acht Millionen hilfsbedürftig. Die Hilfeleistung erfordere 120 Millionen Rubel, wovon 32 Millionen durch lokale Mtttel gedeckt würden, während der St a a t für bie übrigen 88 Millionen eintreten müsse. Die Hälfte ber erforderlichen Mittel fei der Bevölkerung ohne Ver­zögerung bereits Übermittelt. Die Hilfsgeldcr seien zu Saatzwecken, zum Ankauf von Korn und Viehfutter, zur In­angriffnahme öffentlicher Arbeiten, zur Errichtung von Speise­küchen und Nahrungsmittelstationen wwie für ärztliche Hilfe an­gewiesen worden. Auf Grund der Berichte der Gouverneur: stellte der Ministerpräsident fest, daß nirgends HungerS- n o t aufgetreten sei unb daß die sanitäre Lage durch alle zu Gebote stchenden Slittd, so durch Tariferleichterungen für die Beförderung von Arbeitern und für bat Transport deS Viehs aus bem Mifeerntegebiet

___.... _____ in nicht vom Mifewachs betroffene Ge- genben, durch Herabsetzung der Frachtkosten für Oelkuchen, Futter­gerste, Heu, Stroh usw., durch ÄredtterleiHerung und Stundung der direkten Steuern usw. gehoben werbe. Die Rede beS Minister-

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Ceieral-leroiMliiDg am Samstag, d. 85. Nov. 1911, abends b1 , Ubr, im Unterrichts zimmer, Frankfurter Straße 301.

Tages Ordnung:

L Revinousbericht;

2. Rechnungslegung:

3. Berieilung der Rückvergütung:

4. Ersatzwahlen.

Gießen, den 16. November 1911 Der stellvertretende Borsttzende des AufnchiSraieS:

Küpper, 6993

König!. Lberbahnmeifrer.

Amtlicher Teil.

Kekanntmachung.

B e t r.: Maul- und Klauenseuche in Winnerod.

Degen Ausbruch ber Maul- und Klauenseuche in Winnerod und Nonnenroth wird seeinSperrbezirk gebt! bei; dieser unffafet das Gebiet drr Orte und der Gemarkungen Winnerod unb Nonnenroth. Es wirb weiter ein neues Beobachtungs­gebiet gebildet, das bie Gemarkungen Bersrod, Linbeo- struth, Reinharbshain, Reiskirchen unb Saa'en mit Bollnbach, Veitsb ' rg und Dir ber a umfaßt. Für ben Sperrbezirk und daS Beobachtunasgebiet gelten die Bestun- munaen unter II, IV, V und VI unserer BekamttnrLchuZW vom 11. 1. Mts. '(Siebener Anzeiger Nr. 267).

Gießen, ben 15. November 1911.

^^herzogliches streisamt Gieße,,

i! I, L.: Langermans.

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Ärztlich empfohlen.

Jfadirkgtn durch Piakefe crsio/rtiJcj.