Beppler, 48 Jahre alt, aus Lang-Göns, in San Franzisko,
40 Jahre alt, in Brooklyn; Slarl
4 Zimma
im Johaimessaal.
Pfarrer Auskeld.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen
Wetter
Höchste Temperatur am
bis 24. Oktober — + 13,2 eü.
24.
— -f- 8,2 *0.
der Funktionen uch auf und 3—4 ÄLonate >Väter vench willen sie. nachden, sie verliest dre von ihm verkable einige Grossisten nichtig reingelegt haben Ter Grunn mm .....
® b Lr^ H r nffrnfn .^esttcbung der Bebnuuiigs sie billiger verkauft als eingekauft haben. Wo bleibt Denn da r a a n ß a 11-- Der Gepicinderat erteilte aas gerechte Verhältnis zwischen Detail und Engrospreisen V Radl
Krerr-t tone Zustimmung I jhäSten der Städte Frmrkfutt, Worms, Nürnberg, M^'ch^1
Am UNd
ff £a ' ,.„a hi »en
Kal.; Joh. Sommer,
Freitag, den 27. Oktober, nachmittags Uhr: Peisammlung des I r a u e n m i s s i o n s v e r e i n s der Lukasgemeinde im Lukas- faale.
In Amerika
Kreis Wetzlar.
— W e tz l a r, 24. Oft. Unter grober Beteiligung auch seitens seiner Kollegen aus dem Hüttenberg wurde heute nachmittag Lehrer Nikolaus Weber zur letzten Ruhe gebettet. Er hat 32 Jahre der einklajsigen Schule zu Niederkleen vorgestanden.
1. Oktober 1901 trat Herr Weber in den Ruhestand nahm hier seinen Wohnsitz; er starb im 73. Lebensjahr.
Hessen-Nassau.
--- Wiesbaden, 24. Oft Die Deutsche Gesellschaft
»ricdriltiitr. 13 I*., Me 4-ZilNmcrwobli E Balkon und lomiif
verstorbene Hessen. Will).
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 23. Oktober.
Lollar, 23. Okt. llnsere Gemeinde hat seit dem letzten Jahre sehr viele Uebelstände abgeschafst, aber noch lange nicht alle. Da ist zum Beispiel die große steinerne Treppe an der H a u p t n r a ß e, die den ganzen Fußgängersteig der Hauptstraße vollständig absperrt. Jeder Passant muß diese Treppe nv weitem Bogen umgehen, was bei dein nassen Wetter, und namentlich nachts bei der schlechten Beleuchtung, schon manchen zu Fall gebracht hat. Ein Wunder ist's, daß noch kein schlimmes Unglück an dieser Stelle vorgelonnnen ist. Die Einwohner des Hauses benutzen doch den Eingang von der Hinterseile, iveshalv diese Treppe aanz gut in Wegfall kommen könnte. Es ist unbedingt erforderlich, daß an dieser gefährlichen Stelle bald Abhil'e geschasst wird. Trotzdem schon so oft aiu die Treppe hingeiviescn wurde, ist bis jetzt immer noch nichts getan ivorden. Ich fiage hiermit ergebenst bei der Geniemde an, ob und wann diesem Uebelstand abgeholfen wird? Einer für Biele.
IVanbcrn und Neisen.
X Friedberg, 23. Okt. Der Vogelsberger Höhen- k l u b (Ortsgruppe Hana u) war gestern nach einer Wanderung durch die südliche Wetteraii zu Galt bei dem Taunusklub Wetlerau, der für einen Teil ferner Mitglieder als Ortsgruppe Friedberg— Bad-Nauheim auch dem V. H. E. angehört. Im Hotel Trapp verlebte der Hanauer Ziveigverein gemeinsam mit den Klubgenossen aus Friedberg und Bad-Nauheim fröhliche Stunden. — Ter hiesige Ziveigverein hat gemeinsam mit den Vereinen in Lich und Haubach beschlossen, eine -durchgehende Markierung Bad- Nau h e i m— Di ünzenber g—A r n s d u r g— L i ch—L a u b a ch herzustellen und so eine neue Zugangsroule zum Vogelsberg zu schassen. Ferner soll vom hiesigen Zweigverein die Linie Friedberg-Ronneburg markiert werden. Beide Routen sollen dann noch in das neue Wegenetz und in die neu geplante starte nachträglich mitgenommen werden.
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^7——Aurich g
23
Niedrigste , „ 23
Niederschlag: — 0,0 mm.
Sonnenschein Klarer vmxmcl1
Bew. Himmel
für Kaufmanns-Erholungsheime wird nunmehr ihre Absicht, im Taunus ein Heim zu errickten, an landschaftlich hervorragender Stelle zur Ausführung bringen können. Da der Gesellschaft die dort von verschiedenen Gemeinden kostenfrei angebotenen Plätze für ihre Zwecke nicht recht geeignet schienen, haben der Vorsitzende der Gesellschaft, sowie die stellvertretenden Vorsitzenden der Gesellschaft ein bisher der Gemeinde Neuenhain gehöriges, dicht bet Königstein, etwa 100 Meter vom Grandhotel belegenes, mehrere Morgen großes Gelände als Geschenk zur Verfügung gestellt. Der Platz ist außerordentlich schön gelegen und bietet eine weitreichende, wundervolle Fernsicht.
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Dresden, Liegnitz, Köln, Bamberg, Schlettstadt, Kolmar und Wesselbüren (Holstein) bewegen sich die Preise für Speisekartosteln zwischen 6Vs—9 Mk. für den Doppelzentner, für Weiskrant G bis 8 Mk., Rotkraut 7—8 Mk. für den Zentner. Bom holländischen und niederrheinischen Gemüse- und Kartosselmarkt wird wörtlich berichtet: „Wie nicht anders zu erwarten, sind die Preise für Kartoffeln und Gemüse infolge der Einkäufe seitens der Stadtver« waltungen und sonstiger Großabnehmer am Niederrhein bedeutend gestiegen. Ebenso verhält es sich mit Gemüsen." Es steht also fest, daß infolge des von verschiedenen Stadtverwaltungen usw. geübten Kommnnalsozialismus die Preise noch höher getrieben wurden und das Ende ist, daß die Bürgerschaft aus dem Stadtsäckel den Verlust an den Waren zu zahlen hat, denn die Einkaufspreise können selbstredend nicht erzielt werden. In Holland waren die Preise für Kartosteln 6,40 bis 7,10 Mk. für 10 000 Kilo* gramm ab Holland. Also ist nur zu hoffen, daß unsere Stadtverwaltung jedermann seinen Bedarf selbst einkaufen läßt.
HW
Nachdem nun schon wochenlang an den städtischen Kartoffeln- und Gemüse-Waggons geschoben wird, wollen sie doch absolut nicht ins Rollen kommen. Dem Einsender in Nr. 247 und Artikelschreiber in Nr. 248 scheint die Zeit sehr lange zu dauern, bis die Stadt ihre Bezüge beginnt. Da sich nun aber durch Bericht vieler Städte ergeben hat, daß auch die Stadt Kartoffeln und Gemüse nicht billiger als lsiesige Händler beschaffen kann, ohne die Stadtkasse dabei in Milleidenschast zu ziehen, so werden sich hoffentlich die Herren unserer Stadtverwaltung nicht zu einer Sache entschließen, deren Zwecklosigkeit schon im voraus zu sehen ist Sollten die Einsender aus nachstehenden Beweisen nicht zur lieber= Zeugung kommen, so bitte ich sie fteundlichst, sich direkt an mich zu wenden. Ich bin gern bereit, mit noch mehr Beweisen zu dienen Die Not ist auch gar nicht so groß, daß so viel Aufhebens darum gemacht wird. Man darf sich auch nicht zu sehr auf die Gemüsepreise der letzten 6—7 Jahre versteifen, die doch so heruntergekommen waren, daß von den hiesigen Gemnscbautrcibenden Gärtnern nur noch einige, wenige existenzfähig sind, trotzdem sich diese Leute von früh bis spät plagen nutffen, wie wohl fein anderer Geschäftszweig. Dem Einsender aber, der meint, die Detailpreise bewegten sich in keinem gerechten Verhältnis zu den Engrospreisen, rate ich ätnige Tage in meinem Geschäft Einblick zu nehmen, dann würde er bald besser belehrt sein. Sehen wir uns einmal die Gemüsegeschärte unserer Stadt an - einige haben ausgehalten, die anderen sind wie die Zugvögel, sie tauchen xA'öW
den ist, sei auf die morgige Auffichruny des Werkes die letzte im Abonnement, besonders hingewresen. — Nach längerer Panse wird am Freitag Anzengruber mit fernem „Pfarrer v o n Kir ch f e l d" wieder zu Wort kommen, da im Ensemble zurzeit mehrere Mitglieder sind, die den Dialekt beherrschen. Die Titelrolle wird von Herrn Kaiser gegeben werden, der Wurzelsepp von Herrn Gnhne. In größeren Rollen sind rnußeroem beschäftigt Frl. de Brühe als Annerl, Herr Größer als Michel, Herr Volck als Einödpfarrer und Frl. Scholz als Brigitte.
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zu zahlen sich verpflichtet. Oppenheimer beantragte hierauf, daß durch die Bürgermeisterei öffentlich bekannt gegeben werden soll, daß nachträgliche Dispense für Erbauung von Lichtschächten auf städtisches Eigentum nicht mehr genehmigt würden, und daß die Hofteitebcsitzer, welche solche Schächte ohne polizeiliche Erlaubnis errichtet haben, zur nachträglichen Zahlung der Anerkennungsgebühr herangezogen uno zur Ausstellung eines Reverses anf- gesordert werden sollen. Der Antrag wurde genehmigt. — Die Baükommission hatte am 20. Oktober zum Zwecke der Beschlußfassung über das Baugesuch der Firma Ä. I. Tröster Augenscheinnahme vorgenommen und festgestellt, daß die Linie des schon be- gomtmen Fundamentgrabens an keiner Stelle die Grenze des projektierten Straßenzugs überschreitet, im Gegenteil zum weitaus größten Teil einige Meter hinter ihr zurückbleibt. Die Kommission beantragt deshalb, der Gemeinderat wolle das Baugesuch genehmigen. Sie gibt bei dieser Veranlassung ihrer Auffassung dahin Ausdruck, daß die projektierte Straße mit 10 Meter Breite allen Bedürfnissen vollauf gerecht wird, da die Kaiserstraße, für die gegebenenfalls diese Straße hergestellt werden soll, in der Fahrstraßenbreite fast zwei Meter Breite roeniger besitzt als diese Straße. Der Gemernderat erteilt zu diesem Beschlüsse seine Zustimmung. — Das Baugesuch des Konrad Boller von Gambach zur Erbauung eines Wohnhauses an der Griedelcr Straße neben der katholischen Kirche wurde genehmigt. Das Gesuch desselben wegen Geländetausch wurde der Baukommission überwiesen. — Oppenheimer und Hehd berichteten über ihren Antrag: „Maßregeln der Stadtverwaltung gepen die L e b e n s m i t t e l t e u e- r u n g" Oppenheimer teilte mit, daß er vorerst nicht beabsichtige, einen Antrag zu stellen, er wolle nur einmal die gegenwärtigen Verhältnisse klar legen, werde aber sofort einen solchen stellen, wenn er nicht bald einen Erfolg sehe. Die Kartoffelpreise seien viel zu hoch. Auch andere Lebensmittel seien zu teuer, z. B. Fleisch, Butter usw. Hehd stiimnt den Ausführungen Oppen- y.eimers zu. Dr. Vogt ist betreffs der Kartoffeln dcrfclben Ansicht und möchte eine Frist für die hiesigen Händler von acht Tagen festgesetzt haben, andernfalls solle die Stadtverwaltung mit Landwirten in Unterhandlung treten. Tröster und Müller stimmen nicht dafür, da die Wetterauer Kartoffeln besser als die ostpreußischen und deshalb auch etwas teurer seien. Dieser Gegen stand wird bis zur nächsten Sitzung vertagt, da inzwischen mit den Händlern verhandelt werden soll. Der Antrag Oppenheimer, den bewilligten erhöhten Betrag für Milch für die Schulkinder schon von jetzt ab zu gewähren, wurde genehmigt. Oppenheimer stellte den Antrag, erneut 6ei den zuständigen ©teilen hinzuwirken, tue weggefallene Obersekundaklasse wieder zu erhalten. Nachdem ^urgernieister Flach und Oppenheimer über die Angelegenheit berichtet hatten, mürbe beschlossen, bei dem Ministerium eine Ein- .gäbe einzureichen imd eventuell eine Deputation, bestehend aus den Herren Heil rurd Hehd, an das Ministerium zu entfenbeu. Heyb berichtete alsdann über die Festsetziing der Funktionen der Mutationen und wumcht, daß nun baldigst die Milchkontrollc MiSsieNunt wurde, und zwar durch Polizeidiener Schmidt im Belfern eines Gemernberatsmitglicbes ober ber technischen Kom nnsiwn. Herauf wurde Hehb vorgeschlagen, der sich hierzu bereit eicklcrrte. Oppenheimer beantragte, auf die nächste Tagesordnung zu setzen: ,)-est)etzung der allgemeinen Richllinu-n der Funktionen der Kommissionen. Dr. Vogt verliest pie von ihm versaßt»
Landwirtschaft.
+ Aus Kurhessen, 23. Okt. Zu der von der kur- .hessischen Laubwirtschoftskammer für das Jahr 1911 vorgesehenen Prämiierung ganzer Viehhaltungen waren 19 Ställe aus den Kreisen Wolfhagen, Frankenberg, Marburg, Kirchhain, Ziegenhain, Homberg, Fritzlar, Melsungen, Kassel und Rinteln angemeldet. Von den 19 Stämmen waren 11 Simmentaler, 4 Niederungsvieh, 3 Waldecker und 1 Vogelsberger. Es erhielten Prämien: Nik. Scherb-Waldau 1. Preis (200 Mk.), Wilh. Draude-Fritzlar 2. Preis (175 Mk.), Heinr. Kraft-Hachborn 3. Preis (150 Mark), Georg Ritter-Afterode 4. Preis (125 Mk.), Heinrich Rode-Haina 5. Preis (100 Mk.l, Ernst Becker-Frohnhausen 6. Preis (75 Mk.), Ferd. Frendenstein-Zierenberg 7. Preis (75 Mk.), K. Siebert-Werkel 8. Preis (50 Mk.), G. Rompf- Sondheim 9. Preis (50 Mk.), H. Schlemmer-Niedergrenze- bach 10. Preis, H. Rohde-Sond heim 11. Preis, D. Kahl- Wabern 12 Preis, G. Kohte-Dagobertshausen 13. Preis, H. Dippel-Kirchhain 14. und H. Fakiner-Dainrode 15. Preis (letztere erhielten je ein Diplom).
Gerichtssaal.
Mainz, 23. Okt. (Eine grundsätzliche Entscheidung.) Die Frage, ob ein Arbeitgeber mit seinem Arbeiter Vereinbarungen treffen darf, die von bestehenden Tarifverträgen abweichen, ob also derartige Verträge „abdingbar" sind, wurde vom Landgericht Mainz als Berufungsinstanz durch eine dieser Tage erlassene Entscheidung bejaht. Der vorliegende Fall war folgender: Ein Alainzer Geschäft hatte mit einem seiner Gehilfen bei dessen Einstellung Lohn vereinbart, der etwas geringer war als der, den das Geschäft in einem mit der Ge- Hilfen-Organisation abgeschlossenen Tarifvertrag zu zahlen anerkannt batte. Von dem Bestehen dieses Vertrags, so behauptete der Gehilfe, habe er bei seiner Annahme keine Kenntnis gehabt. Er machte nachträglich bei dem Mainzer Gewerbegericht die Differenz zwischen dem ihm nach der Vereinbarung gezahlten und dem ihm angeblich nach dem Tarifvertrag zustehenden Lohne klagend geltend, wurde aber mit diesem Anspruch vom Gewerbegericht abgewiesen. Gegen diese Entscheidung legte er Berufung ein, die jedoch keinen Erfolg hatte. Das Landgericht billigte durchaus die Ausführungen des Gewerbegerichts, die besagten: Die Tarifverträge seien nicht Dienstverträge im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Wohl bildeten sie in der Regel für die Dienstverträge die Grundlage und vereinfachten, sei es, daß auf sie Bezug genommen werde, sei es, daß die Parteien sich ihnen stillschweigend unterwürfen, den Abschluß von Dienstverträgen. Eine weitere Bedeutung könne ihnen mit Beziehung auf das einzelne Dienstverhältnis nicht beigemessen werden. Gegen die Annahme der Unabdingbarkeit der Tarifverträge spräche 8 105 der Gewerbeordnung (Regelung des Arbeitsverhältnisses im Wege freier Uetiereinfunft, vorbehaltlich ber birrch Reichsgesetze begrün» beten Beschränkungen) und bie Tatsache, daß es keine gesetzliche Bestimmung gäbe, die die Vertragssreiheit zu Gunsten von Tarifbestimmungen einschränke. Was aber das Gesetz nicht verbiete, müsse erlaubt sein, solange der Gesetzgeber nicht die gewiß wünschenswerte Regelung des Tarifvertrags vorgenommen habe, könne die Festsetzung abweichender Bedingungen im Arbeilsve.rtrage rechtlich nicht beanstandet werden.
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Kreis Schotten.
a. V o m Vogelsberg, 24. Okt. (Von der Jagd.) In $>en letzten Tagen hallten alle Wälder und Täler von Büchsenknall und Hörnerschall wider, die Treibjagden sind im Gauge. Mit großen Aufgeboten an Treibern und Jägern gings allem, was da kreucht und fleucht, auf den Leib, so stiegen am Samstag morgen in Ober-Widdersheim ehua 50 Jäger aus. Die Jagd gründe des Vogelsbcrges, die großen Wälder, sahen erlesene Jagdgesellschaften, in der Schotteuer, Gederner, Grebenhainer, Ulrichsteiner und andern Gegenden führten Autos die Jäger.früh zur Pürsch. Soweit die Dezimierung durch den harten Winter iund den trockenen Sommer mitspricht, kann immer noch von einem annehmbaren Wildstand gesprochen werden; die Feuchtigkeit der letzten Wochen hatte den Futterstand gefördert und die jungen Kornfelder boten Aesung, außerdem sind die Quellensümpfe des Vogelsbergs in schweren Zeiten noch geeignete Futterplätze. ist ja selten, daß in einer Woche alle Jagden so stark betrieben werden, es sprechen hierbei eben die jetzigen hohen Mleischpreise und nicht zuletzt die teuren Jagdpachten mit, da tut jeher heim, so viel er kann. Der letzte Satz Hasen ist noch gering. Rehe bis zu 20 Pfund und noch geringer zeigt die Strecke, das Federwild ist vereinzelt, Füchse kommen in schönen Exeinplaren zu drei bis sechs Stück an einem Tage vor. — Letzt zeigen sich die starken Schäden der Trockenheit im Walde, wie sie an jungen und mittleren Fichtertbeständen, bie ■auf heißem Blünm stehen, zutage treten. Große Flächen werden dürr ober stark gelichtet, viel Arbeit und Geldwert ist verloren. Eine Mahnung zugleich, daß nicht jedes Stück La.nb zur Fichten- pslanzung taucht.
Kreis Friedberg.
Butzbach, 21. Okt. Gemeinberatssitznng. Bürgermeister Flach teilte mit, daß bie Baukommission bie sämtlichen Gegenstände der heutigen Tagesorbnung für dringlich erklärt und die Änberanmnng der Sitzung auf heute gewünscht habe. Oppenheimer vermißt das Gesuch ber lanbwirtschaftlichen Hauptgenosfen- schaft Friebberg wegen Ueberlassung von Gelänbe auf ber Tages- arbnung. Bürgermeister Flach erwiderte, baß ihm von den Ge- ^nrLinderatsmitgliebern keinerlei Mitteilung zugegangen und deshalb dieser Gegenstand noch nicht auf die Tagesordnung gesetzt worden sei. Tröster teilte mit, daß die Genossenschaft ber Bürgermeisterei demnächst genaue Unterlagen ihres Projekts zngehen lassen wollw. — Das Gesuch der Firma Gebrüder Bogt um Erteilung ber Erlaubnis zur Erbauung eines WohttHauses an ber .Hvchweifeler Straße für Obergärtner Lüthke würbe genehmigt unter der Bebingung, baß bie projektierte Straße nach ber Dreher- sck)en Fabrik zu 8 Meter breit unb bas hierzu ersorberliche Gelände von dem Bogtschen bezw. Lüthleschen Grundstück Flur VIII Nr. 619Vio abgetreten wirb, so baß Dreher von seinem Grunb- stück kein Gelänbe abzutreten hat. — Das Gesuch ber Firma Gebrüber Vogt um Uebernahme ber Kosten ber Kanalanlage in ber Hochweiseler Straße auf bie Stabt unb Erlaß ber Verzinsung würbe genehmigt unter ber Bebingung, baß für jebes Gebäube eine Anschlußgebühr von 50 Mk. bezahlt wirb unb bie Gesuchsteller bas Gelände zur Verbreiterung ber projektierten Straße uxtd) ber Dreherschen Fabrik au von ihrem Grundstück ber Stabt kostenlos ab tret en. — Das Gesuch bes Hch. Dreher wegen Herstellung bezw. Chaussierung eines Teiles, etwa 15 bis 20 Meter, des Zipfenweges würbe genehmigt unb es soll ein Kosten überschlag hierüber vorgelegt iverden. — Dem Bernharb Steinhäuser würbe gestattet, zwei Lichtschächte vor seiner Hofreite an ber Nieber- Weiseler Straße herzustellen, wenn er einen Nevers ausstellt und eine Anerkennnngsgebuhr von 50 Pfg. für jeden Schacht jährlich
Vücherttsch.
— Dem Andenken Franz Li'zts, dessen,100. Geburtstag die musikalische Welt am 22. Oktober beging, ist ber erste Teil ber neuesten Nummer 3564 ber Leipziger „Illustrierten Zeitung" (Verlag von I. I. Weber) vvm 19. Oktober gewibmet, Tie Würbigung bes Menschen unb Künstlers Liszt burch Professor Arthur Smolian erfährt burch bie vielen ben Text unter« brechenben Abbilbnngen eine hervorragende Unterstützung. Von dem weiteren Inhalt der Nummer seien ein dreiseitiger, durch reichen Bilbschmuck anziehenb gestalteter Beitrag über „Schlesische Rathäuser" von Fritz Mielert unb eine illustrierte Ballade „Au ber Buschkirche" von A. Neulecke besonbers namhaft gemacht. Dem aktuellen Teil ist roieber erhöhte Sorgfalt zuteil geworben.
Airchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Heute, Mittwoch, den 25. Oktober, abends 8 Uhr: Bibel st unde
i Simmcriuobn. sofort M Friuikiurter Ltra 4-Ziiiimer-Wi im 1. El. Kirchenvlatz joljil au verin. jtäb. >•' Rooiistraße
Itoöne geräumige 4=3i foiort oder fväier zu vei
Oft.
1911
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke *
Grad brr Bewölkung in Zehntel der fichtb. Hinimelsfl.
24
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